„Es tut mir so leid Mara!“, waren die letzten Gedanken, bevor das Schwert des Gardisten auf ihn niederschlug. Tiefe Schwärze umfing ihn, Schmerzlosigkeit war der Lohn dafür. Er spürte nicht, wie die Spitze des Schwertes sich in sein Herz bohrte, aber er hörte das Rauschen von schwingenden Flügeln, die sich näherten. „Dann war es das also mit mir!?“ Erstaunlich, dass man im Tode noch denken konnte.
Er war gespannt, wohin Golgari ihn bringen würde. Zu Praios, dass er ihn in sein Goldenes Buch eintrage, denn immerhin ist er adelig und bei einem praiosgefälligen Auftrag gestorben. Oder in Efferds Wasserreich, denn der Große Flussvater ist der Urvater aller Albernier. Oder auf Tsas Regenbogen, damit er auf der Perfektion seiner geliebten Farben in ein neues Leben reisen kann. Oder doch zu Hesindes Hain, hat er doch immer nach Wissen gestebt und es gemehrt. Außerdem würde er dort seinen Orestas wiedersehen.
„Orestas! Grade noch hast du mich dich gehen lassen und schon bin ich auf dem direkten Wege zu dir! Ich freue mich dich wiederzusehen!“, seufzte Bermhoin gerade noch, als er lautes Flügelschlagen hinter sich hörte. Er hatte nicht mitbekommen, dass er sich schon auf Golgaris Rücken befand. Er drehte sich um und sah dicht hinter sich einen weiteren Raben und auf dessen Rücken saß Mara und winkte ihm zu. Er winkte zurück, doch drehte er sich weg, damit sie nicht seine Tränen sah, die er ob ihres Schicksals vergoss.
Sehr schön geschrieben. Finde ich gut, dass Du die Idee aufgenommen hast, dass sich Mara und Bermhoin über dem Nirgendmeer treffen.