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Vom Mensch und Tier

Karan lag vor dem Bett in der Taverne und dachte über den Abend und die vergangenen Tage nach. Seine Reisegesellschaft und die Leute um ihn herum waren faszinierend. Ihre Handlungen waren für Karan nicht nachvollziehbar und irritierten ihn, gleichzeitig wuchs jedoch seine Neugier und er fragte sich, ob er sie jemals wirklich verstehen würde. Auf der Jagd war alles so einfach. Es gab eine Fährte, ein Ziel und den Wald. Alles Gegebenheiten mit denen der Halbfirnelf sehr gut zurechtkam. Tiere und deren Verhalten und auch den Geist des Waldes konnte er sehr gut verstehen, das war alles so natürlich. Doch das Verhalten der Menschen war mehr als… unberechenbar. Und das störte Karan sehr. Am vergangenen Abend erfreute er sich daran mit dem Holzfäller zu balancieren und genoss die Herausforderung. Doch warum der Holzfäller Karan beschuldigte ihn angerempelt zu haben, das verstand er nicht. Der Holzfäller log doch! Karan hatte ehrlich gewonnen. Knapp zwar aber er hatte gewonnen. Warum wurde er dann beschuldigt?

Karan war gespannt die Holzfäller wiederzusehen. Doch noch mehr freute er sich auf den Ausflug in den Wald. Endlich wäre er dann wieder in seinem Element und eins mit dem Geist des Waldes. Weiterhin konnte dann Ragnar keiner Magd mehr nachsteigen… Als ihn dieser Gedanke kam stutzte er… War das denn so schlimm? Warum zog sich sein Magen immer zusammen wenn Ragnar eine Frau ansah und Anstalten machte sich mit ihr paaren zu wollen? Der Halbfirnelf verstand zwar nicht viel vom menschlichen Verhalten. Doch im Paarungsverhalten, da unterschieden sich Menschen keinesfalls vom Tier. Nur seine eigene starke Reaktion und Abneigung verwunderte ihn.

Unruhig und neugierig auf die kommenden Tage glitt Karan wieder in den Zustand zwischen Tag und Traum, was die Menschen wohl als Schlaf ansehen würden.

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