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Dokos-Eintrag vom 01. Phex 1012 BF

-Was bisher geschah-

Ich lebe noch! Wir leben sogar alle noch! Mehr oder weniger heile. Unser Haufen ruht sich gerade für die Nacht aus. Wir wurden von Oberst Ira von Seewiesen instruiert, heute Nacht auf des Feindes Seite Patrouille zu laufen. Ich bete zu den Göttern, dass es keine Zwischenfälle gibt und wir problemlos und unbeschadet zurückkehren werden. Sollte es nicht der Fall sein bleiben meine letzten Einträge von gestern bezüglich meines letzten Willens gültig. Wobei ich hinzufügen möchte, dass der Finder und Leser dieses Buches so freundlich sein soll und es der Rekrutin Sylvia zu geben hat. Sie begleitet uns heute Nacht nicht und überlebt diese daher sicher. Wenn du das hier liest meine Geliebte: Geh zu meiner Familie, zeig ihnen dies hier und sie werden dich aufnehmen und dir ein gutes Leben fernab der unseeligen Gassen und Gossen Gareth’s bescheren. Trage unsere Gefühle in deinem Leben fort, wer weiß was du von mir noch so in dir trägst.

Die Schlacht selber heute begann für mich mit dem größtmöglichen Schrecken, als ein orkischer Pfeil in Sylvias Hals drang. Als sie in das Lazarett gebracht wurde breitete sich in mir eine gewisse Ruhe aus, denn ihr Überleben war gesichert – das, was mir heute am wichtigsten war. Und während ich das hier schreibe sitze ich an ihrem Lager im Lazarett und beobachte ihre ruhige Atmung im Schlaf. Der Frieden, der von ihr ausgeht, lässt mich Stärke finden für die Aufgaben, die da kommen mögen.

Doch zurück zur Schlacht. Als die Pfeile aufhörten zu regnen – anders als mein Herr, der sich mit der Leuin uns anschloss – stürmten die Schwarzpelze auf uns zu. Ich bat die Götter um die Gnade der Schmerzlosigkeit, mein Herr und sein grimmiger Bruder gewährten sie mir wie ich später spürte, oder eben nicht. Der Angriff konnte problemlos abgewehrt werden, allerdings fiel Oberst von Brück – soviel dazu, warum ich oben von der Oberst von Seewiesen schrieb. Mit ihm fiel unser Banner und die Trommler, unter ihnen Dero, gerieten in Gefahr. Wir stürmten ihnen zur Hilfe, der fähige Fähnrich vorweg. Besitzt er etwa doch ein Herz? Auch diese Orks fielen allesamt, genau wie die nächste Angriffswelle. Dabei muss ich die Ehrlichkeit besitzen und die außergewöhnlichen magischen Künste Lumins hervorheben. Auch wenn es mir widerstrebt sein Feuer zu loben, aber es tötete viele der Tierbarbaren.

Nach einer Weile durften wir uns zurückziehen und wurden von frischen Truppen ersetzt. Wir ließen unsere Wunden im Lazarett versorgen, ich erst nachdem ich meine Sylvia fand. Nur die beiden Angroschim hatten noch nicht genug und begaben sich auf Ogerjagd. Nicht unerfolgreich, wie sie berichteten. Aber nun will ich noch etwas ruhen. Für uns wird es eine kurze Nacht. Und wer weiß was der morgige Tag bringt.

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