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Alte Verwandte, um ähm… Umm…

Gerade stand ich noch im Gang, als auch schon einstein fiel, danach der nächste und dann noch ein anderer, wir rannten und wurden getrieben von dem Dämonischen Wurm, welcher sich durch das Gestein fraß, wie ein, nunja Wurm durch einen Apfel, eigentlich ja nicht, die Säure, welcher der Dämon dabei nutzte würde wohl jeden Apfel in kürzester Zeit zersetzen, oder im besten Falle ungenießbar machen, aber ich schweife ab. Kaum dem Gestein entwichen, zeigte sich der Wurm im Gestein und schnappte nach anderen und schließlich auch nach mir, was ihm auch gelang, er schluckte mich im ganzen…

Hätte mir jemand vor einem Götterlauf gesagt, das ich mal das Mahl eines Wurmes werden würde, so hätte ich dies für einen, sehr, geschmacklosen Scherz gehalten, doch wie sich herausstellen sollte, würde ich mich als schwer verdaulich erweisen und ihm schlecht bekommen. Aber ich schweife wieder ab, zuerst umfing mich kühle, doch diese wich schnell einer gewissen Wärme, gefolgt von einem Gefühl der Enge und des stetigen Drucks, doch es war gar nicht soo traumatisch, wie ich erwartet hätte, was, gerade im Bezug, auf die doch eher verhaltene, um nicht zu sagen, nicht existente, Beleuchtung faszinierend war…

Hmm, ob sich das als therapeutische Methodik nutzen ließe, ich könnte als Wurmkur bezeichnen…

Während ich da so im Wurm war, fühlte ich, wie mich meine Energie verließ…

und plötzlich hörte ich eine Stimme…

Jene fragte mich nach, Khunchomer Pfeffer…

Verwundert sah ich mich um, ich befand mich in einer mir bekannten Umgebung, in der Küche von Tulachims Heim in Khunchom, so schien es zumindest, vor mir sah ich Schalen mit verschiedenen Gewürzen und erneut erklang die Stimme, welche mich wiedernach dem Khunchomer Pfeffer fragte, ich reichte die fragliche Schale weiter. Doch kaum das ich etwas sinnvolles anstellen wollte, die Bibliothek aufsuchen, wurde ich dazu angehalten Zwiebeln zu schneiden, ich und Zwiebeln schneiden, ich verwieß darauf, das ich kein sonderlich guter Koch sei, und man mich besser nicht in die nähe der Zubereitung von Nahrungsmitteln wissen sollte, doch das störte die drei anwesenden Herren nicht. Nun gut dachte ich mir, nachdem sich die drei mir als Rashid ibn Sherazul, der mich an irgendjemanden erinnerte, und als Rohal ibn Dshelef ay Yalaidim sowie als Reshim ibn Al’rik al Fessir vorstellte. Die Namen kammen mir bekannt vor, woher nur… moment, nein das konnte nicht sein, ich dachte an mein Zimmer in „diesem“ Heim zurück, wo sich ein alter Stammbaum befand ich hatte die Namen viele Götterläufe über gesehen, ja es waren tatsächlich die Namen meiner Vorfahren, sie erzählten etwas von einer Umm, ich würde mich wohl an eine Umm erinnern, hatte ja nicht so viele davon…

Konnte das echt sein, ich hatte ja schon vorher meine Zweifel, als testete ich die Wirkung der Zwiebeln auf mich und ja die Zorganer Zwiebeln wirkten so wie es von Zwiebeln auf einen unachtsamen Schneider zu erwarten war, meine Augen begannen zu tränen. Beim Blick durch die Küche fiel mir ein goldenes Ei in die Augen, das war aber nicht in Tulachims Heim. Rohal und Rashid wiesen deutliche Ähnlichkeiten zu mir auf, dazu gehörte auch die, sogenannte, „Hexensträhne“, wobei in unserem Fall „Magiersträhne“ wohl treffender wäre. Beide waren Magier gewesen, da bin ich mir sicher, gut bei Rashid bin ich mir mehr als Sicher, war er doch ein Dämonologe, nach eigenen Aussagen ein mächtiger noch dazu, doch der Aussage von Rohal konnte entnommen werden, das dies wohl nur Rashids ansicht war und seiner Meinung nach nicht ganz korrekt. Reshim ist, korrekter war, Rashids Vater, also der Rashid, welcher Tulachims Vater war und nicht der Vater von Rashid ibn Sherazul, so kaputt das spätere Verwandte die ältern von früheren Verwandten sind ist, meines Wissens nach, unsere Familie nicht.

Bald darauf betrat auch Umm die Küche, dabei handelte es sich um eine, vielleicht so um die 50′ Götterläufe alte Dame, welche nunja eine Umm war, nehme ich mal an…

Sie führte mich durch die Küche und nahm mich unter ihre Fittiche, anhand von Suppe wollte sie mir die Auswirkung von Skepsis und Göttlichkeit demonstrieren, wobei sie darauf hinwies, das ich wohl zuviel Skepsis hätte, oder generell meine Familie zuviel Skepis hätte. Was wohl auch der Grund meiner Wahl gewesen sein soll, weil jemand der Meinung gewesen war, ich würde dadurch ein leichtes Ziel abgeben…

Ich bin da ja noch skeptisch…

Jedenfalls, meinte sie das Skepsis, wie Salz, zur Suppe gehörte, doch zuviel davon verderbe die Suppe und unsere Familie hätte seit Generationen nur versalzene Suppe gegessen, mit der Göttlichkeit, welche sie durch Mehl darstellte verhielte es sich ähnlich. Irgendwie musste ich dabei an den Al’Chymie Unterricht in Punin denken, da gab es auch diesen Berühmten Ausspruch von einem seit mehreren hundert Götterläufen toten Alchimisten ich denke er hieß Bombastus, moment mit ganzen Namen hieß er, Alrikus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim, interessanter Name, jedenfalls postulierte dieser das jedwede Substanz schädlich sei, alleine die Dosierung wirke sich auf die, nunja Wirkung aus, ich denke als er dies postulierte hatte er schon einige Götterläufe lang sein Postulat ausgetestet. Sie sagte noch das jeder mal Hilfe bräuchte, und von irgendwelchen Omen sprach sie noch, welche ich wohl nicht verstanden hätte, also bitte das letzte kann ich nun wirklich nicht glauben, ich verstehe mehrdimensionale Magietheorie, da werde ich doch wohl ein Omen, welches eigentlich? verstehen.

Danach wurde noch der Funke des Herdfeuers in mir entfacht, irgendwie will ich über die Metapher nicht wirklich nachdenken, zumal ich mich auch nicht sonderlich heiß fühlte. Umm verließ uns wieder und wir arbeiteten weiter in der Küche, ich fragte die anderen noch nach der Bedeutung und Tätigkeit des Seelensammlers, doch darauf durften sie mir nicht antworten, wie sich herausstellte durften sie mir nichts sagen, was sich auf den Lauf der Welt auswirken würde, toll, mit anderen Worten ich habe meine Ahnen vor mir und darf keine Antworten erwarten? Also ein Paradies kann es, auch wenn es wohlriechend war, und wenn dableiben dürfte wohl ab und zu auch etwas Essen könnte, nicht sein, oder? Ich meine ein Ort an dem keine Fragen beantwortet werden? Wer denkt sich das bitte aus, ich meine bei Boron würde ich das ja noch verstehen, aber hier? Oder da? Ich überlegte, welche Information ich erfragen könnte, welche sich wohl nicht auf den Lauf der Welt auswirken könnte, das ist wirklich schwer, wenn man so darüber nachdenkt, letzlich fragte ich nach Rezepten für Essen, Collega Peddersen scheint ja immer mal wieder nach neuen zu suchen und wenn nicht hier, wo dann sollten sich ein paar interessante Rezepte finden lassen? Reshim gab mir schließlich auch ein Marinade Rezept für Schweinerippen.

Kurz darauf kamm auch Umm wieder, welche mich schnellstens vom Essen entlud, da ich wohl doch nicht meine Zeit dort verbringen würde…

Sie gab mir noch ein Säckchen und plötzlich änderte sich das um mich herum wieder…

Ich war wieder bedrückt, hatte aber immer noch etwas, im dunklen, in der Hand, zuerst einmal machte ich mir Licht. Ich hatte zwar Licht, aber wirklich viel hatte es mir auch nicht gebracht, es war kaum was zu sehen, nun gut ich sah was ich in den Händen hatte, es waren Muskelstränge, von einem Dämon, wie ich mich erinnerte. Ich konnte mich kaum rühren, aber da war noch etwas, ich spürte etwas, fremdes, des Dämons Gedanken waren mir zugänglich, damit konnte ich arbeiten. Es dauerte nicht lange und ein Plan war da, wollen doch mal sehen was der Dämon von Bessenheit hielt, wenn er der Leidtragende ist…

Ich konzentrierte mich auf die Gedankenfetzen, sie waren sehr verzerrt, anscheinend war der Dämon auf dem Berg, er griff an und wurde angegriffen, Verzweiflung war zu spüren und auch Schmerzen und Wunden peinigten den Wurm. Und auch eine blaue unangenehme (???) Wolke war dabei, seltsame Wahrnehmung hat dieser Wurm. Aber das war nicht alles, ich konnte die Ausmaße des Wurmes spüren und sah das die befreiten auf dem Berg waren und vom Wurm geschubst wurden. Als nächstes sah ich einen Blitz, den Himmel und wieder die Menschenmenge, langsam wurden die Bewegungen eines einzelnen Tentakels nachvollziehbar. Ich gaukelte diesem vor, dass die Menschen aus etwas Traviagefälligem, mehr oder minder, waren, aus Salz und anscheinend funktionierte es, der Tentakel blieb vor seinem Ziel hängen und schwung suchen herum, fand aber kein neues Ziel mehr. Ich versuchte als nächstes den Wurm zu zähmen doch sein Wille erwies sich, in meinem Zustand, als ein zu starkes hemmnis. Der Druck auf mich wurde stärker und Schmerz durchfuhr mich. Ich brauchte einen Ausgleich, also dachte ich an das vor kurzem besuchte Heim und die alten Verwandten und lebenden MItglieder der Familie, ich versetzte mich in eine Trance und sammelte meine noch verbliebenen Reserven, die Wut und Aggression von dem Dämon ließen nach, es wurde friedfertiger und berechenbarer. Als nächstes verwirrte ich es durch die Suggestion weiterer Tentakel, einer der, mittlerweile zwei Tentakel die unter meiner Kontrolle waren wurde zerrisen, als Resultat dessen, durchfuhr mich ein übler Kopfschmerz. Doch danach gelang es mir weitere drei Tentakel mir untertan zu machen, ich richtete zwei Tentakel auf den Hauptleib um diesen ins Gesteiin zu drücken und die letzten beiden sollten sich gegen die anderen erwehren, was nicht so ganz funktionierte. Wieder drückte die Muskeln des Wurmes zu und Schmerz umfing mich, ich spürte und hörte Knochen brechen, leider vermutete ich, richtig (sic!), das es sich dabei um meine eigenen handelte.

Bald darauf brach der Wurm auch zusammen und irgendwie gelang es mir, mich aus diesem rauszuziehen, zu diesem Zeitpunkt war ich immer noch vom inneren des Dämons umgeben und erst der helfenden Hand von Collega Peddersen verdankte ich es, das Licht der Praiosscheibe wieder zu erblicken. Ich kann konstatieren, der Aufenthalt in dem Wurm, war maximal unangenehm und sollte so schnell nicht wieder wiederholt werden, interessant war aber, wie mir noch auffiel, der Dämon war tot, das Zazamotoxin hatte bewirkt das der Dämon tatsächlich starb und nicht, wie sonst, einfach in seiner Domäne verschwand, eigentlich schade, so dauert es länger bis die Dämonen erfahren, das Magier fressen keine, sonderlich, gute Idee ist. Hmm, ich könnte einen beschwören, ob sich das lohnt, ich meine wie oft wird man wohl von einem Dämon verschluckt?

Ich begann, solange sie noch frisch waren, meine Verwandten zu zeichnen, die anderen habe ich nicht wirklich beachtet, die Familie ist halt wichtig, ach Zafia, wie lange noch? Vorher wischte ich mir allerdings noch das Gesicht mit meinem Taschentuch ab, und ich muss festhalten, leider benötige ich neue Kleidung, die war wohl nicht Dämonengeprüft, sollte ich eventuell beim nächsten Kleiderkauf ddrauf achten, das war wirklich widerlich…

Dann erfuhren wir noch, von einem alten Zwerg, welchen wir erst vor kurzem gesehen hatten, das wir den Fluch Ungratoschs gebrochen hätten. Der Zwerg zeigte noch einmal die Kunst seiner Vorväter, in dem er den Stein unter seinen Willen zwang und uns einen Weg bahnte. Von Bruder Traviahold erhielt ich noch das Zeichen unserer Göttin zurück, ich fühlte mich wieder gänslicher und wohliger, ja froh, als nächstes würde es darum gehen diese armen Seelen nach Hause zu ihren Familien zu führen. Ich rief ihnen also zu „Auf nach Hause“ und setzte mich die Treppe nach unten in Bewegung. Weiter die Treppe hinunter fanden wir auch weitere Überlebende Maednir hatte sie in die Freiheit geführt und meinen Stab gerettet. Ich erzählte Jane noch das alte Marinadesaucenrezept und erklärte das ich es von einem alten Verwandten hätte.

In Hochstieg wurden wir wie, nunja, Helden empfangen, die Familien freuten sich sichtlich über die verlorenen Söhne und Töchter Hochstiegs. Der Vogt wollte uns alsbald sehen, und was wären wir für Gäste, wenn wir dieser Bitte nicht umgehend nachkommen würden? So begaben wir uns mit den, deutlichen, Beweisen gezeichnet von unserer Schlacht in sein Arbeitszimmer, er war von unserem Erfolg so überwältigt das er es am liebsten nicht gewagt hätte die gleiche Luft zu atmen wie wir, das war ersichtlich durch das Taschentuch, welches er sich vor die Nase hielt, gut es gäbe natürlich noch eine andere Deutung, aber irgendwie gefällt mir meine eher 😉

Jedenfalls teilte er uns mit, die Anschuldigungen seien nun verfallen, vor allem nachdem wir, kurz, geschildert hatten, was vorgefallen war. Und nun plötzlich wollten sie in ihrem Siebenerrat meine Expertise, toll man muss hier also erst vom Wurm gefressen werden, bis sie auf einen hören, argh…

Danach begaben wir uns in das Kaminzimmer und ich machte noch einen kurzen Abstecher in mein Zimmer um mich zu entkleiden und mich anschließend von den letzen Resten Dämon per Bürste der Reiningung zu befreien und mir anschließend das leichte Gewand überzuwerfen und mich zu den anderen zu begeben. Bis auf Kalkarib und Siehelm waren wir wieder vereint, zwar war Grombasch gefallen, ich denke ich sollte seiner Familie die tragische Nachricht überbringen, aber dafür war Azina wieder bei uns, leider ohne Bakkus aber mit einem neuen Begleiter, Elfenbein wird sich bestimmt prächtig mit den anderen verstehen, ach ist doch schön, wenn es so schön harmonisch ist in der Familie…

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