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Aus der Messe zum Jahrestag der Befreiung des Roten Riesen – 1. Phex eines jeden Götterlaufs

„…Und der Dämon schoss aus der Spitze des Berges, eben hier, wo ich stehe. Und die Menschen, eben in Hoffnung auf die langersehnte Freiheit sahen nun in das vielmäulige Antlitz des Todes! Doch der Geweihte ließ sich nicht beirren und so sprach er:

Ihr freien Menschen auf dem Berg!

Stimmt mit mir ein in den Gesang

wider dem dämonischen Gezücht,

dass unsere Stimme schalle

bis in die Hallen Alverans!

Und die Menschen fassten wieder Mut und einige ergriffen das Wort, um dem Bruder zu folgen und einige griffen das Schwert, um den Worten Taten folgen zu lassen. Und mit lauter und mehrfacher Stimme letzte der Bruder das Gebet fort:

Ihr Götter, unsere Herren!

Sehet den Dämon vor uns Menschen,

die aus vollem Herzen glauben

und wissen von eurer Güte,

von eurer Liebe zu uns,

und von eurem Hass wider allem Dämonischen!

Meine Große Mutter Travia!

Rufe deine Geschwister,

die alten wie die jungen

und lasset eure Macht auf den Dämon

unter euren Augen niederfahren

und ihn vom Antlitz Deres tilgen!

Und Kraft und Mut durchfloss die Menschen, die Krieger und die Helden. Und der Dämon schien verwirrt und seine Tentakeln gehorchten seinem Willen nicht. Die Götter hatten sie erhört! Und mit geeinter Stimme fuhren sie fort:

Oh Götterfürst Praios! Blende den Dämon mit deinen heiligen Strahlen!

So sei es!

Oh große Leuin Rondra! Lasse Blitz und Donner auf den Dämon niederfahren!

So sei es!

Oh du Alter Efferd! Spüle den Dämon mit deinem heiligen Wasser hinfort!

So sei es!

Oh du Schweigsamer Boron! Hülle den Dämon in Tod und Vergessen!

So sei es!

Oh Ewigjunge Tsa! Verweigere dem Dämon deine gütige Erneuerung!

So sei es!

Oh Listenreicher Phex! Lass den Dämon sich in Nacht und Nebel verlieren!

So sei es!

Oh Gebende Peraine! Säe die Saat des Guten unter uns Gläubigen!

So sei es!

Oh Zorniger Ingerimm! Fahre mit deinem brennenden Hammer auf den Dämon hernieder!

So sei es!

Nur diese Götter rief er an, denn die Herren und Herrinnin Travia, Rahja, Hesinde und Firun kämpften schon mit ihren Auserwählten an der Seite des uns heiligen Traviahold! Und die Götter waren angetan von all dem Glauben und Mut, den sie vernahmen. Und sie gaben den Gläubigen ihren Segen! Eine schwarze Wolke formierte sich am Himmel, das Antlitz Praios nicht verhüllend, und zorniger Donner grollte auf die Welt herab. Der Dämon wand sich unter der göttlichen Macht über ihn. Und als der segenreiche Regen einsetzte und alles Übel von den Menschen wusch, fielen sie in unendliche Glückseeligkeit. Und ihre Rufe wollten kein Ende nehmen:

Gelobet seien die Zwölfe!

Und so gedenken wir heute wieder der göttlichen Macht und rufen uns in Erinnerung, dass die Götter gnädig sind und uns in der Stunde der Not zur Seite stehen…“

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