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Gen Heimat

Nach einigen Nächten ist es schließlich soweit, das Ashtarra beschließt aus Al’Anfa aufzubrechen, viel gibt es zu tun, neben der Ehrerbietung einer alten Freundin gegenüber, sollte Sie auch andere alte Bekannte aufsuchen, ganz zu schweigen davon das es auch für ein Gespräch in der Familie mal Zeit wäre.

Die Reiseroute war schnell geplant, mit einem der Schiffe von Lechmin, der Tänzerin, welche gerade, wie es der Zufall so wollte, könnte Sie ersteinmal nach Khunchom reisen und von dort aus weiter nach Rashdul, danach…

Aufgrund Taras Abneigung gegen die Praiosscheibe und Licht, hatte sie, ganz abgesehen davon das Sie eh neuer Kleidung bedurfte, weil ihre alten Gewänder, vermutlich noch in Rashdul waren, sich mit diversen Sachen ausgestattet um sich das Licht erträglicher zu machen, am auffäligsten, also neben der in Schwarz gewandeten Gestalt (was nun in Al’Anfa per se vermutlich nicht so auffällig ist), waren zwei Halterungen, die eine für einen verkleinerten Zauberstab und die andere für einen Sonnenschirm, was ihr erlaubte immer bequem beide dieser nützlichen Gegenstände griffbereit zu haben. Doch über ihren Sonnenschirm hinaus hatte sie natürlich noch andere Vorkehrungen getroffen, da wäre einerseits der sehr breitkremprige Spitzhut zu nennen und andererseits die Kapuze ihres Mantels, mit eingenähtem Schleier, sie konnte nur hoffen das dies ausreichen würde, wenn sie im Schein von Praioslicht wandeln müsste.

Zumindest auf der Tänzerin konnte sie für sich sein, dachte sie, allein mit ihren Gedanken und in ihrem Geist, gab es doch nichts besseres dort zu tun, gut die Aussicht war schön, vor allem, wenn des nächtens die Sterne und das Madamal am Firmament erstrahlten, deren sanftes Licht, welches eher einem Schatten der Praiosscheibe war, war ihr schon seit früher Kindheit weitaus angenehmer gewesen, was auch dazu geführt hatte das sie bint-al-Laila gerufen wurde, blühte Sie doch in den Nächten geradezu auf. Etwas was sich bis heute nicht geändert hat…

schon wider Drachen

Endlich ergab es sich das ich mal etwas Zeit erübrigen konnte um den verschiedenen notwendigen Projekten nachzukommen, dachte sich Nehazet, während er in einem dieser Projekte vertieft war, das aktuelle Thema war, wie sich wider Drachen erwehren, etwas was ihm nur sinnvoll erschien, für den unwahrscheinlichen Fall, dass das erzelementare Drachenei schlüpfen sollte (ganz abgesehen davon das es vermutlich auch so nicht schaden könnte sich über dieses Thema Gedanken zu machen).

 

Drachen, magische Wesen, verfügen über Telepathie und Flugfähigkeit in aller Regel, den Flammenodem kann ich, bei einem Erzdrachen, wohl ersteinmal ausschließen… (Sollte mir darüber später aber auch Gedanken machen), primär sollte das Ausschalten/Unterbinden inhärenter Fahigkeiten sein (Wie Telepathie und Flugfähigkeit), um Kommunikation (Hilferuf?) und Reichweitenvorteil (und Flucht) zu negieren. Idealerweise sollte der Astralleib des Drachen abgebaut werden (was wohl unpraktisch sein wird, aufgrund der temporalen Komponente, der Reichweite und dem Aufwand, theoretisch ließe sich dies umgehen durch diverse [wie groß ist der durchschnittliche Astralleib des durchschnittlichen Drachens eigentlich, vielleicht finde ich in Punin etwas dazu?] Thaumatursome, vermutlich in Pfeilform, zum Abbau des Astralleibs praktisch substituieren.)

Thema Thaumatursome gegen Drachen (und eingeschränkt auch andere magische Wesen):

Bei Drachen (und anderen Wesen, welche sich arkan bewegen) sollte sich ein T. der Contra (Con.) Moventia eignen (andere Wesen bei denen dies auch Wirkung zeigen könnte, Dämonen, Elementare, Geister?, Konstrukte), Einschränkung vorraussichtlich nur auf arkane Fortbewegung (was allerdings alle zuersteinmal auf die gleiche Ebene zwingt)

Weiterhin T. Con. Communicatia, Überlegungen ähnlich wie weiter oben ausgeführt…

Fähigkeiten Elementarer Drachen – unbekannt (es kann allerdings davon ausgegangen werden, das profunde Fähigkeiten der Manipulation desjeweiligen Elementes vorhanden sind, bedeutet dies auch das entsprechende Schwächen vorhanden sind? Ließe sich der erzlementare Drache durch ein dreidimensionales Konstrukt verschiedener Orkanwände einsperren?)

Während Nehazet so nachdachte, schweiften seine Gedanken, wiedermal zu etwas anderem, wiedermal handelte es sich dabei um Tee und von dort aus weiter, ich sollte gleich noch eine Teetransportkiste entwickeln und in Khorestan bestücken, reicht eine Kiste?

Wo war ich, achja Drachen, hmm, für tiefergehende Arbeiten bräuchte ich mehr Informationen, also kann ich mich auch genauso gut dem magischen Schreibapparate Problem und der Kopie der Berichte widmen, so wie vielleicht später auch noch Hosen.

Wurzeln

Azina macht sich mit ihrem Wolf auf den Rückweg zum Warnturm. Die Luft ist klar und frisch. Das Madamal spendet durch den wolkenlosen Himmel etwas Licht. Sie gerät ins Schwärmen, wenn sie an die zurückliegenden Stunden denkt.

„Ist er nicht prachtvoll, Elfenbein? So stark, so männlich! Und er duftet nach Natur. Herrlich! Und er hat mir seine Welt gezeigt. Sie besteht aus mehr als diesen Bergen, diesem Schnee und diesen Bäumen. Ich meine, ich habe einmal etwas von Sumu gehört. Von der Kraft der Natur. Der gefallenen Riesin. Beide Geschichten stimmen überein.

Er nannte es Shamar. Das Shamar ist die Lebenskraft, die aus der Erde kommt. So erzählte er es mir und er zeigte es mir.“

Gedankenverloren fährt sie noch einmal mit ihren Fingern ihre Adern an ihrem Handgelenk nach. Sie erschauert.

„Und Firun lässt mich sie sehen! Rot wie das Blut in den Adern aller Lebewesen. Blau wie das Erz aus der Erde, das die Pflanzen in sich aufnehmen. Weiß untermalt die Neutralität der Magie. Violett ist die Farbe der Dämonen. Und schwarz ist der Vortex. Er stammt nicht aus dieser Welt. Er ist etwas Fremdes. Ein farbloses gefährliches Dunkel, das unsere Welt zu verschlingen droht.“

Sie bleibt kurz stehen und schließt die Augen. Ihre Hände tasten nach Elfenbeins Kopf und kraulen ihn hinter den Ohren. Der Schatten ihrer Augenlider weicht einer strahlenden Helligkeit. Blaue Linien erweitern zuckend ihre Sicht bis sie das gesamte Gebirgsmassiv vor sich sehen kann. Mit jedem einzelnen Vorsprung und jedem Spalt. Sie blickt hinunter auf Elfenbein. Seine rote Aura gewinnt an Tiefe, je länger sie ihn betrachtet. Feinste Fassetten seines Seins offenbaren sich ihr. Mit dem Gedanken an den Ursprung des Lebens folgt sie den Strängen und findet kein Ende.

„Alles kommt aus Shamar. Oh welch eine Ehre ist es, dies sehen zu dürfen. Die Lebensadern unserer Welt. Firun, welch ein Geschenk! Womit habe ich das verdient? Nein, nicht verdient. Ich erhielt sie, um sie zu nutzen und um zu dienen. Wie kann ich das im Besten Sinne tun? Wie kann ich, mit dem was mir gegeben ist, am besten dienen? Ich kann sehen, was sonst keiner sieht. Zumindest nicht auf so einfache Weise. Ich sehe, was in dieser Sphäre fremd ist. Und ich kann bekämpfen, was ich sehe.

Und vielleicht ist es mit dieser Gabe sogar möglich zu heilen. Zerrissene Lebensadern wieder zusammenzufügen. Zu reinigen. Wieder herzustellen, was verdorben ist.

Wenn ich in einigen Tagen zu Garnan zurückkehre, werde ich ein Jahr lang eine Augenbinde tragen! Bis ich meine Wurzeln finde … Nein … Boran irrt sich. Ich habe meine Wurzeln bereits gefunden. Ich habe vier Jahre danach gesucht. Ich sehne mich nach ihnen. Und doch kann ich noch nicht  verweilen. Aufgaben erwarten mich. Denn ich bin der Bote. Und als solcher bringe ich die Kunde Firuns. Tod und Verderben allen Dämonen und Vortexwesen! Ich werde sie aufspüren und vernichten. Ich bleibe eine Jägerin. Doch meine Beute ist eine Andere.

So oft ich kann, werde ich mich meiner Wurzeln erinnern und meine Kraft daraus schöpfen. Und wer weiß. Wenn alles vorbei ist, finde ich vielleicht, wonach mein Herz sich sehnt.

Doch das kommende Jahr widme ich mich der Quelle Kraft, den Trollzacken und Shakriin Boran!“

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Azinas Gedanken

relativ Traviagefällig?

Trotz der Tatsache das ich nicht wirklich weiter an den mannigfaltigen Problemen arbeiten konnte, war es dennoch ein recht gefühlter Tag, das Gespräch mit den beiden hohen Traviageweihten war recht faszinierend und im verhältnis zu anderen Traviageweihten auch weitaus erträglicher. Da ich bislang noch nichts gegenteiliges vernommen habe, kann ich wohl davon ausgehen das ich mich, in den Augen der beiden zumindest relativ traviagefällig benommen habe, ich meine, wenn dem nicht so gewesen wäre, hätten Sie mir das bestimmt mitgeteilt, oder?

Wobei ich wirklich gespannt bin, inwiefern die Idee mit den drei Traviatempeln sich durchsetzten ließe?

Später ergab sich dann auch wieder ein Gespräch mit Jane, bei der Erwähnung des Projektes der fliegenden Burg, wies Sie auf strukturelle Probleme hin, sicherlich bei einer normalen Burg würde ich ihr durchaus recht geben, aber die Idee war ja nie, einfach eine Burg zu nehmen und sie in die Luft zu erheben, das wäre schließlich ziemlich fragwürdig und wenig weise, nein stattdessen würde es sich dabei natürlich um eine entsprechend vorbereitete Burg handeln, hmm ob das Eternium in Skar Zhts Kammer wohl ausreichen würde um eine neue Burg zu gießen? Ach nein, es wäre weitaus praktikaber kleinere Elemente aus dem Eternium zu gießen und diese schließlich, am besten modular, zu einem größeren Element, wie besagter Burg zusammenzufügen, aufgrund der zu erwartenden Eigenschaften des Eterniums könnte die Idee mit der Burg sogar recht einfach funktionieren, hmm, nur in die Stadt von Skar Zht erneut reinzukommen wäre ein anderes Problem.

Vielleicht sollte ich neben der Eterniumflugburg noch andere Pläne für dieses Problem machen.

Jedenfalls gab es neben dem Gespräch zu besagtem Projekt noch die Erwähnung des Gespräches mit der Erzprätorin ter Winkel, also des Gespräches von Jane mit ter Winkel und da diese die von Jane erwähnten Funde geheimhalten wollte und, fand Jane es wäre irgendwie sinnvoll, den einzigen anwesenden Gildenmagier (welche auch, partiell, für Wissenserwerb und Weitergabe bekannt sind) mit einzubeziehen, dem ich nur zustimmen konnte (also nicht unbedingt der Geheimhaltung, notwendigerweise), aber die Einbeziehung meinerseits ergibt durchaus Sinn.

Das Gespräch mit ter Winkel verlief auch recht fruchtreich und wie sich herausstellte teilte ich ein ähnliches Problem wie sie mit dem Höhepunkt mittelreichischer Zivilisation, nur das es bei mir Tee gegenüber Kräuteraufguss war, so war es bei ihr Wein gegenüber Traubensaft. Der Vorschlag von ihr sich für meine weitere akademische Karriere stark zu machen, ist eigentlich recht lachhaft, der Ritus der kleinen Astralemanation in Punin ist klassischerweise eine simple Prüfung in der ein, recht bekannter, Cantus rekonstruiert wird (etwas was ich in meinen Studien der satuarischen Magie schon getan habe, sehr einfach) und der Nachweis der Variabilität der primär gelehrten Canti, da ich diese praktisch laufend modifiziere habe ich besagten Erweis schon desöfteren erbracht, nur nicht vor Spectabilits Garlischgrötz, was wenig verwunderlich ist, da doch Spectabilitas Garlischgrötz auch noch die Convocata Prima der Großen Grauen Gilde des Geistes ist (und dementsprechend, vermutlich ähnlich beschäftigt sein wird wie ich es bin).

Die Erwähnung das die Hesindekirche es anscheinend nicht schafft eine einfache magische Feder zu erschaffen fällt in einen ähnlichen Bereich, ich meine ich habe nur kurz darüber nachgedacht und komme auf ein halbes Dutzend tragbare Varianten, bei Zeiten werde ich ter Winkel wohl ein paar Prototypen schicken…

Wobei ich meinen Ansatz mit dem  Projektionsmedium und der mutltiplen Federkontrolle zur Vervielfältigung als praktikabler ansehe. Aber ich war ja schon in Khunchom von den Analyseversuchen meines Szepters wenig beeindruckt. Manchmal meine ich Magie sollte bei den Magiern bleiben, für die anderen Wissensbereiche mag die Kirche Hesindes wirklich geeignet sein, aber für den Bereich der Magie, hege ich manchmal meine Zweifel, nagut vielleicht lag es bislang nur an den Individuen mit denen ich zutun hatte.

Ich meine ter Winkel, als Absolventen der Herzog-Eolan Universität von Methumis ist eine Kundige der Magica Clarobservantia, somit nicht notwendiger weise eine Expertin der Magica Theoretica, ähnliches mag für die anderen Personen gelten, welche sich mit dem Projekt Magische Feder in der Hesindekirche beschäftigt haben, wobei das natürlich die Frage aufwirft warum dann ausgerechnet diese? Gerade in der Hesindekirche sollte es entsprechende Experten geben, denke ich.

Andere Sache die mir im Gespräch mit ter Winkel aufgefallen ist, ich sollte unbedingt meine Arbeiten in Punin abgeben, es sind doch ein paar weitere Konstruktionsideen hinzu gekommen, naja wenn das alles hier vorbei ist, ich meine die Leihgabe der Sphäre muss ich zur weiteren Untersuchung eh wieder zurückfordern und mit dem toten Dämon sollte ich auch irgendwie in die Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis kommen, das wird auch eine spannende Reise. Vor allem wenn ich dann noch an das Drachenei denke.

Gastfreundschaft

Azina sitzt an ihrem Feuer vor dem Warnturm mitten in den Trollzacken und starrt in die Flammen. Elfenbein hat sein noch blutverschmiertes Maul in ihren Schoß gelegt. In Gedanken versunken krault sie ihm hinter den Ohren, während das Bärenfleisch am Stock vor sich hin brutzelt.

Es scheint, als habe ich die letzten zwei Tage verschlafen. Wie konnte mir die Veränderung von Kalkarib entgehen? Nun ja, er hat sehr viel gebetet. Sehr viel. Und des nächtens war Delia bei ihm und hat wer weiß was mit ihm getrieben. Sie haben nun noch etwas gemeinsam. Sie tragen beide dämonisches Wirken in sich. Sie sind beide eine Gefahr für alle. Kalkarib noch mehr als sie.

Er denkt, er sei hier Gast. Ich denke, er steht unter Arrest! Zumindest bis Nehazet eine Lösung für das Problem hat. Ich hoffe, er arbeitet fieberhaft daran. Nicht, dass es uns wieder in die Stadt zieht. Nein. Aber ich habe Garnan ein Versprechen gegeben. Und das will ich halten. Muss ich halten.

Und wenn er gastfreundlich hätte sein wollen, so hätte er nach meiner ersten freundlichen Aufforderung sein Lager abbauen und nicht seinen Besitzanspruch auf das Bett unterstreichen sollen, wie er es getan hat, in dem er seelenruhig seinen Teppich dort verstaute. Gastfreundschaft heißt, für andere auf etwas verzichten. Habe ich ihnen nicht selbstlos das warme Zimmer für die Nächte überlassen? Er selbst verzichtet auf nichts. Er bekommt alles was er braucht, ohne etwas zu tun. Essen, Kleidung, ein Bett, Zeit und meine Wache. Wer wäre zur Stelle gewesen, hätte sich etwas aus ihm gelöst. Wer hätte ihm geholfen? Niemand. Er wäre allein. Er wäre womöglich schon längst tot, wäre ich nicht bei ihm geblieben.

Ich habe nicht übel Lust auf ihn zu fluchen, diesem armseligen Wurm.

Was er sich einbildet so mit mir zu sprechen? Antwortet nicht direkt auf meine Bitten, verweigert den Disput. Ignoriert mich einfach. Mistkerl. Hat sich kein Stück geändert. Immer noch der gleiche Emporkömmling! Man sollte meinen, er wäre nun ein wenig demütiger. Jetzt wo wir ihn gleich zweimal aus unendlichen Qualen befreit haben. Aber nein. Nicht der Herr mit seinem Wasserkännchen.

Noch dazu ist er hoch gefährlich! Ich hätte ihn und das lila Geschwür in ihm sofort töten sollen, als ich die Gelegenheit dazu hatte! Es ist ein Privileg noch am Leben zu sein! Und nun das. So dankt man für das Leben, das einem geschenkt!

Und doch … wer  bin ich, dass ich über Tod und Leben zu entscheiden hätte? Er scheint zumindest stabil zu sein. Ich gebe mich geschlagen. Sieghelm kennt die Situation und weiß, in welcher Gefahr er sich befindet. Und offenbar ist es ihm gleich. So soll es auch mir sein. Nur werde ich keinen Finger mehr für den Sohn der Wüste krumm machen. Soll der Dämon doch seine Eier zermalmen!

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Azinas Gedanken

Das letzte Mahl?

In solchen Gedanken war Nehazet vertieft als es plötzlich an seiner Zimmertüre klopfte, wie sich herausstellte hatte sich Nehazets Experiment etwas verselbstständigt, leider nicht in einem interessanten rahmen, wie das es beispielsweise plötzlich intelligent geworden und durch die Gegend gekrochen wäre, nein es war wohl dabei gewesen sich aromatisch bemerkbar zu machen, anscheinend, wie sich herausstellte, funktionierte Mathematik nur eingeschränkt in spezifische Richtungen was diesen Bereich betrifft, toll eine weitere Sache, welche in den diversen Büchern nicht erwähnt wurde…

Die Hinweise von Jane waren durchaus hilfreich, aber auch ermüdend, verstärkten sie doch primär Nehazets Wahrnehmung davon, das die Personen, welche für das Einheitenmischmasch verantwortlich waren in kein Alchemistisches Laboratorium gelassen werden sollten.

Wobei der Hinweis das mit Prise nicht die Schiffsladung gemeint war, war schon hilfreich, zumal es nach der Nachfrage, welcher Begriff von den Thorwalern benutzt wurde nun auch dazu führte das er zwei neue Thorwalsche Begriffe kannte, hmm wie viele Worte wohl in der Thorwalschen Sprache existieren?

Nehazets domestisches Experiment, war, trotz allem, erstaunlicherweise genießbar, im weitesten Sinne des Wortes, sicher es war eine fragwürdige Kombination verschiedenster Kulinarischer Quellen, da es den anschein hatte als wäre jede Küche Aventuriens, bis auf die Tulamidische, vertreten gewesen und neben dem Einheitenmissverständnis kamm halt noch das kleine Problem der Kochstelle hinzu, also eine Kombination, welche eigentlich in einer waren Katastrophe hätte enden sollen, es aber nicht tat. Gut es war, etwas, versalzen (ob Travia das mit dem Skeptizismus meinte?, vermutlich nicht es war ja keine Suppe), hatte durch die Kombination der unterschiedlichen Quellen eine faszinierende Konsistenz, aber abgesehen davon, war es genießbar.

Was natürlich zu der frage führte warum? Eventuell wäre es interessant weitere Experimente in der Richtung zu unternehmen um festzustellen, ob dies einfach nur eine Kombination ausgleichender Faktoren war oder ob dies an einer metaphysichen Verknüpfung Travias Domänen und Aspekte mit Nehazetswesen zu tun hatte?

Nur wie, das einfachste wäre vermutlich, wie bei den Messerspitzen für eine entsprechend große Vergleichsmenge zu sorgen, ganz dem Gesetz der großen Zahlen folgen, doch wo das bei den Messerspitzen noch vergleichsweise einfach wäre, in dem beispielsweise bei jedem Schmied in Aventurien 10000 Messer geordert werden, könnte ja nicht so lange dauern, ich meine so ein Messer ist ja nicht sonderlich groß, um diese dann zu vermessen und dadurch das durschnittliche aventurische Messer zu erhalten um von diesem dann auf die Messerspitze des besagten Messers zu schließen. Würde es bei den Kochversuchen bei Nehazet bleiben, um auf eine zufriedenstellende Größe zu kommen würde er wohl nichts mehr anderes machen als vermeintlich katastrophale Kombinationen kochend zuzubereiten.

Wodurch dieses Experiment nicht über die Gedankenphase hinaus kamm und es vorerst wohl bei Nehazets letztem zubereitetem Mahl verbleiben würde, gab es doch noch das eine oder andere Projekt das aktuell, etwas, wichtiger war…

Am nächsten Tag, es war der 13. Phex 1026 (etc), erschien dann auch noch der nächste geladene Gast, welcher noch nicht angekündigt war auf arkanem Wege, es handelte sich dabei um die Erzprätorin ter Winkel (ter, güldenländischer Namenszusatz?), welche nach kurzer arkaner Visitation ihres Ankunftspunktes, im Rabenturm, erstens, wie zu erwarten war, mittels Magie (genauer gesagt einem Gildenmagischen Transversalis Thaumatursom, Signatur X[X = Unbekanntes Individuum]Y[Y = Vorraussichtlich Gegegnwärtige arkane Struktur]Z[Z = Gildenmagischen Ursprungs] 3459 [3459=fortlaufende Nummerierung, welche kompliziert wird durch einen fehlenden gesamt derischen, die diversen Globulen überspannenden nunja Gesamtindex arkaner Wirker und Phänomene, hmm wäre vielleicht auch ein interessantes Gebiet für später], der Cantus Effectionis war ein äußerst gelungen modifizierter Transversalis, unter anderem mit einer stark erweiterten Reichweite, als herausragendstes Merkmal, wobei die Zielort Modifikation ebenfalls faszinierend war), zweitens war sie selbst arkan begabt, der Signatur nach (nach obigen Schlüssel wäre dies dann XYZ 3460) ebenfalls Gildenmagischen Ursprungs.

Als weiteres Projekt zeichnet sich die arkane Aufbesserung (oder Ausbesserung) von Sieghelms Behausung ab, nach dem Licht in der Bibliothek, und der Unzuverlässigkeit des Fallgatters letztens, gäbe es nun auch noch die Tür zum Rabenturm, hmm, was wohl notwendig wäre um die Burg zum fliegen zu bringen? Ich meine es würde viele unserer Probleme lösen und wäre bestimmt auch recht Traviagefällig, wenn wir soetwas wie ein fliegendes Heim hätten (wobei mir die Architektur dafür nicht wirklich gefällt, aber irgendetwas ist ja immer)…

Vielleicht etwas für Skrupellose Magier?

Entnervt schritt Nehazet von seinem „Experimentierareal“, Kochstelle wollte er es nicht nennen und er verbat sich auch das es von anderen so genannt wurde, schon alleine, weil es mit Kochen nicht viel zu tun hatte, also abgesehen von dem erwärmen von Flüssigkeiten über einer Wärmequelle in einem Gefäß, in das andere Ingredenzien getan werden…

Alles begann mit einem, vermutlich, harmlos gemeinten Kommentar von Seiten eines Teiles des Hohen Ehepaares, eins führte zum anderen und hier war er nun, nachdem er sich querbelesen hatte (also eher die Einträge überflogen hatte, aber so kompliziert konnte das ja nicht sein) in diversen Kochbüchern, welche er in der Bibliothek gefunden hatte.

Doch die Probleme begannen schon bei den Mengenangaben, beispielsweise war von Prisen die Rede, was Schiffsladungen damit zutun hatten entzog sich allerdings Nehazet Verständnis, konnte er sich doch dunkel daran erinnern, etwas von Prisen vor Jahrzehnten mal in den Sagen eines Tulamidischen Schifffahrers gelesen zu haben. Auch die Verwendunge von Messerspitzen und diversen Löffeln war nicht schlüssig, zumindest hatte er noch kein Rezept mit Gabeln gefunden.

Er war schon kurz davor zu überlegen ob es nicht sinnvoll wäre Messer und Löffel aus dem gewünschten Material zu formen, wobei dies nur bei den Löffeln wirklich hilfreich wäre, bei den Messern stellte sich nach wie vor die Frage, was eine Messerspitze sei, vielleicht könnte er die durchschnittliche Spitze eines Messers bestimmen?

So mühte sich Nehazet durch ein Feld, mit dem er sich nicht wirklich beschäftigen wollte, zumal nicht zu diesem Zeitpunkt, gab es doch noch so viele andere, wichtigere Dinge zu vollrichten, vorbereiten und umzusetzen…

Wobei, nach all den Schereien, welche sich durch diese unlogischen und unpraktischen Einheiten ergeben hatte, war er doch versucht, auf seine Liste immer weiter wachsender Projekte noch einen Folianten für den Skrupellosen Magus zu setzen – Ein logisches Einheitenvergleichswerk, für Alchimie und andere Häusliche Anwendungen oder dergliechen…

Doch zurück zu dem Auslöser dieses Exkurses in, was auch es war, es begann alles damit das neben erwarteten Gästen auch unerwarteterweise die geladenen Traviageweihten schon eintrafen.

Besagte Traviageweihte hatten ein Artefakt ihrer Kirche dabei einen heiligen Kessel, welcher die hungernden Speisen konnte, interesannterweise auf die gleiche Art, durch ein warmes Mahl, wie von Nehazet schon vorgeschlagen, nur das er dazu die Materie einiger Bäume hatte umwandeln lassen, aber das Prinzip der Sättigung durch Speise war ähnlich genug.

Um dies umzusetzen wurde auf dem Vorplatz begonnen eine Suppe zuzubereiten, wo viele Mithalfen, unter anderem auch Nehazet, nachdem sich da schon einige Probleme bezüglich der unpraktisch benannten Einheiten herausstellten, fand sich schließlich etwas, wozu ein langstudierte und überaus brilianter Magus, Erwählter von Travia und Herr über sein eigenes Land genau die richtigen Qualifikationen besaß, nämlich zum zupfen von Basilikum…

Aber wenigstens zupfte er es perfekt, was auch immer das genau heißen mag…

Die Suppe war schmackhaft und Nehazet konnte eine kleine Pobe zur späteren alchimistischen Analyse beiseite schaffen.

Anschließend half er noch beim wiederaufbau der Zelte, welche für das Kochen auf dem Platz abgebaut werden mussten, es erschien ihm einfach das richtige zu sein, er hatte dabei allerdings auch schon einige Ideen wie solche Bauten effizienteer ab- und aufzubauen wären.

Danach folgte Delias, beinahe quasi nicht wirklich authentischer Tulamidischer Empfang mitsamt entsprechender Atmosphäre für den eigentlich erwarteten Gast…

Es war zum Kopfschütteln, was aber eher an dem Material vor Ort und nicht an Delias Versuchen lag es zu improvisieren ohne das korrekte Handwerkszeug, nunja zur Hand zu haben…

Die Geister die ich rief

Greifenfurt, 26.Phex 1012

Als Lumin bei Ardach und Rontja auf dem Platz der Sonne ihrem Disput, wie denn der Leichnam des Gehäuteten am besten zu entfernen sei, beiwohnte, hörte er ihnen schon kaum noch zu. Ihm schwirrte etwas ganz anderes im Kopf herum und legte seine Stirn in Falten. Ardach, der ab und an zu ihm hinüberschaute, deutete seine Miene wohl als nachdenklich, denn es unterbrach seinen Redeschwall nicht.

„So kommen wir nicht weiter, ich muss erst einmal etwas anderes erledigen.“ stahl Lumin sich von den beiden anderen, die es wohl nur am Rande bemerkten.  Er musste etwas tun. Er musste mit Charush reden, sie könnte ihm sicher helfen!

Auf dem Weg zurück zur Fuchshöhle fror er merklich. Der Wind fegte ihm durchs Haar und zerzauste seine wohl gekämmte Frisur, die Kälte kroch ihm in die Glieder wie Raureif, der sich auf einem Blatt ausbreitet. Er zog seinen Mantel etwas fester zu. Die Hitze, die er ohne Probleme imstande war, selbst zu erzeugen, half nur wenig. Die Sonne, die ihn nie störte, blendete ihn plötzlich und ließ ihn blinzeln, sodass er den heranrollenden Wagen erst zu spät bemerkte. „Pass doch auf, Holzkopf!“ Der Fahrer riss das Gespann herum, rammte ihn aber doch, sodass Lumin ein paar Meter weit geschleudert wurde und in eine Pfütze platschte. Die Welt um ihn herum verschwamm.  Als er wieder erwachte, wedelte der Fahrer des Wagens noch im Weiterfahren drohend mit der Faust, bis er hinter der nächsten Häuserecke verschwand. Der Halbelf rieb sich, noch in der Pfütze sitzend, die Hüfte. Hoffentlich nur eine Prellung, dachte er bei sich und erhob sich, in nun in ein teils bräunlich-feuchtes Gewand gehüllt und trottete, diesmal mehr auf seine Umgebung achtend, in Richtung Fuchshöhle.

Bu-ße! Bu-ße! Bu-ße! glaubte er im Tropfen des Wassers zu vernehmen. So ging das schon ein paar Stunden, seit Zerwas besiegt war. Er war schon seit seiner Zeit auf der Akademie imstande, aus dem Säuseln des Windes, dem Knistern des Feuers Gefühle, Stimmungen herauszudeuten. Doch so deutlich sprachen die Elemente noch nie zu ihm, noch nie konnte er ganze Worte, geschweige denn Sätze vernehmen. Dazu kam, dass die Elemente ihm irgendwie böse gestimmt zu sein schienen. Aber wieso?

He glda, Fleiglschlingl. Haglst dichgl wohlgl überglnommglen, Maglglierglein? Gluckerte es irgendwo zu seiner Linken. Er schaute sich um. Keine Menschenseele in der Nähe. In der Richtung, aus der er das gluckernde Geräusch vernahm, in einer Gasse, befand sich eine große Pfütze, in die die Reste des Regens durch eine undichte Dachrinne in kleinem Strahl hineinflossen. Er kam näher. Gllllotz nichtgl so! In den Wellen und dem aufgewühlten Schlamm und Dreck meinte er, ein Gesicht zu erkennen, das sich ständig veränderte und grimmig dreinschaute. Jagl, ichgl weiglß, wasgl dugl denglst. Viegleicht bingl-ich nurgl eingle Proglektion deingler Gledanglen, viegleicht binglich echglt? Eglal, ichgl glann dirgl glelfengl. Wie denn, wollte er gerade fragen, als ihm die Unfölrmige Gestalt die Frage bereits von den Lippen las. Wenngl dichgl jemangld vongl deinemgl Umglfeld entreiglen würglde, ingl eineglandeglere Eglene, glie würglest dugl gldas finglden? Glumal esgl niegl ausgl persögnlicher Noglt herglaus wargl! Dann knisterte und rauschte es neben ihm. Genau, meine Flamme, der Schlammwichtel hat recht. Charush, seine geliebte Charush materialisierte sich neben ihm. In der Realität. Bei hellerlichtem Tag. Er wusste nicht, ob er erschreckt oder erfreut sein sollte. Du hast ihrer Meinung nach zu oft Elementare ihrer natürlichen Ebene entrissen. Sie erwarten eine Gegenleistung, ein Opfer und ein Versprechen. Mehr darf ich dir dazu nicht sagen.  „Geht es euch gut? Sagt doch was!“ Etwas rüttelte ihm an der Schulter.

Er öffnete die Augen. Er lag offenbar immer noch in der Pfütze, halb an  eine Häuserwand gelehnt. Oh, wie ihm der Schädel brummte! „Bei den Zwölfen, ihr seid heile, Meister!“ Über ihm gebeugt war der Fahrer des Wagens. Sein Lächeln entblößte eine Reihe schwarzer Stumpen. Jetzt bemerkte er erst den fauligen Atem, der ihm seit einer Weile entgegen schlug. Vielleicht hatte der ihn ja aufwachen lassen. Bei dem Gedanken schmunzelte er. „Moment, soll ich euch aufhelfen, Meister? Oder schafft Ihr es allein? Oh das tut mir echt leid, wa? Aber scheint ja allet in Ordnung zu sein, wa?“ Beim letzten Satz konnte man, wäre man im Lesen von Mienen ein wenig geschult, was Lumin nicht war, eine Mischung aus Furcht und Hoffnung ablesen. „Nein danke, es geht schon. Habt dank für eure Sorge. Dem Wagen ist nichts passiert?“ Der Mann schien etwas verwirrt. „Oh nee, der is robust, keene Sorje, Meister. Hauptsache ihr seid unvasehrt. Wenn sonst weiter nischt is, mach ick mich wieda uffn Wech?“ „Jaja, alle in Ordnung.“ Eilig stieg der Mann wieder auf den Karren und ließ ihn vom Arbeitspferd von dannen ziehen. Nun weiß ich was zu tun ist!

Wieder in der Fuchshöhle bestellte er sich eine normale Schüssel, ein Rasiermesser und eine Schüssel Wasser aufs Zimmer. Er zog sich aus und stellte den Korb mit seiner Wäsche vor die Tür. Er kramte in seinem Rucksack und fand das Stück Leder mit dem eingebrannten Hexagramm und den Zeichen der Elemente, breitete es auf dem Boden aus. Er stellte die Schüsseln vor sich ab und wusch sich zunächst gründlich mit dem Wasser, darauf achtend dass möglichst viel davon wieder in der Schüssel landete, dann schor er sich die Haare mit dem Rasiermesser und legte sie in die zweite Schüssel. Er kniete sich auf das Leder. Die Haare entzündete er daraufhin. Als sie heruntergebrannt waren, nahm er die  Wasserschüssel und goss sie in kleinen Schlücken in die Schale mit den nunmehr verbrannten Haaren und sprach dabei: „Hiermit gelobe ich, nie wieder mehr als einmal im Mond ein Elementar seiner Ebene zu entreißen und dies nur zu tun, sollte unmittelbar Gefahr für mein Leib und Leben oder die elementare Ordnung und Schöpfung als ganzes bestehen und entschuldige mich für die Unordnung, die ich auf den Ebenen verursacht haben sollte! Bitte vergebt mir und akzeptiert mich wieder als einen, der den Elementen nicht gebietet, sondern ihnen zum Dienst verpflichtet ist!“ Als das letzte Wort gesprochen war und der letzte Tropfen in die Schüssel fiel, wurde das rußige Wasser klar und der Gestank von verbrannten Haaren verschwand aus der Luft. Merklich erleichtert atmete Lumin aus und ein Lächeln zauberte sich auf sein Gesicht.

Eindringlinge

— als Geist von Grombasch Sohn des Dramosch —

Ruhelos gleitet der Geist des Zwergen, den man einst Grombasch nannte, durch die großen Hallen der alten ehrwürdigen Zwergenstadt unter dem roten Riesen. Wachsamkeit ist seine Aufgabe. Die Ruhe der Stätte darf nicht gestört werden, bis wieder Zwerge in ihr leben.

„Dam, Dam, hier unterm Berg,

Dam, Dam, hier lebt ein Zwerg,

Dam, Dam, der aufpasst hier,

Dam, Dam, dass hier keinerlei Getier

Dam, Dam, kein Eindringen gelingt mit mir!!“

 

So singt die arme verlorene Seele zeitlos vor sich hin. Als auf einmal Lebende die Höhle betreten. Der Geist kann es kaum glauben! Wer stört hier diese Stadt? Sind es Zwerge, haben sie ihn gefunden? Oder sind es EINDRINGLINGE?

„Hey da, was ist euer Begehr?“ Stellt er sind ihnen entgegen. Doch sie laufen alle durch ihn hindurch. „Hey! Antwortet gefälligst!! Hier geblieben. Ihr dürft hier nicht rein! Gebt euch zu erkennen!!!“

Doch die flimmernden Lichter gehen einfach weiter. Unterschiedlicher Art und Form sind sie. Sie ignorieren ihn, fassen eine Statue an und betreten einen Raum. Der Geist versucht mehrfach sie aufzuhalten. Am Ende prügelt und schlägt er mit seinem Rabenschnabel wild auf sie ein. Bis er sich selbst dabei verletzt, denn der Eine führt Geisterbann mit sich. Der Geist ist nun vorsichtiger, brüllt die Lichter jedoch unentwegt an, sie mögen verschwinden.

Weitere Lichter kommen hinzu. Auch sie reagieren nicht auf ihn. Dabei ist er hier doch dafür zuständig, dass keine Unbefugten diese Höhle betreten!

Eines der Wesen versperrt plötzlich seine Sicht und schließt ihn schließlich in eine Kammer ein. Versucht er zu entkommen, löst er sich auf.

„Schrecklich, so ein Hexenwerk! Was tun sie denn hier? Sie sollen verschwinden! So langsam werde ich richtig WÜTEND!!“

Es öffnet sich ein Spalt und er beginnt erneut auf die Gestalten einzudreschen, doch wieder ohne Wirkung. Im Gegenteil. Eines der Lichter greift ihn an, nachdem er zuvor ein Knurren vernahm. Grauselig. Der Geist beschränkt sich nun abermals auf lautes Brüllen und Rufen. Immer wieder schreit er die Gestalten an.

„Verschwindet! Macht, dass ihr wegkommt!! Bei Angroschs heißer Esse! Ich werde euch alle vernichten!! VERSCHWINDÄÄÄT!!!“

Irgendwann beginnt eines der Wesen mit ihm Kontakt aufzunehmen, versucht mit ihm zu sprechen. Kurzzeitig sieht er sie. Eine junge Frau mit roten Haaren, sitzt auf dem Boden und redet mit ihm. Er hält dies für einen Trick und greift die Frau an. Doch ein doppeltes Bellen wirft ihn zurück. Dabei stößt er einen alten Krug um. Untröstlich, etwas aus diesen Hallen zerstört zu haben, versucht er es zu reparieren. Doch es gelingt ihm nicht. Verzweifelt versucht er die Scherben zu greifen, doch seine Hände gleiten einfach hindurch. Da setzt sich die Frau zu ihm und setzt die Scherben zusammen. Ihre Hände vereinen sich und gemeinsam schaffen sie es. Als sie von ihrer fertigen Arbeit aufblicken, sehen sie sich zum ersten Mal in die Augen.

Der Geist ist verwirrt. „Was, bei allem Hexenwerk, ist denn nun passiert? Und wer bist du?“

Delia hat Grombasch natürlich sofort erkannt und redet behutsam auf ihn ein: Sie sagt, sie wollen nur ihren Mann befreien und dann gehen sie wieder. Doch der Geist glaubt ihr nicht, sagt, sie sollen sofort von hier verschwinden. Delia meint nur, sie waren schon einmal hier gewesen, gemeinsam. Er fordert einen Beweis. Delia sagt, wie weiß, wo sich der Schnaps befindet und fliegt hin, um es ihm zu beweisen. Der Geist folgt ihr.

Dort muss er feststellen, dass sie die Wahrheit sagt. Überdies überfällt ihn Schwermütigkeit, weil er nichts von dem Schnaps trinken zu trinken vermag. Beruhigt, aber traurig, machen sie sich auf den Rückweg zur Ritualkammer.

„Nun gut, befreie nur deinen Mann … aber dann verschwindet ihr!“

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Gedanken eines verwirrten Geistes

 

Die Geister die da(zwischen) riefen

Toll, noch ein Problem„, seufzte Nehazet gedanklich, „aber eigentlich war es ja zu erwarten, werde mich wohl etwas tiefer mit den Bereichen der Invocatio und der Heptasphairischer Entitäten auseinandersetzen, wieso läuft es nur immer darauf hinaus das ich an sämtlichen Feldern der Magie arbeite, selbst an denen die gar nicht in dem System liegen? Gut Ganz so schlimm ist Kalkaribs Situation auch nicht, klingt nach einer Untertreibung, wenn seine Situation bedacht wird, aber der Reihe nach…“

Es begann, nicht wirklich, aber irgendwo muss wohl der Anfang stattfinden, beim morgendlichen Mahl, es wurde beredet was zu tun sei. Die Beisetzung Gasparyns von Varnyths war ebenfalls für diesen Tag angedacht und trotz dessen, das eine Person zu Grabe getragen wurde, sollte an diesem Tage auch eine Seele aus den Niederhöllen gezerrt werden. Natürlich nach dem Boronsdienst.

Von den Vorbereitungen der anderen nahm Nehazet nicht viel war, war er doch damit beschäftigt sich auf die Invocation vorzubereiten, er hatte schon früh, genauestens, beschrieben wie ein entsprechendes Gewand zur Invocation, gemäß dem Codex Albyricus, auszusehen hätte und dies konnte auch bereitgestellt werden, wie das hatte er nicht gefragt und war ihm mittlerweile auch ziemlich egal…

Er sichtete seine Vorräte an Zauberkreide und Beschwörungskerzen, beides im örtlichen Perainetempel hergestellt, war erstaunlicherweise nicht das seltsamste Gespräch der letzten Tage war, gleiches galt für den Ingerimmtempel.

Ja, auch den Ingerimmtempel suchte Nehazet zu geeigneter Stunde noch auf, da Kalkarib in der Domäne Widharcals gefangen war, welcher gemeinhin als antidodecarischer Antagonist Ingerimms angesehen wurde, erschien es Nehazet als weise (oder zumindest vernünftig) einige Paraphernalia im Ingerimmtepel zu erwerben…

Und schließlich, nach dem Boronsdienst für Gasparyn war es soweit und Nehazet konnte sich, in Begleitung von Azina und Maednir auf den Weg zum roten Riesen machen, Delia flog nach.

Gemessen an den letzten Tagen war die Reise ereignislos.

Aber der Anblick der sich bot war, nunja das Wort bezaubernd würde einen in den Sinn kommen, traf es jedoch nicht wirklich, vielleicht wunderbar? Aus dem Wasser mit dem Maednir sich und anderen Sklaven einen Weg durch das Gestein des Berges geschaffen hatte, waren beeindruckender eisige Konstruktionen entstanden, einziger Nachteil dabei war, das besagte Eiskonstruktionen es schwerer machten den Berg zu betreten, aber immerhin war es möglich.

Im inneren des Bergs selbst, begab sich die Gruppe zuerst zu der alten Stube von Magister Steinfest, dies erfolgte aus mehreren Gründen, einerseits hoffte Nehazet in der Stube des Elementaristen, welcher über Jahrzehnte in einem dämonisch okkupierten Berg lebte etwas nutzbringendes für die Invokation zu finden, was er nicht tat und andererseits war er neugierig, wie gut die Stube die, partielle, Flutung des Berges überstanden hatte (konnte man doch niewissen, inwiefern eine Kammer, in einem hochmagischen Berg, nichtmal praktisch sein könnte, wobei er vielleicht vorher die Ziffernfolge an der Zwei-Dschinnenbrücke ändern sollte…). Danach begab sich die Gruppe zur Invokationskammer der Angroshim, wobei sich schon vorher ein Geist (wie sich später herausstellte, von einem Angroshim) als störend herausstellte. So trieb er doch sein Schabernack bei der Öffnung der Kammer von Collegus Steinfest, doch viel schlimmer wurde es jedoch nicht.

Doch um die, unwahrscheinliche, Möglichkeit von Komplikationen bei der Invokation durch die Anwesenheit sehr spirituell reger Entitäten zu minimieren, sah es Nehazet als notwendig an, kurz vor der Invokationskammer loszusprinten und an den Zugängen zu der Kammer Bannpulver zu verteilen, ein Plan der durchaus funktionierte, nur das der Geist ihm gefolgt war, letzlich führte dies, vorrübergehend, nur zum einschließen des Geistes in der Beschwörungskammer. Delia konnte schließlich auf ihre, sehr bedenkliche, Art und Weise kontakt zu dem Geist aufnehmen und Grombasch um dessen Geist es sich handelte, quasi, zur Mithilfe überreden (Bedeutend, er würde sich nicht einmischen, wenn die Lebenden gefälligst so schnell wie möglich die Zwergischen Hallen wieder verlassen würden und auch keinen Zwergischen Schnaps trinken würden)…

Während Delia und Maednir mit Grombasch die entsprechenden Verhandlungen führten, wahrscheinlihc in der nähe von besagtem zwergischen Schnaps, bereitete Nehazet schon die Invokationskammer auf die Invokation vor, Azina und Elfenbein blieben in der Kammer.

Also wurde der Raum ersteinmal rituell gereinigt, die Sigillen und anderen Symboliken wurden angebracht, die Kerzen wurden aufgestellt, die Paraphernalia bereitgelegt und die Feuerschale neu bestückt. Nachdem der Raum entsprechend vorbereitet war, begab kleidete sich Nehazet dem Anlass entsprechend in das schwarze Dämonenbeschwörungsgewand (nicht in der Beschwörungskammer).

Als die anderen wieder zurückkammen konnte Nehazet auch endlich mit der Invocatio anfangen, er entzündete die Kerzen und begann um die Feuerschale zu wandeln, den Cantus der Invocation, dem Anlass entsprechend auf Zhayad zu intonieren und nach und nach die Paraphernalia dem Feuer der Schale in der Mitte zu übergeben. Heptasphairische Sekundäreffekte ergaben sich alsbald, welche sich in erhöhter Temperatur und typischer aromatischer Änderungen der Umgebung ergaben. Bis schließlich ein Spalt sich zu öffnen begann, welcher durch Nehazets kundiges handeln, weiter geöffnet wurde um schließlich Kalkarib wieder in diese Sphäre zu holen.

Die Invokation war geglückt, wie zu erwarten war, und Kalkarib war wieder da. Theoretisch ein Anlass zur Freude, bis auf den kleinen (aber wichtigen) Punkt, dass Azzaroth sein Thaumatursom und seine Heptasphairische Pforte in Kalkaribs Körper eingepflanzt hatte, und diese über seinen porfanen Leib hinaus mit ihm verbunden war.

Was schließlich Kalkaribs aktuelles Problem war…

Aber Nehazet hatte schon ein paar ideen, wie dieses Problem, welches Kalkarib doch sehr unter die Haut ging, zu lösen sei.

Nur auf die Frage wie es in den Niederhöllen war, konnte er noch keine abschließende Antwort erhalten.

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