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Was Wünch ich mir …

Die stattliche Frau starte ins Feuer, das Licht der Flackernden Flammen spiegelte sich ihn ihren braunen Augen, der Zettel hing halb vergessen lose in ihrer Hand. Was Wünsch ich mir? Der Gedanke brandete wieder durch ihren Kopf. Ihr Blick ging rüber zu Delia. Delia die eng umschlungen mit Kalkerib vor dem Feuer stand. Wünsche ich mir das sie Scheitern? Das sie glücklich werden? Das Delia das Glück findet das sie sucht? Das Letzte mit Gewissheit, doch was ist mit ihm der im ersten Moment der Liebe nur daran Denken kann einen wichtigen Teil von Delia zu unterdrücken? Ob andere gesehen haben das sie vermutlich Ihre Finger gekreuzt hat während sie Mit Kalkerib sprach? Kann sie wirklich mit ihm glücklich werden und sollte ich es mir wirklich wünschen?  Ist das mein Wunsch?

Ihr Blick wanderte weiter zu dem Stolzen Krieger. Was er sich wohl wünscht? Vermutlich zurück nach Drapazien zu kommen doch abgesehen davon? Da reist man schon so lange mit jemanden und kann noch nicht einmal so etwas simples erahnen. Er erzählt wirklich nicht viel über sich selbst. Außer das er bei der Dämonenschlacht war … ob er überhaupt lange über seine wünsche Nachdenkt? Sollte ich mir wünschen das im das Glück weiterhin Holt ist? Das jene die Ihm wichtig sind vor Schicksahlsschlägen gefeilt sind? Ist es das was ich mir Wünsche? Kann ich es mir überhaupt wünschen?

Nehazet der nur unweit von ihm steht erregt ist das nächste Ziel ihre umherirrenden Augen. Was er sich wohl Wünscht? Vermutlich Wissen, Macht oder Sicherheiten in gebieten die Nicht seinem Einfluss unterliegen. Vielleicht auch das er von dem Leid erlöst wird das ihn zur zeit zu quälen scheint. Es ist komisch das ausgerechnet derjenige den die andern so undurchsichtig finden derjenige ist dem man am ehesten einschätzen kann. Doch wünsch ich mir das er so bleibt? Das er auf ewig so freundlich, bedachtsam und unbedacht zu gleich bleibt? Das er sich nicht verändern mag? Oder Wünsche ich mir das er endlich jemand findet der ihn wirklich beeinflusst auf den gebieten die er bisher nie auch nur in Erwägung gezogen hat das er jemand findet der ihn stärkt wo er schwach ist, jemand der ihm beinflust ohne zu manipulieren? Ist Das mein Wunsch? Sollt ich mir sowas wünschen?

Und Azina. Azina die so verschlossen ist, die bei jeder Bemerkung nach dem wert dem ich ihr Beimesse zu suchen scheint, und doch loyal und entschlossen ist. Bei ihr ist mein Wunsch sie zu verstehen klar … oder doch nicht? Sollt ich mir vielleicht wünschen das sie mich versteht? Das sie etwas milder wird wie Ifirn die geliebte Tochter ihres Gottes? Das sie versteht das ich sie weder untermauern noch beleidigen will? Das ich sie achte für ihr wissen und Geschick? Oder Sollte ich wünschen das sie ihrem Weg so gehen wird wie sie es will? Das sie Unnachgiebig wie Firun über uns Wacht? Das sie Ihren Stolz und Ehrlichkeit nicht verliert? Sollt ich mir das Wünschen? Oh Hesinde gib mir Klarheit ist das mein Wunsch?

Und was ist mit mir? Was wünsch ich mir? Was will ich erreichen? Was erhoffe ich für mich? Sollte ich jenes sehnen nach Gesellschaft Niederschreiben das den Hauptmann so verwirrt? Sollte ich beten das ich jenes wunderbare Wesen finde dass die Lücke in meinem Herzen Füllen wird wie Kalkerib das für Dehlia Getan hat? Sollt ich mir wünschen das ich immenses Wissen erlange? Und die Weisheit es richtig einzusetzen? Das mir solches erspart bleibt und ich weiter friedlich Lebe? Sollt ich mir wünschen das ich einen Doktortitel erarbeiten kann? Eine anstellung an einer Universät? Anerkennung? Das ich nicht mehr Fräulein bin sonder Fräulein Doktor Oder gar Professorin bin? Sollt ich mir wünschen ich jenen Aufgaben die mir bevorstehen gewachsen bin? Das ich nicht verzweifeln oder wanken werde? Das meiner Familie kein Leid geschehen wird? Das Vaters Geschäfte floriert und meine Brüder ihm sicher zur Seite Stehen? Das ich sie wiedersehen werde? Das Sulibeth ihr Ziel erreicht? Das Meine versuche zu Lehren nicht uns allen Schaden werden?

Was Wünsch ich mir? Was Wünsch ich mir?  Warum, oh Wissende, warum bin ich so unentschlossen an jenen Abend an dem meine Freundin ihr Glück gefunden hat? Ihr Blick ruht wieder lange auf dem Feuer in dem das Holz sich rot glühend langsam zu Kohle und dann zu Asche verwandelt. Vielleicht … vielleicht sollte ich einfach all das niederschreiben und die Götter entscheiden lassen ob, und welcher, meiner Wünsche sie erhören mögen.

… Ich brauche mehr Papier ….

Die erste Nacht – Die letzte Nacht

Ich lebe! Nach dem ich in Ohnmacht viel, in einen dunklen Traum in den ich gegen einen tentakelbewehrten Dämon kämpfte, bin ich endlich aus diesem Alptraum erwacht. Ich danke meinen Freunden, sie retten nicht nur mein Leben, sondern auch meine Seele. Wie ich mich fühle kann ich kaum in Worte fassen. Mein Kopf ist noch zu durcheinander von dem was mir passierte und von dem was meine Freunde in ihm taten. Ich fühle zur Zeit nur Freude. Freude über das was sie für mich getan haben. Sie haben ihr Leben riskiert, um mir zu helfen und Kalkarib… mein Wüstensohn… er hielt mich bei sich, hielt mich in dieser Welt.

Tja doch nun ist es raus… Kalkarib weiß was ich bin. Er wandte sich jedoch nicht von mir ab. Er liebt mich und will mich heiraten. Ich soll ganz ihm gehören und auch offiziell seine Shanja sein. Ich danke den Göttern, dass die Liebe siegt. Wenn auch zu einem hohen Preis. Seine Familie darf nicht erfahren was ich bin. Er geht damit ein großes Risiko ein. Er nahm mir auch das Versprechen ab nicht mehr zu zaubern. Nun gut… ich versprach es ihm. Zum Glück ist die Hexennatur nicht so offensichtlich und kann im Geheimen gewirkt werden. Ich hoffe er wird eines Tages verstehen, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt, sondern auch grau. Bis dahin werde ich im geheimen Arbeiten. Ein weiterer Wunsch von mir ist jener mit ihm auf Reisen zu gehen. Ich legte ihm die Tradition der Reise nahe und er schien ganz aufgeschlossen zu sein… Nach der Hochzeit in El´Trutz. Oh meine Göttin. Eine Hochzeit nach den Traditionen der Novadis… das wird ein Fest.

All meine Wünsche und auch die Wünsche für meine Freunde wurden zusammen mit meinem Besen verbrannt, als wir alle an dem nachträglichen Wintersonnenwenderitual teilnahmen. Alle waren dabei. Auch ein weiteres Mitglied der Familie Spichbrecher, Sieghelms Cousine Sumudai. Auf der Feier erfreuten sich alle an dem was mein Zirkel bereitete. Wer mochte verbrannte auch seine Wünsche im großen Feuer. Sieghelm verbrannte zu meiner großen Verunderung seinen Wappenrock. Dann tanzten alle. Sogar Sieghelm, Nehazet und Azina tanzten mit. Lehnten jedoch die Angebote meiner Brüder und Schwestern ab, mit ihnen die Lagerstadt zu teilen. Kalkarib musste ich nicht erst bitten. Nach meinem Tanz der stolzen Widerspänstigkeit, in dem ich mich ihm immer wieder entzog, küsste er mich leidenschaftlich und forderte mich auf mit ihm die Nacht zu verbringen. Als er seine Worte mit seiner unglaublich tiefen Stimme raunte, legte ich ihm die Hand auf die Brust und brachte ihm Levthans Feuer. Obwohl ich bezweifele, dass er dem bedarf. Doch ich wollte, dass er diese… unsere erste Nacht… nie vergisst. Oh und das wird er nicht! Bis in den Morgengrauen vergnügten wir uns… und das nicht nur einmal. Bis der Zauber ausklang und wir beide ermattet in den Armen des anderen einschliefen.

Nun liege ich hier… Haut an Haut mit Kalkarib. Ich höre den Vögeln zu und langsam erwacht mein ausdauernder Shadif und streicht mir über den Rücken. „Guten Morgen, meine kleine Scharte. Ich hoffe Du hast gut geschlafen.“ Raunt er und seine Worte triefen nur so vor Selbstzufriedenheit. „Es wird Zeit. Wir müssen aufbrechen, um zu unserer Hochzeit zu kommen!“. Er duldet wie immer keinen Widerspruch und will sich gerade aufrichten… Doch so einfach werde ich mich bestimmt nicht fügen… nicht ohne ihn an letzte Nacht zu erinnern.

Dachte die Hexe Delia lächelnd, als sie ihn zurück auf das Lager drückte und ihren Kopf in seinem Schoß versengte.

Wissen, Wissen und Verarbeitung

Wir ritten weiter durch Delias Gedankenwelt, die sich wiederholenden Muster wurden immer häufiger wahrgenommen. Nach einiger Zeit erreichten wir ein weidensches Herrenhaus, eine alte Frau die wohl die Herrin des Hauses war, begrüßte uns, ihr Mann war gerade nicht zugegen, da er mit seinem Tagewerk beschäftigt war, sie sorgten sich um den nahenden Winter und das nicht genügend Nahrung da sein werde, um das ganze prozedere abzukürzen ließ ich einfach einen großen Berg an güldenen Münzen hinter mir erscheinen, leider löste sich die Szenerie nicht auf, naja was solls, wir wurden zum Essen geladen, was zwar etwas albern war, aus unserer Perspektive, aber es brachte mich auf die Idee, den dargereichten Tee in hochpotente Zaubertränke zu wandeln, die Astralen Kräfte die mir dadurch zugänglich wurden, waren um ein vielfaches höher, als alles was ich bisher kannte, die normale Haltefähigkeit meines Astralcorpus war um ein vielfaches überschritten, was mich später auf einige Ideen brachte. Wir brachen dann auch kurz darauf wieder auf, ich veränderte das Pferd noch in ein angemesseneres Transportmittel, einen fliegenden Teppich, nach dem wir etwas geritten/geflogen waren, erreichten wir wieder das Herrenhaus. Azina spießte die, uns schon bekannte, Herrin des Hauses, namens Alwine, mit ihrem Speer auf, ich besah mir die Gegend von oben, Sieghelm war außer sich, ich holte Alwine zurück, Azina erspießte sie erneut, ich holte sie wieder zurück, ich erschuf einen träumerischen göttlichen Fingerzeig, und holte den Mann des Hauses, namens Kolkja, her, während Sieghelm in dem Haus mit Alwine war. Azina und ich redeten mit Kolkja, anscheinend war seine alte Frau verstorben und er forschte daran ihr das Leben zurückzugeben, nun ich erweckte sie kurzerhand einfach wieder, sic! Das war nun schon die vierte Person die ich hier ins Leben zurückgerufen habe, was wohl Boron von Nekromantie in einem Traum hält? Ich überredete das von mir geschaffene karmale Wesen, das könnte interessant werden in Diskussionen mit meinen Collegen über die Magierphilosophie, uns einen genaueren Fingerzeig zu geben, was dieser auch tat. In dem Keller des Gebäudes war ein, sehr, sehr, sehr amateurhafter Altar der Tijakool gewidmet sein sollte, für jemand der in diesem Bereich forschen wollte, war das wirklich grauenhaft, naja Magie ist halt keine Wissenschaft für Laien. Somit würde ich sagen der einzige Frevel den Kolkja begann, dürfte ein Frevel gegen den guten Geschmack bei Dämonenaltären gewesen sein. Jedenfalls zog sich das auch hin und her, die anderen beginnen mich noch stärker zu langweilen mit ihren unnötigen geplänkel, und Sieghelm mit seiner Marotte das alles feinsäuberlich nach ihm gehen muss, selbst wenn er die am wenigsten qualifizierte Person ist, was er in diesem fall definitiv ist. Man hat mich immerhin persönlich wegen meiner Expertise einfliegen lassen, er trottete nur mit den anderen Delia hierher hinterher. Ich holte einfach den Kaiser des Jahres 978 BF, den um dieses Jahr handelte es sich laut Kolkjas hier, her und zwar um Reto von Gareth, rückblickend hätte ich Fran-Horas oder Rohal interessanter gefunden, naja sei es drum. Reto wurde von Azina, ebenfalls, niedergespießt, und von mir wieder zurückgeholt, nun also Nummer 5, und von uns dann um eine Entscheidung bezüglich des, nunmehr, doppelten Traviabundes von Kolkja befragt, da mir auch das zu lange dauerte, änderte ich einfach die Vergangenheit des Traumes, und bestimmte das die Frau von Kolkja nie starb sondern nur in eine Art Koma fiel aus der ich sie erweckte, der Altar und die, für mich schmerzhaften Forschungen, wäre mir momentan danach hätte mich das bestimmt vor lauter Lachen vom Teppich geworfen, waren dementsprechend nie passiert, Kolkja ging nie den Bund mit Alwine ein und alles löste sich in Wohlgefallen, Reto verließ uns, auch wenn ich vorher noch eine kleine Idee mit ihn ansprechen konnte, zuschade nur das sich wohl niemand von den von Gareths außerhalb des Traumes daran wird erinnern können. Da mich Sieghelms Einwürfe langsam anfingen zu stören erschuf ich ein paar Brillen die den Blick auf den Traum und die vorgenommenen Veränderungen erlaubten. Wir folgten weiter unserem Weg, den ich später auch wieder in einen gelben Backsteinweg wandelte, in der Zwischenzeit eignete ich mir Delias Erinnerungen an, was mir im Prinzip überhaupt nichts brachte, da die für mich interessanteren Erinnerungen verhehlt waren, das einzige was ich erfuhr waren jede Menge unbedeutende Profane Erinnerungen, auf die ich zu einem großen Teil auch hätte verzichten können. Dann änderte ich noch die Menge an Astraler Energie die ich zu Verfügung hatte und machte diese Menge infinit, dazu erweiterte ich noch meine arkanen Fähigkeiten in dem ich die Freizauberei umsetze, das führte zu interessanten Anwendungen der Magie, durchscheinende Wälder, gepflasterte Wege, verwandelte Gefährten, Charismatischere Lehrkräfte undso weiter. Später trafen wir noch auf eine kleine Delia, ich erinnerte mich durch Delias Erinnerungen an diese Zeit ihres Lebens, nichts bedeutendes, meiner Meinung nach, geschah damals, auch hier dauerte es mir zu lange, meine Gefährten scheinen eine Fähigkeit dafür zu haben Sachen in die Länge zu ziehen, ich gewährte Delias jüngerer Darstellung Zugang zu ihren Erinnerungen, Rückblickend nicht die beste Idee, aber ich zweifle daran das Liv dadurch wirklich neues erfahren hätte, das Gespräch gestalltete sich aufjedenfall als Angenehmer mit dem Geiste der erwachsenen Delia. Sieghelm hatte die Träne Tsas die ganze Zeit bei sich, ach nur einmal würde ich mit Leuten zusammen arbeiten wollen die ihr Metier verstehen. Wir verließen den Traum, achja Azina zeigte ihr possierliches Gesicht, mit recht interessanter Wirkung sowohl auf Delia als auch Sieghelm, ich verwandelte sie wieder in ihr normales Erscheinungsbild zurück. Danach verließen wir den Traum. Und es wurde uns schnell gewahr wer in der Gestalt der kleinen Delia, die uns hinterher, oder voraus kam, da Sieghelm mit ihr zusammen zuerst die Traumwelt verließ, ich verließ sie als letztes um mit den mir gegebenen Kräften noch schnell eine schützende Mauer aus Magie, vor arkanem Wirken gegenüber Delias Körper und Geist zu ziehen. Liv hatte uns in der kleinen Gestalt Delias nach draußen begleitet, sie ist wohl als gehörnter Dämon einzustufen, nunja viel hatte sie nicht von ihrem Aufenthalt in Mahtab, während die anderen sie ablenkten bereitete ich einen Exorcismus vor und schickte Liv über das Pentagramm in die Niederhöllen zurück, hmm ob ich wohl irgendwie noch an den wahren Namen von Liv heran kommen könnte?

Danach half ich bei den Vorbereitungen des Hexenfestes, nun mir war nicht nach feiern zumute, aber zumindest konnte ich genügend aus den mir dagereichten Informationsbrocken destillieren, vor allem im Zusammenhang mit meinen anderen Informationsquellen, um einige erkenntnisse zu gewinnen. Zuerst wurde die große Feuerstelle dreimal umrundet, dabei wurde gesungen, der Kreis wurde geschlossen, die Himmelsrichtungen wurden angerufen, die Ahnen wurden gerufen und auch Sumu wurde angerufen. Danach verbrannten die Hexen verschiedenste Kräuter, darunter Beifuß, Myrrhe, Weihrauch und anderes, anschließend sprach Isaria und erzählte etwas über Feuer und Eis, was mir dank einiger Erinnerungen und meines Wissens vertraut war, dabei minderte sich die Leuchtkraft des Feuers um anschließend wieder zuzunehmen. Danach wurden Zettel mit Wünschen und anderem verbrannt, ich schloß mich diesem Brauch an, aus verschiedenen Gründen, erstens könnte es meine Beziehungen zu den Hexen bessern, wenn ich an ihrem Brauchtum teilnehme und ihnen somit meinen Respekt gegenüber ihrer Tradition zeige und zweitens, kann ja sein das es funktionierte, ich kritzelte ein paar kleine wünsche schnell auf ein paar Seiten Pergament, das übliche halt, magische Macht, mehr Wissen, Alterlosigkeit, eine Seelenverwandte, das geöffnete Ea’Myr, ein vollständiger Familienstammbaum, das aufblühen meines Reiches, ruhe bei meinen Studien und dergleichen, neben den Zetteln warf ich auch noch mein Traviaamulett in die Flammen, bisherige Experimente zeigten keine Spuren einer Zerstörung durch Feuer, dementsprechend erwarte ich auch hier kein anderes Ergebnis, aber alle anderen Experimente erfolgten in einem kleineren Rahmen, es dürfte wohl noch bis morgen dauern, bis ich das Amulett zurück holen kann. Kalkarib zerbrach Delias Wanderstab, er weiß bestimmt nicht das der Stecken keinerlei Macht hatte. Danach ging der Gesang und Tanz weiter, auch wir, die wir bislang außen saßen und uns mit einigen anderen unterhielten wurden dazu gebeten, wiedermal zeigte ich meinen Respekt gegenüber ihren Traditionen und partizipierte. Wir tanzten und der Kreis wurde erneut geschlossen, zwischen durch verschwanden immer mal wieder einzelne Hexen in Paaren oder kleineren Gruppen in den Wald, ohne Delias Erinnerungen hätte ich vermutet um Wissen auszutauschen, aber so scheinen sie sich nur belangloser Wollust hingegeben zuhaben. Bald darauf endete das Fest und Ritual, wir begaben uns in das Dorf zurück, wobei Azina im Wald blieb.

Im Gasthaus angekommen begab ich mich auf mein Zimmer, wo ich einen Brief fand, der an mich adressiert war, in dem Brief fand ich dann auch mein Traviaamulett, was mich verwunderte, das Amulett hatte ich erst vor einigen Stunden in das Feuer geworfen, was noch ziemlich heiß brennen sollte, der Brief erwischte genau den richtigen Ton, um meine Gefühle, die durch Delias Erinnerungen, eher noch schlimmer den besser geworden waren, um mich etwas zu besänftigen, ja gar etwas aufzuheitern, wenn man so sagen will, der Brief wurde von jemand geschrieben der mich zu verstehen schien. Gezeichnet war er mit einem L.a.B.sâl Al’Aschtrani, der mit den Worten endete ich werde die richtige schon im Zentrum des Kontinents gefunden haben werden. Der Brief berührte mich sosehr, das sich Tränen den Weg über meine Lieder freibrach, es dauerte eine Zeit bis ich mich soweit fassen konnte um das sinnigste aus der Situation zu machen und die verbliebenen Tränen in einem Gefäß für alchimistische Studien sammeln zu können.

 

Zur gleichen Zeit in Khunchom, im Anwesen von Lechmin ai Battuzhen:

Lechmin der vor kurzem wieder nach hause kamm, blickte in ein silbernes Bassin in dem sich im Wasser das Madamal spiegelte, im nächsten Augenblick verblasste das Madamal und etwas anderes erschien in dem Wasser, ein Mensch war zusehen, so als blicke jemand in eine stille Wasserfläche und man könnte sein Spiegelbild erhaschen. Es handelte sich um einen jungen Tulamiden mit vereinzelten weißen Strähnen der gerade eine Nachricht, mit seinen tiefen grauen Augen, las, Lechmin konnte nicht nur spüren das dieser sehr aufgewühlt war, er wusste es auch ohne den Zauber, nur allzu gut, auch wenn es in der Vergangenheit lag. Lechmin setzte mittels seiner selbstschreibenden Feder, die er vor, naja beinahe Jahrhunderten, könnte man beinahe sagen, erhalten hatte, für einen kleinen Spazier- und Botengang, einen Brief an eine alte Bekannte, die im Prinzip soetwas wie ein Familienmitglied mittlerweile war, auf, der Brief war an eine gewisse I. gerichtet, es ging um das übersenden eines Anhängers aus Holz den Lechmin wohl vergessen hätte, auf einem großen Platz.