Wie meine Mutter dereinst sagte. “Egal wie es aus sieht, wie furchtbar es ist, so schlimm kann es unmöglich sein.” oder sagte sie “… es kann noch viel schlimmer kommen!” ? Ich denke beides ist möglich bei meiner Frau Mutter und beides bewahrheitet sich auch auf meiner Reise. Der Herr Magus und Dämonologe ist nicht so schlimm wie ich dachte, da war meine Paranoia wieder einmal stärker. Außerdem waren Speiß und Trank nicht vergiftet, die Bewohner des Hauses und Tiere wollten uns ebenfalls nicht fressen. hm… die Haustiere…
Was trug sich zu? Nun ja… so genau weiß ich es auch nicht mehr. Gerüchte besagen: Wir hätten bei dem Gauklerfest die eine oder andere Rauschgurke und etwas Zittabar-Tabak zu uns genommen. Wir hätten ausgelassen gefeiert und Azina hätte dann wohl mehr Gurken gesucht. Dabei wäre sie wohl auf einen Katzenartigen Dämon gestoßen, welcher in ihr einen Beschützerinstinkt weckte. Merkwürdige Kreatur! Bisher dachte ich immer, dass Dämonen einen töten, häuten, zerteilen, aussaugen, zerstampfen, platzen lassen, die Seele rauben oder so. Aber nein diese Kreatur “kuschelt” ihr Opfer zu Tode… also bitte, welche kranke Gottheit denkt sich denn soetwas aus? Wie dem auch sei, es war so. Da ich die arme Azina nicht in diesem Zustand lassen wollte, auch Backus zu liebe nicht, führte ich Krieg gegen dieses Vieh! Es begann mit dem Niederschlag von Azina und einer gekonnten Ausführung des Radau Zaubers. Dieser “dekorierte” zwar den halben Ostflügel um, hielt das Kuschelmonster aber im Zaum. Zum Glück kam Rovin mir zur Hilfe, er lieferte sich einen harten Kampf mit dem Biest, während ich Azina schützte. Nun kommt der unglaubliche Teil, ich erschlug das Biest mit… einem PRAIOSGEWEIHTEM BRETTSPIEL! Das allein ist schon ein Wiederspruch in sich, aber das ICH sowas auch noch benutzte… oh man… es kann wirklich immer viel schlimmer kommen.
Am nächsten Tag wurden wir hinausgebeten. Der freundlichste Rauswurf meines Lebens. Wirklich ein netter Dämonologe.
Am Tage verdiente ich Geld mit Tanz und ähnlichem. Aufgrund dessen bekamen wir eine Übernachtung und der ehrenwehrte Sahib Selim wurde aufmerksam und nahm uns mit seiner Karawane bis Fasar mit. Rovin und Azina sollten arbeiten, mit Bezahlung, und Nehazet sollte zahlen. Ich dagegen sollte bei Sahib Selim auf dem Kamel mitreiten. “Wunderbar, noch ein alter williger Sack edeler Herr, welcher auf mich scharf ist” dachte ich. Doch auch hier sollte meine Mutter recht behalten “… so schlimm kann es unmöglich sein”. So war es auch. Sahib Selim war eine der charmantesten Reisebegleitungen die ich je kennenlernen durfte, ein anständiger und sehr ehrenwerter junger Mann von 45 Götterläufen. Irgendwie hätte er auch was. Ich wurde fast schon auf Händen getragen während der Reise. Es war so schön auf dem Kamel zu reisen, die täglichen Badezuber, das wunderbare Essen, die Spiele und seine Gesellschaft genießen zu dürfen. Ach kann das Leben schön sein, endlich werde ich behandelt wie es mein Stand gebietet. Ja ich weiß “Im Zentrum des Zirkels steht OFT eine Hexe, gleich mit den anderen und respektiert für ihren Wert” oft nicht immer, aber schön ist es trotzdem!
Einwenig taten mir meine Mitreisenden schon leid. Nehazet ist mittlerweile so verwirrt, dass er absurde Ebenentheorien entwickelt und einfach so arme Steinelementare in die Gegend stellt. Große Mutter war der kleine Kerl niedlich, grummelig aber niedlich, ich will auch so einen haben … einen Steinelemtar und einen starken Ferkinakrieger….
*ein merkwürdig entrückter Blick befällt Delia für einige Augenblicke*
Ähm wo war ich … ach ja Steinelemtar und starke Ferkinakrieger *Delia versucht zwanghaft an etwas anderes zu denken* … *zu spät*
*weitere Augenblicke später*
Ach so ja der arme Nehazet… Rovin ergeht es noch am Besten. Azina hingegen, die arme Frau hatte ganz wunde Hände von der harten Arbeit, das konnte ich nicht mit ansehen. Somit braute ich eine kleine Paste für sie und kaufte obendrein noch ein paar Rauschgurken und etwas Körpercreme. Sie ist eine treue Seele und sollte so nicht leiden.
Nach viel zu wenig Tagen der Entspannung trafen wir endlich in Fasar ein. Bei unser Ankunft erweichte ein Kind mein Herz… ich stieg vom Kamel ab und hob es vom Boden auf. Es erhielt von mir etwas Geld und sollte schleunigst damit nach Hause gehen. Der ehrenwerte Sahib Selim war daraufhin etwas irritiert. Nun ja Fasar! Endlich! Hier in dieser Stadt steht der einzige “offizielle” Tempel Levthans. Als wenn er einen Tempel bräuchte! Die Herren sollten ihn nur mal in sich entdecken, so wie unsere Männer dies tun, dann … aber ich schweife ab. Rovin und Sahib Selim wollten mich dorthin begleiten. Keiner von beiden wusste was auf ihn zukommt. Arme arme unschuldige Seelen … Ich stellte mich in korrekter Art und Weise dem Priester vor und erhielt sogleich freundlichste Unterstützung. Sahib Selim überviel beim Anblick der leichtbekleideten Tempeldiener /-dienerinin und der Statue des Levthans, mit dem riesigen Gemächt, ein arg traviagefälliger Anfall und er wartete draußen. Rovin verfiel in Schockstarre und wir warfen ihm einer Tempeldienerin zum Fraß vor. Vor dem nächsten Morgen werden wir ihn wohl nicht wiedersehen.
Wie dem auch sei. Ich sagte dem Priester, dass ich im Traviatempel zu finden sei. Daraufhin lächtelte er etwas, aufgrund der Ironie. Ich wollte Sahib Selim nicht warten lassen und den letzten Abend mit ihm genießen. Er war ein wunderbarer Abend, mit Speiß, Trank und Spiel, welcher dem Sahib viel Geld kostete. Ich weiß bisher nicht warum er das alles für mich tut…
Ich bin gespannt wie es Rovin ergangen ist und mache mich nun auf dem Weg zurück zum Traviatempel. Morgen Nacht bin ich dann soweit mit dem Hohepriester im Tempel Levthans zu opfern, gerne auch die ganze Nacht.
*Mit vor Erregung glühenden Augen schreitet Delia durch die Nacht*
Eine Einfügung des Schicksals und ein kleines Gespräch zwischen Delia und Nehazet folgen:
Destiny
23. August 2011 at 00:52 · antworten
Fußnote vom Spielleiter:
Die Hautcreme gibt einen Bonus auf das Talent “Betören” von 2, und auf “Tanzen” einen Wert von 1
Nehazet ibn Tulachim
23. August 2011 at 15:34 · antworten
Einen Punkt habt ihr vergessen, dass Praiosgeweihte Brettspiel gehört mir, das sollte in dieser Aufzählung der Absurditäten, vielleicht, auch Beachtung finden.
Wieso absurd, das war doch vollkommen logisch, und das praktischste, es ist, lediglich, eine Modifikation des bekannten, erweitert um (n*2)+1 Sphärensystemen, unter der Vorraussetzung das n ein Element aus dem Bereich der Natürlichen Zaheln sei und größer gleich Eins wäre. Danach ergibt sich immer einfachsten fall eine Aufstellung von drei Systemen, in denen eine im Zentrum liegt und zwei, jeweils, von ihnen betrachtet im gleichen Abstand zum zentralen System sich befinden, entsprechende Gegensystem sozusagen, hat etwas mit Gleichgewicht zwischen Ordnung und Chaos zutun. Die siebte Sphäre wäre selbstverständlich abgewandelt, diese stellt, wie ich euch unlängst erklärte eine Art übergang zu den chaotischeren Bereichen anderer Systeme dar, stellt es euch wie einen limbischen Teilbereich zwischen verschiedenen Sphärensystemen vor, also was ist daran absurd?
Und die Creatorum Archoelementarum wurde nicht in den Weg gestellt, dieses Wesen entschied sich dafür dort zu sitzen, hätte es einfach seine Aufgabe verrichtet, so wäre es schneller entlassen und hätte wieder in seinem Elementarkontinuum entschwinden können.
Ich hatte euch ja schon angeboten, dass dies kein allzu großes Problem darstellen würde.
Delia
26. August 2011 at 11:31 · antworten
*Als Nehazet zur Erläuterung ansetzt wird Delia ganz schwer, sie fühlt sich ganz müde… Als er jedoch seine Frage stellt fällt alles von ihr ab.*
Was daran absurd ist? hm… Wehrter Nehazet, ich glaube ich kann Euch einfach nicht folgen. Eure und meine, sowohl Lebensweise als auch die Art und Weise des Wirkens der Magie sind grundsätzlich andere. Wir befinden uns auf den entgegengesetzen Seiten des Pendels.
Ich danke Euch jedoch für das Angebot für mich ein solches Elementar zu beschwören. hmm… würde es denn leiden müssen und könnte es mir aus freiem Willen Dienen. Ich möchte gewiss kein Wesen versklaven oder ihm unbill zukommen lassen, es sei denn es hat es verdient.
Nehazet ibn Tulachim
26. August 2011 at 17:20 · antworten
Nicht folgen, aber es ist doch ganz einfach, gerade zu simpel, eine Erweiterung bezüglich eines Ausgleiches um eine Harmonie herzustellen.
Bezüglich Lebensweise und Art Magie zu wirken mögt ihr Recht haben,
nur äh welche Lebensweisen waren das nocheinmal?
Bezüglich der Art Magie zu wirken, es wäre bestimmt hilfreich, wenn wir uns gegenseitig die Systeme des anderen erklären, beschreiben, umschreiben, einfach um ein tieferes Verständnis zu erwerben, beide Systeme scheinen zu funktionieren, also kann keines vollkommen falsch sein.
Ich umreiße mal kurz die Gildenmagie:
logisch, strukturiert, stellt euch einfach einen n-dimensionalen Körper vor, welchen ihr im Geiste zeichnet und verfeinert, die Geste und Formel dienen nur als Ansatzpunkte des Geistes, um das zeichnen zu erleichtern, umso detailgetreuer dieses Konstrukt ausfällt, umso perfekter gelingt der Cantus. Aufgrund dieser Beschäftigung mit den Matrizen der Zaubern, fällt es uns auch so leicht die Zauber, diese n-dimensionalen Objekte, zu verändern, diese also spontan anzupassen.
Das mit dem Pendel klingt etwas extrem, wir unterscheiden uns stark, und dann wieder doch nicht…
Nun streng genommen, würde dieser Herbeigerufen werden, nicht Beschworen, aber lassen wir das an dieser Stelle. Es hat sich noch keines dieser Wesen negativ dazu ausgelassen, würdet ihr jedoch mit minderen oder gar dämonischen Materialien arbeiten, so würde sich schon eine gewisse Art Pein zeigen. Im Prinzip, wird, aufgrund der tatsache das die Elementarwesen uns freundlich gesonnen sind, dazu geraten sein, zu bitten. Das bedeutet, natürlich liegt es an dem Wesen zu entscheiden ob es eurer Bitte nachkommt oder nicht.
Und wonach entscheidet ihr, ob ein Wesen es verdient versklavt zu werden, oder unbill, durch euch, zuerfahren?