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Elfen

Mara wollte am Morgen nur nach den Pferden sehen, um dann mit Rondrigo und ihren Freunden das Frühstück einzunehmen. Doch dann kam alles anders. Die junge Heilerin betrat die Stallung und erstarrte. Vor ihr standen vier Elfen. Mara hatte noch nie Elfen gesehen. Die Sagengestallten wirkten etwas fehlplatziert in dem alten von Menschen geschaffenen Bauwerk. Mara hatte gedacht, dass wenn sie jemals Elfen sehen würde, dann in einem Wald, auf einer vom Mond beschienenen Lichtung oder so. Doch nun standen die vier vor ihr, mit der Körperhaltung gefährlicher Raubtiere. Dennoch spürte sie keinen Hass oder Aggression. Die Gefühle die von den Elfen auf sie zuströmten fühlten sich wie das ruhige fließen eines Flusses an. Gleichmut und Harmonie mit gespannter Erwartung und Neugier. Einer der Elfen fesselte gerade den Stallburschen an einen Pfeiler. Während ein anderer auf Mara zuglitt.

„Suilad adaneth“ Es schien Mara als würde das Wesen mit zwei Stimmen gleichzeitig zu ihr sprechen, so melodisch waren die Worte. Sie verstand ihren Sinn nicht, aber vernahm keine Bedrohung. Der Elf legte seinen Kopf leicht schief, wie ein Vogel der etwas interessantes mustert „Ihr seit besonders Menschenfrau“ Mara wusste nicht was der Elf meinte und blieb wie angewurzelt stehen. Der Elf mussterte sie weiterhin. Eine der anderen Elfen rief ihm etwas zu und er nickte kaum merklich. „Werdet Ihr uns begleiten? Wenn nicht werden wir einen anderen Menschen mit uns nehmen. Als Pfand für unsere entführten Geschwister. Der stumme Junge hat sich für den gefesselten Jungen eingetauscht“ Mit diesen Worten deutet er von dem Stallburschen zu Firl, der neben den Elfen steht und sie mit großen Augen mustert. Auf die Frage des Elfen hin nickt Mara nur und stellt sich zu Firl.

Die beiden Geißeln werden von den Elfen aus dem Stall geführt hinein in das Dickicht des Waldes. Einen letzten Blick wirft Mara auf das Gasthaus, wo Rondrigo wohl auf sie wartet…

One Response to Elfen

  • Bei den Göttern, bleibt einem in diesen rückständigen Landstrichen nichts erspart? Hack!
    Hätte ich damit rechnen müssen? Immerhin hatte uns der Traviageweihte ja gestern bereits von dieser Besonderheit erzählt. Hack!
    Wie könnte Nostria sich auch erlauben Andergast im Punkte potentiell tödlicher Begegnungen auch nur im geringsten nachzustehen? Hack!
    Wie konnten mir die Parallelen nicht auffallen? Eine verlassene Stadt oder ein verwüsteter Magierturm, Mindergeister oder Elfen. Hack!
    Warum kann mich das Schicksal da nicht raushalten? Ich bin nicht ausgezogen um Abenteuer zu erleben, wie dieses närrische Kind. Spuck!
    Wir haben zwei Dörfler als Pfand mitgenommen haben die Elfen gesagt. Und damit haben sie noch nicht mal gelogen! Thurana und Joborn sind wahrhaftig nicht viel mehr als Dörfer. Hack!
    Aber ein Mann steht zu einem Wort und muss tun was ein Mann tun muss. Und er hat sich nicht von niederen Beweggründen leiten zu lassen. Hack!
    Und deshalb Spalte ich nun Holz anstatt Köpfe, bis ich mit meinem wieder klare Gedanken fassen kann…
    …Knack!

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