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Stabübergabe

Was ich hier mache, ohja, zuersteinmal hätte ich hier Tee und Gebäck, wollt ihr welches? Andere Getränke sind wohl auch noch auf dem Tablett, wenn ich das richtig sehe.“ Begann Lechmin zu erklären weswegen er plötzlich aufgetaucht war…

Tee und Gebäck, typisch„, murmelte Ashtara in einem fast schon kindlichem Tonfall.
Ashtaras Äußerung wurde von Lechmin übergangen und er setzte seine Ausführungen, bezüglich seiner Anwesenheit fort, „wie dem auch sei, dann war da noch dein abhanden gekommener Zauberstab, ich dachte ich bin so frei und bringe ihn dir.
Danke„, war die knappe Antwort Ashtaras während ihr Stab zu ihr flog und sie ihn, beinahe, zaghaft umfasste, „können wir reden?“ Fragte schließlich Ashtara in einem leicht hoffnungsvollen Ton, nachdem Sie von ihrem Stab, welchen sie nun fest umschlossen hielt und dessen nähe Sie zuvervollkommnen schien, oder so fühlte es sich zumindest für Ashtara an, wieder zu Lechmin blickte.
Lechmin ließ das Tablett auf einen nahen Tisch schweben und rief seinen eigenen Stab zu sich, „ich würde dies gerne tun, aber ich habe wichtigeres zutun, später Ashtara.“ Eine gewisse Traurigkeit war in seiner Stimme, eine Traurigkeit, welche Ashtara jedoch nicht bemerkte, für Sie klang es, wie so oft in ihrer Kindheit wiedermal nach einer Situation in der die Gefühle und Bedürfnisse anderer aus, für diese nicht nachvollziehbaren Gründen, von Lechmin sträflichst vernachlässigt wurden.
Es hat aber nichts mit Azzeroth und der ganzen Vortexgeschichte zutun oder?“ Fragte Ashtara, bevor Lechmin verschwand, was ihn dazu bewogte kurz innezuhalten, „davon solltest du eigentlich nichts wissen, später„, sagte er und verschwand.
Worum ging es denn dabei“, füllte Meri das entstandene Gesprächsvakuum, während Tara noch daran war enttäuscht auf Lechmins verhalten zu reagieren.
Achso, ich hab in einem seiner Werke etwas über dieses Thema gefunden, und dann konnte ich hören, wie er sich mit Alyssia mal bezüglich eines alten Freundes, eines Magister Steinfestes, mal über Azzeroth unterhalten hatte. Auch das die Zeit dafür wohl noch nicht reif wäre, was mir seltsam erschien.“ Begann Tara zu erklären, oder eher mit einer Erklärung anzufangen, welche beiden nicht weiterhalf, weswegen sie schließlich das Gespräch wieder auf die Ereignisse der letzten Götterläufe schwenkten, aber darüber hinaus berichtete Tara, auf nachfrage von Meri, auch von ihrer Zeit an der Chamib al’Pandjashtra.

Tulamidischer Teetratsch, Teepause…

Während Alrique und Endora am reden waren, dabei wohl weislich darauf bedacht weit genug von den anderen entfernt zu sein, das diese nichts, oder zumindest nichts was nicht gewollt war, hören.

Wollte Isaria gerade zu dem Stab gehen, welchen „Tara“, bzw. Alrique, wie Isaria wohlweislich wusste, hatte fallen lassen als er so unzeremoniell von Endora am Ohr hintergezogen wurde.

Doch daraus wurde nichts, weil in diesem Moment Alyssia und Lechmin erschienen.

Ich stimme ja zu das deine Methode schneller geht“. war Alyssia noch am sagen, während Lechmin etwas verwundert auf dem Stab vor seinen Füßen blickte auch Alyssia stockte kurz führte dann aber ihren Gedanken zu Ende fort, „aber ich finde das Fliegen durch die Lüfte, nicht unbedingt wie ein Vogel, denn das wäre mir doch etwas zu anstrengend, auf die dauer, wobei es für den Moment natürlich recht interessant sein könnte“, Sie hielt kurz inne, wohl mental merkend das Sie am abschweifen war, um dann fortzufahren, „es ist einfach ein befreienderes Gefühl durch die Aventurische Luft zu fliegen als durch den Limbus „gezogen“ zu werden.“

Lechmin hob den Stab auf und besah ihn sich genau, „ich weiß Alyssia, wir hatten den Punkt schon einige Male, aber wir hätten zulange für den Weg hierher gebraucht, ganz zu schweigen davon das längere Strecken auch Problematisch sein könnten, bezüglich der Orientierung in der Luft, ich weiß zumindest das sich schon Töchter Satuarias in kleineren Gebieten verflogen haben, hmm vielleicht sollten wir über ein neues Orientierungssystem nachdenken, wie wäre es mit dem Namen „Derisch Satuarisches Lokalisationssystem“, natürlich nur als Arbeitstitel“, meinte Lechmin, leicht, geistesabwesend, während er mit den Fingern der einen Hand über den dunklen Stab strich, sein eigener Stab verharrte währenddessen in der Luft, die Zeichen auf den Stab ertastend.

Isaria nutzte diesen Moment um sich in das Gespräch einzumischen und die beiden zu begrüßen, welche den Gruß natürlich erwiderten. Weiterhin berichtete Isaria von „Taras“ überraschtem auftauchen und Alyssia hielt Lechmin sanft zurück, noch ehe er sich in Bewegung setzten wollte um sich in ein gewisses Gespräch einzumischen.

Lechmin sei doch so gut und bring Tara ihren Stab, du weißt doch wie wichtig Magiern diese sind“, wandte sich Isaria an Lechmin, ergänzte aber rasch, „wenn das für euch beide in Ordnung ist?

Lechmin und Alyssia sahen sich kurz an, nur um danach wieder zu Isaria zu schauen, „ist vielleicht auch besser so, ich denke diese Versammlung ist auch eher was für euch, als für mich„, meinte er nur schmunzelnd und verschwand nach einem kurzen Kuss mit Alyssia.

Um an anderer Stelle wieder zu erscheinen, Isarias Heimstatt wich in einem Augenblick einem gut eingerichteten Anwesen in Al’Anfa und er stand vor dem wichtigsten Raum des Gebäudes, der Bibliothek.

Unter dem Türspalt konnte er schwaches Licht hervorquellen sehen, er selbst hätte zum lesen stärkeres Licht bevorzugt, aber das was er von den Stimmen aus der Bibliothek ausmachen konnte, legte nahe das die beiden Damen in der Bibliothek, wahrscheinlich, momentan nicht am lesen waren, es sei denn natürlich sie würden sich unterhalten und zeitgleich lesen, aber auf diesen Gedanken ging Lechmin ersteinmal nicht ein.

Noch ehe er das seufzen hinter sich hörte, wusste Lechmin das jemand hinter ihm stand, wie er vermutet hatte, als er sich umdrehte, stand vor ihm der oberste Domestik des Hauses, mit einem Tablett mit verschiedenen Getränken und kleinerem Naschwerk und anderen leichten Speisen.

Lechmin nahm sich kurzerhand magisch des Tabletts an und entließ dem Domestik wieder seiner anderen Aufgaben, wandte sich erneut um, während der Domestik etwas im Hintergrund über Zauberer murmelte, wahrscheinlich etwas positives, vermutete Lechmin, um die Tür Kraft seines Willen zu öffnen und mit dem Tablett, flankiert von zwei schwebenden Stäben die Bibliothek zu betreten.

Das Gespräch wurde abrupt unterbrochen und kaum das beide sahen wer da eingetreten war, änderte sich die vertraute Art wie beide zusammen saßen und Tara setzte sich gerade hin, während Zephirina im Gegensatz dazu versuchte im Stuhl zu verschwinden.

Oh bei“, setzte Tara an, während sie Lechmin schnell unterbrach, „Ashtara Myredora Bint Al-Laila, du weißt genau, Beschwörungen, Flüche und Schwüre nicht im Haupthaus“, mit verdrehten Augen unterbrach nun ihrerseits Tara wieder Lechmin, „ich weiß, dafür gibt es entsprechend präparierte Räume„, mit relativ monotoner Stimme fand Sie erneut Worte, „was machst du eigentlich hier?“

Was ich hier mache, ohja, zuersteinmal hätte ich hier Tee und Gebäck, wollt ihr welches? Andere Getränke sind wohl auch noch auf dem Tablett, wenn ich das richtig sehe.“ Begann Lechmin zu erklären weswegen er plötzlich aufgetaucht war…

Experimente in Selem

Während Tara erwachte, begab es sich das ein Gelehrter gen Firun gestört wurde…

Doctore Dr. Alam  Illaen Naramis Sidhric (der Name würde noch eine Weile weitergehen, und da dieser nicht so relevant ist, brechen wir hier ab), ein Mathematicus und Medicus, mit akademischen Würden, allerdings ist er auch ein begabter Alchemist, Mechanikus, Philosoph und einiges mehr. Doch neben all seiner Begabungen im Geiste war Alam von einem recht schwächlichen Körper geplagt, was ihn dazu bewog sich noch mehr seinem Studium hinzugeben, das ihn dieser Weg schließlich nach Selem führen sollte, bedachten viele seiner Kollegen mit einem Kopfschütteln, im besten Falle, doch das interessierte den jungen Gelehrten wenig.

Doch diese Narren, dachte sich der gute Alam, hatten keinen Sinn für die reichhaltigen Studienmöglichkeiten und Schätze die sich in Selem und den alten Ruinen Elems fanden, und er wurde auch schon in der alten Silem-Horas Bibliothek fündig, auf der Suche nachdem einen oder anderen seltenen Schriftstück, der alte Bibliothekar war in dieser Hinsicht wirklich hilfreich gewesen, auch wenn er etwas zuleicht zu durchschauen gewesen war.

Um seine Finanzen machte er sich keine Sorgen, wenn interessiert schon Gold, wenn Elfenbein ruft, oder so ähnlich, zumal seine Familie alt und damit wohlhabend war.

Das dies seine Vorteile hatte bestreitete Alam gar nicht, auch wenn einige Aspekte, welche daran geknüpft waren, doch ermüdend für ihn waren. Aber das verblasste neben den wunderbaren Möglichkeiten, welche sich hier boten, so konnte er sein Wissen über die Anatomie und die klassische Mechanik, die Spagyrik, Venik und auch anderer Alchymika erweitern und sich etwas mit Sprach- und Kulturgemisch der hiesigen Umgebung auseinandersetzen.

Und so war auch an diesem Abend Alam über seinen Alchymika gekauert und in seine Gedanken versunken, als er plötzlich Geräusche hinter sich vernahm.

Alrique sei gegrüßt“, sagte er ohne von seiner Beschäftigung aufzusehen, „grüß dich Ratio“, begann Alams Besuch anzusetzen, als Sie von ihrem Raben unterbrochen wurde resigniert flüsterte sie ihm etwas zu und er ließ sie, vorerst in ruhe und stürzte sich viel eher auf einen Behälter der verschiedenste Augen enthielt.

Großvater schickt mich, er macht sich Sorgen um deinen Geisteszustand, er meinte etwas davon das du deine Familie bräuchtest, warum ausgerechnet ER der Meinung ist zu so einem Urteil zu kommen, kann ich jedoch nicht sagen.“ Fuhr Sie fort, während Alam (und ja einer seiner Namen ist Horathio) weiterhin mit seinen Alchemika beschäftigt war, Alrique kamm plötzlich ein Gedanke, „Ratio, woher wusstest du das ich es war?

Wer hätte es sonst sein sollen? Mein lieber Bruder hätte einen Phantasmagorischen Auftritt hingelegt, vermutlich als jemand anderes, Tara sollte noch eine standhafte Statue sein und selbst wenn nicht, ist es eher unwahrscheinlich das Sie nach all den Jahren mich heute hier aufsuchen würde, Vater würde vermutlich Tee trinken bis ich auf ihn eingehe, Großmutter wäre einnehmend und ablenkend, für Mutter wurde ähnliches gelten wie für Vater , das wäre zumindest der nähere Familienkreis, meine „Kollegen“ wären durch die Tür gekommen, welche durch ein paar eigene Modifikationen zu einem gewissen Hindernis geworden wäre, der Ort ist nicht verflucht und hier stören auch keine Geister, also fällt das auch schon weg, von Einbrechern werde ich auch nicht mehr behelligt“, begann Alam einige seiner Gedanken aufzuzählen, während er das Glässchen mit dem Alschemikum in seiner Hand über einer Flamme schüttelte bis es die Farbe wechselte.

Doch ehe er forterzählen konnte ergriff Alrique das Wort, „vergiß das ich gefragt habe, sag woran arbeitest du eigentlich?“ Fragte Sie als Sie näher an ihn herantrat und sich neben ihn setzte.

„Och das ist lediglich ein kleines Experiment, aber, wenn meine Kalkulationen korrekt sind, sollte es ein höchst explosives Ergebnis enthüllen„, Alam musste über seinen kleinen Scherz schmunzeln, bis  schließlich ein kleines Lachen, welches einige Has, Hes, His und Hos, nicht unbedingt in der Reinfolge, enthielt aus ihm hervorbrach…

Solange du weißt was du tust und es nicht gefährlich ist….“, fing Alrique an und erinnerte sich dann an einige Ereignisse aus Ratios Vergangenheit, welche an beiden zweifeln ließen…

Erwachen gen Praios

Während in Mahtab geredet wurde, war die junge Dame Zephirina Ta’meri Tiamartin in Al’Anfa mit lesen beschäftigt, seit einigen Götterläufen zierte ihr Lesezimmer eine Statue, was nicht perse ungewöhnlich war, doch diese Statue zeigte Zephirinas Tante, welche Sie schon seit frühester Kindheit als Tante Tara geriefen hatte, was auch nicht ungewöhnlich war, eventuell ungewöhnlich war aber, das besagte Tante seit vielen Götterläufen wie von Sumus Leib verschwunden war…

Viel interessanter ist aber der darauffolgende Tag, dieser begann für Zephirina normal und verlief für sie auch normal. Aber der Abend, kaum das sich die Praiosscheibe dem Firmament näherte und hinter dem Horizont zu versinken drohte, zogen sich erste Risse durch das Gestein von Taras Statue, die steinerne Erscheinung wandelte sich, langsam, wieder in eine menschliche. Stein für Stein wurde somit aus der Statue eine junge Frau, tulamidischer Abstammung, mit tiefen grauen Augen, quasi dunklem Haar, vermutlich wäre es sehr schwarz gewesen, wenn nicht vom großteil des Haares ein sternenklarer Glanz ausgegangen wäre, bewegte sich doch ein Firmament auf ihrem Nachtschwarzen Haar, das bedeutet bis auf einige Strähnen die Weiß und Rot waren, sowie den Strähnen zwischen diesen, welche wiederrum den Übergang zwischen der weißen und roten Strähne in verschiedenen Mischfarben darstellten, das ihr Haar geradezu magisch war, war denjenigen die sie kannten bewusst. Gekleidet war sie in ein dunkles Gewand.

Kaum das Zephirina dessen gewahr wurde, sprang sie auf und umarmte die ehemalige Statue, hatte sie ihre Tante doch ganz offensichtlich vermisst.

Wo bin ich?“ Fragte die ehemalig erzerne Gestalt mit schwacher Stimme, „was ist passiert?, folgte eine weitere Frage von ihr.

Zephirina stieß einen freudenslaut aus und begann die Fragen ihrer Tante zu beantworten, „du bist in Al’Anfa und soweit ich es verstehe wurdest du vor vielen Götterläufen versteinert, Großvater hat dich her gebracht, Tante Tara, sag was ist das letzte woran du dich erinnerst?

Meri, bist du es?“ versuchte Tara die bruchstücke der Situation zu einem Bild zusammenzusetzen, wäre Sie nicht noch so sehr von ihrer erstarten Erfahrung beeinflusst gewesen, so hätte Sie vielleicht anders reagiert.

Ja Tante, es ist etwas her seit wir uns das letzte mal gesehen haben.

Tara erwiederte nun auch die Umarmung, „du wolltest wissen, was das letzte war woran ich mich erinnere, nun, es hatte etwas mit einem Buch zutun, ja ich war dabei gewesen es zu lesen, der Titel, was war der  Titel gewesen, Metallurgie, nein Metaspekulation, näher achja Metaspekulative Dämonologie, und das war es.„, und begann zu erzählen, sie musste sich immermal wieder unterbrechen und kurz nachdenken bekamm ihre letzten Erlebnisse aber schließlich zusammen.

Meri, was habe ich verpasst und könnten wir uns hinsetzten, nach all diesen Götterläufen will ich wirklich nicht mehr stehen.

Aber sicher doch Tante.

Die beiden begaben sich zu einigen der bereitstehenden Stühle und setzten sich, Zephirina wollte gerade anfangen mit ihrer Erzählung ehe sie sich besser besann und ihrer Tante noch eine Frage stellte, „woran kannst du dich noch in Rashdul, genauer gesagt im Pandjashtara erinnern?

Tara musste kurz nachdenken, „Belizeth hatte gerade die Position ihres Vaters eingenommen.

Oke, das wird etwas länger dauern,“ Zephirina rief nach Erfrischungen und begann dann die Nacht hindurch über die letzte Dekade und noch etwas hinaus zu berichten, gerade das erneute Erscheinen von Borbarad fasznierte Tara doch sehr, war Sie doch, wie ihre Freundin Belizeth, eine Dämonologin, doch war diese Faszination kalt, die Taten, so eindrucksvoll diese auch gewesen sein mochten, fand Sie mehr als beunruhigend.

Tulamidischer Teetratsch, Dritter Teil

Doch ehe Isaria antworten konnte ertönte aus dem Hintergrund schon eine Stimme, „Unter anderem Ich.“

Aus dem dunkel zwischen den Bäumen trat eine junge Frau hervor, sie war in dunklen Stoff gehüllt und ihr Gesicht war von einer ebensolchen Kapuze, welche zu ihrem Mantel gehörte verdeckt, lange schwarze Handschuhe umfassten einen, ebenfalls, dunklen Holzstab, verziert mit allerlei arkanen Symbolen, metallenen Kappen und mittig von Leder umwickelt…

Die Farbe der Gewandung und auch der Schnitt waren nicht ungewöhnlich, zumindest nicht für einige der Bekannte diese illustren Gesselschaft, der Stab grenzte die Auswahl ein, deutete er doch auf eine Magierin, noch ehe Isaria und Endora die blasse Haut der jungen Dame zu gesicht bekammen, verdrehte erstere, beim anblick der Haare des jungen Besuchers, schon ihre Augen, wären letztere sie, offensichtlich, freundlich begrüßte, „Tara schön dich zu sehen, wie geht es deinen Eltern?“ Fragte Endora, mit offenen Armen ausgebreitet auf die dunkle, beinahe deprimierend wirkende, Magierin zutretend.

Gut.“ Erklingt die einsilbige Antwort, in einer, nicht ganz natürlich wirkenden monotonen Stimme.

Es überrascht mich wirklich dich hier zu sehen, du bist ungewöhnlich früh, ich dachte immer du wärst eher für die finsteren Stunden der Nacht zu haben?“ Führt Endora neckisch das Gespräch fort, während Sie „Tara“ umarmt, um ihr anschließend zuzuflüstern, „ich hätte wirklich mehr von dir erwartet, geschwind hatte Endora die junge Dame am Ohr gepackt und zerrte diese vorbei an den anderen Töchtern Satuarias vom Platz hinunter.

Isaria schüttelte nur beschwichtigend den Kopf gegenüber den anderen Töchtern Satuarias, war sie wohl der Meinung das sollten die beiden unter sich ausmachen…

Gab ihr dies doch auch etwas Gelegenheit mit den anderen schon eingetroffenen Töchtern zu reden.

Kaum das Endora und „Tara“ außer Sichtweite der anderen war, wandelte sich „Taras“ Erscheinung in die eines jungen Mannes, er war nicht unahnsehnlich und trug eine schlichte graue Robe, welche von einem einfachen Seil zusammengehalten wurde, oder so erschien es zumindest.

War das Notwendig„, fragte er mit leicht vorwurfsvoller Stimme, während er sich das Ohr massierte, was Endora in der Zwischenzeit wieder losgelassen hatte, „es war doch nur ein kleiner Streich, ich wollte sehen ob ich dich und Isaria täuschen könnte, offensichtlich ja nicht“, Endora schwieg weiter, mit sichtlich ungehaltener Miene und ließ ihn weiter reden, „woran hast du überhaupt erkannt das ich nicht Tara war?“ Fragte der junge Mann, mehr würde er wohl ersteinmal nicht sagen.

„Deine Täuschung war gut Alrique, nur ein paar Kleinigkeiten, erstens Tara ist noch nicht in der Lage hier zu erscheinen„, setzte Endora ein und wurde von Alrique unterbrochen, „ich weiß, glaubst du ernsthaft ich hätte ihr Antlitz genommen, wenn Sie hier sein könnte, selbst früher hielt ich das für eine schlechte Idee, aber ich dachte,  weil sie ja bald wieder auftauchen könnte, würde es nicht auffallen„, wobei der letzte Teil eher halblaut geäußert wurde.

Ähem“, räusperte sich Endora und ergriff erneut das Wort, sie mochte es offensichtlich nicht unterbrochen zu werden, aber dennoch zog sich eine verspielte Ader über ihre Ausstrahlung, „dann wäre da noch das Haar, Tara hat recht individuelles Haar, nicht nur die beiden Strähnen ihrer Eltern und die Strähnen dazwischen, nein auch noch das von Sumus Atem, ihr, dein Vater, würde es wohl eher von Sternenkraft,“ und wieder warf Alrique etwas ein, „ne er würde irgendeinen komplizierteren Begriff nehmen, wahrscheinlich etwas mit Astra- oder Arkansonstwas, manchmal denke ich, dass er in Bosparano oder einer anderen verstaubten Sprache denkt„, diesesmal räusperte sich Endora nicht und ergriff stattdessen gleich wieder das Wort, „wie dem auch sei, dein Vater hin oder her, nicht nur das Muster war falsch, es fehlte auch der, nunja nennen wir es nächtliche Glanz, achja und du hast die Stimme nicht so ganz getroffen.“ Endete Endora mit ihren Ausführungen.

 

weiteres folgt…

Zeitarbeit, Teil 1

„Vergangenheit“

1009 BF / „Land der ersten Sonne“

Es gab ein Problem, oder eher es würde ein Problem gegeben haben hätten auf den Seiten Ymras und Fatas…

Das war der Grund das der erfahrene „Magister Magnus“ Minami mit anderen Zauberern zusammen arbeitete an einer geplanten arkanen Großtat.

Einer der Zauberer war Istha Mantrakorr, ein anderer war Lechmin ai Battuhzen, zwei weitere sollten noch dazustoßen, so hieß es von Seiten Minamis, aber die ersten Arbeiten könnten schon zu dritt beginnen.

Es ging darum einen festen Raum zu schaffen, welcher den Strom Satinavs zu durchqueren mag, wie es dem Magister beliebt…

Das durchqueren war dabei, für einen Zauberer wie den guten Magister kein Problem, wäre es doch eine Untertreibung ihn als recht geübt in dererlei arkaner Angelegenheiten zu titulieren, doch der Raum und die Verknüpfung würden sich als recht difizil erweisen, weswegen eine Kooperation mit einigen anderen gescheiten Köpfen naheliegend erschien.

Das und mehr teilte der gute Magister den Kollegen auch mit, es stellte sich unter anderem heraus, das es als Transport einiger in der falschen Zeit gestrandeten Individuen dienen sollte.

Während Lechmin einige Fragen stellte, hatte Istha schon angefangen ein paar Sachen zu notieren, wortlos überreichte er dem guten Magister, welcher langsam dabei war von Lechmins Fragen irritiert zu werden, eine Liste, welche notwendige Sachen für das geplante Unterfangen enthielt, jene war nicht vollständig, unterstrich aber Lechmins Meinung, dass das geplante einem Magnum Opus in verschiedenen Bereichen in der Magie nahe kämme,  etwas was nicht einfach so umgesetzt wird.

Auf der Liste fanden sich so Einträge, wie magisches Metall (umso mehr, umso besser, mindestens 200 Stein, könnten ausreichen), einen sehr großen Edelstein (als Herz des zuschaffenden Raumes), Optrilith (auch wieder, umso mehr, umso besser), einen gescheiten Geist (strenggenommen mehrere, aber einer ist notwendig zur „Koordination des Raumes im Fluss“), Abgrenzendes Material, vermutlich die astrale Macht von 42 Erzmagiern (oder ein entsprechendes Äquivalent)  und einiges anderes exotisches mehr…

Während Istha wartete und den anderen die Mögllichkeit gab die Liste zu studieren, schüttelte Lechmin den Kopf, sicher mit genügend Zeit, wäre er ein Stück weit zuversichtlicher, das so ein Unterfangen umzusetzen wäre, aber anscheinend eilte es (zumindest hatte der gute Magister entsprechendes impliziert) und die meisten Posten auf der Liste waren nicht so einfach zu bekommen. Minami andererseits schien sich davon nicht abschrecken zu lassen, verschwand und stand kaum einen Augenblick später mit einem großen Edelstein wieder vor den beiden. Es war ein Edelstein, welcher für die Aufgabe schon in der Vergangenheit geeignet war, was Minami auch dadurch wusste, das dieser die Aufgabe in der Vergangenheit schon erfüllt hatte, also zumindest als Herz eines neuzuschaffenden Raumes, sicher aufgrund der Ereignisse der letzten Jahrhunderte und der kommenden Jahrzehnte war der Raum am auseinanderbrechen und würde in Zukunft in die Vergangenheit fallen, aber das kann in der Magie mal vorkommen…

Lechmin war begeistert von diesem Stein und begann auch alsbald diesen zu untersuchen, während Istha nur meinte, er hätte etwas passendes für einen der anderen Einträge und würde es holen…

Zeitarbeit, Teil 3

„Gegenwart“

Im Norden Aventuriens, in einer, doch etwas älteren Burg, residiert ein Zauberer, die meisten die ihn kennen rufen ihn seit geraumer Zeit Istha Mantrakorr. Er lebt zurückgezogen, oft ist es so, als wäre er gar nicht da, dass in Kombination mit der Tatsache das sich kein Mensch der Umgebung mehr daran erinnern kann, wann er zugezogen wäre, führte dazu das schon das eine oder andere Mal gemunkelt wurde, ob er denn tatsächlich in dieser Ruine von Burg dort oben auf dem Berg dahinten, „ja genau die, die so aussieht als wäre sie aus einen alten Schauermärchen entsprungen“, leben würde…

Sagen wir es mal so, Istha lebt und für den heutigen Tag erwartet er Besuch von einem alten Bekannten, von einem Freund zusprechen, wäre temporär bedingt, vermutlich nicht immer korrekt.

Wären Istha bei seiner Tasse Tee und etwas leichter Lektüre den Abend genießt, meldet ihm sein Diener, ein leicht buckliger, traditionsbewusster junger Mensch mit, leichten, Sprachstörungen, das sein Besuch eingetroffen wäre.

Bei diesem Besuch handelte es sich, wie von Istha erwartet, um den „Magister Magnus“ M. M. M. Mirior, sie trafen sich schon vor langer Zeit, immermal wieder, nicht unbedingt immer in der richtigen Reihenfolge, wie die Kausalität dies normalerweise fördern würde, aber das kann unter Zauberern schonmal vorkommen…

Das letzte Treffen liegt knapp 20 Götterläufe zurück, für den einen, für den anderen sind es ein paar Augenblicke…

Beim letzten Mal haben Sie mit anderen Zauberen großes Vollbracht, oder werden großes Vollbracht haben (aus anderen Perspektiven) und genau darum würde es bei diesem Besuch gehen (oder gang es bei diesem Besuch?), denn damals wurde neben einer alten Triopta, einem sehr großen Edelstein, diversen Kraftspeichern, einer beachtlichen Menge an Mindorium auch noch eine kleine Menge Eternium verwandt, ein Material das doch mehr als rar gesät ist, es sei denn man befindet sich im Wissen über eine Quelle dieser Kostbarkeit, welche Sie einem zufließen läßt…

Ob es wohl jemals normal wird?

Das war, interessant, ob es wohl mal normal für uns werden wird, und ob dies etwas gutes wäre?

Nachdem Sieghelm und Traviahold miteinander geredet hatten, Delia und ich saßen die ganze Zeit über vor dem Speisesaal, was wirklich amüsant war, wussten wir doch beide das, wenn wir wissen wöllten worüber Sieghelm und Traviahold sprechen, so gebe es mehr als genug Möglichkeiten derer wir uns bedienen könnten. Jane war in der Zwischenzeit, begleitet von Igan, aufgebrochen um Leutnant Hagen aufzusuchen, was sich als nicht sonderlich erfolgreich herausstellte. Der gute Leutnant war mitsamt eines der Ritter des Baronets ausgeritten, hinzu kamm das sich eine fragwürdige Stimmung verbreitete.

Uns war die Lage nicht geheuer und wir beschlossen, vorsicht walten lassen, unsere Pläne zu axxelerieren…

Unerwarteter Weise gab es jedoch noch eine Mitspielerin, wie wir, nachdem wir auf unseren Zimmern waren (die vorher von anderen durchsucht wurden, eine Frechheit, zumal noch nichteinmal die Bücher richtig zurückgestellt wurden, solche Dilettanten, ich werde mein Zimmer demnächst wohl wieder absichern müssen, ob Sieghelm etwas gegen eine Ignisphaero Falle einzuwenden hätte?) und das notwendigste eingepackt hatten, herausfanden. Der Körper der Magd Borianne Ackerknecht beherbergte nun den Geist der Vettel Kohlhütten (wie heißt es doch so schön gute Magier sind nicht umzubringen, wiewohl es wohl korrekter wäre zu sagen Herausragende Zauberkundige, jedweden Geschlechtes, sind nur mit entsprechenden Mehraufwand zu töten und selbst dann bleiben sie nicht, notwendigerweise, tot)  und Sie erkaufte ihren geliebten Räblein (und uns) etwas zusätzliche Zeit.

Der Wächter Torions, welcher den Auftrag erhielt die Raben umzubringen (wäre dies eigentlich ein Boronfrevel? Ich vermute es ließe sich sowohl als Frevel als auch als Nicht Frevel auslegen, immerhin gehört der Tod ja zu den Aspekten Borons und somit könnte das Töten der Tiere des Gottes des Todes als Gottesdienst interpretiert werden, auf der anderen Seite wird das töten der Tiere eines Gottes als Frevel betrachtet, hmm ob der Puniner und der Al’Anfaner Ritus dies wohl unterschiedlich betrachten? Notiz an mich, später nachschlagen), wurde von mir mit einer der Ketten, welche Skar Zht erschaffen hatte, bedacht, was primär zum austesten besagter Kette diente, sich aber später noch als recht nützlich erwies…

Am Palas floss die Zeit weiter und Torion konfrontierte uns, was sich als Fehler herausstellte. Jane wollte ihren Geist nutzen, Delia fluchte vor sich hin, Sieghelm, Igan und Traviahold tendierten zu ihren schärfsten Argumenten und ich wollte meine „Vermutung“ über einen von Skar Zhts „Quasithaumatursome“ „überprüfen“ (normalerweise favorisiere ich dahingehend ja andere Vorgehensweisen und hätte ich gewusst wie schnell sich das Problem auflöst hätte ich auch eher zu einem Tässchen Tee tendiert als zu einem minimal erforschten Thaumatursom, zumindest bot mir dies die Gelegenheit für einen kleinen Seitenhieb auf die ungetestete Thaumatursom Nutzung, mit den Worten: „Ach das macht es also“, wäre bestimmt interessant gewesen, wenn es etwas anderes gewesen wäre, wie ein Riss in der Sphärenwand…), welcher sich als Dunkelheitszauber herausstellte.

Nachdem die Dunkelheit sich ausgebreitet hatte, schoßen die Schützen auf der Mauer, allerdings nicht auf uns sondern auf Torion und sein Gefolge, Delia fluchte, Jane klappte ihr Buch zu und die anderen verließen die Dunkelheit…

Torion beschuldigte uns, vermutlich galt dies primär Sieghelm, der Nutzung der Hexerei, was ich, aus der Dunkelheit heraustretend, bestritt und danach in die selbige wieder zurücktratt… (Weil es eine der angenehmeren Dunkelheiten ist, diejenige, welche den Verursacher der Dunkelheit nicht stört…)

Im Prinzip zog Torion danach ab, von der Mauer traten Leutnant Hagen und einer der Ritter Torions herab, besagter Ritter und sein Knappe verschrieben sich Sieghelms noch nicht gegründetem Orden…

Sieghelm, Delia und Traviahold verkündeten nacheinander und bei anderen die Unabhängigkeit Hochstiegs.

Und nun, nun geht es darum einen Orden zu gründen, und diesen am besten noch zu legitimieren, bevor Torion anderweitige Äußerungen in die Welt setzten kann (Alternativ wäre es „amüsant“, wenn Torion und sein Gefolge unserem Dynamischen Jagdduo begegnen würde, vermutlich nicht für Torion und sein Gefolge)

Der verbliebende Wächter Torions schloss sich, nachdem ich ihn gefragt hatte ob er sich Sieghelm anschließen will oder nicht diesem an, trotz der Tatsache das es ihm freistand zu gehen (womit er aufgrund der Kette seine Probleme hatte)…

Verdammte Liebe?

Ich weiß es war ein Fehler, oh was für ein Fehler, sich mit einem Dämon einzulassen, aber was war die Alternative?

Eine Seele der Verdammnis anheim fallen zulassen?

Logisch betrachtet, ja, was ist eine Seele in der kosmischen Betrachtung gegen die Myriaden anderer Seelen, aber das geht von Annahmen aus, welche nicht korrekt sind, die Verdammnis Kalkaribs, wäre einem Loch gleich in Delias Emotionalen Eimer, gut vielleicht nicht gerade die beste Metapher, aber Metaphern, gehörten nicht gerade zu den relevanten Lehrinhalten in der AASAP. Und das wäre lediglich der Probleme beginn (naja oder Weiterführung), Delia ist das soziale Bindemittel der Gruppe, dankbarerweise, bei Travia wäre zu vermuten das mir diese Aufgabe zufallen würde, was grauenhaft, für alle Beteiligten (und mich) wäre, so würde die Verdammnis Kalkaribs zu schweren Schäden im zusammenhalt der Gemeinschaft führen…

Offen bleibt freilich noch die Frage, inwiefern können wir einem Dämon trauen, Lehrmeinung wäre, bis zum nächsten Bannkreis und/oder Excorcismus, wobei ein gemeinsamer Feind, wiewohl ich die Schlussfolgerungen Azzeroths nicht teile, vor allem der Zwiebelvergleich, wenn es doch eher, wie nach kurzem nachdenken, jedem vernünftigen Wesen klar sein müsste, das der Vergleich mit einer mit Luft gefüllten Blase, welche von außen ange-/zerstochen wird, viel eher zutrifft, vor allem, wenn wir bedenken das es unendlich viele Übertrittspunkte von außen in die siebte Sphäre gibt und nur endlich viele in die anderen Sphären…

aber ich schweife ab, wo war ich achja, ein gemeinsamer Feind könnte sich als verbindendes Element herausstellen, wiewohl allerdings nur für die Zeit (oder eventuell nur einen Teil der Zeit) der gemeinsamen Feindschaft, weiterhin kompliziert wird dies dadurch das es wohl noch andere Dämonische Auserwählte gibt, achja es existieren wohl Dämonische Auserwählte, was die ganze Sache noch komplexer macht, stellt sich nur die Frage, was ist mit den Halbgöttern, freien Dämonen, Elementen, anderen Gottheiten und weiteren Wesenheiten?

Die Übereinkunft, das Wort Pakt ist im Zusammenhang mit Dämonen, leicht, negativ belastet, mit Azzeroth sorgt, wenn seinem Wort geglaubt werden kann, immerhin dafür das er sich nur, nach Anruf (Kurzform von Anrufung, so wirklich gefällt mir der Neologismus nicht, vielleicht fällt mir später ein besseres Wort ein), in unsere Angelegenheiten einmischt. Was immerhin bedeutet, wir können Kalkarib retten und werden Azzertoh los.

Negativ ist dafür natürlich die „dämonische Zeichnung“, welche ich später definitiv genauer untersuchen sollte, welche Azzeroth Delia einbrannte, und jedem anderen der im Sinne dieser Übereinkunft Azzeroths Feuer rufen wöllte…

Sieghelm wollte sich als Opfer anbieten, weil er heroisch der Ansicht war, das Delia diese Bürde nicht alleine tragen sollte, an und für sich, eine gute Idee, in gewisser Weise, wäre da nicht das Problem gewesen, das es sich um einen Dämon handelt, das Sieghelm Geweihter einer Gottheit werden will und das er ein Geweihtes Objekt mit sich herumschleppt und dann wäre da noch der Geweihte in der Familie, aktuell wohl das einzige Familienmitglied das zu ihm hält. Die letzten drei Punkte machen sich nicht sonderlich gut, mit dem ersten Punkt…

Alle anderen tragen ebenfalls die Gegenstände ihrer Götter mit sich herum, entsprechend negative Konsequenzen fürchtend, gab es also nur eine logische Schlussfolgerung, wiewohl dies eine, wie schon festgestellt, grauenhafte war. Ich musste mich zeichnen lassen, der eventuell zu entstehende Schaden durch die Zeichnung der anderen, wäre in dem Konflikt zu groß gewesen um diesen zu riskieren.

Hinzu kommen noch persönliche Gründe, aufgrund von Delias Erinnerungen, kann ich nachvollziehen (und mehr) was Delia empfindet, wenn ich dies mit meinen Emotionen in Vergleich setzte, Zafia würde da in die Gedanken springen, und dann noch bedenke das ich meinen Teil zu dieser Emotionalen Katastrophe beigetragen habe, einmal in ihrem Geist und dann durch den Exorcismus, habe ich iin gewisser weise ihr Gegenüber eine Verpflichtung mein möglichstes zu tun um Kalkarib zurück zuholen und diese Familien wieder zusammenzubringen.

Also habe ich, zum Schutze der Gemeinschaft und der Gemeinschaften, etwas getan was ich nie für möglich gehalten habe, gut ich hatte auch nicht gedacht von einer Gottheit (und dann auch noch von Travia) auserwählt zu werden, ich habe mich von Azzeroth zeichnen lassen und somit verhindert das ein anderer (namentlich Sieghelm) diese Bürde tragen muss. Wenn weiterhin bedacht wird, das die Gemeinschaftsentscheidung auch, zu gewissen Teilen, auf mich zurückgeht, ist es passend das ich dies tat. Die Zeichnung findet sich auf der außenseite meiner einen Hand, nicht die mit dem Siegel, das hätte sich eventuell negativ ausgewirkt und sieht wie eine Narbe in, ich weiß nicht wirklich wie ich es beschreiben soll, „Flammen-„/“Tränen-“ Form (?) aus…

Wiewohl ich nicht umhin komme, festzustellen, das, wenn meine Vermutung zutrifft, es sich als relativ einfach erweisen sollte Delia aus dieser Vereinbarung zu entbinden, in diesem Fall wären ihre „Antimagischen“ Neigungen gerade zu von Vorteil, bei mir auf der anderen Hand, wäre es um ein vielfaches schwerer…

Interessant war daran noch, das Calzifer soetwas wie eine feurige Korrespondenz mit Azzeroth entwickelt hatte und somit den heißen Draht zu ihm darstellte…

Was so seltsam ist, das ich darüber definitiv eine Arbeit schreiben sollte, nur wann…

Danach löste sich unsere kleine Versammlung in dem Kaminzimmer auch wieder auf, mit Jane kamm ich noch kurz auf das Problem der Organisation meiner Tätigkeiten zu sprechen (wiewohl ich kein Problem hätte, wenn ich wenigstens ein [Bruch-]teil der normalerweise notwendigen Zeit zur Lösung/Umsetzung dieser Probleme hätte, machmal habe ich echt den Eindruck das die anderen Glauben ich wäre ein Wunderwirker und kein Zauberer), schließlich entwickelte sich die Idee der Verwendung von Listen aus, wobei ich diese eigentlich nicht bräuchte, ich könnte mir die Sachen auch einfach merken, aber eventuell könnte es tatsächlich hilfreich sein, zur Planung/Umsetzung es geordnet schriftlich festzuhalten und fokusiert an einem Problem (was ich ja gerne tun würde, aber in diesem Land geht anscheinend jeden Augenblick etwas katastrophal schief) zu arbeiten, ich hege ja meine Zweifel, werde es aber dennoch ausprobieren, ich meine was ist schon das schlimmste was passieren könnte?

Ironischerweise war allerdings keine Zeit sich mit den Listen zur Organisation meiner Arbeit auseinanderzusetzen, weil ich die Zeit stattdessen mit Arbeit verbracht habe, in diesem Fall, habe ich mich mit dem Problem der Thaumatursomerstellung beschäftigt, bislang weiterhin nur theoretisch versteht sich, wie auch praktisch, wenn die Materialien größtenteils fehlen…

Achja und natürlich an dem kleinen Nebenprojekt von mir, Unsterblichkeit, ich denke nach einem Tod und der „Zeichnung“ eines Dämons sollte ich dem eventuell etwas mehr Aufmerksamkeit widmen.

Weiterhin kamm ich nicht umhin mich philosophisch mit dem Problem der Zeichnung und Erwählung auseinanderzusetzen und ob dies bedeutet das ich nun wieder in einem harmonischen Zustand bin, im Sinne der Überderischen Einflüsse?

Der nächste Tag begann da wo der vorherige aufgehört, mit weiterer Arbeit an den verschiedenen Problemen, es dauerte eine weile bis ich von „Frühstück“ erfuhr, ich war so mit anderen Sachen beschäftigt das ich schlichtweg, nicht daran gedacht hatte, in anbetracht der Tatsache das meine Arbeit so wichtig war, konnte ich diese aber auch nicht einfach zurück lassen, also bewegte ich mich mit meiner Feder, einem Tintenfässchen (in dem selbstverständlicherweise Tinte enthalten war), einem Buch und einigen Blättern Pergament zu dem Früchstück und diktierte meiner Feder meine Gedanken.

Ich war noch leicht in meinen Gedanken versunken als ich schließlich auf die anderen, oder zumindest einige der anderen traf, Jane, Traviahold, Azina und Maednir waren nicht zusehen, hätte ich gewusst, das dies eine Option gewesen wäre, wäre ich auch auf meinem Zimmer geblieben und hätte mich weiter mit den Problemen arkaner Natur beschäftigt.

Aber anscheinend war dies nicht wirklich eine Option, nach einiger Zeit begaben wir uns nach draußen um die anderen zu suchen und stießen schließlich auf ein heruntergelassenes Metallgitter.

Ich besah mir das Problem und fand auch eine einfache Lösung für das selbige, nur stellte sich heraus das in dem Kontrollbereich der Kette, eine junge Knappin war, welche von so beeindruckender Intelligenz war, das sie mich, auf Grund einer beeindruckenden Gedankenkette, beinahe erstochen hätte, weil ich angefangen hatte, als Zauberer, zu zaubern um ein Problem zu lösen. Als würde ich es sie wissen lassen, wenn ich sie verzaubern würde, ich bin ein Akademiemager und kein Scharlatan…

Und was ist es eigentlich mit all diesen Adligen die kein Bosparano verstehen?

Mit Sieghelms Erlaubnis „durfte“ ich endlich, ohne weiter um mein Leben zu „fürchten“ (vielleicht sollte der Knappin mal erklärt werden was wir die letzten paar Tage gemacht haben…),  das Problem lösen, umzu zeigen das ich nicht böses vorhatte ging ich also zu dem Problemfall (ein Metallstück, welches quer in der Kette war) und ließ dieses verrosten.

Danach ließ sich das Gitter wieder öffnen.

Wir schritten hindurch und die anderen waren auf der anderen Seite und verteilten noch Essen.

Sieghelm hielt eine kurze Ansprache, es wurde weiter Essen verteilt.

Nachdem dies erledigt war stießen auch der Vogt und Sieghelms älterer Bruder zu uns, mehr oder minder, und es kamm zwischen den Spichbrechern zu einem kurzen Meinungsaustausch, welcher schließlich in einem weiteren Gespräch mit Sieghelm mündete.

In diesem Gespräch ging es um die Zukunft Sieghelms, welches eine fasznierende Kehrtwende nahm, nachdem Delia auf Sieghelms Rondragefälligkeit hinwies, etwas was wir in unseren Überlegungen nicht wirklich bedacht hatten (denn wann ist diese je hilfreich?), und er beschlossen hatte einen Orden zu gründen oder Hochstieg für Unabhängig zu erklären, eventuell beides…

Lagerfeuergeschichten

Es war schon spät und dunkler und kälter als es eigentlich sein sollte, als sich die alte Jägerin Karenju der Kisa-Nivayak an dem Lagerfeuer des, ebenfalls alten Händlers Latu, auch von den Kisa-Nivayak, einfand. Bei einer Tasse Tuuki wärmten Sie sich an diesem Abend und bald stießen auch noch Nivilaukaju, eine Hirtin, der Kisa-Nivayak, und Ysta Mandrakhor, zwar kein Mitglied der Kisa-Nivayak, aber doch ein alter Freund der Nivauesä.

Ysta Mandrakhor stieß als letztes zu der kleinen Gruppe, er trat aus dem dunklen Nebel des Abends, gerade so als wäre jetzt erst erschienen, in letzter Zeit tauchte er vermehrt in der Nähe des Lagerplatzes der Kisa-Nivayak auf, welche sich noch unsicher darüber waren, was Sie davon halten sollten, ja er war ein Freund, aber den Sagen zufolge tauchte er nie ohne Grund auf…

Karenju erzählte Latu und Nivilaukaju gerade die Legende von Hriosaris Bataj Keikafienar, wie Sie seit Zeiten der Kaskjua Kisa überliefert sind, die Welt war kalt, die Seelen waren kalt, der Geist war kalt, es war furchtbar, ein wares Huliar…

Aber die Kisa-Nivayak haben diese Zeit überstanden meldete sich die Stimme Ysta Mandrakhors zu Worte, Mit der Hilfe Ystahivä Juttu Eiko, unter anderem…

Bedächtig nickten die anwesenden Nivauesä, kannten Sie doch alle die Sage wie Kaskjua Kisa mit dem Jutto Eiko verhandelt hatte um Brennholz um sich vor der schneidenden Kälte Hriosaris zu schützen.

Latu ergänze, das dies es noch andere Ystahivä gab, wie die Naaukifey, welche von Hriosaris Rache wussten und Mitleid mit den Nivayak hatten…

Ysta Mandrakhor wief ein, das die Fey Hriosari Eisbringer nannten…

Das war etwas, was die Nivauesä noch nicht wussten, Karenju nutzte die Gelegenheit um Ysta etwas Tuuki einzuschenken, wussten Sie doch um seine Gefühle gegenüber dem Tee, welche sich mit dem Wort Aijiar, grob zusammenfassen ließ…

Schließlich griff Nivilaukaju den Teil der Saga auf, welche die anderen bislang vermieden hatten, aus den verschiedensten Gründen, nämlich das Ysta Mandrakhor, damals vor hunderten Madamalar, die Nivayak eingeladen hatte als Ystanaj in seiner Steinhalle zu nächtigen…

Ysta schwieg in seinen Schluck Tuuki hinein…

Die anderen waren sprachlos, es war ihnen zwar bewusst, das Ysta schon über die Taigaä wanderte als ihre Ahnen noch lebten, aber diesen Effekt hatte die Erkenntnis öfters.

Ysta brach schließlich das Schweigen und begann Sagen von fernen Orten und fernen Menschen aus dem Süden zu erzählen, so war ein kleiner Mensch namens Calaman und sein Freund der Sohn Kasims, mit dem Namen Assaf dabei…

Deren Erlebnisse bedrängten  die Lahtjutok Assafs, so das sein Sohn Tubal’Rik al Khorain Ar-amul el Ashtarra, schließlich das unvorstellbare tat, er opferte, entgegen der Gebote eines großen Geistes, namens Arambal, seinen Sohn Abd el Zumuh Ar-amul el Ashtarra, um seine Lahtjutok zu retten…

Seit dem Tage, so heißt es, seien seine Nachkommen gezeichnet und Tubal’Rik al Khorain Ar-amul el Ashtarra würde durch die Welt wandern…

So heißt es zumindest, beendete Ysta diese fremde Sage…

Nivilaukaju lenkte die Aufmerksamkeit alsbald auf eine fröhlichere Sage…

Und sie redeten noch lange weiter und ergänzten ihre Sagen…

Bis Ysta berichtete das der junge Hietanen in den nächsten Tagen mit Fremden zur Lahtjutok der Kisa-Nivayak stoßen würde…