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Unglaublich

— als Grombasch —

Als Delia abgehoben ist, lässt sich Grombasch zu Boden plumpsen. Er holt sein Bierfass hervor und prüft dessen Inhalt. Enttäuscht zieht er eine Grimasse.

Verwirrend, diese Ereignisse. Da kommt man ja kaum hinterher! *grml*

Nach dem Gebet des Bruders lacht plötzlich ein Kind und der Tunnel ist wieder frei. Dann haut man einem Rattenvieh mit voller Wucht einen Hammer in den Nacken und es dreht sich um und sticht mit einem Messerchen zu!? Die Suppe! Die SUPPE! auf die ich so lange warten musste, konnte ich nicht Essen, weil sie vergiftet wurde! Dazu haust hier unten ein arroganter Magier, der von den Elementen selbst bewacht wird.? Und schlussendlich fliegt eine UNSICHTBARE Frau auf einer zusammengerollten, mit BLUTIGEM VERBANDSMATERIAL umwickelten, BASTMATTE über eine TEUFELSERZMINE, wo zahlreiche Sklaven von RATTEN AUSGEPEITSCHT werden. *kopfschüttel* Und ich dachte, ich hätte schon viel gesehen. Aber SO etwas in der tat noch nicht. Man! Ich bin ja selbst schuld, ich wollte ja unbedingt mit … Andererseits hätte ich das im Leben nicht verpassen wollen!!

Bisher ließ sich das ganze ja recht gut aushalten. War ja genug Bier da. Aber nun ist mein Fass gleich leer. Das heißt von jetzt an wird‘s ungemütlich. Dieses ganze Gequatsche ging mir schon die ganze Zeit auf die Nerven. Bei Angroschs Bart, da beißen einem die Läuse! Bei diesen speziellen menschlichen Exemplaren scheint das wohl völlig normal zu sein. Reden bis einem die Haare ausfallen. Dabei liegt auch hier wieder die Lösung klar auf der Hand! Wir gehen über die Brücke, kloppen die Viecher da runter, befreien die Sklaven aus ihren Unterkünften, formieren uns und gehen geordnet gegen das Gezücht vor! Aber naaaain, wir quasseln mal wieder wirres Zeug.

Er macht mit den Händen eine Geste der Beruhigung. Was mit dem Fass in der Hand so aussieht, als würde er das Bier schütteln wollen.

Gut, Recht haben sie, wenn wir zunächst einen Kundschafter losschicken, um die gegenüberliegende Seite zu erkunden. Wir wollen ja nicht blind dem Dämon in die Arme laufen. Warten wir also ab. Vielleicht ergibt sich ja die Gelegenheit und ich muss den Lockvogel spielen oder ein Ablenkungsmanöver starten. Jaaaa, das gibt ein Fest! Auf dich Väterchen!

Damit stürzt sich Grombasch den letzten Rest seines Bieres in den Rachen und wischt sich mit vor Vorfreude funkelnden Augen den Mund mit den Handrücken ab. Danach lehnt er sich zurück gegen die Felswand und legt die Füße auf das Fass, während er den Höhlengang ins Auge fasst.

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Grombaschs Gedanken

Licht im Dunkeln

Verloren! Verloren und im Dunkeln füllte sich Jane. Umgeben von dem schlimmsten was sie kannte. Der Dunkelheit der Ungewissheit dem grauen das da liegen mochte. Umgeben von ihrer eigenen Fantasie und dem Albträumen der Vergangenheit. Verstärkt durch das was auch immer in diese Höhlen lauerte. Der Strahl der Magischen Laterne Huschte wie ein Irrlicht über die Wände.

 Wo war der Ausgang?? Wo War der weg den sie gekommen waren?? Wo war der Pfad zur Helligkeit?? Doch eine kleine Mahnende Stimme in ihrem inneren Schrie quasi gegen den Sturm der Emotionen. „Berühig dich! Dies ist nicht echt! Du bist nur gefangenen in dem Albtraum eines Anderen! Berühg dich! Erinnere dich an den Blauen Himmel, an den Sommerwind, an den Wind des Winters! Berühig dich denke an deine Freunde!“ Freunde! Dehlia war so nah doch .. verloren in der Dunkelheit verloren wie Sieghelm! Wie Kalkerib wie alle andern auch. „Beruhig dich! Sie ist nicht verloren Das ist nicht Echt!“

 Das Irrlicht zuckte immer noch über die Wände während Dehlia immer wieder versuchte auf sie einzuwirken. Wo? WO? War der Ausgang? Wo war der Weg raus aus dieser Dunkelheit? Wo war er? Hesinde Hilf…

Emotionale Auswirkungen

Gefangen in dem Höhlensystem in dem roten Riesen begannen sich Gefühlswallungen ihren Weg frei zubrechen, an welchen der junge Magus lange Jahre seiner Ausbildung gearbeitet hatte, jene in produktivere rationalere Überlegungen zu transformieren, vielleicht waren es die Erinnerungen anderer, welcher sich hier einen Weg freibrachen oder gab es doch ein Phänomen, welches der Controllaria zuzuordnen sei, das hier mit den Emotionen der anwesenden ihr unwesen trieb. Unter anderen Umständen, mit kühlen Kopf unter rationalem Gesichtspunkt betrachtet, musste die Antwort wohl ja lauten, wäre es doch schwer das verhalten der anderen sonst zu erklären, aber es gab keine arkanen Spuren, oder zumindest keine, die aufzufinden waren, was meistens einerlei war, doch viel es schwer zu denken, so wie er es gewohnt war. Wie als würde ein dichter Nebel aufziehen, der verhindert seinen gewohnten, weitschweifenden Blick über die Landschaft werfen zu können.

Aber der reihe nach, vielleicht hilft es mir ja, dachte sich Nehazet, wenn ich mich auf die Ereignisse der letzten Tage zurückbesinne, beim Rückblick fältt mir bestimmt was auf.

Im Peraine Tempel, untersuchte ich die verschiedenen Proben, darunter waren San…., Blut, mit hoher Konz, großer Menge an Fe, Eisen, Tox, Giftig, Empfindlich gegenüber Kälte, irgendwie seltsam. Dämonisch, keine Chimäre, Restspuren von Wolfseisen im Haar des Kopfes.

„Schwarze Flüssigkeit“, hohe Vis, Zähflüssigkeit, keine reaktion zu beobachten, Nicht hergehörend.

Zaubertrank, vollendet und verwässert.

Vorbereitungen für Ausgleichsoperationen beendet, äußerstes Mittel, sollte vermieden werden.

Vorwürfe durch den 7er Rat, der geistigen Beeinflussung. Stimmte den Möglichkeiten zu, widersprach, bei der Notwendigkeit die Wahrheit sprechen zu müssen. Hellsichtsmagier aus Rommylis benachrichtigt, oder sollen benachrichtigt werden.

Am Tag darauf, Tag der Neuerung, Wunder, oder so, sowie Schriften aus einem Kloster, welche Situation erklären könnten. Machten uns auf den Weg zum roten Riesen, katastrophe, nach missgeschick…

Nach einigen Stunden, des stapfens durch die kälte, gelangten wir an eine Höhle, in deren Inneren, erst nach abstieg zu erreichen, wo überreste des Dämons zufinden waren, mitsamt Ausrüstung. Eine Karte gehörte dazu. Im Höhlensystem, welches sich unseren Augen eröffnete, waren Knochenhaufen und altes Berbarbeiter Material zufinden, Stein ohne wertvolleres Gestein, allerdings ohne Gewalt, im körperlichen Sinne, nun gefangen in einer Höhle.

Und das Geschrei des kleinen Mannes, macht mich Wütend! So voller Wut war ich noch nie, denke ich, aber das erinnern fällt schwer, Wut wächst, werden es nicht mögen…

 

Gefangen in der eigenen Angst

Einsam und verlassen fühlte sich Delia als sie mit ihren Freunden in der Höhle stand. Mittlerweile wussten sie alle, dass die Empfindungen nicht ihre eigenen waren. Vermutlich war dies alles eine Falle der Gegenspieler. Doch, und das wusste sie als Hexe ganz genau, es war ein himmelweiter Unterschied, ob etwas empfunden oder gewusst wurde. Das Wissen lässt sich leicht verändern, die Empfindungen nicht. Delia versuchte sich abzulenken in dem sie in mitten des ganzen Chaos sich an Jane hielt. Sie versuchte Janes Angst etwas zu beruhigen und zeitgleich ihre Einsamkeit damit zu mildern. Doch diese gegnerische Macht war sehr stark und nicht mit ein paar einfachen Worten zu besänftigen. Dennoch wollte sie es versuchen.

Ab und zu schaute sich Delia in dem Raum nach den anderen Streitern um. Der Zwerg versuchte hektisch eine militärische Ordnung zu schaffen und somit alles in seine kleine und kontrollierbare Welt zu bringen. Doch das würde er so einfach nicht schaffen. Sieghelm hätte es gekonnt, doch nicht dieser, der Gruppe unbekannte, Soldat. Doch wie kamen sie hier raus? Wie konnten sie Sieghelm und Kalkarib helfen? Sicherlich nicht in dem sie alle ihren eigenen Kessel rührten. Sie konnten nur gemeinsam diese Quest schaffen. War es nicht von Anfang an ihr Fehler gewesen, dass die Gefährten oft nicht eins waren? Verstärkt durch das eingegebene Gefühl der Einsamkeit suchte sie nach Halt in der Gruppe. Sie musste es schaffen irgendwie wieder alle zu einen.

Die Schlacht an der Trollpforte – Ein dunkler Schatten auf der Vergangenheit

— Grombasch —

Als er so in der Mitte einer Höhle im Roten Riesen steht, seine Arme kampfbereit erhoben, bereit jedwede Bedrohung zu zerschmettern – während die Dunkelheit immer stärkere Kreise um ihn zieht, sich verdichtet und nichts als schwarze Leere zurücklässt, die selbst er mit seinen Augen nicht durchdringen kann – schweifen seine Gedanken zurück an jenem schicksalshaften Tag vor nunmehr fünf Götterläufen im Jahre 1021 n. BF.

Das schwarze Blut tropft von seinem angroschgeweihten Hammer. Eine schöne Waffe, wie er immer wieder feststellen muss. Sie funkelt in der Sonne, selbst wenn das schwarze Öl daran herunterrinnt, unfähig an dem Glanz zu haften. Echte Zwergenarbeit aus alter Zeit, handgeschmiedet in den geheimen Hochöfen des Amboss – seiner Heimat. Weit scheint sie entfernt und doch verteidigt er sie. Hier auf den verheerten Feldern eines gebeutelten Darpatiens. Seine Einheit rückt den Horden aus den schwarzen Landen an seiner Südflanke nahe der Trollpforte zu Leibe, wo sich einzelne Verbände der widerwärtigsten Kreaturen aus dem Marsch lösen, um die umliegenden Gehöfte zu plündern. Wieder und wieder fährt der Hammer seines Heerführers auf die Kreaturen nieder. Zersplitterte Schädel, zerrissene Rüstungen, nichts kann seiner unendlichen Wut wiederstehen.

Gerade eben noch nahm er den kostbaren Hammer aus den erschlafften Händen seines Anführers. Jener reichte ihn, am Boden liegend und mit glasigen Augen, an den nächstbesten Angroschim weiter, ehe sein Lebenslicht erlischt, in der Hoffnung, dass dieser sein Werk fortführen möge. Grombasch war der erste. Grombasch war zur Stelle als er fiel. – Väterchen möge ihn in seinen hohen Hallen willkommen heißen. Er starb für sein Werk. So wie es sein soll. – Der Sohn Dramoschs erhob sich grimmig. Den Hammer hoch erhoben schrie er seine Wut in die flache Ebene hinaus, ehe er mit brutaler Gewalt inmitten der feindlichen Horde wie von Sinnen um sich schlug.

Er wütete noch als ihre Feinde bereits geschlagen waren. Seine Kameraden wichen vor ihm zurück. Kaum kam er ein wenig zur Ruhe, erblickten seine getrüben Augen in der Ferne eine weitere kleine Gruppe Gegner. Kurzerhand spurtete er los, um sie zu stellen. Die Rufe seiner Gefährten drangen nicht in sein Gehirn vor. Er merkte auch nicht, wie sie fluchend hinter ihm her spurteten. Er rasselte in die Gruppe feindlicher Söldner hinein und erschlug sie alle. Seine Mitstreiter jedoch wurden abgefangen und umzingelt. Sie konnten sich nur mühevoll gegen eine Übermacht verteidigen.

Als seine überraschten Feinde tot am Boden lagen und er sich schwer atmend umschaut, sieht er das Grauenhafte: Seine Brüder. Umzingelt vom Feind. Weit von ihrer Stellung entfernt. Seine Augen weiteten sich vor Angst. Seine Brüder. Er kannte jeden von ihnen. Hatte mit jeden einzelnen auf ihren gemeinsamen Vater gesoffen.

Hastig blickte er sich um. Weiter vorne entdeckte er eine Gruppe darpatischer Kämpfer. Er rannte auf sie zu und schrie sich die Seele aus dem Leib. Seinen Fingerzeig in Richtung seiner Gefährten folgend, setzte sich die Gruppe in Bewegung. Grombasch machte kehrt und stürmte brüllend auf das Gefecht zu. Mit der Urgewalt eines Schmiedehammers prallte der Ambosszwerg in die Reihen der Gegner. Noch nie hat er so heftig und verbissen gekämpft. Er machte sich nicht die Mühe seine Gegner endgültig zu erschlagen. Er wollte nur eine Breche reißen, um zu seinen Brüdern zu gelangen. Hinter ihm rückten die menschlichen Verbündeten heran. Gemeinsam schlugen sie die Front nieder.

Als der Staub sich legte fiel Grombasch auf alle viere. Der Hammer lag neben ihm im Dreck. „Es tut mir so leid.“ stammelte er. „So leid.“ Und zum ersten und vorerst letzten Mal gab er sich seinen Tränen hin, als ihm gewahr wurde, dass nicht jeder seiner Brüder überlebt hatte. Der Hammer wurde von einem kräftigen Arm aufgehoben. Eine Hand legte sich kurz auf seine Schulter. Als die Berührung endete, blickte er auf und sah, dass sein Trupp wieder an seiner ursprünglichen Position Stellung bezog. Grombasch blieb zurück und schaute seinen Leuten nach.

Die Kämpfe um sie herum waren zum Erliegen gekommen. Ein junger Knappe trat zu ihm heran. Er hatte die Situation sofort erfasst. Und als Grombasch sich erhob, jedoch keine Anstalten machte, seinen Kameraden zu folgen, schlug er ihm vor, er solle, wenn er es denn wünsche auf das Lehen seiner Familie kommen. Es gäbe dort einen Platz für ihn.

Als die Kämpfe endlich ein Ende fanden, wandte er sich gen Rahja. Auf Hochstieg bekam er eine einfache Anstellung beim Militär der Burg und fristete sein weiteres Dasein im Exil. Der Junker hatte unterdessen seine eigenen Sorgen und kümmerte sich wenig um den gefallenen Angroschim. Dennoch war er ihm dankbar, dass er half seine Brüder zu retten und ihm eine zweite Chance, ein zweites Leben gab. Und vielleicht, vielleicht heilt die Zeit tatsächlich alle Wunden und er wird eines Tages endlich wieder in den Amboss zurückkehren, vielleicht.

Der gequälte Fels

— als Grombasch —

Sachte legt er seine Hand auf das furchige Gestein. Es schweigt. Seine Qualen müssen es Verstummen lassen haben. Sie haben das rote Gestein scheinbar ‚abgesaugt‘.

Der arme Berg. Kein Stein sollte so leiden müssen. Bei Angroschs Werk, wir werden den Berg heilen!

Sorgenvoll dreht er sich zu seinen neuen Kameraden um. Seine Braunen bilden eine einzelne kupferrote Linie.

Ich habe ja schon die ganze Zeit gesehen, dass dies ein völlig unkoordinierter undisziplinierter Haufen ist. Wie konnte Thornia mich mit diesem Gesindel nur allein lassen? Sie weiß doch, dass ich das nicht kann. Sonst wär ich hier ja wohl der Weibel! Hat sie denn vergessen, was damals geschah?

Wir waren von vornherein verloren ohne Thornia. Nur die Aussicht auf ein paar zünftige Prügelleien, um endlich mal Dampf abzulassen, lies mich weiter machen. Und vielleicht erwischt es im Kampfgetümmel auch diese freche Zauberin. – Hey, ich habe sie gewarnt oder?

Warum wirkt die Dunkelheit in dieser Mine nur so bedrohlich? Seit wann habe ich denn Angst im Dunkeln? HarHar. Angrosch hat diese Welt aus Stein errichtet. Wir sind seine Söhne. Wir behüten sein Werk. Wir fürchten nichts! Ein Fels fürchtet nichts. Auch nicht diese verfluchte ~bedrohliche~ Dunkelheit. Hörst du? Verschwinde!

Die Haufen abgenagter menschlicher Knochen und des Thorwalers Paranoia – von den gestammelten Angstgeschwafel der Helden ganz zu schweigen – schockieren ihn nicht annähernd so sehr, wie das Verschwinden des einzigen Ausganges. Zunächst vorsichtig klopft er die Wand ab. Dann haut er mit seinem Hammer kräftig dagegen. Klonk. Eine Wand aus Stein. Sie saßen wie Ratten in der Falle. Und die Dunkelheit verdichtet sich Zusehens.

„INS GLIED, LOS ALLE MANN IN DIE MITTE. ANGRIFFSLINIE BILDEN!!!“

Fassungslos starrt er auf seine ‚Mitstreiter‘, die sich gegenseitig und seelenruhig ihre Zipperlein bemuttern und – ihn ignorierend – kreuz und quer durch die Höhle umherwuseln.

Wo bin ich denn hier nur reingeraten? Narren, alle samt! So! Ich stell mich jetzt hier hin! Sollen die Ratten doch kommen. Dunkelheit hin oder her. Ich warte. Kommt nur, kommt nur. Klick. Klick.

Der griesgrämige, sonst so unerschütterliche, Angroschim stellt sich breitbeinig mit erhobenem Rabenschnabel in der Rechten und der brennendenden Fackel in der Linken, in die Mitte der Höhle; bereit jederzeit zuzuschlagen oder loszulaufen und harrt ihres gemeinsamen Schicksals. Er hat jedoch mehr Angst, als er zuzugeben bereit ist. Angst,  um ihrer aller Leben.

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Grombaschs Gedanken

Schwere Kost

— als Grombasch —

Grombasch ist auf dem Weg zu den Gesindeschlafplätzen der Burg Hochstieg. Das viele gute Essen und das Bier liegen ihm besser im Magen als die Tischgespräche.

Nun ja, meine erste Vermutung hat sich bestätigt. Diese Menschen sind alle irgendwie gleich. Reden einem den Bart fusselig. Und was die alles reden, das glaubst du nicht Väterchen! Dabei ist die Sache doch klar: wir gehen unter den Berg und ziehen diesen Rattenwesen einen Hammer über den Schädel. Dann ist der Spuk hier zu Ende! Und was Sieghelm betrifft … ja, da müssen sie scheinbar irgendwelche Zutaten sammeln. Das sollen se mal ruhig machen, die Gelehrten.

Leider habe ich mich in Igan getäuscht. Er ist auch einer dieser affektierten Höflinge. So wandelbar, wie eine Ratte.*brummel* Ein guter Vergleich! Aber solange er nicht mir die Ohren vollsülzt, solls mir Recht sein. Sein Interesse scheint ja doch eher den Frauenzimmern zu gelten. Diese sind aber in Ordnung, ebenso wie ihre zwei schmächtigen männlichen Begleiter. Nur ein wenig naiv sind se alle. Plaudern fröhlich aus dem Siebenerrat, der die Beteiligten zur Verschwiegenheit verpflichtet hat, direkt vor dem Militär der hiesigen Burg. *Harhar* Die Trollzacker als vorgeschobener Grund für die Aushebung einer Landwehr? *Hm.*

Wenigstens dieser Árngrimr ist ein Mann, wie ich ihn mir vorstelle. Zwar immer noch ein Mensch, aber ein zugegeben stattliches und vernünftiges Exemplar.

Morgen geht es endlich los. Wenn ich nicht bald ein paar Ratten zerquetschen kann, sauf ich hier den Keller leer!

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Grombaschs Gedanken

Der Vorzeigekopf?

Interessant, was über die letzten Tage zu erfahren war, nur was die erfolgreichste Lösungsstrategie für das, oder die Probleme, sei, konnte noch nicht eruiert werden, natürlich habe ich schon ein paar Ideen, ich bin mal gespannt, was die hiesigen Verantwortlichen beschließen, nicht das sich bislang gezeigt hätte, das jene kompetent wären, entsprechende Entscheidungen zu treffen, zeigte sich doch deutlich das jene, etwas überfordert sind, von der gegenwärtigen Situation. Aber der Reihe nach, aus der Höhle entkammen wir durch ein arkanes Phänomen, welches ich schon in Kohlhütten ersichtig wurde, wirklich fasznierend, eine Globule mit diversen Aus-, bzw. Eingängen um eine schnelle Reise über ein weites Gebiet zu ermöglichen, die notwendigen Ressourcen solch ein arkanes Unterfangen durchzuführen, sind beträchtlich, ein entsprechende Entschlüsselung sollte bei nächster Gelegenheit angestrebt werden, wird aber wohl erst möglich sein, wenn die anderen hiesigen Probleme gelöst werden. Es stellte sich heraus, das Delias Ungeborenes, wohl auch von den, nun nennen wir sie mal Kraftüberträgern, betroffen ist oder war, eine Flüssigkeit, von dunkler Farbe, die sich als entsprechendes Pendent zu unseren eigenen Kraftüberträgern herausstellen könnte, bislang gab es noch keine ausreichenden Testreihen, dahingehend, verließ ihren Corpus, eine Probe wurde selbstverständlich genommen.

Im Austausch für das Versprechen ihr zweites Kinde der Vettel Kohlhütten zu überreichen, wurde uns dann auch die Passage durch ihre „Globulenübergänge“ gewährt. In Hochstieg spielte sich der Vogt ersteinmal auf, was zwar verständlich, aber doch sehr unangebracht war, wie dieser auch einsah, als dann der Kopf einer Chimäre durch sein Fenster flog, obwohl es natürlich auch eine bislang unbekannte sehr seltene Tierart gewesen sein könnte, aber aufgrund der Vorkommnisse erscheint eine Chimäre naheliegender. Das Verhalten des Vogtes wechselte zwar, wurde dadurch allerdings nicht gerade geeigneter für die Situation, ob sich Assaf ähnlich verhalten würde, hmm, sollte vielleicht mal kontrollierte Versuche durchführen, nun andere werden über die Probleme dieser Ländereien beratschlagen, während diese über das für und wider von Themen disputieren, welche sie nicht im ansatz verstehen, habe ich zumindest die Zeit die gefundenen Proben zu untersuchen und eventuell komme ich auch mit meinem Vorhaben der Zaubertränke weiter.

Den Kopf der Chimäre habe ich zu weiteren Untersuchungen an mich genommen, ein interessantes Geschöpf, und sehr praktisch um Gespräche schnell auf interessantere Aspekte zu lenken, eventuell sollte ich so einen Kopf oder andere visuelle Hilfen handlich beibehalten, könnte hilfreich sein. Im Perainetempel erfuhren wir noch von der starken Zunahme der Entropie in der Alchimistenstube, vornehmlich hervorgerufen durch den hiesigen Alchimisten, welcher entweder seine Probleme mit dem Puniner Alchimistenlaboratoriums System der Ordnung (kurz Also), was ich mir nicht vorstellen kann, ist es doch sehr eingängig und funktioniert seit über tausend Götterläufen (mit einigen sinnvollen Ergänzungen über die Zeit versteht sich), wahrscheinlich ist er einfach von Natur aus unordentlich. Nun die Aufruhr im Perainetempel war ja noch zu verstehen, stellte sich doch heraus das die Ortschaft unter einer Ghulplage leidet. Da fällt mir ein die Meisterin der Esse, leidet auch, und zwar unter einem Berg von Beschwerden, oder genauer der Berg der an Beschwerden leidet, wobei ich vermute, das die von ihr verwandten Substanzen auch ihren Teil zu ihrer Verfassung beitragen dürften.

Und nun denke ich immer noch über diese Anker nach, hmm, ich brauche wohl einen einfachen Stirnreif aus Holz, etwas zu schreiben und ein paar Stunden in den nächsten Tagen, Delia sollte mir vielleicht auch zur Hand gehen, die Berechnungen dürften sich eigentlich wie von selbst durchführen lassen, ob sich die Theorie so einfach die Praxis umsetzen lässt?

Die verschlungenen Pfade

Ihr zweites Kind hatte sie der Vettel Kohlhütten versprochen. Wie Traviaholt in seiner Vision sah war dieses Kind befleckt und von den Dämonen gezeichnet. Es war verkrüppelt und mit dunkler Macht erfüllt. Delia fragte sich dennoch ob es richtig war das zweite Kind welches in ihr heranwuchs der Vettel zu versprechen. Nehazet hatte wohl Recht. Wer weiß ob und wann die Vettel das Versprechen einlösen würde. Bis dahin konnte viel geschehen. Stück für Stück versuchte sich Delia mit ihrer Queste abzufinden. War das alles nicht etwas zu groß für sie und ihre Freunde? Ein Krieg zwischen ganzen Welten aufzuhalten oder für ihre Welt zu entscheiden? So gut sie es konnte versuchte sie sich nun dieser Queste zu verschreiben, die im Moment besagte Kalkarib und Sieghelm zu retten, den Schatz zu beregen und die unheiligen Vorgänge in Hochstieg zu beenden. Was auch immer danach kam war unwichtig. Delia selbst war unwichtig und es fühlte sich richtig an. Sie hatte das Gefühl ihren Platz in der Welt gefunden zu haben und das erste Mal in ihrem Leben schien sie eine Aufgabe zu haben. Etwas für das es sich zu sterben lohnte.

Wenig später, als Delia in ihr Bett ging roch dieses immer noch nach Kalkarib und ihr und sie vermisste ihn umso mehr.  Sie hoffe ihn bald wieder zu finden und das ihm nichts zugestoßen sei. Je eher sie Sieghelm und Kalkarib befreiten um so besser. Sie mochte sich nicht vorstellen welche Qualen Sieghelm erlitt und was nun ihrem Mann zustoßen würde. Sie beschloss noch einmal aus dem Bett aufzustehen und eine Dienerin zu suchen. Diese sollte die Helden nach 6 Stunden Schlaf wecken. Dies war die mindeste Anzahl an Stunden die ein Magus brauchte um angemessen zu regenerieren. Sie hatten keine Zeit zu verlieren, doch entkräftet konnten sie den Kampf auch nicht aufnehmen.

Sie fühlte sich schuldig nun in dem weichen Bett zu liegen, während Kalkarib gefangen war und Sieghelm Qualen litt.

Bei Angroschs Bart!

— als Grombasch —

Was bei Angroschs Bart ist denn hier nur los? Erst verlieren sich reihenweise Menschlein in den Wäldern, dann tauchen überall Trollzacker auf und nun hat sich auch noch der Junker in eine Wand saugen lassen! Dabei hätte ich dem guten Siggi ein wenig mehr zugetraut!

Mich wundert nur, dass die Übrigen die Wand nicht einfach eingerissen haben. Obwohl … wenn ich so an die schmuddeligen kümmerlichen Gestalten im Thronsaal denke, wundert’s mich doch nicht. Weichlinge allesamt! Ein bisschen Schnee und se fallen alle um, wie Orken unter meinem Hammer!

Der Siebenerrat wird nun entscheiden was zu tun ist. Wenn er klug ist, schickt er mich mit ein paar Männern unter den Roten Riesen, um diesen Hort des Bösen zu zerschlagen. Der Thorwaler und der Mittelländer sollen ruhig mitkommen. Sie kennen den Weg und sehen überdies ganz brauchbar aus. Im Gegensatz zu diesen merkwürdigen Südländern.

Wenn ich so an die dritte Dämonenschlacht an der Trollpforte zurückdenke … das war noch was! … Da wurde richtig gekämpft! … Und seitdem stehe ich mir hier als Wache die Beine in den Bauch! Grml! Ich hoffe, es passiert bald mal was, ich werd schon ganz hibbelig.

„Ey Burschn, rolls mir mal n Fass rüber!“

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Grombaschs Gedanken