{"id":926,"date":"2012-03-01T21:27:49","date_gmt":"2012-03-01T20:27:49","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=926"},"modified":"2012-03-01T21:27:49","modified_gmt":"2012-03-01T20:27:49","slug":"angst-aus-nahe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=926","title":{"rendered":"Angst aus N\u00e4he"},"content":{"rendered":"<p>Alles um dich herum ist schwarz. Du befindest dich in totaler Finsternis. Egal wie sehr deine Pupillen sich weiten, du kannst nicht den kleinsten Lichtstrahl erblicken. Wie bist du nur hier hergekommen in dieses praios-verlassene Nichts? Und wer oder was bist du \u00fcberhaupt?<\/p>\n<p>Ein glei\u00dfend helles, reines Licht trifft dein Auge und blendet dich. Es ist so wei\u00df und intensiv, dass es k\u00f6rperlich schmerzt. Als du deine Augen von diesem Strahl abwendest, findest du dich von schwarzem Holz umgeben. Du versuchst dich zu bewegen, aber das Holz scheint wie fl\u00fcssiges Metall um dich herum erstarrt zu sein und dich nun wie eine starre R\u00fcstung einzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Du kannst ein dumpfes pochen h\u00f6ren. Unregelm\u00e4\u00dfig und dumpf dr\u00fcckt es auf deine Ohren. Tock, tock, tock. Das Holz um dich herum beginnt auf deinen K\u00f6rper zu dr\u00fccken. Es zieht sich stellenweise zusammen, wie wenn eine eherne R\u00fcstung sich unter der Wucht einer klinge eindellt. Es schmerzt. Du versuchst mit aller Kraft dem zu widerstehen. Dann h\u00f6rt es auf. Das pochen verschwindet.<\/p>\n<div style=\"width: 1072px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Alptraum\" src=\"http:\/\/www.michael-robert-gauss.de\/Alptraum.JPG\" alt=\"\" width=\"1062\" height=\"768\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Mischtechnik; Robert, Michael<\/p><\/div>\n<p>Ein rauchiger Geruch steigt durch die kleine \u00d6ffnung\u00a0zu dir heran und bald verschwindet der letzte Lichtstrahl teilweise hinter schwarzem Dunst. An deinen F\u00fc\u00dfen wird es warm. Zun\u00e4chst angenehm, wird es brennend. Deine F\u00fc\u00dfe brennen. Flammen scheinen deine Beine hinauf zu lecken. Du willst deinen Schmerz und deine Wut hinaus schreien und musst durch den dichten Qualm anfangen zu husten. Das Holz flie\u00dft die dabei in deinen Mund, wie dicker Honig und du kannst ihn nicht mehr schlie\u00dfen. Es rinnt dir in deinen Magen und deine Lunge. Du wirst ersticken. Und kannst dich nicht einmal dagegen aufb\u00e4umen. Schwarz ist dir schon vor Augen. Wie sollst du dein Ende also kommen sehen? Wird Golgari dich befreien?<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich wird es hell. Du kannst dich wieder bewegen. F\u00fchlst dich gro\u00df und m\u00e4chtig. Und w\u00fctend. Vor dir laufen kleine Gestalten herum. Mit Fackeln. Sie tragen gr\u00fcne Roben. Du willst sie zertreten und mit deinen Wurzeln erw\u00fcrgen. Deine \u00c4ste sollen sie erschlagen und durchbohren. Einen nach dem anderen wirst du sie holen. Einen nach dem anderen.<\/p>\n<p>Als du all die kleinen Zauberer, die dich mit ihrem Feuer zu verbrennen und mit \u00c4xten zu f\u00e4llen suchten erschlagen hast, kannst du endlich wieder dein Tun fortsetzen. Ihr roter Saft sickert in die Erde und n\u00e4hrt dich. Aber etwas daran ist eigenartig. Etwas schmeckt dir merkw\u00fcrdig vertraut. Und nun siehst du auch, dass es deine ehemaligen Gef\u00e4hrten und keine Magier waren.<\/p>\n<p>Eine Horde giftgr\u00fcner, riesiger Spinnen krabbelt heran auf deine Gef\u00e4hrten zu. Du versucht dich ihnen in den Weg zu stellen und k\u00e4mpfst, erschl\u00e4gst eine nach der anderen, aber f\u00fcr jede erschlagene r\u00fccken drei neue Biester nach. Aus den Leibern der erschlagenen krabbeln kleinere Exemplare, die einfach unter dir durch zu huschen versuchen. Als du versuchst sie zu zutreten springen sie dich an und krabbeln unter deine Gewandung. Doch daf\u00fcr ist keine Zeit. Sie haben deine Gef\u00e4hrten erreicht und versenken ihre Mandibeln ihn ihren bewusstlosen K\u00f6rpern. Dranodan, Rowin und Dero beginnen zu zerflie\u00dfen. Von ihnen bleiben nur drei F\u00fctzen. Du eilst zu Harika und willst ihr alle Spinnen aus dem Gesicht zu w\u00fcschen. Da bricht ihr R\u00fccken auf und eine gigantische Spinne aus ihm hervor. Doch sie macht keine Anstalten dich anzugreifen. Sie schreit. Und weint?! Riesiege Tr\u00e4nen werden zu B\u00e4chen.<\/p>\n<p>In einem Fluss treibst du auf dem Wasser, klammerst dich an einen Baumstamm. Um dich herum abgestorbenes Holz. Im Wasser ist dein Spiegelbild verzerrt. Pl\u00f6tzlich f\u00e4rbt sich das Wasser rot. Du suchst nach der Quelle, dieser Farbe. An dir vor\u00fcber\u00a0 treiben die Leichname von Menschen und Tieren. Du h\u00f6rst ein Rauschen und Tosen, wie von fallendem Wasser. Durch den L\u00e4rm dringt ein Schrei an dein Ohr. Ein Seil treibt an die vorbei. Dir kommt in den Sinn, dass du Harika schon einmal hast in einen Fluss steigen lassen.<\/p>\n<p>Du willst nach dem Seil greifen, doch als du es zu fassen bekommst wird es zu einer Schlange, die sich um deinen Arm windet und dich aus den Fluten zieht. Du kannst sehen, dass der rechte Arm dieser kleinen Hexe, die auf dem Einhorn durch die Luft zu reiten scheint, der Ursprung der Schlange ist. Mit ihrer Linken rei\u00dft sie dem Einhorn eben dieses ab und das Fell des Tieres wird schwarz. Aus den Hufen und Augen schlagen Flammen. Als es irre wiehert kannst du Rei\u00dfz\u00e4hne entdecken. Die Hexe zeigt auf den Fluss unter dir, wo sich die Wassermassen nun in einen bodenlosen Abgrund ergie\u00dfen. Dort f\u00e4llt auch Harika grade ihrem Ende entgegen. Doch auf einmal schie\u00dft das Biest los und macht Anstalten sie noch vor dem Aufschlag zu zerfleischen. Du wirst durch die Schlange hinterher gezogen. Hinab in die Tiefe. Doch\u00a0 ein Aufschlag bleibt aus.<\/p>\n<p>In der Schw\u00e4rze \u00fcber dir flammt flackernder Feuerschien auf. Du siehst wie die Leute aus dem verdammten Dorf wie Riesen gro\u00df um dich herum stehen. Andere tragen Holz herbei und schichten es auf. Du rufst ihnen zu, dass sie damit aufh\u00f6ren sollen. Doch die Thorwalerin \u00fcbert\u00f6nt all deine Versuche mit ihren Befehlen und dem Knall ihrer Peitsche mit dem sie deine Kameraden vorantreibt. Immer n\u00e4her auf den Scheiterhaufen zu. Du versuchst sie mit deinem Schwert aufzuhalten, doch reichst ihr grade einmal bis zum Kn\u00f6chel. Als sie die erste Fackel auf den Haufen werfen, breitet sich das Feuer schlagartig aus und das Holz brennt wie Reisig. Und deine Kameraden verbrennen nicht, sondern lachen schrill. Die Dorfbewohner verwandeln sich in Orks und beginnen lachend das Feuer zu tanzen.<\/p>\n<p>Du f\u00fchrst einen schweren Kavalleriesto\u00df gegen diese Meute durch. Ihr reitet auf diese Schwarzpelze zu, die um ein Opferfeuer tanzen. Sie werden wie immer nicht Stand halten k\u00f6nnen und unter der Wucht des Aufpralls des gepanzerten Angriffs fliehen. Doch pl\u00f6tzlich steigen aus dem Feuer gestalten, die Feuerb\u00e4lle auf die Orks schie\u00dfen. Doch anstatt zu vergehen verwandeln sich diese in Trolle die wild auf die Reiter zuhalten und einen nach dem anderen vom Pferd schlagen, oder dieses hoch und entzwei rei\u00dfen. Du bist der letzte \u00dcberlebende, der unter der Praiosscheibe in den Kampf zieht. Vor dir \u00f6ffnet sich eine Gasse und du kannst die brennende Frau sehen. Doch kurz bevor du sie erreichst um sie mit deiner Lanze zu durchbohren, steigt sie empor und wird gr\u00f6\u00dfer. Immer weiter w\u00e4chst sie bis sie den Himmel verdeckt. Dann pustet sie den Himmelk\u00f6rper aus und verwandelt sich in einen Blutmond.<\/p>\n<p>Dein Pferd scheut und wirft dich ab. Vom Madamal fallen rote Funken, die auf der Erde zu blutigen W\u00f6lfen werden. Sie setzen deinem Pferd nach und bringen es zu Fall. Du kannst nicht weiter sehen was geschieht, da du von dem Rachen eins pechschwarzen Wolfes verschwindest.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles um dich herum ist schwarz. 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