Button

Endlich vereint Dahain…

Es dauerte nicht lange und die „Endora“, ein stolzes Schiff, eine mehrmastige Schivone, trat ihre Fahrt an, mit vier neuen Fahrgästen, darunter zwei reichlich blauen Damen, in diesemfall, waren es jedoch Wesen aus Efferds Domäne und nicht der exzessive Genus alkoholischer Getränke…

Während die „Endora“, die Bucht verließ, setzte sich ein amüsierter älterer Herr, wieder auf seinen Stuhl und war gerade dabei nachdem Buch zu greifen, als sich eine weitere Gestalt näherte, „Ah Lyssia, ich habe mich schon gewundert wann du hier ankommen würdest, wie war der Flug?“ Fragte er, während er innehielt, im greifen nach seinem Buch und stattdessen ein Vinsalter Ei aus seiner Tasche holte, während er noch dabei war seinen Chronometer aus den tiefen seiner Tasche zu fischen, begann Lyssia zu reden, „Sag nicht ich habe sie verpasst? Verdammt, dabei dachte ich mit der neuen Mixtur, wäre ich schneller, du hast schon recht deine Reiseart ist schneller, aber das fliegen macht einfach mehr Spaß„, sprach sie, während sie sehr seltsam geformte Augengläser, welcher eher wie eine Art Helm geformt waren, von ihrem Kopf nahm, „Ähm, Lechmin, wie schnell war ich diesesmal eigentlich, ich meine es hätte sich schneller angefühlt als beim letzten Mal, aber es ist noch nicht schnell genug?“ Fragte Lyssia, während sie sich in einen der anderen Stühle fallen ließ und den Helm sorgsam ablegte.

Lyssia, du weißt das ist schwer zu sagen, aber, wenn ich von einer optimalen Route ausgehe, das Ei korrekt funktioniert und einige weitere Faktoren einrechne, so würde ich sagen, du müsstest deine maximalgeschwindigkeit um ca. 20 % gesteigert haben, freut mich übrigens, das du die Idee mit dem Helm und dem Fluganzug angenommen hast.

Während sie sich etwas von dem dampfenden Tee einschenkte, griff sie das Gespräch erneut auf, „Nun du hattest nicht ganz unrecht, als du dir gedanken um die Flugsicherheit gemacht hast, vor allem bei diesen Experimenten zur Geschwindigkeitserhöhung, oh die anderen werden bestimmt neidisch, wenn wir die Mixtur vorstellen, schade das wir die Salbe nur so selten brauen, aber ein paar Eingeständnisse sind wohl notwendig, wie weit bist du mit deinen anderen Forschungsprojekten?“ Fragte Lyssia ihren Gatten, welcher kurz innehielt ehe er zu einer Antwort ansetzte, „Nicht so weit, wie ich gerne wäre, aber langsam wird es Zeit, so das ich mich, wieder mehr mit der Welt, anstelle der Forschung beschäftigen muss.“ Lyssia sah ihn mit einem mitleidvollen Blick an, „Ist es schon soweit?„, fragte sie ihn mit ebensolcher Stimme, forschten doch beide für ihr Leben gern. „Naja, noch nicht ganz ein paar Götterläufe sind noch Zeit, aber ich muss mich dennoch vorbereiten, und nach den letzten Jahrhunderten sind ein paar Götterläufe nicht wirklich viel, zumal ich dachte, das ich weiter wäre mit meinen Forschungen, aber nein, jedesmal wenn eine Antwort gefunden wurde, hat diese neue Fragen aufgestoßen, es ist eine Aufgabe für die Ewigkeit, aber dafür haben wir ja einander. Hat sich deine Mutter eigentlich mal über das nach ihr benannte Schiff geäußert?“ Erklärte er den Grund seines Kummers, besann sich aber bald eines besseren, er hatte ja immer noch seine Familie und Freunde. Lyssia, fröhlich für die Überleitung zu ihrer Mutter, griff diese auch alsbald auf, „Nein, noch nicht, aber ich denke, du hast dir damit keinen gefallen getan, obwohl du dich wahrscheinlich damit gerettet hast, als du das Schiff als stolz und edel bezeichnet hast.

Beide genossen die nächsten Stunden, während sich die „Endora“, weiter durch die Wellen wogte, alsbald begaben sie sich schließlich heim.

Auf besagter „Endora“, in einer besonderen Kabine, welche eher einem schwimmenden Becken gleicht, sitzen die beiden Ozeanierinnen und die jüngere Dame mit güldenem Haar erzählt von ihren Reisen, wie sie nach Havena eilte um dort im Effardh Tempel nach dem Verbleib Yanuu’as zu fragen, von dort wurde sie gen Praios verwiesen, da kein albernischer Adliger mehr, nach einem Edikt der Effardhkirche, mehr Neckern als Sklaven halten würde, wurde ihr zumindest gesagt. Und da der Hüter des Zirkels der Bruder des albernischen Kongis ist, wurde dies nachdrücklich umgesetzt. Lata habe sie in Havena leider nicht gesprochen, dafür habe sie neben dem Effardhdiener noch eine andere Person kennengelernt, ein rothaariges Mädchen, von fröhlicher Gesinnung, immer mit einem Witz auf den Lippen, obwohl sie die meisten davon nicht verstanden hat, haben sich beide dennoch, nunja, gut verstanden. Der Schelmin, mit Namen Lotte Drut, erzählte Lunaluo was sie nach Havena getrieben hatte und Lotte, die sich mit der Druidin gut verstand, erzählte ihr im Gegenzug von einigen Leuten die sie in Ferdok traf, welche ihr bestimmt helfen könnten, naja vielleicht, eventuel, keine Ahnung, aber einen Versuch wäre es Wert, schiene die doch gerne zu helfen, immerhin wurde sie sogar von einem von diesen auf einen Ball eingeladen, also so ein Fest, auf der anderen Art lässt es sich ja so schlecht laufen, meinte sie noch lachend.  Und Lunaluo erzählte weiter, das sie sich dem großen Fluss hinauf unter Wasser bewegte um zu dem Ort zu reisen, wo diese Gruppe herkamm und wohl auch wieder zurückgekehrt sei, in einen kleinen Ort namens Hammerschlag. Dort traf sie auch auf den ersten aus der Gruppe, einen adligen Krieger, doch dieser hatte keine Zeit für sie und sie reiste weiter gen Praios, denn dorthin hatten sich wohl die Tierbändigerin und der Magier auf den Weg gemacht. Langsam und beschwerlich bewegte sie sich über das Land, immer darauf bedacht ihre Gestalt zu verhüllen und zu verhehlen sogut es ihr ging, doch wie sich eine Ozeanierin verkleidet, hatte ihr Altanan irgendwie nicht beigebracht, wahrscheinlich wusste er es selbst nicht. Es dauerte viele Monde bis sie schließlich in einer Stadt namens Zorgan eintraf, und dort von zwei Damen aufgelesen wurde, Delia und Jane, beide kannten Lottes Freunde und Lunaluo schloss sich ihnen an, um die Tierbändigerin zu finden, auch der Krieger war, wieder dabei, aber vom Magier fehlte nachwie vor jede Spur. Sie lernte ihre Reisegefährten schätzen und fand neue Freunde in ihnen, vor denen sie ihr wahres Gesicht auch nicht zu verbergen musste. Nach verschiedenen Erlebnisse wurden sie schließlich von Delia in ihr Heimatdorf, das Hexendorf Mahtab geführt, wo Lunaluo endlich eine Prophezeiung erhielt, welche es ihr schließlich erlauben sollte ihre Mutter zu finden. Die Hexen waren auch so freundlich sie vom Winde nach Khunchom tragen zu lassen, wo sie auch prompt auf Reonar Wolf, einen weiteren Freund traf, auch der Kräutersammler, mit dem sie sich in Mahtab kurz unterhielt war wieder in der Stadt, wie sie nach einiger Zeit herausfand. Nach einigen Erlebnissen in Khunchom, dazu gehörten ein Ball, auch wieder so ein Fest, ähnlich dem von dem Lotte berichtet hatte, einem Besuch bei einem Händler und dem Efferdtempel, besuchten sie das Haus von Lechmin und Lyssia ai Battuhzen, einem alten Ehepaar, was sich nicht nur über Neugier auszeichnete, welche der tiefe des Ozeans konkurrenz machen könnte, sondern auch über Wissen aus dem Meer der Weisheit, so war es Lechmin, der schließlich Lunaluo, bzw. ihrem Gefährten Reonar, den Aufenthaltsort ihrer Mutter mitteilte. Und ihr auch auf anderer Weise noch half, doch warum er dies nicht vorher schon tat, verwirrte sie, andererseits, hätte er vorher eingegriffen, hätte sie Reonar und Nantua nicht getroffen, vielleicht war dies der Grund? Auch das der Dschinn, welcher sie nach Khunchom trug, wie Lyssia aussah, fiel ihr erst später auf.

Schließlich fuhren sie mit einem kleinen Schiff, der „Tänzerin“, nach Al’Anfa, unterwegs begegneten sie Piraten, einem Riesigenkraken und einigen Flugechsen. In der Bucht von Al’Anfa, wartete sie auf ihre Freunde, welche die Stadt erkundet hatten, während sie Meister des Wassers rief um für eine schnelle Flucht gewappnet zu sein. Damit endete die Erzählung des jungen Wasserwesens, Yanuu’a die sich dies alles interessiert angehört hatte, umarmte ihre Tochter, tiefergriffen, scholt sie aber auch, auf mütterliche art, wegen ihrer Leichtsinnigkeit. Danach erzählte sie von ihrer Zeit in Gefangenschaft, brach aber bald wieder ab, war es doch zu schmerzhaft für sie, stattdessen wandte sie sich anderen Themen zu, sie projizierte Bilder des Meeres in Lunaluos Kopf und sprach mit ihr in der Sprache des Meervolkes, dem sogenannten Neckergesang, dabei stellte sie fest, das Lunaluo nie gelernt hatte ihre Muttersprache, im wahrsten Sinne des Wortes, richtig zu sprechen/denken, ihr Vokabular war wortwörtlich das eines Kleinkindes, auch die Fähigkeit der Projektion ihrer Gedanken war sehr unscharf, nie wirklich geschult worden. Yanuu’a seufzend, streichelte ihrer Tochter über das Haar und tauchte aus der Kabine auf, während ihre Tochter meditierte. Etwas wozu sie Lunaluo nach einigen Gedanklichen Bildern von Ebbe und Flut ermutigen konnte, sie hatte eine Idee, wie sie ihrer Tochter helfen könnte, die Fähigkeit Lunas mit Wassertieren Gedankenauszutauschen, war, so vermutete sie, wahrscheinlich das Resultat ihrer nie geschulten Fähigkeiten, wenn sie jene Trainieren würde, könnte ihr das helfen ihre Muttersprache zu sprechen. Als Luna aus ihrer Meditation auftauchte, metaphorisch zu verstehen, schwomm eine Schildkröte in der Kabine, Yanuu’a ermutigte Luna, sich mit dieser zu „unterhalten“, über die nächsten Tage, leitete Yanuu’a Luna gedanklich durch verschiedene Gespräche und ihre Bilder wurden tatsächlich, weniger, verschwommen, es würde noch lange dauern bis der Bach ihrer gedanklichen Sprachfähigkeiten flüssig in den Ozean der Kommunkation fließen würde, das war beiden bewusst, aber in kurzer Zeit hatte Lunaluo mehr Vokabeln gelernt als sie schon seit knapp einem Jahrzehnt nicht mehr gelernt hatte, darunter auch das ein oder andere Lied und verschiedene Sagen. Die Magie, auf der anderen Seite war komplizierter, Lunaluo hatte die Magie von ihrem Vater gelernt, einen Zugang zur Ader, der fließenden Magie des Meervolkes zu lernen, würde eine ganze Weile dauern, falls es überhaupt, noch möglich sei. Unterscheiden sich die herangehensweisen doch wie Ebbe und Flut, auf der anderen Seite, erklärte Yanuu’a ihr, verfüge Lunaluo über einen erstaunlichen Zugang zu ihrem Element, so das es vielleicht noch möglich sei. Wenn sie weiter in ihr Element eintauchen würde.  Zu vertiefenden Studien der Magie kammen sie aber, noch, nicht.

Die Tage flossen dahin und bald waren die Gestade Albernias zu sehen, noch ehe die „Endora“ Havena erreichte, verließen die beiden Neckerdamen und ihre Begleitung das Schiff um von der Küste aus zu einem zu einem friedvollen Hain zu gelangen, Yanuu’a erzählte Malzan und Nantua, vom letzten Male als sie hier war, und das sich kaum etwas geändert hatte, in der Zwischenzeit war die junge und stürmische Druidin schon vorausgerannt, aufgrund ihrer Physis, hätte dies bedeutet das Malzan und Nantua, wenn sie ernstlich daran gedacht hätten, sie relativ schnell hätten einholen können, und auf einen großen Baum zugelaufen, und diesen freundlich umarmend, „Hallo Pappel, äh Papi, sieh wenn ich mitgebracht habe, ich habe sie endlich gefunden!“ Redete sie, eindringlich mit dem Baum, noch ehe die anderen etwas sagen können, um darauf hinzuweisen, das es doch „nur“ ein Baum ist. Wird dieser kleiner, die Äste und Zweige nähern sich dem schrumpfenden Stamm, die Farbe der Borke wandelt sich, die Konsistenz des Stammes ändert sich, sodass alsbald schließlich ein älterer, unbekleideter, aber von Lunaluo verdeckter, menschlicher Mann mit langem, noch partiell rötlichem, Bart anstelle des Baumes steht und die Umarmung erwiedert. In seiner Hand befindet sich ein grob gehauener Dolch aus Obsidian. „Oh Luna, es ist dir also endlich gelungen, schön das du wieder hier bist, gleiches gilt natürlich auch für dich Yanuu’a, wer sind eure Freunde?“ Fragt der Druide, seine Tochter und Frau, aus seinen Zügen ist zulesen, das wäre nicht die eherne druidische Selbstdisziplin, so wäre er wohl schon zu seiner lange verschwundenen Frau gerannt und hätte diesen ebenfalls umarmt. Yanuu’a die um die art ihres Gattens wusste, suchte aus einem nahen Haus schnell etwas zusammen um schließlich mit einer einfachen weißen Robe zu ihrem Mann zu eilen und ihm diese zu übergeben. Kaum das er nun gewandet war, umarmte er nun auch seine Frau, Luna indessen zeigte ihren Freunden den Hain, welcher, wie sich herausstellte ein sehr idyllischer Ort ist, mit erstaunlich vielen zahmen Tieren, wenn auch die meisten recht scheu sind, wie Malzan und Nantua schnell erfuhren. Sie erzählte beiden von ihrer Kindheit hier am und an der Küste, aber nach der Entführung ihrer Mutter, hatte sich Altanan Gwenlian, zusammen mit ihr weiter in den Hain zurückgezogen, sie verbrachte die nächsten Götterläufe am und um den Fluss und den kleinen See, welcher im Hain liegen, bzw. durch diesen durchfließen.

Schließlich führte Lunaluo ihre beiden Freunde zu besagten kleinen See, an dessen Ufer eine kleine Hütte steht, und mittlerweile, der kleine Ausflug durch den Hain bot Altanan und Yanuu’a mehr als genug Zeit, von den beiden Eltern Lunas eine Kanne Tee aufgesetzt wurde. Altanan und Yanuu’a haben drei Stühle am Wasser aufgerichtet, auf die sich Malzan, Nantua und Altanan setzten können, während es sich Yanuu’a im See gemütlich gemacht hat, einem Ort, in es dem sich auch Lunaluo nachdem sie ihre Freunde zu ihren Stühlen gebracht hat, gemütlich machte.

Über den Abend werden schließlich, an einem Lagerfeuer, das aber nur von den dreien an Land gut einzusehen ist, wurde doch für die beiden Neckerdamen darauf geachtet, das Feuer gut abzuschirmen, so das sie es möglichst wenig wahrnehmen, noch viele Geschichten erzählt und Luna und Yanuu’a geben auch beide ihren Gesang zum Besten. Über dem Essen wird Malzan und Nantua angeboten solange im Hain zubleiben wie sie wollen, sie sind immerhin geschätzte Freunde und Gäste der Familie.

Schreibe einen Kommentar