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Tulamidischer Teetratsch, Dritter Teil

Doch ehe Isaria antworten konnte ertönte aus dem Hintergrund schon eine Stimme, „Unter anderem Ich.“

Aus dem dunkel zwischen den Bäumen trat eine junge Frau hervor, sie war in dunklen Stoff gehüllt und ihr Gesicht war von einer ebensolchen Kapuze, welche zu ihrem Mantel gehörte verdeckt, lange schwarze Handschuhe umfassten einen, ebenfalls, dunklen Holzstab, verziert mit allerlei arkanen Symbolen, metallenen Kappen und mittig von Leder umwickelt…

Die Farbe der Gewandung und auch der Schnitt waren nicht ungewöhnlich, zumindest nicht für einige der Bekannte diese illustren Gesselschaft, der Stab grenzte die Auswahl ein, deutete er doch auf eine Magierin, noch ehe Isaria und Endora die blasse Haut der jungen Dame zu gesicht bekammen, verdrehte erstere, beim anblick der Haare des jungen Besuchers, schon ihre Augen, wären letztere sie, offensichtlich, freundlich begrüßte, „Tara schön dich zu sehen, wie geht es deinen Eltern?“ Fragte Endora, mit offenen Armen ausgebreitet auf die dunkle, beinahe deprimierend wirkende, Magierin zutretend.

Gut.“ Erklingt die einsilbige Antwort, in einer, nicht ganz natürlich wirkenden monotonen Stimme.

Es überrascht mich wirklich dich hier zu sehen, du bist ungewöhnlich früh, ich dachte immer du wärst eher für die finsteren Stunden der Nacht zu haben?“ Führt Endora neckisch das Gespräch fort, während Sie „Tara“ umarmt, um ihr anschließend zuzuflüstern, „ich hätte wirklich mehr von dir erwartet, geschwind hatte Endora die junge Dame am Ohr gepackt und zerrte diese vorbei an den anderen Töchtern Satuarias vom Platz hinunter.

Isaria schüttelte nur beschwichtigend den Kopf gegenüber den anderen Töchtern Satuarias, war sie wohl der Meinung das sollten die beiden unter sich ausmachen…

Gab ihr dies doch auch etwas Gelegenheit mit den anderen schon eingetroffenen Töchtern zu reden.

Kaum das Endora und „Tara“ außer Sichtweite der anderen war, wandelte sich „Taras“ Erscheinung in die eines jungen Mannes, er war nicht unahnsehnlich und trug eine schlichte graue Robe, welche von einem einfachen Seil zusammengehalten wurde, oder so erschien es zumindest.

War das Notwendig„, fragte er mit leicht vorwurfsvoller Stimme, während er sich das Ohr massierte, was Endora in der Zwischenzeit wieder losgelassen hatte, „es war doch nur ein kleiner Streich, ich wollte sehen ob ich dich und Isaria täuschen könnte, offensichtlich ja nicht“, Endora schwieg weiter, mit sichtlich ungehaltener Miene und ließ ihn weiter reden, „woran hast du überhaupt erkannt das ich nicht Tara war?“ Fragte der junge Mann, mehr würde er wohl ersteinmal nicht sagen.

„Deine Täuschung war gut Alrique, nur ein paar Kleinigkeiten, erstens Tara ist noch nicht in der Lage hier zu erscheinen„, setzte Endora ein und wurde von Alrique unterbrochen, „ich weiß, glaubst du ernsthaft ich hätte ihr Antlitz genommen, wenn Sie hier sein könnte, selbst früher hielt ich das für eine schlechte Idee, aber ich dachte,  weil sie ja bald wieder auftauchen könnte, würde es nicht auffallen„, wobei der letzte Teil eher halblaut geäußert wurde.

Ähem“, räusperte sich Endora und ergriff erneut das Wort, sie mochte es offensichtlich nicht unterbrochen zu werden, aber dennoch zog sich eine verspielte Ader über ihre Ausstrahlung, „dann wäre da noch das Haar, Tara hat recht individuelles Haar, nicht nur die beiden Strähnen ihrer Eltern und die Strähnen dazwischen, nein auch noch das von Sumus Atem, ihr, dein Vater, würde es wohl eher von Sternenkraft,“ und wieder warf Alrique etwas ein, „ne er würde irgendeinen komplizierteren Begriff nehmen, wahrscheinlich etwas mit Astra- oder Arkansonstwas, manchmal denke ich, dass er in Bosparano oder einer anderen verstaubten Sprache denkt„, diesesmal räusperte sich Endora nicht und ergriff stattdessen gleich wieder das Wort, „wie dem auch sei, dein Vater hin oder her, nicht nur das Muster war falsch, es fehlte auch der, nunja nennen wir es nächtliche Glanz, achja und du hast die Stimme nicht so ganz getroffen.“ Endete Endora mit ihren Ausführungen.

 

weiteres folgt…

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