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Die Turney

Am Abend des 02. Firun auf dem Hof von Azinas Familie vertrat sich die Hexe Delia ihre Beine. Erstaunlicherweise ohne ihren Stab. Ihr treuer „Besen“ liegt seit dem 01. Firun unbeachtet in ihrem Zimmer und Delia schreitet seither ohne ihn durch die Welt. Sie lässt Ihren Gedanken freien Lauf als sie über die Länderein schreitet.

„Die Tage vergingen wie im Fluge, so scheint mir. Flug… ja das ist wohl das Zauberwort. Ich kann seit dem gestrigen Tage nicht mehr fliegen. Meine Flugsalbe hat mit der Wintersonnenwende ihre Wirkung verloren. Erst wenn ich wieder an einer Hexennacht teilnehmen bzw. zu meiner Frau Mutter komme wird sich dieses Problem lösen. Mutter sagte mir, dass ich erst mit meinen Freunden zu ihr kommen soll. Zum einen als eine Lektion in Demut… noch eine… und zum anderen bin ich als Wache für Azinas Familie abgestellt. Mutter entsprach meiner Bitte über Azinas Hof, Heim und Familie zu wachen. Da sich aber alle anderen Schwestern und Brüder auf die Wintersonnenwende vorbereiteten war es an mir zu wachen. Mit meiner Abreise wird ein anders Mitglied des Zirkels meine Aufgabe übernehmen. Somit sollte dieser Hof und Azinas Familie in Sicherheit sein. Komme was da mag. Die Nähe zu dem Heim meiner Mutter und des Zirkels ist ein Garant für schnelles Eingreifen. Außerdem hat sich Azina durch aus als würdig erwiesen, als sie das Biest erschlug. Hm… und Mutter erwähnte noch etwas schon „schutzwürdig wegen der göttlichen Queste“.
Ich hoffe nur das die Familie deiser wiederlichen Sefira sich nicht mehr einmischt und alles auf sich bewenden lässt. Azina und ihre Familie hat eine Zeit des Friedens verdient.“

Delia kniet sich nieder und nimmt etwas von der fruchtbaren Erde auf. Liebevoll verreibt sie etwas davon zwischen ihren Fingern.

Ob es meinen Gefährten aufgefallen ist, dass ich den Besen nicht mehr ständig bei mir führe? Nun ja wenn nicht ist es nicht schlimm. Momentan ist soviel zu tun, dass ich es niemanden krumm nehme solche, für andere, unwichtigte Details nicht zu bemerken. Die Turney verläuft sowohl für Sieghelm als auch für Azina erstaunlich gut. Also bei Sieghelm bin ich davon ausgegangen, dass er jeden vom Platz prügelt. Doch Azina… meinen kleine Azina… sie hat sich wirklich gemacht. Ich würde beiden den Sieg gönnen, ob mit göttlicher Quest oder ohne als Gewinn. Jedoch würde es Sieghelms Seele besser tun zu gewinnen. Er braucht soetwas mal. hmm… obwohl er dann wohl vor Stolz unausstehlich sein wird… Dennoch würde ich mich für ihn freuen. Azina braucht nicht zu gewinnen. Ihr Ruf und Ansehen ist allein durch die, bisher sehr erfolgreiche Teilnahme am Turnier sehr gestiegen und das ist das was sie will.“

Die Hexe erhebt sich und blickt Richtung des kleinen Gehöfts. Gemessenen Schrittes kehrt sich zurück. Bald müsste es Abendessen geben.

„Sieghelm wurde heute sogar verletzt und das nicht leicht. Dieser Dummkopf, hätte er den Schlag nicht kommen sehen können?! Na wenn es ein echter Kampf gewesen wäre, dann hätte ich mir diesen … diesen… Gegner aber vorgenommen, dafür, dass er Sieghelm so verletzte. Erstaunlich ist Sieghelms Beherrschung. Er schien so erfüllt von seine Göttin, dass er wie unverletzt siegreich und stolz vom Platz schritt. Zum Glück musste ich nicht mit Magie heilen, da Janes Künste ausreichten, sogar für diese schwere Wunde.
Egal ob er gewinnt oder nicht. Ich glaube ich werde ihm etwas Gutes tun wenn er ausscheidet. Egal ob als 1. oder als was auch immer. Er hat es sich verdient.“

Bei den Gedanken an Sieghelm und die Turney schwenken Delias Gedanken kurz in die Ferne… zu Kalkarib.

„Ob er wohl die Reiterkämpfe für sich entscheiden konnte? Bald werde ich ihn wiedersehen. Dann wird sich auch unser Schicksal entscheiden. Gemeinsam oder allein. Wir werden es sehen.

Tja und was ist mit Sahiba Alhina? Hat sie ihre Liebe gefunden?“

Baburin, das Ende der Reise?

Wir suchten also nach Muhalla, nun ihn fanden wir nicht, dafür aber ziemlich viele Pflanzen. Jane hatte diese weiter verarbeitet zu einigen Tränken, ganze Wasserschläuche ließen sich mit den abgefüllten Tränken füllen, was letzendlich auch passierte. Nachdem unsere Suche nicht erfolgreich verließ begaben wir uns nach Baburin um die kunde des Schicksals von Muhalla dort zu verbreiten. Die Reise selbst verlief recht ereignislos, halt etwas zäh und trocken, wie es so üblich ist an Land, vermute ich mal. Ich weiß zwar nicht wieso, aber ich sollte nicht über Muhalla und Radajana reden, meine Gefährten waren wohl besorgt Worte könnten aus meinem Mund heraussprudeln und in einem Wasserfall ähnlichen Wortschwall münden der das Boot der Aufklärung der Hintergründe des verschwindens von Muhalla und Radajana von der Quelle bis zur Mündung tragen würde, oder so ähnlich. Ich beschloss dementsprechend still wie ein tiefes gewässer zu sein, oder nach Einschätzung meiner Gefährten stumm wie ein Fisch zu sein, wobei einige von denen wirklich gerne und ausführlich reden.

Wir erreichten auch das Gehöft von Azina saba Belima und Ihrer Familie, anwesend waren eine Belima saba Carima, ein Alef ibn Eslam, eine Arima saba Belima und ein junger Herr namens Chezzek. Bei Arima handelt es sich um ein sehr junges Kind, wirklich niedlich und süß, ich denke ich werde für Arima in den nächsten Tagen etwas schnitzen, ein Delphin oder etwas vergleichbares.

Die Nacht verbrachte ich diesesmal im Haus, genauer gesagt in der Badewanne im Badezimmer, das war weitaus entspannender und nicht so beklemmend wie in den meisten Brunnen oder Fässern oder dem ein oder anderen Zuber in dem ich die Reise hinüber schon lag. Am Tag darauf begaben wir uns nach Baburin, eine recht interessante Stadt, nur etwas sehr laut, ohne Efferdtempel, dafür aber mit sehr schönem Fluss, ich denke ich werde dort auch demnächst mal baden, eventuell besehe ich mir das Turnier das die Rondrakirche dort veranstaltet vom Barun-Ulah aus an. Sehr großer Markt, mit etwas sehr gewöhnungsbedürftigen Ordnungsprinzip, einem großen Rondratempel, welchen ich mir allerdings nur von außen  betrachtet habe, er muss aber wahrlich erschreckend gewesen sein, habe ich doch gehört das sogar Sieghelm aus vollstem Leibe schrie, ob das zum Kult der Donnernden dazu gehört? Bezüglich des Marktes bleibt noch festzuhalten das es zu einem Tumult kamm dessen Ursprung sich in Jane fand die einige Raubfische angelockt hatte. Aber diese konnten davon abgehalten werden mit Ihrer geplanten Beute zu entschwinden. Diese Lederrüstung die Sie in Auftrag gab könnte Ihr wirklich dienlich sein, um ihr vom Regen in die Traufe zu verhelfen. Und auch ich bin schon gespannt ob der Handschuhe, es wird wohl etwas gewöhnungsbedürftig aber danach kann ich mir eventuell das ein oder andere Buch ansehen.

Der erste Schnitt ist immer der tiefste

Spichbrecher-Wappen-WeißEs ist ein kühler und leicht windiger Abend am 22. Hesinde 1026 BF. Ein flinker Dackel schnellt aus den Eingang eines Gehöfts, gefolgt von einem großgewachsenen Krieger mit breiten Schultern. Der Dackel mit dem Namen Pagol stobt zu einem Busch und bellt verspielt, vermutlich hatte er eine malwieder eine aranische Katze verjagd. Hinter ihm, mit schlendernden Schritt, lief der darpatische Junker. Seine Gedanken galten dem bevorstehendem Turnei und seiner damit bevorstehenden Prüfung im Umgang mit den Waffen.  „In zwei Tagen …“ hauchte er, während er immer wieder kontrollierenden zu den Büschen schaute in denen sich Pagol anscheinend einer kleinen Hetzjagd hingab. „Das heißt ich habe gerade mal einen Tag zum trainieren, viel zu wenig – ich bin aus der Form.“ Sieghelm resignierte ein wenig als er im gehen nach und nach jede Faser seines Körper streckte und dabei seine Knochen knarzen und ächzen zu hören glaubte. Seine Gedanken verliefen sich etwas in den verschiedenen Techniken und Methoden um in kurzer Zeit wieder zur alten Form zurückzukommen, er musste an seine Zeit an der Akademie in Rommilys denken, allem voran an Schwertmeister Perainor von Bregelsaum, der wohl Sieghelms meist verhasster und zugleich bester Ausbilder im Waffengang war.

Es war stets die selbe Aussage des Schwertmeisters, nachdem der junge Sieghelm mit einem älteren und überlegenen Schüler gekämpft und nach einem langem und ausgeglichenen Kampf dennoch unterlegen war. Der Darpate erinnert sich noch genau an das Gesicht des Mannes, der Bart fein gestutzt und die Wangen blank rasiert, eine lange Narbe über dem linken Auge und ein leicht welliger schwarzer Bürstenschnitt. Sieghelm fühlt sich in die Zeit zurück versetzt als er im Staub des Übungsplatzes lag und Meister von Bregelsaum mit hinter den Rücken verschränkten Armen zu ihm herantrat um mit enttäuschtem Blick zu ihm herabzublicken. „Es war ein guter Kampf.“ flüsterte Sieghelm, doch seine Stimme verlor sich dabei im kühlen Wind.

„In einem Kampf Mann-gegen-Mann wird kein zweiter Preis vergeben“ – Schwertmeister Perainor E. von Bregelsaum

Der Junker seufzte. Pagol kam derweil mit etwas hinkendem Bein zurück aus dem Gebüsch. Er sah zu dem Dackel herab und musste unweigerlich wieder an den Satz seines ehemaligen Lehrers denken, doch diesen Verwarf er sofort und er bückte sich zu seinem geschätzten Kameraden herab um sich dessen Verletzung etwas näher anzusehen. „Nur ein kleiner Kratzer, das wird schonwieder – es ist keine Schande auch Mal der Unterlegene zu sein.“ Siehelm Sprach dabei die Worte so aus, dass er sie selbst gut hören konnte um sich von deren Inhalt zu überzeugen.

Auch Azina hat sich bei dem Turnei angemeldet – dachte er. Warum sie das wohl getan hat? Sie ist durch und durch eine Firungläubige, doch welches Interesse könnte sie haben an einem Rondragefälligen Turnier teilzunehmen? Sieghelm dachte an die äußeren Veränderungen die seine alte Freundin Azina seid ihrer letzten Begegnung durchgemacht hatte, und auch an den reich verzierten Runenspeer – eine wahrlich prächtige Waffe. Waren dies vielleicht die Gründe dafür? Bisher hatte der Hauptkamm keine Zeit gefunden sie auf alldies anzusprechen, doch die Zeit würde noch kommen. Irgendetwas in Azina war anders, sie wirkte kühler und berechnender. Sie hatte einst ihre Familie hinter sich gelassen, nun war sie hier und dennoch zieht es sie wieder fort, trotz des desolaten Zustands des Hofes.

Zusammen mit dem leicht hinkenden Pagol lief der Hauptmann um das Gehöft herum, seine Gedanken galten nun dem Ereignis vor dem Dreitempel in Baburin. Selten hatte er die Nähe des Schwerts und Schilds Alverans so sehr gespürt wie in dieser eindrucksvoller Tempelanlage. Er musste auch an die Worte der Knappin der Leuin denken. Beinahe hätte Sieghelm an seinen eigenen Taten gezweifelt und den Willen seiner Göttin missinterpretiert. Allem voran zeigte dies Sieghelm jedoch, dass er noch kein Schwert der ehrvollen Donnergöttin war, seine Geschicke wurden nicht von ihr gelenkt, er ist und war nur ein einfacher Krieger der versucht seiner Göttin nach seinen bescheidenen Möglichkeiten gefällig zu handeln. Doch war er weiterhin Fehlbar – und das alles trotz des Amuletts das er bei sich trug. Die Geweihte hatte ihm zwar seinen Zweifel an seiner Tat bezüglich Muhalla nehmen können, doch warum die Herrin ihm diesen Schmerz gesandt hatte, vermochte sie ihm nicht zu erklären.

Die kommenden Tage würden Herrn von Spichbrecher jedoch noch erleuchtung bringen, da war er sich sicher, denn er hatte es irgendwie im Gefühl dass etwas großes Bevorstand.

Weiter Auschnitte aus dem Tagebuch der Jane Peddersen

30 Boron. 1026 n.BF
Wieder auf Reisen. Dieses Mal Richtung Babruin. Ich bin gespannt wie der werte Herr Hauptmann die Spannung aus der gruppe nehmen will. Am Abend hat der Hauptman Dehlia zu seiner Schwanenhüterin ernannt. Es wird wohl noch eine ganze Weile dauern bis die genauen Feinheiten dieses Standes klar werden aber im Großen und Ganzen ist es etwas Positives für Dehlia. Ich hab mich dazu bereit erklärt für die Versammelte Gesellschaft zu kochen. Es scheint sehr gut angekommen zu sein. Dehlia hat als Auftakt ihres Dienstes für Sieghelm ein fest Organsiert. Bis jetzt hat die Reise aber nur wenig Neues Wissen zu Tage gefördert. Immerhin konnte ich meine Zeichnungen um ein paar Skizzen erweitern. Lunalu hat die ganze Zeit Geleuchtet zum Glück hat das am Abend nachgelassen ich werde Magie wohl nie ganz verstehen.

1.Hesinde 1026 n.BF Morgens
 Morgen werde ich den Herrn Hauptman seine eigene Medizin spüren lassen. Das Reisen ist sehr angenehm und man fühlt sich sicher durch seinen Schutz aber nur einmal möchte ich ihn ruhe Ausschlafen können. Die Reise bisher war recht angenehm ich hoffe das sie auch weiterhin gut verlaufen wird.

1.Hesinde 1026 n.BF Abends
Wir wurden von Banditen überfallen. Unter denen befand sich auch der Bandit der versucht hatte mich in der Stadt zum Schweigen zu bringen. Trotz meiner überlegenden Taktik stellt sich der Kampf als sehr schwierig heraus. Ich konnte nur mit glück mich gegen meinen Gegner behaupten der egal was ich versuchte nahezu jeden meiner Angriffe parieren konnte. Dann haben sich Dehlia und Sieghelm wieder über Nichtigkeiten  gestritten. Alles deutete darauf hin das ein unbekannter Magier die Banditen unterstützte. Allem Anschein nach eine Magierin. Ich Tippe entweder auf Eifersucht oder Rache. Wie immer bei Adligen.

1.Hesinde 1026 n.BF Späte Nacht
Irgendjemand schleicht hier rum aber ich bin zu verwundet und müde um wirklich besorgt zu sein. Ich weigere mich aber zu glauben dass ich Paranoia entwickle da ich die typischen Anzeichen nicht bei mir entdecke. Vieleicht eins der Kinder der Bäuerin.

2.Hesinde 1026 n.BF
Der … Werte Herr Muhala hat sich entführen lassen. Gleich zweimal. Das Erste Mal in der Nacht von seiner „Geliebten“ Radajana, das zweite Mal von einem Bunten Bären. Radajana ist die Magierin die daran Schuld ist das ich demnächst erneut ein Neues Reisekleid kaufen darf und zur Zeit darüber Nachdenke mir einen angemessen aussehende Lederrüstung zu besorgen. Sie behauptet das der Bandit eigenmächtig gehandelt hat woran ich wenig Zweifel hab. Wir sind also am Morgen den entführten Edelmann durch die Wildnis gefolgt und haben seine verzweifelte geliebte schluchzend im Unterholz gefunden. Es gab keinen Zweifel das ihre Geschichte des Bären echt war den. Die Spuren waren unübersehbar.
Wir wurden geführt von einem großen Torwahler. Einen Tierkrieger der sich ebenfalls in einen Bär verwandeln kann. Ich war sehr überrascht einen so weit im Süden anzutreffen aber durch den ermüdenden Ritt und meine Verletzungen ist mein Forschergeist etwas getrübt.

3.Hesinde 1026 n.BF
Unter andern Umständen wäre die letzte Nacht Traumhaft gewesen eng angeschmiegt an die Werte Dehlia nur die Tatsache das um uns herum zwei Kerle lagen und Radajana Hat das ganze massiv getrübt. Lunalu Hat während der Zeit wache gehalten. Die Hetzjagd durch den Wald verlief querfeldein und ohne größere Pause. Meine Reitkünste sind an ihrem Limit aber irgendwie hat unsere gruppe es geschafft zusammen zu bleiben. Das Reiten durch den Wald ist sehr anstrengend. Der Zwerg Beremosch scheint damit aber keine Probleme zu haben. Wir werden die Nacht erneut eng umschlungen verbringen. Sieghelm hat sich für das Umkehren ausgesprochen vermutlich fehlt ihm die Sicherheit einer Straße. Zum Glück konnten wir ihm davon überzeugen nicht aufzugeben.

4.Hesinde 1026 n.BF
Wir haben eine Bärenhöhle erreicht in dieser Befanden sich mehrere Tierknochen und im hinteren Teil stand ein Podest auf dem ein Seltsames Schriftstück lag. In diesem stand in Bosperano derselbe Spruch stand den mir meine Schülerin geschickt hatte. Auch war das Podest makellos was sehr herausstechend war im Vergleich zu dem normalen Zustand einer solchen Höhle. Auch der werte Edelmann befand sich dort. Er war unversehrt aber müde, durstig und hungrig. Als wir die Höhle verlassen wurden griff aber von draußen der Bunte Bär an. Ein heftiger Kampf entbrannte zwischen dem Bären und dem Tierkrieger Hjaldar. Dehlia versuchte den Kampf zu unterbrechen indem sie die Schriftrolle über und zwischen die Beiden schweben lies was aber keine Wirkung zeigte. Ich erinnerte mich an die alten Mühten wo das aufsagen eines Spruches einen Zauber bewirken kann und da sich der Bunte Bär bei weiten nicht natürlich verhalten hatte sagte ich den Spruch der Schriftrollen auf. Das Ergebnis war sehr interessant den es Bewirkte das der Bunte Bär und der Tierkrieger zu einem Trollgroßem Menschen vereinten. Der Herr Hauptmann hatte eine Panik Attacke und fürchtete das der Riese uns angreifen würde deshalb verbot er uns die Höhle zu verlassen. Dehlia voller Neugier und vermutlich auch aufgrund des aus ihrer (und meiner) perspektive unberechtigten Verbots, mogelte sich am Herrn Hauptmann vorbei worauf hin die beiden sich Lauthals zu streiten anfingen.

Ich unterhielt mich mit dem Hünen, leider waren die Informationen nur sehr .. begrenzt da er von sehr einfachem gemüht ist. Nichtdestotrotz konnten wir uns zum Mittag hin an einem vom ihm geschlagenem Wild laben. Der Streit zwischen dem Hauptman und Dehlia führte dazu das sie noch am selben aufbrach um den zurückgebliebenen Nachricht zukommen zu lassen und vermutlich um Abstand zu dem engstirnigem Krieger zu gewinnen.

Wir setzten die Reise gemächlich fort, indem wir aus dem Wald zur Reichstasse zurückkehrten. Wir reisen gemächlich zurück so dass wir uns das erste Mal seit 3 Tagen wirklich ausruhen können. Radajana blieb während der gesamten Zeit bei dem Herrn Muhala und wird vermutlich auch so die Nächsten Tage verbringen.

5.Hesinde 1026 n.BF
Der Tag war friedlich und ereignislos. Ich konnte während der Mittagsrast eine Zeichnung des Wesens anfertigen zu dem Hjaldar geworden ist. Ich denke dass sie gut gelungen ist. Am Abend blendete ich diese und fertigte eine zweite an. Wir übernachteten in einer Taverne.

6.Hesinde 1026 n.BF
Auch dieser Tag verlieft ereignislos. Ich dachte nur über ein Abhandlung des Baustiels der hiesigen Gegend nach. Ich fertigte eine Zeichnung des nahen Wald der Drei Schwestern an.

7.Hesinde 1026 n.BF
Der Dritte tag der Rückreise war so ereignislos wie die vorangegangenen am Abend erreichten wir das Gutshaus. Dehlia wirkt sehr nachdenklich ebenso der Herr Hauptmann ich werde beide im Auge behalten um im Notfall Schlichten eingreifen zu können.

8.Hesinde 1026 n.BF
Der Herr Hauptmann und Dehlia müssen sich ausgesprochen haben es war alles sehr viel entspannter als wir uns aufmachten zum nächsten Teilabschnitt unserer Reise. Die Gegend ist recht ansehnlich und es tut gut ohne Hast und eile hinter Dehlia sitzend zu reisen. Ich werde versuchen vor dem Herrn Hauptman wach zu sein. Ich habe auch Notizen für meine Abhandlung über die Sozialen Probleme unsere Gesellschaft angefangen aber bis jetzt fehlt mir einen zündende Idee. Es gab eine kleine bescheidene Feier zum Mittag wo wir die Erfolgreiche weitereise Feierten.

9.Hesinde 1026 n.BF
Hab es leider nicht geschafft vor dem Herrn Hauptmann wach zu sein. Dieser hat mich den ganzen Tag mit seltsamen Blicken bedacht bis Dehlia gestanden hatte das sie ihm meine Sehnsucht gegenüber Frauen verraten hatte. Ich hoffe dass er sich mit dem Gedanke abfinden wird und es hoffentlich Vorurteilsfrei annimmt. Ich hab eine weiter Zeichnung angefangen diese aber noch nicht fertig gestellt. Meine Überlagerungen über die Abhandlung drehen sich gerade um das Thema des Ausgegrenzt sein. Wieso und auf welche Art und Weise wir andere Intelligente Lebewesen Ausgrenzen und wieso dies unsere Wohlbefinden massiv beeinflussen kann. Ich hab die Bediensteten des Gasthauses gebeten mich vor Sonnenaufgang zu wecken.

10.Hesinde 1026 n.BF
Erfolg! Der Hauptmann sprang förmlich aus den Bett als ich ihm einen guten Morgen wünschte endlich hat er mal gespürt wie es ist wenn man zu ungewohnten zeiten aus dem Schlaf gerissen wird. Dehlia und Alhina haben beiden den Spass mitgemacht und sind ebenfalls fröhlich gelaunt wach geworden. Leider konnten wir unser Lachen nicht unterdrücken so des der Herr Hauptman recht bald merkte das es sich um einen kleinen harmlosen scherz handelte. Ansonsten verlief der Reisetag recht ruhig. Meine Abhandlung nimmt langsam Form an da ich genügend Beispiele täglich präsentiert bekommen hab. Wir haben am Abend den Ort Marmelund erreicht.

11.Hesinde 1026 n.BF
Der Hauptmann hatte sich frecher Weise in unser Zimmer geschlichen und als Morgenüberraschung die Gardinen aufgerissen er wurde daraufhin mit freundlich geworfenen Kissen bedankt. Hach das Reisen kann so herrlich sein. Der Ort Marmelund ist eher eine Kleinstadt aber trotz allem ein sehr angenehmer Ort. Die Architektur ist einfach aber gut gehalten und man kann den Wohlstand der Handelsrute anhand der Tempel alleine erkennen. Eben Diese besuchten wir nach der Kissenschlacht und dankten für das überstehen der verschiedene Gefahren der Reise Bisher. Nur im Hesinde Tempel verfiel ich in eine Heftige Grundsatz Diskussion über die Verfügbarkeit von Wissen. Da sie meine Nähe zu Hesinde nicht streitig machen konnten versuchte einer von ihnen Tatsächlich mich davon zu überzeugen das die einfache Bevölkerung dumm doch besser dran sei als mit unnötigen wissen belastet. Nandus steh mir bei. Leider konnte ich mein Gemüt gegenüber diesen arroganten aufgeblassenden kleinstadtgeweihten nicht in Zaum halten. So das ich Lautstark gegen seine engstirnige Meinung ankämpfte. Die Allwissen möge mir vergeben den ich weiß nur zu genau das dies keine angebrachte Form ist einen Disput beizulegen. Trotz allem denke ich das ich einen Positiven Denkanstoß gegeben habe. Danach haben wir noch den Markt besucht auf dem ich nach allerlei Verschiedenes gesucht hab. Auch etwas Farbe und Pinsel hab ich erstanden leider vergaß ich mich nach einem geeigneten Mischbrett umzuschauen aber ich werde damit in Baburin wohl mehr Erfolg haben.

Am Abend Spielte ich zusammen mit Dehlia, Luna und Alhina Rote und weiße Kamele, aber sowohl Dehlia als auch Luna waren Anfänger so das ernsthafte Spiel zwischen mir und Alhina stattfand. Sie erwies sich als Ernstzunehmende Gegnerin auf dem Spielbrett und nur durch Taktik konnte ich ihr einen mühsamen Sieg abringen.

(Dieser Abschnitt ist in makellosen Rogolan geschrieben und könnte auch für Verzierungen im Notizbuch gehalten werden)  Dann zog uns der Werte Herr Muhala endlich ins Vertrauen und lag die Karten offen auf dem Tisch. Wir kamen überein dass er sich am Morgigen Tag während einer schon lang fälligen Kampfübungsstunde „entführen“ lassen würde. Dies würde nur den Herrn Hauptman etwas entehren da dies bedeutet würde dass er nicht aufgepasst hatte. Aber die Schmach ist bei weiten nicht so groß wie sie wäre wenn man den Herrn Muhala direkt vor seinen Augen entführen würde.

Den Rest des Abends hab ich damit zugebracht den Herrn Hauptmann zu porträtieren wie er in gebrochener und getrübter Stimmung nachdenklich saß. Ich habe zwei Porträts angefertigt. Beim zweiten hab ich als tröstende Gefährtin mit sorgenvollem Gesicht Luna an die Seite gestellt auch wenn ich die Sorge selbst ins Gesicht gezeichnet hatte da ich bezweifelte das Luna diese lange zum Ausdruck bringen konnte, und es auch nicht ihrem gemüht entspricht.  

12.Hesinde 1026 n.BF
Der Ehrenwerte Herr Muhala ist fort, entführt und wir verbrachten den gesamte Tag mit der Suche. Wobei sich unser Gesellschaft in drei Gruppen Aufteilten leider Fanden wir keine Spur so intensiv wir auch suchten. Meine Gruppe Bestand aus Dehlia, Ahlina und mir. Eine sehr angenehme Reisegesellschaft wir verbrachten ein Großteil der Zeit mit reden über verschiedenste Themen nur bei der Erläuterung über die Gesetze Raschtullas war ich überwiegend Still auch wenn es mir einen Ungewöhnlichen Einblick in diese Kultur gibt.

13.Hesinde 1026 n.BF
Immer noch keine Spur des Herrn oder seiner Entführer ich reiste zusammen mit Dehlia und Alhina und unterhielt mich angeregt mit den beiden meine Abhandlung nimmt langsam Form an.

14.Hesinde 1026 n.BF
Der letzte Tag unsere Suche hat ebenfalls keinerlei Anzeichen auf Herrn Muhala gegeben. Leider muss mir sein Gesicht entfallen sein so dass es mir unmöglich ist eine Skizze zu zeichnen. Wir Sind nach der Hälfte des Tages umgekehrt so dass wir wie vereinbart am Abend des 15ten in Mermelund ankommen. Ich hab nicht sehr viel Zeit mit ihm verbracht Wünsch ihm aber das Aves über ihn wacht wo auch immer er jetzt sein mag. Vielleicht hat eine der andern Gruppen ihn gefunden.

15.Hesinde 1026 n.BF
Die Rückreise nach Marmelund verlief Ereignislos. Die Abhandlung sieht mittlerweile sehr gut aus muss aber vermutlich noch mehrfach überarbeite werden. Während wir gesucht haben hab ich auch die Augen nach Kräutern offen gehalten. Wir Trafen am späten Abend ein und Sahen das auch die andern Gruppen kein Erfolg gehabt hatten.

Erlebnisse in Tempeln und anderes

Wir reisen weiterhin nach Baburin, die Reise an Land schlaucht ziemlich, wie sehne ich mich doch nachdem erquickenden Nass des Wassers der Meere, nun zumindest fließt in Baburin ein Strom namens Barun-Ulah, das klingt zumindest erfrischend. Um dem beengten Verhältnissen von Fässern und Brunnen zu entgehen, habe ich beschlossen die Nacht in nahegelegenen Gewässern zu verbringen, auch wenn dies eher dem liegen in einem Tümpel glich, denn der Ruhe die am Grund eines großen Sees zu erwarten war. Es war aber immernoch besser als die meisten Brunnen und jedes bislang erlebte Fass. Viel erstaunliches ist in letzter Zeit nicht passiert, denke ich, wir erreichten eine größere Stadt, daran werde ich mich wohl nie wirklich gewöhnen, zumindest gab es dort einen Tempel des alten Gottes, welcher ein sehr schönes, geräumiges und dadurch gemütliches Becken voller Wasser hat. Die Siedlung wurde Marmel und oder so genannt, ein lustig klingender Name, was er wohl bedeuten mag? Ich sollte Jane mal fragen.

Die anderen verbrachten die Nacht in einem Gasthaus mit dem Namen zum grauen Pony, auch ich verbrachte in diesem Hause eine Nacht, diesesmal in einem Zuber, es war zwar kein vergleich zu dem Becken im Efferdtempel, aber immernoch besser als der Brunnen oder ein Fass. Tags darauf, also nach der ersten Nacht, die ich wiegesagt im Tempel des alten Gottes verbracht hatte, die beruhigende Präsenz des Herren der Gezeiten war deutlich zu spüren und dementsprechend richtete ich mich in seinem Element an Ihn. Am Tag darauf erkundeten wir die Stadt genauer, dabei ergaben sich einige, äh interessante bis erschreckende Begegebenheiten, einerseits das schon bekannte nicht berühren der Bücher im Hesinde Tempel, das erfragen was es mit der „Efferdswoge“ auf sich habe im örtlichen Tempel der Rahja, ich war allerdings etwas enttäuscht von der Erklärung, hatte ich mir doch etwas, erhofft das eher mit Efferd in anderen Aspekten zutun hätte, eher mit Wasser und Seefahrt undso. Das erschreckendenste war allerdings der Rondratempel, Sieghelm redetete vor dem Tempel von irgendeinen Kampf einer Ardare, wahrscheinlich eine Bekannte von ihm, mit irgendjemanden, das ging ja noch, aber im Tempel gab es eine Schale in der Feuer loderte als ich jene erblickte überkamm mich eine unbeschreiblich tiefsitzende, unergründliche Furcht, welche mich zurückschrecken ließ. Ich habe also zusammen mit Alhina, ich denke es war Alhina, ich war ziemlich in meinen Gedanken versunken, so dass ich mir da nicht sicher bin, auf den Stufen des Tempels gewartet. Auch dem Markt besuchten wir an diesen Tag noch, dabei ging es unter anderen auch um das anpassen bzw. beschaffen eines Paars Handschuhe, da meine Schwimmhäute und Hautschleier doch besonderer Beachtung bedürfen.

Am Abend wurden noch verschiedenste Dinge beredet, es ging wohl um Muhalla und Radajana, jene wollten woanders hinreisen und es wurden auch verschiedenste Orte genannt, Hummerschlag, Hochsteg, Kunch Ohm, Korestan, Norburg und Havena, oder so, ich habe sowieso nicht alles verstanden und da ich noch mit Delias Haaren beschäftigt war, kann ich mich dabei auch verhört haben. Es wurde wohl beschlossen beide ihren Schicksal folgen zu lassen, dabei aber jedoch sozutun als gäbe es Stromschnellen auf dem Verlauf des Flusses den Sie bis zum Meer zum Unergründlichen folgten. Sieghelm nahm dies deutlich mit, deswegen erbat er sich auch ein Bild von Jane, zu diesem wurde ich dann auch dazu gestellt, mitsamt meiner leuchtenden Hand. Das war dann auch die Nacht die ich in dem Zuber verbrachte. Am Tag darauf nahm das Schicksal dann seinen Lauf und Muhalla und Radajana waren von uns nicht mehr gesehen, die Leute die ich am Ort des verschwindens befragte konnten mir auch nicht mitteilen wohin Muhalla und Radajana entschwanden. Wir teilten und die nächsten Tage auf und suchten nach Muhalla und Radajana, dabei suchte ich zusammen mit Jane und Delia nachden beiden, zusammen mit Jane suchte ich auch nach Pflanzen, wobei wir wohl unterschiedliche Pflanzen suchten.

Flucht und Demut

Was nicht alles so passieren kann. Muhalla hat sich nun entschieden reiß aus zu nehmen unter dem Vorwand seiner eigenen Entführung. Somit wird weder er noch Azina beleidigt. Sieghelm, nahm dafür die ganze Bürde der Schande auf sich. Gegen seine Prinzipien! Doch so ist es besser für alle. Ich wünsche Muhalla und Radajana alles erdenklich Gute und den Segen der Götter. Vielleicht sehen wir uns eines Tages wieder.

Für mich, nach dem ich Sieghelm nun drei Tage diente, und wir unseren Streit belegten, ist nun die Welt auch wieder gerecht. Wenn jemand wie Sieghelm schon gegen seine Prinzipien handeln kann und sich so aufopert, dann kann ich auch mein Gemüt zügeln und nicht immer den Streit mit ihm suchen.
Ach… Sieghelm… Du tust mir leid. Ich finde schon was, mit dem ich Dich aufheitern kann. Vielleicht eine Massage mit dem Öl aus dem Rahjatempel? Wer weiß? Das wird ihm auf jeden Fall gut tun … und vielleicht auch etwas lockerer machen. Ich mag es nicht wenn der stolze Krieger so niedergeschlagen ist, dass steht ihm gar nicht. Er war die letzten Tage schon fröhlicher und beliebte sogar zu scherzen. Ja doch ich denke, dass die gemeinsamen Reisen langsam Früchte tragen und die „ewige Hauptmann“ auch ab und an mal nicht „im Dienst“ ist. Doch zur Zeit gleicht er einem getretenen Hund und das gilt es zu ändern.

Ich kann ja nicht zu lassen, dass er so Azina unter die Augen tritt. Bald… Azina… Bald sehen wir uns wieder.

—-

Delias Gedanken

Baburin rückt näher

Azina steht, in einfacher Arbeitskleidung auf dem Feld und hält gegen die aufgehende Sonne blinzelnd inne, um Mezzek dabei zu beobachten, wie er das Vieh auf die Weide treibt. Mit einem Stock bewaffnet ruft er den Tieren zu, wohin sie sollen. Bakkus springt ihm hilfreich zur Seite und kläfft verspielt die Rinder an.

Was sollten wir nur ohne dich machen. Gut machst du deine Arbeit. Wenig Lohn forderst du dafür. Es ist erst ein paar Tage her, seid du auf unserer Schwelle standst und Arbeit erbatest. Meinen Ruhm hast du gepriesen. Meinem Großmut gehuldigt. Drei Tage habe ich dich auf unserer Türschwelle warten lassen. Drei Tage bei Wind und Wetter. Unerbittlich harrest du aus. Das hat mich imponiert. So habe ich dich willkommen geheißen und dich aufgenommen; mit der Bedingung, hart zu arbeiten. Du lernst schnell und bist fleißig. Dir steht eine gute Zukunft bevor.

Wo nur Muhalla bleibt? Es ist gut, dass er noch nicht eingetroffen ist. Viel ist noch zu erledigen. Auch kann es heißen, dass er sich bereits auf einem Abenteuer befindet und lernt was Freiheit ist. Die Hochzeit wurde bereits verschoben, bis er eintrifft und einige Formalitäten erledigt sind. Wie er wohl sein mag?

Still widmet sich die Firunsgläubige wieder der Feldarbeit.

——-

„Huch!!!“ Keuchend erwacht sie aus ihrem Traum, nein ihrer Vision. Suchend schaut sie sich um. Die sonst eher flüchtigen Gedanken Traumbilder haben sich in ihr Gedächtnis eingebrannt. Traumwandlerisch steht sie auf und schaut entsetzt in den verzierten Spiegel. Ihre Augen sind blutunterlaufen. Sie zuckt vor Schreck zusammen. Erst jetzt bemerkt sie den gewaltigen Sturm der draußen tobt. Es donnert und kracht ohrenbetäubend. Ihr Trommelfell droht auf einmal zu zerbersten. Es scheint, als statte die Donnernde höchst persönlich Aranien – nein IHR – einen Besuch ab.

Erinnere dich!

„Was?“ Suchend schaut sie sich um.

Erinnere dich!

„… ja, ich, ich erinnere mich! Ein Gefäß und eine Blume in der Hand des Überbringers. Rondra, was möchtest du mir sagen?“

Es donnert. Ein Blitz schlägt direkt vor ihrem Fenster ein.

Würdig!

„Ich verstehe! Ja, ich werde es tun!“ schreit sie gegen den Sturm an.

Wieder donnert es gewaltig, bevor der Sturm langsam verebbt und in strömenden Regen übergeht.

Die Tür zu ihrem Gemach wird aufgestoßen. „Herrin – verzeiht – ihr habt gebrüllt.“

„Es geht mir gut. Bitte geh wieder zu Bett. Morgen wird ein anstrengender Tag.“

„Jawohl, Herrin.

——–

Endlich sind wir vereint Liebster. Bitte lass mich bei dir bleiben?“ Mit freucht schimmernden Augen schaut Radajana zu ihrem Muhalla auf. In ihrem Blick immer noch das hoffnungsvolle Flehen.

Ach Rada. Was machen wir denn nur? … Bis Baburin sind ja noch ein paar Tage, vielleicht fällt uns noch etwas ein. Oder vielleicht haben diese Glücksritter eine Idee, was man machen könnte. Offensichtlich wollen auch sie nicht, dass diese Hochzeit stattfindet. Wenn meine Mutter nur nicht so stur wäre, dann könnte ich sie vielleicht überzeugen.“ Fest schließt er die Arme um seine Scharlatanin.

——–

Ich frage mich noch immer, warum ihr das getan habt?“ schimpft Sefira. Sie läuft vor Feruja mit fuchtelnden Armen auf und ab. „Ihr wisst genau, was sie mir einst angetan hat!“ „Und was sie mir in Fasar abverlangt hat“ denkt sie im Stillen noch hinzu.

Mäßigt euch!“ wirft Feruja ihrer Adoptivtochter entgegen. „Es ist eine Schande wie ihr euch aufführt! Wie ich die Familie führe, ist meine Sache! Vergesst nicht, wem ihr alles zu verdanken habt. Setzt euch und trinkt euren Tee!

Mühsam beherrscht setzt sich die aufgebrachte Sefira auf einen weichen Schemel und nippt an ihrem Tee.

Wie kann sie es wagen? Wie kann sie nur? Was hat sie vor?

Wissend lächelt die ehrwürdige Frau in sich hinein.

Probleme des Landes

Ich verbrachte die Nacht also draußen zusammen mit Hjaldar, welcher schnell und laut einschlief. Normalerweise hätte ich mir den Sternenhimmel angesehen, aber da ich dieses mal Wache halten sollte, begnügte ich mich mit dem Feld, oder dem was ich von dem Feld zu sehen in der Lage war. Trotz meiner unermüdlichen Wache, wurde Muhalla entführt, wie sich herausstellte allerdings nicht aufgrund eineer Unachtsamkeit meinerseits, sondern weil die Entführerin des nächtens durch das Hintertor schlich, vorbei an allen drinnen ruhenden, naja mehr oder minder. Aber als Ausgleich gab es wenigstens einen herrlich erfrischenden Niederschlag am Morgen, es war zwar nicht das endlose Meer aber dennoch ein wahrer Balsam für mich, als ich merkte wie das erfrischende Nass auf meine Haut niederprasselte, ich konnte nicht umhin kommen und tollte etwas in dem Niederschlag herum, aber auch meine Wasserschläuche füllte ich auf. Später an diesem Tag brachen also Sieghelm, Jane, Delia, Beremosch, Hjaldar und ich auf um nach Muhalla zu suchen. Unser Weg führte, gewiesen durch Hjaldars Nase, in den Wald der drei milden Schwestern. Bis auf Hjaldar ritten wir alle, naja mehr oder weniger, da ich keine Erfahrung mit dem reiten von Pferden hatte, verbrachte ich die Stunden des reitens festgeklammert an Delia, welche über eine weitausgrößere Erfahrung im Umgang mit diesen Tieren und der Art der Fortbewegung hatte. Wir fanden auch die Entführerin, dabei handelte es sich um die schon erwähnte Radajana, allerdings wurde der entführte Muhalla der Entführerin entführt, von einem Bären, sachen gibts. Wir folgten den Spuren solange es noch hell genug war. Als es begann dunkel zu werden unterbrachen wir vorerst unsere Verfolgung. Aufgrund der Ereignisse der letzten Tage begann ich auch mit dem schnitzen eines Speeres.

Wie am gestrigen Tag ritten wir auch diesesmal der Spur hinterher, welche Hjaldar für uns hinterließ. Da sich gestern schon verschiedene Probleme meinerseits mit dem reiten zeigten, neigten wir heute zu etwas drastischeren mitteln um mich auf dem Pferd zu halten, wir banden meine Hände zusammen,  das funktionierte auch leidlich, ist allerdings keine sehr angenehme Art zu reiten. Während der Rast am Abend schnitzte ich meinen Speer zuende.

Heute erreichten wir das Gebirge, die Spur führte zu einer Höhle in der wir auch Muhalla fanden. Wobei Radajana, Delia und ich zuerst draußen warteten. Durch die baldige Rückkehr und den Bericht der anderen, von einer seltsam leuchtenden Schriftrolle und einem Altar angestachelt, begab ich mich mit einem Flim Flam unterstützt in die Höhle während die anderen noch beratschlagten. Dies blieb nicht unbemerkt und so gesellten sich schnell weitere Begleiter zu mir. In der Höhle selbst betrachtete ich die Schriftrolle und den Altar mittels eines Zaubers und beide wiesen einen Odem des Arkanen auf. Kurz darauf stürmte der Entführer, also der bunte Bär auf die Höhle zu, jener wurde jedoch von Hjaldar in einen Zweikampf verwickelt. Während Sie so mit einander rangen hatte ich eine Idee, ich ließ die Schriftrolle holen, bat Delia jene mittels Ihrer Magie zwischen die beiden Kontrahenten zu bewegen und war mir sicher das dadurch etwas passieren würde. Doch es geschah nichts, erst nachdem Jane die Worte der Schriftrolle wiederholte, ereignete sich etwas sehr ungewöhnliches. Beide Wesen verschmolzen und wurden einst. Hjaldar wuchs und war nun viel größer. Die anderen verbrachten die Nacht in der Höhle, während ich und Hjaldar draußen blieben.

Der Rückweg war recht ereignislos, Delia war sogar schon vorraus geflogen. Kurz vor dem Bauernhaus, wo Delia schon auf uns wartete verabschiedete sich Hjaldar von uns. Ich hoffe die große Mutter und Ihr stürmischer Sohn mögen diesen Bären behüten.

Die Gedanken des Herrn Leutnants

Delia saß am frühen Abend des 06. Hesinde 1026BF, nach getanem Tagewerk, auf der Bank außerhalb des Bauernhauses. Pagol war bei ihr während Sahiba Alhina sich wusch. Pagol sprang auf ihren Schoß und machte es sich dort bequem. Aus großen, braunen Augen guckte er sie traurig an. Sie streichelte ihn als sie sprach „Ja Pagol Deinem Hauptmann geht es gut. Er ist nur mit dem Pferd auf dem Rückweg und wird morgen wohl hier sein. Du musst nicht mehr lange auf ihn warten.“ als würde er sie verstehen kläffte er freudig. Die Hexe spürte, dass der Leutnant seinen Hauptmann vermisste. Um ihn zu beruhigen kraulte sie ihm hinter dem Ohr. Was wohl in dem Kopf des Dackels vorsichtig ging? Hm… Da kam Delia ein Gedanke, sie konnte doch die Gedanken von Tieren lesen! Liebevoll streichelte sie ihm den Kopf und die Flanke als sie ihre Sinne ausstreckte und den Zauber wob. Nach und nach stiegen die Bilder seines Geistes zu ihr auf. Er dachte an die Wurst die Delia für ihn in der Tasche trug, an Sieghelm und an seinen Sieg über eine aranische Katze. Delia lächelte zufrieden und gab ihm etwas von der Wurst. Dabei zeigte ihr Pagol, dass er daran dachte ihr über das Gesicht zu schlecken, vor Dankbarkeit.

Nachdem der treue Hund Ihr kurz über das Gesicht leckte und dann noch etwas Wurst kaute streichelte Delia ihn weiter. „Ach Pagol, was soll ich nur mit Deinem Herrchen machen?“ Pagol dachte an den Tanz den Delia vor ein paar Tagen für Sieghelm aufführte und kurz darauf an sein letztes Stelldichein mit einer Dackeldame in Hammerschlag. „Pagol! Du altes Ferkel! Auch wenn das eine gute Idee ist, doch so einfach ist das leider nicht. Obwohl… Hm… Dein Herrchen könnte sicherlich mal eine Nacht in Leidenschaft gebrauchen. Vielleicht wäre er dann lockerer.“ Delia lachte. Schuldbewusst schien der Dackel die Hexe anzugucken. Obwohl er den Vorschlag sicherlich ernst meinte. „Weist Du Pagol, Sieghelm und ich haben uns wieder gestritten… Er wollte mir noch nicht einmal zuhören und ließ keines meiner Argumente gelten.“ schweigend nahm Delia die neuen Bilder aus Pagols Geiste auf. Er zeigte ihr wie sich Siehhelm mit einem Untergebenen stritt, sowie mit Delia. Eben war es ein sonniger Tag und sogleich wechselte die Szenerie auf die Nacht. Der Untergebene betrat die Wachstube des Hauptmanns und bat anscheinend um ein Gespräch und sie unterhielten sich. Delia brauchte einen Moment um zu verstehen. „Ach ich soll Zeit vergehen lassen? Bevor ich ihn versuche von meinem Standpunkt zu überzeugen? Damit er mir zuhört?“ der Leutnant bellte. Anscheinend zustimmend. So saßen Pagol und Delia noch eine Weile da und genossen die stille Zweisamkeit. Als letzte Bilder zeigte Pagol ihr noch, wie sehr er Sieghelm vermisste. Dann verblasste der Zauber.

Pagol sprang von ihrem Schoß und drehte noch eine Runde bevor er ins Haus zurück ging. Delia holte den Brief heraus den sie im Laufe des Tages erhielt. Er war von Kalkarib. Der Brief war für Delia wie ein warmer Sonnenstrahl. Ihm ging es gut und seine Pilgerreise war erfolgreich. Ihr Geliebter durfte seine Familie sogar bei den Reiterkämpfen vertreten. Sie freute sich sehr für ihn und war sehr stolz. Sein Vater konnte sich anscheinend noch an Delia erinnern und lud sie zu seiner Familie und natürlich auch zu Kalkarib nach El’Trutz ein. Sie hoffte bald bei ihm sein zu können. Schon über einem Monat war es her, seit sie sich sahen und sie vermisste ihren starken Löwen. Gedankenverloren strich sie über den Waqqif. Jenen Dolch denn er zu seiner Ernennung in den Kreis der Männer bekam. Nie lies sie die Waffe aus den Augen und freute sich auf den Tag an dem sie ihm den Dolch zurückgeben durfte. Sie laß den Brief erneut. Wohl zum fünften Male bevor sie ihn an ihre Lippen drückte und wieder einsteckte. Delia wünschte sich zu jenen Tagen zurück als Kalkarib und sie gemeinsam auf seinem Pferd ritten. Er führte und sie schmiegte sich eng an ihn. Zu den Nächten in denen sie, leider sittsam, aber gemeinsam in dem Zelt schliefen. Wie sehr wünschte sie, dass er nun bei ihr sein könnte. Stattdessen saß sie allein in der kühlen Dämmerung. Sie fühlte sich so allein wie seit langem nicht mehr. Fröstelnd zog sie den Umhang enger.

Später am Abend wusch sie Pagols Wappenrock und ihr Kleid. Im Anschluss dann Pagol und sich selbst. Während das Gehöft zur Ruhe kam redete sie noch mit Sahiba Alhina über Kalkrib und den Brief. Und auch über die Art der Zustellung mittels NLP (Nehazets Luftpost). Delia musste über diesen kauzigen Magier und seine wunderbare Idee lachen. Nur er konnte auf so eine Idee kommen. Die Theorie über das Vitalfeld würde gedruckt, dass freute sie für ihren guten Freund. Jane und die anderen mussten davon erfahren.

Spaziergang auf dem Hof – Oder: Ein neuer Anfang

Am späten Nachmittag des 7. Hesinde erreichte die Reisegruppe, bestehend auf Fräulein Pedderson, Fräulein von Quell, dem achtbaren Herrn Muhalla, dem Angroschim Beremosch und der Scharlatanin Radajahna wieder das Gehöft, welches sie vor knapp einer Woche verlassen hatten um nach dem aranischen Edelmann zu suchen. Sieghelm saß hoch zu seinem Ross und bog gerade auf den kleinen Weg ein der zu dem Haus führte, als er seinen treuen Weggefährten bereits bellen hörte: Pagol. Schnell wie Rondras Donner flitzte der kleine Dackel über den staubigen Weg den Rückkehrern entgegen. Sieghelm stieg von seinem Pferd ab, ging in die Hocke und empfing seinen treuen Freund mit herzlichen ausgebreiteten Armen. Pagol hüpfte hin- und her, bellte vor Freude und schlabberte seinem Herrchen durch das Gesicht. „Jaja, ist doch gut – Herrchen ist wieder da. Jaaaa – und es geht ihm gut!“ Der Junker hatte Mühe den Dackel zu beruhigen, schon lange waren Herrchen und Hund nicht mehr so lange voneinander getrennt. Er streichelte und liebkoste den kleinen Kleffer etwas mehr als er es sonst tat und stand dann, als sich der Hund etwas beruhigt hatte, wieder auf.

Während Fräulen Pedderson und Fräulein von Quell auf einem Pferd gerade an ihm vorbei ritten, blickte Sieghelm zu dem Gehöft, wo Fadime – die Gutsbesitzerin – gerade dabei war mit Sahiba Alhina und Delia aus dem Haus herauszutreten um die Wiederkehrenden zu empfangen. Auch um Muhalla und Radajahna wurde sich gekümmert, Beremosch ließ es sich, als Kammerdiener des achtbaren Herrn, nicht nehmen sich sofort um deren Wohl zu sorgen. Sie war also doch da – dachte sich der Streiter der Leuin, und meinte damit natürlich die aranische Hexe, die vor einigen Tag nach dem Verwandlung Hjaldars plötzlich verschwunden war. Der Darpate wollte schon fast die nächste Rettungsaktion anleiern, ließ sich jedoch von Fräulein Pedderson Worten beruhigen, dass sie bestimmt nur zum Gehöft geflogen sei wo sie dann bestimmt auf alle warten würde.

Der Hauptmann von Hammerschlag nutzte die Gelegenheit einen kurzen Spaziergang mit Pagol einzulegen, in dem Drunter-und-drüber würde es schon keinem auffallen – dachte er sich – machte sein Pferd am Zaun fest und schlenderte davon.

Pagol folgte seinem Herrchen auf Schritt und Tritt, immer wieder sah der betagte Dackel dabei zu seinem Herrchen auf, wobei sich der Junker nicht ganz wohl fühlte. „Schau nicht so … „ murrte er, doch der Dackel ließ sich von dem kläglichen Versuch dem Gespräch auszuweichen nicht beirren. Stattdessen blickte er jetzt sogar noch mehr und – Sieghelm hätte es schwören können – strenger zu ihm auf, fast schon so als würde er sagen wollen: ‚Was nun, Siggi?‘ Sieghelm konnte sich des langen Blickes seines stummen Gefährten nicht länger erwehren  und wurde weich: „Was sollte ich denn machen?“ platzte es plötzlich aus ihm heraus, wobei er sich hilflos gestikulierte. „Sie war einfach so verschwunden am nächsten morgen … hatte sich davon gestohlen wie eine feige aranische Katze. Ich hatte keine Gelegenheit mit ihr zu reden.“ Was folgte, war eine längere Zeit des Schweigens. Pagol vermied es jetzt zu seinem Herrchen aufzuschauen, stattdessen schnupperte er desinteressiert an einem Busch oder an einem alten Zaunpfahl. Das Pagol ihn nun quasi ignorierte, gefiel dem Streiter Rondras jedoch ebenfalls nicht. „Sie hat mit ihrem Verhalten uns alle in Gefahr gebracht! Am liebsten hätte ich sie für ihr Verhalten sofort gemaßregelt – so wie man es mit mir tat wenn ich in der Akademie einen Fehler begangen hatte. Fehler bei denen man andere in Gefahr gebracht hatte waren die schlimmsten! Meister Bregelsaum kannte da keinen Spielraum!“ Pagol blieb, so wie sein Herrchen, aufgrund des längeren Erklärungsmonologs stehen und starrte ihn nur Mimikfrei an. „Jetzt schau nicht so! Sie … Argh!“ Sieghelm ballte die Fäuste und stieß ein wütendes knurren aus. Als Pagol den Kopf etwas schief legte, hatte er gewonnen: „Jaaa gut …“ raunte der Darpate kleinlaut. „Sie hatte nur SICH in Gefahr gebracht dadurch …“ Pagol hechelte zufrieden. „Aber ist es nicht meine Aufgabe auf ALLE meiner Reisegruppe aufzupassen?“ Der Leutnant erleichterte sich an eine Zaunpfahl. Sieghelm seufzte, und schlurfte dann, wissend dass sich Pagol nicht auf so eine Diskussion einlassen würde, weiter.

Es verging wieder etwas Zeit, zusammen erreichten sie das Ende des Feldes. Das Gehöft war noch zu sehen, doch inzwischen schienen alle Wiederkehrenden sich im Haus eingefunden zu haben. Auch Sieghelm Pferd wurde vom Zaun abgemacht und in den Stall gebracht. Als Sieghelm sich über alldies versicherte hatte, machte er einen Knick Querfeldein.

„Weißt du Pagol, diese Angelegenheit zwischen Radajahna und Muhalla ist wirklich …“ Sieghelm stockte und suchte nach einem passenden Wort: “ … kompliziert. Einerseits verstehe ich Muhalla, sie ist seine wahre Liebe – doch seine Eltern verlangen von ihm das er eine ihm völlig Fremde ehelicht.  Welchen Bund sie wohl begehen würden? Der Phexbund wäre wohl am wahrscheinlichsten. Aber ob das im Sinne von Azina wäre? Schon immer wurden die Ehen von den Eltern arrangiert, nur in den seltensten Fällen ging es dabei tatsächlich um Liebe, vielmehr um Ländereien, Bündnisse, Macht und Geld.“ Sieghelm blieb mitten auf dem beackerten Feld stehen und stieß einen kleinen Stein von dannen. „Ich glaube nicht das Azina ihn wirklich ehelichen möchte. Bestimmt will es die Familie so, und wenn Muhalla sich dazu entscheiden sollte die Ehe platzen zu lassen, dann würde er damit beide Familien diffamieren und entehren.“ Der Junker schnaufte nachdenklich, während er erneut einen Stein mit dem Fuß wegkickte. Pagol sah dabei nur gelangweilt hinterher, er wusste nicht genau ob dies nur klägliche versuche von seinem Herrchen waren mit ihm ‚Fang-das-Stöckchen‘ zu spielen oder ob sein Herrchen nicht wusste was ein Stöckchen überhaupt war. „Das beste … „ begann der Darpate dann mit einem leicht verschwörerischem Unterton. “ … wäre es eigentlich, wenn Muhalla unterwegs etwas zustößt und verschwindet.“ Woraufhin ein bellen des Dackels zu vernehmen war … womöglich weil Sieghelm erneut einen Stein, anstatt eines Stöckchens beschleunigt hatte.