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Schwer erkämpfte Siege

Danke Firun, dass du mir in diesen schweren Stunden beistandest. Danke auch dir Praios, dass die Gerechtigkeit siegen konnte. Einen besonderen Dank gilt vor allem Adaque, der sich so tapfer schlug und mich vor dem Untergang bewahrte.

Mein Onkel ist gerettet, Sefira zur Rechenschaft gezogen, die Ehre verteidigt. Ein wenig schmerzt sie der Gedanke an ihre Dschadra. Die Bänder durfte sie abnehmen. Sie sollen nun Ihr Zeichen sein. Braun-weiß. Weiß-baun.

Kurz bevor sie die Augen schließt, durchlebt sie im Geiste noch einmal die Ereignisse des Tages, während Omar al alam bereits erschöpft im tiefen Schlaf versinkt. Ihr Gehirn malt wandelnde Bilder an die bunten Tücher.

Die untergehende Sonne wirft weite Schatten über den Balkon, als die Kontrahentinnen nacheinander vortreten, um eine Herausforderung im Kampf Mensch/Falke vs. Mensch/Falke auf Leben und Tod auszusprechen. Während das verschriene, in gewöhnliches braun gekleidete, Straßenmädchen an der Etikette kläglich scheitert, erntet die Edle Huldigung und Sympathie. „Sonne dich in deinem Ruhm solang du noch kannst“, scheint der Blick der Einfachen zu sagen.

Der fette Mondsilberwesir lässt bebend das reich bestickte Taschentuch fallen. Kaum berührte es den Boden des Balkons hoch über den Dächern von Fasar, der ersten Stadt der Menschen, grellt ein markerschütternder Schrei aus der Kehle von Sefiras Blaufalken. Schützend stellt sich Azina mit erhobener Dschadra vor Adaque. Die braun-weißen Bänder flattern im Wind. Erst spät bemerkt sie, dass es sinnlos ist, da der gegnerische Falke, wie aus dem Nichts auftaucht und sie angreift. Sie schickt nun ihren Falken ebenfalls in den Kampf, während sie sich mit Inbrunst und Hilfe des Axxeleratus aus ihrem Armreif in den Kampf stürzt, um jenen so schnell wie möglich zu beenden. Verwundert über die doch sehr starken Fähigkeiten ihrer Konkurrentin, tauscht Azina alsbald ihre Stangenwaffe gegen Khumschomer und Linkhand aus. Dabei bemerkt sie, was sie bereits ahnte. Auch Sefira steht unter Stärkungszaubern. Der Magus in der Ecke brabbelt die ganze Zeit seinen Händen gut zu. Intuitiv hetzt sie ihren treuen Jagthund Bakkus auf den Magier. Ein ziellos in die Luft geschossener Feuerball zeugt von dessen Erfolg, während der Kampf der Tierbändigerinnen ungehindert fortschreitet. Erbarmungslos schlagen die beiden Frauen, die sich noch aus Kindestagen kennen, aufeinander ein. Ihre Falken bekämpfen sowohl sich gegenseitig, als auch den jeweils menschlichen Gegner. Mehrfach rettet Adaque seiner Herrin das Leben, indem er sich in Sefiras Kopf festkrallt, ihr die Sicht nimmt, oder ihren Kopf nach hinten zieht. Nur einmal gelingt es dem anderen Falken, sich in Azinas Lederarmschiene festzukrallen. Dem Dolchstoß entgeht der Falke jedoch.

Sie können sich beide kaum noch auf den Beinen halten. Aus mehreren Schnitten blutend versetzt Azina Sefira schließlich einen Streich quer über die Brust. Stöhnend sackt Sefira zu Boden und bleibt schwer atmend liegen. Mit erhobenen Waffen steht Azina über ihr, unschlüssig, was sie tun soll. In der Zeit vor dem Kampf, ging ihr diese erhoffte Situation mehrfach durch den Kopf. Das Blut rauscht durch ihr Gehirn, wie das Abwasser der Kanäle dieser verfluchten Stadt. Zähflüssig und blubbernd. Ihre Schläfe pocht schmerzhaft. Die Menge beginnt verhalten zu rufen: „Töte sie, töte sie.“ Die Falken rauschen heran und setzen sich auf ihre Herrinnen. Der Mondsilverwesir – höchstpersönlich – erhebt sich schwerfällig von seinen Kissen. Er reckt den Arm nach vorne und deutet mit dem Daumen nach unten. Das Todesurteil. Ein Raunen geht durch die Menge. Azina zögert, scheinbar unschlüssig, was sie tun soll. Im Geiste geht sie noch einmal die Möglichkeiten durch:

  1. Sefira töten; Konsequenzen: Rachegelüste getilgt, Gerechtigkeit siegt, Familie vor ihr sicher, der Menge entsprochen, Rachegelüste ihrer Familie geweckt, Jagd zu Ende gebracht, Stärke bewiesen, jemand hilflosen gemeuchelt, schlechtes Gewissen
  1. Falken töten; Konsequenzen: Rachegelüste ungetilgt, hilfloses Tier gemeuchelt, Familie nicht sicher, der Menge widersprochen, Reguläres Ende, Sefiras Wut angeheizt; Schwäche gezeigt, schlechtes Gewissen
  1. niemanden töten; Konsequenzen: Rachegelüste ungetilgt, Gnade vor Recht, Familie nicht sicher, der Menge widersprochen, Schwäche gezeigt, sich selbst treu geblieben

Die Rufe der Menge werden lauter. Mit einem Ruck setzt Azina Sefira ihren praiosgeweihten Khumschomer an die Kehle. Entsetzen steht in Sefiras Antlitz geschrieben. Azina beugt sich zu ihr hinunter. Ihre Lippen beben als sie haucht: „Dein Leben für das meiner Familie!“ Erst als Sefira „ja“ flüstert, lässt die Siegerin von der Geschlagenen ab, erhebt sich und stellt sich entschlossen der raunenden Menge entgegen.

Entsetzt starrt der Wesir sie an. Azina kniet nieder und erwartet ihr Schicksal nachdem sie sagte: „Verzeiht euer Hochwohlgeborenen, aber ich vermag eine alte Freundin nicht zu töten.“. Die Menge tuschele aufgeregt. Gebannt starren alle auf den dicken Gastgeber. Schließlich nickt er zaghaft. Als keine weitere Reaktion erfolgt, erhebt sich Azina schwankend, sammelt ihre Habe ein und schreitet erhobenen Hauptes von der Plattform.

Ein Scharlatan erklärt sich bereit Azina bei der Versorgung ihrer Wunden zu helfen. Statt auf ihr Gemach geführt zu werden, lässt sie sich von einem Offizier eine Erlaubnis ausstellen, über die Erhabenenbrücke zur Gladiatorenarena zu gelangen.

So schnell ihr verletzter Körper sie trägt, überquert Azina die Erhabenenbrücke zum Stadtteil Keshal Isig. Es ist das Armenviertel der Stadt. Überall lungern Abscheulichkeiten herum. Geiern nach Ihrer Habe und Ihrem Körper. Unwirsch stößt sie das Ungeziefer mit der Dschadra davon und setzt erhobenen Hauptes ihren Weg fort. Schon in der Ferne kann sie die kleine Gruppe finsterer Gestalten erkennen, obgleich Mond und Sterne nur spärliches Licht im dunkelsten Stadtteil von Fasar spenden. Sie wappnet sich mental der unliebsamen Konfrontation und nickt den Männern nur respektvoll zu, als sie an ihnen vorbei zu schreiten versucht. Natürlich wollten sie sie nicht einfach so gehen lassen. Mit strenger kalter Miene beantwortet Azina all ihre Fragen. Zunächst fragten sie sie, ob sie etwas benötigte, Drogen oder dergleichen. Zeitverschwendung. Natürlich sind sie es, die etwas von ihr möchten. Ein Zeigen auf den abgeschnittenen Lederriemen ihres ehemaligen Geldbeutels, kann die Gauner zumindest davon überzeugen, dass sie kein Geld bei sich trägt. Zum Glück beschließen sie, ihr lediglich den Boron geweihten Säbel abzunehmen, da es eine „sehr schöne Waffe sei“. Natürlich war sie schön. Sie stammt von Borongeweihten aus den schwarzen Landen. Eine dunkle Aura geht von ihr aus. Nicht verwunderlich, dass sie ihnen gefällt. Zwar  will einer der Männer noch mehr von ihr, aber ein anderer entlässt aus ihrer Gewalt. Einmal tief durchatmen.

An der Arena angekommen, versperren ihr zwei ungemütliche Wachleute den Weg. Während der Eine ihr Begehr im Inneren des Gebäudes vorträgt, pult sich der andere gelassen mit einem Hakendolch den Dreck unter den Fingernägeln hervor. Mit allerhöchster Wachsamkeit betretet Azina den Vorraum, wo sie Adaque und ihre Waffen zurücklassen muss.

Die zähen Verhandlungen mit dem Buchhalter kosten Azina, ihre drei verbliebenen Waffen, ihre 5 Marawedi von Omar und den Schuldschein des Bannstrahlers aus dem Bornland für die Mission in den Schwarzen Landen. Letztlich kann sie die Freiheit für Omar al alam erkaufen und wird sogleich geschwind zu den Blutgruben geführt, um ihn vor dem Tode zu bewahren. Die fünfte Welle der Sklaven tritt jeden Augenblick gegen die kampferprobten Gladiatoren an. Der erste Gong ertönt. Verzweifelt sucht sie in dem Menschenhaufen nach ihrem Onkel. Auf ihren Ruf nach ihm, erhält sie von Angst gequälte Zusicherungen von den falschen Leuten, die sich nach ihr recken, um dem Gefängnis zu entkommen. Trotzig brüllt Azina sie an, sie mögen beiseite treten.  Mehrfache Warnungen und Todesdrohungen werden ignoriert. Erst als sie einer armen Seele den geschenkten schartigen Säbel in den Bauch rammt, nehmen die Gepeinigten endlich Abstand vom Gitter, sodass der am Boden liegende Omar zu sehen ist. Der dritte Gong ertönt. Die Gatter öffnen sich. Schnell teilt sie den Wachleuten die Position des Freigekauften mit. Er rührt sich nicht. Das Gitter wird nach vorn geschoben, die Sklaven werden ins Freie getrieben. Spitze Schreie gehen durch Mark und Bein. Ihren Ekel zurück haltend, den Blick fest auf ihren Onkel gerichtet, feuert sie die Todgeweihten an, zu kämpfen. „Wenn ihr schon sterbt, dann sterbt ehrenhaft und kämpft! Für Rhondra!“ Ein Großteil der Sklaven greift zu den Waffen und rennt ins Freie, wo die erbarmungslosen Gladiatoren ihr blutiges Werk verrichten. Azina bedauert um die Toten. Jedoch kann sie nichts für sie tun. Beschämt wendet sie den Blick ab und hilft den Wächtern Omar aus der Zelle zu holen. Erst nachdem sie festgestellt hat, dass er noch lebt, schließt sie ihn endlich in die Arme.

Fort, nur Fort von den Schreien und dem Reißen von Fleisch, ist das einzige an was sie denken kann. Gemeinsam tragen sie den Bewusstlosen nach oben in den Vorraum. Dort reicht sie ihm etwas Wasser und hat Mühe ihn zu beruhigen. Zu groß sind seine Ängste über ihre Sicherheit.

In ihrem erschöpften Zustand ist es Azina unmöglich, ihren Onkel bis zur Erhabenenbrücke zu tragen. Außerdem sähe das Gesindel auf den dreckigen Straßen von Keshal Isig in den Beiden leichte Beute. Der Torwächter, der sie in die Arena ließ und der ihr half Omar dort raus zu holen, schaut sie schon die ganze Zeit mit einem merkwürdigen Blick an. Kälte und Brutalität sind aus seinen markanten Gesichtszügen verschwunden. Zweifel und Besorgnis sind dort nun zu lesen. Er fasst sich und seinem Stolz ein Herz und trägt den ehemaligen Sklaven zur Erhabenenbrücke. Azina musste ihm versprechen, dass sie niemanden erzählt, was er „weiches“ getan habe. Gerührt tut sie etwas, was sie noch nie getan hat…

Beim Abschied, am Aufgang der Brücke, spricht sie für ihn einen Segen Firuns. „Mögest du standhaft bleiben und dein selbst bewahren.“, fügt sie in Gedanken hinzu. Sie erfährt nicht, ob er den Segen zu würdigen weiß, denn er wendet sich ab und läuft zurück zur Arena. Leicht geknickt, wie ihr scheint. Vielleicht sieht man sich unter anderen Umständen wieder. Sei stark, mein brutaler Freund.

Die Wachleute unterstützen sie bei der Rückkehr zum Turm des Mondsilberwesirs. Auf dem Zimmer angekommen, legt sie Omar al alam vorsichtig nieder. Sie prüft noch einmal seine Atmung und seinen Zustand. Zufrieden nickend, legt auch sie sich in die weichen Kissen „Welch ein Glück.“ denkt sie.

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Gedanken der Azina

Geistreiche Erlebnisse in Fasar

So die Suche nach Mardul scheint vorranzukommen, dauert jedoch länger als gewartet, bin gespannt was ich als nächstes suchen soll, das heilige Licht? Nun Garbolosch Sohn des Garbosch konnte ich in Keshal Angra nicht sprechen, war wohl zu beschäftigt, und dabei, wie mir versichert wurde, haben “wir Großlinge” doch so wenig Zeit, nun zumindest konnte ich ein kleineres Gespräch zum Thema Arithmetik mit einem paar Zwergen führen. Die Wachen konnten mir ebenfalls nicht helfen, aber eines muss ich den Zwergen zugute halten, sie bauen ziemlich ordentlich und geometrisch, hmm vielleicht sollte ich mich mal mit einem Zwergischen Baumeister über Städteplanung unterhalten, müssten eigentlich auch gute rote und weiße Kamelspieler sein.

Da mir die Zwerge keine große hilfe waren, beschloss ich erneut nach Keshal Isiq zu gehen, ich weiß immer noch nicht was die anderen für ein Problem mit dieser Stadt haben, gut ich gebe zu die Stadt könnte ein paar mehr Brücken gebrauchen. Das erste Individium das ich ansprach verwies mich, gefragt nach Mardul, auf die Richtung in der eine Leiche vor sich hinlag, dort angekommen half mir ein Individium mit zwei paar Schuhwerk weiter, und verwies mich auf die Teppichknüpferei Sahib Hairans, oder zumindest in diese Richtung. Möglicherweise habe ich doch noch nicht alles über Marduls Werdegang erfahren. Mir fiel recht bald auf das die Pforte zur Teppichknüpferei offen war. Gerade als ich jene Tür schließen wollte, wurde ich in ein Gespräch mit einem Nachtwächter verwickelt. Schien ein vernünftiger Mensch zu sein, nur etwas überfordert. Er bat mich ihn bei seinem Rundgang zu begleiten, könnte doch ein gefährlicher Einbrecher, oder mehrere, sich an dem Geschäft verbrochen zu haben. Ich besah mir mit ihm also erneut die Teppichknüpferei, welche ich schon einmal aufsuchte, ob die auch fliegende Teppiche knüpfen, hmm wahrscheinlich nicht, es stellte sich heraus, dass tatsächlich etwas entwendet wurde, eine annähernd zylinderförmige Stange aus Eisen. Der bis zu diesem Zeitpunkt einizige noch unerforschte Bereich waren die Gewölbe, ob diese schon zu al’Tacht, der legendären Fasarer Unterstadt gehörten? Der Wächter bat mich erneut nachdem rechten zu sehen, manchmal habe ich das gefühl, ich ließe mich zu sehr ausnutzen, rückblickend betrachtet kann ich nachvollziehen, warum er nicht hinabsteigen wollte, neben dieser unsäglichen Dunkelheit, gegen welche mich nur das knappe Licht meiner ewigen Flamme schirmte, war es schleimig, so das der halt der Beine unsicher war, es war zu aromatisch und in der Ferne konnten Schreie vernommen werden, dazu hielten es meine Gefährten für sinnvoll mich zu überraschen, nicht das das eine tiefere oder negative Bedeutung für mich hätte, aber sie sollten es sich noch einmal überlegen einen Magus so zu überraschen, nicht auszudenken, wären meinem geschulten Geiste dies wie ein Angriff vorgekommen, hätte dies doch in einem fiasko geändet, so ein Feuerball so ziemlich schlecht für den taint sein, nun wie dem auch sei. Eigentlich sollte es mich nicht verwundern, dass ich meine Gefährten an diesem Ort treffe. Jene waren in Begleitung einer jungen Damen namens Demeya. Ich entschloss mich Sie zu begleiten . Wir begaben uns also in die Gewölbe der Blutgruben, wie ich erfuhr um Azinas Onkel Omar al Alam zufinden, welcher dazu verdammt wurde sein verbliebenes dasein als Sklave zu fristen, welches nicht sehr lange währen sollte, die Geschichte jenes Ortes bedenkend. Demeya verblieb im ersten Raume, Delia, Rowin und ich stießen wieter in die verwinkelten tiefen des Gebäudes vor. Nach einiger Zeit fing Delia an sich seltsam zu benehmen, also für ihr verhalten, meine ich, später stellte es sich heraus, dass sie eine gewisse Anfälligkeit für Geister ausgebildet hat, meine Versuche ihren Geist im Eilverfahren durch entsprechende Meditationen zu stärken schlugen jedoch, wahrscheinlich an ihrem ungestümen Wesen, fehl, was ist auch zu erwarten, bei einem Menschenschlag, welcher sich komplett auf Emotionen verlässt.

Wir begegneten auch zwei Wachen, jene wurden vornehmlich von Rowin und Delias Stecken ausgeschaltet, wobei ich mich damit begnügte, die Sichtverhältnisse zu modifizieren, ich gebe zu, meine Taktik ist noch zu optimieren, muss wohl ein paar Variablen verdreht haben. Später stießen wir wieder auf zwei Wachen, diese schliefen jedoch, und ließen sich davon überzeugen, dass Sie dies auch weiterhin tun würden, als wir durch den Raum marschierten, interessant, sollte eine Studie zur Sinnesaufnehmung bei begrenztem Aufnahmevolumen durch Umgebungsumstände erwägen. Kurz darauf geschah das wohl bemerkenswerteste, an diesem Tage, Delia wurde vor unseren Augen aus unserer Welt gerissen, zumindest aus dem Spektrum unserer Wahrnehmung. Vermutlich wurde ihr Corpus von geistiger Energie umhüllt und ebenfalls über diese Schwelle gedrückt, so dass sie auch zu einem Geist wurde, ach ich hätte die Umgebung zu gerne mit einem Oculus Astralis Cantus begutachtet. Nur ihr Stab war in unserer Welt verblieben. Wir beschlossen uns, trotz drängen von Delias Stecken, unseren weg zurückzubahnen, Rowin war schwer angeschlagen und ich formulierte im Geiste schon einen Plan Delia zurückzuholen. Als wir wieder jenen Raum passierten, in dem die beiden Wächter schliefen, wurden diese attackiert, wahrscheinlich von Geistern, ich war einem Moment am überlegen, ob wir nicht versuchen sollten ihnen zu helfen, doch unsere Situation bedenkend, hätten wir nichts ausrichten können. Im Raum mit Demeya angelangt, erfurh sie von Delias interessanter Transformation. Delia gelang es mit Rowin irgendwie Kontakt aufzunehmen, hmm liegt vielleicht an der geringen Hemmschwelle gegenüber arkanem wirken, sollte eine Studie aufsetzen. Nun Delia zog an ihrem Stab und wir zogen ebenfalls daran, es gelang uns Sie wieder in unser Spektrum zu ziehen, leider hatte Sie auf die wichtigen Begebenheiten keine Antwort, was jedoch seltsam erschien, war die Tatsache, dass Sie mit Kleidung entschwand und ohne Wiederkehrte, wo ist diese geblieben?

Der Rückweg, wie so oft gestaltete sich unkomplizierter, die Stange konnte zurückgebracht werden und unsere Wege trennten sich vor Demeyas Gemäuern. Anschließend begab ich mich zum Burdj des Erhabenen in dem ich nächtigte, morgen sollte ich endlich erhalten, weswegen wir nach Fasar eilten.

Weitere Erlebnisse in der Alt Erhabenen

Wir saßen also in besagter Teestube und berieten über Azinas Situation, schade, dass besagte Veranstaltung in so kurzer Zeit abgehalten werden wird, wäre mehr Zeit, könnte das ein oder andere, die Wahrscheinlichkeit anhebende Mittel konstruiert werden. Mittlerweile habe ich auch schon eine Idee, für eine Umsetzung meiner Trepanation, ich sollte einen Collegus und Spezialisten der Curativa consultieren, mir fiel auch eine Möglichkeit ein, lästige Schmerzen zu ignorieren, ohne meine Fähigkeiten einzuschränken. Meine Formeln für meine modifzierte Sphärentheorie sind beinahe komplett, sollte diese noch einmal überprüfen lassen von einem entsprechend gebildeten Collegus, ob dieser Omar geeignet wäre? Weiterhin brachte mich die Suche nach Mardul auf eine Idee, wie ich Collegus Eulertin bei seinen Pfeilen assistieren könnte, was für ein Schaden könnte schon durch seine Forschungen entstehen? Aber der Reihe nach.

Zur Nachtruhe trennten wir uns wieder. Verbrachte die Nacht wieder im Burdj des Erhabenen, für denn ich gerade dabei war eine Brücke zu errichten, sollte in bälde fertig gestellt sein, ob Tulachim mir gestattet einen Anbau in Khunchom errichten zu lassen, immerhin wird mein altes Zimmer nicht mehr meinen ansprüchen genügen. Fand eine neue Art der Verhandlung mit sturen erz Elementaren, leider wohl nur in speziellen Fällen geeignet.

Das herrschaftliche Rollsiegel sollte mich in kürze erreichen, damit wären alle Ritualgegenstände versammelt, müsste mir nur noch etwas überlegen um alle Figuren richtig zu platzieren.

Azina verpasste mich wohl im Burdj des Erhabenen, zumindest erfuhr ich dies später, auf nachfragen wurde ich zum Traviatempel geschickt, sic, also schon wieder zu diesem schrecklichen Ort. Erfurh das ein Gänslein fehlen würde, warum die gerade mich fragen? Als Folge davon sprach ich mich dem Teppichknüfer, welcher ihn zuletzt sah, ein gewisser Sahib Hairan, interessannter Name. Ihm zufolge, war dieses Gänslein Mardul, erstens eher eine Gans, um die dreißig Götterläufe, stattlicher Wuchs, Narben etc, nichts wichtiges, welcher ihm eine Depesche übergab und danach wieder entschwand, hmm möglicherweise schlechte Wortwahl, da er noch nicht wieder aufgetaucht ist. Ich suchte also als nächstes den Traviatempel auf, die Einwände, dass es Probleme in dieser Stadt gäbe, kann ich nicht nachvollziehen, wir kommen doch sehr gut durch diese Stadt, selbst die Bettler sind recht zuvorkommend. Im Traviatempel wurde mir bestätigt, das Mardul, entsprechend den Angaben von Sahib Hairan aussah und weiterhin dass er eine Vergangenheit mit einer Gruppe, genannt die Erzzwerge hätte, jene Gruppe werde ich wohl als nächstes aufsuchen, sollte das nicht weiterhelfen, werde ich seine Vitalsignatur mittels Exposami Cantus aufsuchen, hmm ob ich mir Delias Fluggerät entleihen darf? Eine Luftuntersuchung wäre immerhin am effektivsten, ob ich überhaupt mit einem Satuarischen Luft Vehikel umgehen kann, gut ich würde es wahrscheinlich schnell lernen, aber wenn ich an meine Erlebnisse mit dem fliegenden Teppich denke. Mal sehen ob ich es noch schaffe Azinas Vorstellung zu beobachten?

Die Brücke ist mittlerweile auch fertiggestellt.

Das kann nicht sein!

Nein! Das kann nicht sein! Er ist ein Gelehrter!

*Tränen rinnen Ihr über das Gesicht*

Da hat dieses Weibstück tatsächlich, meinen Onkel als Sklaven an die Gladiatorenarena verkauft. Und das, obwohl er ihr lange Zeit wertvolle Dienste leistete. Und das nur, um mich zu kränken und diesen albernen Wettstreit zu gewinnen. Wie kindisch und niederträchtig und …

*sie drückt den Schaft ihrer Dschadra so fest, dass ihre Knöchel weiß hervorstehen*

… und …UND … und so sinnlos. Ich hoffe Delia tut Alles, um ihn vor diesem schrecklichen Schicksal zu bewahren. Ich vertraue ihr, sie wird es schaffen. Da bin ich sicher.

„Und nun sehen wir …“ Die Stimme des Ausrufers rückt für Azina in weite Ferne. An die Wand gelehnt überdenkt sie ihre Möglichkeiten.

Ich werde mich um Sefira kümmern müssen. Aber was soll ich nur tun?

Wenn ich jetzt gegen sie antrete und gewinne, wird sie meine Familie auf immer quälen oder sie gar töten lassen.

Wenn ich jetzt gehe, kann ich vielleicht das Leben von Onkel Omar selbst retten, aber meine Ehre und vor allem die Ehre meiner Familie wird endgültig zerstört. Ich darf sie nicht im Stich lassen, nicht schon wieder! Sefira wird meine Eltern so oder so quälen … aber sie wird sie vielleicht am leben lassen, wenn ich weg bin und nicht Zeuge ihres Triumphes werden kann. Sie wird warten, bis ich mit eigenen Augen sehe, was mit ihnen passiert.

Wenn ich sie gewinnen lasse, leidet Adaque darunter. Nicht er sollte diesen abscheulichen Kampf ausfechten, sondern …

„Straßenmädchen! STRAßENMÄDCHEN! AZINA!!!!“

… ich.

Sie fasst einen Entschluss.

 

to be continued in game

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Gedanken der Azina

Liebe Eltern

Liebe Mama, lieber Papa,

ich bin es, Azina, eure verlorene Tochter. Macht euch bitte keine Sorgen, denn mir geht es gut.

Es schmerzt mich, dass Ihr durch meinen Weggang so Vieles erleiden musstet. Es tut mir sehr sehr leid. Die Schande, die ich über euch und die Familie gebracht habe, war einfach zu groß, als dass ich es verdient hätte noch länger bei euch zu leben. Ich wäre euch nur zur Last gefallen. Nach unseren Sitten war ich wertlos und entehrt. Ich konnte meinen vorherbestimmten Weg nicht beschreiten. Also floh ich aus meiner geliebten Heimat, um in der Ferne ein neues Glück zu suchen.

In den letzten Jahren bin ich eine Andere geworden. Das kleine aufgeregte Mädchen mit einem Faible für Tiere und Pflanzen ist im Begriff in einer starken Kriegerin und Jägerin zu verschwinden. Die Liebe zu meinen tierischen Gefährten ist jedoch, nach wie vor, ungebrochen. Aus dem kindlichen Faible ist eine tiefe seelische Verbindung geworden. Anfangs Falkie und nun Bakkus, den ich nach einem verstorbenen Kameraden benannte, gaben mir den Halt die schweren Zeiten zu überstehen.

Am Anfang meiner Flucht, stand die Suche nach einer wohlhabenden Familie. Jedoch lehrten mich die harten Jahre der Unabhängigkeit eine andere Lebensweise. Um zu überleben musste ich sowohl körperlich als auch geistig härter und stärker werden, als ich es als vornehme Edelfrau je vermocht hätte. Schmutz und Schlamm entstellten mein Antlitz. Blut besudelte meinen Körper. Und ich war nicht mehr fähig und würdig, mich einem (wohlhabenden) Mann hinzugeben. Eine Schande! Ich traute mich nicht, euch zu schreiben. Ich konnte nichts, was für euch vom Wert war, vorweisen. So dachte ich traurig. Erst Onkel Omar, den ich dank glücklicher Fügung in Fasar antraf, belehrte mich eines Besseren. Mein Leben, meine Gesundheit und meine Freiheit, sind die Dinge, die ich vorweisen kann. Es ist nicht viel, aber mehr als Ihr, wie ich hörte, zu hoffen wagtet.

Ich möchte euch nun, von Anfang an, von meinen Erlebnissen und Taten erzählen, damit ihr wisst, was mir in den letzten Jahren wiederfuhr.

Das erste Jahr verdingte ich mich als Viehtreiberin, Tierpflegerin, Zureiterin und ähnlichen. Es war das schwierigste Jahr, da ich kaum Erfahrung mit Menschen der verschiedenen Schichten hatte. Es war die Zeit in der ich lernte mit der Waffe umzugehen, um sich der zahlreichen Banditen und Schändern zu erwehren, die meiner bedrohten. Ich traf auf viele Personen unterschiedlicher Herkunft. Auf einen mittelländischen Rondrageweihten namens Tornado, auf Dara, eine mittelländische Bogenbauerin, auf den schmucken Waldmenschen Bakus und einem merkwürdigen Elfen, dessen Name mir leider entfiel. Von diesem Tage an, waren meine Zeiten als sklavenähnliche Dienerin vorbei. Ich schloss mich diesen Leuten an und erlebte viele aufregende und gefährliche Abenteuer.

Zunächst waren es nur Botendienste für wenig Kupfer und Heller. Später gesellten sich Aufklärungsmissionen und Händlerschutz für ein paar Silber hinzu. Wir zogen durch das ganze Mittelreich. Besiegten Harpyien, vereitelten Pläne niederträchtiger Magier, schlugen dreiste Strolche, verhandelten mit Trollen, erlösten einen ganzen Wald von dämonischer Pervertierung durch eine Druidenhexe und trafen andere fabelhafte Wesen.

Mich traf eine Vision, die mein Leben entscheidend verändern sollte. Die Sinne schwanden mir und in einem nebenumwaberten Steinreis erschien ein fremder Kaputzenmann, der einige unverständliche Worte an mich richtete. Als wir wieder zu uns kamen, trug ein jeder von uns ein göttlliches Amulett. Tornado erhielt das Amulett der Rondra, Dara unerwartet das Amulett des Phex. Ich selbst trug von nun an, ein weißes Amulett mit einem Bergkristall – das Zeichen Firuns – auf meiner Brust. Wir wussten nicht, was wir davon halten sollten und stellten Nachforschungen an. Jedoch konnte uns niemand sagen, was dies bedeutet. Die Spekulationen liefen darauf hinaus, dass wir in irgendeiner Form von den Göttern erwählt wurden. Aber das Zeichen Firuns in meinen Händen? Damals schien ich mir nicht würdig es zu tragen. Ich war noch recht kindlich zu mir und meiner Umwelt. Doch die Ereignisse stählten mich zusehends.

Mit der Zeit gesellten sich weitere Personen meiner Gemeinschaft hinzu, während einige andere verschwanden. Bakus wurde von heimtückischen Rassisten hinterhältig ermordet, während Tornado von Rondras Kirche beantsprucht wurde. Der mysteriöse Elf entschwand eines Tages ungesehen. Zu Bakus Ehren, nannte ich den kleinen nivesischen Steppenhund, den ich auf der Straße fand Bakkus. Ich bildete ihn mit der Zeit zum Jagdhund aus. Inzwischen ist er ein treuer Gefährte.

Dara und mir schlossen sich der edle Schwertgeselle Igan und ein verarmter ehemaliger Sklave aus Al’Anfa namens Conner an. Gemeinsam erklärten wir die mysteriösen Phänomäne um Burg Siegstein, in der Baronie Hammerschlag auf, tranken mit einer Kräuterfrau Tee und sprachen mit den ehrwürdigen Druiden des Eises, deren Sippe brutal geschlachtet wurde. In dieser Gegend und zu dieser Zeit, befand sich auf Burg Siegstein ein, mit Runen geschmückter, weißer Speer. Das Artefakt Firuns! Hell erleuchtete er den modrigen Keller, als ich ihn das erste Mal in den Händen hielt. Eine Welle der Kraft durchflutete meinen Körper. Ich fühlte mich vollständiger. Ich lernte diese mächtige Waffe zu führen.

Die hochwohlgeborene Palmeya benötigte dringend Geleit und Schutz auf ihren steinigen Weg über den Rashtulswall nach Aranien. Ihr feindlich gesinnter Hofmagier erschwerte unseren Weg. In einem Kampf mit kreischenden Haryien an einem steilen Abhang verlor ich unglücklich den Runenspeer. Der starke Leibdiener Palmeyas hingegen verlor bei den Kämpfen sein Leben. Schwer angeschlagen, vollbrachten wir das Unmögliche und brachten Palmeya zurück in Ihre Residenz. Ich war der Heimat näher denn je und beschloss euch zu besuchen. Ich wusste nur noch nicht, was ich euch sagen sollte. Denn noch immer fühlte ich mich nicht bereit dazu. Die Schande lag noch greifbar in der Luft.

Die Entscheidung wurde mir abgenommen. Der erzürnte Hofmagier schickte uns mit einem Zauber in das Bornland. Falkie blieb dabei in Aranien zurück. Außer mir vor Zorn und Wut trat ich die Reise zurück gen Praios an. Ich hoffte, dass Falkie den Weg zurück zu euch finden würde und ich ihn bei meiner Rückkehr wieder sehen werde.

Im Bornland trafen wir auf den Horasier Nicolo de Castelani. Mit seiner Hilfe erhielten wir nun offizielle Aufträge von hohen Gesellschaften. Nach einigen kleineren örtlichen Gegebenheiten, schickte uns ein Bannstrahler in die schwarzen Lande, um einige geheime Schriften zu holen, die den Umbruch der Herrschaft in dem verfluchten Land bedeuten sollte. Noch auf dem Hinweg befreiten wir ein Dorf von einem blutrünstigen Vampir. Wir erbeuteten schließlich die geheimnisvollen Schriften und flohen aus dem Land.

Ein verwirrter Magier namens Melami entsprang direkt auf unserem Pfad aus einem Portal gefolgt von einem Eisgolem. Nachdem wir diesen niederstreckten, bot uns der Magus einen Auftrag in seiner Heimat an. Wir ahnten nicht, dass diese Heimat sich südlich des Dschungels befand. Al’Anfa war unser Ziel. Wir sollten einige Zutaten besorgen, die Melami benötigte, um uns für einen Kampf gegen einen Eisdrachen zu rüsten. Beinahe endete ich als Feld-Sklavin. Nur mit Glück entging ich diesem Schicksal. Mit Zaubertränken ausgestattet stahlen wir dem Drachen ein Ei, welches der Sphärenwanderer Melami benötigte. Am Ende schickte er uns zurück in die Mittellande in die Nähe von Hammerschlag. Nicolo bekam eine Stellung als Voigt für die Ländereien von Hammerschlag. Wir blieben einige Zeit in der Nähe. Unsere Wohnstatt war die Burg Siegstein. Die lokalen Phänomene ließen uns keine Ruhe. Ein Magier mit dem Kurznahmen Adeptus Nehazet ay Yashualay von Punin Alam el Ketab Rohaldor ibn Tulachim ibn Rashim ibn Reshim ibn Al’rik al’Fessir ibn Abu ibn Abdul ibn Rohal ibn Dschelef ay Yalaidim ibn Ali ibn Zulhamin al’Tulam ibn … usw. und der Hauptmann der Stadtwache Sieghelm Gilborn von Spichbrecher wurden uns von der Baronie zur Seite gestellt, um die merkwürdigen (magischen) Phänomene zu untersuchen.

Einen Djin, versteinert von einem Orkschamanen in einem zwergischen Bergwerk, der die Luft in den Kammern verseuchte, brachten wir nach Burg Siegstein, um ihn zu untersuchen. Wir überwältigten eine Horde marodierender Orks, welche die Gegend unsicher machten. Tote Elfen mit abgeschnittenen Ohren und Elfenpfeile in einer zerstörten Zwergensiedlung, entfesselten beinahe einen Krieg zwischen den Zwergen und den Elfen auf dem Boden Hammerschlags. Wir handelten einen Frieden aus. Dreiste Goldkistendiebstähle eines ganzen Banditenringes klärten wir auf. Ein orangegewandeter Blutmagier aus fremden Sphären ließ nicht mit sich reden. Verwitterte mit Ranken umwachsene Wächterstatuen vor einem blühenden Druidengrab griffen, von uns allarmiert, ein, aus einem Pferdeleichnam entsprungenes, Dämonengeschöpf an. Blutige Dämonenaustreibungen folgten mit Hilfe einer Hexe auf dem Fuße. Wir sammelten die herzzerreißenden Tränen einer kleinen Fee, um ein magisches Ritual zu vollziehen.

Wichtige Geschäfte führten uns gen Firun nach Ferdok, wo wir an einem hochherrschaftlichen kultivierten Ball teilnahmen. Auf jenen Ball entlarvten wir einen diebischen maskierten Verräter. Der Kopf der Bande, ein intelligenter Papagei, entkam uns leider. Wir freundeten uns mit einer süßen Schelmin an, die auf dem Ball einiges an Schabernack trieb. Einen göttlichen Gegenstand befreiten wir aus unwürdigen Händen und übergaben ihn der Kirche.

Im Keller der einer untergegangen Magierakademie verfolgte uns ein Steingolem, so hoch wie die Mauern der Tunnel und so hart wie der Fels der Erde. Von ihm getrieben gelangten wir durch phantastische Limbusreisen zu unglaublichen Orten. Auf der Lichtung der schluchzenden Fee betraten wir wieder aventurischen Boden. Die Erinnerung an jene Orte verschwimmt allmählich im Nebel der Vergessenheit.

Wir verteidigten ein Gasthaus gegen den Angriff dämonenbeeinflusster Vögel und erneuerten den Bann auf einem der Gefäße Rohals.

Nach einiger Zeit nahmen Nehazet und ich eine Karavane nach Khorestan. Mit dabei diente als Wachschutz der Schwertgeselle Rowin. Der regierende Emir beauftragte Nehazet, den Staudamm dazu zu bringen, erneut Wasser zu spenden. Die Hexe Delia und der Schwertgeselle Rowin schlossen sich uns an. Der Damm wurde einst magisch versiegelt. Die Suche nach den verlorenen Ritualgegenständen führte uns bis nach Fasar, wo ich Onkel Omar traf, der mir von eurem Unglück erzählte. Ich entschloss mich mit unendlichem Wehmut, diese Zeilen zu schreiben, um euch nicht länger mit Ungewissheit zu quälen.

Stets traf ich auf meiner Reise wohlhabende Männer. Doch die teils grausamen Ereignisse und die Lehren Firuns ließen mich erhärten. Es ging so weit, dass ich in Khorestan als Achmad Sunni gehandelt werde. Die Dschadra, die ich einem Sklavenhändler im Kampf abnahm, tat ihr Übriges zu dem Erscheinungsbild dazu. Mit solch einem Ruf und Ansehen verdingte ich mich als Wächterin für Marktstände und Begleitschutz für Karavanen.

Meine Reise ist noch nicht beendet, meine Mission noch nicht erfüllt. Große Aufgaben liegen noch vor mir. Firuns Wille wird mich leiten. Macht euch bitte keine Sorgen. Ich habe mächtige Verbündete, die mir in der Not beistehen. Vergrämt euch nicht meine geliebten Eltern, ich bin in Gedanken stets bei euch. Werde wieder gesund Mama, damit ich dich bei meinen baldigen Besuch in die Arme schließen kann.

Firun zum Gruße.

in Liebe eure,

Azina saba Belima

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Brief von Azina an ihre Eltern

Fasar, die alt erhabende erste Stadt der Menschen, erster Tag…

Am Abend erreichte ich den hiesigen Traviatempel, eine fragwürdige Entscheidung, wie sich im laufe des nächsten Tages herausstellen sollte.

Ich wurde von der typisch, heimischen, Atmosphäre eines Traviatempels empfangen, es wurden gerade die Vorbereitungen für das Abendmahl getroffen, an denen ich mich, natürlich, beteilligte. Als Mahl wurde uns eine schwere Suppe, wohl Hausmannskost, ich vermisse doch manchmal die Academia, genannt, kredenzt. Azina und Delia trafen später auch ein, zumindest müssen sie irgendwann eingetroffen sein, Delia saß plötzlich neben mir, während ich mich noch mit einem Traviadiener, oder etwas dergleichen, über die Frage unterhielt, wo ich denn herkämme, mir immer noch unverständlich, dass dieser sich einfach, während meiner Ausführungen wegdrehte. Nachdem Abendessen wurde ich noch unterwiesen, in der Kunst, äh kunstvolle Kalligraphien auf Stoff einzuweben/-sticken oder wie auch immer die dies nannten, seltsamen Geschmack haben die hier, mir war keine der von ihnen erzählten humoresken Anekdoten bekannt, meine schienen wohl bekannt zu sein, zauberten diese doch stets ein Lachen aus den Mündern meiner, äh “Colleginnen?”, wirklich fasznierend.

Der Abend klang langsam aus, der morgige Tag begann auch einigermaßen vielversprechend, doch diese “Umsorgung” durch die älteren Personen, welche meinten ich söllte an Masse zulegen, erschien mir, doch etwas sehr befremdlich, söllte ich je einen entsprechenden Leibesumfang einnehmen, so müsste ich mir wohl einige neue Sachen in Bezug auf meine Fähigkeit in der Bibliothek der Academia Arcomagica an die wichtigeren Bücher, also eigentlich beinahe alle, zugelangen einfallen lassen. Umso länger ich mich mit diesen beschäftigte, umso weltfremder erschienen mir diese, Travia, warum gerade ich, was habe ich dir getan?

Während der Mittagszeit gelang es mir mittels überzeugender Argumente, unter der Nachhilfe einer simplen controllaria, muss mit Delia unbedingt über ihren, nicht vorhandenen Schutz vor arkanen Wirken disputieren, schlimmer als bei Azina und von Spcihbrecher, die älteren Damen und Delia davon zu überzeugen mich zu der Al’Achami gehen zu lassen.

Ich denke nicht, dass ich den Tempel noch einmal aufsuchen werde, oder einen anderen dieser Gottheit, nicht bevor ich nicht ein klärendes Gespräch hatte.

Der Weg zur Al’Achami war kurz, es gab keinen allzu wichtigen Gegenverkehr, ich weiß gar nicht was die anderen haben, ist doch ein wunderbare Stadt, vor allem die Brücken sind praktisch, ich meine wir beschweren uns doch auch nicht darüber, dass Delia mit ihrem Stecken fliegen kann. Ich muss der Al’Achami neidlos zugestehen, dass größte, prozigste und überdiemnsionierteste Gebilde, welches sich Ausbildungsstätte der Magie nennt, zu sein. Definitiv kein Vergleich zu Punin, wobei ich sagen muss, dass ich doch gewisse bedenken, wegen einiger baulicher Entscheidungen habe, aber naja so ist bei Dschinnen- und Dämonenwerk, Statik ist da doch etwas ausgefeilter, als bei profanen Bauten. Das Tor wollte mich ja erst nicht reinlassen, und das mir, doch ich besann mich auf die zugrundeliegende Philosophie der Al’Achami und klopfte erneut. Als ich mich vorstellte und mitteilte, dass ich meine Macht mehren wöllte, wurde ich auch eingelassen, der illusionäre Höllenschlund, naja, nett anzusehen, aber es war offensichtlich, alles andere wäre doch sehr dämlich, gewesen, das es sich um eine Phantasmagorie handelte, als ich diese durchschritt, entschwand sie auch. Der Wesir der Al’Achami begrüßte mich, nachdem ich mein Begehr vorgetragen hatte, und erfuhr dass Collegus Atherion nicht anwesend sei, sich um dass Herrschaftliche Rollsiegel gekümmert werden würde, ich noch nicht bereit sei für ihre Lehren, was weiß der schon, ich bin bereit, wahrscheinlicher sogar reifer als deren Adepten, schließlich habe ich ein weitaus tieferes Verständnis, ach lassen wir das hier, wartet nur, ihr werdet mich noch einladen…

Achja, für das Rollsiegel helfe ich bei einem kleinen Bauprojekt, eine neue Brücke, sehr vernünftigt, verkürzen diese doch die Wege ungemein. Nur an diese fliegenden Teppiche müsste ich mich noch gewöhnen, ob es die auch mit Stuhl gibt?

Der Bau geht gut voran, meine Briefe sind fertig, und ich habe eine neue Schlafstatt gefunden, ich konnte einen gemütlichen Raum im Turm eines Erhabenen beziehen.

Abends spürte ich das verlangen nach einem heißen Tee in geselliger Runde, ich musste an meine Gefährten denken, ich bemerkte, dass mich dass Amulett in eine bestimmte Richtung wies, interessannt, meine Theorien scheinen zu stimmen, ob meine Gefährten mir gestatten einige Studien anzustellen. Zumindest weiß ich nun, dass das Amulett zu mehr als einem Donarium gut sein kann.

Noch im Teehaus (Azinas Geschichte)

Da sitzten die vier Gefährten noch im Teehaus, der eine oder andere etwas betrübt von Azina’s Geschichte. Als Delia die Hand von Azina ergreift, ihr fest in die Augen blickt und sagt. Wärend sie spricht wirkt sie kaum noch wie die etwas merkwürdige junge Frau. Ihre Ausstrahlung ändert sich zu der einer alten, weisen und lebenslustigen Frau, deren Augen schon viel gesehen haben. Tiefe graue Augen mit silbrigen Glanz, scheinen Azina direkt in die Seele zu schauen.

“Meine Liebe lass mich Dir eines sagen. Die Ströumgen des Schicksals und der Zeit tragen uns zu den Orten wo wir lernen können. Wir haben es nie leicht an solchen Orten, doch wir müssen dahin. Da wo wir sind ist der richtige Ort für uns. Es besteht kein Zweifel und der Schmerz den wir manchmal empfinden ist ein Teil des Prozesses der ständigen Erneuerung und Wiedergeburt. Du und ich, wir alle durchlaufen eine Phase des Wandels, wir werden alle vom Schicksal gelengt.”

Kurz hält die Hexe inne, um ihren Worten etwas Nachdruck zu verleihen.

“Ich verräte Dir ein Geheimnis Azina, vielleicht das größte Geheimnis aller Zeiten. Die kleinsten Bausteine Deines Körpers sind auch die Bausteine aus denen alles andere besteht. Wir, Backus, Adaque, das Teehaus, diese Stadt, einfach alles. Alles ist eine Einheit. Wir alle sind das Universum, wir manifestieren es und daher müssen wir auch immer wieder versuchen uns neu zu erkennen. Dabei ist es manchmal notwenig die eigene Perspektive total zu verändern.

Hab Mut Azina. Handele und zweifele nicht. Wenn Du je Hilfe brauchst, wir sind bei Dir.”

Dann lehnt sich Delia zurück und trinkt lächelnd an ihrem Tee. Ihr Ausdruck ist nun wieder der den man von ihr gewohnt ist.

Das süße Leben

Wie meine Mutter dereinst sagte. “Egal wie es aus sieht, wie furchtbar es ist, so schlimm kann es unmöglich sein.” oder sagte sie “… es kann noch viel schlimmer kommen!” ? Ich denke beides ist möglich bei meiner Frau Mutter und beides bewahrheitet sich auch auf meiner Reise. Der Herr Magus und Dämonologe ist nicht so schlimm wie ich dachte, da war meine Paranoia wieder einmal stärker. Außerdem waren Speiß und Trank nicht vergiftet, die Bewohner des Hauses und Tiere wollten uns ebenfalls nicht fressen. hm… die Haustiere…

Was trug sich zu? Nun ja… so genau weiß ich es auch nicht mehr. Gerüchte besagen: Wir hätten bei dem Gauklerfest die eine oder andere Rauschgurke und etwas Zittabar-Tabak zu uns genommen. Wir hätten ausgelassen gefeiert und Azina hätte dann wohl mehr Gurken gesucht. Dabei wäre sie wohl auf einen Katzenartigen Dämon gestoßen, welcher in ihr einen Beschützerinstinkt weckte. Merkwürdige Kreatur! Bisher dachte ich immer, dass Dämonen einen töten, häuten, zerteilen, aussaugen, zerstampfen, platzen lassen, die Seele rauben oder so. Aber nein diese Kreatur “kuschelt” ihr Opfer zu Tode… also bitte, welche kranke Gottheit denkt sich denn soetwas aus? Wie dem auch sei, es war so. Da ich die arme Azina nicht in diesem Zustand lassen wollte, auch Backus zu liebe nicht, führte ich Krieg gegen dieses Vieh! Es begann mit dem Niederschlag von Azina und einer gekonnten Ausführung des Radau Zaubers. Dieser “dekorierte” zwar den halben Ostflügel um, hielt das Kuschelmonster aber im Zaum. Zum Glück kam Rovin mir zur Hilfe, er lieferte sich einen harten Kampf mit dem Biest, während ich Azina schützte. Nun kommt der unglaubliche Teil, ich erschlug das Biest mit… einem PRAIOSGEWEIHTEM BRETTSPIEL! Das allein ist schon ein Wiederspruch in sich, aber das ICH sowas auch noch benutzte… oh man… es kann wirklich immer viel schlimmer kommen.

Am nächsten Tag wurden wir hinausgebeten. Der freundlichste Rauswurf meines Lebens. Wirklich ein netter Dämonologe.
Am Tage verdiente ich Geld mit Tanz und ähnlichem. Aufgrund dessen bekamen wir eine Übernachtung und der ehrenwehrte Sahib Selim wurde aufmerksam und nahm uns mit seiner Karawane bis Fasar mit. Rovin und Azina sollten arbeiten, mit Bezahlung, und Nehazet sollte zahlen. Ich dagegen sollte bei Sahib Selim auf dem Kamel mitreiten. “Wunderbar, noch ein alter williger Sack edeler Herr, welcher auf mich scharf ist” dachte ich. Doch auch hier sollte meine Mutter recht behalten “… so schlimm kann es unmöglich sein”. So war es auch. Sahib Selim war eine der charmantesten Reisebegleitungen die ich je kennenlernen durfte, ein anständiger und sehr ehrenwerter junger Mann von 45 Götterläufen. Irgendwie hätte er auch was. Ich wurde fast schon auf Händen getragen während der Reise. Es war so schön auf dem Kamel zu reisen, die täglichen Badezuber, das wunderbare Essen, die Spiele und seine Gesellschaft genießen zu dürfen. Ach kann das Leben schön sein, endlich werde ich behandelt wie es mein Stand gebietet. Ja ich weiß “Im Zentrum des Zirkels steht OFT eine Hexe, gleich mit den anderen und respektiert für ihren Wert” oft nicht immer, aber schön ist es trotzdem!

Einwenig taten mir meine Mitreisenden schon leid. Nehazet ist mittlerweile so verwirrt, dass er absurde Ebenentheorien entwickelt und einfach so arme Steinelementare in die Gegend stellt. Große Mutter war der kleine Kerl niedlich, grummelig aber niedlich, ich will auch so einen haben … einen Steinelemtar und einen starken Ferkinakrieger….

*ein merkwürdig entrückter Blick befällt Delia für einige Augenblicke*

Ähm wo war ich … ach ja Steinelemtar und starke Ferkinakrieger *Delia versucht zwanghaft an etwas anderes zu denken* … *zu spät*

*weitere Augenblicke später*

Ach so ja der arme Nehazet… Rovin ergeht es noch am Besten. Azina hingegen, die arme Frau hatte ganz wunde Hände von der harten Arbeit, das konnte ich nicht mit ansehen. Somit braute ich eine kleine Paste für sie und kaufte obendrein noch ein paar Rauschgurken und etwas Körpercreme. Sie ist eine treue Seele und sollte so nicht leiden.

Nach viel zu wenig Tagen der Entspannung trafen wir endlich in Fasar ein. Bei unser Ankunft erweichte ein Kind mein Herz… ich stieg vom Kamel ab und hob es vom Boden auf. Es erhielt von mir etwas Geld und sollte schleunigst damit nach Hause gehen. Der ehrenwerte Sahib Selim war daraufhin etwas irritiert. Nun ja Fasar! Endlich! Hier in dieser Stadt steht der einzige “offizielle” Tempel Levthans. Als wenn er einen Tempel bräuchte! Die Herren sollten ihn nur mal in sich entdecken, so wie unsere Männer dies tun, dann … aber ich schweife ab. Rovin und Sahib Selim wollten mich dorthin begleiten. Keiner von beiden wusste was auf ihn zukommt. Arme arme unschuldige Seelen … Ich stellte mich in korrekter Art und Weise dem Priester vor und erhielt sogleich freundlichste Unterstützung. Sahib Selim überviel beim Anblick der leichtbekleideten Tempeldiener /-dienerinin und der Statue des Levthans, mit dem riesigen Gemächt, ein arg traviagefälliger Anfall und er wartete draußen. Rovin verfiel in Schockstarre und wir warfen ihm einer Tempeldienerin zum Fraß vor. Vor dem nächsten Morgen werden wir ihn wohl nicht wiedersehen.
Wie dem auch sei. Ich sagte dem Priester, dass ich im Traviatempel zu finden sei. Daraufhin lächtelte er etwas, aufgrund der Ironie. Ich wollte Sahib Selim nicht warten lassen und den letzten Abend mit ihm genießen. Er war ein wunderbarer Abend, mit Speiß, Trank und Spiel, welcher dem Sahib viel Geld kostete. Ich weiß bisher nicht warum er das alles für mich tut…

Ich bin gespannt wie es Rovin ergangen ist und mache mich nun auf dem Weg zurück zum Traviatempel. Morgen Nacht bin ich dann soweit mit dem Hohepriester im Tempel Levthans zu opfern, gerne auch die ganze Nacht.

*Mit vor Erregung glühenden Augen schreitet Delia durch die Nacht*

Verwirrt und Eiskalt mit erhitztem Gemüt

Wie lange denn noch? Wenn man bedenkt, dass wir die gleiche Strecke noch einmal zurücklegen müssen, wird mir ganz trist zumute.

Leider konnten wir nicht länger im Hause des Rafim bleiben. Das Essen war vorzüglich und das Nachtlager weich und bequem. Aber irgendwie haben wir es geschafft, seinen Unmut auf uns zu ziehen. Delia meinte, es liegt daran, dass wir den Ostflügel verwüsteten und eines seiner Schoßtierchen töteten. An beides kann ich mich, dank des Rauschkrautes und der Gürkchen, nicht so recht erinnern. Wir wohnten einem Gauklerfest auf dem Palasthof bei. Eine ausgesprochen gesellige Runde, auf Kissen gebetteter, Edelleute. Diese harmlose Situation endete irgendwie in einem Fiasko. Zwar erzählte mir Delia davon, aber so recht glaubwürdig klingt das nicht. Aber was ist das schon – glaubwürdig. Zumindest  bin ich bereit dieser Geschichte mehr Glauben zu schenken, als den angeblichen Falschgeldprüfern. Niederer Wicht, blinder Gauner, elender Dieb unter dem Deckmandel eines dämlichen Staates! Und mich – MICH – nannten sie Dieb, Gesindel und Übleres, nur weil ich mich in Fasar unwissentlich auf dem Pfad der Privilegierten aufhielt. Pff! Gesocks ohnegleichen. Zwar hätte ich mit meiner bescheidenen Abstammung prahlen können, aber das habe ich gar nicht nötig. Nur schwer konnte ich die Fassung wahren, um diesen ungehobelten Gardisten, nicht doch rein zu würgen! Ich sehe, das Training macht sich bezahlt. Firun wäre stolz auf mich.

Die Ohrfeige von Rowin ließ eine Kaltherzigkeit in mir aufkommen, wie noch nie zuvor. Ich machte ihm leise aber unmissverständlich klar, was es bedeutet, Hand an mich zu legen. Ein erneuter Frevel seinerseits wird in einem Kampf enden! So recht ist mir immer noch nicht bewusst, warum er dies tat. Er wäre der Einflussmagie des Dämons sicherlich ebenfalls erlegen. Und selbst wenn, so schlimm war meine Frage nach seinem Zustand nun auch wieder nicht, als das es diesen miesen Ausraster rechtfertigt. Es zeigt vielmehr seine wahre Natur und seine Meinung über meine Person. Ich werde ihn aus emotionaler Distanz im Auge behalten.

Immerhin bemühte er sich hinterher um Milderung. Er brachte mir zur schwersten Mittagshitze eine süße wässrige Melone. Auch gab er mir für meine, mit Blasen und Schwielen übersäten, Hände etwas Verbandsmaterial. Die Salbe von Delia verrichtet ein gutes Werk, ich sollte auch Ihr etwas Gutes tun.

Die Schmuck-Händlerin war sehr zufrieden mit mir. Sie bedankte sich sogar überschwänglich für meine Wachsamkeit. Zu schade, dass ich den gestohlenen Ring nur mit Glück zurück erobern konnte. Sonst fiele meine Freude sicherlich ein wenig größer aus. So richtig großartig war meine Leistung nicht. Mit doppelter Wachsamkeit leistete ich mir selbst gegenüber etwas Wiedergutmachung. Nebenbei konnte ich mir ein paar Kniffe des Feilschens aneignen. Die werde ich sicherlich noch benötigen, zumal ich davon bisher keine Ahnung hatte. Ich kaufe halt, was benötigt wird.

Adaque, der kleine Falke, macht mir ein wenig Sorgen. Wie soll ich für ihn aufkommen? Ich kann ihn ohne eine Leine nicht fliegen lassen. Und selbst mit einer solchen, wird es schwer ihn an mich zu gewöhnen, sodass er mir so frei folgt, wie dereinst Falkie. Morgen muss ich mir erst einmal einen Falknerhandschuh, eine feste leichte Leine und etwas Trockenfleisch besorgen, während Nehazet das Medallion findet. Soll er doch seinen Alleingang fortsetzen. Ist mir gleich. Überdies hat er schon einige Male Desinteresse an mir gezeigt. Erst der Gang zum Emir von der Karawane weg, dann die Sache mit dem Spiegel und nun der Vorfall mit der Brücke. Hat keine Ahnung, aber setzt seinen Willen durch. Inzwischen kenne ich ihn und weiß, dass er so ist, wie er ist. Aber es ermüdet ungemein. Warum begleite ich ihn überhaupt? In welcher Weise bin ich ihm verpflichtet? In gar keiner! Sehen wir, wie weit er kommt. Die Belohnung wird sowieso nur er selbst vom Emir erhalten. Ich bin gespannt, wie diese Angelegenheit abwickelt.

Lieber stürze ich mit Delias schmucken Ferkina die Festung des unrechtmäßigen Herrschers, als das ich ihm Wasser bringe!

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Gedanken der Azina

Nagillah, Merabad, Mardior und Fasar

Nachdem ich mit meinem Schriftstück an Collegus Tsukasa fertig war, begab ich mich nach unten zu der Karawane, welche sich dann auch bald in Bewegung gesetzt hat. Heute habe ich auch noch Adaque entdämonisiert, relativ einfach, Falke nun relativ uninteressant, bowohl hatte Delia nicht etwas von Gefieder und weiteren Ingredenzien aus em Falken erwähnt, hmm vielleicht finde ich noch einen Nutzen für Adaque. Abends konnte ich dann auch einige meiner Berechnungen und die Ideen zu meinem modifizierten Sphärenmodell vorläufig zu beenden, zumindest die Visualisierung deutet auf ein, theoretisch funktionsfähiges Modell, müsste noch mal mit Menami und anderen Sphärenreisenden reden, sollte Biblliothek aufsuchen. Konnte auch Delia davon berichten, welche ich zufälligerweise im Badezuber antraf, sie sah mich mit diesem seltsamen Blick an, welchem ich schon damals in der Academia Arcomagica, manchmal, ausgesetzt war, wenn ich eine meiner, etwas abstrakteren Ideen, postulierte, Zafir und Hesinja wollten mir jedoch nie sagen, was dieser Blick bedeutete, auch Delia war da recht ausweichend, irgendetwas wegen Klugheit, Wahnsinn oder beidem. Konnte einen Mondsilberring mit eingefassten Lapislazuli erwerben, die notwendigen Zeichen musste ich noch selbstständig anbringen.

Konnte später meinem neuen Ring die gewünschten Gravierungen verschaffen, mittels convocation einer Creatorum Archoelementarum, die Angestellten wirkten etwas befremdet, seltsam, warum nur? Gab eine längere und umständliche Passage mit einem Zöllner, versteh einer diese Personen, da beantwortet ich deren Fragen und die lassen einen Stundenlang stehen, bei denn anderen ging es irgendwie schneller, nur weil ich ein Magus bin, selbst seine Schlussfolgerungen und Grammatik war unzureichend, wie hatte er nur diese Aufgabe bekommen. Später noch einen Diener des Erzes convociert, weigerte sich jedoch meinem Befehl zu folgen, dreister Steinhaufen. Zumindest bewachte dieser die Karawane.

Konnte heute mein Thaumatursom fertig stellen, nun verfüge ich über einen Ring, welcher mir gestattet einen Diener der Luft zu convocieren, meine Reisefreiheit steigert damit extrem. der Erzdiener war immer noch anwesend, werde ihn morgen entlassen. Delia veräußerte einen Teil ihrer Haare, was dachte Sie sich dabei, ich weiß, nicht sehr viel, aber wie kann Sie nur, ästethisch ist es ja vollkommen uninteressant, aber Sie bietet damit eine weitaus einfachere, hmm, ich habe eine Idee, werde wohl Sahib Said ibn Selim aufsuchen.

Erreichten heute endlich Fasar, zogen durch das Skorpionstor ein, wie es wohl früher war, durch dieses Tor einzuziehen? Ob die Zeiz für einen Abstecher zur Al’Achami reicht, Collegus Atherion sollte ja auch über einen Zugangzur Bibliothek verfügen. Einige Bettler wollten über uns herfallen, grauenhaft, aber nunja, die Geste des Imperavi war selbst unter denn hiesigen Bettlern gut genug verbreitet um das schlimmste zu verhindern, gut einen, offensichtlichen blinden Bettler, wollte ich dann doch nicht abwenden, ich gab ihm eine milde Gabe. Gegen Abend begaben wir uns noch zum Traviatempel, der Weg war recht schnell gefunden, auch wenn Azina mir anscheinend nicht glauben wollte, als ich sagte ich wüsste wo er zu finden sei, wer wenn nicht ich, sollte dazu in der Lage sein? Die Treppen und Ebenen der Erhabenen waren wirklich praktisch, auch die Wachen stellten kein Problem dar, mein Siegel reichte um mich in Ruhe passieren zu lassen. Nur Azina musste einen anderen Weg finden, ich denke sie hätte sagen sollen, dass sie eine Edle aus Aranien sei, hmm, nunja ihre Sache, wem sie ihre Abstammung eröffnet und wem nicht, ich werde mich da nicht einmischen, es sei denn es würde mir etwas bringen, doch wann sollte das sein? Erreichte also denn Travia Tempel, wo bleiben nur die anderen?