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In Punin – arkane Analysen

29./30.  Tsa

Es war schon spät am Abend, als ich via des Trasversalis Cantus (unbedingt nach Möglichkeiten zur Ausdehnung der Reichweite desselbigen suchen) in die Academia zurückkehrte, nun begann der wichtige Teil, die genaue Untersuchung der Strukturen des Vortexthaumatursomes.

Es dauerte nicht lange bis einige Kollegen gefunden waren, darunter die beiden Zwillinge Kalmar und Kalman (einer ein Observator, der andere ein Invocator)und der alte Freund meiner Familie Biscarat Manzanares, waren die ersten die ich fand und mit mir die Untersuchung des Vortexthaumatursomes begannen, über den Lauf der Nacht kammen noch weitere interessente zur Analyse dieses faszinierend fremden Zauberwerkes hinzu.

Wir zogen uns in das Teezimmer zurück, auch wenn wir zunächst darauf verzichteten Tee zu bestellen, dürstete es uns doch vielmehr danach die Strukturen der gebundenen Vortexmagie zu ergründen.

Ein Problem stellte dabei die Fremdartigkeit dieser Magie in sich selbst dar, so wollte Kalmar beispielsweise, nach einem kurzen Blick mittels des Odem Cantus sich wieder anderer Studien zuwenden, da der Handschuh anscheinend komplett ohne Magie war und das ganze für einen eher schlechten Scherz hielt. Also musste ich zuerst erklären worum es sich bei dem zu untersuchenden Objektum handelte, zur Verdeutlichung bediente ich mich eines weiteren Handschuhes, welcher ohne lange nachfrage mehr oder minder willig von einem der Bediensteten zur Verfügung gestellt wurde und bat meine Kollegen beide Handschuhe arkan zu vergleichen, während diese ihre eigenen Beobachtungen anstellten, fuhr ich mit meinen Erklärungen fort und wies auf die kaum sichtbaren Verdunklen in der limbisch betrachteten Objektmatrix, des von mir mitgebrachten Handschuhes hin und wie, mit etwas Fokus, es ihnen möglich sei ihre Wahrnehmung leicht zu verschieben in die Richtung das diese fremden fibrillis arcana von ihnen deutlich zu besehen wären, zu erwartenderweise dauerte es auch nicht lange, bis sich die Miene meiner Kollegen von einem gewissen enttäuschten desinteresse wandelte zu einer deutlich zutreffenderen wissbegierigen Neugier (jedenfalls denke ich das dies das war, aber wer kann schon vernünftig die Mimik anderer deuten?), ich begann also weiterzufahren mit meinen Erzählungen über den Vortex und meinen Schlussfolgerungen daraus, insbesondere der, naheliegenden, Modifikation des Sphärenmodelles und das meine eigenen Beobachtungen und Forschungen in dem Bereich der Analyse und Nutzung der Vortexmagie bislang eine erstaunliche Flexibilität und Macht in dieser gezeigt haben. Von den beiden anderen Observatoren führte dies, mehr oder minder, zu wenigstens einem leichten Kopfschütteln aufgrund meiner raschen Handlung in der praktischen Umsetzung und Nutzung dieser fremden Magie, welche doch unserem Verhaltenscodex widersprach, der Invocator der Runde, sah dies natürlich pragmatischer und wies darauf hin, das ohne diese raschen Experimente im Feldeinsatz die jetzige Untersuchung, vermutlich nicht möglich wäre, zumal ja auch alles funktioniert hätte wie es gewollt war.

Ich selbst war etwas hin- und hergerissen, zwischen beiden Punkten, war mir doch schon seit längerem bewusst das ich aufgrund der Notwendigkeiten der verschiedenen Erlebnisse in meiner Zeit außerhalb der Academia schon desöfteren gegen unseren Codex verstoßen hatte, wiewohl in den entsprechenden Fällen die Notwendigkeit bestand, anstand nach einer sauberen Lösung der allumfänglichen arkanen Analyse eher einem, der Zweck heiligt die Mittel Credo zu folgen.

Wie dem auch sei, nachdem ich den profanen Handschuh zurückgab, schließlich benötigte ich ihn nur kurz zur Demonstration der inhärenten Unterschiede, orderten wir Tee und Wachtrunk, da die Analyse und Erstellung eines sicheren Gefäßes, sowie anderer mir ebenfalls als Notwendig erschienender Maßnahmen doch eine längere Zeit in Anspruch nehmen würden.

Vermutlich war es nur meine Vorfreude darauf, endlich wieder ein ernsthaft interessantes arkanes Phänomen zu untersuchen (in den letzten Monden war ich viel zu oft damit beschäftigt mich mit administrativen Nebensächlichkeiten zu beschäftigen, kein Wunder das es in der Geschichte so viele Despoten und Tyrannen gab), so das ich mich mit den anderen auf die tiefere Analyse des Objektums stürzte.

Aufgrund meiner Expertise begann ich die Anderen anzuleiten, worauf zu achten wäre und wir begannen unterschiedliche Studien anzustellen, mitsamt des Invocators suchte ich nach einer Localisationscomponente des Vortex, basierend auf der Residualstrahlung der originären Invocation, so dass es uns letzlich möglich sein sollte einerseits eigene Invocationen durchzuführen und was weitaus interessanter war, mit der Arbeit für Vortexbasierende Canti der Contraria zu beginnen. Mit einem der Observatoren war ich schließlich beschäftigt die Bindung der Vortexmagie an das Objekt des Handschuhes selbst zu untersuchen, dies hatte einerseits zum Ziel den Cantus Catalytis zu indentifizieren, andererseits sollte dadurch auch eine bessere Identifikation zukünftiger Vortexthaumatursome ermöglicht werden, sowie natürlich sollte es anhand der gänzlich neuen Perspektive auf das arkane Spektrum auch möglich sein den Grundstein für gänzlich neue Richtungen der Magie zulegen. Somit blieb für meine Untersuchungen mit dem letzten Observator noch das Gefahrenpotential und die Eindämmung desselbigen zu eruieren.

Diese Analysen zogen sich, mindestens bis in ausreichende Stunden desnächsten Tages, was mir allerdings auch nur bewusst wurde, weil wir in unseren Studien unterbrochen wurden, wenigsten konnte ich vorher die erste Sicherung auf Custodosigilbasis beenden, auch wenn ich der Meinung war das ich mit etwas längerem Thesisstudium ein doch deutlich besseres Ergebnis hätte erzielen können, musste ich mir doch eingestehen das für den Augenblick dies die naheliegendste Lösung für das Problem war.

Anschließend, rief ich ein paar Elementare.

 

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