12. Travia 1026 Bf.
Wir sind wohlbehalten in Ashakant angekommen. Ein sehr kleines verschlafendes Nest. Meine neue Schülerin Sulibeth saba Abdul bestaunt alles mit großen Augen die Welt fängt gerade erst an sich vor ihr zu öffnen. Ich hätte vielleicht erstmal mit Mutter reden sollen aber die Angelegenheit war da also habe ich sie ergriffen. Ich hoffe das meine Depesche zu ihr bald eintrifft.
13. Travia 1026 Bf.
Der Tag heute war interessant. Es fing damit an das Nehazet mal wieder nicht aus seinem Zimmer kam. Da wir seine Meditationen durchaus schon gewöhnt sind dachten wir uns nichts ungewöhnliches. Bald darauf erhielten wir Antwort auf sein letztes Experiment. Ein Gezeter und Geschrei kam plötzlich vom Innenhof. Als wir aus Neugier heraus nachsehen gingen stand dort ein imposanter Krieger der auch wenn er es niemals zugeben würde, extrem verängstigt und unsicher aber auch aggressiv verlangte zu erfahren wo er den ist und was das soll. Was auch immer „das“ war. Da keiner der umstehenden Reisenden und Bauern sich durchringen konnte ihn auf Garthi anzusprechen entschloss ich mich das Wort an ihn zu Richten. Zum Dank richtete er seinen Anderthalbhänder auf mich .. ich werde diese adligen Krieger niemals verstehen.
Nach einer weile eines schlecht geführten Verhör gleichem Gespräches gelang es mir herauszufinden was den nun passiert war. Der Verehrte Junker Sieghelm von Spichbrecher zu Dettenhofen, Hauptmann der Infanterie zu Hammerschlag, war gerade mit irgendetwas beschäftigt gewesen als eine Luftelementar ihn Gepackt und nach Ashakant gebracht hatte. Es brauchte nicht viel Eingebung um das plötzliche erscheinen mit Nehazet’s Abwesenheit in Verbindung zu bringen, also fragte ich ihm ob er diesen kennen würde. Alleine seine Augen verrieten mir schon die Wahrheit. Doch als wir nachschauten wo den Nehazet blieb stellten wir fest das er wie tot auf seinem Bett da lag. Der Allwissenden sei dank das ich zu hause bei Meisterin Duwinde gelernt hatte den unterschied zwischen tot und der Schlafkrankheit zu erkennen. Doch Nehazets Anfall hätte nicht unpassender kommen können. Den dieser ungehobelte Klotz von einem Krieger wagte es tatsächlich mir zu drohen. Als ob ich und nicht seine merkwürdigen und scheinbar äußerst ungesunden Meditationen für seinen Zusammenbruch verantwortlich wären.
Da der Krieger es tatsächlich geschafft hatte es sich in den Kopf zu setzen Nehazet zu heilen und er offensichtlich nicht den unterschied zwischen Linderung und Heilung versteht hatte er fest gelegt das wir uns morgen nach Aranien aufmachen. Doch wie so oft die Zwölf wollten es anders. Delia und ich hatten gerade für Nehazet Unterbringung bei der Örtlichen Heilerin einer Kräuterfrau, vermutlich eine Hexen Schwester von Delia, gesorgt und waren auf dem Rückweg durch die hereinbrechende Dunkelheit als ich eine Spinne eindeckte so groß wie ein Pferd, ich hasse die Dunkelheit. Nicht nur die große Spinne war da sondern auch hunderte bis tausende Kleinere Spinnen. Im Eiltempo kehrten wir zu Karawanserei zurück. Dort bewies der Krieger das er durchaus sein Handwerk verstand und besiegte die Spinne. Leider gab es zwei verwundete. Eine war von den vielen kleinen Spinnen und Skorpionen gestochen wurden, ein andere hatte versucht sich dem Monstrum entgegen zu stellen. Diesen Jungen Mann namens Goswin konnte ich zusammen mit Delias Hilfe Retten. Für den durch die Spinnen und Skorpione gestochenen kam jede Hilfe zu spät.
Wir entschlossen uns, die Nacht erst mal mit aufgestellten Wachen in der Karawanserrei zu verbringen. Der Krieger hatte sich bei mir für seine Bedrohung entschuldigt gehabt.
14. Travia 1026 Bf.
Der Gestrige Tag war interessant gewesen der heutige sollte ihm in nichts nachstehen. Wir entschlossen uns nach der Quelle der spinnen zu forschen. Da sie eine nicht unerhebliche Bedrohung für Nehazet und das Dorf darstellt. Was wir aber entdeckten war mehr als ich erahnt hatte. Eine Grabanlage mit ziemlicher Sicherheit aus der Zeit des Diamanten Sulternats wir konnten fünf Kammern erkunden. Geschützt durch schwere Steinerne Türen die blockkiert wurden durch dicke Steinquader. Die Vordersten beiden der Kammern beinhalteten aus Stein gehauene Bildnisse von Wächtern die Rund um eine Pyramide mit goldener Spitze standen. In der einen Kammer hatten Ferkinas anscheinend Versucht zu plündern und einer war von den Statuen erschlagen wurden. Diese Bewegten sich mit für Stein erstaunlichen Geschwindigkeiten sobald man den Raum betrat, blieben aber stehen sobald man sich wieder entfernte. Die andern beiden Räume beinhalten die Leichen der unglücklichen die zum Bau dieser anlange verwendet wurden, während die letzte Kammer eine äußerst unangenehme Überraschung bereithielt. Dort waren die Schöpfungen des Meisters der Grabanlage in Tongefäßen einbalsamiert. Die Fünfte Kammer hingegen war zwar von der Länge und Breite her recht geräumig. Vermutlich um die zwanzig Rechtschritt groß war aber nur Fünf Spann Hoch. Wir alle vermuteten das dies nicht die natürliche Position der Decke dieses Raumes war doch Goswin der neuerrnante Mundschenk des Junkers machte sich trotz der Gefahr an die Erkundung dieser Kammer. Es gelang ihm auszukundschaften das sich gegenüber ein weitere Tür befand links eine Treppe nach unten und rechts ein Raum mit Grabbeilagen. Doch ein angriff eine der Skorpionschrecken genannten Schöpfungen zwang uns auf Grund der Verwundeten zum Rückzug. Als letzter gehend verbrannte der Junker Sieghelm die Skorpionsschrecken die in der Kammer einbalsamiert waren mithilfe des von mir mitgeführten Lampenöls. Danach entschlossen wir uns am nächsten morgen zurück zu kommen.
15. Travia 1026 Bf.
Ich wünschte Nehazet wäre wach. Alleine die Grabkammer hätte ihn vermutlich in Ohnmacht fallen lassen. Aber alles der Reihe nach. Wir hatten uns entschlossen zurück zu kehren und dieses mal gelang es uns weiter vorzudringen.