Der Krug ist zerbrochen! Welch Unglück! Schurke, wer dafür verantwortlich ist! Da stehen diese guten Krüge über 3000 Jahre unversehrt herum und kaum will ein Angroschim sie ihrer Bestimmung zuführen und sie von ihrer elenden Warterei erlösen, da zerbrechen sie nacheinander und ergießen sich auf dämonisch verseuchtes Gebiet! Argh! Welch eine Schande!
Die Großlinge haben mal wieder eine ihrer Diskussionen. Es geht wohl darum, was zu tun ist. Sollen sie, ich setz‘ mich hier in die Ecke und warte. Weiteren Schnaps hole ich besser erst, wenn hier Ruhe eingekehrt ist. Nicht, dass noch mehr kaputt geht.
Oho. Sie haben sich entschieden. Ein Erkundungstrupp zur Befreiung der restlichen Gefangenen soll es sein. Und die verletzten sollen den Berg verlassen. Eine gute Entscheidung.
So machen sich also einige Männer unter Führung von Heerführerin Jane Pedderson auf den Weg, die letzte Bastion des Feindes einzunehmen. Oder vielmehr zu erkunden. Denn der Achorhobai ist fort. Auch von den Gefangenen fehlt jedwede Spur. Sie untersuchen gerade die erbärmlichen Quartiere, als unvermittelt Felsbrocken von der Decke stürzen. Sie scheinen gezielt auf die Menschen fallen zu wollen. Viele von ihnen werden gnadenlos zerquetscht. Rasch rennen sie aus der Kammer. Ein kopfgroßer Felsbrocken trifft Grombasch an der Schulter und kugelt ihm den Arm aus. Wie die Brocken um ihn herum, fällt er schwer getroffen zu Boden und bleibt liegen. Jane fasst sich ein Herz und versucht vergeblich Grombasch fortzuziehen. Mædnir eilt ihr zu Hilfe und trägt den bewusstlosen Zwerg schließlich den Weg bis zur tsageweihten Schmiede.
Unterwegs rennen sie an fallenden Felsbrocken vorbei und weichen blitzschnellen Tentakeln aus, die aus den Wänden nach ihnen greifen. Während der ganze Trupp aufgerieben und zerfetzt wird, zieht ein Tentakel Adeptus Nehazet direkt in das Gestein. Einzig sein Stab bleibt klappernd zurück. Doch bleibt keine Zeit den Verlust zu betrauern. Der Dämon treibt sie unermüdlich weiter vorwärts. Bei der Schmiede angekommen, stehen nur noch Jane und Mædnir aufrecht. Der Rest ist tot, verschwunden oder bewusstlos. Die Beiden stellen sich mutig dem Dämon entgegen. Sie wähnen sich durch Tsas Beistand geschützt. Tatsächlich gelingt es ihnen den Angriffen Stand zu halten und den Dämon gar zu verletzen, bis er schließlich von ihnen ablässt und sich hörbar auf den Weg nach oben macht. Zur Treppe! Wo gerade die Verletzten zu fliehen versuchen! Mædnir zögert keine Sekunde und hastet davon. Jane jedoch hadert kurz, dreht bei und renkt Grombaschs Arm wieder ein. Ein wenig Riechsalz bringt den völlig zerbeulten und zerschundenen Angroschim wieder zu sich.
Huch! Bei Angroschs Bart! Das tat weh. *Ächz* Ich kann bin am Ende. Ich kann mich kaum mehr rühren. Heerführerin! Ich bin euch zu Dank verpflichtet …
„Bei Angroschs Bart! Das war heftig.“ Er grummelt noch irgendetwas vor sich hin.
Jane zieht ihn hoch und gemeinsam humpeln sie zur Treppe. Dort versucht bereits Traviahold von Spichbrecher, Hochwürden auf Zeit unter dem Berg, die aufgewühlte Menge zu beruhigen. Denn es ging nicht weiter. Der Weg ist versperrt! Teufelseisengitter verriegeln die Tür. Delia und Igan machen sich daran mit Hilfe eines Elixiers von Magister Steinfest die Verriegelung zu lösen. Aber es dauert.
Der Anführer der Trollzacker erhält von Grombasch den Angrosch-geweihten Hammer, um die Eisenstreben vor der Pforte zu zerschlagen und eilt nach oben. Unterdessen greift der mehrgehörnte Dämon mit Tentakeln aus den Wänden an! Die Trollzacker kämpfen tapfer und opfern sich einer nach den anderen, um die Menschen zu beschützen. Auch Thornia, Traviahold, Jane und Grombasch tun ihr Möglichstes. Traviahold versucht gar sich den Göttern als Ausgleich anzubieten, jedoch verschmähen diese sein bereitwilliges Opfer. Jane gelingt es zumindest mit einem weiteren Elixier den Dämon zu vergiften. Indessen treibt dieser sie immer weiter nach oben, wo es langsam eng wird. Bis schließlich Delia und Igan die Verriegelung lösen können und die Menschen panisch nach draußen auf die Spitze des roten Riesens stürzen.
Als Delia das Hexenportal öffnet und letzte Nutzungsanweisungen weitergibt, bricht der Achorhobai durch das Gestein und zerstört die Fluchtwege. Nun sehen sich 80 teils Schwerverletzte einem wurmartigem Monstrum mit zahlreichen Tentakeln gegenüber, welches sich geifernd mehrere Schritt über ihnen in die Höhe schraubt.
Was zum … ANGROSCH STEHE UNS BEI!!! … Soll das das Ende sein? Furcht ergreift von ihm Besitz. Sie sind in der Falle!! Es gibt keinen Weg hier weg. Nur über die Asche dieses Unholds.
Aus den Wolken löst sich ein blauer Blitz und fährt wuchtig in den Leib des Achorhobai. Dieser kreischt laut auf. Grombasch sieht nach oben gegen das Licht und erblickt ein Wesen wie aus einer anderen Welt. Ein Hippogriff!! Und auf seinem Rücken sitzt eine Gestalt in einem Wolfsfell.
Das muss die verschollene sogenannte Botin Firuns sein! Ein Zeichen der Götter! Es ist also an der Zeit einen mehrgehörnten Dämon zu vernichten! Wohl denn; wollen wir es vollbringen!!!
„LASST MICH NACH VORN!!!!“
______________________________
Grombaschs Gedanken