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Eine neue Ära

Mit meiner neuen Dschadra scheint es irgendetwas auf sich zu haben. Plötzlich respektieren mich die Leute. Manche haben gar Angst vor mir zu haben. Delia konnte mir nur wage erklären, dass ich mit dieser Waffe in der Hand als Kriegerin gelte und eben als solche behandelt werde. Endlich, möchte man sagen. Schon oft stellte ich meine Fähigkeiten unter Beweis. Jedoch bestand stets die Möglichkeit, dass es sich dabei um Glückstreffer handelte. Denn unglückliche Situationen und Verhaltensweisen gab es viele. Selbst gegenüber meinen Kameraden galt ich lediglich als Waldkundige mit Tiererfahrung. Nun, ich bin gespannt, wie sich die Dinge künftig entwickeln.

Langsam fährt Azina mit der Hand über den Schaft ihrer Dschadra. Sie stutzt angesichts der bunten Bänder und erinnert sich daran, wie sie diese schöne Waffe schmutzigen Händen entriss. Ein Zwielicht in der Gasse. Weniger die Dunkelheit als die drohende Gefahr flackert in der Luft. Rowin zerschmettert unter lautem Getöse die Tür zum Unterschlupf und Lagerraum der Menschenhändler.

 
Quelle: Meister

Da stehen sie. Sechs bewaffnete Räuber spöttisch in der Mitte des Raumes. Der Anführer, hinter einer großen Kiste stehend gestikuliert seinen Leuten, uns zu überwältigen. Rowin springt wild entschlossen den nächsten Schurken an und verpasst dem Holzbalken hinter ihm einen wuchtigen Schlag, sodass er nahezu zerbirst. Grimmig entbrennt ein blutiger Kampf. Azina springt geschwind zu Rowins offener linker Seite und blockiert das Voranschreiten der Gegner. Delia, von selbstlosem aber leichtsinnigen Edelmut gepackt, begibt sich behände zwischen ihre beiden Kameraden und spricht abscheuliche Flüche in Richtung des Anführers aus. Er zuckt zwar kurz zusammen, ignoriert sie jedoch zunächst und überlässt es seinen Männern, die Frau mit dem hölzernen Kampfstab zu überwältigen. Er selbst wendet sich Rowin zu, nachdem dieser sich seiner Gegner entledigt hat und beginnt mit seiner Dschadra auf Rowin einzustecken. Geschickt umspielt er seine Deckung und trifft ihn an empfindlichen Stellen seiner Rüstung.

Währendessen gelingt es Azina ihre eigenen Angreifer zu überwinden und Delia zu Hilfe zu eilen, die in diesem Augenblick blutüberströmt zusammenbricht. Es folgt brutale Vergeltung. Gleich darauf ordnet Rowin einen Stellungswechsel an. Beide verbliebenen Kämpfer umringen den Anführer, der nun auch Azina mit seiner Stichwaffe schwer in den Unterleib trifft. Gemeinsam gelingt es ihnen den Oberschurken zu überwältigen. Siegreich reckt Azina die Dschadra in die Höhe. Eine Briese des Sieges streift die blau-roten Bänder der majestätischen Waffe.

Also ich weiß nicht. So recht mögen die Farben nicht zu meiner Kleidung passen. Ich sollte die Bänder austauschen. Vielleicht braun oder weiß. Oder eine interessante Mischung aus beidem.

Träumerisch wiegt sie ihre neue Waffe in der Hand. Einmal schon wurde sie erprobt. Wenngleich sie bei dem letzten Kampf gegen eine überwältigende Übermacht aus den Händen gerissen wurde. Nur das beherzte wie schnelle Eingreifen eines mysteriösen Reiters verhinderte den Tot der gesamten Gruppe. Rowin wurde schwer am Kopf verwundet und Nehazet verlor einen wertvollen Teil seiner Habe.

Quelle: Meister

Es begann mit merkwürdigen Schatten und tapsenden Bewegungen  im rauschenden Hirsefeld. Sie entpuppten sich schließlich als harmlose Vogelscheuche und streunender Kojote. Geisterhafte Wesen suchten sie zusätzlich heim. Aufgewühlt erschnupperte Bakkus etwas Unwirkliches und begann sich vom Lager zu entfernen. Rowin hörte nur ein Aufjaulen und einen dumpfen Schlag. Geschwind eilte Azina zu seiner Hilfe und sah, jenes was sie hier draußen in der Einöde fürchteten: eine überwältigende Anzahl von Banditen. Rowin und Azina alarmierten das Lager und bereiteten sich auf den Kampf vor. Nach heftigen bluten Scharmützel fiel Rowin von einem Kriegsflegel am Helm getroffen zu ebener Erde. Azina büßte nahezu zeitgleich zwar ihre Dschadra ein, konnte jedoch nach geschickten Stellungsspiel ihre Linkhand und ihren praios-geweihten Khumchomer ziehen. Wild um sich schlagend erwartete sie ihr elendes Ende in dem Wissen, dass, wenn sie fällt, ihre Kameraden den nächsten Sonnenaufgang nicht mehr erleben werden.

Plötzlich erschlug ein fremder Reiter mit einem blitzenden Doppelkhumchomer die vier verbliebenen Feinde mühelos mit je einem Streich. Aber noch bevor Delia ihn weiter über sein Begehr befragen konnte, entschwand er in der schwärze der Nacht. Unverhofft, wie ungesehen.

Armer Rowin. Nun spricht er im Wahn vor Schmerzen. Ich hoffe er wird wieder ganz der Alte. Schade wäre es um ihn, würde er dies Abenteuer nicht heil überstehen. Delia ist bei ihm. Solang werden Bakkus und ich hier die Stellung halten.

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Gedanken der Azina

Welch Überraschung

Wer hätte DAS gedacht? Delia ist eine Hexe!

Ungeachtet dieser Tatsache scheint sie mit mir darüber einzustimmen, dass manche Männer bestraft gehören. Das macht sie auf jeden Fall sympathisch. Ja, ich glaube das wird noch richtig lustig mit ihr. Ich bin gespannt, was sie noch alles kann. Eine Illusion aus bluttriefenden Ranken ist schon einmal ein interessanter Ansatz. Auch heilende Spucke und ein von allein zuschlagender Stab sind sehr nützlich.

In der letzten Zeit häufen sich die plötzlichen unerwarteten Ereignisse. Erst werden wir von einem Wollnashorn niedergetrampelt. Furchtbar peinlich – und vor allem unvorhersehbar – ist dabei die Tatsache, dass Nehazet, der Gelehrte und Bücherwurm, mehr Schneid bewies, indem er sich freiwillig in das Messergras warf, als Delia und ich, die sich vom Nashorn zertrampeln und in das messerscharfe Dickicht stoßen ließen. Immerhin gehe ich aus diesem Vorfall lehrreich hervor: das nächste Mal, stelle ich mich mit gezücktem Speer dem Nashorn gegenüber! Er wird sich wünschen, sich nicht mit uns angelegt zu haben! Ich zeige ihm, wer die Beute ist!

Auf dem Rückweg wurde ich schmerzhaft daran erinnert, dass man sich in der weiten Steppe des Südens zur Mittagszeit doch besser nicht ohne Kopfbedeckung aufhält. Die Fata Morgana am Horizont lehrte mich dieses Besseren. Überraschung, die Sonne brennt! Ach nee.

Ein Bazar, ein Ort der Ruhe? Noch nie gewesen, aber so heftig erlebte ich es noch nie. Nur eine einzige verschrumpelte Händlerin konnte mir ein Kopftuch zu einem unerhörten Preis verkaufen. Überall war es laut und stank. Die Menschen fassten mich an, bedrängten mich, etwas zu kaufen, wollten mich verkaufen ohne mich zu kaufen. In dem Nachbardorf wurden Delia und ich sogleich von einer Bande Strolche in eine offensichtliche Falle gelockt, als wir für einen hungrigen Troll Melonen kaufen wollten, damit er das Spruchtuch herausrückt. Ein Seitenblick zu Delia verriet, dass sie das gleiche dachte. Aber wir spielten mit. Vielleicht gab es ja doch Melonen in einem Gebäude in der hinteren Gasse zu verkaufen. Tatsächlich lagen dort eine Menge Melonen wohl geschattet in Kisten herum. Wir führten sogar ein Verkaufsgespräch mit Ihnen, nur schienen die „Händler“ es nicht mit uns zu führen. Dank Delias blutiger Rankenhecke konnten wir entkommen. Obgleich ich zu gern den ein oder andren Streich geführt hätte. Wir flüchteten also zurück zu Nehazet und warteten auf weitere Anweisungen der erhabenen Männerschaft.

Meine Barschaft neigt sich dem Ende, nicht mehr lang und ich habe nichts, was sich schützen ließe. Mein Speer ist zerbrochen, das Ersatzgewand verliehen, das Verbandsmaterial verbraucht und meine Nerven am Ende. Nie dachte ich, dass mir das Leben hier so schwer fallen würde. Ich möchte nur noch weg aus den hiesigen Gefilden. In Aranien, ja sogar im Mittelreich, fiel mir das Leben nicht so schwer. Diese Aufgabe beenden wir – beendet Nehazet – noch. Dann verschonen wir dieses Land mit unserer Anwesenheit.

Aber was könnte ich nur tun, um Geld zu verdienen? Kamele ausführen und dressieren? Kräuter sammeln? Jagen? Ja, jagen könnte ich, wenn ich mich denn auf die Riten der Jagt zurück besinne. Aber dafür bleibt zu wenig Zeit, ständig drängt Nehazet uns weiter zur nächsten Stätte. Aber vielleicht ist das gut so, umso schneller sind wir hier fertig, wie er zu sagen pflegt … der Mann.

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Gedanken der Azina

Die Sonne brennt

Die Sonne brennt glühend heiß auf uns hernieder. Vor allem Rowin macht sie stark zu schaffen. Aber auch ich bin diese Hitze nicht mehr gewöhnt, zu lang verweilte ich außerhalb dieser Gestaden. Mehr noch als zwei Götterläufe, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt. Was meine Familie dazu sagen wird? Ich hoffe, es ist allen wohl ergangen. Und Falkie … was ist mit ihm passiert?

Kaum in den tulamischen Landen angekommen bedarf ein Emir sogleich unserer Kraft und unseres Verstandes. Ein Staudamm verschont ungewollt das Land mit Wasser. Die Acker liegen brach. Das letzte Vieh liegt keuchend am Boden. Kein schöner Anblick.

Es ist nun an Nehazet, das Problem zu lösen. Natürlich helfe ich ihm dabei. Vor allem wenn ein paar Dukaten als Belohnung ausgesetzt sind. Oder vielmehr Maravidi, wie die hiesige Währung genannt wird.

Nehazets rituelles Gebaren blieb nur wenige Zeit ohne Aufmerksamkeit. Delia und Rowin scheinen ein reges Interesse an der Lösung des Problems zu haben, obwohl beide nicht aus dieser Gegend stammen. Bei Delia bin ich mir aber nicht so sicher. Ich werde sie im Auge behalten.

Bei unserer Suche nach Informationen aus alten Schriften stießen wir in den verlassenen Resten der Bibliothek unter der Palastfestung auf einen eingemauerten Praioti. Nur noch sein halb zerfallenes Sonnenamulett konnte geborgen werden. Ich werde es in den nächsten Praiostempel bringen, auf dass seine Seele Frieden endlich fände. Stark brennt nun die zweite Sonne in meiner Tasche. Ich werde mich eilen dem Glücklosen Frieden zu schenken. Doch zuvor jedoch wartet ein ganzes Volk auf unsere Hilfe. Der Staudamm muss sich öffnen. Erste Erfolge hat Nehazet bereits erzielt. Er hat unter dem Phex-Tempel – hier wird der Gott Feqz genannt – einen mysteriösen Spiegel gefunden, der ihm die Aufenthaltsorte der drei Ritualgegenstände verriet. Unter anderem scheint sich einer am Gürtel eines Trolls zu befinden. Leider ist mein alter Trollstein mehrere Tagesmärsche entfernt. Sollte er noch dort liegen, wo ich ihn vor über einem Götterlauf am Fuße des Raschtulswalls zurückließ, werde ich ihn eines Tages erneut aufnehmen.

Während eines kleinen Übungskampfes mit Rowin, bei welchem ich ihn mit Glück entwaffnen konnte, erkannte ich, dass sich mir in Gestalt von Rowin die Gelegenheit bietet meine Kampfkunst zu verbessern. Er scheint sehr fähig und bewandert zu sein. Und dabei nicht so arrogant wie Sieghelm. Ja, so sieht ein geeigneter Lehrer aus. Und mit Frauen umgehen kann er auch! Hach ja… nur seine Avancen mit Delia brennen mir unschöne Gedanken in meinen Verstand.

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Gedanken der Azina

Welch eine Farce!

Oh Mann!!

Welch eine Farce. Da sieht man zwei Sturköpfe gegen mentale Wände rennen, vermittelt, verhandelt, liebäugelt und tut alles, damit es zu einer Einigung kommt, um dann sehenden Auges den Sieg jedes Einen über den jeweils Anderen als Zeuge mitzuerleben, ohne dass man letztendlich selbst etwas dazu beigetragen hat; beitragen hätte können, denn sie hören ja nicht auf mich! Am liebst hätte ich die beiden auf der Stelle mit den Köpfen zusammengeschlagen. Aber nein, bleibst du mal ruhig, dachte ich mir. Ein fauler Kompromiss ist besser als gar keiner. Sie scheinen mit sich zufrieden und glauben den anderen überlistet … Obwohl, wenn ich es mir recht überlege, unterschätze ich vielleicht Ihr Verständnis für diese Situation. Ein Blitzen in Ihren Augen könnte ihrem Gegenüber verraten haben, was sie tatsächlich denken. Und dennoch spielen sie das Spiel zum Wohle aller mit. Haben sie sich nur zum Schein zum Schein vertragen? Was für ein Spiel wird hier gespielt? Ich dreh noch durch! Was war das? Dummheit? Sturheit? Arroganz? Überlegenheit? Vor allem, war es eine Frechheit! Mir gegenüber! Das wird ein Nachspiel haben. Und Gilbert knöpfe ich mir auch noch vor. Die Schnürsenkel und die Fesseln wird er noch büßen!

Wie dem auch sei, wir sind alle aufeinander angewiesen. Diese schweren intriganten Zeiten zu überstehen, erfordert unseren Zusammenhalt. Als Alternative steht nur noch die Flucht aus der Baronie Hammerschlag zur Verfügung. Nur ist dies unserer Erwählung und Abstammung nicht würdig!

Jetzt heißt es Verbündete um uns scharen, um Magus Malum in die Knie zu zwingen. Die Elfe, dessen Haar wir im Auftrag Malums herbeischaffen sollen, könnte uns helfen, ihr Volk auf unsere Seite zu ziehen. Und es wird wichtig, den Hexenring der hiesigen Wälder, Tamara, Saria und den Druiden zu kontaktieren. Den offiziellen Ämtern dieser Baronie ist leider nicht mehr zu trauen, da sie von Malum beherrscht scheinen. Auch bei Sieghelm selbst besteht die Gefahr der Kontrollübernahme. Auch ihm wurde Haar als Fokus entnommen. Und er ist der einzige der derzeit die Anzeige gegen den Magus aufrechterhält. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch er der magischen Beherrschung unterliegt.

Dazu ist interessant zu wissen, ob die göttlichen Amulette uns vor feindlicher Magie zu schützen vermögen. Ich hoffe es. Aber um sicher zu gehen, werde ich mit Romo und Gilbert besprechen, was zu tun ist, sollte sich Sieghelm anders als üblich verhalten. Ich werde ihn im Auge behalten und jede Veränderung festzustellen wissen. Wir sollten Sieghelm auch keine Wache mehr übernehmen lassen. Zu groß ist die Gefahr, der nächtlichen Meuchelung.

Merkwürdig mutet mir auch dieser Zwerg an. Er sitzt derzeit im Gefängnis von Hammerschlag, scheut aber weder Strick noch Eisen. Spaziert frei umher, um zur rechten Zeit wieder in Haft zu sitzen. So erzählfreudig er ist, gibt er sich stets so unnahbar. Was steckt hinter diesem harmlosen Antlitz eines reisenden Fallensammlers. Ist seine Aussage, dass sich Magus Malum vor ihm verstecke, genau so wahr, wie Blitz und Donner über dem Turm einer Illusion gleichkommen? Zum Feinde möchte ich den mutmaßlichen mit Tieren sprechenden Geoden nicht haben. Er scheint eher amüsiert über unser Vorgehen, als dass er sich ernsthaft Gedanken, um seine Zukunft macht. Ich bat Nehazet, ihn sich einmal genauer anzusehen. Vielleicht kann er etwas herausfinden. Sein getöteter mutmaßlicher Bruder scheint im Rat gesessen zu haben, der Malum dereinst verbannt. Xenos von den Flammen… wir sollten mehr über ihn in Erfahrung bringen.

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Gedanken der Azina

Ende der Illusionen

Kaum aus dem merkwürdig anmutenden Traum erwacht, ruft uns die Pflicht erneut ihr Geheiß ins lädierte Ohr. Das in der Bibliothek, der irdischen und nicht irdischen, Erlebte möge bei den entsprechenden Stellen berichtet werden. Zwar schulde ich persönlich derzeit niemandem Rechenschaft, aber Sieghelm und Nehazet sind vertraglich an Hammerschlag gebunden. Daher führte unser Marsch über von Senfes Anwesen nahezu direkt zu den Lehnsherren nach Hammerschlag. Nachdem alles gesagt wurde, nahm mich Sieghelm offiziell in den Dienste Hammerschlags als Führerin der hiesigen Wälder auf. Zwar unterstehe ich somit teils Sieghelms recht launischen Befehlen, jedoch ist dies ein Übel mit dem man leben kann, wenn man weiß wie die Dinge anzupacken sind. Außerdem werden meine Fähigkeiten hier sinnvoll eingesetzt und die Bezahlung stimmt.

Schon verhältnismäßig lang verweile ich an diesem Ort, wie seit zwei Umläufen an keinem Anderen. Mir fehlt lediglich ein Überblick über die ortsansässige Botanik. Die Fundstellen diverser Kräuter bedürfen meiner fachkundigen Obhut und Ernte. Und die frische Luft wird mir ohnehin gut tun.

Unsere nächste Mission – nach zwei Tagen trautem Müßiggang – führte uns gleich zurück in die Wälder. Ein Banditenring gehört untersucht. Tatsächlich fanden wir eine Höhle mit diversen wertlosen Habseeligkeiten. Das Einzige von Wert waren einige Schriftrollen unter denen sich auch eine Karte der hiesigen Gegend befand. Mit Nehazets Hilfe lernte ich sogar diese Karte zu lesen. Nicht weiter schwer muss ich sagen, denn sie war tatsächlich sehr einfach zu entziffern. Der Autor hat ganze Arbeit geleistet. Warum er sie im angeblich verlassenen Versteck zurück ließ, bleibt mir ein Rätsel. Auf der Karte entdeckten wir ein Symbol in Form eines Turms. Er markiert das eigentliche Ziel unserer Reise. Soweit mir mitgeteilt wurde, ist dieser Turm zu erobern. Berichte von Spähern ließen vermuten, dass dieser Turm magisch geschützt wurde. Daher ist der Adeptus die erste Wahl zur Untersuchung. Und auch die einzige.

Am Turm angekommen offenbarte uns ein gewisser Malum – der seine besten Jahre weit vor den meinigen erlebte – sein Können und ließ Blitz und Donner über uns wüten. Zum Glück fing es nicht an zu regnen. Eine Katastrophe für meine endlich ordentlich frisch gemachten Haare. Mir fiel auf. dass der Boden um den Turm versenkt war. Gerade schickte sich Nehazet an, eine Tür zu schaffen, als der Turm begann, aus seinen „Wasserspeiern“ Feuer sprudeln zu lassen. Ein tödlicher Ring aus geschmolzener Lava schloss sich um den hilflosen Adeptus. Der jedoch schien so vertieft in seine Zauber, dass er dies nicht bemerkte. Also eilte ich ihm zur Hilfe. Er widerstand meinen Bitten. So blieb mir nicht anderes übrig als selbst vor dem Feuer zu weichen. Kurz bevor der Feuerkranz Nehazet erreichte, trat er enttäuscht über das verfehlen seiner Zauber vom Turm zurück und entging somit nur knapp dem sicheren Tod. Wieder ohne es zu merken. Mir blieb beinahe mein Herz stehen und er spaziert da einfach rum.Allein das lässt mich schon an der Vernunft des Magiers zweifeln.

Schlimmer wurde es allerdings, als er mit dem Turm sprach. Ja, er sprach mit dem Turm. Oder besser mit dem Gesicht im Turm, welches die Mimik des Magus Malum projiziert. Zuvor begann bereits Spichbrecher mit dem abtrünnigen, jahrhunderte lang eingesperrten, Magier die Verhandlung zu führen. Jedoch scheint Malum nicht geneigt den Forderungen, die Baronie Hammerschlag zu verlassen, nachkommen zu wollen. Ehe Spichbrecher seine üblichen machtpolitischen Provokationen kundtun konnte, fiel ihm Nehazet ins Wort und verlangte die Verhandlungsführung. So von Magier zu Magier. Zu Recht, wie mir deuchte. Als Spichbrecher dem guten Adeptus jedoch stets unterbrach, verfiel dieser in eine fremde Sprache und unterhielt sich eine ganze Weile mit Malum. Wer weiß, welch anrüchige Worte gewechselt wurden. Tatsache ist, dass es sich bei dem älteren Magier um einen „bösen“ Meister der Beherrschungsmagie handelt. Daher ist die Vermutung -angesichts des merkwürdigem Gebarens Nehazets – dass eine Beherrschung des Adepten vorliegt, nicht unwahrscheinlich. Sprach er doch davon, dass der Magier versicherte, niemandem in der Baronie schaden zu wollen. Tatsache ist, dass er bereits Menschen dieser Baronie Leid zufügte. Weitere Gesprächsinhalte entkamen seinem Munde nicht. Ganz und gar verschlossen war unser vermeintlich abtrünniger Kamerad. Sieghelm ließ ihn unter unauffälliger Beobachtung stellen. Der Zwist eskalierte, als Nehazet die gefundenen Schriftstücke zerstörte. Die Herausgabe des Zauberstabes zu der Gruppe Sicherheit verweigerte der Adeptus, indem er aus unserer Sicht verschwand. Ratlos blieb uns nichts anderes übrig als unverrichteter Dinge nach Hammerschlag zurück zu kehren und Bericht zu erstatten. Der Verrat des Mentalmagiers hing schwer in der Luft.

Wie konnte das passieren? Haben wir uns in Nehazet getäuscht? Greift die Seuche, die einst Nicolo befiel, nun auch auf dem armen Nehazet über? Oder unterliegt er fremder Beherrschung? Irgendwie hoffe ich das für ihn…

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Gedanken der Azina

Was für eine phantastische Reise

Meiner Treu, was war das denn? Ein wahrlich merkwürdig anmutender Traum spukt in meinem Geiste herum. Darin befanden wir uns in einer riesigen abnormen Bibliothek. Es stapelten sich eine Unzahl von Büchern unbestimmter Herkunft und unterschiedlicher Machart. Ich wette Nehazet war ganz in seinem Element und wollte nichts sehnlicher als die Zeit selbst bitten ihm zusätzliche Äonen des Studiums zu schenken.

So hat das Portal unter der alten Akademie tatsächlich funktioniert. Ein Glück, denn sonst hätten wir dem Schicksal erlegen, das uns nach Meinung des  Beherrschers des Gargoyles zugestanden hätte. Ein unwürdiges frühzeitiges Ende für Auserwählte der Götter. Nicht einmal Sieghelms – gekonnt geführte – geweihte Klinge konnte irgendetwas ausrichten, so heldenhaft er sich dem Monstrum auch entgegen warf. Kaum einen Kratzer nahm das steinerne Ungetüm. Zwar blieb Sieghelm seinerseits unverletzt, aber es sah nicht gut für ihn aus. Erst im letzten Moment wählten wir den Sprung ins Ungewisse. Aber woher stammt dann die Verletzung an Sieghelms Bein? Er scheint einen erbarmungslosen Streich erlitten zu haben. Eine steinerne Faust ist dazu nicht in Stande.

Überhaupt, was mag uns am anderen Ende des Portals alles passiert sein? Die Erinnerungen beginnen schon zu verblassen. Ist das Erlebte vergleichbar mit der Vision von einst, als wir unsere Amulette erlangten? Auch hier erhielt ein jeder von uns einen Gegenstand. Nur handelt es sich diesmal um einen einfachen Schlüssel mit identischem Muster. Deren Sinn erschließt sich mir noch nicht. Vielleicht kann Nehazet etwas herausfinden, wenn er seine übrigen Projekte hinten anstellt. Zur Sicherheit werde ich ihn auf meiner Brust neben dem Firunamulett tragen. Wer weiß, wozu er in Zukunft noch nützlich sein wird.

Ach, welche Zeit schreiben wir eigentlich? Es ist Vollmond, letzte Nacht war es noch leicht zunehmender Mond. Wir scheinen einige Tage dort unten … ähm… oben … ähm … zwischen … wo auch immer … verbracht zu haben, ohne dass wir es merkten. Da fällt mir ein: Ich hab Hunger! Die nächste Gelegenheit zur Jagd ist mein! So ein Rehbraten über einem prasselnden offenen Feuer käme mir jetzt gerade recht. Schade, dass Bakkus nicht hier ist…BAKKUS! Er muss noch bei Romo und Gilbert sein. Ich hoffe die beiden nehmen ihn mit und kümmern sich gut um ihn.

Bald – mein kleiner – werden wir uns wieder sehen und unsere Reise fortsetzen.

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Gedanken der Azina

Vögel, Skulpturen und Vogelskulpturen

Kurz nach dem Ball der Frau Tamerlein wurde Sieghelm nach Hammerschlag geordert um seiner Tätigkeit als Hauptmann der Infanterie der Wache – oder so etwas in der Art – gerecht zu werden.

Nun sind zwei Personen einer davon ein träumerischer Magier nicht gerade dazu prädestiniert, sich in irgendeine Versteckte Magierakademie zu begeben und dort nach verborgenen – und möglicher Weise gefährlichen – Geheimnissen zu forschen. Noch dazu, wo Nicolo uns auf mysteriöse Weise verlassen hat. Bis die Angelegenheiten über Nicolos Verbleib geklärt und vor allem meine Verhältnisse in Hammerschlag geordnet sind, wendete Nehazet sich gen Gratenfels, um einen Magier aufzusuchen. Ich begleitete ihn. Meine Bezahlung für diese Begleitung scheint ebenso unter den Tisch zu fallen, wie die Bezahlung des Magiers für seine zauberischen Dienste. Nicht dass mein bescheidener Lohn mit dem des Adeptus’ vergleichbar wäre…

Ich stellte mich also auf eine gemütliche Reise ein. Wer konnte denn schon ahnen, dass wir uns im Zentrum einer Belagerungsarmee befinden werden?

Alles Begann mit einem ohnmächtigen Halbelfen vor uns zusammenbrach. In der Hand hielt er eine merkwürdige Statue in Form eines Paradiesvogels. Er stammelte irgendetwas von: „Er kommt! Seht ihr es nicht? NEEEIIIINN.“ Dies wiederholte er oft und brach jedes Mal ohnmächtig zusammen. Da inzwischen heftiger Regen einsetzte blieb uns nur die Möglichkeit, DAS Gasthaus aufzusuchen. Das Gasthaus als Zentrum gegenwärtiger und vergangener Tragödien. Im Gasthaus trafen wir auf einige bemerkenswerte Personen. Unter ihnen befand sich auch ein gewisser sehr hilfreicher Magister Tsukasa. Schon kurz nach unserer Ankunft trug es sich zu, dass hunderte Vögel einem dämonischen Befehl gehorchend uns und das Gasthaus angriffen. Tapfer verteidigten wir unsere Zuflucht gegen das pervertierte Geflügel. Auch wenn ich unerwartete Schwierigkeiten mit ein Paar Gänsen hatte. Travia sei mir gnädig. Aber diese Vögel sind nicht zu bändigen. Selbst halb tot greifen sie wild an.

Immerhin war kein Papagei dabei…

Der Schlüssel zu des Rätsels Lösung lag wörtlich unter der Türschwelle! Eine Gläserne geflügelte Schlangenstatue enthielt ein feines Pulver. Der Rauch des verbrannten Pulvers gab die Runen an den Wänden des Kellers und somit den Eingang zu einem Labyrinth preis. Aus Erfahrungsberichten lasen wir zuvor von den tödlichen Fallen der Katakomben und einem Ausgang in erreichbarer Nähe. Dank dir, Firun, für die Kraft, den tödlichen gewundenen Tunnel zu erschließen.

Unweit vom Gasthaus entfernt, trafen wir unterirdisch auf die Quelle der dämonischen Präsens. Ein Gefäß umringt von Vogelstatuen. Nur eine Statue fehlte. Die Vögel erreichten ebenfalls diesen Ort und zwangen uns schnell zu handeln. Dazu schickten wir uns an, die Statue des Paradiesvogels an seinen vorgesehenen Platz zu stellen. Die Stimme des Dämons befahl uns jedoch das Gegenteil. Wir kämpften uns Schritt für Schritt unter Einsatz sämtlicher körperlichen und mentalen Kräfte näher an das Zentrum des Bösen heran. Schließlich gelang es uns gemeinsam die Statue des Paradiesvogels an die rechte Stelle zu platzieren und dem Koschammerkönig den alten angebrochenen Schutzzauber wieder aufzuerlegen. Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätten wir versagt.

Mit graust es heute noch. Manchmal denke ich, Nehazet hat Recht. Der Ärger zieht uns gerade zu an oder ziehen wir den Ärger an? Ich weiß nicht, ob ich die richtige Begleitung für ihn bin. Er scheint mehr das Innenleben eines sicheren Hauses zu lieben als das Gefahren der Außenwelt. Vielleicht ist Travia doch die richtige Wahl für den Guten.

In meinen Fall kann ich nur sagen:

Was mich nicht umbringt macht uns nur stärker.

Nicht wahr Firun?

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Gedanken der Azina

Ein Ball mit Komplikationen

Erschöpft ließ sich Azina auf ihr weiches Bett fallen. Viel ist an diesem Tag passiert. Langsam beginnt sie, die Eindrücke zu verarbeiten:

Bei Firun, was für ein Tag. Er übertrifft sogar noch den gestrigen. Erst erhalte ich von Sieghelm eine überraschende Einladung auf den Ball und dann, als wenn das nicht schon seltsam genug wäre, erhalte ich von der Nehema al Tamerlein ein verzaubertes Armband. Es besitzt in der Tat erstaunliche Kräfte. Zum einen werden meine körperlichen Fähigkeiten drastisch erhöht, sodass ich schneller laufen, zuschlagen, ausweichen und parieren kann. Aber sie warnte mich, es allzu lang zu benutzen, da es mich völlig erschöpfen könnte. Ich werde es bei Gelegenheit testen.

Die andere Fähigkeit stärkt alle meine Sinne, sodass ich besser hören, sehen, tasten und riechen kann. Diese Fähigkeit sollte ich künftig ebenfalls mit Bedacht einsetzen. Als ich sie vorhin beim Einkaufen das erste Mal auf dem Ferdoker Marktplatz einsetzte, überwältigten mich die Eindrücke derart, dass ich nicht mehr wusste, wo mir der Kopf steht. Ich hätte nie gedacht, dass Fisch so dermaßen stinken kann oder dass ein Praioti von einer blendendhellen Aura umgeben ist. Das wirft ein ganz neues Licht auf die Gottesdiener. *lach

Am Abend auf den Ball hatte ich direkt Spaß daran die Leute mit Wein abzufüllen. Nur so konnten wir den Gestaltwandler entdecken, dachten wir. Es war an sich ein schöner Ball. Die Speisen waren vorzüglich, der Wein köstlich und die Dekoration prachtvoll, die Teilnehmer zwar etwas spießig, aber das ist ja so üblich auf solchen Veranstaltungen. Wenn nur nicht diese Zwischenfälle gewesen wären. Erst wurde ein Kaufmann in hoher Position vergiftet, dann verursacht die Schelmin einen Aufruhr im Tanzsaal und anschließend stielt der Gestaltwandler den Hesinde-Ring mit Hilfe des Papageis. Der Kampf war eh unfair. Ich hatte ein Kleid statt meiner Lederrüstung an und nur meine Linkhand statt meinem Khunchomer zur Verfügung. Außerdem war der Gestaltwandler größer als ich und dann war ja noch der zaubernde Papagei. Also umgerechnet 0,5 gegen 3. Da hatte ich keine Chance.

Aus irgendeinem Grund lief der Gestaltwandler nicht weg, so konnte ich ihn, als ich aufwachte, festnehmen lassen. Am nächsten Morgen bekämpften wir ihn in Sieghelms altem Zimmer, nachdem Hr. Spichbrecher aufs Geratewohl die Möbel zertrümmerte. Erst verwandelte er sich in einen Stuhl, dann in ein Schwein und dann sogar in Sieghelm. Ein Schelm, der Ähnlichkeiten zwischen den letzten beiden Gestalten sieht. Obwohl… der Hr. Spichbrecher hat sich heute als außerordentlich fähig erwiesen. Auch seine Art scheint bei den hohen Herrschaften gut anzukommen. Das Einzige, was man ihm heute anlasten kann, ist, das er nicht ein einziges Mal mit mir getanzt hat! Und dabei waren wir zusammen auf dem Ball! Ich habe mir extra ein schönes Kleid gekauft, aber der rondranische Rohling hat es und mich nicht beachtet. Pfff.

Aber was bei den Zwölfen ist mit Nicolo los? Erst meidet er uns und dann erhält er von dem Gestaltwandler in Person des Hrn. Grüntal eine Schriftrolle. Hm, da der Herr Grüntal die Begleitung der Frau Neisbeck war, könnte es sich um etwas Geschäftliches handelt haben. Als wir jedoch in den merkwürdigen klumpigen Überresten des Gestaltwandlers ebenfalls solch eine Schriftrolle entdecken, welche das Duell Sieghelms gegen den willenlosen Obdachlosen malerisch darstellt, überkam mich eine schreckliche Ahnung. Der Stil und die Unterschrift erinnern mich an die verbrannten Bilder aus den schwarzen Landen. Diese Bilder wurden von einem Vampir mit dem Blut seiner Opfer gemalt. Könnte dieser Vampir noch am Leben sein? Beobachtet er uns? Welche Verbindung besteht zu Nicolo? Und stehen beide mit dem Papagei in Verbindung? Müssen wir uns gleich gegen zwei Zauberwesen der Lüfte behaupten?

Firun gib mir Kraft diese dunklen Zeiten zu überstehen. Wenn doch nur Falkie hier gewesen wäre…

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Gedanken der Azina

Enttarnt

Verdammter Mist! Wie konnte das nur passieren? Jetzt liege ich hier in einer Kammer im Anwesen der Frau Tamerlein und harre der Dinge. Es hätte so glatt gehen können. Sieghelm ist einfach nicht geschaffen für so etwas. So langsam fangen die Rondragefälligen an, mir auf die Nerven zu gehen. Immer nur deren Ehre, Ehre, Ehre. Und das teils zu sehr ungünstigen Zeitpunkten. Bei denen setzt scheinbar in bestimmten Situationen der gesunde Menschenverstand komplett aus.

Vorhin wieder: als wir in das Lagerhaus einbrachen, hatten wir uns gut vorbereitet, keiner sollte uns erkennen. Wir waren vermummt und unerkennbar. Und was macht Sieghelm? Er marschiert seelenruhig auf die Arbeiter zu, stellt sich erstmal vor und verlangt Ergebung. Zugegeben, ich hätte nicht gedacht, dass sich diese Jungs so schnell ergeben, immerhin waren sie zu viert und er allein. Hm, mag wohl an meinem beeindruckenden Auftritt liegen, als ich den einen Flüchtigen mit zwei Streichen zu Boden schickte. Ja, so muss es sein. Hoffe er übersteht das, es tut mir leid. Aber ich hatte ihn gewarnt weiterzulaufen.

Jedenfalls haben wir das Schild. Erst wollte Sieghelm es zum Praiostempel bringen. Glücklicher weise konnte ich ihn davon überzeugen, es stattdessen der Frau Tamerlein zu übergeben. Eine Vorahnung, über Ihren möglichen Vergeltungschlag lässt mich erschauern. Damit ist unser Auftrag erfüllt und ich hoffe, dass die Hohe Dame für unseren Schutz sorgen kann.

Ich werde mit Nicolo und Nehazet besprechen, dass wir Sieghelm endlich in seine Schranken weisen, das geht so nicht weiter. Ansonsten sehe keinen Grund, weiter mit ihm zu arbeiten. Zu Kreuze soll er kriechen für diese Aktion.

Und ab sofort werde ich solche geheimen Sachen selbst in die Hand nehmen. Aber schaffe ich das? Bei aller Stärke Firuns bin ich doch gering im Angesicht der starken kräftigen Männer. Ich muss noch viel stärker und schneller werden.

Hach, ich muss mich ablenken. Wo sind die Übungstexte von Nehazet? Ah da.

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Gedanken der Azina

Zwangspause

HA, das ist DIE Idee!

Da Nicolo und Sieghelm lieber inoffizielle offizielle Wege gehen möchten, um in Besitz des Schildes zu kommen, werde ich auf eigene Faust versuchen in das Lagerhaus am Hafen zu gelangen.

Mal, überlegen, was benötige ich dazu?

Zuerst einmal ein passendes Outfit. Ich denke ein Schwarzes Kopftuch und ein schwarzes Gewand sollte hilfreich sein. Wichtig, dass das Gesicht verhüllt ist, da eine Aranierin hier doch etwas auffällt. Dazu gehört, dass ich meinen schönen Khumschomer im Hotel lassen muss. Sein prächtiges Antlitz vermag mich mit Leichtigkeit zu verraten. Dieses Mal, muss mein borongeweihter Säbel genügen. Auch wenn dies eher eine Angelegenheit des Phex ist.

Aber wie soll ich bloß hineinkommen? Vor dem Haupttor stehen zwei Wachen. Ein Hintertürchen wird sicherlich auch bewacht. Evtl. sollte ich Nehazet einweihen.

Huch? Was tut dieser vermaledeite Vogel hier? Ein Papagei hier mitten in Ferdok. Das kann nur der von dem Attentäter sein. Schnell hinterher in Richtung Stadtmitte.

Da ist er. Er scheint einen neuen Auftraggeber zu haben. Er sagt etwas zu dem Typ. Jetzt fliegt er weg. Nanu? Wo ist der Mann hin? Ich sollte hier besser verschwind… AH… AUA… AUUUAAAAA

ooc: Azina wurde mit einem Dolch angegriffen und stürzte die Treppe hinunter mitten in einen Markstand und verletzte sich dabei das Bein. Der Medikus verordnete ihr strenge Bettruhe. Später zurück im Hotelzimmer…

Ich könnte mich ohrfeigen. Wie konnte ich nur so dumm sein. Lasse mich einfach entdecken und abstechen. Nun muss ich meinen Plan mit dem Lagerhauseinbruch verwerfen oder im besten Fall auf die nächsten Tage verschieben.

Na ja, nun kann ich mich wenigstens in Ruhe diesen Schriftstücken widmen, die mir Nehazet freundlicherweise zum Üben angefertigt hat. Ich bin dem Guten zu Dank verpflichtet.

Hoffentlich können die Anderen mit den Informationen etwas anfangen, die ich unter Einsatz meines Lebens beschafft habe. Dieser Vogel ist kein gewöhnlicher Papagei. Normale Papageien sprechen nach was man ihm sagt, aber dieser scheint Anweisungen zu geben und sogar zu denken. So hat er, als er mich in der Menge gesehen und ERKANNT! hat, vor Schreck gezuckt. Da muss Magie im Spiel sein, gleich wenn ich mir nicht vorstellen kann, welche. Aber Nehazet wird das schon ergründen. Er kennt sich ja mit Analysezaubern aus. *lacht

So was steht hier nun?

Hiermit … sollt … ihr … lernen … kusliker … Zeichen … zu … lesen …

Ach nee

*lacht

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Gedanken der Azina