Nachdem es mir gelang Delias Wahren Namen zu erfahren, sollte es mir erheblich einfacher fallen, den auf ihr gewirkten Memorabia Cantus aufzuheben, nun muss ich nur noch genügend Kraft akkumulieren. Worum ich mich auch bemühte, was in einer erneuten temporären Unpässlichkeit meiner seits endete.
Nachdem ich mich geringfügig erholt hatte, offensichtlich habe ich nicht nur verpasst, wie Rowin und Demeya erneut zusammenfanden, faszinierend, wenn darüber nachgedacht wird, dass bei Demeya andere Methoden zum angestrebtem Ziel führten, wäre ich nur nicht so ausgezehrt gewesen, so hätte ich daran gedacht Demeya zu untersuchen, es wäre ja theoretisch möglich, bei Delia eine ähnliche Methode anzuwenden, so ich gerade darüber nachdenke, was wohl passieren würde, wenn ich eine der Figruen aus meinem rote & weiße Kamelspiel zu Staub verarbeiten würde, ich meine theoretisch sollte zumindest eine geringe Wahrscheinlichkeit bestehen, dass die Praios gebundene Kraft dem Cantus entgegenwirkt, theoretisch, hmm wie sich so eine zermahlene Figur wohl mit der Al’Chymia arrangieren würde? Zuerst einmal werde ich es wohl mit der traditionellen Variante versuchen.
Der Tag neigte sich dann auch dem Ende, morgen würden Rowin und Demeya den Bund der Travia eingehen, wie so eine Zeremonie wohl vonstatten geht?
In Anbetracht eines gewissen fehlens der vis vitalis in meinem Corpus, zog ich es vor erneut einen Balsam Cantus zu sprechen, interessanter weise fiel es mir schwerer als sonst meine Konzentration zu halten, muss wohl noch deutlich geschwächt sein, doch es war nichts, dass nicht durch ein überdenken und feinerem ausarbeiten der Matrix des Cantus im Geiste ausgeglichen werden konnte. Die Zeremonie des Traviabundes war, seltsam, schon alleine die Metaphern waren unzureichend, kaum wird darauf hingewiesen folgen die Strafen natürlich auf dem Fuße…
Travia womit habe ich deine Aufmerksamkeit verdient, Hesinde, Nandus und Feqz wo seid Ihr, könntet Ihr doch eure Verwandte im Zaume halten.
Nun gut, es gab auch den ein oder anderen Lichtblick, wobei vorallem zwei von Bedeutung sind, zumindest für mich die anderen ziehen wahrscheinlich andere Ereignisse vor.
Aber wo es Licht gibt, dort gibt es bekannterweise auch Schatten, in diesem fall gab es reichlich Schatten, also schön neutrlaistisch ausgeglichen…
Da wäre einerseits die erfreuliche Bekanntschaft mit einem potenziellen Studiosi der Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puninsiensis, welchen ich kennenlernte nachdem er mein Exemplar des hilfreichen Leitfadens des wandernden Adepten mit seinen Gedanken anreicherte. So sehr ich seinen Eifer und seinen potenziellen Intellekt schätze, sehe ich doch gewisse Ähnlichkeiten zwischen uns, so wenig schätze ich die Verunstaltung, wobei mir seine Gedanken durchaus an diversen Stellen des Buches kammen, meiner Bücher, ob sich dies mittels Sapefacta Cantus reversibel machen ließ? Zumindest waren seine Anmerkungen nicht auf dem gleichen Niveau, wie die Anmerkungen des restes der Kinderschar, mein arnmes Buch…
Wo war ich, ach ja, nach beschau des angerichteten Schadens, setzte ich mich mit meiner Ausgabe des Tractatus Septelementaricum neben ihn, wir gerieten relativ schnell ins Gespräch, dabei untersuchte ich ihn mittels Odem Arcanum auf eine entsprechende Arkane Befähigung, welche sich auch zeigte. Ich sprach ihn darauf an, auch er wollte auf die Academia Arcomagica, hach das ruft, lassen wir das, wir begaben uns nach draußen, wollte er doch seiner Privatlehrerin davon unterrichten. Jene fanden wir am Brunnen des Traviapaltzes, es handelte sich um eine dezent gekleidete gut aussehende Frau, auch mit ihr ließ es sich angenehm disputieren, ich besprach mit ihr meine Erkenntnisse, schnell kammen wir überein, das die Eltern des Jungen schnellstens informiert gehörten. Also wurde ich zum Hause derer von Rotwasser geführt. Dort disputierten wir kurz über Möglichkeiten der Einordnung von Architektur, sowie Probleme, welche sich theoretisch, dabei ereignen könnten. Bis auf die angeschlagene Mutter des Kindes, waren seine Eltern nicht im Hause, doch jene suchte uns bald heim. Es gelang uns natürlich sie von unserem Vorhaben zu überzeugen. Ich sollte noch schnell ein Empfehlungsschreiben aufsetzen, was ich auch mithilfe von Collega Pedersen tat, weiterhin wurde uns zugesagt, dass wir morgen einen Termin in der Al’Achami hätten, hoffte ich doch die Dunkle Pforte dort nutzen zu können.
Der Tag klang aus mit einer angeregten Mathematisch/Sphärologischen disputatio mit Collega Pedersen, ach würde ich doch nur auf eine höhere Anzahl solcher Geister treffen, hätte jemand wie Sie uns damals zu Collegus Malums Domizil begleitet, so wären die ganzen Verwirrungen um unser parlier in Bosparano vermieden worden. Auch Azina und Delia gesellten sich noch kurz zu uns, ihr Verhalten wirkte, irgendwie seltsam, vermutlich lag das an der Zeremonie des Traviabundes, warum gibt es dafür eigentlich keinen Cantus, hmm, wäre aufjedenfall ein Versuch wert, allerdings beginne ich mit der Konzeption erst, wenn ich kein anderes lohnendes Thema mehr habe, soviel ist wichtiger als das. Wobei es eigenartig anmutet, ob die Analyse eines Thaumatursoms mit Cantus Catalytis Infinitum simpler wär?