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Komm in die Armee, haben sie gesagt.

Als Mara so im Heim der Seehoffs saß und der Magd beim hektischen verteilen von Primeln und eisernen Nägeln zusah, da war sie doch schon recht amüsiert. Es war eigentlich ein guter Tag. Firl würde bald lernen mit den Händen zu reden und der Rest der Helden auch. Somit konnten sie alle zusammen „reden“. Darauf freute sich Mara sehr. Sie konnte heute auch schon mehrfach Bernhoim als Fee begutachten. Ach eigentlich war es doch ein guter Tag. Bis auf die Tatsache, dass Rondrigo fast ums Leben gekommen war. Warum mussten sich Krieger nur immer und überall duellieren. Nur weil einer eine andere Nase hatte, nicht so adelig war oder nur das falsche Wappen trug. Aimos hatte absolut recht! Daran gab es keine Ehre. Viele Meilen von hier kämpften tapfere Männer und Frauen gegen die Dämonenhorden von Borbarads Jüngern und hier rieben sich die kampfähigen Männer selbst auf. Was für ein Unsinn. Warum kämpften sie nicht alle zusammen gegen die Dämonen? Selbst Mara hatte in diesen schweren Zeiten das Angebot bekommen mit zu kämpfen. Der hohe Herr hatte vorhin gesagt „Komm zur Armee“. darüber hatte sie noch nie nachgedacht. Als Feldscherer in der Armee zu dienen. Ihr Traum war es bisher eine eigene Praxis zu eröffen, bzw. die Praxis „Maras Rose“ in Joborn zu übernehmen, nachdem sie einige Zeit durch die Lande gereist war. Doch wenn sie der Armee beitrat, dann konnte sie so viel Gutes tun, so vielen Menschen helfen und außerdem würde sie dafür auch noch gut bezahlt werden.

Hierfür war der Unterricht von Ludevico wahrhaft goldwert gewesen. Dem hohen Herren gegenüber hatte Mara das erste Mal in ihrem Leben eine Abrechnung erstellt. 34D und 16S waren die Kosten, um Rondrigos Leben zu retten. Der hohe Herr war sehr spendabel und gab Mara 40D dafür. Nun besaß sie über 60 D, ob sie damit so reich wie Bernhoim war? Auf jeden Fall wollte sie sich damit ein Pferd und einen kleinen Karren kaufen. Gerade groß genug für das Gepäck, sich selbst und einen Verwundeten. Einen Karren, den man mit den Zeltplanen zu einem gemütlichen Nachtlager machen konnte. Vielleicht wollte ja einer der Händler oder der Bauern hier ihr ja einen Karren und ein Pferd verkaufen.

Bernhoims „Nein! So laufe ich auf keinen Fall mehrere Tage rum!“ lenkte ihre Aufmerksamkeit wieder auf ihre Gefährten und auf die Fee Berwina.

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