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Die Nacht hindurch…

Wir erreichten also Hochstieg, recht eindrucksvoll für ein Dorf, doch wir begaben uns zielgerichtet zu der Wasserburg von Spichbrechers, von Spichbrechers Bediensteter kündigte ihn desöfteren an, machte ihm sichtlich freude, wahrscheinlich kann er es sich sonst nicht leisten sich so aufzuführen. Die Burg selbst ist auch solide, uns wurden Gästegemächer im Burgfried zugewiesen, ich weiß nicht was die anderen machten, gut ganz korrekt ist dies nicht, Collega Peddersen arbeitete an einer Brücke und wie ich Delia kenne, wird sie sich wohl mit Kalkarib vergnügt haben, ich selbst widmete mich den ersten Vorbereitungen des, eventuell notwendigen Rituals, bat den Traviageweihten von Spichbrecher sich um ein paar der Ingredenzien bei dem hiesigen Tempel zu bemühen, auch die Magd die an die Tür meines Gemaches klopfte wies ich an, sich nach einigen der Ingredenzien zu erkundigen, wie ich später erfuhr waren jene aber nicht vorrätig, was mich nicht wirklich überraschte, ich arbeitete in der Zwischenzeit weiter, anscheinend könnte es wirklich notwendig sein das Ritual im Zweifelsfall, sehr stark abzuwandeln, nun ich werde es wohl extrapolieren müssen, von den alten Daten.

Rondrian wurde beigesetzt.

Bei einem Bad in den hiesigen sich bietenden Möglichkeiten, bemerkte ich Wucherungen, wie ich ihnen auch bei Delia ansichtig wurde, erste Untersuchungen ergaben eine noch nicht allzu feste Form, die auf Ausübung von Druck durch Bewegungen im Gewebe reagierte, der Fremdkörper wurde von mir vermessen, sobald wie möglich werde ich mit der arkanen Visitation des Fremdkörpers beginnen, da die Vermutung naheliegt, es würde sich tatsächlich um eine Protosphäre handeln, sehe ich ersteinmal von der Umwandlung meiner vis vita in die vis arcana ab, für den Fall, das sich meine Vermutung über den Zweck der Sphären, falls es sich tatsächlich um so eine handeln sollte, bestätigen sollte, halte ich eine Umwandlung der in frage kommenden durch die Sphäre übermittelnden Kräfte für ungünstig, im schlimmsten fall könnten diese Prozesse zu einer Aktivierung der Sphäre führen. Da ich nun eh warten muss bis sich meine Kräfte weit genug erholt haben um eine Untersuchung vornehmen zu können, wenn ich bedenke das die Untersuchung schon hätte durchführen können, wenn ich nicht immer wieder auf der Reise meine arkanen Fähigkeiten hätte nutzen müssen.

Ich wandelte durch den Burgfried, bis ich die Bibliothek fand, sie war im Keller, und dann auch noch nicht einmal richtig gesichert, man konnte einfach reinlaufen, die viel näher liegende, weil gut gesicherte Tür gegenüber führte wohl zu einer Schatzkammer, was haben die Leute nur immer mit Gold, das Metall ist doch nun wirklich nichts besonderes, aber Bücher enthalten das Wissen der Äonen, gut bei einigen der Werke derer ich ansichtig wurde, zweifle ich daran, unter anderen war da eine Trilogie die sich wohl mit sagenumwobener Fauna beschäftigte, irgendetwas mit Bissig und verschiedenen Tieren halt, im Bereich der sich mit dem arkanen beschäftigte entlieh ich ein paar Werke, darunter einen Octavo aus der Feder einer Puniner Collega von Alina Septadora von Punin, nettes Einführungswerk, aber darüber hinaus enthält es kaum nutzbares, die Hinweise auf die Nutzung der Kristallkugel sind zwar, bedingt, brauchbar, helfen mir im Moment aber nicht weiter. Ich greife schon wieder vorraus. Wie war es nocheinmal, achja die Magd berichtete mir das es später wohl ein Festessen geben sollte, ich sagte zuzukommen, wenn ich daran erinnert werden würde, im weitesten Sinne. Anschließend suchte ich die Bibliothek auf in der ich auf einen älteren Herren, einen gewissen Gasparyn traf, er ist wohl der hiesige Bibliothekar, jener war auch so freundlich mich durch den Raum der Bibliothek zu führen. Ich begann etwas zu stöbern und wählte ein paar Werke aus, die ich für, relativ, interessant hielt, einmal das Werk von Collega Alina Septadora von Punin, dann ein Werk über die Sphärologie, zwei Werke über die zwergische Feinschmiedekunst, ein paar Werke über darpatische Flora und Fauna, Pläne des Burgfriedes, weitere Pläne von einem ehemaligen Bediensteten des Kaiserhauses, Werke über verschiedene Sagen und Legenden Darpatiens, ein Buch der Konstrukteure, ein Werk über den Brückenbau, ein Werk über das Interregnum in den Kaiserlosen Zeiten, ja ich denke das dürfte in etwa alles gewesen sein. Zu meinem Unmut bewegten sich die Werke nicht von alleine und dadurch dauerte es etwas länger als ich eigentlich gedacht hätte, ich musste mehrmals die Treppen bemühen um schließlich alle Werke nach oben zu schaffen. Während dieser Tätigkeit traf ich auch wieder auf die Magd, welche mich an das Festessen erinnern sollte, jenes hatte schon angefangen, sie berichtete mir auch, das sie mich schon seit längerer Zeit suchte, als ich ihr entgegnete das ich in der Bibliothek war, schien sie ebenfalls gleich darauf zu kommen, das dies ein durchaus sinniger Ort, für meinen Aufenthalt war, an dem sie nicht nachgesehen hatte, ich beschloss das Festessen nicht mehr aufzusuchen, immerhin hatte es schon begonnen und ich war gerade dabei die Bücher zu transportieren, danach erschien es mir nur logisch, mit der durchsicht der einzelnen Werke anzufangen, ich meine das Festessen diente ja sowieso der Feier, von Spichbrechers Rückkehr, eine Tatsache die mir ja schon bewusst war, also machte ein Fehlen meinerseits ja nichts. Auf dem Zimmer begann ich mit der durchsicht, respektive der Lektüre der verschiedenen Werke, aus den arkanen Werken konnte ich nichts lernen, was mich wirklich beeidruckt hatte, es war mehr ein durchblättern und überfliegen, die Anmerkungen zu der Nutzung der Kristallkugel habe ich genauer gelesen, aber auch das brachte mir in diesem Moment eher wenig. Die Werke über die Sagen und Legenden habe ich nach Erwähnung von, aus meiner Perspektive relevanten Individuen durchgesehen. Die Werke über Flora und Fauna habe ich ersteinmal beiseite gelegt, einige der technischen Skizzen und Pläne sah ich mir genauer an. Irgendwann besuchte mich auch noch Collega Peddersen, ich zeigte ihr die verschiedenen Bücher aus der Bibliothek, von denen ich ausging das sie eventuell von interesse für sie sein könnten, also das Buch über den Brückenbau und das Buch der Konstrukteure, sowie noch einige der Baupläne aus einem der anderen Werke, weiterhin überprüfte ich ihre Zahlen für die Konstruktion der Brücke, jene stimmten, wie zu erwarten war. Schließlich erzählte ich ihr noch von der Wucherung an meiner Schulter und zeigte ihr diese auch. Irgendwann in der Zwischenzeit brachte die Magd noch etwas zu Essen auf das Zimmer, dem werde ich mich wohl später zuwenden. Nachdem Collega Pedderssen sich verabschiedet hatte, begann ich mit dem Studium eines der Werke über die zwergische Feinschmiedekunst, das hat wohl die ganze Nacht in Anspruch genommen, den während ich noch mit dem Werk beschäftigt war, wollte die Magd Frühstück, oder so ähnlich, hereinbringen, ich hatte zwar bemerkt das ich ein leichtes Hungergefühl hatte, aber mich darauf konzentriert ersteinmal mit dem Buch fertig zu werden, wie schnell die Zeit doch vergehen kann.

Die Vorteile von novadischen Liebhabern

Hinter den gewaltigen Bergen Hochstiegs lies sich der erste Schimmer, die erste Ahnung des neuen Tages erkennen. Es würde noch viel zeit vergehen bis die Praiosscheibe das Land erhellte. Delia genoss den Ausblick. Sie war erschöpft und überglücklich. Vor wenigen Augenblicken hatte ihr Wüstenlöwe sie zum wiederholten Male in dieser Nacht genommen. Hätte sie gewusst wie wild diese Nacht wird und wozu er alles fähig war, dann hätte sie es mit ihrem betörenden Einfluss nicht übertrieben. Die erste Runde ging an sie, da sie ihn überraschte, mit Charme, Magie und Kompott mit Vanillesoße. Doch danach fand er seine Fassung wieder und mit tiefer, fordernder Stimme sagte er: „Nun bin ich dran, meine kleine Scharte!“ Und er war wieder und wieder dran. Bis er sich in den frühen Morgenstunden dafür entschied seine Männlichkeit genug bewiesen zu haben. Sie genoss es, wenn er sie so vollkommen in Besitz nahm und Wellen der Lust durch ihren Körper sendete.

Doch nun lagen sie eng umschlungen in dem warmen Bett des Gästezimmers von Sieghelms Junkerngut. So schön hatte sie Sieghelms Heimat sich nicht vorgestellt. „Schlafe meine Wüstenblume, Du musst Dich schonen.“ raunte Kalkarib hinter ihr und schon bald wurde sein Atem ruhiger, er schlief. Delia fand keinen Schlaf. Sie war zu erschöpft und dachte an die kommenden Tage und Abenteuer, die Sieghelm ankündigte. Delia freute auch darauf. Die Hexe hoffte, dass Sieghelm und Kalkarib sich dann besser verstehen würden. Was es wohl mit diesem Schatz auf sich hatte? Mit den verschwundenen Menschen?

Delia drehte sich zu ihrem Wüstensohn, um mit dem Kopf an seiner massigen Brust und in seinen starken Armen Schlaf zu finden. Ein tiefes Grollen gab er von sich und zog sie eng an sich. Sein herb männlicher Duft nach Wüste und Zedernholz umfing sie wie feiner Nebel. Zufrieden schlief sie mit einem leichten Stöhnen ein.

Zivilisation, was noch zu beweisen wäre

Nacht des 21.Tsa 1026 nBF, Ruine des Dorfes Kohlhütten

Ich war ziemlich ungehalten, da gab es exakt einen interessanten Zwischenfall, welcher den Aufenthalt hier angenehm gemacht hätte, und was passiert dieses uncollegiale Verhalten, dieser alten Tochter Satuarias, irgendwie erinnere ich mich gerade an Bezeichnungen, an die ich bisher noch nie gedacht habe, müssen wohl Delias Erinnerungen sein, lässt mich doch einfach im Schnee sitzen und verhehlt ihre arkanen Spuren, äußerst wirksam, was schon beachtlich ist, ich habe noch nicht einmal Überreste der Residualstrahlung der Magica Limbologica gesehen, die mein interesse ja erst geweckt hat, dafür kenne ich nun die arkane Signatur dieses alten Weibs, wenn sie der Meinung ist einem ausgebildeten Magus der Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis, dem angesehensten Institut der Magie Aventuriens, dem Herz und Hirn der Großen Grauen Gilde des Geistes durch so eine billige Scharade zu entgehen, so wird sie sich noch wundern, wirklich eine frechheit, da habe ich immer collegial zusammengearbeitet mit diesen undisziplinierten und emotional labilen Töchtern Satuarias und das ist der Dank dafür, habe ich nicht sogar Delia an meinem Wissen teilhaben lassen, und im gegensatz das ich etwas von dem Wissen ihrer Repräsentation durch sie erlerne, musste ich es selbst rekonstruieren, ob sie überhaupt weiß, wie viel ich schon weiß? Wahrscheinlich kann sie die Zauber in Gildenmagischer Repräsentation noch nicht einmal spontan modifizieren, pah Hexen, können halt nicht ordentlich zaubern, ich frage mich immer mehr was ich jeh in Zafia gesehen habe, andererseits, durch Delias Erinnerungen, habe ich dahingehend die eine oder andere Vermutung. Zog mich danach in die Hütte zurück, ich frage mich wirklich, was ich hier soll, das ist doch kein Ort für einen angesehenen Experten der Magica Clarobservantia und Theoretica, hier wird es wahrscheinlich noch nicht einmal richtige Badehäuser geben, hmm könnte eine Geschäftsidee sein.

22.Tsa 1026 nBF

Erwachte in dieser Ruine von Dorf, mit dem Namen Kohlhütten, begaben uns heute weiter diesen bescheuerten Pass hinauf, immer noch eine Zeitverschwendung sondergleichen, gut interessant war das die Herrscher dieses Landesstriches, wohl nichts auf den Codex Albyricus geben, was äußerst faszinierend ist, wenn man bedenkt das in Rommilys eine Akademie des Bundes des weißen Pentagrammes steht, aber gut der Reihe nach. Wir erreichten eine recht beeindruckende Brücke, genannt die zwei Dschinnebrücken über die hardkehre, ersteinmal müsste es nicht korrekt lauten die zwei Dschinnenbrücke oder die Brücke der zwei Dschinne, eventuell auch die Überführung der zwei Entitäten des Elementes Erz, welche über die hardkehre hinüber führen, aber das ist ja noch kein Verstoß gegen den Codex Albyricus, aber wer weiß, vielleicht ist das in Darpatien so üblich, das die Grammatik leidet, wäre ja nicht das einzige, pah Stierflug, wer hat so einen Blödsinn schon gehört, gut ich mittlerweile. Der Verstoß der mir auffiel, war der folgende, die Brücke wurde im Jahre 982 nBF von einem gewissen Magister Notelian Alrikorion Steinfest aus Drakonia errichtet, nun Drakonia, korrekterweise wohl eher das Konzil der Elemente zu Drakonia, war 982 BF noch kein Mitglied der Magiergilden, das Konzil hat sich erst 1011 BF in Punin den Gilden offenbart, die haben doch unter anderem einen Ignisphaero durch die Hallen geschleudert, sofern also der Herr Magister, nicht seperat die Mitgliedschaft in einer der Magiergilden erworben hatte, und dann wäre er wahrscheinlich nicht als Magister Drakonias aufgeführt, wurde also eine magische Dienstleistung im Einzugsbereich des Codex Albyricus von einer nicht dazu lizensierten Person ausgeführt, ich sollte vielleicht Magister Magnus Sirdon Kosmaar darauf aufmerksam machen, den haben solche Sachverhalte immer brennend interessiert, ich meine da hält man sich an dieses Machwerk und dann so etwas, eine bodenlose Frechheit, vielleicht ist das der Grund das es hier an ordentlicher Zivilisation fehlt, der darpatische Bulle trampelt jene zarten Zweige der Zivilisation, welche sich im Keimen befindet einfach immer wieder nieder. Interessant war noch eine Inschrift auf der Stele, die zu Ehren des „Magiers“ errichtet wurde, hmm daran habe ich in Fasar nicht gedacht, naja beim nächsten Mal, eingetragen waren auf Ur-Tulamidya 15 Zahlen, genauer gesagt die Zahlenkolonne 336787868584722, Entschlüsselung mangels der Umgebung bislang ohne Erfolg.

Im Hintergrund war der rote Riese zu sehen, irgendein unbedeutender Berg, dann gab es noch ein paar Wasserfälle, wohl ein Ingerimmheiligtum, als nächstes kommen wir bestimmt an einen Vulkan vorbei, der als Efferdheiligtum gilt, oder wie wäre es mit einer dunklen Höhle als Praiosheiligtum, ein Friedensfest für Kor und dergleichen würde sicher auch passen. Immer diese Belanglosigkeiten, während ich anderswo Berge versetzen könnte, meine Forschungen leiden unter dieser unnötigen Zeitverschwendung, dazu noch dieser nervtötende Traviageweihter, warum werde ich nur so gestraft, was habe ich denn getan um das zu verdienen?

Erreichten eine Hütte, die Traviagefällige Heimstatt dieser Reiseetappe, zumindest gab es Wände und eine Decke, dann haben die anderen diesen Traviageweihten auch noch auf die vermaledeiten Amulette aufmerksam gemacht, und da habe ich gehofft, das mir das ersparrt bliebe, nun weiß er also auch noch um mein Amulett, wenigstens ergab sich so die Philosophische Spitze, auch wenn es mir erscheint das er nicht in der Lage war, der einfachen logischen Kette, zufolgen die sich aufgrund seiner Aussage, bezüglich der Amulette als Teil der entsprechenden Gottheiten ergab, dabei ist es doch einfach, wenn die Amulette Teil der jeweilligen Gottheit sind, weiter davon ausgegangen werden kann, das die Teile der Gottheiten miteinander in Verbindung stehen, die Träger ferner auserkoren sind, weswegen auch immer, dann kann unter, verständlicher Vernachlässigung entsprechender physicher Ausprägungen, welche an den Amuletten hängen, davon ausgegangen werden, das Gottheiten in der dritten Sphäre wandeln, sollte noch einmal die einschlägigen Lektüren dazu nachschlagen, eventuell findet sich etwas in Manu Al’Planes Werk oder dem Werk von Rohal dem Weisen, zumindest die Stücke, welche wir in der Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis durchgenommen haben, so wie die Kurse zur Magierphilosophie, deuten darauf hin, dass es da etwas gibt, was mir weiteres unbehagen bereiten könnte. Auf die Frage nach der Anzahl der Amulette, postulierte ich mindestens, um die, 25, 12 für je einen Gott des Pantheons des Zwölfgötterglaubens, was ich etwas kurzsichtig halte, dann für die entsprechenden Gegenspieler und einen weiteren Gott, doch deesen Einfluss ist schlecht zu bemessen, aber es ist naheliegend das eine Akkumulation der Amulette auf eine dichte lokal/temporale Näherung, zu einem entsprechenden karmatischen Kausalknoten führen muss, da es eine entsprechend gerichtete Gegenbewegung geben muss, die Frage wäre nun, wer bildet die Gegenbewegung zu wem?

Delia berichtete von ihrem Traum, ein Alptraum, der erstaunliche Auswirkungen auf ihrren Körper hatte, wie sich später herausstellte, anscheinend war es jemanden gelungen den Traum als mystische Verbindung zu nutzen um eine der sanguinen Sphären, auf die wir schon früher mal, bei diesem Diener des Blutkaisers stießen, an ihre Matrix anzukoppeln, was, fachlich betrachtet, eine solide Arbeit darstellt, nur wird das wohl wenig bringen, da in Hochstieg die Vorbereitungen für das entsprechende Ritual zur Auflösung des sanguinen Thaumatursoms anlaufen werden, hmm sollte versuchen das Ritual zu optimieren, eventuell kann ich die Sphäre erhalten, sollte diese auch genauer untersuchen, während sie noch mit Delia verbunden ist, das könnte uns hilfreiche Aufschlüsse über die, oder eine, Gegenseite geben, beim letzten Mal gab es dazu keine Gelegenheit, waren die anderen doch erpicht darauf die Sphären loszuwerden, und mich somit einer interessanten Forschungsmöglichkeit zu berauben. Weiterhin werde ich Delia, wohl bei ihrem Traum helfen, sobald ich dazu komme, dann wollen wir doch mal sehen, was die Eindringlinge machen, wenn sie sich nicht nur einer Hexe gegenüber stehen, die ihr Geschenk der ewigen Jugend, im Prinzip verschleudert und verlottert, wenn ich bedenke was ich alles in ihren knapp fünzig Jahren erreicht haben könnte, wahrscheinlich kann sie es einfach nicht richtig würdigen, wurde sie doch damit geboren.

Ansonsten gab es noch Hader, Streit und Zwist, der Traviageweihte hat dabei viel geholfen.

23.Tsa 1026 nBF

Brachen heute von der Hütte auf, und begaben uns zu einer, sogenannten, „Brücke“, das das nicht gut gehen konnte, hätte eigentlich jeder, mit einem Mindestmaß an Verstand, vorhersehen können, die notwendige Schlussfolgerung bezüglich meiner Begleiter erspare ich mir hier. Insgesamt kamm es zu mehreren Unfällen von denen ich jedoch nicht allzu viel mitbekommen habe, weil ich bei dem ersten Unfall schon am überlegen war, wie ich das unnötige Risiko, weiter vermindern könnte, meine Idee war einfach und elegant, wie zu erwarten war, ich bastelte einen stabilen Haken, der mir als Führungsschiene dienen sollte, mit dem es mir gelingen sollte an dem Geländer hinlang mich zu halten, nicht optimal, aber besser als das was geboten war. Ich war also in meiner Arbeit vertieft und bemerkte dadurch nicht so recht, dass Rondrian hinab stürzte, ein tragischer und unnötiger Tod, ich konnte in dem Moment nichts tun, weil ich ein paar Tage vorher schon für eine ordentliche Unterkunft sorgen musste, interessanterweise griff Delia nicht ein, vermutlich dachte sie nicht an ihren Ring, der von mir verzaubert und von von Spichbrecher an sie geschenkt wurde, damit hätte sie ohne weiteres einen Geist der Luft convocieren können um Rondrian in Sicherheit zu tragen. Nachdem Rondrian hinabstürzte, wendete ich mich mit ehrlicher und gänzlich uneigennütziger absicht zu seiner geschätzen Gnaden Traviahold Badilak, dessen Gans mich vorher am selbigen Tag noch belästigt hatte, von Spichbrecher, und wies ihn auf die Gefahren für sein Leib und Leben hin, und das es doch in seinem Interesse wäre, sich umzuwenden, damit er seinen Gänsen, oder was auch immer, auch weiterhin noch hilfreich sein könne, das er dazu am besten umkehren sollte, nun dafür kann ich ja nichts, war ja nicht meine Idee ihn mitzuschleppen, geschweige denn überhaupt diesen Weg zu wählen. Leider, zu meinem Leidwesen, entschloß er sich meine, selbstlosen Worte zu ignorieren und sich mit mir über die, solide, zwergische Konstruktion über den gähnen Schlund des Abgrunds hinüber tragen zu lassen. Auf der anderen Seite wurde ich dann von dem anderen von Spichbrecher gefragt, ob ich Rondrian nicht wieder hinaufbefördern könne, typisch in solchen Situationen kommen sie wieder zu mir, aber wenn ich in ruhe forschen, meditieren, nachdenken oder einfach nur in ruhe gelassen werden will, oder beispielsweise ein mir zustehendes Thaumatursom haben will, ist die Antwort abschlägig. Ich verneinte zuerst, besann mich dann aber noch Delia und das ich ihr ja den Unitatio Cantus beibrachte, sie gab mir also im Bunde einen teil ihrer Kraft und ich convocierte, während die anderen noch herumstanden, einen Geist der Luft, welcher die Leiche Rondrians auch flugs wieder hinauftrug, unnötiger Verlust, meine Schüler, Ulfried, Sulibeth und Mezzek würden solch eines Todes nicht sterben, sie könnten aber auf andere Weise umkommen, Unfälle passieren immer und gerade Mezzek hatte sich ja schon beinahe einmal selbst über das Alchimielabor verteilt, wenn auch unbeabsichtigt, gut hätte er dies beabsichtigt getan, wäre er danach nicht mehr mein Schüler und Assistent gewesen, was Sulibeth und Ulfried betrifft, so werden diese wohl höchstens mit den klassischen Problemem ihrer Ausbildung zu kämpfen haben.

Erreichten später Hochstieg, unterwegs stießen wir noch auf einen Jäger, welcher wohl noch militärische Dienste versah, was auch immer.

Der lange Weg

Mit einem kaum hörbaren, dumpfen Geräusch schlug der schreiende Körper Romdrians auf dem Boden der Schlucht auf. Ob mit Magie oder ohne, Delia wusste genau, dass sie ihm nicht hatte helfen können. Seine Zeit war gekommen. Boron hatte ihn zu sich geholt. Niemand hätte das verhindern können. Das stand für Delia fest. Dennoch war es sehr traurig, dass dieser junge Streiter von ihnen gehen musste. Den ganzen Weg nach Hochstieg trugen Siehhelm und sein Bruder den Leichnam, um ihn eine würdige Totenstatt zu bereiten. Delia schlug dem Hauptmann nich an der Brücke vor jene nach Rondrian benennen zu lassen.

Die Hexe drängte sich den Weg über an den warmen Leib ihres Ehemannes. Sie brauchte nun seine Wärme und Nähe. Sie hoffte so sehr, dass Kalkarib sich bald besser mit ihren Freunden verstehen würde. Doch bis dahin war noch ein weiter weg.
Die Wärme des Wüstensohns und seine beschützenden Arme hielten nicht nur die Trauer sondern auch die Angst von Delia fern. Die Angst sie könnte Sieghelm an das böse verlieren. Der Traum war eindeutig gewesen. Auf der anderen Seite, bei den Gegnern da Stand Sieghelm, anscheinend unter dem Bann des Bösen. Das machte ihr große Angst. Es konnte und durfte nicht sein, so etwas durfte niemals passieren. Von Sieghelm würde sie zu letzt erwarten, dass er fiele. Dieser unerschütterliche Krieger würde nicht die Seiten wechseln. Welche Macht ihn auch verführen möge.
Unwillkürlich drückte Delia sich noch näher an Kalkarib. Das war es! Wenn jeder mit seinen Waffen kämpfen sollte und sie die Auserwählte Rahjas war, dann könnte es helfen wenn sie den dunklen Sieghelm im Traum umarmte, ihn wieder zur richtigen Seite verführte. Das klang skurril, selbst für die Hexe aber eine Möglichkeit wär es. Sollte der Traum wieder zu Ihr kommen, dann würde Diebes versuchen.

Kurz blieb der Tross stehen. Kalkarib sah seine Shanja frieren aber tapfer an. Er war überrascht als Delia diese Pause nutzte um ihn lange und leidenschaftlich zu küssen. Er erwiderte er den Kuss und zog sie fest an sich. Für diesen Moment fühlte Delia sich vollkommen sicher.

Am Ende des Pfades

Der herzerweichende Schrei mag kaum verklingen. Denn das Echo der Berge wirft ihn vielfach zurück. Die Botin Firuns steht vor der Schlucht, die auch ihr Leben fordern wollte, und blickt auf den kleinen zerschlagenen Körper des jungen Waffenknechts. Ein laues Lüftchen kommt auf und trägt den Leichnam zu ihnen empor. Andächtig steht sie gedankenverloren da. Keine Regung der Trauer, auch kein Wehklagen, wie das des Junkers, entrinnt sich ihrem Körper. Ein wenig verachtet sie sich dafür, vor den anderen als gefühlskalt da zu stehen. Aber dies ist nunmehr ihre Bestimmung. Ein mentaler Fels in der Brandung der überschäumenden Gefühle. In ihrem Inneren jedoch tobt ein ebensolcher Sturm der sich alle Mühe gibt bahn zu brechen. Sie hält jedoch stand und betet stumm für den Jungen.

Armer tapferer Rondrian. Du warst noch nicht bereit. Warst noch zu schwach und zu klein, um diesen Pfad zu bestehen. Doch dein unerschütterlicher Mut und deine Entschlossenheit ehren die Leuin und den Alten vom Berg gleichermaßen und sollen Vorbild für alle sein! Beide Götter werden dich in ihren Paradiesen willkommen heißen. Du hast erneut die Wahl dein Schicksal zu bestimmen. Sei es nun so, wie es ist. Ruhe in Frieden kleiner tapferer Mann.

Er hat weder geklagt noch lamentiert. Ganz im Gegensatz zu den anderen. Vor allem Kalkarib entpuppt sich als Schwächling. Sicher, er ist die Kälte nicht gewohnt, aber muss man sich darum so gebaren? Nein! Und erst diese lächerliche Frage, wer für ihn kämpfen möge. Pah. Wer Mut und Entschlossenheit in der gerechten Sache zeigt, dem gebührt mein Beistand. Er wird ihn bekommen. Doch zuerst: kämpfe selbst und zeige mir, dass du es Wert bist, dass du es verdienst!!!

Dazu wird es auch genügend Gelegenheiten geben. Delias Pervertierung macht mir Sorgen. Selbst mein Speer konnte nicht helfen. Wäre ja auch zu einfach. Ich schätze, dies ist eine Aufgabe für Nehazet. Wir werden ihm dabei unterstützen.

Es gibt auch sonst viel zu tun auf Hochstieg. Ich versprach Traviahold mit ihm zu dem Turm zu gehen, um dort nach dem Rechten zu sehen. Auf diesem Weg kann ich viel über diesen interessanten Landstrich erfahren. Außerdem muss ich noch Erkundigungen über das mysteriöse Wesen einholen, dessen Fußspuren ich in der Dorfruine fand. Mal sehen, ob es Aussicht auf eine ereignisreiche Jagd verheißt.

Hochstieg. Wir sind da. Schade dass es schon vorbei ist. Die anderen sind noch nicht bereit, diese Pilgerreise zu beenden. Aber wer ist schon bereit für etwas, was einem unverhofft wiederfährt?

Bei diesen Gedanken fällt ihr Blick auf die Trage. Sie presst die Lippen fast unmerklich zusammen und richtet ihre Aufmerksamkeit auf den jungen Jäger, der seinem Hund aus dem Gebüsch folgt.

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Azinas Gedanken

Auf Pilgerreise

Mit einem sollst du Recht behalten alter Mann.

Schwer stapft sie in ihren neuen Stiefeln den schneebedeckten Hang hinauf. Der Pfad der Ifirn ist kaum zu erkennen.

Die Sorgen und Nöte der Menschen, drücken gar sorgenschwer auf das Gemüt. Sowohl auf ihr eigenes, als auch auf das ihrer Reisegefährten. Die Stimmung meiner Kameraden kann ich nur als jammernd empfinden. Zeigen sie tatsächlich Schwäche? Freveln sie so meinem Gott? Oft reiste ich mit ihnen durch die Städte, oft besuchte ich Bibliotheken, Akademien, Märkte, Garnisonen und nächtigte in Gasthäusern. Ich bereiste fast ausschließlich WEGE!! Zu FUß, während sie ritten.

Kopfschüttelnd betrachtet sie die träumerisch verschneiten Berge der Efferdseite der Trollzacken. Oben angekommen fällt ihr Blick auf den Schnee zu ihren Füßen am Rande des Steilhangs. Langsam geht sie in die Knie. Sie zieht ihre Handschuhe aus und lässt sie achtlos fallen. Ehrfürchtig gleitet sie mit ihren nackten Fingern durch Firuns Element. Tief atmet sie ein. Ihre Kameraden sehen sich nach ihr um, wie sie so dasitzt, ein weißes buschiges Fell über den Rücken geworfen, kniend im reinen Schnee und voll Wonne, der Erde des Wintergottes nah.

Und kaum geht es ein einziges Mal auf einem PILGERPFAD halbwegs durch die Wildnis, quengeln sie alle, wie kleine Kinder. Einzig Sieghelm und die beiden alten Herren sind Musterbeispiele an Enthusiasmus. Und Rondrian. Aber der ist eh stets auf seines Herren Seite. Alle anderen haben keinen Sinn für die Schönheit der Natur! Deren atemberaubendes Antlitz zu betrachten und zu zeichnen reicht nicht aus Jane. Man muss sie erleben, spüren! So, wie ich es gerade andächtig tue. Hm, Schnee. So kalt und so schön. Nur dann ist man der Natur nahe. Aber was nützt es, wenn sie nicht einmal erkennen, worin der Sinn ihres Seins besteht. Im Einklang zu leben. Im Einklang zur Natur, im Einklang zu sich selbst und natürlich im Einklang mit seinen Göttern.

Sie richtet sich auf und sieht, wie ihre Kameraden im Schnee spielen. Und wendet sich grummelnd ab.

Der Sturz des alten Ardo reißt sie aus ihren Gedanken. Rasch eilt sie herbei, um gemeinsam mit Kalkarib Sieghelm zu helfen, Jane und Traviahold hochzuhieven. Ardo und Traviahold verlieren den Halt zueinander und der alte Mann fällt gen Tal. Nur ein elementarer Diener der Luft Nehazets verhindert seinen Aufschlag. Als der tapfere Rondrian an einem Seil hinabgelassen wird, steht die Tierbändigerin einige Schritt abseits auf einen Felsvorsprung und beobachtet mit erhabener Miene die Szenerie.

Schon besser Leute.

Am Abend gelangen sie in die Dorfruine Kohlenhüttens an einer Weggabelung am Ende des Ifirnpfades. Sieghelm versprach am Vortag eine “traviagefällige Heimstadt“, welche nun aus einem mit Brennholz bestücktem Lagerplatz samt offen Kamin bestand.

Ich weiß nicht, worüber sich die anderen aufregen. Es ist eine angemessene Heimstadt. Leider verdirbt Nehazet das firunsche Erlebnis durch eine sehr traviagefällige Geste. Sein erbetenes Dach verleiht der der Heimstadt tatsächlich ein wenig Glanz der Heiligen Mutter. Aber so richtig stolz und zufrieden scheint er nicht zu sein. Es düngt mir, er hadert außerordentlich stark mit seinem Schicksal. Was mag ihm zugestoßen sein, als ich in Aranien war? Er beschwerte sich ja schon immer, dass er durch die Wildnis müsste, aber so mürrisch und übellaunig kenne ich ihn gar nicht. Kann es sein, dass ihm die verwehrte Hochzeit doch sehr nahe geht? Doch was kümmert es mich? Im Zweifel wird Travia höchstpersönlich dafür Sorge tragen, dass ihr Auserwählter angemessen ist.

Eine schöne Nacht hier draußen. Ob diese Vettel Kohlenhütten tatsächlich existiert?

Noch einmal atmet sie die frische Bergluft, vermischt mit einer Note Eintopf, ehe sie sich auf ihren Umhang bettet und für eine weitere Nacht in Borons Domäne tritt.

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Azinas Gedanken

Schnee und Eis / Feuer und Glut

Noch lange lag Delia in dieser Nacht wach. Zu erst dieser Traum von Kriegen in finsteren Rüstungen, ihr Amulett war immer noch ganz warm davon. Denn im Traum glühte es fast. Nach diesem Alptraum dann die Gestalt der alten Schwester, die durch die Ruinen schlich. Jene gute Schwester die Rache nahm an den Bannstrahlern, die sie verbrannten. All das Bot Delia genug Stoff zum nachdenken.

Als sie sich gerade mit den angenehmen Erinnerungen an die Schneeballschlacht und den herrlichen Ausblicke ablenken wollte, da zog etwas anderes ihre Aufmerksamkeit auf sich. Etwas kleines, kaum spürbares, im Werden begriffenes. Ein Keimling des Lebens. Isaria prophezeite ihr dies. Sie würde ein Kind von Kalkarib empfangen. Ob es jene feurige Nacht zur Sonnenwende war, die Hochzeitsnacht oder die erste Nacht im Aram, sie wusste es nicht. Doch es war da. Er war da. Er sollte ein Junge werden, sofern er geboren worden war. Kalkarib wusste noch nichts davon. Delia wartete noch auf den richtigen Moment ihm und ihren Freunden alles zu erzählen.

Delia strich sich über ihren noch flachen Bauch und wie zur Antwort zog sich etwas in Ihr zusammen. Sie keuchte aufgrund des plötzlichen, krampfartigen Schmerzes und zuckte leicht. Kalkarib holte tief Luft und brummte missgestimmt. Während er sie enger an sich zog und in seinen starken Armen hielt. Sogar im Traum beschützte er sie. Sie legte dem schlafenden Wüstensohn ihre Hand auf die Brust und sog seinen herb männlichen Duft in sich auf. Die Krämpfe ließen nach. Auch wenn ihre Freunde sie nicht verstehen konnten. Sie liebte diesen sturen, dickköpfigen, hitzigen, aufbrausenden… einfach wundervollen Mann. Ihren Mann.

Sie blickte über sich in die Sterne. Liegend in mitten von Schnee und Eis. Doch in ihrem weichen Schlafsack war es wie an einem warmen Feuer. So sah sie die Sterne über sich treiben im Meer der Unendlichkeit. Es war das Gefühl als hätten Raum und Zeit keine Bedeutung mehr, als würden sie beide in den Sternen treiben und zwischen ihnen entstand ein kleiner weiterer Stern… Ihr erstgeborener Sohn…

Andere Länder, andere Definitionen

Die anderen sind vor einigen Wochen mehrheitlich beritten aufgebrochen, in das ferne, vom Junker von Spichbrecher hochgeschätze Darpatien, welches wohl der kulturelle Hochpunkt des Mittelreiches sein soll, wie das möglich ist, wenn bedacht wird das in Punin nicht nur die wichtigste Magierakademie und zwei der bedeutendsten Tempel des Zwölfgötterkultes stehen, ist mir nicht wirklich bekannt. Gut in Rommylis steht auch eine Magierakademie, aber die einzig ernstzunehmende relevante wissenschaftliche Neuerung war die Entdeckung der arkanen Signaturen, eigentlich eigenartig, müsste mal in der Bibliothek nachsehen, wahrscheinlich findet sich irgendwo noch ein inbeachtetes Manuskript aus dem das auch abgeleitet hätte werden können, naja wir wollen ihnen mal nicht das einzige Brotkrummen ihrer arkanen Forschung wegnehmen, ansonsten hätte die Akademie ja überhaupt keine Bedeutung, gut selber schuld, gehört ja dem Bund des weißen Pentagrammes an, wo war ich, achja und dann wäre da höchstens noch der Haupttempel der Travia, doch ob das ein Zeichen von Zivilisation ist, da bin ich noch unschlüssig.

Ich habe in der Zwischenzeit mit Collega saba Nassir weitere Tränke zubereitet und die erste Lieferung ist auch schon fertig, Mezzek macht auch gute Fortschritte in seiner Ausbildung, ich denke bald sollte er soweit sein, das er sich auch mal an dem ein oder anderen Trank versuchen kann. Besagte erste Lieferung ist auch insoweit schon bereit, das ich schon Schritte unternommen habe, deren Transport zu sichern, ein Dschinn der Luft, welchen ich gebunden habe, wird am Ende des Tsamondes die Kiste mit den 30 Elixieren nach Khunchom tragen, zusammen mit entsprechenden Botschaften die weitere Anweisungen bezüglich dessen was mit dem Gold geschehen soll enthalten, sowie einigen neuen Ideen und weiterer Korrespondenz mit Rashim und Zuhal. Auch an Collegus Manzanares in Punin habe ich geschrieben, ich habe ihn darüber in kenntnis gesetzt das Anfang Phex eine Kiste von mir aus Khunchom eintreffen wird, weiterhin bat ich ihn darum je eine der gedruckten Neuauflagen der Magie des Stabes und der Geheimnisse des Lebens beizulegen, die entsprechenden Kosten solle er doch bitte aus besagter Kiste entnehmen, die Kiste mit ihrem restlichen Inhalt, die beiden Bücher und etwas Alraunenpulver solle er mir danach doch bitte, mittels des an einen entsprechenden Gegenstand gebundenen Dschinnes der Luft nach Khorestan schicken. In besagter Nachricht hatte ich auch noch Beschreibung und wahren Namen des Dämons, welchen wir in Mahtab begegneten beigelegt, mit Bitte um Verifizierung ob es sich dabei um eine bislang unbekannte heptasphairische Entität handle, da ich dann den Anspruch auf gildenmagische Erstentdeckung erheben könnte, ähnlich wie bei den beiden heptasphairischen Entitäten in Hammerschlag.

Weiterhin habe ich endlich meine Kiste verzaubert, das war ziemlich unwürdig die mit mir herumtragen zu müssen, das Repertoire an Heiltränken für die Reise wurde aufgefüllt, die Thaumatursome wurden wieder aufgeladen, ich habe eine Glyphe der elementaren Attraktion des Feuers in meinen Mantel gestickt, wer hätte gedacht das ich mal irgendwann, tatsächlich etwas nutzen könnte, was ich in einem Traviatempel aufgeschnappt habe. Die Reisekasse wurde aufgefüllt, dem Schmied in Khorestan habe ich die Spezifikationen bezüglich der von mir gewünschten Schale der Alchimie gegeben, sobald die notwendigen Materialien eingetroffen sind, weiterhin habe ich persönliche Messer für mich, Collega saba Nassir und auch Mezzek von selbigem Schmied angefordert, mein Messer und die Schale werden also wahrscheinlich, entweder auf mich warten, wenn ich wieder nach Khorestan zurückkehre oder sie werden mir nachgeschickt, mal sehen.

Das Lagerhaus Tulachims, welches ich im Gegenzug für einen Teil der Schulden habe errichten lassen, ist vollendet, bezüglich weiterer Lagerhäuser stehen demnächst noch Selicum und Punin an, wenn ich das nächste mal in Punin bin, muss ich mich mal bezüglich einer geeigneten Adresse informieren, da ich als Absolvent der Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis ja auch ein Bürger Punins bin, steht es mir frei dort Land zu erwerben, aber das ist jetzt ersteinmal, noch, nicht so wichtig.

20.Tsa 1026 nBF, Reise zum Höhepunkt der Mittelreischichen Zivilisation (nach von Spichbrecher)

Habe mich heute aufgeschwungen die Reise nach Darpatien hinter mich zu bringen, hätte ich gewusst was mich erwartet, wäre ich nicht losgeflogen, Zivilisation ist für mich doch etwas anderes und von einem Pilgerpfad in der tiefsten Provinz ins Gebirge in einer kalten Jahreszeit, mit Schnee und Eis, unter Begleitung eines Traviageweihten und zwei Singender älterer Herren, nein, mit Zivilisation hat das nichts zu tun, hier gibt es noch nicht einmal ordentliche Tulamidische Badehäuser oder richtigen tulamidischen Tee, von dem Essen ganz zu schweigen und bislang habe ich, weder, einen, ordentlichen, noch überhaupt einen Teppich gesehen, wahrscheinlich ist es hier zu kalt um ordentliche Teppiche zu knüpfen, es ist auch zu bezweifeln das es unterwegs etwas spannendes, die akademische Neugier weckendes in diesem Land geben kann. Aber der Reihe nach, ich brach also mittels einiger gebundener Luftdschinne auf, der Mantel mit der Glyphe der elementaren Attraktion Feuer hat bislang schon gute Dienste geleistet, für alle Fälle habe ich vier neue Elixiere mitgebracht, ob die anderen noch die Elixiere von unserer letzten Reise dabei haben, weiß ich nicht. Das Gasthaus vor dem ich von Spichbrecher traf, ich entschied mich dezent im Hintergrund zu bleiben und ersteinmal zuzuhören, wobei im nachhinein betrachtet, wirklich viel gebracht hat das auch nicht, hörte ich zumindest nichts interessantes. Von Spichbrecher geleitete mich in das Gasthaus, mit dem einfallsreichen Namen zum Lederstiefel, am Türschild hing ein selbiger, das Gasthaus war ein typisches Erzeugnis der hohen Zivilisation des Raulschen Reiches, weitere Worte zur Umschreibung dessen, könnten dies nur schmälern. Collega Peddersen, saba Belima, Delia, Kalkarib und Rondrian saßen schon an einem Tisch, wir begaben uns zu diesen. Von Spichbrecher eröffnete uns, das wir eine Pilgerreise unternähmen würden, wie gut das er das geplant hat und uns damit überraschte, denn ich denke die einzige die ohne diese Überraschung ihn begleitet hätte wäre die werte und leicht unterkühlte saba Belima gewesen, da fällt mir ein, sollte Collega Peddersen mal darauf ansprechen das wir saba Belima Fähigkeiten im Bereich der Logik und ratio testen sollten, sind diese doch dem Eis zugeordnet und Firun ist ebenfalls dem Eise zugewandt. Ein Bruder von Spichbrecher setzte sich auch noch zu uns, bei diesem handelte es sich ausgerechnet noch um einen Diener Travias, welcher uns auch noch begleiten wird, das kann ja was werden, was ist den jemals gutes aus zusammentreffen mit diesen Dienern Travias geworden. Es gesellten sich noch zwei ältere Herren zu uns, wohl zwei alte Handwerksmeister, die uns begleiten wollten und auch sogleich ein altes Lied, vom Klang her wahrscheinlich Zwergisch, was mich daran erinnert das ich mein Rogolan etwas verbessern sollte, wenn ich so darüber nachdenke könnte auch mein Isdiria besser klingen, mit dem Zhayad bin ich ja auch etwas unzufrieden, ganz zu schweigen davon das ich weder zum Studium des Rssahh noch des Zelemjas in Khunchom gekommen bin, es war einfach zu viel los, muss unbedingt dran denken, wenn ich wieder in gefilden bin, welche ich als zivilisiert betrachten kann. Weiterhin erfuhren wir noch, das einige Leute verschwanden, auf selbiges wies auch ein Aushang hin, später am Abend untersuchte ich den Aushang und eine thorwalsche Silbermünze noch nach vitaler Residualstrahlung, um die Signatur der betreffenden Person im Zweifelsfall zu finden, im schlimmsten fall habe ich zumindest weitere Daten für meine Forschungen bezüglich der vitalen Signaturen erlangt. Der Tee war von eher mäßiger Qualität, aber er weckte zumindest Erinnerungen an ein besseres Land. Die Untersuchungen zogen sich tief in die Nacht hinein und es war schon spät als ich mich zur Ruhe begab.

21.Tsa 1026 nBF

Wir waren bei einem gewissen Meister Zertel, ein Händler von Lederwaren und anderem, nun das Viertel roch einer der wichtigsten Ingredenzien für Phosphorus. Wenigstens konnte ich das Problem des doch etwas ungeeigneten Reisegewandes, bezogen auf dieses Klima hier, durch eine entsprechende Duldung und Umdefinition, bezogen auf mich, bezogen auf einzelne Kleidungsstücke lösen, durch die tatsache der persönlichen Bekanntschaft mit der hiesigen Obrigkeit rasant lösen, ein entsprechendes Schriftstück sollte ich aus Gründen der beiderseitigen Absicherung noch entwerfen, eventuell Collega Peddersen noch drüber blicken lassen und dieses dann von von Spichbrecher unterzeichnen lassen. Es erscheint mir wirklich unmenschlich mit wie vielen Schichten Kleidung die Menschen hier im Tsamond herum laufen. Anschließend gab es noch Proviant von dem Wirt, der wohl ein guter Bekannter von von Spichbrecher war, wie ich gestern noch erfuhr, wobei ich mir immer noch unsicher bin, ob es nun ein ab- oder aufstieg ist wenn man drei Schilder als Ausgangspunkt nimmt um danach bei einem Lederstiefel zu landen, ich halte es ja für eine abstieg, nun gut es gibt wichtigeres womit ich mich befassen kann, beispielsweise der Kopie der Karte, welche der Wirt mir gezeigt hatte, dabei stellte sich auch heraus das Collega Peddersen sich nicht im Bereich der Kartographie auskennt, gut ich bin auch nur marginal bewandert in diesem Topos, doch erschien es mir in der academia eine sinnvolle Verwendung meiner Zeit, lernten wir doch auch über die Kraftlinien und eine Karte der aktuellen Kraftlinienverläufe, vor allem weil durch die Taten des Bethaniers, selbige partiell ihre Bahnen verändert hatten, schien sinnvoll. Danach suchten wir einen Schrein von drei Gottheiten auf, Firun, Ifirn und Aves war der Schrein zugedacht, die Opfergaben könnten in folgenderweise kategorisiert werden, Firun wurden Tierreste geopfert, für Ifirn wurden Pflanzen gepflückt und Aves bekamm Tand. Bei dem Avesschrein musste ich an das Amulett von Zafir Manzanares denken, welches er mir nach meinem Abschluss geschenkt hatte, ich frage mich wer von uns beiden wohl mehr reist, ich oder er?

Wir begaben uns danach auf die Reise, aufgrund meines Mantels und der Kleidung war ich recht gut gegen die Kälte gewappnet, trotzdem hieß das nicht das ich der Natur viel abgewinnen konnte. In der ferne waren die Trollzacken zu erblicken, toll noch ein Gebirge, auch nur eine Akkumulation von Erz, wenn man drüber nachdenkt, aus der ferne konnten wir eine verfallene Brücke erkennen, dabei handelte es sich um eine Brücke die wohl von Spichbrechers Großvater einem Torion dem gütigen errichtet wurde, die Brücke war infolge mangelnder Wartung nicht mehr nutzbar. Später kamm es zu einem Unglück auf der Reise einer unserer älteren Begleiter, hmm wenn ich so drüber nachdenke dürfte ich auf eine längere Lebenserfahrung zurückblicken als einer der beiden Handwerksmeister, manchmal frage ich mich ob die Idee sich der Erinnerungen Delias zu bedienen wirklich eine meiner besseren Ideen war, nun gut ich habe viel über satuarischen Brauchtum und das Leben einer Hexe erfahren, ganz zu schweigen von vielen Erfahrungen und Erlebnissen die wohl eher wenige vor mir machten, andererseits hätte ich das wissen auf einen anderen Weg erhalten, hätte sich das wohl negativ auf meine Verfassung auswirken können. Ach wo war ich, ja der Unfall ein leichter Windstoß führte zu einer Unsicherheit des Schrittes bei einem der älteren Herren, ich denke es war Ardo Gerdenwald, ob er wohl mit Leta Gerdenwald aus Hammerschlag verwandt ist? Diese Unsicherheit führte dazu das Herr Gerdenwald, davon ausgehend das er es war, sich den Abhang hinunter bewegte, Collega Peddersen und der Traviadiener versuchten ihm zu helfen, der Traviani wurde mitgerissen, Collega Peddersen konnte wenigstens noch mit ihrer Zweililie soetwas wie eine provisorische Befestigung konstruieren die weiteres abrutschen erschwerte. Während von Spichbrecher, saba Belima und al’Hashinnah sich profaner Lösungsversuche bedienten, nutze ich mein Thaumatursom zur Convokatio eines Elementaren Dieners der Luft und trug diesem auf, das er entweder den Sturz abfedern/verhindern solle oder das der die Personen aus ihrer prekären Situation befreien solle, was er auch tat. Während also die anderen dabei waren die, mittlerweile gesicherten Personen wieder auf dem Weg zu holen, Collega Peddersen war in der Zwischenzeit wieder von von Spichbrecher hinaufgezogen wurden und ich war am überlegen ob wir nicht einen Tee für alle aufsetzen sollten, da der Kessel wohl zu tief vergraben war, wurde daraus nichts, nun gut es hielt mich zumindest nicht davon ab, etwas Schnee in meinen Becher zu tun und diesen mittels meiner ewigen Flamme soweit zu erwärmen das ich einen vernünftigen Tulamidischen Tee, Ongalo Hochland, auf das traditionelle süßen, zumindest in den maßen wie es in meiner Heimat, liegt die nun eigentlich in Khunchom, im Yalaiad, in Punin oder in Khorestan (?), üblich war/ist verzichtete ich, selbigen Tee bot ich dem unglücklichen älteren Handwerksmeister an, ich wurde auch von ihm gefragt ob ich über den Wind geböte, worauf ich erwähnte das ich lediglich den ein oder anderen dienstbaren Luftgeist kennen würde.

Danach begaben wir uns weiter bis wir später in einer Dorfruine ankammen, diente wohl früher mal, unter Torion dem Gütigen, wieder dieser Torion, hat den kein anderer Spichbrecher hier etwas wichtiges gemacht(?) als Köhlerdorf. Auch eine Hexe soll hier wohl mal lebhaft gewesen sein, das resultierte in entsprechenden Ammenmärchen (warum eigentlich Ammenmärchen, sicherlich wurden die nicht nur von Ammen erzählt, sollte Collega Peddersen mal darauf ansprechen, wir reden ja auch nicht von Haimamudimsagen im Land der ersten Sonne), diese wurde dann auch verbrannt und später wurden einige Bannstrahler, drei um genau zu sein, unter Führung eines gewissen von Sonnenfeld, wahrscheinlich in Spanferkel verwandelt und verspeist, was wirklich beachtenswert wäre, immerhin hätte ein Ableben (welches wahrscheinlich notwendig war für die Zubereitung und spätestens beim verspeisen der Ferkel) zu einer Mutanda in den Corpus origine geführt, ich hätte besagte Schweine gerne gesehen um den darauf wirkenden Cantus (falls ein solcher darauf wirkte) zu studieren, das wäre bestimmt fasznierend gewesen. Wobei vielleicht erst erwähnt werden sollte, das unsere Raststätte aus einem Verlassenen, verkommenen, und verfallenen Gebäude bestand, dessen Dach fehlte und dessen Wände offen waren. Während die anderen damit beschäftigt waren in kleinen Bahnen jeder für sich ein Lager zu errichten, dachte ich größe, und rief einen Geist des Humus, der das Haus wieder wohnhaft oder zumindest schützend vor dem Wetter einfluss machen sollte, am besten noch mit Betten, der Geist kamm dem auch nach, nur die Wände verschloss er leider nicht, aber es gab ja genügend Zeltplanen so das auch dies schließlich kein Problem war. Natürlich führte auch dies wieder zu Unmut, mir vollkommen unvertändlich. Traviahold Badilak von Spichbrecher, so der Name von von Spichbrechers Bruder, bereitete ein Mahl zu, nun gut es war davon auszugehen das er wohl irgendwann mal etwas kochen gelernt haben mag, als er zum Diener der Göttin fürs Herdfeuer ausgebildet wurde. Das einzig interessante, und das hatte mich wirklich überrascht, aufgrund der Geschichten von der Hexe unterzog ich die Umgebung einer arkanen Visitation und fand schließlich einen Locus Astralis, dieser stellte sich als Tür mitsamt Türrahmen heraus, bei genauerer Examinatio mittels des Cantus Analys Arcanstructur erkannte ich die Matrices von arkanem wirken, welche der Limbologica zuzuordnen war, die Strukturen wiesen auf Satuarischen und Druidischen Aufbau hin, nur urtümlicher und, dass war ebenfalls höchst bemerkenswert, weitaus geordneter als dies der Normalfall für beide Repräsentationen wäre. Ich war gerade dabei das Geheimnis zu entschlüsseln als ich von einer Sicherung aus meiner Konzentration gerissen wurde, ein lauter Donnerknall und ein Schmerz der einer Ohrfeige nicht unähnlich war, durchzogen mich, nun zumindest der Schmerz, ich fand mich danach im Schnee wieder, Collega Peddersen kamm angerannt und fragte mich ob es mir gut gehen würde, ich bejahte dies und bat darum das Delia doch bitte herkommen möge, meine astralen Kräfte waren doch etwas aufgezehrt und dieses Mysterium war es wert erkundet zu werden, wer weiß es hätte uns eventuell diese unsägliche Pilgerreise erspart, aber Delia erschien nicht. Immer noch gefesselt und, auch etwas genervt das sich mir die Entschlüsselung der Wirkmatrizen entzogen hatte, entschied ich eine Meditation durchzuführen um meine Kräfte zu erneuen und eine erneute Examinatio durchzuführen. Während der Meditation wurde ich einige Male von anderen gestört, von Spichbrecher lief immer wieder vorbei und fragte, bzw. erzählte Kleinigkeiten, anscheinend hatte Delia schlecht geschlafen, gut das würde ich in der Umgebung wahrscheinlich auch, außerdem war da noch eine andere Person die leise durch den Schnee stapfte und kicherte, als ich nach getaner Meditation meine Augen öffnete lag die Tür aus ihren Angeln gelöst auf dem Boden, die Tür angeln waren durch natürlichen Verfall kaputt, ich probierte die Tür einzuhängen, was mir aufgrund der profanen Natur, gekoppelt mit der Temperatur nicht so ganz gelang, von Spichbrecher gelang selbige Aufgabe allerdings sehr wohl. Nur die arkanen Wirkmatrizen waren verschwunden, es war nicht so das es eine Residualstrahlung der entfalteten Wirkung gab, nein es war als hätten diese nie existiert, resultat davon war das ich unter Wirkung eines Oculus Astralis durch die Ruine des Dorfes lief, auf der Suche nach Spuren von arkanem wirken dieser Hexe, ich war den Umständen entsprechend gelaunt.

Zauberhafter Wandel in Khorestan

Die Ferkinas waren geschlagen und ich konnte mich nun wieder wichtigeren Problemen zuwenden, so war es zumindest gedacht, doch erbte ich durch die Taten der Ferkinas indirekt ein Mädchen namens Nedime, deren Gekreische wirklich nicht sehr annehmbar war, darüber hinaus war immer noch das Problem mit dem zerstörten Laboratorium, der Schuldige war leider verstorben bevor ich ihn befragen konnte, und hier hatte ich aktuell nicht den zugriff auf die notwendigen Quellen um eine Kontaktaufnahme zu ihm durchzuführen und selbst wenn, er hätte mir wahrscheinlich nichts neues mitgeteilt. Aber der Reihe nach…

25.Hesinde 1026nBF.

Ich habe schon in den frühen Stunden angefangen an einem neuen Projekt zu arbeiten, an einer Turbanbrosche die auch als Amulett dienen wird, welche mittels der richtigen Arkanoglyphen in der Lage sein sollte Licht auszustrahlen, allzu weit über die Konzeptionierung der Brosche kamm ich nicht hinaus, ich denke ich sollte das Projekt Magisches Licht gebärendes Thaumatursom, oder kurz Mag.Li.G.Th, nennen, streng genommen handelt es sich dabei ja um eine Projektgruppe um herauszufinden wie weit das erzeugen von Licht mittels magischen Methoden möglich ist. Ich wurde also, wiedermal, gestört als ich gerade am arbeiten war, ob ich es mal mit einem „Bitte nicht stören“ Schild versuchen sollte?, würde wohl nicht funktionieren, Störungsgrund waren die üblichen Angelegenheiten, die Haremsdamen stritten sich immernoch, Mezzek war sich unsicher was er machen sollte, ich wies ihn an sich weiter von Collega saba Nassir, deren Gegenstände auch an dem Tag eintrafen, unterweisen zu lassen. Nedime spielte immer noch die nicht zu bändigende, zumindest ertrug es Liliana stumm, wie es die anderen Haremsdamen ertrugen, keine Ahnung, aber da ich nicht davon ausging das es die Situation dort weiter eskalieren lassen würde,  schickte ich die beiden ersteinmal in den Harem. Nedime dabei, damit ich mich ersteinmal ungestört um anderes kümmern konnte und Liliana um auf Nedime und die anderen Haremsdamen aufzupassen.

Danach begab ich mich in die Reste meines ehemaligen Laboratoriums, und bereitete alles für eine convocatio elementharii vor, ich räumte den Boden frei, zeichnete ein Hexagramm, legte zwei der Erzbarren der Ferkinawaffen in das Hexagramm und fügte noch weiteres dem Element Erz zugehöriges Material in das Hexagramm. Kleidete mich dem akt entsprechend in das weiße Gewand der Elementarherbeirufung, setzte mich hin und fokussierte mich auf das Element während ich anfing die Formel auszusprechen und die Herbeirufenden Gesten auszuführen, da ich dabei nicht in eile war, ließ ich mir die Zeit und drehte und wendete die zuformende Matrize vor meinem geistigen Auge um sie möglichst makellos zu formen. Was mir auch gelang, aus dem Erz formte sich vor mir ein prächtiger Dschinn des Erzes der mich mit laut donnernder Stimme um mein begehr fragte, ich wies ihn auf die Zerstörung in dem Raum hin und teilte ihm mit, das ich mir von ihm wünschte, das er Gegenstände aus dem Element Erz, welche kürzlich zerstört wurden, wieder zusammenfügen möge, und zwar so wie sie vor der Zerstörung waren. Der Dschinn begann auch, allerdings in seinem eigenen gemächlichen Tempo, damit die Gegenstände wieder zusammenzusetzten, dabei wies er erstaunliche manuelle Geschicklichkeit auf, als er die Scherben zusammensetzte, die Fugen und Risse verschwanden dann aber doch durch seine Fähigkeit das Element zu manipulieren. Ich schaute ihm noch eine weile faszniert zu, wandte mich schlußendlich aber wichtigeren Angelegenheiten zu und begab mich in meine Bibliothek. Dort unterhielt ich mich länger mit Collega saba Nassir, Mezzek durfte in der Zwischenzeit das Lexikon der Alchemie abschreiben, einmal manuell und einmal mittels meiner magischen Feder in dem er es auch noch vorlesen durfte. Aber zurück zu Collega saba Nassir, ich beriet mich mit ihr über die junge Nedime, und wie ihr geholfen werden könne, es dauerte nicht lange und wir kammen darauf das es doch vorteilhaft wäre, wenn sich Nedime gar nicht an das vorgefallene erinnern würde, nachdem ich darauf verwies das dies durchaus kein Problem sei, theoretisch, überlegten wir weiter, welche Form von Eingriff in das Erinnerungsvermögen die sinnigste sei und wie dies am besten zu unterstützen sei, Collega saba Nassir hatte noch die Idee ein Mittel zu verwenden, welches den geistigen Widerstand senken würde, dies würde sich als vorteilhaft bei der diffizilen Manipulation des Erinnerungsvermögens der jungen Nedime auswirken. Aber diese ganzen Vorbereitungen würden einiger Tage bedürfen, so das Nedime frühestens am 27.Hesinde geheilt werden konnte. Collega saba Nassir wandte sich ihren Vorbereitungen zu und ich besah mir Mezzeks Arbeit, welche im großen und ganzen akzeptabel war, er war nicht so weit gekommen wie ich es erwartet hätte und ein paar Fehler hatten sich eingeschlichen, aber es war noch erträglich, vor allem nachdem er die Fehler durch weitere Ausführungen auf seperaten Seiten richtiggestellt hatte, er hatte sozusagen ein Erratum erstellt. Abgesehen davon war der restliche Tag und der nachfolgende Tag, so wie es von einem Magokraten aus Punin zu erwarten sei, voller wichtiger Gedankengänge und neuer Theorien, die jedesmal von unwichtigem profanem Firlefanz unterbrochen wurde, wenn ich demnächst auch noch darüber urteilen muss ob dem einen oder dem anderen Bauern ein Baum mit Nutzfrüchten zusteht, weil die Grenzen ihrer Felder für sie nicht nachvollziehbar ist, dann bin ich momentan noch unsicher wie ich darauf zu reagieren gedenke.

27.Hesinde 1026nBF.

Heute war es nun soweit,  Nedime, deren Geschrei, gekreische und gespucke nur unwesentlich weniger wurde, würde endlich die störenden Erinnerungen an die Zeit bei den Ferkinas in ein erträgliches Maße gerückt bekommen, außerdem, und das war viel wichtiger, würde ich endlich dazu kommen den Memorabia Cantus mal anzuwenden. Ihr wurde das mittelchen von Collega saba Nassir verabreicht und ich bereitete ersteinmal einen simplen Blick aufs Wesen Cantus vor um Nedime näher kennenzulernen, danach begann ich mit dem Weben des Memorabia Cantus, ich entschied mich dafür den Cantus permanent wirken zu lassen, weiterhin sollte ihr eine falsche Erinnerung an das geschehene gegeben werden, für den Zeitraum entschied ich mich für die Zeit seit ihrer Entführung, vorsichtshalber ging ich etwas weiter zurück, ich verbannte die Erinnerungen an die Zeit bei den Ferkinas in eine art düsteren Traum, den sie zwar erlebt hatte, was aber etwas war das sie eher beobachtet den erlebt hatte, vielleicht vergleichbar einer Geschichte die gelesen wurde, für dieses Vorgehen entschied ich mich gezielt, umzu verhindern das misstrauen gegen irgendeine von mir veränderte Form ihrer Erinnerung aufkommen möge, ich meine ich hätte ja einfach ihre Erinnerungen dahingehend beeinflussen können das sie dachte im letzten Jahr an den alten Emir verkauft wurde und ich ihr bei meiner Machtübernahme großzügig die Freiheit schenkte, ihr aber anbot hier in meinen Diensten zu bleiben, was sie nachdem sie von ihrer alten Familie abgewiesen wurde auch tat. Wie gesagt das wäre alles kein Problem gewesen, aber ich hielt es nicht für richtig, sie musste die Möglichkeit haben, aus ihrem Erlebten ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, ich habe nur geholfen in dem ich sie von der direkten emotionalen Verbundenheit an die Zeit bei den Ferkinas löste, sodass sie zwar durchaus darauf zugreifen konnte, was sie erlebt hatte, es aber für sie anders bewertet war, aber in anbetracht der Tatsache das ihre Familie sie im Prinzip verstoßen hatte, wird sie wohl bei mir bleiben, nur habe ich noch keine Ahnung was ich mit ihr anfangen soll? Nun vielleicht kommt mir in den nächsten Tagen, wenn ich sie näher kennengelernt habe und mich weiter mit Collega saba Nassir, Mezzek und meinem Wesir darüber unterhalten habe, eine passable Idee. Das Problem mit der Fragestellung wer nun die Haremsälteste sei, habe ich, nachdem das mit dem Test an irgendeinem kleinen Detail scheiterte, insofern gelöst, das es ersteinmal so sein soll wie es vorher war, also das die älteste der Anwesenden Damen zur Haremsältesten, wie naheliegend, erklärt würde, das aber damit zu rechnen sei, das sich das ganze wandeln mag, wenn sich herausstellen mag, das eine der Damen deutlich interessanter sei als die anderen. Das ich dabei meinte interessanter aus meiner Perspektive, das betonte ich nicht, ich bin mal gespannt wie sich das entwickeln wird.

Die nächsten Tage arbeitete ich unter anderem an weiteren Zeichenträgern, ich erstellte dabei zuerst die profanenhüllen die später die arkanen wirkmatricen aufnehmen mögen.

01.Firun 1026nBF.

Heute rief ich wieder einen Erzdschinn, nachdem mein Laboratorium wieder steht, dachte ich mir es wäre langsam an der Zeit eine andere Kammer einzurichten, die schon lange überfällig war, ich beschenkte Khorestan also mit seiner ersten Kammer die darauf ausgerichtet war Erzelementare Herbeizufen, diese wurde natürlich im Keller der Feste geformt, nahe an dem ehernen Element selbst, gehalten war die Kammer in tönen die dem Erz als affin gelten, aus Stein wurde ein prächtiges Hexagramm geformt, die Kammer machte den Eindruck als könnte sie stur jahrhunderte überdauern. Später aktivierte ich noch die Glyohe der elementaren Attraktion Humus, welche für meinen Gärtner bestimmt war, genauer für sein Feld, bei beiden Taten ließ ich mich von Collega saba Nassir unterstützen, die ich schon lange im verdacht habe, mehr als nur eine Alchimistin zu sein, aber das ist etwas was ich ihr überlasse und das habe ich auch versucht ihr in den letzten Tagen in unseren Gesprächen deutlich zu machen, ich meine sie ist nicht die erste Nichtgildenmagierin mit der ich es zu tun hatte, und ihr Wissensdurst ist erfrischend, zumindest im vergleich zu den der anderen Vertreter verschiedener Traditionen die mir schon begegnet sind.

02.Firun 1026nBF.

Heute habe ich meine Turbanbrosche aus dem Projekt Mag.Li.G.Th, genannt Strahlendes Auge, weil es einem Auge nachgeformt ist, zumindest stilisiert, verzaubert, was mir auch gelang ich erfüllte die profane Hülle mit meiner Macht und brachte dadurch die Linien der Brosche zur Illumination.

03.Firun 1026nBF.

Ich habe weiter an der Turbanbrosche gearbeitet und sie nun dazu gebracht mittels Animatio Cantus auf einen meiner Befehle sich zu öffnen, auf das mir in heiklen Situationen ein hilfreiches Licht beiseite stehen mag, ansonsten ist die Brosche so konzipiert das der illuminierende Teil verborgen ist und das Licht durch den trüben Mondstein sich seinen Weg suchen muss.

05.Firun 1026 nBF.

Heute wurde schließlich die Glyphe für den Garten fertiggestellt und darüberhinaus auch die Ziegelei am Fuße der Burg, letztere wurde durch einen von mir und Collega saba Nassir gerufenen Erzdschinn errichtet, dabei hielt er sich an die Pläne von Fräulein Peddersen, welche sich nun schon länger in meinem Besitz hier fanden. Das Gebäude direkt an den Fuße der Burg zu positionieren und somit auch das umliegende Gestein zu verwenden und außerdem eine Begrenzung zu erschaffen die ich für ein späteres Projekt noch ausnutzen kann, war natürlich von anfang an geplant.

07.Firun 1026 nBF.

Heute rief ich einen weiteren Dschinn, der an die Burgmauern gebunden wurde und uns im Falle eines Angriffes schützen sollte, diesen Dienst nahm der stoische Dschinn auch entgegen und setzte sich neben das Tor und übersah von dort das Land.

09.Firun 1026 nBF.

Auch an diesem Tag wurde ein weiterer Dschinn gerufen um uns im Falle eines Angriffes beizustehen, diesen band ich jedoch an die Stele im Dorf, auf denen die neuen Gesetzte sich fanden, somit sollte er das Dorf vor Unbill schützen, auch dieser nahm seine Aufgabe mit wenigen Worten auf sich, begann aber den Bereich um die Stele an seine Bedürfnisse anzupassen, indem er unter anderem das Erz in die, nach seinen Aussagen, richtige Form brachte.

10.Firun 1026 nBF.

Heute beendete ich eines meiner Quasi Thaumatursome in dem ich den Applicatus Cantus nutzte und einen Spruch mit diesen an eine physische Hülle band, dabei entschied ich mich für einen simplen Motoricus, die Möglichkeit Gegenstände mittels meines Geistes zu bewegen, ist immer praktisch, naja zumindest, wenn es etwas zu bewegen gibt.

Am 12. und 13.Firun 1026 nBF. widmete ich mich dem aufladen der Thaumatursome, also der Dschinnenlampe und meines Ring des Dieners der Luft, ich hielt die Zeit langsam für gekommen, die beiden Thaumatursome vorzubereiten, konnte man doch nie wissen, wann sie wieder erforderlich würden.

Vom 15. bis zum 18. Firun widmete ich mich mit Collega saba Nassir dem Projekt der Reinigung des Schott-el-Haz, wir riefen mehrere Dschinne über die verschiedenen Tage und ließen schließlich am 18.Firun zwei Erzdschinne und einen Wasserdschinn an den See heran, der erste Erzdschinn hatte dabei die Aufgabe die freiliegenden Schwefelquellen wieder unter festem Gestein zu versiegeln, sodass kein weiteres Schwefel in den See gelangen mag, der zweite Erzdschinn sollte das Schwefel in dem See herausziehen und in bereit gestellte Gefäße füllen und der Wasserdschinn letzllich sollte das Wasser reinigen und schon am ersten Tag angenehmer machen. Die Dschinne vollrichteten ihre Arbeit unten den Augen der Bevölkerung und nach kurzer Zeit war der See wieder in einem deutlich annehmbareren Zustand als zuvor, weitere Untersuchungen werden zeigen ob es sich so halten wird.

Am 20 und 21.Firun 1026nBF. widmete ich mich wieder meinen Experimenten der illuminierenden Zeichen, mittlerweile habe ich alle Hauptfarben durch, demnächst werde ich diie Unterkategorien durchgehen.

22.Firun 1026nBF.

Heute suchte mich eine Dame mit dem Namen Rashpatane auf, ein Mitglied von Delias Zirkel wie es scheint, ich gab meinem Wesir Assaf die nötigen Anweisungen und wies auch noch Mezzek und Collega saba Nassir an, auch Liliana und Nedime erhielten entsprechende Aufgaben. Mittlerweile sind auch genügend Heiltränke für die erste Lieferung an die Chamib al’Chymie zusammen gekommen, Collega saba Nassir war dahingehend eine große Hilfe.

Wilde Verhandlungen

Ich bin nunmehr seit über einer Woche wieder in Khorestan und habe mich weiter darauf vorbereitet mich mit den Ferkinas auseinanderzusetzen und hoffe nach wie vor auf eine friedliche Koexistenz, wäre es doch höchst lohnenswert für mich Sie im Zweifelsfall nutzbringend einzusetzen. Auch das brauen der Heiltränke kommt gut vorran. Die Bibliothek ist nicht mehr ganz so karg bestückt, mittlerweile finden sich einige der von mir genutzten Bücher dort, darunter der Folianth der Kräuterkunde und die ersten drei Bände der Gespräche Rohals. Die Theorie der Wahrnehmung und Beobachtung, sowie der Tractus Septelementaricus und das Lexikon der Alchimie, samt dem Buch über die Stabzauber und die Entwicklung übernatürlicher Willenskraft und der Leitfaden des wandernden Adepten befinden sich noch in meinen Privatgemächern, bei einigen aus Studiengründen bei anderen, aus nunja anderen Gründen. Darüberhinaus habe ich einige Karten in die Bibliothek gelegt, und Assaf angewiesen nach Schriften über verschiedene Gebiete ausschau zu halten, wobei natürlich das AtP Prinzip gilt, Arkan trumpft Profan.

Heute, am 24. Hesinde 1026 n.B.F. ist es also endlich, soweit ich werde aufbrechen und diese wilden Verhandlungen mit den Ferkinas führen, aus zuverlässigen, wenn auch windigen, Quellen weiß ich in welche Richtung ich mich zu wenden habe, die Thaumatursome sind bereit und die dienstbaren Geister gebunden, die Kamele und Menschen sind ausgeruht und es sollte alles in den von mir erwarteten Parametern ablaufen, ich hatte ja mehr als genügend Zeit mich auf das zusammentreffen vorzubereiten.

Aber, wie es immer ist, wurde ich auch heute in meiner Muße unterbrochen als ich mit Mezzek meinem neuen Lehrling der Al’Cymia gerade dabei Mittel der Spagyrik zu brauen, er macht sich recht gut, flinke und geschickte Hände und wenn er sich anstrengt verfügt er auch über einen recht wachen Geist, in ein paar Götterläufen, oder nach ein paar Monden bei mir sollte er ein recht fähiger Alchimist sein, nachdem ich seinem Geist etwas auf die Sprünge geholfen hat, versteht sich. Mein treuer Wesir klopfte gerade an die Tür zu meinem, wie ich beschämend sagen muss, doch recht kargen Laboratorium, an um mir mitzuteilen das ein paar Individuen um eine Audienz baten, darunter eine alte Kräuterfrau und eine junge Söldnerin, später stießen noch die Hairane der drei großen Sippen Shirdars und Quadanagars hinzu. Bei der Beschreibung der Kräuterfrau hatte ich schon einen leichten Verdacht, immerhin habe ich es mittlerweile schon mit einigen Töchtern Satuarias zu tun gehabt, um sicher zu gehen, bzw. zumindest partiell sicher zu gehen, wies ich Assaf an die werte Azila saba Nassir, so der Name der alten Kräuterfrau, von dem Nachtwind begutachten zu lassen und mir anschließend mitzuteilen, wie dieser reagiert hätte. Ich begab mich in der Zwischenzeit in meinen Thronsaal und wartete. Assaf teilte mir später mit, das der Nachtwind außer sich war, ein gutes Zeichen für die Anwesenheit von Magie, in den kommenden Tagen, werde ich mir ihre Aura genauer beschauen. Wir unterhielten uns eine Weile, und sie bot mir ihre Dienste als Alchimistin an, nun ich zweifelte zwar etwas an ihren Möglichkeiten als kundige der Alchimie, zumindest in dem Bereich den ich unter Alchimie verstand, aber für die Spagyrik, auf welchem mein momentanes Hauptaugenmerk ruht, sollte es ausreichend. Während unseres Gespräches kamm es zu einem Zwischenfall in meinem Laboratorium in dem Mezzek gerade tätig war, Assaf wurde angewiesen sofort nachzusehen und Mezzek nach unten zu bringen, auch meine Wachen eilten zu meinem Laboratorium.

Mezzek und die Wachen tauchten kurze Zeit später auf, ersterer mit sichtlichen Spuren der Explosion, ich unterhielt mich zuerst mit ihm, er beteuerte mir das er nicht verstand was vorgefallen sei und das er sich an meine Anwesisungen hielt, nun ich vertraute ihm zwar, wies ihn jedoch darauf hin, das der Schaden natürlich von seinem Lohn, den er erst nach der Beendigung seiner Lehre bei mir erhalten würde, abgezogen würde, das sollte mir also für einige Götterläufe einen treuen und recht motivierten, zuverlässigen, Alchimisten geben, den Schaden würde ich kurzerhand in einigen Tagen wieder Rückgängig machen, lassen. Mezzek wurde angewiesen von der „Alchimistin“ Azila saba Nassir zu lernen, beide sollten sich auch oben umsehen um heraus zufinden, was genau vorgefallen sei, saba Nassir und meine Wenigkeit hatten uns schon vor Mezzeks erscheinen darüber unterhalten das es mit den Ingredenzien, mit denen er gearbeitet hatte, eigentlich nicht möglich war, oder zumindest sehr sehr unwahrscheinlich, das angerichtete zu vollführen.

Danach unterhielt ich mich kurz mit meinem Agha, der ebenfalls zu dem Tatort geeilt war, ich lies mir kurz seine Perspektive schildern und teilte ihm dann mit, das er doch bitte nach seine Wachen sehen möge, vor allem am Tor, ging ich doch davon aus, das nun niemand mehr am Tor Wache halten würde, eine Vorstellung die mir, vor allem in Kombination mit einer mehr als unwahrscheinlichen Explosion, nicht gefiel.

Danach wandte ich mich der anderen Dame zu, einer Söldnerin die nicht sprach, ihre Schriftkenntnisse müssten noch verbessert werden, wie ich fand, aber sie machte einen fähigen Eindruck und erschien mir bekannt, da ich auf lange Sicht mich gegen meine Söldner absichern muss und eine Söldnerin die nicht reden kann, bestimmt einiges interessantes mitbekommen wird, stellte ich sie ein. Sie fungierte ersteinmal als Leibwache für mich. Danach traten dann auch die Hairane mitsamt ihrer Begleitung ein, es wurde wieder das übliche gefordert, das ich mich doch um deren Belange kümmern söllte, was dachte die was ich die ganze Zeit mache, ich meine ja, ich würde mich lieber anderen Dingen hergeben und ernsthafte Forschung tätigen als die Probleme anderer Leute zu lösen, aber ich hatte die letzten Tage unermüdlich an der Lösung des Problems gearbeitet, mein Plan war Perfekt, wäre ich so töricht gewesen und hätte mich gleich um deren Ansinnen gekümmert, wer weiß was dann passiert wäre, man sollte meinen das Personen ihren Alters über mehr Verstand verfügten. Ich teilte ihnen so ruhig es mir möglich war, mit das ich heute aufbräche um ihre Leute zurückzuholen. Später gab es mal wieder eine Anfrage vom Harem, die haben auch nichts besseres zutun als mich mit ihren Nichtigkeiten zu stören, habe ich langsam das Gefühl…

Liliana, so der Name meiner neuen Leibwächterin, begleitete mich in die Reste meines Laboratoriums, der Schaden war wirklich fasznierend, für das was eigentlich zusammengemischt werden sollte, schnell stellte sich heraus das unter dem Gold noch einiges war, was dort nicht sein sollte, nicht sein konnte ich hatte das Gold in Khunchom einschmelzen lassen, es war also schlicht nicht möglich das diese Ablagerungen in dem Material eingeschlossen waren, mein Laboratorium wurde also sabotiert, meinem Lehrling wurde schwerer Schaden zugefügt und ein Teil meiner Ingredenzien, den ich erst vor ein paar Tagen habe ziehen lassen, wurde verbrannt, Liliana wies mich daraufhin, dass sie einen Diener gesehen hatte der sich nach dem „Unfall“ untypisch verhielt, ich wieß sie an mir diesen zu bringen, würde ich mich doch gerne mit ihm unterhalten wollen, da zu befürchten war, dass ihre Suche behindert werden würde, wenn sie nicht als in meinem Dienst ersichtlich war, ließ ich nach kurzem Nachdenken nach einem meiner Soldaten rufen, diesem wurde befohlen seinen Waffenrock an meine neue Leibwächterin auszuhändigen, er selbst sollte sich einen neuen holen. Liliana machte sich auch sogleich auf die Suche, fand jedoch nichts. Ich wies sie an sich an diesen zu erinnern und fragte Collega saba Nassir, ob sie sich in ihren Gedanken umsehen könnte und uns ein Abbild des gesuchten, „zaubern“ könnte, was sie auch, nach der Einnahme von zwei Phiolen, die verdächtig nach Schwarztee rochen, tat, der Gärtner fertigte ein schnelles Bild an und der Diener wurde gesucht, war jedoch nicht mehr aufzufinden. Da hier nichts mehr zu machen war, wurde Mezzek zum Studium in die Bibliothek geschickt, er sollte sich nocheinmal mit den ersten Kapiteln des Lexikons der Alchimie vertraut machen, ein paar Tage sollten dafür ausreichen, vielleicht etwas mehr, da er eine Abschrift anfertigen sollte, Collega saba Nassir sollte ihm behilflich sein und bei fragen die passenden Antworten geben, ein paar Diener wurden noch organisiert um ihre persönliche Habe herzubringen. In der Zwischenzeit waren die Reisevorbereitungen auch abgeschlossen und ich begab mich mit Liliana nach unten und wir begaben uns durch die Steppe zu dem Ferkinalager.

Unsere Gruppe bestand aus drei Kamelen, zwei dienten als Packtiere, auf dem letzten, oder ersten, ritt ich, der Agha begleitete mich mit vier seiner Soldaten, Liliana begleitete mich ebenfalls, sowie auch je ein getreuer eines der Hairane. Die Reise verlief unauffällig bis wir hinter der Ruine des ehemaligen Staudammes kammen, hm ich sollte mal nachsehen was ich noch mit dem Gestein anfangen könnte, für das eine oder andere Bauwerk sollte es wohl ausreichend sein, am besten wäre wohl das Gestein für den Rohbau der geplanten Ziegelei zu verwenden, sowie, nach den heutigen Erlebnissen, noch etwas von dem Gestein zu verwenden um ein Laboratorium außerhalb meiner Residenz zu errichten. Wir folgten dem Fluss hinauf in Richtung des Raschtullswalles bis wir auf der anderen Seite ein paar Ferkinas sahen, diese rannten von uns weg, wir folgten ihnen, nach einiger Zeit, wir waren in einem kleinen Tal angekommen, war es mir zu blöd, und ich rief meinen treuen Diener der Luft herbei uns den Weg zum Lager der Ferkinas zu weisen, was dieser auch tat.

Es dauerte eine Weile bis wir das Sippendorf, bestehend aus zwei bis drei Dutzend Zelten vorfanden, ich lies die Ferkinas wissen das ich mit ihnen zu verhandeln gedächte, doch diese Wilden verstanden uns nicht und wollten uns angreifen, ich holte den gebundenen Humusdschinn hervor und nutzte ihn primär als Dolmetscher, diese primitiven beschuldigten mich an irgendeinem Ungemach ihres Schamanen schuld zu sein, dabei hatte er wahrscheinlich nur was falsches gesehen oder so, oder sich an der falschen Stelle geschnitten. Ich versuchte sie so diplomatisch, wie möglich, unterstützt von meinen rationalen Gedankengängen, davon zu überreden das ich nur an friedlichen Verhandlungen interessiert sei, nachdem dies nicht auf fruchtbarem Boden fiel und sie meinen Dschinn angriffen, befahl ich diesem die Waffen von ihnen in Erde und Laub zu wandeln, dem gebundenen Erzdschinn von mir befahl ich ihre Waffen in Barren zu wandeln, was mir acht Barren Stahl einbrachte, vier davon schenkte ich dem Dschinn, der Luftdschinn aus dem Artefakt wurde angewiesen die Ferkinakrieger in einer Wand aus Luft einzukesseln, ich stellte es ihm frei, ihnen interessante Geschichten zu erzählen, damit ihnen nicht langweilig würde. Nachdem die Krieger somit aus dem Weg waren, setzten wir unseren Weg in Richtung des Lagers fort, die Rindviecher der Ferkinas wurden jedoch aggresiv, nunja ich überließ es dem Erzdschinn mit diesen zu spielen während zwei meiner Leute die Zelte nachden Frauen durchsuchten. Es dauerte zwar eine weile, aber die Frauen kammen langsam zu uns, zum schluss fehlten nur noch zwei der geraubten Frauen, nun gut 16 von 18 ist kein schlechter Schnitt für die Zeit, auch das Problem Azads wurde mir offenbar, nachdem dieser dazu gebracht werden konnte mich zu beehren. Es stellte sich heraus das er verflucht wurde, von einer Tochter Satuarias, zumindest nicht von Delia, wie ich feststellte, doch von wem sonst? Ihm wurde das Augenlicht genommen und er wurde mit einer Angst vor dem arkanen gestraft, letztere ließ sich durch mein diplomatisches vorgehen beheben, für erstere würde er eine Pilgerreise in die Stadt des Lichts nach Gareth machen müssen, bei seinem Verständnis der Zivilisation zweifelte ich doch daran ihn wieder zusehen, ich hielt es dennoch für das richtige seine Lage auf einem Stück Pergament zu schildern und ihm dieses mitzugeben, das sollte ihm den Weg, wenn er sich akzetabel verhielt doch erheblich leichter machen. Nachdem wir die Überreste der letzten beiden Frauen fanden wanden wir uns wieder gen Shirdar, hier war nichts mehr für uns zu machen, ich rief dem Winddschinn noch zu das er die Ferkinakrieger gerne noch mit dem Sagenzyklus um Assarbad den Magiermogul erfreuen könne, was er wohl auch tat. Die Rückreise war einigermaßen ereignislos, das Mädchen das auf meinem Kamel mitreitete, welches ziemlich verbissen war, vielleicht hatte es ihr dort ja gefallen (?), war das einzige was die Rückreise etwas unangenehm gestaltete, aber letzlich war das auch nur ein kleineres hindernis. Wir ritten später also in Shirdar ein und die Frauen wurden von ihren Sippen empfangen, im nachhinein denke ich es wäre besser gewesen, wenn ich neue Gewänder oben am Staudamm hätte bereit legen lassen, und die Frauen sich hätten ersteinmal reinigen lassen, vielleicht hätte man sich auch gleich um einige anderes was inzwischen vorgefallen war, kümmern sollen, danach wäre es sinnvoll gewesen in ein, vorher vorbereitetes Fest, das im Dorfzentrum aufgebaut werden sollen, einzureiten, naja beim nächsten Mal. Das Mädchen das mit mir mitritt, wurde von ihrer Familie nicht zurückgenommen und mir gegeben, nun ich werde in den nächsten Tagen wohl ihr Gedächtnis von den Erinnerungen an die Ferkinas befreien, es wird sich bestimmt noch eine Verwendung für sie finden lassen. Die Hairane waren nicht sonderlich glücklich, undankbares Pack, wenn es ihnen wichtig gewesen wäre, hätten sie mehr Initiave ergreifen sollen, ich habe ihnen schon vorher öfters mitgeteilt, dass ich mit anderen Angelgenheiten gebunden war, tut mir ja leid, das die Stabilität des Landes mir wichtig ist, soll ich beim nächsten Mal das Leben einiger weniger vorziehen und dadurch viele Gefährden?

Der Abend klang für mich auf meiner Residenz mit einem kleinen Fest aus, beim betrachten des Sternenhimmels kamm mir dann auch eine Idee, für die neue Uniform von Liliana, ich werde wohl noch ein paar andere einstellen müssen, oder ein paar Leute transferieren müssen, es wird wohl ersteinmal maximal nur eine Hand, aber nachder ersten Lieferung nach Khunchom sollten daraus schon fünf Hände werden.