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Vielleicht etwas für Skrupellose Magier?

Entnervt schritt Nehazet von seinem „Experimentierareal“, Kochstelle wollte er es nicht nennen und er verbat sich auch das es von anderen so genannt wurde, schon alleine, weil es mit Kochen nicht viel zu tun hatte, also abgesehen von dem erwärmen von Flüssigkeiten über einer Wärmequelle in einem Gefäß, in das andere Ingredenzien getan werden…

Alles begann mit einem, vermutlich, harmlos gemeinten Kommentar von Seiten eines Teiles des Hohen Ehepaares, eins führte zum anderen und hier war er nun, nachdem er sich querbelesen hatte (also eher die Einträge überflogen hatte, aber so kompliziert konnte das ja nicht sein) in diversen Kochbüchern, welche er in der Bibliothek gefunden hatte.

Doch die Probleme begannen schon bei den Mengenangaben, beispielsweise war von Prisen die Rede, was Schiffsladungen damit zutun hatten entzog sich allerdings Nehazet Verständnis, konnte er sich doch dunkel daran erinnern, etwas von Prisen vor Jahrzehnten mal in den Sagen eines Tulamidischen Schifffahrers gelesen zu haben. Auch die Verwendunge von Messerspitzen und diversen Löffeln war nicht schlüssig, zumindest hatte er noch kein Rezept mit Gabeln gefunden.

Er war schon kurz davor zu überlegen ob es nicht sinnvoll wäre Messer und Löffel aus dem gewünschten Material zu formen, wobei dies nur bei den Löffeln wirklich hilfreich wäre, bei den Messern stellte sich nach wie vor die Frage, was eine Messerspitze sei, vielleicht könnte er die durchschnittliche Spitze eines Messers bestimmen?

So mühte sich Nehazet durch ein Feld, mit dem er sich nicht wirklich beschäftigen wollte, zumal nicht zu diesem Zeitpunkt, gab es doch noch so viele andere, wichtigere Dinge zu vollrichten, vorbereiten und umzusetzen…

Wobei, nach all den Schereien, welche sich durch diese unlogischen und unpraktischen Einheiten ergeben hatte, war er doch versucht, auf seine Liste immer weiter wachsender Projekte noch einen Folianten für den Skrupellosen Magus zu setzen – Ein logisches Einheitenvergleichswerk, für Alchimie und andere Häusliche Anwendungen oder dergliechen…

Doch zurück zu dem Auslöser dieses Exkurses in, was auch es war, es begann alles damit das neben erwarteten Gästen auch unerwarteterweise die geladenen Traviageweihten schon eintrafen.

Besagte Traviageweihte hatten ein Artefakt ihrer Kirche dabei einen heiligen Kessel, welcher die hungernden Speisen konnte, interesannterweise auf die gleiche Art, durch ein warmes Mahl, wie von Nehazet schon vorgeschlagen, nur das er dazu die Materie einiger Bäume hatte umwandeln lassen, aber das Prinzip der Sättigung durch Speise war ähnlich genug.

Um dies umzusetzen wurde auf dem Vorplatz begonnen eine Suppe zuzubereiten, wo viele Mithalfen, unter anderem auch Nehazet, nachdem sich da schon einige Probleme bezüglich der unpraktisch benannten Einheiten herausstellten, fand sich schließlich etwas, wozu ein langstudierte und überaus brilianter Magus, Erwählter von Travia und Herr über sein eigenes Land genau die richtigen Qualifikationen besaß, nämlich zum zupfen von Basilikum…

Aber wenigstens zupfte er es perfekt, was auch immer das genau heißen mag…

Die Suppe war schmackhaft und Nehazet konnte eine kleine Pobe zur späteren alchimistischen Analyse beiseite schaffen.

Anschließend half er noch beim wiederaufbau der Zelte, welche für das Kochen auf dem Platz abgebaut werden mussten, es erschien ihm einfach das richtige zu sein, er hatte dabei allerdings auch schon einige Ideen wie solche Bauten effizienteer ab- und aufzubauen wären.

Danach folgte Delias, beinahe quasi nicht wirklich authentischer Tulamidischer Empfang mitsamt entsprechender Atmosphäre für den eigentlich erwarteten Gast…

Es war zum Kopfschütteln, was aber eher an dem Material vor Ort und nicht an Delias Versuchen lag es zu improvisieren ohne das korrekte Handwerkszeug, nunja zur Hand zu haben…

Eindringlinge

— als Geist von Grombasch Sohn des Dramosch —

Ruhelos gleitet der Geist des Zwergen, den man einst Grombasch nannte, durch die großen Hallen der alten ehrwürdigen Zwergenstadt unter dem roten Riesen. Wachsamkeit ist seine Aufgabe. Die Ruhe der Stätte darf nicht gestört werden, bis wieder Zwerge in ihr leben.

„Dam, Dam, hier unterm Berg,

Dam, Dam, hier lebt ein Zwerg,

Dam, Dam, der aufpasst hier,

Dam, Dam, dass hier keinerlei Getier

Dam, Dam, kein Eindringen gelingt mit mir!!“

 

So singt die arme verlorene Seele zeitlos vor sich hin. Als auf einmal Lebende die Höhle betreten. Der Geist kann es kaum glauben! Wer stört hier diese Stadt? Sind es Zwerge, haben sie ihn gefunden? Oder sind es EINDRINGLINGE?

„Hey da, was ist euer Begehr?“ Stellt er sind ihnen entgegen. Doch sie laufen alle durch ihn hindurch. „Hey! Antwortet gefälligst!! Hier geblieben. Ihr dürft hier nicht rein! Gebt euch zu erkennen!!!“

Doch die flimmernden Lichter gehen einfach weiter. Unterschiedlicher Art und Form sind sie. Sie ignorieren ihn, fassen eine Statue an und betreten einen Raum. Der Geist versucht mehrfach sie aufzuhalten. Am Ende prügelt und schlägt er mit seinem Rabenschnabel wild auf sie ein. Bis er sich selbst dabei verletzt, denn der Eine führt Geisterbann mit sich. Der Geist ist nun vorsichtiger, brüllt die Lichter jedoch unentwegt an, sie mögen verschwinden.

Weitere Lichter kommen hinzu. Auch sie reagieren nicht auf ihn. Dabei ist er hier doch dafür zuständig, dass keine Unbefugten diese Höhle betreten!

Eines der Wesen versperrt plötzlich seine Sicht und schließt ihn schließlich in eine Kammer ein. Versucht er zu entkommen, löst er sich auf.

„Schrecklich, so ein Hexenwerk! Was tun sie denn hier? Sie sollen verschwinden! So langsam werde ich richtig WÜTEND!!“

Es öffnet sich ein Spalt und er beginnt erneut auf die Gestalten einzudreschen, doch wieder ohne Wirkung. Im Gegenteil. Eines der Lichter greift ihn an, nachdem er zuvor ein Knurren vernahm. Grauselig. Der Geist beschränkt sich nun abermals auf lautes Brüllen und Rufen. Immer wieder schreit er die Gestalten an.

„Verschwindet! Macht, dass ihr wegkommt!! Bei Angroschs heißer Esse! Ich werde euch alle vernichten!! VERSCHWINDÄÄÄT!!!“

Irgendwann beginnt eines der Wesen mit ihm Kontakt aufzunehmen, versucht mit ihm zu sprechen. Kurzzeitig sieht er sie. Eine junge Frau mit roten Haaren, sitzt auf dem Boden und redet mit ihm. Er hält dies für einen Trick und greift die Frau an. Doch ein doppeltes Bellen wirft ihn zurück. Dabei stößt er einen alten Krug um. Untröstlich, etwas aus diesen Hallen zerstört zu haben, versucht er es zu reparieren. Doch es gelingt ihm nicht. Verzweifelt versucht er die Scherben zu greifen, doch seine Hände gleiten einfach hindurch. Da setzt sich die Frau zu ihm und setzt die Scherben zusammen. Ihre Hände vereinen sich und gemeinsam schaffen sie es. Als sie von ihrer fertigen Arbeit aufblicken, sehen sie sich zum ersten Mal in die Augen.

Der Geist ist verwirrt. „Was, bei allem Hexenwerk, ist denn nun passiert? Und wer bist du?“

Delia hat Grombasch natürlich sofort erkannt und redet behutsam auf ihn ein: Sie sagt, sie wollen nur ihren Mann befreien und dann gehen sie wieder. Doch der Geist glaubt ihr nicht, sagt, sie sollen sofort von hier verschwinden. Delia meint nur, sie waren schon einmal hier gewesen, gemeinsam. Er fordert einen Beweis. Delia sagt, wie weiß, wo sich der Schnaps befindet und fliegt hin, um es ihm zu beweisen. Der Geist folgt ihr.

Dort muss er feststellen, dass sie die Wahrheit sagt. Überdies überfällt ihn Schwermütigkeit, weil er nichts von dem Schnaps trinken zu trinken vermag. Beruhigt, aber traurig, machen sie sich auf den Rückweg zur Ritualkammer.

„Nun gut, befreie nur deinen Mann … aber dann verschwindet ihr!“

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Gedanken eines verwirrten Geistes

 

Die Geister die da(zwischen) riefen

Toll, noch ein Problem„, seufzte Nehazet gedanklich, „aber eigentlich war es ja zu erwarten, werde mich wohl etwas tiefer mit den Bereichen der Invocatio und der Heptasphairischer Entitäten auseinandersetzen, wieso läuft es nur immer darauf hinaus das ich an sämtlichen Feldern der Magie arbeite, selbst an denen die gar nicht in dem System liegen? Gut Ganz so schlimm ist Kalkaribs Situation auch nicht, klingt nach einer Untertreibung, wenn seine Situation bedacht wird, aber der Reihe nach…“

Es begann, nicht wirklich, aber irgendwo muss wohl der Anfang stattfinden, beim morgendlichen Mahl, es wurde beredet was zu tun sei. Die Beisetzung Gasparyns von Varnyths war ebenfalls für diesen Tag angedacht und trotz dessen, das eine Person zu Grabe getragen wurde, sollte an diesem Tage auch eine Seele aus den Niederhöllen gezerrt werden. Natürlich nach dem Boronsdienst.

Von den Vorbereitungen der anderen nahm Nehazet nicht viel war, war er doch damit beschäftigt sich auf die Invocation vorzubereiten, er hatte schon früh, genauestens, beschrieben wie ein entsprechendes Gewand zur Invocation, gemäß dem Codex Albyricus, auszusehen hätte und dies konnte auch bereitgestellt werden, wie das hatte er nicht gefragt und war ihm mittlerweile auch ziemlich egal…

Er sichtete seine Vorräte an Zauberkreide und Beschwörungskerzen, beides im örtlichen Perainetempel hergestellt, war erstaunlicherweise nicht das seltsamste Gespräch der letzten Tage war, gleiches galt für den Ingerimmtempel.

Ja, auch den Ingerimmtempel suchte Nehazet zu geeigneter Stunde noch auf, da Kalkarib in der Domäne Widharcals gefangen war, welcher gemeinhin als antidodecarischer Antagonist Ingerimms angesehen wurde, erschien es Nehazet als weise (oder zumindest vernünftig) einige Paraphernalia im Ingerimmtepel zu erwerben…

Und schließlich, nach dem Boronsdienst für Gasparyn war es soweit und Nehazet konnte sich, in Begleitung von Azina und Maednir auf den Weg zum roten Riesen machen, Delia flog nach.

Gemessen an den letzten Tagen war die Reise ereignislos.

Aber der Anblick der sich bot war, nunja das Wort bezaubernd würde einen in den Sinn kommen, traf es jedoch nicht wirklich, vielleicht wunderbar? Aus dem Wasser mit dem Maednir sich und anderen Sklaven einen Weg durch das Gestein des Berges geschaffen hatte, waren beeindruckender eisige Konstruktionen entstanden, einziger Nachteil dabei war, das besagte Eiskonstruktionen es schwerer machten den Berg zu betreten, aber immerhin war es möglich.

Im inneren des Bergs selbst, begab sich die Gruppe zuerst zu der alten Stube von Magister Steinfest, dies erfolgte aus mehreren Gründen, einerseits hoffte Nehazet in der Stube des Elementaristen, welcher über Jahrzehnte in einem dämonisch okkupierten Berg lebte etwas nutzbringendes für die Invokation zu finden, was er nicht tat und andererseits war er neugierig, wie gut die Stube die, partielle, Flutung des Berges überstanden hatte (konnte man doch niewissen, inwiefern eine Kammer, in einem hochmagischen Berg, nichtmal praktisch sein könnte, wobei er vielleicht vorher die Ziffernfolge an der Zwei-Dschinnenbrücke ändern sollte…). Danach begab sich die Gruppe zur Invokationskammer der Angroshim, wobei sich schon vorher ein Geist (wie sich später herausstellte, von einem Angroshim) als störend herausstellte. So trieb er doch sein Schabernack bei der Öffnung der Kammer von Collegus Steinfest, doch viel schlimmer wurde es jedoch nicht.

Doch um die, unwahrscheinliche, Möglichkeit von Komplikationen bei der Invokation durch die Anwesenheit sehr spirituell reger Entitäten zu minimieren, sah es Nehazet als notwendig an, kurz vor der Invokationskammer loszusprinten und an den Zugängen zu der Kammer Bannpulver zu verteilen, ein Plan der durchaus funktionierte, nur das der Geist ihm gefolgt war, letzlich führte dies, vorrübergehend, nur zum einschließen des Geistes in der Beschwörungskammer. Delia konnte schließlich auf ihre, sehr bedenkliche, Art und Weise kontakt zu dem Geist aufnehmen und Grombasch um dessen Geist es sich handelte, quasi, zur Mithilfe überreden (Bedeutend, er würde sich nicht einmischen, wenn die Lebenden gefälligst so schnell wie möglich die Zwergischen Hallen wieder verlassen würden und auch keinen Zwergischen Schnaps trinken würden)…

Während Delia und Maednir mit Grombasch die entsprechenden Verhandlungen führten, wahrscheinlihc in der nähe von besagtem zwergischen Schnaps, bereitete Nehazet schon die Invokationskammer auf die Invokation vor, Azina und Elfenbein blieben in der Kammer.

Also wurde der Raum ersteinmal rituell gereinigt, die Sigillen und anderen Symboliken wurden angebracht, die Kerzen wurden aufgestellt, die Paraphernalia bereitgelegt und die Feuerschale neu bestückt. Nachdem der Raum entsprechend vorbereitet war, begab kleidete sich Nehazet dem Anlass entsprechend in das schwarze Dämonenbeschwörungsgewand (nicht in der Beschwörungskammer).

Als die anderen wieder zurückkammen konnte Nehazet auch endlich mit der Invocatio anfangen, er entzündete die Kerzen und begann um die Feuerschale zu wandeln, den Cantus der Invocation, dem Anlass entsprechend auf Zhayad zu intonieren und nach und nach die Paraphernalia dem Feuer der Schale in der Mitte zu übergeben. Heptasphairische Sekundäreffekte ergaben sich alsbald, welche sich in erhöhter Temperatur und typischer aromatischer Änderungen der Umgebung ergaben. Bis schließlich ein Spalt sich zu öffnen begann, welcher durch Nehazets kundiges handeln, weiter geöffnet wurde um schließlich Kalkarib wieder in diese Sphäre zu holen.

Die Invokation war geglückt, wie zu erwarten war, und Kalkarib war wieder da. Theoretisch ein Anlass zur Freude, bis auf den kleinen (aber wichtigen) Punkt, dass Azzaroth sein Thaumatursom und seine Heptasphairische Pforte in Kalkaribs Körper eingepflanzt hatte, und diese über seinen porfanen Leib hinaus mit ihm verbunden war.

Was schließlich Kalkaribs aktuelles Problem war…

Aber Nehazet hatte schon ein paar ideen, wie dieses Problem, welches Kalkarib doch sehr unter die Haut ging, zu lösen sei.

Nur auf die Frage wie es in den Niederhöllen war, konnte er noch keine abschließende Antwort erhalten.

Der Traum vom Fliegen

Sie streift mit ihren nackten Händen über die rauen biegsamen Federn. Sie spürt, wie sich die kräftigen Muskeln darunter auf und ab bewegen, wenn er mit seinen riesigen Flügeln schlägt und der ganze Körper darauf antwortet. Seine Wärme steigt in ihr auf, verdrängt die beißende Kälte des Windes. Sie schließt die Augen und atmet tief ein; den Duft der Freiheit. Dann legt sie ihren Kopf an den gefiederten Hals. Er stutzt kurz und schaut sich nach ihr um. Fast könnte man meinen, er lächle, wenn ein scharfer Krummschnabel denn lächeln könnte, ehe er sich wieder versonnen nach vorne wendet.

Eine Weile gleiten sie mit dem Wind. Ihr Körper ruht auf dem Seinigen. Ihr Geist löst sich langsam und gleitet nach unten und wird eins mit dem gefiederten Wesen. Nunmehr spürt sie seine Muskeln als wären es ihre eigenen. Auf und ab schlagen die Flügel. Ihre Krallen greifen ins Leere. Stark und tödlich. Der Schnabel öffnet sich zu einem langezogenen Schrei, der weit über die Landschaft hallt.

Langsam öffnet sie die Augen. Blickt hinrunter auf eine grüne endlose Hügellandschaft, deren hohes Gras sich wellenförmig mit dem Wind bewegt. Viele Mulden und Teiche sind zu erkennen. Wie kleine Ameisen sehen die Lebewesen von hier oben aus. Wie sie so wuselig umherstreifen, lässt sie lächeln. Sie sehen sie. Ahnen, wer über ihnen hinwegzieht. Mit einer Geschwindigkeit, die selbst hartgesottenen Seefahrern die Knie weich werden ließe. Sie aber fühlt keine Angst. Fühlt keinen Schmerz. Nur Geborgenheit und Glück und Freiheit.

Dann durchbricht sie eine Wand. Die Wand einer Kapsel der Zeit. Die Landschaft unter ihr ist noch die gleiche. Nur hat sie sich verändert. Doch nicht minder schön ist sie anzusehen. Statt der grünen Wiesen sieht sie nun eine weiche Schneedecke. Die Teiche sind zugefroren und das Schilf ist steif und mit Eiszapfen behangen. Nur einige Spuren, die von schwarzen Erdlöchern ausgehen, zeugen von Leben unter der Oberfläche. Alles andere verharrt in der Zeit. Wartet auf Tsas Schlüsselblume und Ifirns Gnade.

Klar und rein ist die Luft. Unverbraucht. Sie gestattet sich, sich für einen Augenblick selbst zu verlieren. Möchte bleiben. Für immer. Doch er schiebt sie sanft und doch bestimmt, zurück in ihren eigenen Körper. Ein letzter gemeinsamer Blick gilt einem Gebirge in der Ferne.

Ich danke dir, Zeitenflug.

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Azinas Gedanken

Gans ein Magier?

Interessant, dachte Nehazet nach einer weile in der Bibliothek, Notizen von Gasparyn hatte er zwar noch nicht gefunden, aber es gab auch noch genügend Schriftwerke, in denen sich relevante Informationen verbergen könnten.

Da er für die aktuellen Probleme nicht hilfreich war, erforderten diese doch kein Verständnis magische mystischer Möglichkeiten, sondern eher eine Vernetzung zu relevanten Personen und die Fähigkeit sich auf dem Gefilde der Individuellen Interaktion hervorragend zu bewegen, etwas in dem er nicht wirklich versiert war. Versuchte er sich in der Bibliothek zu beschäftigen. Aber, so interessant der Bestand auch sein mochte, es war nichts wirklich dabei, was ihn in einer Form ablenkte, welche nun hilfreich war. Den einzigen Beitrag, welchen er bezüglich des kontaktes mit örtlichen Institutionen hätte tätigen können, wäre die örtliche Akademie anzuschreiben, eine Akademie an Kundigen der Magica Clarobservantia, denen diverse Dämonen, Dämoniden, Golems, Städte, limbische Tunnel und anderes entgangen ist, was sicherlich, hätte er einen Brief an diese Akademie geschickt, der Situation nicht hilfreich gewesen wäre, da der Brief wohl eine gewisse Faszination über die zuschaugestellte Inkompetenz enthalten hätte…

Weswegen er die nunmehr leerer wirkende Bibliothek verließ um sich anderer Gedanken und Belange zuzuwenden.

Während er die Stufen zu seinem Gemach erklomm, dachte er über den Orden nach, und der Arbeit die in dieser Richtung bevorstand.

Auf dem Tisch in seinem Gemach lagen diverse Pergamente, welche sich dem, geplanten, Thaumatursom für das erzelementare Drachenei widmeten, nicht in der Ordnung wie sie von ihm abgelegt wurden, aber er erinnerte sich durchaus daran das jemamnd in seinem Gemach gewesen war. Was kurz zu dem Gedankengang führte, das er sich eventuell etwas in der Richtung überlegen sollte…

Aufgrund der ganzen anderen Problemfälle, musste das Thaumatursom für das erzelementare Drachenei  wohl noch warten, natürlich machte der theoretische Unterbau gute Fortschritte, und eventuell würde es sich lohnen nochmals in Skar Zhts Stadt zu gehen, könnte sich dort vorhandenes Material als hilfreich für die Konstruktion erweisen…

Dann ist da nach die Invokation…

Welche aufgrund des temporären Nachteils, der geringen Zeit, wahrlich Tempus Fugit in diesem Fall, Vorrang hat, was sich natürlich auf die Nahrungsmittelversorgung mittels Elementarer Hilfe auswirken würde, ganz zu schweigen von den anderen Notwendigen Vorbereitungen, wie einem Exvocations Thaumatursom und hilfreichen Paraphenalien.

Und später das Gespräch mit den Traviageweihten, was ich davon halten soll weiß ich immer noch nicht, seltsamerweise hatte es mich überrascht das sie mit mir sprechen wollen, was mir eigentlich hätte bewusst sein sollen, vermutlich dachte ich nicht daran, weil es nicht mein Brief war sondern der von Traviahold. Hoffentlich sind es wenigstens vernünftige Personen. Anderes Problem, ich weiß nicht wirklich worüber ich mit ihnen sprechen soll? Über die Nachtodeserfahrung könnte ich nur mit jemanden sprechen, der diese auch erlebt hat, gut ich nehme an ich könnte über das erlebte im Dämon sprechen. Ob es sich lohnt die Zeit als Gans zu erwähnen? Und was ist mit Azzeroth, meiner Interpretation nach war die Handlung sowohl Traviagefällig, als auch Traviaungefällig, möglicherweise sollte ich einfach die gesamte Geschichte mitsamt all ihrer Ereignisse den beiden Erzählen, damit sie sich selbst ein geeignetes Bild machen können, wre durchaus interessant zu erfahren, wie sie es interpretieren würden. Ob etwas davon in den Bereich der Sachen fällt, welche ich laut Traviahold nicht erwähnen sollte, wahrscheinlich nicht, ein vollständiger und ehrlicher Bericht kann in dieser Situation doch nur hilfreich sein, ich meine bei soetwas schwerfassbarem wie dem karmalen, erscheint mir eine verstümmelte Version etwas unpraktisch. Vielleicht können Sie mir wenigstens weitere Literatur zu diesem Thema empfehlen. Gibt es eigentlich relevante Informationen zum Akt der Heiligsprechung?

Zum Thema Gespräche fällt mir noch ein, ich sollte auch Sieghelm in den Meditationstechniken zur Stärkung seines Geistes unterweisen, da er in der Globule noch nicht anwesend war, vielleicht sollte ich die Gelegenheit nutzen und Azina noch einmal in diesem Feld zu unterweisen?

Weiterhin bin ich am überlegen die NLP als Zweig, in ein aufzubauendes Netzwerk zu integrieren, die Problemstellung, wie wir in kontakt bleiben wurde ja schon vor einiger Zeit geäußert, dabei ergeben sich, diverse Probleme. Ich bin aber zuversichtlich, das tiefergehende studien des Transversalis Cantus, bezüglich der Ausdehnung der Maximalreichweite, sich hier als vorteilhaft erweisen werden, für relativ kurze Strecken, werde ich wohl vorerst bei Luftelementaren bleiben, zumindest die Verbindung Khunchom-Khorestan-Mahtab/Baburin-Hochstieg sollte möglich sein Norburg und Thorwal (wo in Thorwal eigentlich, ich sollte mich bezügllich genauer Karten mal erkundigen) stellen ein größeres Problem da. Weitere Studien in der Thaumatursomgenese erscheinen auch sinnig, diese haben wohl ersteinmal priorität, wenn ich an das Dracheneithaumatursom denke. Letzendlich sollte es, idealerweise in einem Netzwerk arkaner Transporte und Reisen münden.

Außerdem wäre nocheinmal die Position, bezüglich der Verwendung von Thaumatursomen zur Selbstverteidigung zu überdenken, wiewohl teilweise der Rückgriff auf die Feuer spendenen Fähigkeiten des Ignisphaero angemessen erscheint, habe ich dahingehend doch einige Zweifel, Sicherer erscheint mir eine weniger, potentiell, lethale Möglichkeit, welche sich aus den Verwendungen unterschiedlicher Canti der Magica Moventia ergeben könnte.  Aber dazu sollte ich mir wirklich ein anderes Mal gedanken machen…

Tulamidischer Teetratsch, Teepause…

Während Alrique und Endora am reden waren, dabei wohl weislich darauf bedacht weit genug von den anderen entfernt zu sein, das diese nichts, oder zumindest nichts was nicht gewollt war, hören.

Wollte Isaria gerade zu dem Stab gehen, welchen „Tara“, bzw. Alrique, wie Isaria wohlweislich wusste, hatte fallen lassen als er so unzeremoniell von Endora am Ohr hintergezogen wurde.

Doch daraus wurde nichts, weil in diesem Moment Alyssia und Lechmin erschienen.

Ich stimme ja zu das deine Methode schneller geht“. war Alyssia noch am sagen, während Lechmin etwas verwundert auf dem Stab vor seinen Füßen blickte auch Alyssia stockte kurz führte dann aber ihren Gedanken zu Ende fort, „aber ich finde das Fliegen durch die Lüfte, nicht unbedingt wie ein Vogel, denn das wäre mir doch etwas zu anstrengend, auf die dauer, wobei es für den Moment natürlich recht interessant sein könnte“, Sie hielt kurz inne, wohl mental merkend das Sie am abschweifen war, um dann fortzufahren, „es ist einfach ein befreienderes Gefühl durch die Aventurische Luft zu fliegen als durch den Limbus „gezogen“ zu werden.“

Lechmin hob den Stab auf und besah ihn sich genau, „ich weiß Alyssia, wir hatten den Punkt schon einige Male, aber wir hätten zulange für den Weg hierher gebraucht, ganz zu schweigen davon das längere Strecken auch Problematisch sein könnten, bezüglich der Orientierung in der Luft, ich weiß zumindest das sich schon Töchter Satuarias in kleineren Gebieten verflogen haben, hmm vielleicht sollten wir über ein neues Orientierungssystem nachdenken, wie wäre es mit dem Namen „Derisch Satuarisches Lokalisationssystem“, natürlich nur als Arbeitstitel“, meinte Lechmin, leicht, geistesabwesend, während er mit den Fingern der einen Hand über den dunklen Stab strich, sein eigener Stab verharrte währenddessen in der Luft, die Zeichen auf den Stab ertastend.

Isaria nutzte diesen Moment um sich in das Gespräch einzumischen und die beiden zu begrüßen, welche den Gruß natürlich erwiderten. Weiterhin berichtete Isaria von „Taras“ überraschtem auftauchen und Alyssia hielt Lechmin sanft zurück, noch ehe er sich in Bewegung setzten wollte um sich in ein gewisses Gespräch einzumischen.

Lechmin sei doch so gut und bring Tara ihren Stab, du weißt doch wie wichtig Magiern diese sind“, wandte sich Isaria an Lechmin, ergänzte aber rasch, „wenn das für euch beide in Ordnung ist?

Lechmin und Alyssia sahen sich kurz an, nur um danach wieder zu Isaria zu schauen, „ist vielleicht auch besser so, ich denke diese Versammlung ist auch eher was für euch, als für mich„, meinte er nur schmunzelnd und verschwand nach einem kurzen Kuss mit Alyssia.

Um an anderer Stelle wieder zu erscheinen, Isarias Heimstatt wich in einem Augenblick einem gut eingerichteten Anwesen in Al’Anfa und er stand vor dem wichtigsten Raum des Gebäudes, der Bibliothek.

Unter dem Türspalt konnte er schwaches Licht hervorquellen sehen, er selbst hätte zum lesen stärkeres Licht bevorzugt, aber das was er von den Stimmen aus der Bibliothek ausmachen konnte, legte nahe das die beiden Damen in der Bibliothek, wahrscheinlich, momentan nicht am lesen waren, es sei denn natürlich sie würden sich unterhalten und zeitgleich lesen, aber auf diesen Gedanken ging Lechmin ersteinmal nicht ein.

Noch ehe er das seufzen hinter sich hörte, wusste Lechmin das jemand hinter ihm stand, wie er vermutet hatte, als er sich umdrehte, stand vor ihm der oberste Domestik des Hauses, mit einem Tablett mit verschiedenen Getränken und kleinerem Naschwerk und anderen leichten Speisen.

Lechmin nahm sich kurzerhand magisch des Tabletts an und entließ dem Domestik wieder seiner anderen Aufgaben, wandte sich erneut um, während der Domestik etwas im Hintergrund über Zauberer murmelte, wahrscheinlich etwas positives, vermutete Lechmin, um die Tür Kraft seines Willen zu öffnen und mit dem Tablett, flankiert von zwei schwebenden Stäben die Bibliothek zu betreten.

Das Gespräch wurde abrupt unterbrochen und kaum das beide sahen wer da eingetreten war, änderte sich die vertraute Art wie beide zusammen saßen und Tara setzte sich gerade hin, während Zephirina im Gegensatz dazu versuchte im Stuhl zu verschwinden.

Oh bei“, setzte Tara an, während sie Lechmin schnell unterbrach, „Ashtara Myredora Bint Al-Laila, du weißt genau, Beschwörungen, Flüche und Schwüre nicht im Haupthaus“, mit verdrehten Augen unterbrach nun ihrerseits Tara wieder Lechmin, „ich weiß, dafür gibt es entsprechend präparierte Räume„, mit relativ monotoner Stimme fand Sie erneut Worte, „was machst du eigentlich hier?“

Was ich hier mache, ohja, zuersteinmal hätte ich hier Tee und Gebäck, wollt ihr welches? Andere Getränke sind wohl auch noch auf dem Tablett, wenn ich das richtig sehe.“ Begann Lechmin zu erklären weswegen er plötzlich aufgetaucht war…

Wartezeit

Gemütlich sitzt Azina in ihrem schäumenden Badewasser. Spielerisch pustet sie ein wenig von dem Schaum von ihren ausgebreiteten Handflächen.

„Ich frage mich, wie lange ich hier noch verweilen muss. Mich dürstet es durch die Lande zu ziehen. Dämonen wollen gejagt werden. Vortexdiener gehören vernichtet. Und Menschen sollten für unsere – und für ihre – Sache eingebunden werden. Doch ich liege hier gemütlich im Wasser und lasse meine Füße mit Seife umspülen. Ist das nicht lächerlich Elfenbein?“

Sie schaut zu dem weißen Wolf hinüber. Er hat es sich vor der Tür bequem gemacht und schaut gelangweilt drein. Das Leben auf der Burg ist nichts für ihn. Frei muss er sein. Herumtollen auf Wiesen und zwischen den Bäumen. Es ist zwar ganz amüsant, dass sich die Leute immerzu vor ihm erschrecken. Aber das ist nur ein kleiner Trost in der steinigen Ödnis hier.

„Ja, ich weiß, dir geht es ebenso! Nun guck mich nicht so vorwurfsvoll an! Noch können wir nicht weg. Nicht solange die Gefahr eines Krieges besteht. Die Diplomaten im Thronsaal müssen erst die Weichen für unsere Basis stellen. Für die Ordensburg der SOS. Des Schutzordens der Schöpfung. Das war bisher das Beste was ich gehört habe. Natürlich kam es von Nehazet. Und es umgeht auch alle lästigen diplomatischen Windungen und Fallstricke von denen die anderen gesprochen haben. Das klingt ja auch alles durchaus sinnvoll. Ach, wenn nur nicht immer so viel Gewese darum gemacht würde, wer wem wann was wie sagt. Die Menschen sind sehr kleinlich und eitel. Das nervt total. Ich weiß schon, warum ich das alles hinter mich gelassen habe. Weißt du, Elfenbein, ich war früher genauso. Ich wurde dazu erzogen so zu handeln und mich einzufügen. Aber ein einziger kleiner Fehler … na gut, es war ein sehr großer Fehler … und schon ist man gesellschaftlich am Ende. Heute ist mir das gleich. Sollen sie Leute von mir denken, was sie wollen. Ist mir egal. Ich schulde nur einem Rechenschaft. Und das ist der Alte vom Berg höchstpersönlich.“

„Wenn das hier ausgestanden ist und hoffentlich kein Krieg über das beschauliche Hochstieg hereinbricht, werden wir zurück zu Garnan gehen. Das habe ich versprochen. Auch muss ich noch viel lernen und trainieren. Ich bin zu schwach. Zu schwach um nützlich zu sein.“

„Und wenn Garnan uns entlässt, werden wir Aventurien bereisen und von allem üblen Einfluss befreien, der uns begegnet! Ja, das machen wir.“

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Azinas Gedanken

Erwachen gen Praios

Während in Mahtab geredet wurde, war die junge Dame Zephirina Ta’meri Tiamartin in Al’Anfa mit lesen beschäftigt, seit einigen Götterläufen zierte ihr Lesezimmer eine Statue, was nicht perse ungewöhnlich war, doch diese Statue zeigte Zephirinas Tante, welche Sie schon seit frühester Kindheit als Tante Tara geriefen hatte, was auch nicht ungewöhnlich war, eventuell ungewöhnlich war aber, das besagte Tante seit vielen Götterläufen wie von Sumus Leib verschwunden war…

Viel interessanter ist aber der darauffolgende Tag, dieser begann für Zephirina normal und verlief für sie auch normal. Aber der Abend, kaum das sich die Praiosscheibe dem Firmament näherte und hinter dem Horizont zu versinken drohte, zogen sich erste Risse durch das Gestein von Taras Statue, die steinerne Erscheinung wandelte sich, langsam, wieder in eine menschliche. Stein für Stein wurde somit aus der Statue eine junge Frau, tulamidischer Abstammung, mit tiefen grauen Augen, quasi dunklem Haar, vermutlich wäre es sehr schwarz gewesen, wenn nicht vom großteil des Haares ein sternenklarer Glanz ausgegangen wäre, bewegte sich doch ein Firmament auf ihrem Nachtschwarzen Haar, das bedeutet bis auf einige Strähnen die Weiß und Rot waren, sowie den Strähnen zwischen diesen, welche wiederrum den Übergang zwischen der weißen und roten Strähne in verschiedenen Mischfarben darstellten, das ihr Haar geradezu magisch war, war denjenigen die sie kannten bewusst. Gekleidet war sie in ein dunkles Gewand.

Kaum das Zephirina dessen gewahr wurde, sprang sie auf und umarmte die ehemalige Statue, hatte sie ihre Tante doch ganz offensichtlich vermisst.

Wo bin ich?“ Fragte die ehemalig erzerne Gestalt mit schwacher Stimme, „was ist passiert?, folgte eine weitere Frage von ihr.

Zephirina stieß einen freudenslaut aus und begann die Fragen ihrer Tante zu beantworten, „du bist in Al’Anfa und soweit ich es verstehe wurdest du vor vielen Götterläufen versteinert, Großvater hat dich her gebracht, Tante Tara, sag was ist das letzte woran du dich erinnerst?

Meri, bist du es?“ versuchte Tara die bruchstücke der Situation zu einem Bild zusammenzusetzen, wäre Sie nicht noch so sehr von ihrer erstarten Erfahrung beeinflusst gewesen, so hätte Sie vielleicht anders reagiert.

Ja Tante, es ist etwas her seit wir uns das letzte mal gesehen haben.

Tara erwiederte nun auch die Umarmung, „du wolltest wissen, was das letzte war woran ich mich erinnere, nun, es hatte etwas mit einem Buch zutun, ja ich war dabei gewesen es zu lesen, der Titel, was war der  Titel gewesen, Metallurgie, nein Metaspekulation, näher achja Metaspekulative Dämonologie, und das war es.„, und begann zu erzählen, sie musste sich immermal wieder unterbrechen und kurz nachdenken bekamm ihre letzten Erlebnisse aber schließlich zusammen.

Meri, was habe ich verpasst und könnten wir uns hinsetzten, nach all diesen Götterläufen will ich wirklich nicht mehr stehen.

Aber sicher doch Tante.

Die beiden begaben sich zu einigen der bereitstehenden Stühle und setzten sich, Zephirina wollte gerade anfangen mit ihrer Erzählung ehe sie sich besser besann und ihrer Tante noch eine Frage stellte, „woran kannst du dich noch in Rashdul, genauer gesagt im Pandjashtara erinnern?

Tara musste kurz nachdenken, „Belizeth hatte gerade die Position ihres Vaters eingenommen.

Oke, das wird etwas länger dauern,“ Zephirina rief nach Erfrischungen und begann dann die Nacht hindurch über die letzte Dekade und noch etwas hinaus zu berichten, gerade das erneute Erscheinen von Borbarad fasznierte Tara doch sehr, war Sie doch, wie ihre Freundin Belizeth, eine Dämonologin, doch war diese Faszination kalt, die Taten, so eindrucksvoll diese auch gewesen sein mochten, fand Sie mehr als beunruhigend.

Zeitarbeit, Teil 1

„Vergangenheit“

1009 BF / „Land der ersten Sonne“

Es gab ein Problem, oder eher es würde ein Problem gegeben haben hätten auf den Seiten Ymras und Fatas…

Das war der Grund das der erfahrene „Magister Magnus“ Minami mit anderen Zauberern zusammen arbeitete an einer geplanten arkanen Großtat.

Einer der Zauberer war Istha Mantrakorr, ein anderer war Lechmin ai Battuhzen, zwei weitere sollten noch dazustoßen, so hieß es von Seiten Minamis, aber die ersten Arbeiten könnten schon zu dritt beginnen.

Es ging darum einen festen Raum zu schaffen, welcher den Strom Satinavs zu durchqueren mag, wie es dem Magister beliebt…

Das durchqueren war dabei, für einen Zauberer wie den guten Magister kein Problem, wäre es doch eine Untertreibung ihn als recht geübt in dererlei arkaner Angelegenheiten zu titulieren, doch der Raum und die Verknüpfung würden sich als recht difizil erweisen, weswegen eine Kooperation mit einigen anderen gescheiten Köpfen naheliegend erschien.

Das und mehr teilte der gute Magister den Kollegen auch mit, es stellte sich unter anderem heraus, das es als Transport einiger in der falschen Zeit gestrandeten Individuen dienen sollte.

Während Lechmin einige Fragen stellte, hatte Istha schon angefangen ein paar Sachen zu notieren, wortlos überreichte er dem guten Magister, welcher langsam dabei war von Lechmins Fragen irritiert zu werden, eine Liste, welche notwendige Sachen für das geplante Unterfangen enthielt, jene war nicht vollständig, unterstrich aber Lechmins Meinung, dass das geplante einem Magnum Opus in verschiedenen Bereichen in der Magie nahe kämme,  etwas was nicht einfach so umgesetzt wird.

Auf der Liste fanden sich so Einträge, wie magisches Metall (umso mehr, umso besser, mindestens 200 Stein, könnten ausreichen), einen sehr großen Edelstein (als Herz des zuschaffenden Raumes), Optrilith (auch wieder, umso mehr, umso besser), einen gescheiten Geist (strenggenommen mehrere, aber einer ist notwendig zur „Koordination des Raumes im Fluss“), Abgrenzendes Material, vermutlich die astrale Macht von 42 Erzmagiern (oder ein entsprechendes Äquivalent)  und einiges anderes exotisches mehr…

Während Istha wartete und den anderen die Mögllichkeit gab die Liste zu studieren, schüttelte Lechmin den Kopf, sicher mit genügend Zeit, wäre er ein Stück weit zuversichtlicher, das so ein Unterfangen umzusetzen wäre, aber anscheinend eilte es (zumindest hatte der gute Magister entsprechendes impliziert) und die meisten Posten auf der Liste waren nicht so einfach zu bekommen. Minami andererseits schien sich davon nicht abschrecken zu lassen, verschwand und stand kaum einen Augenblick später mit einem großen Edelstein wieder vor den beiden. Es war ein Edelstein, welcher für die Aufgabe schon in der Vergangenheit geeignet war, was Minami auch dadurch wusste, das dieser die Aufgabe in der Vergangenheit schon erfüllt hatte, also zumindest als Herz eines neuzuschaffenden Raumes, sicher aufgrund der Ereignisse der letzten Jahrhunderte und der kommenden Jahrzehnte war der Raum am auseinanderbrechen und würde in Zukunft in die Vergangenheit fallen, aber das kann in der Magie mal vorkommen…

Lechmin war begeistert von diesem Stein und begann auch alsbald diesen zu untersuchen, während Istha nur meinte, er hätte etwas passendes für einen der anderen Einträge und würde es holen…

Zeitarbeit, Teil 3

„Gegenwart“

Im Norden Aventuriens, in einer, doch etwas älteren Burg, residiert ein Zauberer, die meisten die ihn kennen rufen ihn seit geraumer Zeit Istha Mantrakorr. Er lebt zurückgezogen, oft ist es so, als wäre er gar nicht da, dass in Kombination mit der Tatsache das sich kein Mensch der Umgebung mehr daran erinnern kann, wann er zugezogen wäre, führte dazu das schon das eine oder andere Mal gemunkelt wurde, ob er denn tatsächlich in dieser Ruine von Burg dort oben auf dem Berg dahinten, „ja genau die, die so aussieht als wäre sie aus einen alten Schauermärchen entsprungen“, leben würde…

Sagen wir es mal so, Istha lebt und für den heutigen Tag erwartet er Besuch von einem alten Bekannten, von einem Freund zusprechen, wäre temporär bedingt, vermutlich nicht immer korrekt.

Wären Istha bei seiner Tasse Tee und etwas leichter Lektüre den Abend genießt, meldet ihm sein Diener, ein leicht buckliger, traditionsbewusster junger Mensch mit, leichten, Sprachstörungen, das sein Besuch eingetroffen wäre.

Bei diesem Besuch handelte es sich, wie von Istha erwartet, um den „Magister Magnus“ M. M. M. Mirior, sie trafen sich schon vor langer Zeit, immermal wieder, nicht unbedingt immer in der richtigen Reihenfolge, wie die Kausalität dies normalerweise fördern würde, aber das kann unter Zauberern schonmal vorkommen…

Das letzte Treffen liegt knapp 20 Götterläufe zurück, für den einen, für den anderen sind es ein paar Augenblicke…

Beim letzten Mal haben Sie mit anderen Zauberen großes Vollbracht, oder werden großes Vollbracht haben (aus anderen Perspektiven) und genau darum würde es bei diesem Besuch gehen (oder gang es bei diesem Besuch?), denn damals wurde neben einer alten Triopta, einem sehr großen Edelstein, diversen Kraftspeichern, einer beachtlichen Menge an Mindorium auch noch eine kleine Menge Eternium verwandt, ein Material das doch mehr als rar gesät ist, es sei denn man befindet sich im Wissen über eine Quelle dieser Kostbarkeit, welche Sie einem zufließen läßt…