In mitten des Trubels der Wohnung des Magus saß Karan und betrachtete das Treiben um sich herum. Wie konnte man nur so leben. Gefühlt waren hier 50 Kinder im Haus und immer wenn man dachte, dass man alle gesehen habe so kam ein neues Kind von irgendwo her. Dieses traute Familien Leben löste unangenehme Gedanken bei dem Halbfirnelfen aus. War sowas für ihn möglich? Bisher hatte er sich sein Leben in einem Wald im Norden nahe Olport vorgestellt. Vielleicht eine kleine Hütte mit einem Schrein an Herrn Firun und das was zum Leben gebraucht wird kommt aus dem Wald oder wird in der Stadt erhandelt. Somit konnte er zurückgezogen im Wald leben und Ragnar an der Akademie in Olport unterrichten und dennoch waren sie sich nahe.
Doch nun wurde dieses Bild von einem anderen überlagert. Die kleine Hütte im Wald war nun größer und näher an der Stadt . Schutzrunen prangten an der Tür und aus den Fenstern leuchtete ein behagliches Licht. Im Inneren war es mit der absoluten Stille auch vorbei. Karan saß in einem Sessel am Kamin und betrachtete seinen Bogen über dem Kamin. Ragnar saß über seinen Aufzeichnungen gebeugt an seinem Arbeitstisch und brummte vor sich ihn. Der Geruch einer kräftigen Suppe erfüllte den Raum, welche im Kessel durch einen verzauberten Löffel umgerührt wurde. Ein kleiner Junger von Ragnars kräftiger Statur und Karans eisblauen, leicht schrägen Elfenaugen kam auf Karan zu und legte ihm ein Stofftier auf den Schoß und rannte dann kichernd davon.
Karan nickte ein. Eine starke, kalte Hand weckte ihn und er hörte Ragnars brummende Stimme. „Komm ins Bett. Es ist spät. Das Kind schläft schon.“ Karan sah Björn vor dem Kamin schlafen und…
Der protestierende Aufschei der Herrin des Hauses weckte Karan aus seinem Tagtraum. Bei den Zwölfen! Das war unheimlich! Und wo kam das Kind her? Also ein Leben mit Ragnar wäre gut aber… Karan beschloss, dass diese Stadt ihm ganz und gar nicht gut tat. Ein Schauer rann ihm über den Rücken und er schüttelte sich. In dem er das bunte Treiben im Haus beobachtete wollte er sich auf andere Gedanken bringen. Doch immer wieder schoben sich Bilder von Ragnar, dem Kind und ihm in sein Gedächtnis…