Da sitzten die vier Gefährten noch im Teehaus, der eine oder andere etwas betrübt von Azina’s Geschichte. Als Delia die Hand von Azina ergreift, ihr fest in die Augen blickt und sagt. Wärend sie spricht wirkt sie kaum noch wie die etwas merkwürdige junge Frau. Ihre Ausstrahlung ändert sich zu der einer alten, weisen und lebenslustigen Frau, deren Augen schon viel gesehen haben. Tiefe graue Augen mit silbrigen Glanz, scheinen Azina direkt in die Seele zu schauen.
“Meine Liebe lass mich Dir eines sagen. Die Ströumgen des Schicksals und der Zeit tragen uns zu den Orten wo wir lernen können. Wir haben es nie leicht an solchen Orten, doch wir müssen dahin. Da wo wir sind ist der richtige Ort für uns. Es besteht kein Zweifel und der Schmerz den wir manchmal empfinden ist ein Teil des Prozesses der ständigen Erneuerung und Wiedergeburt. Du und ich, wir alle durchlaufen eine Phase des Wandels, wir werden alle vom Schicksal gelengt.”
Kurz hält die Hexe inne, um ihren Worten etwas Nachdruck zu verleihen.
“Ich verräte Dir ein Geheimnis Azina, vielleicht das größte Geheimnis aller Zeiten. Die kleinsten Bausteine Deines Körpers sind auch die Bausteine aus denen alles andere besteht. Wir, Backus, Adaque, das Teehaus, diese Stadt, einfach alles. Alles ist eine Einheit. Wir alle sind das Universum, wir manifestieren es und daher müssen wir auch immer wieder versuchen uns neu zu erkennen. Dabei ist es manchmal notwenig die eigene Perspektive total zu verändern.
Hab Mut Azina. Handele und zweifele nicht. Wenn Du je Hilfe brauchst, wir sind bei Dir.”
Dann lehnt sich Delia zurück und trinkt lächelnd an ihrem Tee. Ihr Ausdruck ist nun wieder der den man von ihr gewohnt ist.
Folgend noch ein Gespräch, welches sich im Anschluss ereignete, Azina, Delia und Nehazet partizipierten in jenem:
Azina
29. August 2011 at 08:05 · antworten
“Danke Delia. Ich werde aus deinen Worten die Kraft ziehen, den Prozess zu vollenden!”
Azina schaut wieder gedankenverloren auf Ihren Tee.
Nehazet ibn Tulachim
29. August 2011 at 18:10 · antworten
“Wie Delia schon sagte, falls du Hilfe benötigst, so werden wir, vorraussichtlich, an deiner Seite sein.” Nehazet scheint zu überlegen, welche Worte er als nächstes verwenden söllte, anscheinend ist er unsicher, wie er an dieser Stelle sein rhetorisches Geschick, andere würden es wahrscheinlich eher ungeschick nennen, einfließen lassen kann, um Azinas Schmerz zu lindern. Es dauert einige Zeit, länger als sonst, bevor er erneut ansetzt zu sprechen::”Ich befand mich noch nicht in dieser Situation, und ich wurde auch nie darauf vorbereitet, aber vielleicht würde eurer Familie dies helfen?” Mit diesen Worten holt er erneut das Traviaamulett hervor und legt dieses vor Azina auf den Tisch, “Ich denke eure Familie kann Travias Segen momentan eher gebrauchen.”
Danach wendet er sich zuerst seinem eigenen Tee zu.
“Ich habe oft gehört, dass das teilen unbequemer Geschichten zu Erleichterung fühlen soll? Nun falls euch dies hilft, ihr seit nicht die einzige Person, welche gram empfindet aufgrund ihrer Familie.”
Kaum das diese Worte Nehazets Mund verließen, scheint er wieder woanders zu sein.
Azina
30. August 2011 at 07:42 · antworten
Überrascht starrt Azina auf das Amulett …
“Aber … aber Adeptus, das kann ich nicht annehmen. Ich danke euch für euren milden Trost und euren edlen Segen. Jedoch kann ich es nicht annehmen. IHR seit von Travia erwählt.” Azina flüstert: “So langsam beginne ich zu begreifen warum” … “Hier nehmt es, Ihr solltet es tragen und der ganzen Welt euren Trost spenden.”
Ergriffen überreicht Azina Nehazet das Traviaamulett.
Möchtet Ihr von eurem Gram erzählen, Adeptus?
Nehazet ibn Tulachim
30. August 2011 at 17:25 · antworten
“Nun gut, solltet ihr es jedoch benötigen, so werde ich es euch gerne zur Verfügung stellen.”
Nehazet ergreift das Amulett erneut, hängt es sich um seinen Hals und rasch darauf ist es auch wieder unter sein Gewand entschwunden.
“Ich denke nicht, dass ich es je erwähnt habe, aber ursprünglich entstamme ich dem Yalaiad, dort wurde ich in eine weitverzweigte und relativ wohlhabende Familie geboren, doch meine Familie schickte mich zu meinem Onkel Tulachim. Jenen lernte ich als meinen Vater kennen und ich bin im noch heute tief verbunden, es war eine angenehme Zeit, nur nagte an mir ein leiser Zweifel, ich konnte mich zwar nicht an meine Verwandten im Yalaiad erinnern, wurde ich doch vor Vollendung meines ersten Götterlaufes an Tulachim übersandt, jedenfalls schrieb er mir das, doch ich hatte das Gefühl als würde etwas in Khunchom fehlen. Mittlerweile denke ich es war die Ruhe und die geringere Mengen an Reizen, aber sicher weiß ich es nicht, gelang es mir doch bislang nicht dorthin zu reisen. Und so wie sich die Situation in den letzten Götterläufen entwickelt hat, so zweifle ich doch daran, wann ich meine Verwandten besuchen kann. Drängt es mich doch, zu erfahren warum ich verstoßen wurde, wie meine Eltern sind, was aus meinen Geschwistern wurde, von denen ich auch nur aufgrund eines Briefes weiß, und einiger anderer Sachen. Dazu kommt dann noch die frühe Entwurzelung von Tulachim, als ich mit 9 Götterläufen nach Punin, zusammen mit Biscarat Manzanares, gereist bin. Seitdem habe ich auch ihn nicht mehr gesehen. Ich denke, dass dürfte das gröbste sein.”
Nach diesem längeren, aber inhaltlich doch recht knappen, Exkurs in Nehazets Vergangenheit und Seelenbefinden, wendet sich Nehazet wieder aktuelleren Themen zu.
“Sagt was wollt ihr nun genau erreichen? Ich meine, was versprecht ihr euch von einem Wettkampf mit dieser Sefira?
Wäre es nicht vielleicht ratsamer, zu versuchen eure Verwandten äh abzuwerben, ich denke das dürfte weitaus sinnvoller sein.”
Delia
31. August 2011 at 01:07 · antworten
Delia lauscht Nehazet’s Geschichte und nippt ab und an an ihrem Tee. Als der Adept seine Frage stellt wird sie hellhörig.
“Was meint Ihr mit “abwerben”?
Ich denke Azina geht es um Genugtuung für die Demütigung und Sefira zu zeigen wo ihr Platz ist.”
Nehazet ibn Tulachim
31. August 2011 at 05:15 · antworten
“Momentan sind Azinas Verwandte doch als Dienerbeschäftigt, ich dachte mir, es wäre sinnvoller, zuerst zu versuchen, zu verhindern, dass dieses als etwaiges Druckmittel gebraucht werden könnten, meint ihr nicht?
Rein rational betrachtet, könnte eine erfolgreiche Auseinandersetzung mit Sefira mehr Schaden entstehen lassen, als bislang vorhanden, deswegen hielt ich es für sinnvoll, anzusprechen, dass wir uns überlegen sollten, zu versuchen Teile von ihrer Familie auszulösen.”
Azina
31. August 2011 at 07:50 · antworten
“Ich hoffe, dass Ihr dereinst, euer Familie in die Arme schließen könnt. Wenn Ihr gestattet, begleite ich euch auf euren Weg nach Khunchum. Ich kann euch die Ablenkungen vom Hals schaffen, sollten sich welche auftun, die sich anschicken zu verhindern, dass Ihr eure Reise fortsetzt.”
Azinas Hand gleitet bei diesen Worten unwirkürlich über die Dschadra. Nach einigen Gedankenaugenblicken, richtet sich ihre Aufmerksamkeit auf den Vorschlag Nehazets.
“Nun, die Idee mit dem Einlösen kam mir auch schon. Aber ich verfüge nicht über die finanziellen Mittel, um dies zu tun. Eine weitere Möglichkeit ist es, den Einsatz des Wettstreits zu erhöhen … jedoch riet mit Onkel Omar davon ab, meine Freiheit aufs Spiel zu setzen, da sie doch das wertvollste ist, was ich habe. Ich bin noch am Überlegen, was zu tun ist. Die Entscheidung beeinflusst auf jeden Fall die Tatsache, dass meine Eltern keine Sklaven in dem Sinne sind. Sie sind von Sefiras Familie als Verwalter Ihres eigenen Hofes eingesetzt. Sie wirtschaften wie bisher, nur nicht in ihre eigene, sondern in jemand anderes Tasche. Ihnen wird es nicht schlecht ergehen. Manche nennen es Eitelkeit, das verlorene wieder erlangen wollen. Ich jedoch, sehe es als meine Pflicht an. Die Zeit wird zeigen, ob ich es schaffen kann, den Grund meiner Ahnen zurück zu holen.”
Nehazet ibn Tulachim
1. September 2011 at 17:12 · antworten
“Ich teile diese Hoffnung. Ich habe nichts gegen eure Begleitung einzuwenden. Euer Angebot nehme ich gerne an, ich denke wir hatte die letzten Monde wahrlich genug Ablenkung, so dass gegen eine Reise ohne Ablenkung wohl nichts einzuwenden sein dürfte.
Ob es möglich wäre, einen anderen Anreiz zu schaffen, ein Thaumatursom beispielsweise?
Ich würde euch auch davon abraten, eure Freiheit aufs Spiel zu setzten, zumindest solange ihr Probleme habt die Fähigkeiten eurer Gegnerin einzuschätzen, wäre eurer Familie doch eher wenig geholfen, würdet ihr ebenfalls in ihre dienste geraten.
Ich würde es nicht Eitelkeit nennen, wenn ihr die Besitztümer eurer Familie zurückerlangen wollt, ich würde ähnliches versuchen, wenn ich ineurer Situation wäre.”
Nachdem sich der Tee in Nehazets Becher dem Ende zu neigen beginnt, besinnt sich Nehazet auf etwas, er holt eines seiner Pergamente hervor und beginnt etwas niederzuschreiben.
Azina
2. September 2011 at 07:22 · antworten
Azina sieht, dass Nehazet geginnt zu schreiben und schweigt still vor sich hin. Die Gedanken kreisen wild um die bevorstehende Aufgabe.
Wie kann ich bloß anstellen? Wenn ich das so mache? Ja, das ist unüblich, es könnte Gefallen finden. Und dann noch so und so. Ja! mal schauen, ob Adaque da mitmacht.
Fast schon lächeln lehnt Azina sich zurück und schließt die Augen.
Nehazet ibn Tulachim
4. September 2011 at 08:48 · antworten
Mittlerweile sind schon einige Schriftzeichen auf dem Pergament entstanden, zumindest sieht dieses gemisch aus Zeichen, welches zu verschiedenen Teilen aus ähnlichen Formen der Kusliker Zeichen und des Tulamidischen zu bestehen scheint, am ehesten wie Schrift aus.
Er scheint die Welt um sich herum zu vergessen, doch mitten in dem Prozess des zeichnens einer dieser Zeichen hält er inne.
Mit der Feder in seiner Hand schaut er auf.
“Wo ich gerade daran denke, Azina was wisst ihr eigentlich über Sefira? Ich meine, wenn ihr euch mit ihr messen wollt, wäre es dann nicht sinnvoll, Informationen über sie einzuholen? Hmm, ob sich ihre Fähigkeiten wohl objektiv einschätzen lassen?
Und wohl ebenso wichtig, wie können wir euch helfen, ihr wollt unbedingt an dieser Veranstaltung teilnehmen und dies auch alleine tun, was ich nachvollziehen kann, in einem Magierduell würde ich auch keine Einmischung von außen dulden, aber wie sollen wir euch unterstützen, zumindest mir ist es nicht ganz bewusst, gibt es irgendwelche non optionalen gesellschaftlichen konventionen, welche zu beachten wären? Also, was ist unser Raum für operatives vorgehen, ohne euch zu äh, kränken?”
Während dieses Exkurses bemerkt Nehazet nicht, dass von seiner Feder etwas Tinte auf sein Pergament tropft.
Azina
5. September 2011 at 07:58 · antworten
“Hm, was? Ähm, ja. Sefira ist … hm … ein kleines Verzogenes Kind! … Nun, zugegeben, sie hat sich entwickelt, aber sie sieht noch genau so schwach aus wie vor ein paar Götterläufen. Charakterlich ein Miststück. Aussehen, na ja. Onkel Omar ist meint, dass sie sich seit drei Jahren der Falknerei witmet und sehr gut sein soll. Zugegeben im letzten Jahr, habe ich nicht viel üben können, aber ich pflege mein ganzes Leben schon Tiere. Seit 5 Götterläufen trainiere ich speziell Falken. Das sollte eigentlich kein Problem sein. Nur, ob Adaque schon mitspielt ist eine andere Frage.
Sefira wird ganz versessen darauf sein, zu gewinnen. Ob sie dabei bei ehrlichen Mitteln bleibt, kann ich nicht sagen. Sie hat das damals – zugegeben – sehr geschickt angestellt mit der Familiengewinnung. Aber sie sollte Arrogant genug sein, um zu glauben, dass sie besser ist als ich, sonst hätte sie mich nicht gefordert. Von mir ging keine Aggression aus. … zumindest soweit ich weiß …
Das Turnier, eigentlich ist es keines, sondern nur eine Vorstellung zu Ehren des erhabenen Herren, findet auf dem höchsten Balkon statt. Der Hintergrund bietet eine passende Kulisse.”
Nehazet ibn Tulachim
6. September 2011 at 04:35 · antworten
“Ob Sie wohl entzogen werden möchte, hmm, ich könnte ein entsprechendes Thaumatursom zur Charakterneubildung konstruieren.
Aussehen ist ziemlich sekundär, obwohl, vielleicht wäre dies ein weiterer Ansatzpunkt, wobei mir dafür kein sinnvolles vorgehen einfallen würde.
Sollte es sich ergeben, könnte ich versuchen eine objektivere Einschätzung euer beider Fähigkeiten aufzustellen, wenn ich nicht durch andere Vorhaben gebunden sein sollte.
Wenn Sefira arrogant genug ist, sollte von ihr eigentlich keine Gefahr ausgehen, es sei denn sie ist vorrausplannend und hat sich einige Gedanken gemacht, für den Fall, dass sie eure Fähigkeiten oder ihre falsch eingeschätzt hat.”
Azina
12. September 2011 at 14:19 · antworten
“Letztere Aussage von euch trifft zu – zumindest hoffe und baue ich darauf. Von allem Weiteren nehmt bitte abstand.”
ooc: Azina nannte im letzten Satz im Post vom 05.09.2011 einen Hinweis, der als Vorlage und Rechtfertigung für – magische – Hilfestellung dienen kann
Nehazet ibn Tulachim
13. September 2011 at 15:25 · antworten
“Hmm, schade eigentlich, ich wollte die Potenz dieses einen Cantus schon seit längerem mal testen, hmm vielleicht ein anderes mal.
Nun gut, muss ich mir was anderes einfallen lassen, um eine meiner Theorien zu bestätigen. Es gäbe da noch ein Schmuckstück, dass sicherlich hilfreich beim Eindruck imprägnieren wäre, zumindest sollte es das sein, hatte vor einiger Zeit mal etwas hilfreiches ausgearbeitet, muss mal sehen ob ich die notwendigen Formeln noch zusammenbekomme, meine Aufzeichnungen sind ja seit einiger Zeit etwas verringert…”
Mittlerweile ist Nehazet auch schon der ein oder andere Tintenfleck auf seinem Pergament aufgefallen, nachdem, um weitere Flecken zu verhindern, die Feder ersteinmal weggelegt wurde, scheint es zuerst als würde Nehazet etwas aus einer Tasche herausholen wollen, doch hält er inne, als er sich die Struktur der Flecken erneut betrachtet.
ooc: Ich vermute du beziehst dich auf die Vorstellung, zur Erheiterung des Gastgebers?
Azina
16. September 2011 at 07:42 · antworten
Azina, nickt nur leicht und versinkt erneut in ihren Gedanken.
ooc: ja