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Die Keule der Seelen

Einst zog es von Lieskas Visionen begleitet, eine Kaskju namens Kelva von den Kisa-Nivayak nach Süden. Weit in den Süden in heiße Gefilde, wo die Jänak durch die Kasknuk der Zeit angeführt werden.

Doch diese dunkelhäutigen Kasknuk des Südens frevelten den Manikku. Denn wenn sie starben, ließen sie einen Teil ihrer Seele in der Tuundarar zurück und banden sie an eine verzierte Keule aus Erz. Jeder dieser Kasknuk ließ einen Teil seiner Seele zurück. So geschah es, dass viele verschiedene Seelenteile in einer einzigen Keule festsaßen. Diese Keule hatte sogar einen eigenen Willen und griff wahllos Menschen an. Ja, die Kasknuk des Südens wirkten ihre Magie mit Hilfe der toten Ahnen!

Gemeinsam mit ihren Gefährten Legendensänger Imion Sturmweber und Surtha von den Optio verhinderte Kelva, dass die Keule ein weiteres Mal weitergegeben wurde. Nun ist sie auf ewig verdammt und ist unter dem Sand vergraben, auf das sie niemals wieder jemand berührt. Und wenn doch, rührt er damit die Toten und ist dem Untergang geweiht.

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Kelvas Legenden

Hriosaris Erbe und der Berg der Geister

Es begab sich zu einer Zeit. Lange Zeit nach Kisa, die ihre Nivayak durch Hriosaris tödliches Eis führte. Als sich Hriosaris Erbe erneut erhob und Verderben über die Tuundarae brachte. Drei große Kristalle schwarzen Eises beherbergten je einen schwarzen Fienlauki. Sie bedrohten das Leben der Nivauesä. Denn die Karene waren verwirrt. Da es Sommer war, sollte es warm sein und frisches Gras zu fressen geben. Doch stattdessen gab es nur Eis und Schnee.

So zog die Kaskju Kelva, von den Kisa-Nivayak, in Begleitung von dem Legendensänger Imion Sturmsänger und der Surtha von den Decurio aus, um das Problem zu lösen. Drei Personen, die unterschiedlicher nicht sein konnten, sollten der Tuundra das Leben zurückgeben.

Sie marschierten viele Tage lang. Bis sie schließlich die Kristalle erreichten. Ganze Herden von verwirrten Fienlauki entströmten den Kristallen und verwehrten ihnen den Weg. Gemeinsam jedoch zerstörten sie die schwarzen Steine im Inneren der Kristalle mit Hilfe der Kekkääle (Geister des Feuers).

Die Legenden sagten einst, dass ein sagenumwobener Berg die Ursache für die Geschehnisse war. So zogen die drei abermals los. Dieses Mal in Begleitung vieler Jäger und einiger weiterer Jänak.

Im Berg fanden sie viele Geister der Elemente, die gegen ihren Willen dort gebunden waren. Sie umgingen die Fallen mit Rokjoks (Rotschweifs) Hilfe und fanden einen Jänak namens Davros. Er hatte eine Maske aus Eis mit drei Kristallaugen auf seinem Gesicht. Er sprach von Wahnsinn. Kelva begab sich in die Geisterwelt und entriss ihm die Maske in einem harten Kampf, während ihre Gefährten, den Körper des Mannes beschäftigten. Ohne die Maske war der Mensch schwach.

Die Maske jedoch bäumte sich auf und sammelte viele Fienlauki um sich herum, um seine Feinde zu zerschmettern. Doch Kelva rief Fienjei (Firngrimm) an. Sie kam und befreite die Fienlauki. Die Maske fiel zu Boden und wurde den Kekkäälen übergeben. Doch sie konnte nicht zerstört werden.

Es begab sich nun, dass Ysta Mandrakor zufällig eintraf. Er nahm die Maske an sich und verwahrt sie bis zum heutigen Tag.

Den Berg jedoch. Den hat Kelva später noch einmal besucht. Viele Umläufe Madas blieb sie dort und befreite all die Geister, die Hriosari dort eingesperrt hatte. Nun ist der Berg nur noch ein gewöhnlicher Berg der Juajok (Geister der Erde). Und manchmal weht von dort Fianjeis (Arngrimms) Atem als erstes über Tuundra und die Karene singen mit dem Wind.

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Kelvas Legenden – Heldenmut