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Die erste Nacht – Die letzte Nacht

Ich lebe! Nach dem ich in Ohnmacht viel, in einen dunklen Traum in den ich gegen einen tentakelbewehrten Dämon kämpfte, bin ich endlich aus diesem Alptraum erwacht. Ich danke meinen Freunden, sie retten nicht nur mein Leben, sondern auch meine Seele. Wie ich mich fühle kann ich kaum in Worte fassen. Mein Kopf ist noch zu durcheinander von dem was mir passierte und von dem was meine Freunde in ihm taten. Ich fühle zur Zeit nur Freude. Freude über das was sie für mich getan haben. Sie haben ihr Leben riskiert, um mir zu helfen und Kalkarib… mein Wüstensohn… er hielt mich bei sich, hielt mich in dieser Welt.

Tja doch nun ist es raus… Kalkarib weiß was ich bin. Er wandte sich jedoch nicht von mir ab. Er liebt mich und will mich heiraten. Ich soll ganz ihm gehören und auch offiziell seine Shanja sein. Ich danke den Göttern, dass die Liebe siegt. Wenn auch zu einem hohen Preis. Seine Familie darf nicht erfahren was ich bin. Er geht damit ein großes Risiko ein. Er nahm mir auch das Versprechen ab nicht mehr zu zaubern. Nun gut… ich versprach es ihm. Zum Glück ist die Hexennatur nicht so offensichtlich und kann im Geheimen gewirkt werden. Ich hoffe er wird eines Tages verstehen, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt, sondern auch grau. Bis dahin werde ich im geheimen Arbeiten. Ein weiterer Wunsch von mir ist jener mit ihm auf Reisen zu gehen. Ich legte ihm die Tradition der Reise nahe und er schien ganz aufgeschlossen zu sein… Nach der Hochzeit in El´Trutz. Oh meine Göttin. Eine Hochzeit nach den Traditionen der Novadis… das wird ein Fest.

All meine Wünsche und auch die Wünsche für meine Freunde wurden zusammen mit meinem Besen verbrannt, als wir alle an dem nachträglichen Wintersonnenwenderitual teilnahmen. Alle waren dabei. Auch ein weiteres Mitglied der Familie Spichbrecher, Sieghelms Cousine Sumudai. Auf der Feier erfreuten sich alle an dem was mein Zirkel bereitete. Wer mochte verbrannte auch seine Wünsche im großen Feuer. Sieghelm verbrannte zu meiner großen Verunderung seinen Wappenrock. Dann tanzten alle. Sogar Sieghelm, Nehazet und Azina tanzten mit. Lehnten jedoch die Angebote meiner Brüder und Schwestern ab, mit ihnen die Lagerstadt zu teilen. Kalkarib musste ich nicht erst bitten. Nach meinem Tanz der stolzen Widerspänstigkeit, in dem ich mich ihm immer wieder entzog, küsste er mich leidenschaftlich und forderte mich auf mit ihm die Nacht zu verbringen. Als er seine Worte mit seiner unglaublich tiefen Stimme raunte, legte ich ihm die Hand auf die Brust und brachte ihm Levthans Feuer. Obwohl ich bezweifele, dass er dem bedarf. Doch ich wollte, dass er diese… unsere erste Nacht… nie vergisst. Oh und das wird er nicht! Bis in den Morgengrauen vergnügten wir uns… und das nicht nur einmal. Bis der Zauber ausklang und wir beide ermattet in den Armen des anderen einschliefen.

Nun liege ich hier… Haut an Haut mit Kalkarib. Ich höre den Vögeln zu und langsam erwacht mein ausdauernder Shadif und streicht mir über den Rücken. „Guten Morgen, meine kleine Scharte. Ich hoffe Du hast gut geschlafen.“ Raunt er und seine Worte triefen nur so vor Selbstzufriedenheit. „Es wird Zeit. Wir müssen aufbrechen, um zu unserer Hochzeit zu kommen!“. Er duldet wie immer keinen Widerspruch und will sich gerade aufrichten… Doch so einfach werde ich mich bestimmt nicht fügen… nicht ohne ihn an letzte Nacht zu erinnern.

Dachte die Hexe Delia lächelnd, als sie ihn zurück auf das Lager drückte und ihren Kopf in seinem Schoß versengte.

Wissen, Wissen und Verarbeitung

Wir ritten weiter durch Delias Gedankenwelt, die sich wiederholenden Muster wurden immer häufiger wahrgenommen. Nach einiger Zeit erreichten wir ein weidensches Herrenhaus, eine alte Frau die wohl die Herrin des Hauses war, begrüßte uns, ihr Mann war gerade nicht zugegen, da er mit seinem Tagewerk beschäftigt war, sie sorgten sich um den nahenden Winter und das nicht genügend Nahrung da sein werde, um das ganze prozedere abzukürzen ließ ich einfach einen großen Berg an güldenen Münzen hinter mir erscheinen, leider löste sich die Szenerie nicht auf, naja was solls, wir wurden zum Essen geladen, was zwar etwas albern war, aus unserer Perspektive, aber es brachte mich auf die Idee, den dargereichten Tee in hochpotente Zaubertränke zu wandeln, die Astralen Kräfte die mir dadurch zugänglich wurden, waren um ein vielfaches höher, als alles was ich bisher kannte, die normale Haltefähigkeit meines Astralcorpus war um ein vielfaches überschritten, was mich später auf einige Ideen brachte. Wir brachen dann auch kurz darauf wieder auf, ich veränderte das Pferd noch in ein angemesseneres Transportmittel, einen fliegenden Teppich, nach dem wir etwas geritten/geflogen waren, erreichten wir wieder das Herrenhaus. Azina spießte die, uns schon bekannte, Herrin des Hauses, namens Alwine, mit ihrem Speer auf, ich besah mir die Gegend von oben, Sieghelm war außer sich, ich holte Alwine zurück, Azina erspießte sie erneut, ich holte sie wieder zurück, ich erschuf einen träumerischen göttlichen Fingerzeig, und holte den Mann des Hauses, namens Kolkja, her, während Sieghelm in dem Haus mit Alwine war. Azina und ich redeten mit Kolkja, anscheinend war seine alte Frau verstorben und er forschte daran ihr das Leben zurückzugeben, nun ich erweckte sie kurzerhand einfach wieder, sic! Das war nun schon die vierte Person die ich hier ins Leben zurückgerufen habe, was wohl Boron von Nekromantie in einem Traum hält? Ich überredete das von mir geschaffene karmale Wesen, das könnte interessant werden in Diskussionen mit meinen Collegen über die Magierphilosophie, uns einen genaueren Fingerzeig zu geben, was dieser auch tat. In dem Keller des Gebäudes war ein, sehr, sehr, sehr amateurhafter Altar der Tijakool gewidmet sein sollte, für jemand der in diesem Bereich forschen wollte, war das wirklich grauenhaft, naja Magie ist halt keine Wissenschaft für Laien. Somit würde ich sagen der einzige Frevel den Kolkja begann, dürfte ein Frevel gegen den guten Geschmack bei Dämonenaltären gewesen sein. Jedenfalls zog sich das auch hin und her, die anderen beginnen mich noch stärker zu langweilen mit ihren unnötigen geplänkel, und Sieghelm mit seiner Marotte das alles feinsäuberlich nach ihm gehen muss, selbst wenn er die am wenigsten qualifizierte Person ist, was er in diesem fall definitiv ist. Man hat mich immerhin persönlich wegen meiner Expertise einfliegen lassen, er trottete nur mit den anderen Delia hierher hinterher. Ich holte einfach den Kaiser des Jahres 978 BF, den um dieses Jahr handelte es sich laut Kolkjas hier, her und zwar um Reto von Gareth, rückblickend hätte ich Fran-Horas oder Rohal interessanter gefunden, naja sei es drum. Reto wurde von Azina, ebenfalls, niedergespießt, und von mir wieder zurückgeholt, nun also Nummer 5, und von uns dann um eine Entscheidung bezüglich des, nunmehr, doppelten Traviabundes von Kolkja befragt, da mir auch das zu lange dauerte, änderte ich einfach die Vergangenheit des Traumes, und bestimmte das die Frau von Kolkja nie starb sondern nur in eine Art Koma fiel aus der ich sie erweckte, der Altar und die, für mich schmerzhaften Forschungen, wäre mir momentan danach hätte mich das bestimmt vor lauter Lachen vom Teppich geworfen, waren dementsprechend nie passiert, Kolkja ging nie den Bund mit Alwine ein und alles löste sich in Wohlgefallen, Reto verließ uns, auch wenn ich vorher noch eine kleine Idee mit ihn ansprechen konnte, zuschade nur das sich wohl niemand von den von Gareths außerhalb des Traumes daran wird erinnern können. Da mich Sieghelms Einwürfe langsam anfingen zu stören erschuf ich ein paar Brillen die den Blick auf den Traum und die vorgenommenen Veränderungen erlaubten. Wir folgten weiter unserem Weg, den ich später auch wieder in einen gelben Backsteinweg wandelte, in der Zwischenzeit eignete ich mir Delias Erinnerungen an, was mir im Prinzip überhaupt nichts brachte, da die für mich interessanteren Erinnerungen verhehlt waren, das einzige was ich erfuhr waren jede Menge unbedeutende Profane Erinnerungen, auf die ich zu einem großen Teil auch hätte verzichten können. Dann änderte ich noch die Menge an Astraler Energie die ich zu Verfügung hatte und machte diese Menge infinit, dazu erweiterte ich noch meine arkanen Fähigkeiten in dem ich die Freizauberei umsetze, das führte zu interessanten Anwendungen der Magie, durchscheinende Wälder, gepflasterte Wege, verwandelte Gefährten, Charismatischere Lehrkräfte undso weiter. Später trafen wir noch auf eine kleine Delia, ich erinnerte mich durch Delias Erinnerungen an diese Zeit ihres Lebens, nichts bedeutendes, meiner Meinung nach, geschah damals, auch hier dauerte es mir zu lange, meine Gefährten scheinen eine Fähigkeit dafür zu haben Sachen in die Länge zu ziehen, ich gewährte Delias jüngerer Darstellung Zugang zu ihren Erinnerungen, Rückblickend nicht die beste Idee, aber ich zweifle daran das Liv dadurch wirklich neues erfahren hätte, das Gespräch gestalltete sich aufjedenfall als Angenehmer mit dem Geiste der erwachsenen Delia. Sieghelm hatte die Träne Tsas die ganze Zeit bei sich, ach nur einmal würde ich mit Leuten zusammen arbeiten wollen die ihr Metier verstehen. Wir verließen den Traum, achja Azina zeigte ihr possierliches Gesicht, mit recht interessanter Wirkung sowohl auf Delia als auch Sieghelm, ich verwandelte sie wieder in ihr normales Erscheinungsbild zurück. Danach verließen wir den Traum. Und es wurde uns schnell gewahr wer in der Gestalt der kleinen Delia, die uns hinterher, oder voraus kam, da Sieghelm mit ihr zusammen zuerst die Traumwelt verließ, ich verließ sie als letztes um mit den mir gegebenen Kräften noch schnell eine schützende Mauer aus Magie, vor arkanem Wirken gegenüber Delias Körper und Geist zu ziehen. Liv hatte uns in der kleinen Gestalt Delias nach draußen begleitet, sie ist wohl als gehörnter Dämon einzustufen, nunja viel hatte sie nicht von ihrem Aufenthalt in Mahtab, während die anderen sie ablenkten bereitete ich einen Exorcismus vor und schickte Liv über das Pentagramm in die Niederhöllen zurück, hmm ob ich wohl irgendwie noch an den wahren Namen von Liv heran kommen könnte?

Danach half ich bei den Vorbereitungen des Hexenfestes, nun mir war nicht nach feiern zumute, aber zumindest konnte ich genügend aus den mir dagereichten Informationsbrocken destillieren, vor allem im Zusammenhang mit meinen anderen Informationsquellen, um einige erkenntnisse zu gewinnen. Zuerst wurde die große Feuerstelle dreimal umrundet, dabei wurde gesungen, der Kreis wurde geschlossen, die Himmelsrichtungen wurden angerufen, die Ahnen wurden gerufen und auch Sumu wurde angerufen. Danach verbrannten die Hexen verschiedenste Kräuter, darunter Beifuß, Myrrhe, Weihrauch und anderes, anschließend sprach Isaria und erzählte etwas über Feuer und Eis, was mir dank einiger Erinnerungen und meines Wissens vertraut war, dabei minderte sich die Leuchtkraft des Feuers um anschließend wieder zuzunehmen. Danach wurden Zettel mit Wünschen und anderem verbrannt, ich schloß mich diesem Brauch an, aus verschiedenen Gründen, erstens könnte es meine Beziehungen zu den Hexen bessern, wenn ich an ihrem Brauchtum teilnehme und ihnen somit meinen Respekt gegenüber ihrer Tradition zeige und zweitens, kann ja sein das es funktionierte, ich kritzelte ein paar kleine wünsche schnell auf ein paar Seiten Pergament, das übliche halt, magische Macht, mehr Wissen, Alterlosigkeit, eine Seelenverwandte, das geöffnete Ea’Myr, ein vollständiger Familienstammbaum, das aufblühen meines Reiches, ruhe bei meinen Studien und dergleichen, neben den Zetteln warf ich auch noch mein Traviaamulett in die Flammen, bisherige Experimente zeigten keine Spuren einer Zerstörung durch Feuer, dementsprechend erwarte ich auch hier kein anderes Ergebnis, aber alle anderen Experimente erfolgten in einem kleineren Rahmen, es dürfte wohl noch bis morgen dauern, bis ich das Amulett zurück holen kann. Kalkarib zerbrach Delias Wanderstab, er weiß bestimmt nicht das der Stecken keinerlei Macht hatte. Danach ging der Gesang und Tanz weiter, auch wir, die wir bislang außen saßen und uns mit einigen anderen unterhielten wurden dazu gebeten, wiedermal zeigte ich meinen Respekt gegenüber ihren Traditionen und partizipierte. Wir tanzten und der Kreis wurde erneut geschlossen, zwischen durch verschwanden immer mal wieder einzelne Hexen in Paaren oder kleineren Gruppen in den Wald, ohne Delias Erinnerungen hätte ich vermutet um Wissen auszutauschen, aber so scheinen sie sich nur belangloser Wollust hingegeben zuhaben. Bald darauf endete das Fest und Ritual, wir begaben uns in das Dorf zurück, wobei Azina im Wald blieb.

Im Gasthaus angekommen begab ich mich auf mein Zimmer, wo ich einen Brief fand, der an mich adressiert war, in dem Brief fand ich dann auch mein Traviaamulett, was mich verwunderte, das Amulett hatte ich erst vor einigen Stunden in das Feuer geworfen, was noch ziemlich heiß brennen sollte, der Brief erwischte genau den richtigen Ton, um meine Gefühle, die durch Delias Erinnerungen, eher noch schlimmer den besser geworden waren, um mich etwas zu besänftigen, ja gar etwas aufzuheitern, wenn man so sagen will, der Brief wurde von jemand geschrieben der mich zu verstehen schien. Gezeichnet war er mit einem L.a.B.sâl Al’Aschtrani, der mit den Worten endete ich werde die richtige schon im Zentrum des Kontinents gefunden haben werden. Der Brief berührte mich sosehr, das sich Tränen den Weg über meine Lieder freibrach, es dauerte eine Zeit bis ich mich soweit fassen konnte um das sinnigste aus der Situation zu machen und die verbliebenen Tränen in einem Gefäß für alchimistische Studien sammeln zu können.

 

Zur gleichen Zeit in Khunchom, im Anwesen von Lechmin ai Battuzhen:

Lechmin der vor kurzem wieder nach hause kamm, blickte in ein silbernes Bassin in dem sich im Wasser das Madamal spiegelte, im nächsten Augenblick verblasste das Madamal und etwas anderes erschien in dem Wasser, ein Mensch war zusehen, so als blicke jemand in eine stille Wasserfläche und man könnte sein Spiegelbild erhaschen. Es handelte sich um einen jungen Tulamiden mit vereinzelten weißen Strähnen der gerade eine Nachricht, mit seinen tiefen grauen Augen, las, Lechmin konnte nicht nur spüren das dieser sehr aufgewühlt war, er wusste es auch ohne den Zauber, nur allzu gut, auch wenn es in der Vergangenheit lag. Lechmin setzte mittels seiner selbstschreibenden Feder, die er vor, naja beinahe Jahrhunderten, könnte man beinahe sagen, erhalten hatte, für einen kleinen Spazier- und Botengang, einen Brief an eine alte Bekannte, die im Prinzip soetwas wie ein Familienmitglied mittlerweile war, auf, der Brief war an eine gewisse I. gerichtet, es ging um das übersenden eines Anhängers aus Holz den Lechmin wohl vergessen hätte, auf einem großen Platz.

Belanglos?

Und wie er etwas präsentiert hat! Er hatte ein drittes Auge! Sogleich verwickelte er Jane einen Disput zur Ergründung der Kräfte. Meinen Einwand, dass wir doch losmüssen, wischte er beiseite. „nicht nötig“ meinte er nur. Ich begann nur nach und nach zu verstehen, was er meinte. Jane erwies sich als sehr begabt in Delias Unterbewusstsein Dinge zu bewirken. So erschuf sie einen Stein der Wasser sprudeln ließ. Leider handelte es sich um Salzwasser, was einer Nachlässigkeit bei der Erschaffung zu verdanken sein dürfte. Ich versuchte es ebenfalls. Nur gelingen wollte es mir nicht. Daraufhin hielt unsere Gelehrte auf dem Weg durch die Wüste einen stundenlangen Vortrag über die Möglichkeiten der Seelenheilkunde. Mäßig interessiert hörte ich zu. Könnte es doch tatsächlich nützlich noch sein, aber so richtig ist das wohl nicht mein Thema. Wer nicht mit sich im Reinen ist, verliert bei der Herausforderung des Lebens gegen sich selbst.

Ein prächtiges Kamel, was Jane da erschaffen hat. Es reitet sich ganz angenehm, wenngleich natürlich etwas ungewohnt holperig. Aber schnell ist es! Sogar durch den Sand, sodass ich ihm zuliebe darauf verzichtete, mich auf Nehazets gepflasterten Weg zu begeben. Der junge tote Jallal, den Jane zu neuem … Leben … erweckt hatte, lief hinter den anderen her. Er verschwand, als er sich seinem Hügelgrab näherte. Ich verstand, was diese Szene für Delia bedeuten sollte. Wie hin und hergerissen sie sein musste. Auf der einen Seite Kalkarib, der sich von ihr abwendet und auf der anderen Seite das offene Grab Jallals. Ein Zwiespalt zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit. Wir halfen ihr mit beidem abzuschließen und machten ihr Mut, der Zukunft zu begegnen. Welche Auswirkungen werden unsere hiesigen Handlungen haben? Heilen wir tatsächlich Delias Seele, wie Jane behauptet? Lösen wir hier ihre inneren Zerwürfnisse? Ich hatte nicht den Eindruck, dass Delia unter irgendetwas leidet. Außer vielleicht unter ihrer Vergnügungssucht. Aber das ist ja nicht wirklich ein Leiden.

Ich erbot mich im nächtlichen Wald wache zu halten, da ich in dieser Welt nur mäßig von Bedeutung bin. Jane sollte sich ausruhen und ihre geistigen Kräfte schonen. Sie hat noch viel vor sich. Mitten in der Nacht hörte auf einmal lautes Herzklopfen und das Schreien einer Frau. Es kam mir bekannt vor, ich vernahm es schon einmal. Der Versuch, die anderen zu wecken, scheiterte. So ritt ich allein mit Bakkus dem Kreischen entgegen und entdeckte, wie sich fünf Delias an fünf Sefiras zu schaffen machten. Letztere starben gleich mehrere Tode. Nach verrichtetem Werk entschwand Delia im Schatten des Waldes, während die Sefiras sich vereinigten und eine Einzige blutend und wimmernd auf dem Waldboden liegen blieb. Verächtlich starrte ich auf sie hinab. Meine Faust umklammerte den Speer. Und doch … niemand verdient solch ein Schicksal. Ich selbst verschonte Sefira einst nach einem harten Kampf über den Dächern von Fasar, obwohl ich allen Grund hatte sie zu töten. „Nein Delia! Es wurde Zeit dir zu zeigen, was richtig ist. Rache ist keine Lösung. Die Götter werden über sie richten. Nicht wir.“ So begann ich mit den Wundbehandlungen. Danach schleppte ich sie mit Hilfe des Kamels zum Lagerplatz zurück, um gleich darauf einer Boronprozession ansichtig zu werden, die gleich wieder verschwand, als ich das Leben in Sefira prüfte.

Isaria nickte uns aus einem Baum heraus zu. Es schien, dass wir bisher alles richtig machten.

Gen Abend erreichten wir ein Dorf, welches Mahtab ähnelte. Im Gasthaus bewirtete uns auch Tuluf ibn Ali mit allem, was unser Herz begehrte. Vor allem das heiße Bad war unbedingt nötig, auch wenn Nehazet scheinbar den Sinn jeglicher normaler Interaktion abhanden zu kommen droht. Er ist der Ansicht, dass es keinen Grund gibt, zu baden oder zu schlafen, da es sowieso nicht real ist. Ich denke da anders. Es ist so real, wie wir es wollen. Und wenn uns schlafen und baden entspannt, dann ist das so; auch wenn ich mit Ernüchterung feststellen musste, dass ich nicht müde war, als ich versuchte mich an der Stallwand schlafen zu legen.

Am nächsten Morgen verursachten die anderen einen Mob, der sie daran hinderte das Gasthaus zu verlassen. Ich versuchte die Menge abzulenken, was nur mäßig funktionierte. Jane erschuf sicherlich eine Art Hinterausgang, denn sie kamen von außen heran und bestiegen die bereitgestellten Pferde. Zum Glück konnte ich noch mein Kamel von Sieghelms Wappen befreien, während die anderen jedoch unter seinem Banner ritten. Ich freue mich schon auf Sieghelms Reaktion, wenn er dessen gewahr würde.

Ich verstehe nun, was Nehazet meinte, dass Zeit und Raum hier nicht von Belang seien. Ist hier doch alles unwirklich und surreal. Dennoch. Einen Teil normalen Lebens sollten wir aufrechterhalten, um uns selbst in dieser Traumwelt nicht zu verlieren. Wie leicht kann man abdriften und verloren gehen? Sind meine Freunde am Ende in der Lage, sich loszueisen von der Macht, die sie hier besitzen? Um Jane mache ich mir dabei am meisten Sorgen. War sie doch ganz hysterisch, als sie tatsächlich Magie gewirkt hatte. Man erkannte verborgene Sehnsüchte, die ihr auf Dere verwehrt blieben. Sie ist mit sich selbst nicht im Reinen. Das ist gefährlich.

Wenn ich mir einen Wunsch erfüllen wollen würde, der nur für diese Zeit hier gültig ist. Was wäre dies?

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Azinas Gedanken

Ein Lebendiger Traum

Ich erwachte, auch wenn das irgendwie der falsche Begriff für den gegebenen Sachverhalt ist, mit den anderen in der Höhle. Draußen gingen tatsächlich gerade mehrere Sonnen auf, ein wahrlich beeindruckendes Schauspiel, deswegen kamm ich zwar erst etwas später zum essen, aber dafür gelang es mir relativ einfach, durch ein geöffnetes drittes Auge, den anderen zu demonstrieren, das wir hier nicht den uns gewohnten Gesetzen unterliegen. Ich erklärte es den anderen auch, aber selbst nachdem ich ihnen entgegen kamm und es anhand mehrerer ineinander liegender Kugeln erläuterte, war ich mir nicht sicher, ob ich verstanden wurde, gut mir ist es mittlerweile eh egal, ich meine da will ich Zafia verarbeiten und lande als nächstes im Kopf einer anderen Hexe, die ironie daran ist wohl kaum zu übersehen. Collega Peddersen hat, wie gewöhnlich recht schnell, begriffen worum es ging und auch ein erstaunliches Geschick beim mani-, eigentlich wäre psychopulieren irgendwie treffender, bewiesen und verschiedenste Kreationen hervorgerufen, beispielsweise ein Stein der Wasser sprudeln ließ, nur leider war dies nicht genießbar, es handelte sich um Salzwasser, als könnte das jemand gefahrlos zu sich nehmen, weiterhin einen Sonnenschirm, später noch eine Oase, ein paar Pferde und eine Tür. Wir begaben uns in die Wüste, welche sich vor der Höhle erstreckte, Collega Peddersen mutmaßte das sich dabei um ein Zeichen von Delias Trauer handeln könne, am Anfang der Wüste fanden wir auch die Überreste eines verblichenen Tulamiden, nun ja wenn wir bedenken wo wir gerade sind, war er natürlich nicht wirklich verblichen, zumindest nicht dieser hier jetzt, Collega Peddersen stellte ihn sich so vor, wie er wohl vor seinem Ableben aussah und ein Tulamide, stand kurz danach vor uns, er stellte sich als ein gewisser Jallal vor, wohl ein alter Freund Delias, der nachdem ich ihn daraufhingewiesen habe, das er nicht wirklich existiert, unter meiner Anleitung in der Lage war etwas über sein Ableben, wahrscheinlich aus Delias Perspektive, zu erzählen. Jener wies uns dann auch darauf, das wohl im Zentrum der Wüste eine Aufgabe auf uns wartete, Collega Peddersen wollte wohl unsere Position ändern, doch es entstand ein Sandsturm, wir begaben uns also zurück zur Höhle, Collega Peddersen versuchte einen durchsichtigen Verschluss des Höhleneinganges zu erzeugen, nachdem ich dies angeraten hatte, dies gelang ihr jedoch nicht, noch während uns der Sandsturm erreichte, gelang es Collega Peddersen endlich den Sandsturm abzustellen, natürlich mussten wir denoch Dreck abbekommen. Wir begaben uns wieder in die Wüste, nachdem wir uns des Staubes entledigt hatten. Und wanderten unter den Sonnen entlang, die vorhin erwähnte Oase wurde von Collega Peddersen erschaffen und in dieser ruhten wir uns ersteinmal etwas aus, ich veränderte die Welt um uns herum in dem ich die Temperatur etwas regulierte und die Uhr leicht zurückstellte, was mir natürlich gelang. Das ungewohnte dritte Auge, konnte ich mittlerweile eingewöhnen und ich entschied mich im folgenden ein paar Wahrnehmungsexperimente mit meinem neuen Auge zu machen. Wir begabgen uns nach unserer Rast wieder auf unseren Weg, nun in angenehmerer Temperatur und zumindest Azina war nun beritten, wahrscheinlich sehr firungefällig, ich änderte die Welt noch einmal in dem ich einen ordentlichen gelben Ziegelweg von der Höhle zu unserem Ziel in der Wüste erschuf, und diesen aus dem Boden unter unseren Füßen herauswachsen ließ. Nun war das laufen auch wieder angenehmer, nach einiger Zeit erreichten wir das Zentrum der Wüste, einige Gebäude Khunchoms, teilweise allerdings nur halbiert, standen hier herum, ich änderte das in dem ich das halbierte Gebäude in dem ein Abbild Delias war, welches von Kalkarib verlassen wurde, so wandelte das Kalkarib in das Zimmer ging, welches ich vervollständigte, unter der Annahme das eine Symmetrie zugrunde lag, die Szene vervollständigte sich selbst und beendete sich dann auch selbst, womit sie anschließend verstand, die Wüste wurde dadurch merklich kleiner, die andere Trauerszene, Delia die vor einem Grab stand wollte ich durch Jallal lösen, der uns immerhin begleitet hatte, doch dieser lösste sich auf als er sich zu Delia begab. Collega Peddersen ließ das Grab schließen und dem Abbild Delias ein Bild von Jallal geben, womit auch diese Szene sich löste und wir nun am Eingang eines Waldes standen. Wir begaben uns in diesen Wald, der wohl ein Symbol für Delias Unterbewusstsein war, in diesem nächtigten wir auch. In der Nacht passierte nichts von dem wir aufwachten, aber Azina die Wache hielt schleppte eine Tote Tulamidin an, was uns am „Morgen“ auffiel als sich eine, recht, laute Boronprozession zu uns begab, ich nutzte die Möglichkeiten die uns hier gegeben waren und holte sie einfach ins Leben zurück, wohl irgendeine Sefira, na wenn interessierts, die Prozession kehrte um und alle Mitglieder derselbigen und Sefira verschwanden. Wir wandelten weiter durch den Wald, Collega Peddersen erschuf noch einen Vogel aus einem Stein, der sich nicht lange seiner neuen Mobilität erfreute, und erzeugte noch einen Südweiser, wobei in diesem fall wohl Questenweise korrekter wäre, der uns den Weg zu den vor uns liegenden Aufgaben, was wohl wörtlich zu verstehen ist, denn bislang lagen sie alle auf einer gedachten Geraden, wahrscheinlich eine Strecke die sich vom Eingang der Welt in der Höhle bis zu Delia erstreckt. So fanden wir auch ein halbes Dorf und eine Schänke, in dieser Unterhielten wir uns mit den vorhandenen Gestalten, es ergaben sich auch, eventuell ein paar Hinweise auf die folgenden Aufgaben durch eine Bardin, namens Selinde, wohl ein Fest in dem Leute glücklich gemacht werden mussten, ich hoffte ja das es sich dabei nicht um diese Schänke handelte, ehrlich gesagt hoffte ich eher das dieses ganze Fest sich vermieden liesse, weiterhin um etwas im Schnee mit einem Herrenhaus wo wohl auch ein Magier eine Rolle spielte, normalerweise freue ich mich ja auf meine Collegen, aber da ich weiß wo ich hier bin, zweifle ich doch stark an der Kompetenz des guten Herren, falls er denn gut sein sollte, Schnee und Herrenhaus läst auch einige interessante Interpretationen zu, von wegen kühler Rationälität, was die Töchter Satuarias ja nicht wirklich toll finden und entsprechende Herrschaftstrukturen, und anschließend noch von einem Schatz der von ein paar Abenteueren gefunden wurde, welchen diesen dorthin brachten wo sie es sollten, das wird wohl eine Anspielung auf die Träne Tsas sein. Die anderen entschieden sich einen Badezuber zu nehmen, gut wäre dies hier real, hätte ich mich auch schnell dazu entschieden, aber da dem nicht so war, hielt ich es ersteinmal für eine Zeitverschwendung, doch dann stellte sich heraus das die Sänger der Schänke meinten ihre Lieder herausdonnern zu müssen und in diesem Zusammenhang erfuhr ich von der stille im Raum mit dem Badezuber, so dass ich das unnötige Bad dann doch noch nahm. Die Nacht, in der ich nicht schlief, weil es hier nicht notwendig war, verbrachte ich damit mich komplett auf die Welt hier, und somit auf Delias Geist, einzustimmen, was mir auch gelang. Als wir am „Morgen“ darauf aufbrechen wollten, meinten diese Vorwitzigen Gestalten aus Delias Gedankenwelt uns aufhalten zu müssen, nun ja einige verschwanden einfach vom Erdboden, oder Geistesboden(?), und die anderen waren so tumb und haben sich selbst angegriffen, nachdem diese unser Aussehen erhielten, gut vorher wurden sie noch von mir verdoppelt, was so nicht geplant war, aber letztendlich dem nachfolgenden Veränderungen durch mich zu gute kamm. Collega Peddersen erschuf nach dem Loch im Boden eine Öffnung in Form einer Tür hinter uns, durch welche wir das Etablissement verließen. Wir verließen reitend den Wald und fanden uns nach einer Stunde zwischen Feldern wieder.

Parallel dazu – eine Geschichte der Geschicke III

— als Malzan Daske —

Am frühen Morgen des 7. Borons 1026 n. BF schlich sich ein einsamer Phexensjünger aus dem Anwesen Tulachims. Bei sich trug er Fingernägel, Haare und Blut von Adeptus Nehazet ibn Tulachim, einige Haare der Hexe Delia sowie sein eigenes Blut in einer Phiole. Welche Probe von wem genau stammt ist ihm nicht bekannt. Nur, dass sehr wahrscheinlich seine eigene darunter ist. In dem Schreiben zum Auftrag stand etwas von der zweiten Hälfte der Belohnung. Nur mit Mühe konnte er sich und seine Goldgier zurückhalten, in seine alte Lagerstadt gehen und dort auf eine weitere Nachricht zu warten. Zu gefährlich! Stattdessen vernichtete er im Phextempel die Proben mit Hilfe von Feuer vollständig. Auch ließ er sich dort ein Empfehlungsschreiben aus Ferdok über einen gewissen Reonar Wolf ausstellen und hielt fortan Ausschau nach einer passenden Anstellung in einem hochherrschaftlichen Hause. Verborgen auf dem Basar konnte er ein Gespräch mithören und bewarb sich, frisch in neue Kleidung gehüllt, als niedriger Kammerdiener mittelländischer Herrschaften. Die Nachricht über die zweite Hälfte der Belohnung erreichte ihn bisher nicht.

Er begann sich in der Rolle wohl zu fühlen. Rasch erhielt er das Vertrauen der Herrschaften durch seine charmante und liebevolle Art. Seine wahre Leidenschaft hielt er jedoch zurück. Es gibt künftig noch genug Gelegenheiten. Ein großer Ball soll beispielsweise in naher Zukunft in diesem Hause stattfinden. Da gibt es einiges zu holen. Diebisch freut sich Malzan auf jenen Tag.

Zum Forenspiel.

Den Fluss hinab

Nun ist es also soweit, ich verlasse die Menschen die ich in den letzten Wochen näher kennengelernt habe um den Magier zu finden, von dem mir Lotte bereichtete, welche ein Freund des Kriegers Sieghelms und der Tierbändigerin Azina, sowie der Gelehrten Jane und nicht zu vergessen der Hexe Delia ist, ich verlasse diese mir ans Herzen gewachsene Gruppe um in Khunchom nach Nehazet zu suchen, jemand der mir helfen kann meine Mutter zu finden, das dachte ich zumindest, doch dann wurde mir von den Hexen des Zirkels eine Weissagung gemacht, „In der Perle am Meer, der Ansammlung von Reichtum und Siechtum, werden Verbündete und Feinde in den Schatten lauern, doch der Fuchs, mag dem Delphin helfen das bläulich schimmernde Juwel zu retten, welches im geheimen liegt, wenn auf alte Freunde vertraut wird…„, ich wollte mich also den Fluss hinab begeben und nach einer Perle suchen, nur woran sollte ich die richtige Perle erkennen? Und ein Fuchs, der einem Delphin hilft? Fragen über Fragen, aber es handelte sich um eine wahrhafte Prophezeiung, eine weitere Spur, nachdem Hinweis des Dieners des Efferds in Havena. Gerade als ich mich zum Barun-Ulah begeben wollte, hielten mich die Hexen auf und meinten nur das ein alter Freund, etwas hinterlassen habe, welches meine Reise beschleunigen würde und mich auf den richtigen Weg bringen würde, etwas mit Luftpost hätte er vor einigen Götterläufen gesagt, als er die Idee vorgeschlagen habe und im letzten Mond habe er dann eine seltsame Flasche angeschleppt, welche mir nun dargereicht wurde. Dabei handelte es sich um eine kunstvolle Flasche aus Glas, die mit einem feinem Lapislazuli, wurde mir jedenfalls gesagt, ich habe nur gesehen das es sich um einen schönen Stein handelte, verschlossen war, in ihrem inneren war ein farbiger Stoff. Neugierig öffnete ich die Flasche und aus der Wolke die sich aus der Flasche ergoss bildete sich eine Djinni der Luft, diese schaute mich freundlich an und fragte mich geduldig ob ich bereit sei die Reise gen Praios anzutreten? Ich bejahte dies und sie lächelte glücklich und umfing mich mit ihren grazilen Armen, festgeklammert an diese luftige Gestalt, die den Oberkörper einer menschlichen Frau hatte, wurde ich in die höhe getragen, auf dem Flug unterhielten wir uns noch etwas, es schien als wäre der Herbeirufer der Djinni jemand gewesen, der sehr geduldig und nunja schon beinahe als ehern stur zu bezeichnen war, sie war zumindest froh mit mir jemand zu haben, der ihrem Element näher war, als ihr Herbeirufer sie nannte sich selbst Aerisyllae und erzählte mir offenkundig von ihrem Herbeirufer, wobei ich vieles nur für Spekulation ihrerseits hielt.

Am Abend erreichten wir eine große Stadt, anscheinend handelte es sich um Khunchom, das meinte zumindest Aerisyllae, und ich glaubte ihr dies. Nun muss ich also einen Fuchs finden, oder einen Delphin oder ein Juwel oder eine Perle, ach ich bin verwirrt, ich denke das ganze am besten im nächsten schönen Brunnen durch.

Ein anderer Blick auf die Dinge

Nehazet war tief in seinen Gedanken versunken, die Möglichkeiten abwägend wo Sie sein konnten, eine Globule, nein dagegen spräche die hohe Anwesenheit an Phantasmagorien, dafür spräche allerdings die Anwesenheit der Orken, eine Traumwelt, dafür spräche die hohe Anzahl an Phantasmagorien, dagegen spräche allerdings die Anwesenheit der Orken. Hmm interessant und wie steht es mit einer kombination aus Traumwelt und Globule, ein Übergang zwischen erschaffner Welt im Limbus, fixiert an einem Punkt im Weltengefüge um über Delias Seelenfetzen wachen zu können und der Freiheit eines Traumes? Sollte es sich um einen Traum handeln, um wessen Traum handelt es sich dann? Isarias? Sie hat die Welt vorgeblich erschaffen um Delias Seelenfetzen zu behüten. Um Livs, Sie lechzt nach Delias Seele und könnte auf diese Weise versuchen sich den Rest anzueignen? Oder doch um Delias eigene Welt? Letzteres erscheint am wahrscheinlichsten, gehe ich doch nicht davon aus das Isaria ihrer eigenen Tochter, wirklich ein Stück ihrer Seele entfernt hat, eher ist davon auszugehen das ein Stück der Seele an einem anderen Ort in Delias Geist verhüllt wurde und der Übergang nur die Pforte zu diesem Reich war. Sollte es sich tatsächlich um Delias Traum handeln, so könnte es sich als recht nutzbringend herausstellen das ich ihren wahren Namen kenne. Das geschehen um sich herum nimmt er kaum wahr, wie aus weiter ferne hört er die vereinzelten Stimmen seiner Weggefährten als er beschließt einen weiteren Blick auf das Geflecht dieser Welt zu werfen, er beginnt den Cantus des Odem Arcanums, wobei er sich die Zeit lässt die ihm wohlbekannte Formel mit der ihm gegebenen Perfektion zu sprechen (4/14/4, doppelte Zauberdauer (-4) und das leichte Gewand (-1) resultieren in einer Erleichterung von -5, da die Umgebung um ihn herum recht magisch ist ist noch von anderen Erleichterungen auszugehen, so dass seine 15 ZfP* übrig bleiben, -4 AsP/18) Als er die Augen öffnet ist die Welt um ihn herum rot erleuchtet, der ihm wohlbekannte Odem des Arcanen, er sah Magie überall um ihn herum, wie als wäre er im Zentrum eines magischen Feldes, die Ansammlung war wenig strukturiert und im wandel, gut der erste Schritt ist getan, nun ein genauerer Blick auf das mir deine Geheimnisse offenbar werden, denkt sich Nehazet als er den nächsten Schritt der Untersuchung vorbereitet und beginnt einen Analys Arcanstruktur vorzubereiten (15/11/3, das leichte Gewand (-1), Nehazets wissen über die Magiekunde 2/8/14 14 TaP* (-4) und das Ergebnis seiner vorherigen Odem Untersuchung 15 ZfP* (-8) resultieren in einer Erleichterung von -13, es verbleiben im ersten Intervall 16 ZfP* übrig, Selbstbeherrschung 18/13/12 +0 0 TaP*, zweites Analys Intervall 1/8/15 16 ZfP* (also insgesamt 32 ZfP*, die Tabelle endet bei 19 ZfP*, ich denke das sollte reichen) -12 AsP/06ach so ist das also, wie ich es mir gedacht habe, dachte sich Nehazet als er die astralen Energien um sich herum genauer untersuchte, die Muster offenbarten die tiefen Wurzeln satuarischer Magie, die Signatur Delias, war deutlich zu erkennen, das ganze um sie herum war, ohne zu sein, ein sein im Traum, mehr ein schein, denn sein, nachdem sich Nehazet über die Welt um ihn herum Klarheit verschafft hatte, begann er mit der Umwandlung seiner Vitalkraft zur vis arcana (5/4/5 -1AsP/05, -10 LeP/17, +10AsP/15, -1LeP/16) Danach versuchte er zu ruhen, was ihm in anderen Situationen definitiv besser gelang, stürzte doch in diesem Moment alles was er in den letzten Monden verdrängte auf ihn ein, insbesondere Zafia und der gescheiterte Bund.

Was wohl der morgige Tag, auch wenn die Verwwendung des Wortes Tag irgendwie, leicht deplatziert wirkt bringen mag? Und wie kann man im Traum überhaupt schlafen? Fragte sich Nehazet nach dem er nun knapp zwei Stunden über die hiesige Welt sinnierte und seine Kräfte verteilt hatte. (Philosophie 8/6/14 8 TaP*)

Alles nur in meinem Kopf

*Da gehen sie hin. Es freut mich zu sehen, dass ich meinen Freunden so viel wert bin. Passt gut auf Euch auf. Ich werde versuchen durchzuhalten und Euch zu unterstüzten. Sofern ich es kann* Dachte Delia als sie neben ihrem Körper stand. Erst als Ihre Freunde durch das Tor gingen, tauchte der Geist der Hexe unsichtbar neben ihrem Körper auf. Sie sah sich selbst unter sich liegen, auf ihrem Bauch die Katze liegend. Neben ihr war ihr stolzer Wüstensohn. Wie gerne hätte sie ihn nun berührt. Wie gern hätte sie sich in seine Arme begeben. Doch in dieser Gestallt, vertrieben aus ihrem Körper, war dies nicht möglich. Dennoch legte sie Kalkarib die Hand auf die Schulter und drang versehentlich ein kleines Stück ein, zog die Hand jedoch schnell wieder auf die richtige Höhe zurück. *Kalkarib! Mein Geliebter… bitte grame Dich nicht. Du wirst noch mehr dazu beitragen meine Ehre wieder her zu stellen. Danke, dass Du bei mir bist und mich hier hälst. Ach Dir, meine Seelengefährtin, danke ich, dass Du in der Stunde der Not zu mir kamst. Wir können nur hoffen, dass meine Freunde sich der Prüfungen als würdig erweisen.*
Delia sackte in die Knie. Ihr viel es immer schwerer sich in dieser Welt zu halten. In der Nähe ihres Mannes wurde es jedoch leichter. Ohne ihn oder jemanden der sie hier fest hält, hätte sie keine Chance und würde von dem Dämon ins unendliche Nichts vertrieben werden. Beinahe konnte sie seine Wärme spüren. Sie blickte ihn an und war erfreut über seinen Mut und das er überhaupt bei ihr war. Die Katze schien das einzige Wesen zu sein, welches Delias Geist bemerkte und blickte zu ihr auf.

Zumindest ein Teil von Ihr war als geisterhafte Form in dem Arbeitszimmer ihrer Mutter und saß neben Kalkarib. Ein anderer Teil stand dem Dämon gegenüber. Dieses Wesen setzte zu einem Angriff an, doch Delia parierte diesen mit ihrem Stab und schleuderte einen Zauber gegen dies abscheuliche Wesen. „Ich bin die Herrin meiner Gedanken! Du bist hier in meiner Welt Kreatur! Und ich werde mich Dir verweigen solange auch nur noch ein Teil meinser Selbst in mir ist. Solange meine Freunde an mich glauben und für mich einstehen“ Mit einem geistigen Abbild des Waqqif von Kalkarib schlug sie einen Tentakel des Wesens von sich.
In einem spiegelnden Schleier, der in der Luft schwebte, sah Delia wie ihre Freunde gegen die Orks kämpften und zu unterliegen drohten. Mit ihren Gedanken griff sie nach dem Abbild der Höhlenwand und zwang es sich für die Helden als durchlässig zu erweisen. Die Hexe war abgelenkt und das nutzte der Dämon, um ihr eine Wunde zu schlagen. Alles hat seinen Preis…

Auf dem Boden von Isarias Arbeitszimmer zuckte Delias Leib, als habe eine Waffe sie getroffen und erschlaffte sogleich wieder. Blut oder Wunden waren jedoch nicht zu sehen. Delias Geist hielt sich weiterhin an Kalkaribs Stärke und Liebe fest. Während die Katze ihr Möglichstes tat, um die Seele zu halten.

Delia zu retten

Ich hab es doch geahnt. Die friedliche Stimmung hier im Dorf trügt nur den Schein vor den finsteren Machenschaften im Verborgenen. Eine Dämonin namens Liv hält einen Teil von Delias Seele gefangen und fordert nun den Rest von ihr. Selbstverständlich bin ich bereit für Delia gegen diese Dämonin zu kämpfen. Doch nagen Zweifel an mir. Die Rolle Isarias ist undurchsichtig. Sicher, sie hat mir sehr geholfen und hilft mir weiterhin beim Schutz meiner Familie. Ich bin ihr zu großem Dank verpflichtet. Schon allein daher stürze ich mich für ihre Tochter in den Schlund der Chaos. Von der Zuneigung zu Delia mal abgesehen und von der Erwählung ganz zu schweigen. Und doch … die Art und Weise, wie sich Isaria aufführt ist … unberechenbar. Ihr hohes Alter gestattet es ihr, sich allen anderen erhaben zu führen. Zudem muss sie mehr verschweigen als erzählen, um die Geschicke zu lenken. Ich zweifle nicht an ihrer Aufrichtigkeit und an ihrem guten Willen. Und doch … ist mir nicht wohl bei der ganzen Sache. Dann noch Kalkarib! Dieser Bursche, wie Jane es so richtig aussprach, soll über Delia wachen. Dem Jungen fehlt es an Toleranz und Weitsicht. Engstirnig und emotional ist er. Was Delia an ihm findet ist mir ein Rätsel. Frauen sind für ihn niedrige Geschöpfe, die zu seinen Füßen zu kriechen haben. Pah! Zurecht hat sich Jane aufgeregt. Aber … zumindest Deila scheint ihn ganz durcheinander zu bringen. Seine Gefühle zu ihr sind echt. Was ihn natürlich nicht zu einem besseren Mann macht. Ich sah, wie Isaria ihn ins Gebet nahm. Ob ihm bewusst war, mit wem er dort sprach und vor wem er sich bloß stellte? Aber vielleicht kann er ja lernen. Ja, vielleicht.

Nehazet ist uns allen zuvor gekommen. Fröhlich springt er einfach durch das Tor. Es ist gut, ihn wieder bei uns zu wissen. Jetzt muss ich nur wieder lernen ihm zu vertrauen und ihn einfach machen zu lassen. Dass er Sieghelm und mich allerdings einer Horde Orks ausliefert, war fahrlässig! Er kann uns doch nicht einfach aus der Höhle ausschließen. Das kam einer Opferung an Boron gleich! Das wird ein Nachspiel haben! Ich denke nicht, dass Sieghelm ebenso denkt, wenn ich ihn mir so nach dem Kampf ansehe. Er war ganz versessen darauf, den Anführer persönlich zur Strecke zu bringen, dass er alles andere vergisst. Ich hätte wissen müssen, dass nicht sein konnte, was schien. Manchmal ist überlegen dem sofortigem Handeln vorzuziehen. Nehazet, hat heute seine eigenen Prinzipien im Angesicht der Gefahr verraten und sogleich gehandelt und uns damit in Lebensgefahr gebracht. So wie er in seine Meditation versunken ist, wird er das gerade gründlich durchdenken und uns morgen eine Definition dieser Traumwelt liefern. Das wird uns helfen echte Gefahren zu erkennen und Täuschungen zu durchschauen. Auch ich habe heute vorschnell gehandelt. Ich bin es wohl gewohnt schnell zu reagieren. Auf der Jagd und der Flucht ist das nötig. Aber hier gelten andere Gesetze. Isaria sagte, es seien Prüfungen. Und Prüfungen bieten immer eine Lösung. Mal sehen, was Nehazet morgen präsentiert, wenn die Sonnen aufgehen und ein anderes Licht bieten.

„Komm Bakkus.“ Gemeinsam ziehen sie den Leichnam des Orks aus der Baumhöhle heraus und verdecken ihn notdürftig ein paar Schritt entfernt unter Blättern, Erde und sonstigem leicht Griffigem. Ein kurzes Stoß gebet später begibt sie sich wieder hinter die Illusionären Wände und legt sich in ihre Bettstatt, um sich auszuruhen, nachdem sie und ihre Begleiter etwas zur Stärkung zu sich genommen haben.

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Azinas Gedanken

Der erste Streich

Spichbrecher-Wappen-WeißDas Blut schoss durch seine Adern, seine Hände umklammerten den Griff von „Custoris“ – seiner heiligen Klinge. Mit einem kräftigen Stoß trieb der Krieger die Spitze seines Schwerts in den felsigen Höhlenboden hinein, ging auf ein Knie und ging über in das Zwiegespräch mit seiner Göttin: „Herrin Rondra!“ stieß er voller Inbrunst aus. „Dein ist die Herrlichkeit des Kampfes, nach deinen Geboten überwand ich diesen Schwarzpelz, doch dir allein gebührt die Ehre des Sieges. Für Rondra!“ Und nur einen Lidschlag später, setzte er etwas ruhiger fort: „Ich rufe dich an Leomar der Löwengleiche – gib mir die Kraft nicht zu Verzagen und die Prüfungen zu bestehen die uns von der widernatürlichen Kreatur gestellt werden. Ich rufe dich an Hltûhar vom silbernen Speer, schenk mir deine Kraft durch die gegnerischen Reihen zu schreiten und dabei so unbesiegbar zu sein wie du es einst warst. Lasst mich nicht ohne euch wandern in diesem finsteren Tal, sendet mit Eure Kraft in euren und im Namen Rondras einen Donnerhall in dieses Tal zu bringen, auf das es daran erzittern möge. Für Rondra!“ Mit diesen Worten erhob sich Sieghelm wieder und ließ „Custoris“ schwungvoll in seiner Rückenscheide verschwinden.

Selten war Sieghelm so fokussiert wie heute, denn er wusste – nur der kleinste Fehler würde nicht nur seinen, sondern auch den Tod seiner Gefährten und der hilflosen Delia bedeuten. Er würde keinen Fehler machen, von jetzt bis zum Ende würde er funktionieren und ackern wie ein darpatischer Bulle. Die Götter stehen ihm und der Gruppe bei – er war sich sicher dass es keinen Zweifel daran gab hier zu bestehen. An die anderen Gewand sprach er mit pathetischer Stimme: „Ruht, meine Gefährten – morgen werden wir früh aufbrechen. Ich werde über euch wachen.“ Und mit diesen Worten, die keine widerrede duldeten, setzte er sich auf einen Stein sah den anderen dabei zu wie sie begann sich auf die Nachtruhe vorzubereiten.

Für Sieghelm war dies klar eine Queste der Götter. Delia war dabei nur ein  Strohpuppe – ein Mittel zum Zweck. Dahinter stand etwas viel größeres. Mit Custoris in seinen Händen gepaart mit seinem eisernen Willen, würde er vor nichts verzagen. Das Schicksal hat auch Nehazet wieder dazu gebracht. „Die Amulettträger gehören zusammen.“ – hatte die Hexe gesagt, und damit hatte sie wohl recht. Zusammen waren wir stärker als einzeln. An Azinas Seite zu kämpfen fühlte sich Sieghelm nicht nur wohl, sondern auch sicher. Sicherer als bei jedem anderen waffenfähigen. Genauso wie sich Sieghelm sicherer fühlte wenn er Nehazet und Jane hinter sich wusste. Doch was war mit den anderen Amulettträgern? Was wohl aus Matral, dem Träger des Boronamuletts geworden ist? Oder aus Niccolo, dem Träger des Tsaamuletts? Und wo waren die anderen? Praios, Ingerimm, Peraine, Phex …  ob sie wohl ebenfalls ein so Prüfungsvolles Leben führen mussten wie Sieghelm und seine Gefährten? Der Darpatische Krieger dachte über all dies nach während er zu dem Höhlenausgang blickte wo soeben eine Horde Orks durch das besiegen ihres Anführers in die Flucht geschlagen wurden. Sieghelm hatte es geschafft seinen eigenen Albtraum zu besiegen – was ihn umso mehr in seinem Glauben bestärkte dass nichts unmöglich war. Er würde noch einmal mit Jane sprechen müssen, sie hatte anscheinend den selben Traum wie er. Ob Bishdariel dafür Verantwortlich war? Oder vielleicht die Dämonin Liv? Sieghelm schätzte eher letzteres, denn es ist die Eigenart der Dämonen Angst und Zwietracht zu sähen. Geht ihr also nur in Ruhe schlafen, Liv wird euch in euren Träumen heimsuchen – doch dich Sieghelm wird sie nicht zu fassen bekommen.