— als Grombasch —
Wahrhaftig, eine alte vergessene Zwergenstadt. Hier im Trollzacken. Hätte ich das gewusst, wäre ich schon eher hier gewesen. Ich hätte diese Mauern neu beleben können!
Sorgfältig betrachtet er die alte Baukunst seiner Ahnen. Im Vorbeigehen huldigt er den ehrwürdigen Sarkophagen.
Ich weiß so wenig über mein Volk. Aber ich bin noch jung, ich kann noch viel lernen. Wer weiß, vielleicht ergibt sich ja später eine Gelegenheit. So ein Dienst hält ja nicht ewig. Im Gegensatz zu diesen Waschbecken! Es funktioniert tatsächlich noch nach über 3000 Zyklen! Aber warum bei Angrosch beteten sie einen Götzen an, den die Menschen Hesinde nennen? Ich meine, sollen die Menschen ‚sie‘ doch anbeten. Das ist mir gleich. Aber warum tut ein guter Angroschim so etwas? Meine Brüder wird das interessieren.
Sie gelangen in einem Raum mit einer vier Schritt großen Zwergengelehrtenstatue, die ein Buch in der Hand trägt. Im Sockel steht auf Angram, der alten Priestersprache vor dem Rogolan, dass derjenige das Heiligtum der … (Name des Reiches) betrachten könne, der fünf Fragen richtig beantwortet. Die Helden bitten Grombasch seine Hand auf eine Markierung im Sockel der Statue zu legen, um den Mechanismus zu starten.
WAS? Ich soll das Heiligtum meiner Vorfahren den Menschen ausliefern? Niemals! Das können sie nicht von mir verlangen. Ich werde kein Verräter meiner Brüder! … nein!
Was faseln sie da von diesem Götzen? Die Dame hat doch vorgelesen, dass es ein Heiligtum der Zwerge ist! Nur der König und die Hohepriester sind berechtigt, es zu betreten. Und was soll uns ein Schatz gegen das Dämonengezücht nutzen? Wir sollten die restliche Anlage untersuchen, anstatt die wohl behüteten Schätze zu rauben.
Der Bruder kommt mir mit Ungeheuerlichkeiten! Er sagt, ich hätte irgendwas geschworen. Habe ich nie! Nicht irgendeinem Götzen. Es gibt nur Angrosch! Und ich erkenne seinen Willen nicht, diese Menschen hinein zu lassen. Und Thornia? Sie kommt mir mit Befehlen. Gar nichts hat sie mir zu befehlen. Nicht hier. Hier geht es um mehr als einen Dienst. Es geht um mein Volk!
Obwohl … sie sagen, dass jeder, der die Fragen beantwortet, es betrachten, aber nicht betreten darf. Und warum überhaupt meine Hand? Wenn sie denn behaupten, ein Recht zu haben, das Heiligtum zu betreten, sollen sie doch die eigene Hand rauf legen. Das hieße dann, dass sie einen Blick riskieren dürften … nein. Nein. NEIN! DAS DÜRFEN SIE NICHT!!! SOLLEN SIE FROH SEIN, DASS ICH SIE NICHT ALLE ERSCHLAGE FÜR DIE FRECHHEITEN!!!! MEIN BLUT KOCHT SO HEIß!! ICH … ich muss hier raus, sonst passiert noch ein Unglück. *Grml*
Er macht auf den Absatz kehrt und läuft strammen Schrittes auf den Eingang zu. Delia setzt zu einem letzten Versuch, ihn zu überreden an und appelliert dabei an seine Neugier, das Heiligtum doch einmal selbst betrachten zu wollen. Dabei wirkt sie den Zauber „Große Gier“ auf ihn. Wie ein Schleier verdeckt sein neues Ziel seine Sicht. Seine Schritte werden langsamer ehe er inne hält und sich langsam umdreht.
Andererseits … was soll ich meinen Brüdern sagen, wenn ihn ihnen hiervon erzähle. Ich muss ihnen doch berichten, was hier ist, damit sie die richtigen Leute schicken. Dafür muss ich einen Blick riskieren. Aber ich gehe allein!
„Na schön. Aber ich gehe allein! Weg von der Statue! WEG DA!“
Gut, sie sind alle weg. Dann wollen wir mal.
Er drückt seine Hand auf die Markierung im Sockel der Statue. Es klickt und seine Hand wird von steinernen Klammern gefesselt, ehe die Statue zu reden beginnt. Sie berichtet auf Rogolan noch einmal von dem Heiligtum und stellt die Fragen, die Jane, von Grombasch unbemerkt, aus der Ferne richtig beantwortet. Schließlich baut sich eine steinerne Brücke über dem Abgrund auf. Grombasch zögert keinen Moment und betritt das Heiligtum bis er vor einer vergoldeten, mit Diamanten besetzten Türe steht. Die anderen sind ihm unbemerkt gefolgt.
Herrlich diese Pracht. Hier ist ein Schlüsselloch. Wo mag wohl der Schlüssel sein?
Delia gibt Jane den Hinweis, dass ihr Amulett der Schlüssel sein könnte. Vorsichtig versucht sich die Gelehrte sich an Grombasch vorbei zu schieben.
„WAS BEI ANGROSCHS HEIßER ESSE MACHT IHR HIER? ICH HABE GESAGT, ICH GEHE ALLEINE!! HINAUS!!!“
Traviaholt: „Aber wolltest du das Heiligtum nicht sehen? Jane hat den Schlüssel.“
„WAS? Ähm, ja. Nun dann, mach auf! Los!“
Sie steckt das Amulett in den Schlitz. Jedoch tut sich nichts. Plötzlich bemerken die Helden einen uralten Zwerg, der am unteren Ende der Treppe steht und sich als der letzte Hochpriester zu erkennen gibt. Er hält Jane einen alten Schlüssel hin. Grombasch versucht ihn zu nehmen.
Ah, der Schlüssel. Aber. Ich. Ich kann ihn nicht nehmen. Kann mich nicht bewegen. Ich muss doch da rein! Ich muss! Aber wieso? Hey, bleibt hier, nicht da rein!!! Nein, das gehört euch nicht. HEY!! NEIN!
Um ihn herum brennen die Kohlenpfannen. Das Feuer zuckt und scheint ihn zu verhöhnen. Denn gefangen zwischen den Bannen ist er unfähig sich zu bewegen. Seine Hände zucken nach dem Schlüssel ausgestreckt im Rhythmus des Feuers. Seine eigene Esse glüht scharlachrot auf. Die Gefühle in seinem Inneren kämpfen gegen einander. Seine Gier und sein Zwergenstolz kämpfen mit dem unerklärlichen Wunsch es geschehen zu lassen. Der innere Konflikt lässt ihn auf den Stufen zum Heiligtum erstarren. Nur eines ist gewiss. Er ist wütend. Sehr wütend!
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Grombaschs Gedanken