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Erlebnisse in Tempeln und anderes

Wir reisen weiterhin nach Baburin, die Reise an Land schlaucht ziemlich, wie sehne ich mich doch nachdem erquickenden Nass des Wassers der Meere, nun zumindest fließt in Baburin ein Strom namens Barun-Ulah, das klingt zumindest erfrischend. Um dem beengten Verhältnissen von Fässern und Brunnen zu entgehen, habe ich beschlossen die Nacht in nahegelegenen Gewässern zu verbringen, auch wenn dies eher dem liegen in einem Tümpel glich, denn der Ruhe die am Grund eines großen Sees zu erwarten war. Es war aber immernoch besser als die meisten Brunnen und jedes bislang erlebte Fass. Viel erstaunliches ist in letzter Zeit nicht passiert, denke ich, wir erreichten eine größere Stadt, daran werde ich mich wohl nie wirklich gewöhnen, zumindest gab es dort einen Tempel des alten Gottes, welcher ein sehr schönes, geräumiges und dadurch gemütliches Becken voller Wasser hat. Die Siedlung wurde Marmel und oder so genannt, ein lustig klingender Name, was er wohl bedeuten mag? Ich sollte Jane mal fragen.

Die anderen verbrachten die Nacht in einem Gasthaus mit dem Namen zum grauen Pony, auch ich verbrachte in diesem Hause eine Nacht, diesesmal in einem Zuber, es war zwar kein vergleich zu dem Becken im Efferdtempel, aber immernoch besser als der Brunnen oder ein Fass. Tags darauf, also nach der ersten Nacht, die ich wiegesagt im Tempel des alten Gottes verbracht hatte, die beruhigende Präsenz des Herren der Gezeiten war deutlich zu spüren und dementsprechend richtete ich mich in seinem Element an Ihn. Am Tag darauf erkundeten wir die Stadt genauer, dabei ergaben sich einige, äh interessante bis erschreckende Begegebenheiten, einerseits das schon bekannte nicht berühren der Bücher im Hesinde Tempel, das erfragen was es mit der „Efferdswoge“ auf sich habe im örtlichen Tempel der Rahja, ich war allerdings etwas enttäuscht von der Erklärung, hatte ich mir doch etwas, erhofft das eher mit Efferd in anderen Aspekten zutun hätte, eher mit Wasser und Seefahrt undso. Das erschreckendenste war allerdings der Rondratempel, Sieghelm redetete vor dem Tempel von irgendeinen Kampf einer Ardare, wahrscheinlich eine Bekannte von ihm, mit irgendjemanden, das ging ja noch, aber im Tempel gab es eine Schale in der Feuer loderte als ich jene erblickte überkamm mich eine unbeschreiblich tiefsitzende, unergründliche Furcht, welche mich zurückschrecken ließ. Ich habe also zusammen mit Alhina, ich denke es war Alhina, ich war ziemlich in meinen Gedanken versunken, so dass ich mir da nicht sicher bin, auf den Stufen des Tempels gewartet. Auch dem Markt besuchten wir an diesen Tag noch, dabei ging es unter anderen auch um das anpassen bzw. beschaffen eines Paars Handschuhe, da meine Schwimmhäute und Hautschleier doch besonderer Beachtung bedürfen.

Am Abend wurden noch verschiedenste Dinge beredet, es ging wohl um Muhalla und Radajana, jene wollten woanders hinreisen und es wurden auch verschiedenste Orte genannt, Hummerschlag, Hochsteg, Kunch Ohm, Korestan, Norburg und Havena, oder so, ich habe sowieso nicht alles verstanden und da ich noch mit Delias Haaren beschäftigt war, kann ich mich dabei auch verhört haben. Es wurde wohl beschlossen beide ihren Schicksal folgen zu lassen, dabei aber jedoch sozutun als gäbe es Stromschnellen auf dem Verlauf des Flusses den Sie bis zum Meer zum Unergründlichen folgten. Sieghelm nahm dies deutlich mit, deswegen erbat er sich auch ein Bild von Jane, zu diesem wurde ich dann auch dazu gestellt, mitsamt meiner leuchtenden Hand. Das war dann auch die Nacht die ich in dem Zuber verbrachte. Am Tag darauf nahm das Schicksal dann seinen Lauf und Muhalla und Radajana waren von uns nicht mehr gesehen, die Leute die ich am Ort des verschwindens befragte konnten mir auch nicht mitteilen wohin Muhalla und Radajana entschwanden. Wir teilten und die nächsten Tage auf und suchten nach Muhalla und Radajana, dabei suchte ich zusammen mit Jane und Delia nachden beiden, zusammen mit Jane suchte ich auch nach Pflanzen, wobei wir wohl unterschiedliche Pflanzen suchten.

Probleme des Landes

Ich verbrachte die Nacht also draußen zusammen mit Hjaldar, welcher schnell und laut einschlief. Normalerweise hätte ich mir den Sternenhimmel angesehen, aber da ich dieses mal Wache halten sollte, begnügte ich mich mit dem Feld, oder dem was ich von dem Feld zu sehen in der Lage war. Trotz meiner unermüdlichen Wache, wurde Muhalla entführt, wie sich herausstellte allerdings nicht aufgrund eineer Unachtsamkeit meinerseits, sondern weil die Entführerin des nächtens durch das Hintertor schlich, vorbei an allen drinnen ruhenden, naja mehr oder minder. Aber als Ausgleich gab es wenigstens einen herrlich erfrischenden Niederschlag am Morgen, es war zwar nicht das endlose Meer aber dennoch ein wahrer Balsam für mich, als ich merkte wie das erfrischende Nass auf meine Haut niederprasselte, ich konnte nicht umhin kommen und tollte etwas in dem Niederschlag herum, aber auch meine Wasserschläuche füllte ich auf. Später an diesem Tag brachen also Sieghelm, Jane, Delia, Beremosch, Hjaldar und ich auf um nach Muhalla zu suchen. Unser Weg führte, gewiesen durch Hjaldars Nase, in den Wald der drei milden Schwestern. Bis auf Hjaldar ritten wir alle, naja mehr oder weniger, da ich keine Erfahrung mit dem reiten von Pferden hatte, verbrachte ich die Stunden des reitens festgeklammert an Delia, welche über eine weitausgrößere Erfahrung im Umgang mit diesen Tieren und der Art der Fortbewegung hatte. Wir fanden auch die Entführerin, dabei handelte es sich um die schon erwähnte Radajana, allerdings wurde der entführte Muhalla der Entführerin entführt, von einem Bären, sachen gibts. Wir folgten den Spuren solange es noch hell genug war. Als es begann dunkel zu werden unterbrachen wir vorerst unsere Verfolgung. Aufgrund der Ereignisse der letzten Tage begann ich auch mit dem schnitzen eines Speeres.

Wie am gestrigen Tag ritten wir auch diesesmal der Spur hinterher, welche Hjaldar für uns hinterließ. Da sich gestern schon verschiedene Probleme meinerseits mit dem reiten zeigten, neigten wir heute zu etwas drastischeren mitteln um mich auf dem Pferd zu halten, wir banden meine Hände zusammen,  das funktionierte auch leidlich, ist allerdings keine sehr angenehme Art zu reiten. Während der Rast am Abend schnitzte ich meinen Speer zuende.

Heute erreichten wir das Gebirge, die Spur führte zu einer Höhle in der wir auch Muhalla fanden. Wobei Radajana, Delia und ich zuerst draußen warteten. Durch die baldige Rückkehr und den Bericht der anderen, von einer seltsam leuchtenden Schriftrolle und einem Altar angestachelt, begab ich mich mit einem Flim Flam unterstützt in die Höhle während die anderen noch beratschlagten. Dies blieb nicht unbemerkt und so gesellten sich schnell weitere Begleiter zu mir. In der Höhle selbst betrachtete ich die Schriftrolle und den Altar mittels eines Zaubers und beide wiesen einen Odem des Arkanen auf. Kurz darauf stürmte der Entführer, also der bunte Bär auf die Höhle zu, jener wurde jedoch von Hjaldar in einen Zweikampf verwickelt. Während Sie so mit einander rangen hatte ich eine Idee, ich ließ die Schriftrolle holen, bat Delia jene mittels Ihrer Magie zwischen die beiden Kontrahenten zu bewegen und war mir sicher das dadurch etwas passieren würde. Doch es geschah nichts, erst nachdem Jane die Worte der Schriftrolle wiederholte, ereignete sich etwas sehr ungewöhnliches. Beide Wesen verschmolzen und wurden einst. Hjaldar wuchs und war nun viel größer. Die anderen verbrachten die Nacht in der Höhle, während ich und Hjaldar draußen blieben.

Der Rückweg war recht ereignislos, Delia war sogar schon vorraus geflogen. Kurz vor dem Bauernhaus, wo Delia schon auf uns wartete verabschiedete sich Hjaldar von uns. Ich hoffe die große Mutter und Ihr stürmischer Sohn mögen diesen Bären behüten.

Die Reise geht weiter

Der heutige Morgen fing für mich schmerzhaft an, als ich versuchte aus meiner ruhestatt hinaufzuklettern rutschte ich doch glatt ab und landete wieder in meinem Element, es tat zwar weh, glücklicherweise jedoch nicht so stark das ich dadurch über gebühr eingeschränkt war. Das Reisen an Land scheint mir einfach nicht zu liegen, kein wunder das es heißt eine Seefaht sei lustig. Ich hoffe das es beim nächsten Rastplatz eine nicht ganz so beengende ruhestatt geben mag, zumindest leide ich nicht unter Angst vor engen Räumen. Beim erneuten Versuch die Wände zu erklimmen bezwang ich dies hindernis nun auch und es gelang mir den Brunnenschacht zu verlassen. Wir machten uns dann auch alsbald auf den Weg weiterhin gen Baburin.

Um die Mittagsstunde herum, wir waren gerade in einem Wald, naja eher den Ausläufern eines Waldes, im prinzip eher auf einen sich schlängelnden Pfad durch die Ausläufer eines Waldes, als Wir auf ein hindernis in Form einer größeren Anzahl bewaffneter stießen. Es entbrannte ein stark tobender Kampf, bei dem unsere Seite letztendlich triumphierte, da ich keine Waffe bei mir trage, es sei denn man würde meinen Ritualgegenstand zählen, die aber nicht als Waffe taugt, griff ich erneut zu einem verwirrenden Nebel, welcher mir erneut misslang. Nun zumindest glänzte ich dieses mal nicht silbernd, ob er mir beim nächsten Mal gelingen würde? Unsicher was ich als nächstes tun sollte, auch weil ich fürchtete, wenn ich mich in den Nahkampf begeben möge, das mein Temperament mit mir durchgehen könnte, und ich erneut in einen Neckerrausch verfallen könnte, und ich fürchtete um die eventuellen Ergebnisse, welche sich daraus ergeben mögen. Nachdem ich mir die Situation also vergegenwärtigt hatte, setzte ich dazu an, mittels der mir innewohnenden Kräfte einen Zorn der Elemente zu sprechen und diesem einen unserer Angreifer entgegen zu schleudern. Dies gelang mir auch ganz knapp, aber immerhin ein Zauber, neben dem Manifesto, welcher mir an Land gelang. Ich zögerte noch eine ganze Weile danach, ob ich mich in das Kampfgeschehen einmischen sollte oder nicht, als ich mich dann endlich dafür entschied stand niemand mehr in meiner Nähe. Ich versuchte mir weiterhin Überblick über die Situation zu verschaffen und winkte einige Leute, die sich auf den Weg zu uns befanden zu und rief ihnen zu das wir angegriffen werden, später stellte sich heraus das es sich dabei wohl um eine Illusion handelte. Ich muss unbedingt lernen mich in diesen Situationen besser behaupten zu können, doch was soll ich machen, eine Waffe aus verhütteten Metall wäre wider der Prinzipien Sumus und Efferds, wohnen dem Metall doch die Kräfte des Erzes und des Feuers inne. Ansonsten würde ich ja einen Speer oder etwas vergleichbares, wie ich ihn vom fischen kenne, vorziehen, damit könnte ich mich auch unter Wasser zur Wehr setzten. Unter unseren Gegnern war auch einer dieser großen Hünen, von denen so viele Seefahrer werden, da sich Delia um Verletzte kümmerte, fesselte ich ihn, das dauerte auch länger als erwartet, irgendwie will mir über Wasser aber auch so gar nichts gelingen.

Nachdem Kampf wurde ich losgeschickt um hilfe zu holen, diese fand ich auch bei einem nahen Bauerndorf, im nachhinein schon glücklich das die Bauern und ich uns auf Garethi unterhalten konnten, auf Tulamidya hätte ich mich mit ihnen wohl nicht unterhalten können, zumindest nicht allzu genau. Uns wurde auch hilfe gewährt, ebenso wurde uns gestattet die Nacht dort zu bleiben. Wir erfuhren auch, das Muhalla wohl eine Magierin aus Zorgan zur Freundin habe, und jene könnte hinter dem Angriff gesteckt haben. Der Hüne war ein alter Bekannter von Sieghelm, und auch von Nehazet und Azina und ich erfuhr später das er wohl mit dem Geiste des Bären im Bunde steht, ein Krieger des Bären aus dem hohen Norden, nun warum nicht, Altanan konnte sich auch in einen Wolf verwandeln. Und schon wieder verbringe ich die Nacht in einem Fass, wir sollten unbedingt mal an einem See oder am Meer, oder wenigstens an einem Fluss unser Lager aufschlagen.

Gen Baburin

Gerade hatten wir Sieghelm, so schien es zumindest, davon überzeugt das er zuerst mit einem Diener der Rondra sprechen sollte, da eskalierte die Situation zwischen ihm und diesen Herrn Muhalla auch schon. Ehe wir etwas unternehmen konnten befand er sich schon in einer Auseinandersetzung mit Muhalla, die sich zu einem bewaffneten Konflikt zuschärfte, Delia tat Ihr bestes um Sieghelm zu helfen, ich versuchte die Gemüter mittels eines Nebels zu beruhigen, was nicht klappte, und Jane konnte die Entwicklung nicht nachvollziehen, nehme ich jedenfalls an. So schnell es begann, so schnell endete es auch, kaum Augenblicke nach dem ersten Schlag waren die Träger am Boden, der Zwerg wand sich in Schmerzen und Muhalla war an einem Stuhl gebunden. In der Zwischenzeit hatte mein Versuch einen Nebel herbeizurufen, zu der Bildung eines silbern schimmernden Feldes um mich herum geführt, welches mich glücklicherweise aber nicht an der Befeuchtung meiner Haut hinderte. Während ich dies gerade feststellte, stürmten weitere bewaffnete Menschen in das Zimmer, dabei handelte es sich um Gardisten dieser Stadt. Nach einem kurzen Gespräch und nachdem Delia ihn zwei Münzen in der Farbe meiner Haare, nicht der meeresblauen Strähnen, der anderen, gab gingen diese auch wieder. Die Gardisten blickten während Ihres Aufenthaltes in dem Zimmer immer mal wieder zu mir herüber, dies würden nicht die einzigen Blicke sein die ich auf mich ziehen würde.

Sieghelm verblieb im Gasthaus um auf seine Schützlinge aufzupassen, Jane, Delia und ich wir begaben uns, erneut, zum Hesindetempel um nach Erkenntnis zu suchen. Schon im Gasthaus zog ich aufgrund meines glänzenden Aussehens weitere Blicke auf mich und auch außerhalb des Gasthauses, wurde dies nicht besser. Aber es gelang uns unbeschadet zum Hesindetempel zu gelangen, jener war abends viel stärker besucht als am zu vorherigen Stunden des Tages. Die Diener der Hesinde erklärten mir das es sich wohl um einen Spruch aus der theoretica oder Metamagie handeln würde, welcher mich wohl vor Sprüchen der Combativa und Mutanda, sowie der Controllaria behüten würde, normalerweise würde dieser nicht solange andauern, genaueres auch dazu wie es dazu kommen konnte, konnten Sie mir jedoch nicht sagen. Ich sagte doch schon, Magie ist etwas mysteriöses, das ich nicht untersucht und erfasst werden, nicht analysiert werden kann, zumindest mein Vater hat mir nichts dergleichen beigebracht. Nachdem ich mir eine weile die Bilder und Statuen im Tempel besah, erweckte ich wohl das interesse einiger umstehender Diener Hesindes, ich wurde gebeten, mich von Ihnen untersuchen zu lassen. Da ich auch neugierig war, stimmte ich dem zu, Jane war so freundlich und begleitete mich und die Diener der Schlange. Wir begaben uns in einen anderen Raum und dort wurde ich ersteinmal ausgiebig befragt, danach wurde meine Körpergröße ausgemessen, meine Schwimmhäute beschaut, die Wadenschleier untersucht, es wurden Zeichnungen angefertigt. Und noch viel mehr, es war ein sehr genauer Prozess. Danach begaben wir uns in den Efferdtempel, ein Diener des alten Gottes erzählte uns einiges über die Kunstwerke des Tempels. Ich begab mich in stiller Kontemplation und richtete ein Gebet an den ungestümen Gott. Ich erfrischte mich noch kurz und danach begaben wir uns wieder in das Gasthaus.

Im Gasthaus angekommen, verabschiedete sich Jane kurz, sie ging auf Ihr Zimmer und holte Ihre Staffelei, Delia und ich, wir setzten uns in der Zwischenzeit zu Sieghelm. Wir unterhielten uns noch eine weile. Die Nacht verlief ziemlich ereignislos, wobei das silberne Störlich bei der Sternenbeobachtung aus dem Brunnen heraus schon störend war.

Am Morgen begaben wir uns gen Baburin auf, da ich kein Pferd bei mir hatte, selbst wenn ich hätte auch nicht Reiten können, lief ich zu Fuß neben den anderen her, trotz meines langsamen Tempos an Land, kamm ich gut hinterher, da sich die Reisegruppe aufgrund der Kiste recht langsam bewegte. Eine halbe Tagesreise später erreichten wir eine Raststätte, an welcher wir unseren, nicht vorhandenen, Proviant auffrischten. Im Gasthaus selbst, wurde Delia dann noch zu einer Schwanenhüterin ernannt, was wohl nur getan wurde, damit Sieghelm wusste wie er sie ansprechen könnte, warum auch immer das so schwer sein sollte, bislang schien sie mir nicht durch die ansprache mit Delia gekränkt zu sein. Delia sollte infolgedessen ein Fest für Sieghelm ausrichten, dabei half ihr auch Jane. Delia nutzte Ihre Magie um es zu einem ganz besonderen Erlebnis zu machen, und zusammen mit vier anderen Tänzerinnen ergaben Sie sich den Strömungen der Musik und ließen Ihre Körper zu dem Rhythmus des Tanzes treiben. Auch Sieghelm wurde davon ergriffen, nachdem Delia etwas nachhalf. Im Anschluss tauschten wir noch verschiedene Geschichten aus, Jane erzählte von Ihrer Zeit im Ehernen Schwert, Delia von einem Besuch ihrer Tante Nahema, Sieghelm von dem Kampf um das Praiosschild, Muhalla von einem gelungenen Geschäft, Alhina von einem Freund vergangener Tage und ich von meiner Reise in dies Land.

Ein Sturm zieht herauf

Der heutige Tag in Mendlicum war recht interessant, die Zeit im Efferdtempel hat mir sehr gut getan. Aber der reihe nach, ich verließ die aquatisch angehauchten Hallen des Efferdtempels und begab mich auf den Weg zurück ins Gasthaus, im Tempel selbst konnte ich mich etwas erfrischen und meine Haut war wieder mit ausreichend Wasser benetzt. So wohlig mich das auch in meinem inneren stimmte, so wenig half es mir doch den richtigen Weg zu finden, dafür führte mich der Weg. der Strömung eines Flusses gleich, zum Meer, genauer gesagt zum Hafen Mendlicums, ich beschloss also zuerst meine Wasserschläuche wieder mit neuem Wasser zu füllen. Dabei wurde ich in ein kleineres Gespräch mit einem Fischer verstrickt, irgendwie hielt er es wohl für keine gute Idee das Wasser zu trinken, aber nachdem er meiner Ansichtig wurde, schienen seine vorbehalte wie weggespült gewesen zu sein. Dies änderte allerdings wenig daran, vermutlich war dies eher noch der Auslöser, das ich danach von einigen Menschen gebeten wurde meine Ernsthaftigkeit, bezüglich des vorhabens das Meereswasser als Trinkwasser zu nutzen zu demonstrieren. Nun gut ich sah zwar eher wenig Sinn darin aber ich tat dies, anschließend fragte ich noch nachdem Weg zu dem Gasthaus in dem die anderen, wohl mittlerweile sein sollten. Mir wurde auch der Weg zum grünen Spiegelkarpfen genannt, es dauerte zwar dennoch eine ganze Weile bis ich den grünen Spiegelkarpfen erreichte, aber schlussendlich fand ich den richtigen Weg. Wie sich herausstellte waren Jane und Delia auch wieder aus dem Tempel der Rahja zurückgekehrt. Ich nutzte die Zeit um mich nocheinmal etwas in einem dargebotenen Wasserzuber zu erfrischen. Danach beschlossen wir erneut durch die Stadt zu treiben. Sieghelm wollte die Belagerungseinrichtungen sehen, wieso eigentlich, dabei handelt es sich doch nur um Gestein Sumus? Wir besuchten einen Marktplatz, ein recht interessantes Gebilde aber jeder will mit einem Münzen gegen andere Sachen tauschen. Verhehlen kann ich wohl kaum, das ich auch an einem besonderen Gegenstand ein interesse erwarb. Es stellte sich nämlich heraus, das es auf dem Markt auch eine Creme gab, welche meine Haut Feucht halten soll, diese habe ich gegen drei silbernen Münzen eingetauscht. Ich hoffe das mir dadurch der Aufenthalt an Land erträglicher wird. Es wurden auch noch andere Gegenstände erworben, vornehmlich Gerüche, das überhaupt jemand auf die Idee kommt Gerüche zu verkaufen? Danach suchten wir, erneut, den Rahjatempel auf, wobei ich mitsamt Jane, weil jene zuerst nach draußen eilte, die meisten Zeit vor dem Tempel verbrachte, Ihre inneren Strömungen schienen im Widerstreit zu sein. Anschließend begaben wir uns zum Hesindetempel, das bestaunen der in Form gehauenen Steine lässt sich wohl kaum als wichtiger eigenständiger Punkt betrachten, dort wurde mir eindrücklich mitgeteilt das ich keine Bücher anfassen sollte, was ich nicht sonderlich nett fand, ich meine ich würde diese schon nicht zerreißen oder dergleichen, abger gut da mir die Schriftzeichen in denen eh nichts mitteilen konnten, hält sich der Schaden für mich in grenzen, dabei fällt mir ein, Jane hatte etwas geäußert in der Richtung das Sie mir da etwas beibringen könne, ich sollte Sie bei nächster Gelegenheit noch einmal darauf ansprechen. Ach, dazwischen gab es noch eine interessante Anekdote über einen ungewöhnlichen Bären der im Wald der milden Schwestern gesehen wurde und nachdem wohl einige Leute suchten, auch Jane erinnerte sich an ein Rätsel das eine Ihrer Schülerinnen Ihr gab, welches einige paralellen zu der Geschichte mit dem Bären aufwies. Aber wie kann das sein? Ob und wie damit zu verfahren sei, bot einiges an Streitmöglichkeiten, wie sich herausstellte. Zuerst wurde der Fluss der Gemeinschaft unruhiger, als die Stromschnellen, der ersten Auseinandersetzungen zwischen Sieghelm und Muhalla durchflossen wurden. Dies führte zu einer Gabelung dieses Flusses. Einem Sturm gleich, der das Land verwüstet, welchem jedoch durch einem Felsen in der Brandung getrotz wird, scheint sich dieser konflikt durch die Gemeinschaft zu ziehen und die beiden Hauptverantwortlichen nehmen sehenden Auges kurs aufeinander.

Wallungen wie Efferd freien Lauf lassen oder doch die Disziplin des Druidentums?

Der Sturm verebbte ohne größere Schäden oder Unmut hervorzurufen, das Schiff und die Besatzung überstanden diese Wallung Efferds also gut, was mich freute, es wäre schade um diese Perle und Ihre Besatzung gewesen. Dabei fällt mir ein, danach haben wir auch über Schiffe geredet, die sich Unterwasser fortbewegen, das wäre wirklich toll, die Passagiere könnten sich von Efferds Elementen in ausreichenden Mengen umspülen lassen, was für eine erfrischende Idee. Danach driftete das Gespräch irgendwie zu Landfahrzeugen ab, die sich mit Feuer und Rauch oder so fortbewegen sollten, keine sehr angenehme Vorstellung, aber es wird wohl niemand an so einer Idee arbeiten, warum auch, die meisten Orte sind doch durch Efferds Straßen zu erreichen. Während des Gespräches beschäftigte ich mich auch etwas mit der Stickkunst, aber ich vermute meine Schwimmhäute waren etwas im Weg, es sah doch nicht so aus, wie von mir erwartet.

Es wurde schon dunkel als wir Mendlicum erreichten, hier trennten sich unsere Pfade mit dem treuen Gefährt, das uns sogute Dienste leistete, ich hoffe das Schiff und seine Besatzung wird noch viele Reisen unbeschadet überstehen, meinen bescheidenen Segen hat es jedenfalls. Wir kammen im Gasthaus zum springenden Karpfen, oder so, ich konnte das Schild ja nicht lesen, aber ich denke es sah aus wie ein Karpfen. Jane und Delia begaben sich später noch zum Rahjatempel, da ich nur gute Erinnerungen an den letzten Rahjatempel aus Zorgan hatte, immerhin ein Platz an dem ich mich wunderbar treiben lassen konnte, beschloss ich meine beiden Freundinnen zu begleiten. Im Rahjatempel wurde dann auch ein Fest ausgerichtet, aber trotz meiner Bedenken und Abneigungen hielt es der Diener Rahjas für eine gute Idee mir etwas Alkohol, genannt Tarf, zugeben, an das was danach passierte kann ich mich nur verschwommen erinnern, aber was auch immer ich getan habe, es hat mich den Großteil meiner Kräfte gekostet, nun da der Tempel noch steht und niemand verletzt wurde, ist wohl nicht allzu viel passiert, was mich immerhin etwas tröstlich stimmt. Ich erwachte, falls dies der richtige Begriff ist, alleine in einem Raum, meine Sachen lagen glücklicherweise nahe bei mir, darunter auch einige meiner Wasserschläuche, was mir zumindest ermöglichte mich wieder etwas zu erfrischen. Die Möglichkeit an der Morgenmesse teilzunehmen lehnte ich ab, ich wollte so schnell wie möglich in das Haus des Efferds, dort würde ich mich wohler fühlen und eventuell auch etwas über den Zwiespalt meiner Gefühle und Ausbildung erfahren, hmm ob ich mit den anderen darüber reden sollte? Vermutlich kann ich froh sein, das dies gestern nicht im Wasser geschah, dort wären meine Gefühle weitaus intensiver gewesen.

Im Efferdtempel wurde ich sehr freundlich empfangen und mir wurde auch zugehört, weiterhin wurde mir geraten meinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, was ja auch irgendwie stimmt, aber ich fürchte halt um den Schaden den dies anrichten könnte, ich meine es könnte ja sein dasmich der Zorn übermannt und ich einen Hagelschlag herniederzaubere oder andere mit dem Bösen Blick strafe, oder Sie als Beute von einem Tier jagen lasse, aber das will ich doch nicht, gut abgesehen eventuell von den Leute die meine Mutter damals verschleppt haben oder die sich über Sumu und ihren Sohn Efferd hinwegsetzen.

Sicher wie in Efferds Hand

Nun bin ich meinem Element so nah, doch trennen mich die Planken der Perle des Perlenmeeres davon, ich könnte zwar hineinspringen und mich darin toben und das Wasser meine Haut umspülen lassen, aber die anderen würden vermutlich recht verwundert reagieren, dabei könnte ich es sogar wieder an Bord schaffen, nunja zumindest mit etwas Hilfe, aber der eine oder andere Elementar wäre im zweifel bestimmt freundlich genug, eventuell später. Aber der Reihe nach…

Am Morgen des letzten Tages in Zorgan bin ich früh aus dem Brunnen des Gasthauses geklettert, ich kann nicht behaupten das ich den Brunnen vermissen werde, er war wirklich unbequem, beim nächsten mal in Zorgan verweile ich entweder wieder im Rosengarten oder im Barun-Ulah, aber diesen kleinen Kasten tue ich mir nicht nocheinmal an, dachte ich zumindest. Das Schiff, welches wir zu nutzen gedachten hieß die Perle des Perlenmeeres, dabei handelte es sich um eine bauchige Kogge, ein gemütlicher Handelsfahrer, ich fragte mich ob ich mit dem Schiff mithalten könnte? Aber um zu vermeiden den Anschluss an meine Freunde zu verlieren beschloss ich auch auf dem Schiff mitzufahren, irgendwie ironisch, wenn ich so darüber nachdenke, ich auf einem Schiff, nunja zumindest gibt es hier genügend Wasser, also gibt es auch keinen wirklichen Grund sich zu beschweren. Der Tag auf dem Schiff verlief angenehm, ich heilte eine kleinere Verletzung Delias, nachdem diese mit Sieghelm eine Waffenübung durchgeführt hatte, der einzigen der es nicht so gut ging war Jane, Sie vertrug die Schiffsreise nicht so sehr, so im Nachhinein fällt mir ein, ich hätte Ihr entweder anbieten können, Ihr ein nicht schwankendes Schiff geistig vorzugeben, Ihre Widerstandskraft zu erhöhen, oder direkt einen netten Geist des Wassers oder der Luft bitten können Ihr bei Ihrer Stabilisierung zu helfen, eventuell Morgen. Das Schiff ist wirklich toll, die Mannschaft ist nett und zuvorkommend, ein Matrose war auch so nett und hat mir etwas Wasser besorgt, ich weiß gar nicht was die anderen haben, ich fand ihn sehr verständnisvoll und er schien genauso faszniert von mir zu sein, wie ich von den Landbewohnern. Gut ich gebe ja zu das ich etwas verwundert war über die große Menge die mir zusah wie ich Wasser trank und meine Haut mit diesem angenehmen, wohltuenden und kühlenden Nass aus dem Meer benetzte. Und so wirklich viel hatte ich nun auch nicht gezeigt, gut die Schwimmhäute, aber das liegt vor allen daran das ich noch keine passenden Handschuhe angefertigt habe, dann die Hautschleier an den Armen, meine Haut, meine Haare und das was sich sonst noch so zeigte, auch ohne Sieghelms eingriff fühlte ich mich sicher wie in Efferds Hand, immerhin war ich nur einen Sprung vom Meer entfernt. Nachdem Sieghelm sich eingemischt hatte, was dazu führte das ich mich wieder in meine langen Gewänder hüllte, zumindest waren diese nun wieder schön feucht und damit sehr angenehm zu tragen. Fragten wir nach einen Fass, das bot mir wenigstens die Möglichkeit mich im wohlgefallen meiner Freunde meinem Element hinzugeben, auch wenn das noch beklemmender war als der Brunnen, naja ist ja nicht so als hätte ich nie gelernt in ruhe mich der Kontemplation hinzugeben, mein Vater Altanan sagte mir immer unermüdlich das ich mich in Geduld und ruhe üben muss und nicht unstetig wie die Gezeiten sein soll, ich glaube das war für ihn leichter zu sagen, als es für mich zu leben ist. Aber nocheinmal zurück zur Mannschaft, die ist wie schon erwähnt, wirklich nett, ein Matrose war sogar so freundlich und dieser hat mir etwas Nahrung an das Fass in dem ich mich befand gebracht, und er bezeichnete mich auch als Meerjungfrau, irgendwie hat er damit ja auch recht, hmm ich denke ich sollte Jane nocheinmal befragen was Sie über mein Volk weiß, immerhin erscheint Ihr Wissen dem Ozean gleich. Apropos Ozean, als Jane später nocheinmal ans Deck kamm, bemerkte ich das sich das Wetter weiter veränderte und in kürze umschlagen würde, eine Wetteränderung hatte ich schon vorher vorhergesagt, nun war es deutlich zu spüren es würde einen Sturm geben, aber so schlimm wird er schon nicht werden, im zweifelsfall muss halt etwas nachgeholfen werden um das Schiff mit diesen netten Leuten weiter über Wasser zu halten. Zur Nacht begab ich mich dann auch unter Deck, ich meine ich wäre zwar auch im Fass auf dem Deck zurechtgekommen, aber das wäre unter Umständen recht schmerzhaft und sehr mühselig gewesen aus dem Fass dann wieder an Bord zu gelangen.

Ein Blick aus dem Brunnen

Ich sah mir die anmutig erstrahlenden Sterne an, als ich Geräusche aus dem Hof des Gasthofes vernahm. Neugierig lugte ich über den Rand des Brunnens, konnte jedoch keinen genaueren Blick erhaschen, einzig eine Gestalt die sich wphl aus dem Gasthaus schlich nahm ich wahr, nur um wenn es sich dabei handelte erschloss sich mir nicht. Ich tauchte also wieder unter und besah mir weiterhin den Nachthimmel.

Früh am nächsten Morgen kletterte ich aus dem Brunnen, dabei passte ich eine Gelegenheit ab, bei mich niemand sah. Meine Haut noch voll benetzt, vom kalten Nass, und ausreichend verhüllt, denke ich zumindest, wartete ich auf dem Hof, der auch in der Nacht hoch frequentiert war, die geheimnisvolle Gestalt kehrte am frühen Morgen zurück, diese Gestalt einbezogen verließen gestern über eine Hand das Gasthaus, vermutlich hatte es ihnen nicht gefallen und Sie wollten zum lebenmit der Natur zurückkehren.

Sieghelm wurde ich ansichtig, als er das Gasthaus verließ, ich grüßte ihn, er sah überrascht aus, warum nur, wurde er sonst nicht gegrüßt? Nachdem ich ihn also das Gasthaus verlassen sah, beschloss ich selbiges aufzusuchen, dort begegnete ich sowohl Jane als auch Delia. Dabei erfuhr ich das es zu einem Überfall gestern kamm, davon merkte ich in meinem Brunnen nichts, ich bot Jane an mir Ihre Verletzung anzusehen, jene war jedoch nicht allzu tief, insofern war meine Expertise nicht notwendig. Ein paar Leute erschienen und holten Delia ab, ich verblieb mit Jane im Gasthaus und dort warteten wir bis Sieghelm zurückkehrte. Anscheinend wurde Delia in einen Kerker gesteckt, ich frage mich ja warum, sie wawr doch so nett? Jane und ich begaben uns zum Kerker, ein wirklich unschöner Ort, ein paar Blumen und eine nette Wasserquelle könnten die Atmosphäre deutlich verbessern, das habe ich auch gleich vorgeschlagen und ich denke mein Vorschlag wurde wohlwollend zur kenntnis genommen, insgesamt brauchen diese Ansammlungen von totem Material, genannt Städte, deutlich mehr Pflanzen und auch ein paar gute Lagunen und Grotten wären nicht zu verachten, das würde diese Städte gleich viel heimischer machen. Dort wurden wir vorgelassen zu Delia die in einem kleinen Raum hinter Gittern aus Eisenstäben saß, schrecklich einem so netten Menschen so etwas anzutun, aber so teilte Sie uns mit, Sie würde am morgigen Tage wieder entlassen werden, zumindest dies war eine erfreuliche Nachricht. Jane und ich begaben uns anschließend zurück zum Gasthaus, unterwegs unterhielten wir uns noch über die Stadt, Sie zeigte mir ein riesiges Gebäude in dem nur zwei Personen wohnten, was für eine Platzverschwendung, wo soll das nur hinführen, wenn irgendwann jeder so ein Gebäude haben sollte?

Wieder zurück im Gasthaus nahmen Jane und ich an einem seltsamen Ritual teil, die ulkigen rechteckigen Bildchen wurden reihum ausgegeben, diesen Bildchen wurde wohl ein Wert beigemessen, diese seltsamen Metallplättchen die die Menschen so mögen, warum auch immer, jene glänzen zwar schön, zumindest, wenn Sie poliert sind, aber darüber hinaus sind Sie doch eher unpraktisch, wurde wohl ein variabler Tauschwert im Zusammenhang mit den Bildchen mitgegeben. Es sah interessant aus, also beschloss ich an diesem Ritual teilzunehmen, und die anderen schienen hocherfreut über meine Tauschgeschäfte zu sein, nur Jane war aus irgendwelchen Gründen dagegen das ich nach einigen Tauschgeschäften noch weiter an diesem Ritual teilnehme, vermutlich weil Sie so gut war, Ihre Bildchen wurden fast immer mit diesen metallischen Plättchen aufgewogen, und sie nicht wollte das ich irgendetwas falsches mache. Ich begnügte mich diesem Treiben weiter zuzusehen, konnte jedoch kein schlüssiges Muster erkennen.

Der Abend klang für mich wieder im Brunnen aus, des nächtens beim beobachten der Sterne schlich sich wieder jemand aus dem Gasthaus hinaus. Am nächsten Morgen begab ich mich direkt in das Gasthaus dort angekommen beschlossen Sieghelm, Jane und ich uns die Stadt genauer anzusehen, dabei begaben wir uns zum Rosengarten, ein wirklich schöner Garten, und der Brunnen ist viel geräumiger. Vom Rosengarten aus wandten wir uns zum Rahjatempel, ein freundlicher Diener dieser Gottheit zeigte uns den Weg und geleitete uns zu besagtem Tempel. Dort entschieden meine Begleiter zu tanzen, ich bin leider nicht so bewandert in diesem Metier, vertändlich, wenn ich bedenke, dass ich meine Beine noch nicht allzu lange habe. Ein freundlicher Geweihter tanzte auch mit mir, im wörtlichen Sinne, denn meine Beine wollten tatsächlich nicht so wie ich, was zur folge hatte das mir geraten wurde mich treiben zu lassen, unter Wasser hätte ich das besser gekonnt, der Gottesdiener ließ sich durch meine unkenntnis in diesen Belangen nicht stören, ich wurde kurzerhand von ihm in die Luft erhoben, ein guter Gedanke, immerhin berührten so meine Beine nicht den Boden und ich konnte mit diesen kein Missgeschick mehr verursachen.

Nach diesem interessanten Erlebnis begaben wir uns zurück zu dem rotem Kamel. Delia war wieder dort, aber aus einem mir nicht nachvollziehbaren Grund setzte sich Sieghelm nicht zu Ihr, Jane setzte sich neben Sieghelm nieder, da ich nicht wusste wie ich verfahren sollte, ließ auch ich mich in der nähe Sieghelms näher. Delia gesellte sich später auch zu uns, im laufe des Abends und im rahmen der ganzen Ereignisse plagten mich schreckliche schmerzen im Kopfe, ich entschied jene durch etwas Eis zu lindern, Wasser herbeizurufen schaffe ich zwar fließender, aber solange es sich nicht um das heiße Element handelt, bin ich recht gut darin Elementare Manifestationen zu rufen. Das Eis linderte tatsächlich etwas meine Schmerzen. Jane zeichnete mich später auch noch, und Sie ist darin richtig gut, leider ist das Material nicht allzu wasserbeständig, aber naja was solls. Gerade als ich mir das Bild ansah verschwanden Jane und Delia einfach, aber kurz darauf kehrten Sie wieder zurück, ich hatte in der Zwischenzeit auf ihre Gegenstände aufgepasst. Beide trugen Amulette, jene waren mir vorher nicht aufgefallen. Der Abend klang anschließend noch bei Getränken und anderen Genüssen aus, wobei ich aufgrund meiner besonderen Umstände nur vom Tee kostete. Jane und Delia benahmen sich im Laufe des Abends immer ausgelassener.

In der Nacht, als ich im Brunnen war hörte ich sogar jemanden Singen, da es sich dabei wahrscheinlich um ein sehr bedeutsames Lied hielt, denn warum sollte zu dieser Zeit, die sonst meist durch Ruhe gekennzeichnet ist, jemand seine Stimme erheben, beschloss ich die Person zu ehren in dem ich in den Gesang einstimmte, eventuell lag ich einem Trugschluss auf, mehrten sich doch erbost klingende Stimmen, oder lag es an meinem Gesang, habe ich einige Worte falsch betont? Jedenfalls suchten auch ein paar Leute in der Nähe des Brunnens nach etwas, vermutlich nach mir, ich begab mich also weiter unter Wasser und verhehlte meine Präsenz durch eine Verdunkelung der Umgebung.