28. Tsa Khoramgebirge-Punin
Geschwind trug uns der Djinn über das Gebirge gen Punin, wo er uns schließlich vor meinem Anwesen im Pendulum absetzte.
Das ehemalige Redaktionshaus des Yaquirblickes, zu ihrem Leidwesen vor einiger Zeit aus unbekannten Gründen niedergebrannt, erlaubte es mir relativ einfach an ein weiteres Gebäude in Punin (oder in diesem Fall eher außerhalb Punins, liegt Pendulum doch außerhalb des Stadtkernes), gut das andere Anwesen im Theaterviertel existiert noch, aber ich denke für die Gruppe ist dies das besser geeignete Anwesen.
Der Anflug verlief nicht unbemerkt und so wurden wir schon von meinem Gärtner Sinhedi al-Fessir begrüßt, einem älteren Tulamiden, welcher seine Berufung nach langen Jahren auf den diversen Kampffeldern des Lebens, in der Gärtnerei vor allem der Rosenzucht fand, ehe der Djinn sich gänzlich verweht hatte. Auch Abd ibn Abu, welcher sich um die Verwaltung dieses Anwesens für mich kümmerte, gesellte sich kurz zu uns, musste sich aber alsbald anderen Angelegenheiten zu wenden. Darunter wohl auch, wer, welches Zimmer zugewiesen bekommen sollte, und was sonst auch immer Verwalter zu tun pflegen, hmm ob es sich lohnen würde ein Werk über diese Aspekte der Verwaltung zu lesen?
Während Sieghelm und Bothor in einer Auseinandersetzung vertieft waren, begab ich mich mit Azina schon auf den Weg in die Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis.
Dazu begaben wir uns also durch das Tor nach Punin und auf direktem Wege wandelten wir in das Theaterviertel. Über den Theaterplatz führte uns unser Weg an der Yaquirbühne entlang in Richtung des Pentagrammatons, vorbei an verschiedenen Gebäuden aus der Zeit Bosparans.
Schließlich erreichten wir die berühmteste Magierakademie Aventuriens, welche zurecht als das Herz und Hirn der Gildenmagie bezeichnet wurde.
Wir mussten auch nicht lange warten, bis wir mit Magister Magnus Sirdon Kosmaar einen geeigneten Ansprechpartner hatten, ich erklärte ihm kurz unser Anliegen und natürlich sprach nichts gegen dasselbige, so das sich auch alsbald die im Khoramgebirge zurückgelassenen Reisegefährten in Punin oder in Shirdar wieder finden sollten, was sinnvolle Vorbereitungen auf die nahenden Probleme betraf, so wird sich das zeigen lassen, aber ein paar Ideen dahingehend hätte ich schon.
Gegen die arkane Visitation Azinas und Elfenbeins, an der einige Kollegen interesse geäußert haben, sollte nichts sprechen, zumal eine schriftliche Versicherung der Puniner arkanen Analytiker durchaus vorteilhaft sein könnte, ähnliches sollte wohl auch für das Fräulein Ingrasdotter gehen, da Sie als minderbegabte arkan Wirkerin doch ansonsten bei Problemfällen, gerade in diesen Landen, schnell als Sündenbock dienen könnte. Zumal eine genaue Untersuchung natürlich auch den Vorteil hätte einzugrenzen, wozu Sie genau in der Lage wäre.
Später erreichte uns noch eine Einladung in den Haupttempel der Tsakirche, wohl primär weil sich diese etwas außen vor gelassen gefühlt hatten, da die anderen sich bislang nur mit dem gebrochenen Rad gegenüber dem Tempel der Tsa auseinandergesetzt hatten. Selbstverständlich begaben wir uns in den Tempel, auch wenn ich mir sinnvolleres mit meiner Zeit vorstellen könnte, und es vermutlich vorteilhaft gewesen wäre, mit den Kindern den Tempel aufzusuchen, vielleicht ein anderes Mal, aber eine Einladung auszuschlagen, wäre unschicklich gewesen. Der Aufenthalt in dem Tempel war, wahrlich der Göttin entsprechend, positiv, wie zu erwarten war, war die Erkenntnis von Ingradotters bezaubernden Gesangs, eine Ausprägung ihrer arkanen Begabung. Was mich schließlich auch etwas zu der Beschäftigung mit meiner Kabasflöte führte.
Zuhause widmete ich mich dem verfassen erster Depeschen an die verschiedenen Freunde und Bekannte, welche mir als sinnig erschien über die letzten Ereignisse und Erlebnisse zu informieren. Primär handelte es sich dabei um Kollegen der arkanen Zunft, aber natürlich auch Tulachim sollte informiert werden, sowie Assaf, Zahra und Jane.