22. Tsa 1027 Shirdar
Kurz wurde noch die Shirdarer Ordensniederlassung besucht, ein schlichtes Gebäude im Bezirk der Gelehrten der Shirdarer „Oberstadt“, unscheinbar stand es nicht allzu weit entfernt von der Schule die Jane und Nehazet gegründet hatten und wurde eher wenig beachtet. Waren die regelmäßigen Dispute der Mawdlis und der Geweihten doch interessanter, ähnliches galt dem lauschen der Geschichten längst vergangener Tage durch die Haimamudim. Und generell bestand natürlich ein gewisses Maß an Hektik durch die helfenden Hände der naheliegenden Heilstätte und der Laboratorien. Es schien gar, das der beste Schutz der Ordensniederlassung der war, das jene aus der Wahrnehmung zu fallen schien, nicht durch Zauberei sondern dadurch, das andere Stätten von größeren Interesse und Belang waren.
Sieghelms Einwurf das eine bessere Bewachung notwendig war, war aus einer gewissen Perspektive dementsprechend durchaus nachvollziehbar, wäre aber doch für diesen schlichtesten aller Zauber des Schutzes, mehr als ungünstig, denn eine größere Bewachung würde Aufmerksamkeit auf dies Gebäude ziehen. Zumal, waren mehr Wachen wirklich nötig, hatten die Söldner die Nehazet über Kontakte zu den Kirchen von Kor und Feqz in Fasar und Khunchom, sowie an anderen Orten, angestellt hatte, samt einiger anderer Kundiger im Waffenhandwerk, nicht ausreichend? Gut er musste sich eingestehen das er dies nicht wirklich einschätzen konnte, vielleicht würde weiteres Bücherstudium helfen sich eine fundiertere Meinung zu bilden.
So unscheinbar es von außen war, ähnlich war es im inneren, der Empfangssalon war schlicht gehalten, bis auf die Sigillen und Zeichen, welche sich um und in diversen geometrischen Figuren an den Wänden herum windeten, für den Kundigen sah es aus als hätte jemand einen Arkanoglyphen Zeichner mit der Dekoration der Wände beauftragt. Über dem Empfangssalon war die kleine Bibliothek und Studierstube der Institutes, in der verschiedene Gelehrte gerade angeregt und lautstark am disputieren waren, in Ur-Tulamidya.
Es ging wohl um eine Karte von Aventurien, verschiedene Kalender und die Sterne, zumindest waren dies die naheliegenden Quellen, da die Gelehrten immer mal wieder auf die besagte Karte wiesen und Informationen auf dieser einzeichneten und sich diverse Texte zeigten oder zitierten, vermutlich um irgendetwas zu belegen.
Bald darauf erfolgte der Aufbruch gen Khattaqh.