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Hriosari ist zurück!

— als Kelva von den Kisa-Nivayak —

Das ist furchtbar! Haben wir die Manikku erzürnt? Warum schicken sie uns Hriosari wieder zurück? Wir müssen den Fienlauki mehr opfern, um sie zu besänftigen. Doch vorher müssen wir diese Kristalle zerstören. Sie üben schlechten Einfluss aus. Unsere Lathjutok ist in Gefahr! Die Karene verschwinden. Wir werden verhungern. Und Saari wird sterben! Dieser Hriosari muss aufgehalten werden. Und ich tue das! Kelva-mi Kelvo!

Imion begleitet mich. Ich bin ihm sehr dankbar. Er ist sehr geschickt mit Pfeil und Bogen. Und Elfen können gute Magie. Die Surtha von den Decurio ist auch bei uns. Sie sieht sehr stark aus und ist schwer bewaffnet und gerüstet. Sie sucht einen verschwundenen Kasknuk. Ob der vom Überzähligen besessen ist und die guten Fienlauka verderbt hat und diese schwarzen Eiskristalle aufgestellt hat?

Der Schneesturm wird stärker, je näher sie dem Berg kommen. Wild peitscht der Wind den drei die Schneeflocken ins Gesicht. Sie halten sich schützend die Hände vor ihre Augen und decken Mund und Nase mit ihrer Kleidung ab. Sie müssen schreien, um sich untereinander zu verständigen. Irgendwann kommt ein großer schwarzer Eissplitter in Sicht. Sie spüren, wie er nach ihren Körpern greift. Ihre Bewegungen werden langsamer, ihre Schritte verkürzen sich, je näher sie dem Splitter kommen. Sie wagen sich schließlich nicht weiter vor und stehen ein wenig ratlos auf der verschneiten Ebene.

Das sind also die Kristalle, die Ysta Mandrakhor erwähnt hat. Wir sollen uns davor in Acht nehmen, sagte er. Imion und Surtha konnten sie mir genau beschreiben. Ich werde einen Blick in die Nivaleiken werfen und ihn mir noch einmal genau ansehen. Dann suche ich mir einen guten Platz, um den Fienlauki zu bekämpfen. Nur nicht zu nah heran. Böser Einfluss auf Herz und Geist.

Nur was mache ich mit ihm? Saari sagt, dass Hriosari schon zwei Mal aus der Verbannung entkommen ist. Und jedes Mal war er stärker als vorher. Was passiert, wenn es noch einmal geschieht? Und wie soll ich das schaffen? Ich kann hier kein Feuer entzünden, um den Geist in das Kekavasu zu geleiten. Ich könnte versuchen den Geist in ein Gefäß zu bannen. Nur, was dann mit dem Gefäß machen?

 

Lagerfeuergeschichten

Es war schon spät und dunkler und kälter als es eigentlich sein sollte, als sich die alte Jägerin Karenju der Kisa-Nivayak an dem Lagerfeuer des, ebenfalls alten Händlers Latu, auch von den Kisa-Nivayak, einfand. Bei einer Tasse Tuuki wärmten Sie sich an diesem Abend und bald stießen auch noch Nivilaukaju, eine Hirtin, der Kisa-Nivayak, und Ysta Mandrakhor, zwar kein Mitglied der Kisa-Nivayak, aber doch ein alter Freund der Nivauesä.

Ysta Mandrakhor stieß als letztes zu der kleinen Gruppe, er trat aus dem dunklen Nebel des Abends, gerade so als wäre jetzt erst erschienen, in letzter Zeit tauchte er vermehrt in der Nähe des Lagerplatzes der Kisa-Nivayak auf, welche sich noch unsicher darüber waren, was Sie davon halten sollten, ja er war ein Freund, aber den Sagen zufolge tauchte er nie ohne Grund auf…

Karenju erzählte Latu und Nivilaukaju gerade die Legende von Hriosaris Bataj Keikafienar, wie Sie seit Zeiten der Kaskjua Kisa überliefert sind, die Welt war kalt, die Seelen waren kalt, der Geist war kalt, es war furchtbar, ein wares Huliar…

Aber die Kisa-Nivayak haben diese Zeit überstanden meldete sich die Stimme Ysta Mandrakhors zu Worte, Mit der Hilfe Ystahivä Juttu Eiko, unter anderem…

Bedächtig nickten die anwesenden Nivauesä, kannten Sie doch alle die Sage wie Kaskjua Kisa mit dem Jutto Eiko verhandelt hatte um Brennholz um sich vor der schneidenden Kälte Hriosaris zu schützen.

Latu ergänze, das dies es noch andere Ystahivä gab, wie die Naaukifey, welche von Hriosaris Rache wussten und Mitleid mit den Nivayak hatten…

Ysta Mandrakhor wief ein, das die Fey Hriosari Eisbringer nannten…

Das war etwas, was die Nivauesä noch nicht wussten, Karenju nutzte die Gelegenheit um Ysta etwas Tuuki einzuschenken, wussten Sie doch um seine Gefühle gegenüber dem Tee, welche sich mit dem Wort Aijiar, grob zusammenfassen ließ…

Schließlich griff Nivilaukaju den Teil der Saga auf, welche die anderen bislang vermieden hatten, aus den verschiedensten Gründen, nämlich das Ysta Mandrakhor, damals vor hunderten Madamalar, die Nivayak eingeladen hatte als Ystanaj in seiner Steinhalle zu nächtigen…

Ysta schwieg in seinen Schluck Tuuki hinein…

Die anderen waren sprachlos, es war ihnen zwar bewusst, das Ysta schon über die Taigaä wanderte als ihre Ahnen noch lebten, aber diesen Effekt hatte die Erkenntnis öfters.

Ysta brach schließlich das Schweigen und begann Sagen von fernen Orten und fernen Menschen aus dem Süden zu erzählen, so war ein kleiner Mensch namens Calaman und sein Freund der Sohn Kasims, mit dem Namen Assaf dabei…

Deren Erlebnisse bedrängten  die Lahtjutok Assafs, so das sein Sohn Tubal’Rik al Khorain Ar-amul el Ashtarra, schließlich das unvorstellbare tat, er opferte, entgegen der Gebote eines großen Geistes, namens Arambal, seinen Sohn Abd el Zumuh Ar-amul el Ashtarra, um seine Lahtjutok zu retten…

Seit dem Tage, so heißt es, seien seine Nachkommen gezeichnet und Tubal’Rik al Khorain Ar-amul el Ashtarra würde durch die Welt wandern…

So heißt es zumindest, beendete Ysta diese fremde Sage…

Nivilaukaju lenkte die Aufmerksamkeit alsbald auf eine fröhlichere Sage…

Und sie redeten noch lange weiter und ergänzten ihre Sagen…

Bis Ysta berichtete das der junge Hietanen in den nächsten Tagen mit Fremden zur Lahtjutok der Kisa-Nivayak stoßen würde…