Brüderlicher Brief

An den ehrenwerten Kontoristen Phexion Memnos in GrangorElenvina, 01. ING 2519 Horas Mein geliebter Bruder Phexion, mögen die Götter dir gütig sein. Ich weile derzeit in Elenvina, da die mittelreichischen Hoheiten um meine Präsentia beim Reichskongress baten. Wie du aus diesem Bonmot auslesen kannst, verlief meine Reise nicht ganz, wie gedacht. Allerdings würden die genauen …

Eine neue Richtung

Da haben mir dieser Hund und dieser Wolf doch tatsächlich einen Streich gespielt! Ich habe ob der jüngsten Vorkommnisse scheinbar geschlafen wie ein Fels. Was als Jägerin eigentlich tödlich ist. Wachsamkeit ist das Gebot der Stunde. Immer und zu jeder Zeit. Umso erschreckender ist, dass ich nicht bemerkt habe, dass mir Elfenbein die abgeschlagene Kralle …

Den Göttern gefällig

8. Peraine 1027 n. BF Gemächlich schreitet Mhanach voran. Ein Glied in der Kette der Gefährten, die sich durch das karg bewaldete Gebiet östlich der schwarzen Sichel bewegt. Auf ihm sitzt die Botin Firuns tief in Gedanken versunken. Das war sie also. Meine erste Begegnung mit einem Firungeweihten. Er konnte mir nicht helfen. Er hatte …

erste Legenden

Schlaflos wälzt sich die Botin Firuns in ihrem Bett hin und her. Gro’jesh grunzt neben ihr vor sich hin und lässt sich nicht stören. Wie klein sie neben ihm ist. So beginnt es also. Das sind meine ersten Legenden. Geschichten, erzählt von einem Firungeweihten aus Gallys während eines Gottesdienstes. Ich selbst habe sie ihm erst …

Reise nach Rommilys – Teil IV „Die Hard“

Die Nacht in Hardfurten verlief ruhig, Traviahold ist dort immerhin ein bekanntes Gesicht, aber nicht von der Bedeutung wie in Kohlhütten oder Hochstieg. Am nächsten Morgen reiste er in großer Aufregung ab. Seit seiner Reise zu den Sennen der Rondrakirche war dies das erste Mal, dass er die Komturei Hochstieg verließ und sich in die …

Reise nach Rommilys – Teil I „Der Abschied“

Traviahold seufzte, als er sich von seinem Schreibtisch erhob. Das Kloster war inzwischen zwar schon geweiht worden, doch außer dem Haupttempel, der Brauerei und einem Teil der Umfassungsmauer gab es noch keine Gebäude, nur Baracken. Und so verbrachte Traviahold noch sehr viel Zeit in Hochstieg, auch um in der Nähe von Darpatia zu sein. Seiner …

Schwarz wie die Nacht

Auf dem Tunierplatz konnte er noch die Fassung wahren, doch je weiter er sich von ihm entfernte, desto erschrockener wichen die Leute ihm aus. Sein grimmiger, wutgefüllter Blick vermied es, das sich jemand gemüßigt fühlte ihn anzusprechen. Als er in seinem Zelt ankam, warf Bothor wütend sein Pailos fort und legte fluchend seine Rüstung ab. …

Die Gedanken treiben

Angelegentlich stochert Azina mit einem Stock im Lagerfeuer herum und starrt in die Flammen, als sähe sie ein Bildnis von großer Schönheit. Elfenbein sitzt hinter ihr und wärmt ihr den Rücken, während es sich ausnahmsweise mal Adaque auf ihrem Schoß gemütlich gemacht hat. Versonnen streichelt sie ihm über die Federn. Schade. Nach den ganzen packenden …

Gewonnen

Firun sei Gedankt! Ich habe gesiegt. Und ich meine nicht den Sieg in diesem Turnier. Dieser kam für mich völlig überraschend. Ich hoffte lediglich, mich bestmöglich zu schlagen. Doch entweder waren die Gegner in dieser Zweikampfsituation weniger gut, als echte Kämpfer, die um ihr Leben streiten. Oder wir sind inzwischen sehr bewandert. Lang ist es …