Einsam und allein saß Mara Tannhaus in ihrer Zelle. Ihre Gedanken verweilten bei ihren Freunden und der kommenden Gerichtsverhandlung. Hier zu warten fühlte sich für die Jobornerin wie die Ewigkeit an. Obwohl sie dank des Ritter Primus bessere Nahrung bekam und es Ihr an nicht vielen mangelte.
Im Flur hörte sie gedämpfte Stimmen. Irgendwer kam zu ihrer Zelle. Mal wieder eine Befragung oder ein freundliches Gesicht, vielleicht sollte auch die Gerichtsverhandlung beginnen? Die Zellentür öffnete sich und Mara erschrak. Vor Ihr stand einer der Gardisten. Er war schwer verletzt und blutete. Sofort sprang Mara auf „Bei den Zwölfen! Was ist passiert? Kommt her ich versorge Eure Wunden so gut ich kann. Hektisch und voller Sorge wollte Mara aus den Decken etwas improvisieren als der Gardist vor ihr stand… etwas zu nah. Vor Schreck weiteten sich Maras Augen, als sie den Schmerz unterhalb des linken Rippenbogens bemerkte. Was passierte hier? Sie wollte doch nur helfen.
Dunkelheit umfing sie und sie flog auf den Schwingen eines mächtigen Raben über ein endloses Meer. „Der Herr hat Dich zu sich gerufen“ ertönte die tiefe Stimme des Raben. „Deine Freunde haben alles versucht. Doch die verschworene Gemeinschaft war zu mächtig. Doch sei gewiss sie bekommen ihre gerechte Strafe. Seine Hochwürden Nerziss würde bereits von mir zum Herren des Todes gebracht, da er in Ungnade viel. Doch sorgt Euch nicht Mara wir sind gleich da. Ja ich weiß Ihr seit müde und ich verspreche Euch, Ihr könnt bald sehr lange schlafen. Mara tätschelte das Gefieder des Raben und ihre letzten Gedanken waren bei ihren Freunden. Dabei erschien es ihr so, als würde Bermhoin auf einem anderen Raben in einiger Entfernung neben ihr fliegen und Ihr fröhlich zuwinken. Sie erwiderte den Gruß und lächelte freundlich.
So flog die Hebamme Mara Tannhaus, getragen von Golgari und begleitet von Bermhoin über das Nirgendmeer, dem Vergessen entgegen.