Teil VI – Die Sehnsucht nach Geborgenheit (4)

Burg Rabenmund – 22. Peraine, 34 nach Hal – Tief in der Nacht Für den Wüstensohn verstrich die Zeit in den Gemäuern von Burg Rabenmund quälend langsam. Er war hellwach, seine Sinne geschärft und sein Bein schmerzte nicht mehr. Er kostete jeden Moment aus, denn er wusste, dass der kleinste Fehler das Ende von ihm …

Teil VI – Die Sehnsucht nach Geborgenheit (3)

Im Kerker von Burg Rabenmund – 22. Peraine, 34 nach Hal – In der Nacht Stille war in den Kerker eingekehrt, doch ob das ein gutes Zeichen war, vermochte Kalkarib nicht einzuschätzen. Kein Laut drang zu ihnen, nachdem sie Belzora an seiner statt geholt hatten. Vielleicht war sie wirklich so stark wie sie aussah, oder …

Brüderlicher Brief

An den ehrenwerten Kontoristen Phexion Memnos in GrangorElenvina, 01. ING 2519 Horas Mein geliebter Bruder Phexion, mögen die Götter dir gütig sein. Ich weile derzeit in Elenvina, da die mittelreichischen Hoheiten um meine Präsentia beim Reichskongress baten. Wie du aus diesem Bonmot auslesen kannst, verlief meine Reise nicht ganz, wie gedacht. Allerdings würden die genauen …

Teil VI – Sehnsucht nach Geborgenheit

Zeit – ein Begriff, über den sich Kalkarib noch nie so sehr Gedanken gemacht hatte, wie in den letzten Stunden. Laut Belzora war er nur ein paar Stunden, bevor er das erste Mal aufgewacht war, von seinen Peinigern in die Zelle geworfen worden. Da zu der Zeit noch Licht schien, lag die Vermutung nah, dass …

Teil V – Getrennt (3)

Das Metall von Sieghelms Plattenrüstung schepperte mit jedem Schritt, den er durch das Unterholz tat. Auch wenn er schon so schnell lief, wie er konnte, so war er nicht schnell genug, denn die Untoten folgten ihm noch immer. Im Laufschritt ging er seine Optionen durch: Er konnte sich unterwegs seiner Rüstung nach und nach entledigen, …

Teil V – Getrennt (2)

Ihre Brust brannte, als sie immer wieder nach oben schaute und die Zinnen von Burg Auraleth näherkommen sah. An oder hinter den Mauern der Praiotenfeste würde sie mit Sicherheit Schutz finden. Oder vielleicht sogar Verstärkung. Ihre Tränen über den plötzlichen Verlust von Hagen hatte sie inzwischen weggewischt, doch noch immer schmerzte sie seine Opferung. Er …

Teil V – Getrennt (1)

Schmerz. Schmerzen im Kopf, Nacken und in seinem verletzten Bein veranlassten den jungen Wüstensohn dazu aufzuwachen. Er blinzelte, rieb sich den empfindlichen Nacken und griff an seine Schläfe, wo er feuchtes, teils schon trockenes Blut ertastete. ‚Was war nur geschehen‘, fragte er sich und stellte fest, dass er auf einem kalten Strohlager lag, der Boden …