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Worte gerichtet an meine Göttin (von Traviahold)

Auf dem Rückweg vom Perainetempel zur Burg spürte Traviahold einen starken Drang. Den Drang vor den nächsten unausweichlichen Schritten einige Worte loszuwerden. Nicht an jemanden in seiner unmittelbaren Nähe, sondern an seine Göttin. Also entschuldigte er sich vor der Zugbrücke bei der Frau Delia und ging weiter zur Taverne „Schlegel und Eisen“. Dort angekommen richtete er seine ersten Worte an die Wirtin: „Travia mit euch Jadwina. Wenn ihr keine Einwände habt würde ich gern einige Zeit ungestört im Gänsestall verbringen.“ Ohne eine Antwort abzuwarten ging er wieder hinaus auf den Hinterhof und begab sich in den Gänsestall. Freudig wurde er von seinem treuen Ganter Travian begrüßt. Er setzte sich im Schneidersitz in Mitten der großen Schar älterer und junger Gänslein und nahm Travian auf seinen Schoß. Wärend er mit der einen Hand den Ganter streichelte und der anderen Brotkrumen in die Gänseschar warf begann er zu beten:

Travia, meine Herrin, gütige Mutter,

Bewahrerin des Herdfeuers, Beschützerin der Familie, Erste Gans,

auf Schritt und Tritt wahre ich deine Tugenden und Ideale,

alles, was dir wichtig ist, ist auch mir wichtig.

Mein Glaube an dich ist meine Heimat,

meine Familie und Freunde sind meine Liebe und Kraft.

Nie hab ich an dir gezweifelt, auch in den letzten Tagen nicht,

wenn sie auch meine Anschauung von der Welt änderten

und ich nicht mehr wusste, ob ich weiß.

Doch ich danke dir Herrin für deine Fürsorge und deine Gaben,

für deine Zeichen und Wege, denn sie zeigten mir, dass ich bin.

Dass ich der und das bin, was ich schon immer war

und das ich mehr sein werde, als ich noch bin.

Dank dir Herrin fühle ich mich stark genug im Glauben,

um die Aufgaben, die du mir auferlegt hast zu bewältigen.

Ich werde ich für dich streiten, mit Herz, Verstand und auch Arm.

Mögest du weiterhin deinen Segen und deine schützende Hand über mich,

meine Familie und meine Gefährten halten.

Travia ich danke dir!

Er blieb noch etwas sitzen und sammelte einzelne Federn der Gänse auf, um seinen Vorrat wieder aufzufüllen. Danach ging er langsam und ich Gedanken versunken zurück zur Burg. Dort wieß er den ersten Knecht, der ihm begegnete an, sich darum zu kümmern, dass für die Nacht ihm ein Quartier zugewiesen wird, da er diesmal in der Burg zu nächtigen gedachte.

Erstmal abwarten…

Eigentlich wollten wir nach Hochstieg zurückkehren, um die aktuellen Probleme zu lösen, doch nun sitzen wir in diesem Konglomerat aus Gestein und Eis fest, während draußen ein Sturm wütet, vorher hat sich natürlich gezeigt, das die Nutzung karmaler Kräfte über sympathetische Prinzipien zur Entfernungsbestimmung, nicht so funktionieren, wie sie es sollten, ich weiß schon, warum ich mich lieber auf meine eigenen Kräfte und Fähigkeiten verlasse, ich meine noch nicht einmal während des Kampfes hat dieses unhandliche, schwere und viel zu große Messer, von Rondra funktioniert, dabei wäre es in diesem fall sogar, Rondra als auch Travia gefällig gewesen, ich weiß wirklich nicht, was das ganze soll, und das stört mich doch sehr. Und nun ist auch noch Azina verschwunden, die Pferde sterben vor sich hin und wir sitzen weiter fest, die Temperatur ist weiter gefallen, was meine Maßnahmen gegen diese Witterung, die bislang recht vielversprechend waren, mittlerweile doch stark strapaziert, so wie es im Moment verläuft, geht mir wahrscheinlich bald auc h noch mein Tee zur Neige. Land Travias, pah, dann ist das hier wahrscheinlich dieHölle Höhle Travias, oder wie.
Hmm, ich frage mich, vor allem in Zusammenhang mit Delias letzten Traum, ob es hier nicht irgendow einen weiteren Eingang in die Globule der Hexe gibt?
Würde ich so eine Erschaffen, ich würde darauf achten, das es mehr als einen Eingang, bzw. Ausgang gibt, vielleicht so gar flexible Zugänge? Wenn das alles vorbei ist, sollte ich mich etwas mit diesem Thema beschäftigen, vielleicht gelingt es mir ja, einen ruhigen Ort, bei ich nicht bei meinen Forschungen und Gedankengängen gestört werde, zu errichten.
Der andere von Spichbrecher, wäre uns auch beinahe verstorben, aber das wurde ersteinmal abgewendet, wenn das so weiter geht, werde ich wohl doch eine Umwandlung von Lebensenergie in Astralenergie wagen, müssen, nach den Informationen von diesem Korporal Jost, scheint Hochstieg ungefähr fünf Meilen entfernt zu sein, das könnte ich mit einer schnellen Bewegung durch den Limbus erreichen, mittlerweile habe ich ja auch den Schnee vom, vermutlich, ersten Hesinde, in Hochstieg könnte ich mich mit der Meisterin der Esse auseinadersetzen für einige der letzten Zutaten, der Zaubertrank sollte, dann eigentlich herzustellen sein, was mir genügend Energie für einen Sprung zurück, mit passender Ausrüstung erlauben dürfte. Aber noch erscheint es mir sinniger zu sein, etwas abzuwarten.

Wärme in der Kälte

26.Tsa 1026

Wir haben ein kleines Lager errichtet in der Nähe der stelle die der Jäger markiert hat und vermutlich haben Azina und Dehlia die Höhle schon gefunden wir werden es am nächsten Morgen Überprüfen. Ansonsten verlief die Reise Recht ereignislos. Kalt aber angenehm. Die Weibelin Brauer hat offensichtlich ein Massives Kriegstrauma und ich konnte es nicht lassen es wenigstens zu versuchen ihr zu helfen. Ich bin guter dinge für den morgigen Tag.

28.Tsa 1026 Morgen

Der gestrige Tag wird mir noch lange in Erinnerung Bleiben. Ich fang am besten von vorne an. Wir haben mühselig die Hölle freigelegt, weit genug das man sie Betreten kann. Dabei hab ich ab und zu Schutt von einem Gebäude gefunden es kann also sein das sie mit Absicht verschüttet hatte. Dort drinnen fanden wir eine zugewachsene Mauer sowie insgesamt 3 Skelette und die Kleidung einer vierten Person, alle um die 100 Jahre alt dementsprechend Schlecht erhalten. Während ich zusammen mit Azina die Skelette untersuchte legte Sieghelm die Wand frei. Ich hab ihm nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt und wieder einmal ist jemand dadurch zu schaden gekommen. Warum hab ich nichts gesagt? Warum Hab ich gezögert ich bin so unkonzentriert in letzter zeit. Er berührte das Wappen, das in der Mitte des Textes war und verschwand. Mit einem Lauten kann und einer wuchtigen Luftexplosion die uns Alle zu Boden schleuderte . Warum er das unbedingt anfassen musste wissen die Göttern. Muss man alles wie ein Kleinkind angrapschen? Hatte ich ihn nicht gewarnt gehabt das dies eine magische Wand ist und möglicherweise eine Falle? Er ließ genau wie sein Vorgänger seine Klamotten da. Da aber weder Asche noch Harre, noch sonst irgendwas das ein normaler Körper beim tot zurücklässt vorhanden war und an der Wand von 9 tagen intensiver Qual geredet wurde bevor er sterben soll, gehen wir davon aus das er noch lebt. Um das ganze noch tragischer zu machen verschwand kurz darauf Kalkarib. Ich kann den Kerl nicht leiden aber ein verschwinden Mitten in der Eiswüste mit nur eine fünfzig Zentimeter großen Loch als Spur? Nein das geht ganz und gar nicht. Dehlia wirkt nach außen hin ruhig aber ich wette sie Brodelt vor Wut und Zorn, sowie Trauer und verzweiflung. Doch die Schicksals Schläge waren noch nicht vorüber.

Wir machten uns auf den Rückweg in der Hoffnung in Hochstieg einen Hinweis auf den verbleib der Erben desjenigen zu finden der diese Falle ausgelegt hat, sowie auch vielleicht von der Meisterin der Esse etwas darüber zu erfahren was diese Merkwürdigen, Menschen aufsaugenden, Löscher verursacht. Als wir uns zur Mittagsruhe danieder ließen wurden wir plötzlich von 10 Trollzackern angegriffen. Den Göttern sei dank hatte Bakus und somit auch Azina die sich annähende Truppe Bemerkt hatten. Trotzdem vermissten wir Sighelm schmerzhaft. Die Trollzacker stürmten an ohne das unsere kläglichen versuche der Verständigung etwas brachten. Sie zahlten dafür mit ihrem Leben, auch dank des Eingreifens von Jost der zusammen mit zwei Rekruten vorsichtig den Trollzackern gefolgt war. Ich selbst hatte das Missliche vergnügen gleich zwei von ihnen abzubekommen einer wie ich später zusammenreimen Konnte war der Anführer … doch ich will mich nicht zusehe damit beschäftigen wie dicht ich davor war in Hesindes Hallen einzukehren. Doch die Götter waren noch nicht fertig mit uns. Den als wir uns angeschlagen weiterbewegten kam es zu einem Schneesturm. Es war nicht der Schlimmste den ich je gesehen hab aber dieses Mal waren wir nicht geschützt durch Magie und sehr gute Ausrüstung, sondern angeschlagen und müde vom Kampf. Mühselig erreichten wir ein kleine Hölle wobei Traviahold unterwegs zusammenbrach und wir ihm auf der Bastmatte von Dehlia transportieren mussten. Den Göttern sei dank das sie immer noch klar denken kann.

Dort angekommen machten wir uns gleich dran ein Feuer zu entfachen mit den Kohlen die ich immer noch bei mir hatte. Wir bauten einen Kleinen Schutzwall aus Schnee, Durchgefrorenen wie wir waren, und liesen den Wind den Rest des Eingangs zuwehen bis auf ein Loch zu atmen und eins für den Rauch zum abziehen. Später Gingen Azina und Tornja nach draußen um Holz zu schlagen den die von mir mitgebrachte Kohle reichte leider nur einen Tag. Warum hab ich nicht auf mehr bestanden? Ich bin so nachlässig in letzter Zeit. Azina kam relativ unbeschadet zurück aber die weibelin war durchgefroren ich konnte nicht anders und haben sie von hinten umarmt und gewärmt. Hesinde Vergib mir trotz meiner schmerzenden Seite und trotz der bedrohlichen Situation war ich glücklich in diesen Moment zufrieden das wir noch leben. Zufrieden das ich jemanden interessantes in meinem arm halten kann die einfach nur meine Wärme und nähe spühren will zufrieden das ich es darf. Ich weis das die Weibelin vermutlich nicht, auf die selbe Art an mir interessiert ist und aller Wahrscheinlichkeit nie mehr als eine Freundin sein wird doch im Moment interessiert mich nur die Nähe und Geborgenheit die wir uns gegenseitig Geben.

Ich bin eingeschlafen eng umschlugen mit ihr ein nicht das ich eine große wahl hatte da sie sich im schlaff an mich geklammert hatte. Dehlia hatte uns mit den Schlafsack zugedeckt. Doch leider waren das Schicksal noch nicht fertig mit uns, den mitten in der Nacht verschwand Azina zusammen mit Bakus. Ich kann mir kein anderes Szenario vorstellen als das sie freiwillig gegangen ist ansonsten hätten sie und oder Bakus Alarm gegeben. Warum aber hat sie niemanden Bescheid gesagt? Warum ist sie ohne ein Wort und Spur verschwunden? Wenigstens eine Nachricht hätte sie hinterlassen können. Noch dazu war eins der Pferde war über Nacht gestorben. Wieder war ich zu abgelenkt gewesen um an das wichtige zu denken wir hätte vielleicht einen unterstand bauen können eine Möglichkeit die Höhle Nach außen zu erweitern so das die beiden Tiere überleben konnten. Rahja möge mir vergeben doch das einzige was ich mit dem Toten Tier tun kann ist es zu schlachten so das wir gutes Kräftiges Fleisch bekommen. vielleicht können wir das andere noch retten doch sehe ich wenig Hoffnung dafür.

Eine Höhle aus Eis

*Was war nur in sie gefahren? Warum war Azina einfach so aus der Höhle verschwunden ohne Bescheid zu sagen. Es wäre Selbstmord hinaus in den eisigen Schneesturm zu gehen und sie zu suchen. Azina kann so einen Sturm überleben. Sie ist die einzige der ich das zutraue. Sie ist die Botin Firuns. Oder soll das ganze gar ein Test für uns sein? Für unsere Gemeinschaft? Was ist wenn der Sturm kein Sturm ist… wenn es nur eine Illusion der Götter ist, um uns zu testen. Sollte es ein Test sein, so müssen wir hinausgehen, so müssen wir zu Azina… Doch was stimmt? Herrin Rahja ich brauche einen Rat von Dir…*

Denkt Delia, eingeschneit in der kalten Höhle. Sie schaut sich um und sieht in die Gesichter ihrer Gefährten. In alle bis auf das Gesicht von Azina. Jeder von ihnen wurde aus einem bestimmten Grund ausgewählt. Von jenem der Zwölfgötter die seinem Wesen entspricht oder wo der Gott der Meinung ist, dass dem so sei. Delias Aspekt soll Rahja sein. Die Göttin des Rausches, der Feste, der Freude und… und der Pferde. „DIE PFERDE!“ rief Delia in die Stille der Höhle und kroch zu dem sterbenden Tier hinüber. Wenn nichts geschehen würde, dann würde auch dieses Tier der Göttin sterben. Sie konnte zwar nicht viel tun. Sie konnte das Leben des Tiers verlängern. Vielleicht flaute der Sturm in der Zeit ja ab, oder sie verließen die Höhle, um sich dem Test der Götter zu stellen. Ein Pferd war schon gestorben… für sie, um sie zu ernähren. Das andere Tier musste am Leben bleiben. So untersuchte sie mit gekonnten Griffen das Tier. Ja… es würde sterben. Rahja zu Ehren und um die Natur ihrer Magie ein wenig zu tarnen sprach sie das Folgende, als sie den Zauber zur Heilung des Tiers wirkte.

„Herrin Rahja erhöre mein Flehen, lass durch meine Hände ein Wunder geschehen. Du sprachst dereinst:
Ein Wesen will ich gebären, das geeignet ist, meine Verehrer zu tragen.
Dieses Wesen soll geliebt sein von allen auf Dere. Es soll aber gefürchtet sein von allen, die meinen Geboten zuwiderhandeln.
Und so erschufst Du das Pferd und sprachst zu ihm:
Dich habe ich erschaffen ohnegleichen. Alle Schätze der Erde ruhen zwischen deinen Augen. 

Meine Feinde sollst du treten unter deine Hufe, meine Freunde aber sollst du tragen auf deinem Rücken, 
dieser soll zugleich Sitz sein, von dem Gebete zu mir aufsteigen. Auf der ganzen Erde sollst du glücklich sein und 
vorgezogen allen Geschöpfen dieser Erde, denn dir gehört meine Liebe.
DU SOLLST FLIEGEN OHNE FLÜGEL, DU SOLLST SIEGEN OHNE SCHWERT!“

Mit diesen Worten beendete Delia ihren Zauber und ließ auch den letzten Rest heilender Magie in das Wesen vor ihr fließen. Damit sollte es noch eine Zeit weiter leben können. Ihre Gefährten in der Höhle blickte sie an „Wir sollten Azina suchen gehen!“

Verwehrt und verweht

Die eisigen Winde ziehen noch immer über das gefangene Land. Schnee und Kälte sind seine grimmigen Begleiter.

Wer sich hier aufhält ist des Todes! Wer ist dieser unwirklichen Umgebung gewachsen? Hier, wo sich jede Spur verliert.

 

Wir streifen durch den Schnee, auf der Suche unserem Begehr´.

Ein jeder hat seinen eigenen Grund hier zu sein. Doch nicht jeder Grund ist es wert, sein Leben zu riskieren.

 

Viele Schlachten habe ich geschlagen. Allein heute habe ich drei Leben genommen. War es das wert? … Nein. …

Wir alle müssen büßen für unsere unendliche Narretei!

 

Doch welcher Weg ist der Richtige? Sag es mir!

Geschunden, entkräftet und erfroren. Was ist wichtig? Was zählt im Angesicht dessen was vor Einem scheint?

Ist dies dein Plan, oh Weißer Jäger?

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Azinas Gedanken

Was zum Namenlosen…

(Als TRAVIAHOLD)

 

Ein Blitz, ein Knall, Rauch und dann Nichts. Nichts an der Stelle, an der eben noch mein großer Bruder stand. Nur Rauch und die Reste seiner Kleidung. Schwärze macht sich vor den Augen breit, ein Tunnel durch den ich blicke ohne etwas zu sehen. Ich höre mich nicht schluchzen, ich spüre nicht, wie ich aus der Höhle gezerrt werde. Langsam fang ich wieder an meine Umgebung wahrzunehmen. Jemand redet auf mich ein. Ich höre Worte wie „Ist nicht tot“ oder die Frage nach Tee. Jeweils nicke ich und halte zügig einen Krug dampfenden Tee in der Hand. Er wirkt Wunder und ich erhole mich rasch vom Schock, auch weil ich nun zugänglich für Argumente bin. Sieghelm lebt noch, soviel steht fest. Die Höhle wird erforscht, Indizien gesammelt. Und im Handumdrehen folgt der nächste Schock. Ein paar Skelette im Boden. Übliche Vorbereitungen und dann in Anwesenheit des Fräuleins ein Grabsegen, wie so oft. Doch noch nie brannten die Federn, noch nie lief einer der Verstorbenen als Geist an mir vorbei. Was geht hier vor? An was für einen Ort sind wir gelangt? Eine rege Diskussion entbrennt, doch von Verschonung kann nicht die Rede sein. Kaum entschließen wir uns zum Aufbruch wird der Ungläubige vermisst. Spurlos verschwunden ist er stellt sich heraus. Seine…Frau…trauert ehrlich. Scheint wirklich Liebe zu sein. Aber wie kann jemand wenige Schritt einer nicht grad inkompetenten Gruppe verschwinden, ohne das etwas bemerkt wird? Drei Rätsel die den Verstand sprengen an einem Tag. Zu viel.

Verluste

26.Tsa 1026 n.B.F., in der Wildnis, genannt das Raulsche Reich

Interessant, wovon einige Leute so träumen, wobei zur Verteidigung Delias, wohl gesagt werden müsste, das es sich dabei, streng genommen nicht, ganz, um ihren Traum handelte, sie stellte mehr das Medium und den Empfänger für den selbigen dar, der Sender war wohl etwas anderes, das es überhaupt funktioniert hat, in ihren Traum einzudringen, oder wessen auch immer, war eigentlich schon faszinierend genug. Es war ja das erste mal, und wenn ich dann noch bedenke, das ich mir den Cantus praktisch selbst erarbeitete hatte, durch meine Erlebnisse in ihren Bewusstsein, als es um ihr Problem mit Liv ging, ganz zufrieden kann ich aber noch nicht sein, es gibt noch einiges an Wissen das über die Traumsender, aus dem selbigen gewonnen werden kann, weitere Forschung erscheint angemessen.

27.Tsa

Wir brachen heute zu der Höhle, mit dem vermeintlichen Schatz auf, vorgefunden wurden ein paar Überreste von einigen Söldnern, und, das dürfte wohl das einzige wirklich interessante gewesen sein, ein, wie ich finde, doch recht übertiebenes Thaumatursom, die rohe Astralkraft, gespeichert in diesem, löste bei Betrachtung mittels Odem Arcanum Cantus einen sogenannten Teclador Effekt aus, benannt nach einem Zwischenfall 1009 Bf, wie diese Art Effekt wohl früher genannt wurde, sollte mal in der Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis nachforschungen anstellen, jedenfalls war derjenige der es angefertigt, obwohl zweifelsohne versiert in seinem Fach, doch wohl auch ein rechter Angeber, die Präsentation des ganzen, führte zu einer unnötigen Permanenten Impensation von arkaner Kraft, die Canti Effectioni beherbergen ein wahres Sammelsurium der unterschiedlichsten Spielarten der Magie, was sich nicht nur auf die Konstruktiion eines solchen Thaumatursoms, sowohl im Material, als auch in der Gestaltung auswirkt, nein auch die Arbeit die in die notwendige Abstimmung der einzelenen Bausteine gesteckt werden muss, ist als sehr hoch anzusehen, dann noch die Integration von Koshbasalt in das Thaumatursom, wobei es einige leichtere Wege gegeben hätte das Problem zu lösen.
Zu allem überfluss hatte von Spichbrecher auch nichts besseres vor, als besagtes Thaumatursom auszulösen, ich kann mir gar nicht vorstellen wie er auf so eine Idee kommen konnte, manchmal ist er echt wie ein kleines Kind, wobei das nur auf andere kleine Kinder aus meiner Erinnerung zutrifft, selbstverständlich nicht auf mich, dachte er etwa, ich stelle mich zum Spaß auf mine Kiste, weil ich die Aussicht so schön finden würde, als Resultat verschwand er, ohne seine Ausrüstung, später verschwand dann noch Kalkarib, zumindest sinkt die Anzahl der Personen die mich bei meinen Forschungen stören rapide, das ist auch mal eine gute Nachricht, nur, ich sehe es schon kommen, werden wir die anderen wohl wieder zurück holen, und wahrscheinlich dabei auch noch Erfolg haben, und dann werde ich wieder in meinen Forschungen gestört. Ich meine, beispielsweise Kalkarib, da hilft man seiner Geliebten, und er hat immer noch keinen Respekt für einen übrig, gut er selbst ist relativ unwichtig, aber was hat man schon ihne Respekt? Von Spichbrecher fange ich besser gar nicht an, würde mich ja nicht wundern, wenn sie mir später die Schuld, irgendwie daran geben.
Delia versuchte noch von Spichbrecher durch das von mir geschaffene Thaumatursom aufzuspüren, was, wie zu erwarten nicht funktionierte, ehrlich, wenn ich so ein umständliches und albernes Thaumatursom, wie das, welches wohl Xindan in Auftrag gegeben hat, konstruiert hätte, dann hätte ich dafür gesorgt, das ein aufspüren über elementare und dämonische Entitäten, komplizierter ist, hmm ein Elementar des Erzes, könnte einen Umriss, des Koshbasaltgesteines anfertigen, eventuell könnte mit zusätzlichen Informationen über die Arten der Gesteine, eine art Lageplan erstellt werden, wenn dann noch die Teleportreichweite aus dem Thaumatursom ausgelesen werden kann, oder zumindest aus dem gewirkten Cantus, gut dafür müsste dieser wohl erneut ausgelöst werden, wir könnten bestimmt Pagol dazu bringen, ja das könnte den Ort eingrenzen an dem von Spichbrecher landete.

Eine andere Geschichte – Teil III

weie-und-feuer-winter-18449223Es war bereits spät am Abend, die Praiosscheibe hatte sich bereits hinter den Bergen zur Ruhe begeben und war nur noch ein schwaches Glimmen am Horizont. In einer tief verschneiten Talsohle, zwischen zahlreichen mit Firuns Atem bedeckten Fichten und Tannen, stapften zwei in dicke Felle gehüllte Männer durch das Eis. Immer wieder fegte eine schneidender Wind durch ihre Gewänder, doch nur einer der beiden war dies gewohnter als der andere und ließ sich daher sein Unbehagen nicht anmerken. „Was meint wie lange wir noch brauchen?“ rief der hintere dem vorderen zu. Begleitet vom knirschen des Schnees, der der durch jeden Schritt den die zwei taten verursacht wurde, antwortete der andere: „Nöch vörm Friskenmond.“. Es war Árngrimr Brydason, der Huscarl Mӕdnirs, und hinter ihm lief ein drahtiger Mann der auf den Namen Igan Bodiak hörte. Die beiden Männer hatten inzwischen zwei Wochen zusammen verbracht und waren die letzten Tage in den Bergen nahe des Roten Riesen gewesen. „Was habt ihr vor …. wenn wir wieder in der Stadt sind … meint ihr wirklich …  der Vogt … wird sich eures Problems annehmen?“ Igan viel es schwer seinen Satz flüssig auszusprechen, er war mit seinen Kräften schon fast am Ende und bei jedem Schritt den er tat spürte er ein unerträgliches ziehen in seinen Gliedern. Die anhaltende Kälte forderte allmählich ihren Tribut von ihm. „Er wörd uns Gehör schänken.“ antwortete der Thorwaler mit sicherer Stimme. „Wiä häb’n etwäs das säne Aufmerksämkeet sichärn würd.“ Der Huscarl klopfte dabei auf seine Umhängetasche mit der starken Ausbeulung.

Gemeinsam gingen die zwei Männer weiter. Während Igan mit Mühe versuchte in die Fußstapfen des Nordmanns zu gehen, ließ sich Árngimr von der widrigen Umständen der Witterung nicht beirren. Stetig voran, ohne auch nur einen Gedanken an eine Rast zu verschwenden lief er unermüdlich weiter und weiter. Es war der Mittelländer der ihm stets dazu aufforderte doch eine kurze Rast einzulegen. Und kaum hatten sich die beiden Männer eine Stelle gesucht an der sie kurz halt machen konnten, war der Blick des Nordmanns schon wieder in die Richtung gewandt in die es weiter ging. Während Igan sich mühte einen Tropfen Wasser aus einem Wasserschlauch zu entlocken, kaute der treue Huscarl nur auf einem Stück Trockenfleisch.

„Meint ihr nicht … es wäre an der Zeit … eine Lagerstatt zu errichten.“ Igan klang dabei fast schon klagend. Árngrimr knurrte leise. Er wusste inzwischen um die verminderte Widerstandskraft seines Begleiters und war nicht sehr begeistert darüber wie oft er ihn aufhielt. Igan war, das musste man hier mal kurz anmerken, keineswegs von schlechter Konstitution oder Stärke, doch im Vergleich zu einem gut ausgebildeten und erfahrenen Huscarl der es gewohnt war durch Eis und Schnee zu stiefeln war der mittelländische Schwertgeselle wie ein Fisch auf dem trockenen – schlichtweg nicht von langer Lebensdauer. Árngrimr musste immer wieder daran denken, dass er ohne seinen Begleiter wohl schneller vorrankommen wäre. Doch dieser seltsame Mittelländer war ihm hier – weit weg von seiner Heimat – so etwas ähnliches wie ein Verbündeter geworden. Und da sich der Huscarl gewiss war das er keine Zeit, und ganz sicher auch keine Lust sich einen anderen zu suchen, nahm er geduldig Rücksicht auf seinen Begleiter. Árngrims blieb stehen und sah sich einen kurzen Moment um. „Dort hinten.“ rief er gelassen, jedoch leicht murrend und deutete auf eine kleine Felsformation die aus dem Schnee herausragte. Sie sollte den beiden Männern und ihrem Zelt für diese Nacht genügend Schutz vor Wind und Wetter bieten.

Nach einer knappen halben Stunde war das einfache Zelt, welches Árngrimr auf seinem Rücken im Gepäck bei sich trug, aufgebaut. Igan hatte derweil etwas Holz herangeschafft, Schnee beiseite geschippt und dafür gesorgt das ein kleines Lagerfeuer entfacht wurde. Derweil hatte die Dunkelheit am Fuße des Roten Riesen, dem größten Massiv des Junkernguts, Einzug gehalten. Während die beiden Männer die wohltuende Wärme des Lagerfeuers förmlich einsogen, kramte der Nordmann in seiner Umhängetasche und holte ein Feldsteingroßes, pelziges Etwas hervor. Igan blickte für einen kurzen Moment angewidert hin und sofort blieb ihm ein Stück Käse im Halse stecken. Árngrimr wog den „Corpus delicti“ in seiner Hand umher. „Lebendig war es schon erschreckend genug, doch auch tot finde ich es noch immer mehr als … gruselig.“ hustete Igan und würgte dabei das Stück Käse hervor. Ihm schüttelte der Anblick, doch dem Huscarl schien es nichts auszumachen. Er starrte es an als würde darin das Geheimnis für das Verschwinden seines Thanen liegen. „Siä wän zu schwäch – män Thane hätte sie ohnä Problömä ä’schlagän.“ Igan blinzelte, manchmal hatte er Mühe die Worte seines Begleiters zu verstehen. „Euer Thane hat den Roten Pass genommen, so viel wissen wir … und wir wissen auch, dass … „ und Igan deutete dabei auf das pelzige etwas in Árngrimrs Händen. “ … diese Dinger dort hausen. In Hochstieg werden wir Verstärkung besorgen … und dann hierher zurückkehren. Nur wir wissen wo es reingeht, auch wir hatten es nur mit Glück gefunden.“

Schutzlos…

Fassungslos starrte Delia auf den Gebetsteppich ihres Mannes und den Fleck aufgewühlter Erde. Wie konnte das nur geschehen sein und warum traf es Kalkarib? Sie hoffte inständig, dass er noch am Leben war. Die Götter trieben ein merkwürdiges Spiel mit ihr und ihren Freunden. Zuerst verschwand Sieghelm und nun auch noch Kalkarib. Beides Männer von denen sie sich stets beschützt gefühlt hatte. Für Delia war es eine unumstößliche Tatsache, dass ihr Mann und ihr guter Freund, der Wüstensohn und der Krieger immer für sie da sein würden, um sie zu beschützten. Selbst wenn die ganze Welt blutend darnieder lag würden ihre beiden tapferen Männer noch stehen und bis zum letzten Atemzug kämpfen. Doch nun wurden ihre beide binnen kurzen Augenblicken genommen.

Tief atmete Delia ein und aus. Sie fühlte sich so schutzlos… und allein… Doch dann durchbrach etwas ihre Trauer und Einsamkeit. Die warme Berührung ihrer guten Freundin. Azina war bei ihr. Die Worte der Jägerin drangen nur dumpf zu Delia durch, doch gaben sie ihr neuen Mut. Sie war nicht allein! Azina, Bakkus, Adaque, Jane, Nehazet, Nasir, Hilal ibn Kalkarib ihr ungeborener Sohn und die Gefolgschaft Sieghelms waren bei ihr. Warm spürte sie das Amulett der Rahja um ihren Hals und schwer das der Rondra in ihrer Tasche. Die Zwöfe… sie waren auch da und mit ihnen alle anderen Götter.

Den Schmerz welchen Azinas kräftige Berührung auslöste ertrug Delia ohne sich etwas anmerken zu lassen. Ruhig rollte sie den Gebetsteppich ihres Mannes ein. Dann blickte Delia zu ihrer guten Freundin auf. Fest ergriff sie ihre Hand und ließ sich aufhelfen. Mit festem Blick und klarer Stimme sprach sie, als sie ihren Stab auf den gefrorenen Boden stieß. „Ja Azina! Gehen wir! Wir werden diejenigen finden welche uns unsere Freunde nahmen und sollten wir dafür die Tore der Spähren einreißen und uns mit allen Dämonen der Niederhölle schlagen müssen. So sollen die Götter meine Zeugen sein, diejenigen die das getan haben… sie werden dafür bezahlen!“ Kalte Wut und grimmige Entschlossenheit blitzte in den Augen der Hexe auf. Nun hatte die andere Seite es eindeutig zu weit getrieben.