Button

Hochzeit mit Hindernissen

Dieser Tag war mehr als erstaunlich. Wie freute ich mich auf die Hochzeit von Nehazet und Zafia, doch die Herrin des Herdfeuers hatte andere Pläne. Eine Schar Gänse trennte das Paar und der Segen wurde nicht gewährt. Tulachim lud trotzdem zur Feier und die Feier wurde noch merkwürdiger als die nicht stattgefundene Trauung.

Zu erst begann alles mit freundlichen Tänzen und sehr guten Speisen. Sieghelm tanzte mit mir und das noch nicht einmal schlecht. Wir verstehen uns aufgrund des Tanzes und der Gespräche besser. Das allein hätte schon gereicht. Nun ja ich tanzte mit Lt. Pagol und musste sehen wie Sieghelm angetrunken von so einem kleinen Miststück verführt wurde. Diese … sie wollte ihn tatsächlich ausnutzen, wegen seines Ranges. Nein da konnte ich nicht dulden. Er ist und bleibt zwar ein schwieriger Kerl doch das hat er nicht verdient! Also zeigte ich der „Dame“ dass ich die bessren Waffen habe und verführte ihn. Natürlich konnte er mir nicht widerstehen. Doch auf den Kuss war ich nicht vorbereitet und wie er mich in seinen muskulösen Armen hielt… tat sehr gut. Leider sah auch Alhina das alles.

Sie führte mich zu Onkel Ali und ich offenbarte mich als das was ich bin. Die Familie ist sehr verständig… Ich bin wohl als Prüfung Rashtullhas zu sehen. Ich hoffe Kalkarib wird alles verstehen.

Ich liebe ihn wie keinen anderen Mann. Doch warum müssen Männer immer so kompliziert sein? Ich muss gestehen eine Nacht mit Sieghelm hätte seinen Reiz. Genau wie eine mit Kalkarib. Ich könnte mich an meinen stolzen Wüstensohn binden gerne sogar. Doch kann es nicht möglich sein den Rest etwas freier zu gestalten?

Alles zu seiner Zeit. Es steht fest, dass ich Kalkarib nicht enttäuschen werde. Weiterhin auch, dass ich Sieghelms Ehre gerettet habe. Oh ich bin auf seine Mine morgen beim Frühstück gespannt. Irgendwie tut er mir etwas leid. Aber nur ein bisschen.

Kalkarib wo bist Du?… Ich wünsche Dir viel Freude auf Deiner Pilgerfahrt und erwarte sehnsüchtig Deine Rückkehr.

*so saß Delia noch lange am Fenster und träumte von Kalkarib. Sie konnte es jedoch nicht verhindern, dass sich auch Sieghelm ab und an in ihre Gedanken stahl.*

Travias Wille?

Wir betraten die ins dunkle führende Treppe, ich musste immer wieder daran denken wie ich mich als Kind in die Feggagir begab und welche Auswirkungen dies hatte, unten angekommen wirkte ich einen modifizierten Odem Arcanum Cantus, dadurch gelang es mir der arkanen Spur des Thaumatursoms genauer zu folgen, diese Spur glich ich immer wieder mit dem Gespür des Schöpfers ab, um zu erfahren wann der Abraxas des Thaumatursoms ausgelöst wird. Wir begaben uns durch das Labyrinth dunkler, feuchter, beklemmender, stark aromatischer und noch dunkler Gänge und Gassen, wovon ich vor allem die durch arkane Spuren durchzogene Dunkelheit, die Feuchtigkeit und den Geruch wahrnahm. Es gelang uns die Schurken zu stellen, nachdem Sie so weise waren meinen Brief vorzufinden und jenen an sich zu nehmen und dabei das Thaumatursom zu aktivieren, Result des ganzen war das die Peiniger meines Vaters vom Fesselfeld umfangen waren und sich nicht bewegen konnten. In einer gemeinsamen Anstrengung gelang es von Spichbrecher und mir das unverschämte, dreiste und am schlimmsten, idiotische Diebespack von ihren Fehlern zu überzeugen, ein kleiner Flim Flam Cantus mit modifizierter Färbung und Beweglichkeit sowie ein Diener der Luft halfen um meinen Standpunkt zu untermauern. Wir fanden dank der hilfreichen Auskünfte dieser dreisten und tumben Schergen bald darauf meinen Vater und seine ebenfalls abhanden gekommene Dienerschaft. Während von Spichbrecher und ich noch darüber sinnierten wie die ehernen Stangen am besten aus ihrem elementaren Unglück zu befreien seien, begaben sich Collega Peddersen und Delia zurück zu unseren drei besonderen bekanntschafften, von Spichbrecher ging davon aus einer von ihnen müsste einen Schlüssel bei sich tragen, ich verblieb in der Zwischenzeit zusammen mit von Spichbrecher bei den Opfern dieser schändlichen Tat. Anscheinend entstand ein kleinerer tumult bei unseren besonderen bekanntschafften, weil es einer, der widerspenstige, für sinnvoll hielt sich zu befreien und sowohl Collega Peddersen als auch Delia zu bedrohen, dabei bedachte er jedoch nicht, das erstens Delia eine Tochter Satuarias war und das er zweitens, dank des Dieners der Luft, keinen Weg aus diesem Raum nehmen konnte, da jener ihn daran zu hindern zusicherte. So folgte das unausweichliche, er zog sich schwere Verletzungen zu, der dabei entstehende krach führte dazu das von Spichbrecher sich zu Collega Peddersen und Delia begab, ich unterhielt mich in der Zwischenzeit mit Tulachim und bestellte ihm Grüße von Magister Manzanares. Kurz nach von Spichbrechers aufbruch kammen meine Gefährten zurück, ein Schlüssel wurde nicht gefunden, nein es stellte sich heraus, das es noch weitere Schädlinge gab. Ich stemmte, dank der Anwendung der Hebelgesetze und meiner mir gegebenen körperlichen Kraft eines der Eisengitter auf, von Spichbrecher war etwas schneller, nun gut in solcherlei profanen Dingen ist er geübter, ich hätte einfach Satinavs Zahn verwenden oder die elementare Komponente des Wassers im Eisen erhöhen sollen. Wir durchsuchten anschließend noch die näheren Räume, nachdem wir alles von interesse aus diesen Räumen geborgen hatten, begaben wir uns nach draußen, dort teilten sich unsere Gruppen in zwei kleinere Grüppchen auf. In der ersten Gruppe, bestehend aus mir, meinem Vater, Collega Peddersen und Delia wandten wir uns zum Anwesen Tulachims, die zweite Gruppe, bestehend aus von Spichbrecher, dem Wesir meines Vaters, den Gefangenen und einigen Dienern, wandte sich zur nächsten Garnison um Meldung über das vorgefallene zu erstatten.

Am nächsten Tag galt es erneut sich darum zu bemühen, dass ein Traviabund zelebriert werden möge. Tulachim, Zafia und ich begaben uns also zu den notwendigen Örtlichkeiten, im Hesindetempel wurde ich darüber informiert das die Dracheneiakademie zu Yash-Hualay interesse an meinem Szepter begründet hätte, nun das Drachenei ist zumindest besser geeignet als der Hesindetempel wie mir scheint, zumal der Diener der Allweisen auf meine Frage nach ihrem Fortschritt der Analyse doch etwas zerknirscht wirkte.

Wir begaben uns zum Drachenei, nicht nur um meinem Szepter zu folgen, nein sondern auch um meinen Großvater Rashim ibn Reshim aufzusuchen, bei ihm handelt es sich um einen alten und ehrwürdigen Magus, welcher sich der Untersuchung der transormatorica, der moventia, der Al’Cymia, der Arcanomechanik und der Arcanoglyphen verschrieben hat, er war maßgeblich an der Ausbildung von Zuhal beteilligt, Großvater Rashim hat mir schon früh Geschichten über die Zaubermeister der Vergangenheit erzählt, nun gut oder sein Schüler Zuhal, beide haben sich früher für ihre Studien gerne in das jetzige Anwesen von Tulachim zurückgezogen. Wir teilten ihm also mit was alles in den letzten Tagen vorgefallen ist, zu weiteren kammen wir auch nicht. Ach und weiterhin scheint sich mein Szepter größtem Interesse zu erfreuen.

Danach vollendeten wir die Vorbereitungen mit entsprechenden langatmigen profanen Tätigkeiten, in Punin dauerten solche Sachen nie solange. Aber es war wichtig den morgigen Tage angemessen zu zelebrieren.

Am Tag darauf, am 5. Boron 1026 nach dem falle Bosparan, sollte es soweit sein, Zafia und ich würden in den Bund der Travia treten, vor einem Götterlauf hätte ich mir dies noch nicht einmal vorstellen können. Wir begaben uns zum Tempel Travias, dort würde die Mutter Oberin die Zeremonie abhalten, alles lief wie erhofft, bis die Mutter Oberin die Zeremonie unterbrach, irgendetwas schien Sie zu irritieren, aber Sie setzte erneut an, doch diesmal trieben uns die Gänse auseinander, als ich gefragt wurde ob sich soetwas schonmal ereignet hatte, musste ich unweigerlich an meine Erlebnisse im Schwarzen Keiler denken, wo ich mit Collegus Tsukasa, welchen ich unter entsprechender Zeit auch eingeladen hätte, ein Gefäß Rohals sicherte, bevor wieder eine Kirche einschritt und das Thaumatursom wegschloss, dabei zog ein heptasphärisches Wesen hoher Macht aus der Domäne Widharcals/Agrimoth die Ornithoiden in seinen Bann, ich wirkte noch während meines Gesprächs einen Oculus Astralis Cantus, aber nein der gleichen Wirkung war nicht zu erkennen. Zafia zog sich vor Verbitterung zurück, denke ich, auch ich war niedergeschlagen, verstand ich den Sinn doch nicht, Travia erwählte mich und willigte dann noch nicht einmal in den Bund mit dieser Dame ein? Ein weiterer Punkt den es zu klären gab, hätte ich den Planastrale Cantus beherrscht, so hätte ich mich auf die Suche nach dem passenden Ort über den näheren Limbus begeben. Ich machte das sinnvollste in der Situation, ich stürzte mich in fruchtbare Gespräche mit meinen Collegi. Collega Peddersen stieß zu uns, wir berieten uns kurz, dabei beobachteten wir eine doch sehr seltsame Situation zwischen von Spichbrecher, einer fremden und Delia, von Spichbrecher war durch den Wein wohl geradezu berauscht, das erschien mir beinahe schon Paradox, da mir auffiel das Delia Magie wirkte, eilte ich zu den dreien um den gröbsten Schaden zu minimieren, dabei gelang es mir von Spichbrecher ins Anwesen von Tulachim zu geleiten, mein gewirkter Cantus scheiterte wohl an meinen vom trauer okkupierten Geiste, zumindest weiß ich das von Spichbrechers Ressistenz gegenüber Magie mit gegen null tendierender Wahrscheinlichkeit nicht der Grund sein kann, dergleichen mit Canti der Clarobservantia hatte ich ja schon in Hammerschlag extrapoliert. Bei dem Gang zum Anwesen Tulachims schüttete mir von Spichbrecher seine Gefühle über diverse Sachverhalte aus, ich vermute dies war der Geisteszustand vor dem wir in der Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis gewarnt wurden, seltsam das dies nicht auch in Kriegerakademien getan wurde, ich kann mir vorstellen das es effektiver sei mit einem klaren Geiste zu streiten. Auch wenn es mir nicht behagte, so sah ich doch eine gewisse Verantwortung in der Feierlichkeit, also kehrte ich zurück. Dabei tanzte ich dann unteranderem mit Collega Peddersen, welche bezaubernd aussah, aber uns beiden fehlte die notwendige Agilität zur Umsetzung der rhytmischen Klänge in gemessene Schritte, wir betrachteten das ganze in folge dessen als Mathematisches Problem und lösten auch dieses. Später wurde ich von einer gar seltsamen weiblichen Person mit Aufmerksamkeit bedacht, jene verhielt sich, nunja seltsam, Sie bewegte sich so das ihre feminen Besonderheiten gut zum Vorschein kammen, dabei sprach Sie von Formen und Körpern, was wohl eine Erwiederung auf meine Frage nach ihrem kenntnisstand in n-dimensionaler Geographie war, nach welcher ich fragte als Sie anbat die Nacht gemeinsam zu verbringen. Sie war recht aufdringlich und kurzfristig war ich auch recht angetan von ihr, ich konsumierte sogar ein gefäß mit Rashtulswaller Wein, dabei bemerkte ich keine negativen Auswirkungen auf meinen Geisteszustand. Meine Collegi schienen die Person interessanter zu finden als ich es tat. Ich nutzte die Gelgenheit um mir Zeit zum nachdenken zu verschaffen.

Der große Tag?

Wir erreichten am frühen Morgen das Anwesen Tulachims, langsam fühlte auch mich ermattert von den stundenlangen Diskussionen und Recherchen, aber es hatte sich gelohnt, noch ein paar Nächte mehr und die Limbusanomalie sollte als solche zu klassifizieren sein, hmm das zweite seltsame Phänomen, gut mit dem Amulett das dritte, welches sich mir zeigte, zuerst währen die dunklen Fäden der Kraft, oder Nichtkraft (?), des orangegewandeten Magus, nennen wir ihn Xeno Arcanos, zu nennen, dann die Amulette welche wir erhielten und die uns auf zutreffendere und weniger zutreffendere Weise zeichneten, ich meine bei Azina saba Belima und Herrn von Spichbrecher mag das Amulett zutreffend gewesen sein, aber bei, lassen wir das, und nun noch das fehlen von Zeit? Ich werde wohl ein paar Artikel für den Salamander und die Puniner Akademie verfassen während meines Aufenthaltes hier. Aber nun sollte ich mich ersteinmal für ein Stunden ausruhen, der Tag wird noch aufregend genug, dabei fällt mir ein, ich sollte noch einen Brief an Wesir Assaf al’Fessari schreiben und jenen in bälde von einem Dschinn der Luft nach Khorestan bringen lassen, die Bewohner dort brauchen unbedingt die Fürsorge eines weisen Herrschers, wie die meine. Ob, nein das kann nicht sein, ich sollte mich wirklich besser hinlegen und erst danach weitere Überlegungen anstellen.

Ich wurde jäh aus meiner wohlverdienten ruhe unterbrochen, als ich von Sieghelm von Spichbrecher davon unterrichtet wurde, dass mein Herr Vater Tulachim ibn Rashim gestern verschwand, und meine Freunde ihn nicht finden konnten, trotz ihrer Suche. Der Traviabunde würde wohl noch etwas warten müssen. Nachdem ich mich entsprechend gekleidet hatte, das leichte Gewand, genannt primo, schien mir für den Anlass am sinnigsten. Ich begab mich auf den Flur wo ich die Bekanntschaft von Delias Lehrerin Sahiba Alhina machte, Delia war in ungewohnt verhüllter weise auch anwesend. Wir unterhielten uns kurz. Der Wesir des Hauses, welcher voller gram gebeugt auf und ab lief durch die Hallen meines väterlichen Anwesens, wurde, nicht nur zu seiner Beruhigung, aufgetragen meinen Großvater, selbst auch ein Magus, Rashim ibn Reshim aufzusuchen, dessen Häuschen sich in der Dracheneigasse in der nähe des Dracheneis zu Yash-Hualay findet. Kurze Zeit darauf fand sich eine Nachricht, welche wohl am Eingang niedergelegt wurde, die in sehr schlampiger Schrift niederlegte, dass mein Vater entführt wurde und das die Entführer die Summe von 40 Marawedi verlangten. Wir unterhielten uns kurz, und natürlich musste ich mich mir wieder eine arkane Lösung für das Problem einfallen lassen, nun gut es handelt sich auch um meine Familie, somit erscheint dies fair. Während ich mich also auf mein Zimmer zurückzog um dort zu meditieren, meine Kräfte waren doch durch die letzten Tage etwas erschöpft, aber das sollte als Ausgleich funktionieren, trafen meine beiden Collegi Magister Manzanares und Adeptus Kulaf ein. Ich unterrichtete beide von der Situation und in windeseile begannen wir mit der Planung eines temporären Thaumatursoms, da wir alle versierte Magier waren, dauerte es auch nicht lange, bis es uns gelang einen Plan auszuformulieren. Das temporäre Thaumatursom wurde auf eine Dauer von einem Tag beschränkt, mehr schien nicht notwendig, aber eventuell erhält sich die Wirkung länger, weiterhin wurde in die Artefaktmatrix eine Verbindung zum Erschaffer des Thaumatursoms eingeflochten, welche es mir erlaubte zu erspüren wo das Thaumatursom ungefähr sei. Und letztendlich wurde ein Motoricus in der Variante Fesselfeld eingebunden, dieser sollte die Täter lange genug immobilisieren um Tulachim zu finden zu befreien, zu retten und die Täter zu stellen.  Gerade als wir fertig waren mit unserer Überraschung erreichte uns eine weitere Nachricht, die Entführer bestanden nun darauf, das weder die Wache noch die Magier eingeschaltet werden würden, reichlich spät, wenn bedacht wird, das mein Vater einer wichtigen Familie mit zahlreich arkan begabten Individuen in ihrem Stammbaum entspringt. Oh Gnade ihnen Travia, wenn ich Sie finde, und das werde ich, so springt niemand mit den meinen um, so nicht, vor allem nicht heute. Meine Collegi verabschiedeten sich, jene wollten die Situation durch ihre Anwesenheit nicht weiter in bedrängnis rücken lassen. Der Wesir war immer noch nicht wiedergekehrt. Ich suchte Zafia auf, um jene von den Vorfällen in kenntnis zu setzten. Sie war niedergeschlagen, verständlicherweise, aber Sie tat was in ihrer Macht stand um Tulachim zu finden, ihr Vertrautentier Shabra streifte durch die Gegend und suchte Tulachim, sie selbst blieb auf ihrem Gemach. Ich begab mich mit Collega Peddersen in den Keller des Gebäudes, dort fanden sich ältere Gegenstände, drei von Tüchern verhüllte Statuen, einige Gefässe, ein paar Andenken von Handelsreisen, ein alter Teppich, welcher wohl einen Teil eines Stammbaums zeigte und hinter einem weiteren Teppich verborgen war der Tresor des Hauses, verschlossen durch solide Zwergenarbeit. Tulachim muss in den letzten Götterläufen die Kombination geändert haben, mir gelang es jedenfalls nicht die Tür profan zu öffnen, andere Methoden hätten mir zwar zur Verfügung gestanden, aber ich hielt mich dahingehend zurück, galt es doch meine Kräfte zu sparen und mit meinen knappen Ressourcen zu haushalten. Collega Peddersen und ich suchten den Koch, anscheinend der letzte verbliebende Bedienstete in diesem Anwesen, auf und fragten nach weiteren hypotethischen Verstecken für entsprechende Zahlungsmittel. Wir fanden auch ein hypotethisches Versteck hinter einer Kommode in der Küche, mit gemeinsamen Kräften, einem unzerstörbaren Stab und den Gesetzen der Natur gelang es uns diese schwere Last zu verrücken. Dort fanden wir auch genügend Münzen. Ich begab mich in mein Zimmer und bereitete alles vor. Ich hatte noch bedenken bezüglich der lezten Nachricht, darum beschloss ich mich nach unten zu begeben und eine Nachricht beizufügen und die Entführer auf ihren Fehler hinzuweisen, in dem ich die Bedeutung Tulachims, seiner Sippe und deren arkanen Anteil erwähnte, ich gebe zu ich muss etwas abgelenkt gewesen sein, gelang es mir doch nicht auf Anhieb die Stelle zu treffen, welche ich auserkor und dies mit genügend Kraft im angemessenen Winkel. Sieghelm erschien etwas verwundert über diese Idee, jedenfalls riss er meine Nachricht ab und schickte mich wieder auf mein Zimmer, ich hörte nur auf ihn, da mir einfiel, das es sinnvoller wäre, die Nachricht um das Thaumatursom zu wickeln. Also machte ich auch das.

Sieghelm lieh sich den präparierten Beutel aus, als er zurückkehrte roch dieser strenger als zuvor, mein Vorschlag diesen zu reinigen wurde brüsk von Sieghelm zurückgewiesen, er dachte sich wohl dem geruch folgen zu können, naja ich bin da mehr als skeptisch. Wiedereinmal wurde der Beutel präpariert, und diesesmal wurde er dann auch an vereinbarter Stelle deponiert, ich besah mir die Stelle vom Haus aus, Delia kreiste wohl über dem Dach, Jane wartete vorne und Sieghelm wartete draußen. Es dauerte nicht lange und ich sah eine Gestalt, einem Gaukler ähnlich, der sich den Beutel schnappte und gen Praios lief, Praios, soviel also dazu. Ich begab mich sofort nach unten, dort traf ich auf Sieghelm und Jane. Wir verfolgten den Flüchtigen, dabei konnte ich spüren wie sich der flüchtende durch das Basarviertel, Richtung Feterdhinplatz und schlußendlich zum Schmiedeviertel begab. Unterwegs verlor Delia wohl den verfolgten aus ihren Augen, bei der Dunkelheit auch kein Wunder, wäre ich nicht so sehr in Eile und Sorge gewesen, hätte ich mich, aus diversen Gründen, der ewigen Fackel bedient. so aber mussten wir auf diese langsame Weise, wie es in so einer Menschenmenge nur möglich ist, durch die Straßen oder eher Gassen Khunchoms laufen. Delia die inzwischen wieder auf dem Boden der Tatsachen war, verursachte erneut einen Tumult, dazu mischte sich noch Sieghelm ein, damit das ganze nicht weiter ausartete, wirkte ich kurzerhand einen Silentium Cantus, anschließend bedeutete ich allen Personen durch vorzeigen meines Magiersiegels sich ruhig zu verhalten und sich woanders hinzubegeben, außerhalb der Zone der Lautlosigkeit, erwähnte ich das es freibier im Hafenviertel gäbe, nun ich sagte nicht wann oder in welchem.  Wir folgten weiter der Spur, des Gespürs. Dieses führte uns zu einem Haus, in welchem nach ersten Exposami Beschauungen, kein Lebewesen zufinden sei. Die Türe wurde geöffnet, allerdings erneut unter Wirkung eines Silentium Cantus.

Eine Nacht in Punin

Dank der Limbustunnel, welche einige bedeutende Akademien mit einander, selbst, über große Distanzen verbanden erreichten wir die Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis rasch. Eben waren wir noch in den tiefen Gewölben des Dracheneis zu Yash-Hualay und schritten dort durch eines dieser arkanen Meisterwerke, so passierten wir im nächsten Moment das Gegenstück auf der anderen Seite, hach hätte ich nur die Zeit für eine ausfürhliche arkane Visitation, naja ich muss nur Geduld bewahren, es wird sich schon die notwendige Zeit finden, irgendwann.

Da Kalman und ich nicht das erste mal hier waren, fiel es uns leicht uns in diesen Hallen zu orientieren, wir suchten das Gemach von Magister Biscarat Manzanares auf, in der Hoffnung das jener erstens noch in der Akademie sei und nicht auf seinem Landsitz außerhalb Punins und zweitens noch wach sei. Dabei begegeneten wir einigen anderen Magistern und Gästen der Akademie, welche sich unter anderem im Park der Akademie ihren disputationen zu später Stunde hingaben, in das richtige Licht wurden diese Gespräche dank diverser Apparaturen und magischer Konstruktionen, sowie Tinkturen getaucht, welche angenehmes Leuchten verbreitete. Über alledem ragte der Elfenbeinturm der Akademie auf, dessen Spitze wie jede Nacht von Farmerlors Feuer umragt wurde. Wie viel ich hier doch hätte erreichen können, oft kehren meine Gedanken an diese Stätte zurück. Im Garten trafen wir auch auf Donatus C. Contador, einen weiteren Collegus, welcher aus dem gleichen Jahrgang wie Kalman stammt, wie redeten kurz miteinander, allzu viel Zeit konnte er nicht erübrigen, er war in seinen Gedanken schon bei seinem Experiment, er wollte ein paar Elementarwesen katalogisieren, und zwar interessierte ihn schon seit längerem wie ein Mischwesen aus Elementen durch die gängigen Formeln, ungezielt, gezielt herbeigerufen wird, also wie viel Energie Notwendig ist und welche Umgebungsbedingungen herrschen müssen, gerne hätte ich mich länger mit ihm unterhalten, wir verblieben dabei, das ich ihm meine bisherigen Erkenntnisse zukommen lassen werde. Ulfried von Rotwasser hätte ich ebenfalls gerne besucht, um zu erfahren wie es ihm in den letzten Monden gelang sich hier einzuleben, aber da die Nachtruhe für seinen Jahrgang schon vor einigen Stunden begann, ließ ich dies doch eher sein, zumindest wird er in den nächsten Tagen wohl das erste Kapitel von die Theorie der Wahrnehmung und Beobachtung, samt einiger Ergänzungen und das ein oder andere Schriftstück von mir vorfinden.

Wir fanden Magister Manzanares in seinen Räumlichkeiten in der Akademie vor, er war über einigen Schriftstücke gebeugt und in der Literatur eines alten Aureliani Textes vertieft, leider gelang es mir nicht, aus dieser Distanz, heraus zu lesen um welches Schriftstück es sich handelte. Biscarat war knapp 50 Götterläufe alt, absolvierte sein Studium an der Academia Arcomagica mit passabler Bewertung und reiste die nächsten Götterläufe durch Aventurien, getrieben von der Idee einer Satinavschen Prädestination, welche er bislang nicht belegen und auch nicht widerlegen konnte, getrieben wurde er dazu, vermutlich, durch seine Gabe der Prophezeiung, meines Wissens gelang es ihm bislang noch nicht das Problem der Prophezeiungen am 50. Tor, welcher sich auch Niobara von Anchopal beugen musste, zu lösen. In der Zwischenzeit hatte er seine Studien ausgeweitet und versuchte es durch weitere Hilfsmittel genauere und weitere Blicke in den Strom der Zeit zu werfen. Somit war zu vermuten das der Text, welcher vor ihm auf seinem Arbeitstisch lag, ebenfalls wieder mit diesem Thema zutun hatte. Nachdem wir einige Momente warten mussten, offensichtlich handelte es sich um einen höchst interessanten Text, blickte er zu uns auf.

Ich habe euch erwartet,“ war seine Begrüßung, über die Götterläufe habe ich mir abgewöhnt, mich zu fragen ob das für ihn nur eine antrainierte Routine war, oder ob er tatsächlich etwas gesehen hat,“ es freut mich euch beide mal wieder zusehen, Collegus Kalman wie gehen eure Studien in Khunchom vorran?“ Kalman antwortete ihm,“ Collegus Manzanares, sie verlaufen mit Zufriedenheit, wobei es mich doch mit Wehmut erfüllte, zusehen das die Bibliothek der Akademie des Dracheneis vor einiger Zeit in starker Mitleidenschaft gezogen wurde, und insofern eher wenige Informationen zu meinem favorisierten Themengebiet dort zu finden sind. Collegus Nehazet hier hat euch einige wichtige und interessante Dinge zu erzählen,“ dabei verwies er auf mich,“ ich werde in kürze in den Traviabund eintreten, und es wäre mir eine freude euch bei dieser Feierlichkeit als Gast der Familie begrüßen zu können.“Bevor ich weiteres sagen konnte, wurde ich von Magister Manazanares unterbrochen,“ ein Traviabund, das kommt überraschend, ich werde mitfreuden der Zeremonie beiwohnen, wann habt ihr den vor diesen Bund zu knüpfen?“ „Ihr kennt Tulachim, er hielt es für eine gute Idee, die Feierlichkeiten so schnell wie möglich zu absolvieren, je nach Stand der Sterne,“ dabei blickte ich aus seinem Fenster auf den Sternenhimmel,“ würde ich sagen heute.“ „Heute, was hat sich Tulachim nur dabei gedacht, obwohl ich eine gewisse Idee habe was dahinter steckt, nun ich hatte sowieso vor demnächst wieder Khunchom aufzusuchen und dort ein paar Dinge zu erledigen, insofern freut es mich euch zu  begleiten.“

Nachdem wir uns noch eine Weile über dieses Thema unterhielten, kammen wir wieder auf andere interessante Begebenheiten zusprechen,“ und wie gesagt, es scheint sich um eine Streckung der t-Varianz zu handeln, ganz deutlich eine Anomalie, über den Faktor 14400, leider gelang es uns nicht, eine entsprechende Anomalie nachzuweisen, aber wenn diese in der Reise auftrat, dann könnte, jene im prinzip überall sein, der Limbus hat immerhin eine nicht zu unterschätzende Ausdehnung.“ „Ihr habt recht das ist fasznierend, so ein Phänomen gehört auch untersucht, ich werde mit euch später noch einen Blick darauf werfen, wobei ich mir keine allzu großen Hoffnungen mache etwas zu finden. Interessanter finde ich, dass euch damit nun 14 Tage und 12 Stunden fehlen, wenn ich nicht ganz irre?“ Kalman blickte verwirrt zwischen uns her,“ 14 Tage? die 12 Stunden kann ich nachvollziehen, aber die 14 Tage?“ Ich setzte zu einer Erklärung an,“ vor einiger Zeit suchte ich eine Bibliothek im Limbus auf,“ das schien seine verwirrtheit nicht gerade abzubauen,“ und bei dem Versuch jene zu verlassen, wobei wir nicht den gleichen Weg nehmen konnten, da jener durch einen Golem versperrt wurde, begaben wir uns durch eine Feenwelt wieder nach Dere, offensichtlich verloren wir dabei ein paar Tage.“ „Nehazet,“ dabei schüttelte er seinen Kopf,“ Nehazet was macht ihr nur immerwieder.“

Wir unterhielten uns noch über einige andere Dinge, es war eine angenehme Runde, dazwischen setze ich einen Brief an Convocata Prima und Spectabilitas Pryschia von Garlischgrötz auf, indem ich Sie bat für mich ein gutes Wort in Bezug auf mein Szepter bei den Dienern Hesindes in Khunchom einzulegen, Magister Manzanares wollte sich gleich nach seiner Rückkehr, darum und um die Schriftstücke für Ulfried von Rotwasser kümmern, wie sich dieser eingelebt hatte, konnte er mir jedoch nicht sagen, da er bislang noch keinen Kontakt zu diesen gehabt hatte.

Da die Nacht noch jung war, beschlossen wir in der Bibliothek eine kleine Recherche bezüglich dokumentierter Limbusanomalien durchzuführen. Wir fanden zwar einiges, leider nichts, was mit meinem fall vergleichbar wäre, es gab Leute die es schafften ihre Kleidung anstelle von sich zu teleportieren, es gab Personen die im Limbus festsaßen, es gab sogar sporadische Berichte von einem transfer von limbischen Äther beim Austritt, aber nichts was für eine so massive Streckung des t-faktors sprach. Im Laufe der Gespräche mit Magister Manzanares erfuhr ich das weder Hesinja K. Notjes, noch sein Sohn Zafir Manzanares in der Akademie verweilten, beide brachen wohl in Richtung der Halle des Quecksilbers zu Festum auf. Auch mein alter Rivale, Praiowin von Drakkenberg, verweilte nicht mehr hier, es hatte ihn in irgendeine hinterwäldlerische Ortschaft getrieben, irgendetwas mit einem Werkzeug, sagte Magister Manzanares noch, aber er hatte es sich nicht gemerkt.

Lange bevor die ersten Strahlen der Praiosscheibe ihren Weg ins Pentagrammaton fanden, brachen wir unsere Studien ab und begaben uns per Dunkler Pforte zurück nach Khunchom. In den nächsten Wochen werde ich wohl das ein oder andere Mal einen Abstecher nach Punin unternehmen, schon alleine wegen dem Schreiben um das ich Convocata Prima und Spectabilitas Pryschia von Garlischgrötz bat, werde ich die Academia Arcomagica wohl erneut aufsuchen. Bei der Gelegenheit werde ich wohl auf ein paar meiner Gegenstände wieder an mich nehmen, mit Khorestan habe ich ja nun einen Ort wo ich diese sicher verwahren kann. Noch im Dunkeln suchten wir erneut nach Spuren der Anomalie, am Dracheinplatz, doch wir fanden nichts, von dort aus begaben wir uns zurück zum Anwesen von Tulachim. Wo wir noch eifrig weiterdisputierten.

Erlebnisse in Khunchom, eine Anomalie im Limbus und ein Aufenthalt in Punin

Das Anwesen Tulachim ibn Rashims:

<em>Und wie ich schon ausführte, hatten wir nachden Ferien die frühe arkane Geschichte Aventuriens durchgenommen, in diesem Zusammenhang sollten wir Vorträge halten, ich hielt mein Vortrag selbstverständlich über die Magie unserer Ahnen, die Zauberkunst der Kopthanim, welche mit ihrem Willen sich die Welt untertan machten, und den geheimnisumwitterten Mudramulim, welche zaubermächtige Thaumatursome schufen und die Lande der Tulamiden vor den Echsen schirmten, wie Sie es taten durch den sagenhaften Bann Bastrabuns. Natürlich handelte es sich dabei um das beste Referat, nur wollte dies Praiowin mit seinem geringfügigen Werk über die Invasoren aus dem Gueldenlande nicht einsehen, er wagte es doch glatt zu behaupten, die Tradition seiner Ahnen, wäre bedeutender als jene unserer Ahnen, was für ein verblendeter Narr er doch war, überhaupt hatte er sein Werk nur aus verschiedensten Büchern ohne viel federlesen, oder überhaupt viel zu lesen, zusammengesucht. Ich bin echt froh das ich mit ihm nicht im gleichen invokationskurs war.</em> Und so berichtete Nehazet seinem Vater Tulachim lange und sehr detailliert, was die lezten Götterläufe, seit Ihrer Trennung vorgefallen sei. Dabei waren seine Ausführungen etwas zu sehr auf die Details konzentriert, zumal er sich auch das ein ums andere Mal in jenen zu verlieren drohte. Die fülle an Informationen war auch der Grund, das die Erzählung der Erlebnisse auf mehrere Tage aufgespalten werden musste. Die vollständigen Ausführungen haben wohl nur Nehazet, welcher Sie erzählte, Tulachim der nach ihnen fragte und eine stille und wissbegierige Zafia, die sich wohl anderes Wissen erhoffte, mitbekommen.

<em>Shabra, hast du das mitbekommen, Wissen aus Ihm zu extrahieren dürfte leicht fallen, er redet gerne und viel, das ist meinen Plänen nur recht und billig, bald wird es soweit sein, das Netz soweit zuzuziehen, das er sich wird nicht mehr rühren können, hihi er wird mein, und wichtiger sein Wissen und seine Ressourcen werden mein, ha Travia, die große Mutter mag mir verzeihen, aber es ist einfach lachhaft, außer als Werkzeug, obwohl er hat auch seine guten Seiten, ich denke manchmal, Shabra, das ich mit jemandem wie Ihm zuruhe kommen würde, aber meine Pläne müssen bald umgesetzt werden, es bleibt also keine Zeit ihn näher kennezulernen, sodass daraus wohl nichts wird, er wird, wie die anderen vor Ihm, nur eine Figur in meinem Spiel sein,</em>Unterhält sich Zafia mit ihrer Spinne auf ihrem Zimmer im dunkel der Nacht.

Nehazet im gegensatz ist gebannt, von den arbeiten am Stammbaum in seinem Zimmer, jener wurde kurz bevor er nach Punin geschickt wurde, entdeckt und über die lezten Götterläufe wurde dieser weiter freigesetzt, nur leider fielen viele Namen Satinavs Wirken zum Opfer, der Stammbaum reicht nur bis in die ungefähre Zeit der Magierkriege und späten Rohalszeit, die Namen früherer Genarationen sind bis auf einzelne Fragmente nicht zu entziffern. <em>Bald wird sich der Wille Travias erfüllen, das ich eine so liebreizende und fasznierende Frau kennenlernen würde, hätte ich vor einigen Monden noch für eher unwahrscheinlich gehalten, aber Ihr gelingt es mir das Leben ähnlich meiner geliebten Theorien zu versüßen, wie Tulachim wohl zu unseren Plänen stehen wird?</em>

Der Tempel der magischen Schlange, erneut:

<em>Wir brachen heute erneut zum Tempel der magischen Schlange auf, wiezu erwarten war, war meine Analyse des Thaumatursoms fehlerfrei und, in einfachen Worten ausgedrückt, Perfekt. Schon erstaunlich das die Diener der Allweisen dafür solange brauchten, das kommt wahrscheinlich davon, wenn man sich auf andere verlässt, aber nagut, was soll man auch davon halten, wenn andere Leute einen bei der Arbeit stören, es würde wahrscheinlich schneller gehen, würden Sie ihre kompeteren Leute alleine arbeiten lassen, ich meine bei den Störungen um mich herum hätte es mich auch, etwas, mehr Konzentration bedarf meine Analyse mit gewohnter Perfektion durchzuführen. Aber das jene meinen, entscheiden zu können, was mit MEINEM SZEPTER geschieht, ich halte dies ja nicht für sehr weise, aber Hesinde lass Sie beraten und zu einem Entschluss kommen, welcher dir gerecht wird.</em>Wohl allein die Liebe zu Zafia, und seine Vorlieben für obskure Theorien machen die Situation erträglicher für ihn, weiterhin wohl auch das nochmalige erinnern an seinen bisherigen Werdegang.

Tulachims Anwesen:

Am Abend fährt Nehazet in seinen Erzählungen fort, dieses mal, zumindest gefüllt, mit mehr nicht wirklich hilfreichen Details.<em>Und dann haben wir einfache Alchimische Reaktionen durchgenommen, also soetwas, wie Al’Cymische Sympathien und deren Auswirkungen auf unser Verständnis der Elementartheorie und die sich daraus ergebenden Widersprüche zur Magietheorie. Und auch die ersten gezielten Übungen zum fließen lassen unserer Kräfte wurden durchgeführt, es war ein berauschendes Gefühl, die Magie zu fühlen und zu lenken, wie jene durch unsere Körper strömte, vor allem die Klassen zur Magietheorie waren dabei immens wichtig, lernten wir doch worauf es bei der Magie ankommt, Kalkulation und Ratio.</em> Wieder wird bis in die frühen Morgenstunden berichtet. Am morgen wird Nehazet von Tulachim unterbrochen, ist er doch verwundert über die geringe Beachtung die Nehazet gegenüber Zafia aufweist. Nehazet widerspricht dem, er hielt es nur ür sinniger sich an Kausalen Zusammenhang zu halten und wollte Zafia in gebührende Zeit vorstellen. Beide berichten von dem ersehnten Traviabund, welche Sie in kürze zu schließen gedenken. Tulachim ist hocherfreut und begrüßt Zafia auch sogleich in der Familie. Auch eilt er flugs aus dem Hause um die Vorbereitungen für den Traviabund am morgigen Tage zu treffen. Sowohl Nehazet als auch Zafia bleiben erstaunt zurück. Beide beschließen Ihrerseits das beste aus der Situation zu machen und weitere Personen einzuladen für den morgigen Tage. Nehazet beschließt sich zur Drachenei Akademie, genauer in dessen Nähe, zu Teleportieren. Zafia begegnet in der Vorhalle Sieghelm und beide sprechen kurz miteinander, Sieghelm erhebt zwar Einwände gegen die Verbindung kann aber bislang nichts dagegen vorweisen. Zafia macht sich auf den Weg zu Delia, wird allerdings nicht zu Ihr vorgelassen, dafür kann Sie die Nachricht des baldigen Bundes Nehazets an Delia herantragen lassen. Im laufe des Tages stellt sich heraus, dass sowohl Tulachim ibn Rashim, vermutlich samt seiner Diener, als auch Nehazet ibn Tulachim fehlen. Tulachim wird von Sieghelm, Jane und Zafia gesucht, letztere macht sich wirkliche Sorgen um die Veränderungen, welche sich dadurch ergeben könnte. Doch Sie können weder Tulachim noch Nehazet ausfindig machen.

Limbusanomalie am Drachenei zu Yash-Hualay und Reise nach Punin:

Am Abend verlässt Nehazet den Limbus vor der Dracheinakademie in Khunchom, ein zum wachdienst verdonnerter Adept fragt Nehazet nach seinem begehr. Nehazet äußert sich verwundert über die Situation und schafft es sich vorzustellen und dabei nach diversen wichtigen Informationen zu fragen. Dabei stellt sich heraus, das sich Nehazet um den 14400 Faktor, welcher normalerweise zu erwarten wäre, im Limbusaufgehalten hatte. Doch es gibt keinerlei Spuren, welche darauf deuten das etwas außergewöhnliches vorgefallen sei und auch die Analyse der näheren Umgebung ergab keine Limbusanomalien, die eine Streckung der temporalen Koordinate in diesem Ausmaß erklären könnte, leider blieb ihm nicht die Zeit sich genauer zu informieren und weitere Untersuchungen anzustellen, am morgigen Tage würde er in den Traviabunde treten, das heißt die Anomalie müsse warten. In der Akademie begegnete Nehazet einem alten Bekannten, dem Magier Kalman ibn Kulef, beide lernten sich bei gemeinsamen Arbeiten kennen, er selbst hat seinen Forschungschwerpunkt in den erkenntnissen der großen Magietheoretiker der frühen Rohalszeit. Beide begaben sich nocheinmal zu der ungewöhnlichen Stelle und Kalman untersuchte jene, und Nehazet, konnte jedoch weder an der Stelle noch bei Nehazet einen Hinweis auf eine entsprechende Anomalie ausfindig machen. Beide beschlossen per Dunkler Pforte nach Punin zu reisen um Freunde und Bekannte Nehazets einzuladen zu dem morgiegen Traviabunde, selbstverständlich wurde auch Kalman eingeladen.

Auf bald Geliebter

So saßen Sahiba Alhina und Delia beim Frühstück. Sie aßen das köstliche Mahl und Delias Gedanken schweiften ab, zu ihrem Kalkarib. Oh wie die anderen Frauen gegafft haben müssen. Sie lächelte ein wenig und aß noch ein Stück der mit Honig bestrichenen Köstlichkeit. Die aranische Schönheit leckte sich etwas über die Lippen, um den letzten Rest Honig zu genießen. Dann schloss sie die Augen und sog die Unterlippe ein. Sie dachte an den letzten Kuss den ihr der Mann gab den sie über alles begehrte. Er lies endlich, wenn auch nur kurz, seine verdammte Selbstbeherrschung fallen und küsste sie so besitzergreifend wie nur er es konnte. Damit schürte er das Feuer des Verlangens in ihr, dass nun zu einem Flächenbrand wuchs und sie zu verzehren drohte. Sie hatten eine Stunde… doch er nahm sie nicht… Obwohl sie auch in ihm die Leidenschaft und Erregung spürte. Wohl erst in der Hochzeitsnacht würden sie Levthans Feuer erst strahlend hell leuchten lassen und sich dann gegenseitig verbrennen. Mit tiefer, verführerischer Stimme sagte er „Vergiss mich nicht.“ als sein heißer Atem ihr Ohr streifte und sie zerschmolz. Hätten seine starken Arme sie nicht getragen wäre sie niedergesunken. „Oh Geliebter! Niemals werde ich Dich vergessen. Wie könnte ich“ hauchte sie kaum hörbar, als sie die Augen öffnete. Nur noch ein paar Wochen dann wäre er wieder bei ihr. Sie musste stark sein.

Ihre Hand strich über den Waqqif den er ihr gab. Stolz, schön und wohl geformt wie ihr wundervoller Wüstensohn war er. Nie würde sie ihn vergessen.

Caravanserai

Liebe Teehäuser,

hier mal ein wunderschönes Lied was mich immer an diese verrückte Runde erinnert. Der Song beginnt sehr ruhig wie ein Sonnenaufgang in der Wüste und steigert sich dann langsam. Letztens war ich bei der Künstlerin auf einem Konzert und durfte das Lied auch live genießen. Das Video unten ist auch eine Liveaufnahme, aus der Alhambra in Spanien.

Nicht wundern die ersten 10 Sekunden des Videos sind schwarz, dass muss so.

Viel Spass damit.

Khunchom die niemals Schlafende

Aimar-Zahbahr, das Tor Khunchoms am Perlenmeer

Endlich wieder in Khunchom, bei dem Geschaukel an Bord des Schiffes konnte doch keine normale Person schreiben, bei nächster Gelegenheit mal gedanken über ein Dämpfungssystem machen, aber Feqz sei dank habe ich ja meine Feder, jene funktionierte auch unter diesen Bedingungen in einem akzeptablen Rahmen. Ich kann es kaum erwarten Tulachim mit meiner geliebten Zafia bekannt zu machen, noch vor einem Mond hätte ich ihn mit meiner ebenfalls geliebten Vitalfeldtheorie bekannt gemacht, ach das kann warten, zuerst einmal kommt Zafia. Wenn ich schon einmal hier bin sollte ich auch nach geeigneten Personen für mein kleines Reich suchen, sowie entsprechende Abnehmer finden, eventuell kann ich über Tulachim entsprechende Kontakte knüpfen. Aber vorher werde ich mich wohl mit seiner Wohlgeboren zur Abgabe meines SZEPTERS begeben, ob die sich wohl für sein Nachthemd interessieren würden? Immernoch besser als wenn wir das Szepter an die Praioten oder die Dracheneiakademie geben würden, bei ersteren würde es zerstört werden und wann ich es bei letzteren wiedersehen würde, nunja eventuell irgendwann einmal, bei der Hesindekirche könnte ich, unterstützt von einem Geweihten des Listigen, mein Szepter nach einer entsprechenden Analyse eventuell sogar recht schnell wieder erhalten, kann ja nicht so schwer sein so ein Szepter zu entschlüsseln. Denkt sich der endlich wieder auf dem Boden seiner Heimatstadt befindliche Nehazet ibn Tulachim, als er sieht wie einer nachden anderen von dem genutzten Schiff herabsteigt, der stolze Sieghelm, der die Kiste mit dem Szepter trägt als hüte er eine Abschrift der System der Magie, gefolgt von der liebreizenden Zafia abgeschlossen wird das ganze durch eine aufgeregte und aus dem staunen nicht herauskommende Sulibeth und einer nüchternen Jane, welche Ihrer Schülerin wohl wieder mal verschiedenste Dinge der Welt erklärt.

Shabra nun endlich sind wir also nach Khunchom gekommen, diese Stadt pulsiert voller Leben, ganz anders als das kleine thalusische Dorf Ashlakand, aber meiner ursprünglichen Heimat doch wieder sehr nahe, Nehazet ist mir verfallen, das war fast schon zu einfach, nicht wahr Shabra. Wie dem auch sei, ich komme nicht umhin zu bemerken warum Delia, diesen Magus so interessant findet, er hat etwas an sich, so als wäre er nicht von dieser Welt, nicht das er ein Fall für Noiona wäre, nein er ist gescheit und gleichzeitig so unbeholfen und naiv in diversen Angelegenheiten, das ist schon wieder liebenswürdig. Dazu stellt sich dann noch heraus das er nicht nur ein begnadeter Magus und Bey über sein Land ist, nein sein Vater Tulachim ist wohl auch noch ein erfolgreicher Händler, was bedeutet das er zahlreiche Kontakte haben sollte, das kommt uns gelegen nicht wahr Shabra, somit können wir frei spinnen und weben. Murmelt Zafia zu ihren Vertrautentier, während Sie die Stadt vollkommen in sich aufzunehmen sucht, für eine Dorfbewohnerin verhält Sie sich sehr ruhig bei dem Anblick des größten Hafen des Perlenmeeres.

Auf zum  Tempel der magischen Schlange

Nehazet führt den stolzen Darpaten von Aimar-Zahbahr aus, zum Tempel der magischen Schlange, begleitet werden beide von der stillen Collega Peddersen. Dabei wird jener durch das Hafenviertel vorbei am Tempel der neun Flüsse, auf die Fürst-Istav-Allee, zum Hesindetempel geführt, welcher direkt gegenüber des Betshauses des einen Gottes der Novadi liegt. Dabei fällt der deutliche Unterschied zwischen dem hektischen Leben des Hafenviertels, wo geschäftige Menschen waren löschen, Schiffe beladen und Seemänner, und -frauen, aus verschiedensten Ländern sich zu einem Umtrunk in einer der zahlreichen Gasthäuser am Hafen verabredet. Und auf der anderen Seite, die Prachtallee Khunchoms, die Diamantene Allee, breit genug um einen Aufmarsch von Kriegselefanten genügend Platz zu bieten, die Allee, an der sich, wie auf einer Perlenkette aufgesäumt, die wohlhabenden Häuser Khunchoms finden. Zur weiteren Pracht tragen die weißen Steine bei, welche die Allee pflastern. Wie jede Stadt ist ein deutliches gefälle zu sehen, so auch beim Hesindetempel, jener mag früher prachtvoll gewesen sein, aber mittlerweile ist der Marmorbau am verwittern, der Sternenturm ist sogar so schief, das dieser wohl nur über eine schmale Holzbrücke in einem der oberen Stockwerke zu erreichen sei. Die beiden Herren von adligem Geblüt und ein Hund, treten an den Tempel heran. Das Tempelinnere ist ein wahrer Hort der Gelehrsamkeit, die Diener der Allweisen und diverse Bittsteller sind in verschiedensten Tätigkeiten, ihren Geist zu schärfen und um Einsicht zu beten in ihren aktivitäten vertieft. Doch dies fällt Sieghelm dem Begleiter Nehazet nicht auf, da jener wohl noch über etwas sinniert, was der Graumagier aüßerte. Die Privatlehrerin, Jane Peddersen, hat sich ruhig an ihrer Seite gehalten. Ein Novize der Allweisen nähert sich der kleinen Gruppe und schon bald ist Ihr Anliegen den Dienern Hesindes näher gebracht. Umgehend werden Sieghelm und Nehazet in einen Nebenraum geführt, während Jane Ihre Aufzeichnungen abgibt und sich in die Bibliothek zum Studium weiterer Schriften zurückzieht. Von der Befragung Sieghelms bekommt, der beschäftigte Adept nichts mit, nein seine Gedanken, sind bei seinem Szepter, welches er schnell und effektiv, analysiert und entschlüsselt. Aber das erklären der Zusammenhänge der arkanen Visitation, den Dienern Hesindes, nimmt, aufgrund deren mangelhafter Bewandnis, in den Begriffen der in Punin geprägten, magica theoretica, ein vielfaches der Zeit, der Analyse ein.

Die Diamantene-Allee entlang zum Anwesen Tulachim ibn Rashims

Zafia setzt sich in Bewegung um sich zu Tulachims Anwesen auf den Weg zu machen, welches ebenfalls an der Fürst-Istav-Allee liegt, dank Nehazets Beschreibung findet Sie das prächtige Anwesen recht schnell, dabei handelt es sich um ein, anscheinend, typisch wohlhabendes Tulamidisches Anwesen, was bedeutet, das das Gebäude von einer Mauer umgeben ist, über einen Garten mit verschiedenen Zierpflanzen verfügt und ein ausgedehntes Gebäude beherbegt. Zafia muss bei diesen Anblick unweigerlich an einige Gebäude auf dem Silberberg denken, gut die meisten Villen dort waren Atemberaubender, aber dieses Anwesen ist auch nicht schlecht, und es ist weitaus besser in die umgebende Stadt eingefügt. Und nicht so isoliert, wie die Granden und deren Behausungen. Damit ergeben sich exzellente Möglichkeiten ein Netz zu spinnen. Kaum das Zafia davon berichtet, das Sie Kunde von Nehazet bringe und dieser in bälde hier erscheinen würde, wurde Sie auch schon in das Anwesen gelassen und zu dem Hausherren vorgelassen.

Zur später Abendstunde, begeben sich der Darpatische Krieger, eine vom Wissen der Bibliothek des Hesindetempels, fröhlich gestimme Jane Peddersen, und ein von den Hesindegeweihten, leicht, enttäuschter, Nehazet ibn Tulachim. Zu dessen Vaters Behausung. Dabei fällt Nehazets Begleitern, auf das dieses Haus einigermaßen schnell zu erreichen ist, und ebenfalls an der Fürst-Istav-Allee liegt, allerdings im Viertel Quad’El’Basar, was, wenn Nehazets Worte bedacht werden, das es sich bei seinem Vater, um einen Großhändler handelt, nicht ungewöhnlich erscheint.Trotz der Tatsache, das Nehazet das Anwesen seines Vaters, seit über zehn Götterläufen, nicht mehr, sah, wird er relativ schnell wiedererkannt, und samt seiner Freunde in das Anwesen geführt. Dort wird die Gruppe von einem fröhlich überraschten Tulachim ibn Rashim empfangen, der sich wohl schon dachte, das Nehazet ihn heute besuchen würde, da seine baldig angetraute Zafia, wohl in der Zwischenzeit schon ihren Weg zum Anwesen fand.

Somit neigte sich der erste Tag der Teehausgruppe in der niemals Schlafenden seinem Ende zu.

Daheim

„Warum muss nur immer alles schief gehen? fragte sich Delia, als sie am Abend des 01. Boron in ihrem Schlafgemach auf und ab schritt. Bis zum Auftauchen des Luftdschinn hatte sie alles unter Kontrolle. Doch führte es dazu, dass sie nicht einmal für Kalkarib tanzen durfte. Sie hatte seine Enttäuschung gespürt und schwor sich bald für ihn zu tanzen. Ihr wunderbar stolzer Wüstensohn hatte ihr sogar den Schmuck gekauft den sie wollte und er hatte sich sogar mit einigen Männern der Sippe gestritten wegen ihr. Damit stieg er noch mehr in ihrer Achtung als er eh schon war. Deshalb hatte sie auch zugestimmt diese paar Tage bei der „Lehrerin“ zu verbringen um mehr darüber zu erfahren was es ausmacht eine Shanja zu sein.

Was diese Tage nur bringen mochten. Sie schritt zum Fenster und lauschte dem Treiben der Stadt und auch dem abendlichen Gebetsgesängen der Männern. Auch wenn sie wusste, dass er sie nicht nehmen würde bevor sie verheiratet waren, so hoffte sie auf seinen Besuch. Vielleicht würde er sie, wenigstens kurz in seinen Armen halten. Und schon sehr bald würden sie gemeinsam nach Aranien zu ihrer Familie reisen.

Kampf der Freiheit – Kapitel IV– Lohn und Schicksal

Auf dem Weg zurück zum Zirkel begleiten sie Jubelschreie und Dankeswünsche. Jedermann weiß nun, dass Azina es war, die das Unmögliche vollbrachte. Auf die Frage, wie sie das geschafft habe, antwortet sie stets: „Firun stand mir bei.“

„Nun. Ich sehe ihr habt den Dämon erschlagen. Ich bin beeindruckt, aber nicht überrascht. Wir sind bereit deiner Mutter zu helfen. Erwarte uns in ein paar Tagen bei deinem Haus.“, sagt Isaria zur erschöpften Azina.

Als sie zurück zu ihrem Haus kommt sind die Hexen bereits eingetroffen und diskutieren mit Alev, dass er sie doch einlassen möge. Als die Situation aufgeklärt ist, fangen umgehend mit der Behandlung an. Die nächsten Tage verbringt Azina damit die Hexen zu unterstützen, indem sie Wasser, saubere Tücher und diverse andere Utensilien herbei schafft. Am Ende gelingt das Unmögliche und Belima ist auf dem Weg der Besserung. Noch ein paar Wochen und sie sei wieder auf den Beinen, sagen die Hexen und verabschieden sich zu später Stunde. Voller Dankbarkeit schaut Azina ihnen nach, wie sie am Horizont verschwinden.

Am nächsten Morgen trifft sie sich erneut mit Omar al alam. Er berichtet ihr von der immer noch nicht getilgten Schande durch Azinas Verhalten vor nun mehr als zwei Götterläufen. Die Achtung unter den anderen Adelshäusern sei noch immer sehr gering. Zwar beschwichtigen des Bey’s Brief und des Keilers Tod die Gemüter ein wenig. Und die Tatsache, dass Sefira ihr Versprechen einlöste und Azinas Eltern ihr Gut zurückgab, sorgte immerhin dafür, dass man ihnen überhaupt wieder Aufmerksamkeit schenkt. Jedoch kann Belima in diesem Zustand zunächst unmöglich arbeiten. Und Alev schafft es nicht allein das Land zu bestellen. Arbeitskräfte können sie sich noch nicht leisten. Und eine Leihgabe oder einen Vorschuss möchte ihnen niemand gewähren. Die einzige Chance wieder wesentlich an Ansehen zu gewinnen besteht darin das alte Versprechen gemäß den Traditionen ihres Volkes einzuhalten und einen Mann zu ehelichen. Schicksalsergeben stimmt Azina dem Vorschlag zu. Die anschließenden Verhandlungen und Besuche bei festlichen Anlässen sind eine Tortur für die freiheitsliebende Tierbändigerin. Still und stillvoll lässt sie alles über sich ergehen. Einzig ihr Amulett und ihren Speer nimmt sie überall hin mit. Die kritischen Blicke ignoriert sie zusehends erbittert.

Und tatsächlich findet sich schließlich eine Familie, die sie bei sich aufzunehmen und im Hause wirtschaften lassen möchte. Es handelt sich um den vierten Sohn Muhalla ibn Hamar der angesehenen Familie as‘Sarjabaran der die erstgeborene Azina ehelichen soll. Er hält sich derzeit in Zorgan auf und wird in naher Zukunft nach Barburin reisen, um die Ehe zu einzugehen.

Später, nachdem die Bedingungen der Hochzeit geklärt sind, stiefelt Azina im Kreise ihrer Familie auf und ab. Die Hände wütend zu Fäusten geballt, sodass die Knöchel weiß hervortreten.

Argh, Tante Tulmirya und Onkel Omar haben Recht. Erneut Fortzulaufen ist nicht der richtige Weg. Solch Schwäche wird Firun nicht verzeihen. Nur wie kann ich diese elende Hochzeit verhindern ohne mein Gesicht zu verlieren? Wie kann ich sie davon überzeugen, mich gehen zu lassen?

Plötzlich erhellt ein Funken Hoffnung ihre Züge. Rasch setzt sie einen Brief an ihre Gefährten auf, schnappt sich ihre Bürste und sucht nach einem Haar von Delia …

to be continued in game

______________________________

Gedanken der Azina