Button

Von den Göttern verlassen!?

-als Traviahold-

 

„Beim Heiligen Kessel der Herrin Mutter! Was geschieht hier an diesem dämonischen Ort? Aus dem anfänglichen Unwohlsein an diesem gespenstigen Ort wurde Panik. Eine Panik, die jeden beschlichen zu haben scheint. Nicht einmal der Zwerg oder der Nordmann scheint davon verschont zu bleiben. Und ich? Mutter! Ich habe einen unstillbaren Durst und Hunger! Bei Travia, das darf nicht sein! Dank der Hexe habe ich diesen Missstand wenigstens bemerkt. Bei den Zwölfen, was kann ich nur tun? Gefangen in einer Höhle ohne Ausgang, ohne Überlebenschance. Wäre doch nur Sieghelm hier, er wüsste sicher, was zu tun wäre. Ihr Götter! Helft uns zu sehen, dass wir nicht verloren sind! Hier sind eure Streiter versammelt, um für euch zu kämpfen! Verlasst uns nun nicht! Auferlegt uns jedwede Bürde und wir werden sie tragen, wenn ihr uns bei dieser Queste helft! Es geht doch nicht nur um unser kleines Leben! Mutter, du selber hast uns zu verstehen gegeben, dass es um mehr geht! Um die Welt, wie wir sie kennen, wie ihr sie geschaffen habt und noch immer gestaltet. Es geht auch um eure Existenz ihr Götter! So helft uns doch!“

Völlig in diese Gedanken vertieft streifte Traviahold durch die Dunkelheit der verschlossenen Höhle. Er bermerkte, dass er sich weit von der Gruppe entfernt hatte und machte sich auf den Weg zurück. Dabei entschloss er sich notfalls hier an diesem unwürdigen Ort eine Messe zu halten, wie sie die Dämonen unter der Erde noch nicht gesehen haben! Drei Auserwählte der Alveranen sind hier versammelt, auf der Suche nach zwei weiteren. Alle hier Anwesenden sind heute Zeugen eines großen göttlichen Wunders geworden und es ist der Tag der Erneuerung! Welche Mächte wollen die Dämonen schicken um diesen vereinten Glauben an Götter und Halbgötter zu brechen! Grimmigen Blickes und festen Schrittes ging er auf die anderen zu, um seinen Plan zu verwirklichen.

Das „Joint-Venture-Project“

Idee

Das „Joint-Venture-Project“ soll uns Spielern die Möglichkeit geben in beliebiger Konstellation zusammen zu finden um gemeinsam, oder mit neuen und interessierten Spielern, gelungene und erfüllte Rollenspielabende zu haben.  Es soll sowohl erfahrenen Spielern eine Abwechslung bieten, als auch neuen Spielern die Möglichkeit geben leicht einzusteigen ohne viel Vorwissen haben zu müssen.

Konzeption

Mitgestaltungsmöglichkeit & Spieltermine

Es wird keinen festen Meister geben, jeder Spieler soll die Möglichkeit haben an der Entwicklung mitzuarbeiten. Jeder Spieler wird zwar feste Charaktere haben, doch es müssen nicht immer jeder davon anwesend sein. Die Spieltermine sind darauf aufgelegt „One-Shots“ zu sein, d.h. das ein Abenteuer an einem (oder maximal zwei) Spieltermin(en) abgehandelt werden können um damit die Rotationsmöglichkeit und das Einbinden neuen Spieler gewährleisten zu können. Es wird auch keine festen Spieltermine geben, sondern eher gelegentliche Spieltermine alle paar Monate.

Inneraventurischer Spielort

Gespielt wird Hauptsächlich in und nahe dem kleinen Weiler Weidenau, welches auf dem Gut Beonfîrn in der Baronie Brachfelde, in der Grafschaft Bärwalde im Herzogtum Weiden liegt. Anfangs soll der Weiler noch recht klein sein. Der Ort ist so gewählt, dass alle möglichen Geländetypen in der Nähe sind: Wald, Gebirge, See, Steppe, Moor, Fluss, Stadt und Handelsstraße – um jeden Abenteuertypus zu ermöglichen. Weiden ist außerdem klassisch Mittelalterlich, weshalb das Einfühlen in diese Region auch Neulingen vereinfacht wird.

Charaktertypen & Abenteuerart

Jeder Heldencharakter beginnt mit 100 anstatt mit 110 GP. Es wird keine klassischen Helden geben, sondern eher „normale“ Dorfbewohner, und zwar Jugendliche des Dorfes. Das heißt unter anderem der „Schmiedelehrling“, der „Bäckergeselle“, die Tochter der Schankmaid oder die junge Tempeldienerin. Damit einhergehend darf kein Charakter einen Wert höher als 6 haben. Sämtliche Charaktere sind noch Junghelden die eher einfachen Tätigkeiten nachgehen und eher zufällig oder aus Neugier in Abenteuer stolpern. Dem zur Folge werden auch die Abenteuer eher einfach, jedoch nicht anspruchslos zu sein. Ein Abenteuer könnte es z.B. sein eine verlaufene Person im Wald zu suchen. Oder das verloren gegangene Tagebuch des Geweihten wiederzufinden, welches er bei seinem Spaziergang durch die Wälder liegen gelassen hat – und wie es bei Abenteuern so ist, kommen dabei unterwegs immer Widrigkeiten auf.

Es wird also für die Helden etwas besonderes sein ein echtes Schwert zu finden, der Büttel des Dorfes ist eine Respektsperson und es wäre eine große Ehre mal dem Baron zu begegnen. Dinge, die für unsere normalen Helden selbstverständlich sind, müssen von den Helden dieser Gruppe erst erarbeitet werden. Gegner werden Primär auch nicht mit Muskelkraft besiegt, sondern eher mit List und Tücke.

Charakterentwicklung und Charakterhintergrund

Es wird nach jedem Abenteuer kleine bis größere Zeitsprünge geben, um die Charaktere altern zu lassen und damit eine Entwicklung in der Dorfgemeinschaft stattfinden kann. Die Helden werden die Möglichkeit haben an der Entwicklung des Dorf teilhaben zu können.

Jeder Spieler denkt sich zwar einen Charakter aus, doch den Hintergrund und die Geschichte des Charakters übernimmt jemand anderes, um somit Überraschungen gestalten zu können oder es interessant werden kann für jeden mehr über die Vergangenheit seines eigenen Charakters herauszufinden. Hierbei sollte natürlich darauf geachtet werden das nicht jeder Held einen übermäßig pompösen Hintergrund haben muss, es kann auch einfach ein anderer Vater sein als der gedachte, eine mögliche andere Blutlinie oder eine entfernte Verwandtschaft zu einer Hexe etc.

Mitgestaltungshilfe

Jeder Spieler der Interesse hat, kann an dem Konzept mitarbeiten und gewisse Teilbereiche ausarbeiten. Selbstverständlich sollte der Weiler Weidenau auch nicht zu sehr ausgearbeitet werden um noch Raum für kreative Ideen zu lassen.

Der Weiler Weidenau

Das nächste größere Dorf Beonfîrn hat ca 300 – 400 Einwohner. Der Weiler Weidanau sollte daher anfangs nicht mehr als 100 Bewohner haben. Daran ausgerichtete sollte es also folgende Beschreibungspflichtige Bereiche geben (Gerne können auch noch eure Ideen aufgenommen werden):

Vorausarbeitung:

  • Karte des Weilers Weidenau (Jörn)
  • Handelswaren (z.B. Gerste, Äpfel, Holzwaren, etc.) und Gewerke (z.B. Schreinerei, Bäckerei, Köhlerei, etc.) des Weilers

Details:

  • Baron von Brachfelde (Jörn)
  • Belehnter Ritter (Gutsherr) von Weidenau/Beinfîrn (Jörn)
  • Büttel von Brachfelde (Für Zölle und Sicherheit des Dorfes, und neben dem Ritter der einzige der Waffen tragen darf)
  • Taverne (Weniger ein Gasthaus, denn Weidenau ist kein Durchgangsort)
  • Alter niedergelassener Kriegsveteran
  • Schmiede (Bestehend aus Schmied und deren Gesellen und Lehrlingen)
  • Geweihte/r (Eine passende Gottheit, evtl. Peraine oder Ingerimm. Evtl. sogar mit Tempel o. Schrein)
  • Krämer (Zuständig für den Verkauf von Alltagswaren im Weiler)
  • Ein magischer Charakter (Entweder offen oder verdeckt und entweder im oder außerhalb des Dorf lebend)
  • Ein Kräuterkundiger (Muss keine Hexe sein)

Hochladen von XML

Aloha,

so es ist nun möglich die XML-Dateien der Heldensoftware hier hochzuladen und in Beiträge, Seite, etc. einzubinden. Solltet Ihr noch weitere Formate haben, welche noch nicht hochgeladen werden können so nennt sie mir bitte und ich füge sie zur Liste der erlaubten Uploads hinzu.

Eure Forumshexe.

Nach dem Sturm

Als die Gruppe in der Nacht zu Racona von Salzas Wohnstatt zurückkehrte, war Ludevico ungewöhnlich still und kehrte ohne Worte auf sein Zimmer zurück, um sich bettfertig zu machen. Er lag noch lange nachdenklich da und kämpfte mit Gewissensbissen.

Warum hatten wir eigentlich Firl mitgenommen? Das war mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit ein Fehler. Allerdings besser, er bekommt jetzt mit, dass das Abenteuerleben eine Spur härter ist, als er es sich dachte, als würde er es mitten im Wald erfahren. Hier hat er noch die Möglichkeit, in ein normales Leben zurückzukehren und sich zu entscheiden. Doch ist meine Beziehung zu dem aufgeweckten Jungen viel zu frisch, als dass ich ihn jetzt einfach fallen lassen wollen würde. Ich werde morgen sogleich einen Brief aufsetzen, den ich beim Tempel für ihn abgeben werde. Für heute muss ich schlafen, die Ereignisse dieser Nacht waren einfach zu viel. Doch vor allem muss ich mich bei Dir entschuldigen, PHEx. Ich habe Deine Macht missbraucht, nur um meine eigenen Interessen zu wahren und gleich zweimal Menschen aus Borons Händen zu entreißen, die ich noch nicht einmal leiden kann. Sicher war es perainegefällig gewesen, doch habe ich meine Tarnung dadurch preisgegeben. Dies ist unverzeihlich, und ich werde dich erst einmal nicht mehr um Hilfe bitten und versuchen, auf eigene Faust zu handeln. Ich hoffe, du vergibst mir meine unüberlegten Taten.

Bei diesen Gedanken schlief er mit tiefen Sorgenfalten auf der Stirn ein. Doch sein Schlaf war unruhig; ständig wälzte er sich auf dem Bett hin und her. Am nächsten Morgen war er darum nicht sehr erholt und man merkte ihm seine düstere Stimmung an. Er verbrachte den frühen Tag hauptsächlich in seinem Zimmer. Er ließ sich sein Essen dorthin bringen, während er wiederum einen Brief aufsetzte.

Das Schreiben ist für mich eine wahre Wohltat. Es erinnert mich ein wenig an mein normales Leben und gibt mir ein wenig Halt, denn das Abenteuerleben ist für mich im Grunde genommen genauso wenig etwas für mich wie für den kleinen Jungen.

Dabei musste er lächeln, doch seine Miene verdüsterte sich wieder, als die Ereignisse der letzten Nacht in sein Gedächtnis zurückkamen. Er schüttelte sich kurz und atmete tief durch, die Haltung straffend. Alles stand bereit und er begann zu schreiben.

Lieber Firl aus Thurana,

unsere Bekanntschaft dauert noch nicht sehr lange an, doch verstanden wir uns auf Anhieb gut. Obwohl dein Verschwinden für die Gruppe und mich einen herben Verlust darstellt, kann ich mehr noch als die anderen deine Entscheidung verstehen; du hast meinen vollen Respekt dafür. Nimm dir die Zeit im Borontempel, um zu überdenken, was du mit deinem Leben anstellen willst. Doch wie auch immer deine Entscheidung ausfällt, so sollst du wissen – und in diesem Punkt wiederhole ich mich gern -, dass du an meiner Seite immer einen Platz haben wirst. Denn auf lange Sicht ist das Abenteuerleben auf Straßen und in Katakomben genauso wenig für mich wie für dich gemacht. Ich hoffe, wir können zumindest im Geschriebenen noch in Kontakt bleiben, denn es interessiert mich sehr, wie sich ein so vielversprechender Sprössling wie du entwickelt. Solltest du das genauso sehen, so schicke mir doch von Zeit zu Zeit einen Brief an meine Adresse in Andergast. Es würde mir sicher die langweiligen Pflichten eines Händlers erleichtern und ein wenig Sonne in mein Herz treiben. Außerdem möchte ich dir hiermit ein Angebot machen. Ich weiß, diese Praktik ist sicher eher für Maraskanis üblich, doch da ich bisher weder eine Frau für mich gefunden habe, noch aufgrund dessen einen Spross mein eigen nennen kann, würde ich dich, solltest du dem Tempelleben überdrüssig werden, gern adoptieren. Verstehe das nicht als eine Aufforderung, ich möchte dir lediglich diese Tür offen halten. Denn ich will nicht, dass unsere Bekanntschaft und Zusammenarbeit so früh endet. Außerdem möchte ich dich bitten, die Handsprache, die ich euch beibrachte, für dich zu behalten, da sie eher wie ein Juwel ist, das ich Menschen, die ich schätze, anvertraue und sie nicht dafür gedacht ist, einfach wie ein Stück Lumpen weitergereicht zu werden. Ich hoffe, du kannst das verstehen.

Auf hoffentlich bald

LGLE

Dann versiegelte er den Brief wieder auf die gleiche Weise wie die anderen davor. Auf seinem Gesicht konnte man sehen, dass offenbar eine große Last von ihm abgefallen war. Seine Stirn war immer noch in Falten, doch nun nicht mehr so sehr. Er blies die Kerze aus, nahm das zusammengerollte Pergament und verließ unter einem Vorwand das Wohngebäude des Magus gen Borontempel.

Schnee Endlich wieder Schnee

20 Tsa. 1026 n.BF / 33 n.Hall

Wir sind Heute auf dem Gut vom Junker angekommen. Dort erfuhren wir das um zu seinem Stammsitz zu gelangen wir einen Pilgerpfad begehen müssen. Im Winter, wo doch die Meisten Pilgerer eher im Sommer dem Pfade Folgen. Auch Sieghelms Bruder Traviahold traf nach kurzer weile ein, ein Geweihter der Travia. Er hat interessante Ansichten, ich hoffe nur das ich ein Streitgespräch vermeiden kann. Nehazet ist ebenfalls zu uns gestoßen und gemeinsam gaben wir dem wehrten Bruder eine grobe Zusammenfassung der Geschehnisse wobei wir vieles auf später verschoben da wir die nächsten Tage wohl gemeinsam zu Sieghelms Wohnsitz reisen würden. Es schlossen sich noch zwei alte Pilgerer an. Handwerksmeister, Einer war Schuster der andere Tischler wenn ich mich recht erinnere, Beide schon ergraut und ohne die Scheu der Jugend wie mir scheint. Auch fand ich Heraus das in den letzten drei Jahren immer wieder einsame Wanderer und Jäger Spurlos verschwunden sind. Die Dörfler sind ratlos und geben den Trollzackern die Schuld. Ich Persönlich hege da meine Zweifel da eine geübte Jägerin wie es die letzte verschwundene war zumindest einen Pfeil oder ein Messer und vermutlich Blut hinterlassen hätte wenn sie entführt worden wäre. Doch was auch immer dafür sorgt das Menschen einfach Spurlos verschwinden ich werde ihm wohl kaum in einer Taverne begegnen darum zogen wir uns einer nach dem andern ins Bett zurück.

Ich zog mich auf mein Zimmer zurück um diese Worte zu schreiben, unsere neuen Begleiter sind interessant doch ich hoffe das ich ein Streitgespräch mit dem Jünger Travias vermeiden kann. Er scheint doch der sehr Mittleländichen Ansicht zu folgen. Vielleicht aber kann aber Nehazet mit seinem Innern Zwiespalt aushelfen. Ich denke das auch ich demnächst langsam doch mal versuchen sollte positiv einzuwirken, sein Gemütszustand hat sich kaum geändert. Ich bin mir bewust das davon abgeraten wurden zu versuchen enge Freunde heilen zu wollen doch fürchte ich das ein Außenstehender die Problematik noch weniger verstehen kann als ich es tue.  Nun die nächsten Tage werden interessant. ich hoffe nur das die Berge keine Schlechten Erinnerungen oder Panik Anfälle bei mir auslösen.

21 Tsa. 1026 n.BF

Ich hätte auf Spikes bestehen sollen. Und auf anseilen den Göttern sei dank konnte ich mich rechtzeitig genug festhalten und meine Zweililie als Picke missbrauchen. Aber der Reihe nach. Wir haben heute auf dem Pfad den Berg angegangen. Es war ein schöne Aufstieg und ich konnte fast das Mulmige Gefühl vergessen das ich wieder einen Berg in Eiseskälte besteige. Gut dieses mal mit zwei Personen die diesen weg schon des Öfteren gegangen sind und wir bleiben auf einem Vorherbestimmten Pfad. Doch sind diese Personen Sieghelm und sein Bruder. Nicht das Sieghelm gefahren nicht einschätzen könnte wie das Nehazet teilweise an Licht legt. Doch Neigt er dazu Details die er für unwichtig befindet oder von dem er glaubt das sich andere darum nicht sorgen müssten einfach … für den Moment nicht zu erwähnen. Wie das es sich bei der Brücke die wir morgen überqueren müssen sich um eine Hängebrücke handelt. Dieses Detail hat eine ganze Weile gebraucht bis es uns endlich mitgeteilt wurde. Und seinem Bruder kann ich nicht einschätzen. Er mag ein Geweihter der Travia sein aber diese sind nicht gerade für ihr überleben in der Wildniss bekannt. Doch ich schweife ab.

Wir bestiegen den Ifirns Stieg am Frühen Morgen. Hinauf in eine noch sehr Schattige Landschaft. Doch als wir den Schatten verließen offenbarte sich uns eine Ansicht von der ich hoffe das ich jene Gefühle, die sie in einem Wachruft einmal auf eines meiner Bilder bannen kann. Es ist eine herrliche Landschaft in dem das Gut des Junkers Liegt. Ein wenig Rau und sehr nah am Berg, aber trotzdem sehr schön gelegen. Dann trafen wir auf die Schneegrenze und ich muss gestehen mein Herz schlug schneller. Schnee! Endlich wieder Schnee. Am Anfang nur ein Paar wenige Flecken, aber dann um eine Biegung herum lag die ganze Weiße Pracht vor uns. Ich muss gestehen das ich für einen Moment meine Sorgen vergaß und ein Zwei Schneebälle mit dem Hauptmann wechselte bevor wir weiterzogen. Leider vergaß ich wie unnachgiebig Schneebedeckte Berge gegenüber Ausgelassenheit seinen können. An einem etwas schmaleren Stelle bewunderten wir Gerade die Aussicht als der Alte Arno sich bei Sieghelm überschwänglich bedankte, ausrutschte und beinahe dem Abhang Hinunter geschlittert wäre. Ich, genauso wie Traviahold, griff rasch zu doch verlor ebenfalls den Sicheren Stand. Zum Glück konnte ich meine Zweilille greifen und sie in den Boden Rammen. Ich Danke der Herrin Travia dafür das Mutter mich den Umgang in der Küche unterwiesen hat so das mein Griff stark und unnachgiebig die Zweililie umschlossen hielt während Traviahold an meiner andern hing. Leider verlor Arno den Griff und Schilderte gefährlich schnell auf den Abhang zu. Eine von Nehazet beschworenes Luftelementar konnte ihm den Götter sei dank aber in nur 10 Schritt Entfernung auf einer kleinem Vorsprung Bremsen von dem er ohne Größere Schwierigkeiten zurück auf dem Pfad gebracht werden konnte.

Am Abend nach einer, trotz des Schreckens am Mittag herrlichen Wanderung durch den Schnee erreichten wir unseren ersten Rastpunkt. eine verlassende Minenarbeitersiedlung. Die Architektur der dort verbleibenden Gebäude deutet eindeutig darauf hin das sie niemals mehr als einfach Hütten waren, bei denen nur der Schornstein als Stabilster teil noch einigermaßen erhalten Ist. Ich werden dem Herrn Hauptmann wenn wir seinen Stammsitz erreicht haben vorschlagen ein Paar Wanderhüten zu errichten aus Stabilen Holz, dafür gedacht auch mal ein Halbes Jahr alleine gelassen zu werden, auf das kein wandere egal zu welcher Jahreszeit ungeschützt vor dem Wetter Schlafen muss. Den wen die Bauwerke weiterhin zerfallen wird irgendwann einmal bei starkem Wind die Mauern Zusammenrechen und dann hoffe ich bei Aves liegt dort keiner Drunter. Nehazet Befand das eine Hütte als Unterkunft zumindest einmal ein Dach Haben Sollte und errichtete eins mithilfe eines Beschworenen Elementares. Das Ergebnis war interessant und konnte mit ein paar Menschlichen Veränderungen auch als Vollwertige Schlafstatt dienen.  Es zeigte sich das es wieder einmal ein Missverständnis zwischen Sieghelm und Dehlia gab. Als folge dessen gerieten Kalkerib und Sieghelm in ein ernstes Streitgespräch. Dankenswerter weise konnte Dehlia dies bevor es ausarten konnte unterbinden. Ich glaube das sie mittlerweile sehr gestresst ist aber noch nicht so weit das sie wirklich Auskeilen würde. Ich hoffe das sich diese Deiecksbeziehung sich irgendwann noch normalisieren kann. Auch wurde ich daran erinnert warum man Travia Geweihte so selten Missionieren sieht das sie gewisse Gepflogenheiten voraussetzen die in Fernen Ländern einfach nicht gegeben Sind. Ich fürchte das Dehlias Beziehung zu Kalkarib bei ihm auf stärkste Ablehnung stößt ich frage mich was wohl passiert sollte er jeh Herausfinden das ich keinerlei Interesse an dem Bund mit einem Man habe?

Sieghelm konnte es sich nehmen lasse und uns das örtliche Schauermärchen von einer Hexe erzählen die noch irgendwo hier in den verlassenden Ruinen leben solle. Er hätte doch wissen müssen das dies das Interesse von zwei unserer Begleiter erwecken muss. Während Dehlia sich nichts anmerken ließ verschwand Nehazet unbemerkt in die Nacht und erkundete die Ruine. Nach einer Weile erklang ein Lautes Geräusch und Lichtblitz wart zu sehen. Ich fand Nehazet an seinem Ausgangspunkt im Schnee. Er erzählte mir das die kaputte Tür in der Zerfallenden Hütte ein magisches Portal sei. Es zeigt wie viel Zeit ich schon mit diesem Höflichem Mann verbracht hab das ich nicht für eine Sekunde an seinem Worten zweifelte.

Auf seine Bitte hin versuchte ich Dehlia dazu zu bringen nach ihm zu sehen. Eine Bitte die von ihrem Mann verweigert wurde, und die mit dem Befehl ein herging das sie jetzt zu Bett gehen werden. Wie kann diese Selbstsichere, selbständige bewundernswerte Frau sich so etwas bieten lassen? Es scheint als wäre sie nicht nur einverstanden damit das er sie Kommandiert und ihrer Entscheidungen entscheidend beeinflusst. Sonder sie scheint es Sogar zu genießen zu einem gewissen Grad. Den Jedes Mal wenn ich diese Beiden zusammen sehe und sie nicht im Streit sind. Kann ich nur Stolz und Glück in ihrem Blicken füreinander erkennen. Doch entgegen Dreibeihns Theorie über den Geiste ist sie weder ein Opfer einer Vergewaltigung noch einer andern Gräueltat das Schutz in der Sicherheit von Befehl und Gehorsam sucht. Noch ist sie willenlos allem ergeben was die Götter ihr Auferlegen. Es scheint mir das entgegen was die Klassischen Lehrmeinung erzählt es Menschen gibt, die zumindest bei einem Bestimmten Partner eine unterwürfige Haltung suchen und genießen. Das Bedeutet nicht das Dehlia sich komplett dem Partner unterwerfen muss sonder nur das sie ihm im großen und Ganzen dem Eindruck der Dominaz gewährt. Und doch wenn ich dieses Beispiel beim Hesindedorf zu Festum Vortragen würde, kann ich jetzt schon die Spottrufe der Kollegen hören. Vermutlich muss ich noch 30 Jahre warten bis ich alt und ergraut bin und keiner es mehr wagt mein Wort anzuzweifeln bis ich auch nur annähend die allgemeine Lehrmeinungen mit meinen Erkenntnissen beglücken kann. Aber auch nur falls ich bis dahin Sesshaft und Teil eine Universität oder andern Geachteten Einrichtung bin. Dem Hesindecolleg zu Shirda vielleicht.

Oh es schneit wieder ich hoffe das der Magus sich keine Erkältung holt vor seiner verschlossenen Pforte, auch wenn er meint das eine Rune die sich in seinem Besitz befindet den Schnee schmelzen kann. Vielleicht sollte ich am Morgen einen kräftigen Käuter Tee zubereiten. Der Eintrag heute ist etwas länger geworden es muss am Schnee liegen es ist schön ihn wiederzusehen. Den auch wenn er tödlich sein kann, liegt eine Herrliche Ruhe im Schnee.

Wilde Verhandlungen

Ich bin nunmehr seit über einer Woche wieder in Khorestan und habe mich weiter darauf vorbereitet mich mit den Ferkinas auseinanderzusetzen und hoffe nach wie vor auf eine friedliche Koexistenz, wäre es doch höchst lohnenswert für mich Sie im Zweifelsfall nutzbringend einzusetzen. Auch das brauen der Heiltränke kommt gut vorran. Die Bibliothek ist nicht mehr ganz so karg bestückt, mittlerweile finden sich einige der von mir genutzten Bücher dort, darunter der Folianth der Kräuterkunde und die ersten drei Bände der Gespräche Rohals. Die Theorie der Wahrnehmung und Beobachtung, sowie der Tractus Septelementaricus und das Lexikon der Alchimie, samt dem Buch über die Stabzauber und die Entwicklung übernatürlicher Willenskraft und der Leitfaden des wandernden Adepten befinden sich noch in meinen Privatgemächern, bei einigen aus Studiengründen bei anderen, aus nunja anderen Gründen. Darüberhinaus habe ich einige Karten in die Bibliothek gelegt, und Assaf angewiesen nach Schriften über verschiedene Gebiete ausschau zu halten, wobei natürlich das AtP Prinzip gilt, Arkan trumpft Profan.

Heute, am 24. Hesinde 1026 n.B.F. ist es also endlich, soweit ich werde aufbrechen und diese wilden Verhandlungen mit den Ferkinas führen, aus zuverlässigen, wenn auch windigen, Quellen weiß ich in welche Richtung ich mich zu wenden habe, die Thaumatursome sind bereit und die dienstbaren Geister gebunden, die Kamele und Menschen sind ausgeruht und es sollte alles in den von mir erwarteten Parametern ablaufen, ich hatte ja mehr als genügend Zeit mich auf das zusammentreffen vorzubereiten.

Aber, wie es immer ist, wurde ich auch heute in meiner Muße unterbrochen als ich mit Mezzek meinem neuen Lehrling der Al’Cymia gerade dabei Mittel der Spagyrik zu brauen, er macht sich recht gut, flinke und geschickte Hände und wenn er sich anstrengt verfügt er auch über einen recht wachen Geist, in ein paar Götterläufen, oder nach ein paar Monden bei mir sollte er ein recht fähiger Alchimist sein, nachdem ich seinem Geist etwas auf die Sprünge geholfen hat, versteht sich. Mein treuer Wesir klopfte gerade an die Tür zu meinem, wie ich beschämend sagen muss, doch recht kargen Laboratorium, an um mir mitzuteilen das ein paar Individuen um eine Audienz baten, darunter eine alte Kräuterfrau und eine junge Söldnerin, später stießen noch die Hairane der drei großen Sippen Shirdars und Quadanagars hinzu. Bei der Beschreibung der Kräuterfrau hatte ich schon einen leichten Verdacht, immerhin habe ich es mittlerweile schon mit einigen Töchtern Satuarias zu tun gehabt, um sicher zu gehen, bzw. zumindest partiell sicher zu gehen, wies ich Assaf an die werte Azila saba Nassir, so der Name der alten Kräuterfrau, von dem Nachtwind begutachten zu lassen und mir anschließend mitzuteilen, wie dieser reagiert hätte. Ich begab mich in der Zwischenzeit in meinen Thronsaal und wartete. Assaf teilte mir später mit, das der Nachtwind außer sich war, ein gutes Zeichen für die Anwesenheit von Magie, in den kommenden Tagen, werde ich mir ihre Aura genauer beschauen. Wir unterhielten uns eine Weile, und sie bot mir ihre Dienste als Alchimistin an, nun ich zweifelte zwar etwas an ihren Möglichkeiten als kundige der Alchimie, zumindest in dem Bereich den ich unter Alchimie verstand, aber für die Spagyrik, auf welchem mein momentanes Hauptaugenmerk ruht, sollte es ausreichend. Während unseres Gespräches kamm es zu einem Zwischenfall in meinem Laboratorium in dem Mezzek gerade tätig war, Assaf wurde angewiesen sofort nachzusehen und Mezzek nach unten zu bringen, auch meine Wachen eilten zu meinem Laboratorium.

Mezzek und die Wachen tauchten kurze Zeit später auf, ersterer mit sichtlichen Spuren der Explosion, ich unterhielt mich zuerst mit ihm, er beteuerte mir das er nicht verstand was vorgefallen sei und das er sich an meine Anwesisungen hielt, nun ich vertraute ihm zwar, wies ihn jedoch darauf hin, das der Schaden natürlich von seinem Lohn, den er erst nach der Beendigung seiner Lehre bei mir erhalten würde, abgezogen würde, das sollte mir also für einige Götterläufe einen treuen und recht motivierten, zuverlässigen, Alchimisten geben, den Schaden würde ich kurzerhand in einigen Tagen wieder Rückgängig machen, lassen. Mezzek wurde angewiesen von der „Alchimistin“ Azila saba Nassir zu lernen, beide sollten sich auch oben umsehen um heraus zufinden, was genau vorgefallen sei, saba Nassir und meine Wenigkeit hatten uns schon vor Mezzeks erscheinen darüber unterhalten das es mit den Ingredenzien, mit denen er gearbeitet hatte, eigentlich nicht möglich war, oder zumindest sehr sehr unwahrscheinlich, das angerichtete zu vollführen.

Danach unterhielt ich mich kurz mit meinem Agha, der ebenfalls zu dem Tatort geeilt war, ich lies mir kurz seine Perspektive schildern und teilte ihm dann mit, das er doch bitte nach seine Wachen sehen möge, vor allem am Tor, ging ich doch davon aus, das nun niemand mehr am Tor Wache halten würde, eine Vorstellung die mir, vor allem in Kombination mit einer mehr als unwahrscheinlichen Explosion, nicht gefiel.

Danach wandte ich mich der anderen Dame zu, einer Söldnerin die nicht sprach, ihre Schriftkenntnisse müssten noch verbessert werden, wie ich fand, aber sie machte einen fähigen Eindruck und erschien mir bekannt, da ich auf lange Sicht mich gegen meine Söldner absichern muss und eine Söldnerin die nicht reden kann, bestimmt einiges interessantes mitbekommen wird, stellte ich sie ein. Sie fungierte ersteinmal als Leibwache für mich. Danach traten dann auch die Hairane mitsamt ihrer Begleitung ein, es wurde wieder das übliche gefordert, das ich mich doch um deren Belange kümmern söllte, was dachte die was ich die ganze Zeit mache, ich meine ja, ich würde mich lieber anderen Dingen hergeben und ernsthafte Forschung tätigen als die Probleme anderer Leute zu lösen, aber ich hatte die letzten Tage unermüdlich an der Lösung des Problems gearbeitet, mein Plan war Perfekt, wäre ich so töricht gewesen und hätte mich gleich um deren Ansinnen gekümmert, wer weiß was dann passiert wäre, man sollte meinen das Personen ihren Alters über mehr Verstand verfügten. Ich teilte ihnen so ruhig es mir möglich war, mit das ich heute aufbräche um ihre Leute zurückzuholen. Später gab es mal wieder eine Anfrage vom Harem, die haben auch nichts besseres zutun als mich mit ihren Nichtigkeiten zu stören, habe ich langsam das Gefühl…

Liliana, so der Name meiner neuen Leibwächterin, begleitete mich in die Reste meines Laboratoriums, der Schaden war wirklich fasznierend, für das was eigentlich zusammengemischt werden sollte, schnell stellte sich heraus das unter dem Gold noch einiges war, was dort nicht sein sollte, nicht sein konnte ich hatte das Gold in Khunchom einschmelzen lassen, es war also schlicht nicht möglich das diese Ablagerungen in dem Material eingeschlossen waren, mein Laboratorium wurde also sabotiert, meinem Lehrling wurde schwerer Schaden zugefügt und ein Teil meiner Ingredenzien, den ich erst vor ein paar Tagen habe ziehen lassen, wurde verbrannt, Liliana wies mich daraufhin, dass sie einen Diener gesehen hatte der sich nach dem „Unfall“ untypisch verhielt, ich wieß sie an mir diesen zu bringen, würde ich mich doch gerne mit ihm unterhalten wollen, da zu befürchten war, dass ihre Suche behindert werden würde, wenn sie nicht als in meinem Dienst ersichtlich war, ließ ich nach kurzem Nachdenken nach einem meiner Soldaten rufen, diesem wurde befohlen seinen Waffenrock an meine neue Leibwächterin auszuhändigen, er selbst sollte sich einen neuen holen. Liliana machte sich auch sogleich auf die Suche, fand jedoch nichts. Ich wies sie an sich an diesen zu erinnern und fragte Collega saba Nassir, ob sie sich in ihren Gedanken umsehen könnte und uns ein Abbild des gesuchten, „zaubern“ könnte, was sie auch, nach der Einnahme von zwei Phiolen, die verdächtig nach Schwarztee rochen, tat, der Gärtner fertigte ein schnelles Bild an und der Diener wurde gesucht, war jedoch nicht mehr aufzufinden. Da hier nichts mehr zu machen war, wurde Mezzek zum Studium in die Bibliothek geschickt, er sollte sich nocheinmal mit den ersten Kapiteln des Lexikons der Alchimie vertraut machen, ein paar Tage sollten dafür ausreichen, vielleicht etwas mehr, da er eine Abschrift anfertigen sollte, Collega saba Nassir sollte ihm behilflich sein und bei fragen die passenden Antworten geben, ein paar Diener wurden noch organisiert um ihre persönliche Habe herzubringen. In der Zwischenzeit waren die Reisevorbereitungen auch abgeschlossen und ich begab mich mit Liliana nach unten und wir begaben uns durch die Steppe zu dem Ferkinalager.

Unsere Gruppe bestand aus drei Kamelen, zwei dienten als Packtiere, auf dem letzten, oder ersten, ritt ich, der Agha begleitete mich mit vier seiner Soldaten, Liliana begleitete mich ebenfalls, sowie auch je ein getreuer eines der Hairane. Die Reise verlief unauffällig bis wir hinter der Ruine des ehemaligen Staudammes kammen, hm ich sollte mal nachsehen was ich noch mit dem Gestein anfangen könnte, für das eine oder andere Bauwerk sollte es wohl ausreichend sein, am besten wäre wohl das Gestein für den Rohbau der geplanten Ziegelei zu verwenden, sowie, nach den heutigen Erlebnissen, noch etwas von dem Gestein zu verwenden um ein Laboratorium außerhalb meiner Residenz zu errichten. Wir folgten dem Fluss hinauf in Richtung des Raschtullswalles bis wir auf der anderen Seite ein paar Ferkinas sahen, diese rannten von uns weg, wir folgten ihnen, nach einiger Zeit, wir waren in einem kleinen Tal angekommen, war es mir zu blöd, und ich rief meinen treuen Diener der Luft herbei uns den Weg zum Lager der Ferkinas zu weisen, was dieser auch tat.

Es dauerte eine Weile bis wir das Sippendorf, bestehend aus zwei bis drei Dutzend Zelten vorfanden, ich lies die Ferkinas wissen das ich mit ihnen zu verhandeln gedächte, doch diese Wilden verstanden uns nicht und wollten uns angreifen, ich holte den gebundenen Humusdschinn hervor und nutzte ihn primär als Dolmetscher, diese primitiven beschuldigten mich an irgendeinem Ungemach ihres Schamanen schuld zu sein, dabei hatte er wahrscheinlich nur was falsches gesehen oder so, oder sich an der falschen Stelle geschnitten. Ich versuchte sie so diplomatisch, wie möglich, unterstützt von meinen rationalen Gedankengängen, davon zu überreden das ich nur an friedlichen Verhandlungen interessiert sei, nachdem dies nicht auf fruchtbarem Boden fiel und sie meinen Dschinn angriffen, befahl ich diesem die Waffen von ihnen in Erde und Laub zu wandeln, dem gebundenen Erzdschinn von mir befahl ich ihre Waffen in Barren zu wandeln, was mir acht Barren Stahl einbrachte, vier davon schenkte ich dem Dschinn, der Luftdschinn aus dem Artefakt wurde angewiesen die Ferkinakrieger in einer Wand aus Luft einzukesseln, ich stellte es ihm frei, ihnen interessante Geschichten zu erzählen, damit ihnen nicht langweilig würde. Nachdem die Krieger somit aus dem Weg waren, setzten wir unseren Weg in Richtung des Lagers fort, die Rindviecher der Ferkinas wurden jedoch aggresiv, nunja ich überließ es dem Erzdschinn mit diesen zu spielen während zwei meiner Leute die Zelte nachden Frauen durchsuchten. Es dauerte zwar eine weile, aber die Frauen kammen langsam zu uns, zum schluss fehlten nur noch zwei der geraubten Frauen, nun gut 16 von 18 ist kein schlechter Schnitt für die Zeit, auch das Problem Azads wurde mir offenbar, nachdem dieser dazu gebracht werden konnte mich zu beehren. Es stellte sich heraus das er verflucht wurde, von einer Tochter Satuarias, zumindest nicht von Delia, wie ich feststellte, doch von wem sonst? Ihm wurde das Augenlicht genommen und er wurde mit einer Angst vor dem arkanen gestraft, letztere ließ sich durch mein diplomatisches vorgehen beheben, für erstere würde er eine Pilgerreise in die Stadt des Lichts nach Gareth machen müssen, bei seinem Verständnis der Zivilisation zweifelte ich doch daran ihn wieder zusehen, ich hielt es dennoch für das richtige seine Lage auf einem Stück Pergament zu schildern und ihm dieses mitzugeben, das sollte ihm den Weg, wenn er sich akzetabel verhielt doch erheblich leichter machen. Nachdem wir die Überreste der letzten beiden Frauen fanden wanden wir uns wieder gen Shirdar, hier war nichts mehr für uns zu machen, ich rief dem Winddschinn noch zu das er die Ferkinakrieger gerne noch mit dem Sagenzyklus um Assarbad den Magiermogul erfreuen könne, was er wohl auch tat. Die Rückreise war einigermaßen ereignislos, das Mädchen das auf meinem Kamel mitreitete, welches ziemlich verbissen war, vielleicht hatte es ihr dort ja gefallen (?), war das einzige was die Rückreise etwas unangenehm gestaltete, aber letzlich war das auch nur ein kleineres hindernis. Wir ritten später also in Shirdar ein und die Frauen wurden von ihren Sippen empfangen, im nachhinein denke ich es wäre besser gewesen, wenn ich neue Gewänder oben am Staudamm hätte bereit legen lassen, und die Frauen sich hätten ersteinmal reinigen lassen, vielleicht hätte man sich auch gleich um einige anderes was inzwischen vorgefallen war, kümmern sollen, danach wäre es sinnvoll gewesen in ein, vorher vorbereitetes Fest, das im Dorfzentrum aufgebaut werden sollen, einzureiten, naja beim nächsten Mal. Das Mädchen das mit mir mitritt, wurde von ihrer Familie nicht zurückgenommen und mir gegeben, nun ich werde in den nächsten Tagen wohl ihr Gedächtnis von den Erinnerungen an die Ferkinas befreien, es wird sich bestimmt noch eine Verwendung für sie finden lassen. Die Hairane waren nicht sonderlich glücklich, undankbares Pack, wenn es ihnen wichtig gewesen wäre, hätten sie mehr Initiave ergreifen sollen, ich habe ihnen schon vorher öfters mitgeteilt, dass ich mit anderen Angelgenheiten gebunden war, tut mir ja leid, das die Stabilität des Landes mir wichtig ist, soll ich beim nächsten Mal das Leben einiger weniger vorziehen und dadurch viele Gefährden?

Der Abend klang für mich auf meiner Residenz mit einem kleinen Fest aus, beim betrachten des Sternenhimmels kamm mir dann auch eine Idee, für die neue Uniform von Liliana, ich werde wohl noch ein paar andere einstellen müssen, oder ein paar Leute transferieren müssen, es wird wohl ersteinmal maximal nur eine Hand, aber nachder ersten Lieferung nach Khunchom sollten daraus schon fünf Hände werden.

Serverwartung

Hier die Mail von unserem Anbieter

Sehr geehrte Kundin,
Sehr geehrter Kunde,

um unser Netzwerk aktuell und stabil zu halten und die bestmögliche
Anbindung Ihrer Systeme zu gewährleisten, werden in folgendem
Zeitraum in unseren Rechenzentren Wartungsarbeiten und
Aktualisierungen am Netzwerk durchgeführt:

Mittwoch, 21.08.2013, zwischen 01:00 und 05:00 Uhr

Während der Arbeiten wird es zu kurzen Nichterreichbarkeiten Ihrer
Systeme von wenigen Minuten kommen. An den Servern selbst werden
keine Änderungen durchgeführt. Ihre Webseiten sind im Anschluss an
die Wartungsarbeiten wieder wie gewohnt verfügbar.

Für Ihr Verständnis bedanken wir uns im Voraus.

Aufbruch – Reise

Als die Pferde gesattelt waren und auch Ludevicos treuer Esel, da murmelte der andergastsche Händler der Gruppe zu: „Ich muss noch kurz etwas erledigen.“ Dann nahm er aus seiner Satteltasche eine hölzerne runde und längliche Schatulle heraus und verschwand damit zügigen Schrittes im Gasthaus. Dort angekommen, musste er sich erst ein wenig an die Dunkelheit gewöhnen, denn draußen hatte die Praiosscheibe den Hof in ein helles Licht getaucht, das trotz des kalten Wintertages etwas angenehme Wärme verbreitete. Hier drinnen spendete ein traviagefälliges Kaminfeuer wohlige Wärme; das war ihm auch wesentlich lieber. Im Gastraum befand sich, das bemerkte er, als sich die Stube von fast vollkommener Dunkelheit in ein Dämmerlicht verwandelte, nur noch Thalania, die ihn zunächst verwundert, dann freundlich anschaute. Sie öffnete den Mund, als wolle sie etwas sagen, doch Ludevico unterbrach sie gleich mit einem Kopfschütteln und lächelte ihr zu. Sie zuckte nur kurz mit den Schultern und fuhr fort, die Gaststube zu reinigen, nun, da der große Gästepulk, der sie ja nunmal waren, einmal das Haus verließ. Ludevico ging auf das Kaminfeuer zu, nachdem er sich sicher war, dass die Magd ihn nicht weiter beachtete. Er öffnete die Schatulle, holte raschelnd das Pergament, das er die Nacht zuvor so sorgfältig schrieb, heraus und ließ es ohne Zögern in die Flammen fallen. Es knisterte heftig, als die Flammen sich durch die trockene Schweinehaut fraßen. Er blieb noch ein wenig vorm Feuer stehen, sichergehend, dass auch der letzte Rest vom Schriftstück verbrannte und kehrte dann mit der leeren Schatulle nach draußen zurück. Die anderen schauten ihn erwartungsvoll an. Er meinte nur: „Wir können dann los.“

————————————————————————————————————————————————-

Sie waren gerade ein paar Stunden unterwegs, es war ein wunderschöner Wintertag. Die Praiosscheibe schien, eine leichte Brise spielte mit Ludevicos unter seinem grauen Filzhut hervorschauendem Haar. Auf den Tannenspitzen glänzten von der Ferne einige zu Eis gefrorene Wassertropfen, sodass es schien, als funkelten die Sterne bei Tage. Ein Lächeln zauberte sich auf Ludevicos Gesicht, ließ sich von der Gruppe ein wenig zurückfallen und geriet ins Grübeln.

Ja, das waren so andere Gesellen, als die gekaufte Söldnergruppe, die sich kurz vor Hillhaus einfach so TROTZ BEZAHLUNG aus dem Staub machten und im Stich ließen. Einfach so nach dem Nachtlager verlassen worden bin ich. Die Pferde Hatten sie auch mitgenommen.  Der Gedanke daran lässt mich vor Wut fast bersten!  

Ein zarter Windhauch fegte ein wenig liegengebliebenen Schnee von einer Tanne direkt in seinen Nacken. Nach einigem Gefluche und Getöse befreite sich der Händler vom Übel, schüttelte sich kurz und besann sich wieder auf seine Gedanken.

Auch wenn mir der Almadaner viel zu voll mit Rondrastolz und praiotischer Rechtsauffassung war, so band ihn das doch allzu vorzüglich an mich. Er hatte sich als nützlicher Verbündeter erwiesen. Für einen Schwertgesellen war er erstaunlich gewieft und schien Kopf vor Herz durchs Leben zu gehen. Hoffen wir, dass, sollte das alles vorbei sein, sich eine Gelegenheit ergibt, ihn dauerhaft zu binden. Nützliche Leute sind hierzulande rar, so musste ich mit bedauern feststellen. Und von der handvoll nützlicher gibt es einen Finger voll zuverlässiger, die ihn nicht gleich bei der besten Gelegenheit verraten. Ja, Rondrigo hatte seinen Wert bewiesen.

Sie passierten eine kleine Furt, das Wasser sprudelte Gurgelnd und Glucksend über die Steine und streichte über die am Rand des Flusses hängenden Eisplatten, die noch dort hingen, scheinbar wartend, bis dass Taue oder der Fluss selbst sie mitrissen.

Ja, das ist ein regelrechtes Konzert! Ich sollte wohl öfters in der Natur unterwegs sein. Die Bäume natürlich, die so herrlich durch Peraines Gabe wuchsen, und sich dann ohne viel zutun in bares Gold verwandelten, haben natürlich ihren Nutzen. Doch der erholsame Effekt der baren Natur auf das Wohlbefinden? Hmmm, ob man das zu Geld machen kann? Ludevico holte ein Pergament aus der Satteltasche, kritzelte mit einem Griffel etwas darauf und verstaute das ganze wieder. Ich werde später darüber nachdenken. Kam nicht diese Hebamme irgendwo hier aus der Nähe? Ich muss sie bei Gelegenheit einmal fragen. Sie hat mich von allen am meisten überrascht. Ich dachte nicht, dass in einem – vor allem WEIBLICHEN – Wesen so viel Potenzial und Anmut steckt. Noch nie habe ich eine Frau so wahrgenommen. Erst Mutter, die nun ihre gerechte Strafe für ihr Handeln abbekam, dann Lysandra . Hach, Lysandra, warum musstest du mich so hintergehen? Nun gut, Jugendsünden. Aber Mara hatte dieses Bescheidene. Sie wollte mich nicht gleich kontrollieren, und sie war nicht an meinem Geld interessiert. Natürlich kann das auch eine ganz ausgephexte Sache sein. Aber ich kenne Menschen. Die meisten jedenfalls. Ich sah den plötzlichen Stolz in ihren Augen. Hatte sie etwa noch nie für Ihre vorzüglichen Leistungen Geld genommen? Ich habe ja die Auflistung gesehen. Ich kenne mich zwar mit den Preisen bei Heilern nicht so gut aus, doch es kam mir vor, als hätte sie mir einen großen Rabatt gegeben. Ich hätte es alles umsonst haben können. Der Verlust des Geldes schmerzt schon, doch mir kommt es vor, das sei es wert gewesen. In ihr hat sich ein Tor geöffnet. Vielleicht nur ein bisschen. Doch scheinen sich dahinter  für sie interessante Dinge zu befinden. Reitet und bewegt sie nun nicht anders? Mir kommt es vor, als sei sie um ein paar Finger gewachsen. Auf sein Gesicht zauberte sich erneut ein Lächeln. Er konnte mit seiner Arbeit hier zufrieden sein. Denn trotz der Verzögerung hatte ihn die Gesellschaft um einiges vorangebracht. Behindert hatte ihn nur Aimos, doch hoffentlich hat sich das jetzt gelegt. Hätte es sich wohl auch früher, wenn er ihm die Befreiung aus dem Elfendorf entlohnt hätte. Vergangen ist vergangen, den Blick sollte man in die Zukunft richten! Wenn Phex ihm hold ist, sehen sie sich über lang sowieso nicht wieder.

Hm zu dem Edlen aus Havena kann ich mir keine so rechte Meinung bilden. War er am Anfang noch voller Trauer und verständlicherweise abweisend, so legte sich das zunehmends. Sehr geliebt zu haben schien er ihn ja wohl nicht. Etwas sprunghaft und affektiert. Also mir ist das ja nichts, Männer miteinander. Ihm schauderte bei dem Gedanken. Aber sollen sie nur, solange sie mich nicht einbeziehen. Ich habe ja sogar zu dem Esel ein besseres Verhältnis als zu ihm. Ja, du hast mir gute Dienste geleistet, Grauer. Sollst auch in Winhall ordentlich viel Heu bekommen. Ich schaue, ob man sich um dich kümmert. Nicht einmal gebockt hast du. Und um dich wird sich ordentlich gekümmert!

Während sie weiterritten, veränderte sich die Landschaft unmerklich. Die noch vereinzelt herumstehenden Eichen wichen zunehmends den Tannen und hier und da sah man das Sonnenlicht, das sich an einzelnen Tümpeln brach, die in der Gegend verteilt waren. Der Tag war jedoch noch jung und Winhall weit. Ludevico ließ den Grauen wieder zur Gruppe aufschließen und suchte das Gespräch.