{"id":8703,"date":"2020-10-29T22:22:28","date_gmt":"2020-10-29T21:22:28","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=8703"},"modified":"2020-10-29T22:22:29","modified_gmt":"2020-10-29T21:22:29","slug":"brief-nach-hause-21-peraine-1027-n-bf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=8703","title":{"rendered":"Brief nach Hause 21. Peraine  1027 n. BF"},"content":{"rendered":"\n<p>Ahlan aram,<\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfes hat sich zugetragen. Vorweg m\u00f6chte ich euch sagen, dass es meinen Gef\u00e4hrten und mir gut geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich warnte euch in meinem letzten Brief vor einer Gefahr aus Richtung Rahja. Die Schwarzen Lande entfesselten vor kurzem unvorstellbares Grauen. Sie boten massives Kriegsger\u00e4t, hartgesottene S\u00f6ldner, wandelnde Leichen, Ghule, Untote Oger, blanke Skelette und noch vieles mehr auf, um das Mittelreich zu vernichten. Begleitet wurden sie von einer gigantischen schwarzen Wolke, um das unseelige Heer vor Praios\u2018 Blick zu verbergen. Wie ein langer dunkler Wurm w\u00e4lzte sich das Heer zun\u00e4chst geradewegs auf Wehrheim zu. Nichts hielt ihn auf. Geh\u00f6fte wurden \u00fcberrannt und Boronsanger gepl\u00fcndert. Ja, gepl\u00fcndert. Die Frevler sch\u00e4ndeten die Toden und lie\u00dfen sie wieder auferstehen, um sie gegen uns ins Feld zu f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir befanden uns gerade n\u00f6rdlich jener Reichsstra\u00dfe in der schwarzen Sichel, um die letzten Greifen zu retten. Eine Sphinx schickte uns durch den Limbus am Feind vorbei nach Wehrheim. W\u00e4hrend der wahrhaft unbeschreiblichen Reise warf ich einen Blick aus dem Limbus heraus in das Innere der schwarzen Wolke. Ich wei\u00df nicht wie genau, aber es scheint mir, als k\u00f6nne mein \u2026 unser Wille viel Bewegen. Aber was ich erblickte war grauenhaft. Und ER bemerkte meine Anwesenheit. Mir lief es kalt den R\u00fccken herunter als er mir seinen Namen zuraunte. Er lautete \u2026 RAHASTES, der Plagende, der dem der Hunger folgt. In seiner Wolkenerscheinung verbarg er eine gro\u00dfe Anzahl von Irrhalken, riesige Flederm\u00e4use und den schwarzen Knochendrachen Razzazor mit seinem Drachengefolge. Mir schwanden beinahe die Sinne ob der \u00dcbermacht. Aber ich hielt dem Blick stand.<\/p>\n\n\n\n<p>Als wir schlie\u00dflich auftauchten fanden wir auf unserer Seite vor Wehrheim ein rasch ausgehobenes Heer des Mittelreiches aus mehrheitlich Fu\u00dftruppen und daher ohne Verteidigung gegen Angriffe aus der Luft, au\u00dfer den Bogensch\u00fctzen, zu denen ich mich gesellte. Zum Gl\u00fcck spielte unser Feind seinen \u00fcberm\u00e4chtigen Vorteil nicht aus, sodass wir dem Unheil standhalten konnten. Selbst der Knochendrache lie\u00df sich dazu herab mitten unter uns zu landen, sodass wir ihn bek\u00e4mpfen konnten. Dabei stellte ich fest, dass der Runenspeer Firuns dem d\u00e4monischen Feueratem des Razazor standzuhalten vermag. Es gelang seinen Atem abzulenken, als ich ihn in seinen Rachen warf. Leider ohne weiteren Erfolg. Statt uns traf der Strahl leider andere Teile der Armee. Bothors Begleiter Tsatan f\u00fchrte von uns unbemerkt letztlich ein m\u00e4chtiges Artefakt, den Stab des Vergessens, mit sich und setzte ihn gegen Razazor ein. Daraufhin floh der schwarze Drache und lie\u00df das Feindesheer zur\u00fcck. <\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende schlugen wir am Boden tapfer das Heer des Feindes, w\u00e4hrend Nehazet Rahastes vor den verbl\u00fcfften Blicken der Praiosdienerschar mal eben in seinen Umhang bannte. Als die Wolke schlie\u00dflich dadurch verschwand, offenbarte sie eine schwarze fliegende Festung mit sieben T\u00fcrmen. Sie glich einer unheilvollen Krone. Mit unserem Sieg auf dem Mythraelsfeld zwangen wir den Feind zu einer Reaktion. Er entfesselte seine wohl schrecklichste Kraft. Er verdarb die Elemente mit seinem Magnus Opus, wie Nehazet ihn nannte, ein gewaltiges Inferno, das unser restliches Heer fast vollst\u00e4ndig vernichtete. Tosende Winde brachten die ersten als lebende Energiequelle in die Feste. So wohl auch die strahlende Rohaja, K\u00f6nigin des Mittelreiches, die seitdem verschollen ist. Mir half meine Eisr\u00fcstung als Gegenelement zur Luft, die ich mit meinem Willen \u00fcber eine Gruppe Soldaten ausweiten konnte. Dem \u00fcbrigen \u00dcbel konnte ich knapp ausweichen. Unsere \u00fcbrigen Gef\u00e4hrten lie\u00dfen sich von Gargoyle nach oben zur Festung tragen, um sie im Inneren zu bek\u00e4mpfen. Doch ich widersetzte mich ihnen und erschlug gar einen von ihnen. Doch durch g\u00f6ttliche F\u00fcgung trug es sich, dasss der Greif und Herold des Mittelreiches Obaran sich bereit erkl\u00e4rte mich zur Festung zu tragen und Galotta gemeinsam zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n\n\n\n<p>So trug es sich zu, dass ich zum Erstaunen aller Anwesenden, einschlie\u00dflich Feldmarschall Leomar vom Berg auf einen Greifen stieg. Gemeinsam flogen wir der Festung hinterher, die sich rasch Gareth n\u00e4herte. Im Inneren der Festung kamen wir gerade noch rechtzeitig, um meinen tapferen Gef\u00e4hrten im Kampf gegen Galotta beizustehen. Schlie\u00dflich gelang es Nehazet ihn mit einem Tee von Dexter zu vergiften, w\u00e4hrend wir seine schrecklichen Diener bek\u00e4mpften. Mit seinem Tod st\u00fctzte auch die Festung ab. Leider genau \u00fcber der Stadt des Lichts. W\u00e4hrend die anderen sich in einer Art Rettungskampsel in Sicherheit brachten, durfte ich noch einmal auf dem Greifen hinunter in die Stadt des Lichtes fliegen. Dort offenbarte sich uns das schreckliche Schicksal der Stadt Gareth: Ein d\u00e4monenverseuchtes Tr\u00fcmmerfeld.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun sind wir derweil dabei das uns\u00e4gliche Leid der Menschen in Gareth zu lindern. Wir bergen und behandeln Verletzte und l\u00f6schen d\u00e4monische Reste der zerst\u00f6rten Feste aus, w\u00e4hrend wir f\u00fcr Dexter wichtige geheime Auftr\u00e4ge erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind nun Ehrenb\u00fcrger der Stadt Gareth. Ich sende euch den B\u00fcrgerbrief. Die Leute erkennen uns und unseren Orden. Janes Krankenstation hat vielen Menschen geholfen. Ich denke sie wird dauerhaft Bestand haben und ausgebaut werden. Die 200 Dukaten jeden G\u00f6tterlauf habe ich ebenfalls zu euch senden lassen, wobei es m\u00f6glich ist, dass die Geldvorr\u00e4te Gareths sich zun\u00e4chst erholen m\u00fcssen. Den goldenen Orden von Kaiser-Rauls-Schwertern trage ich mit stolz.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir reisen nun nach Elenvina, um vor dem Reichskonkre\u00df \u00fcber die Schlacht vor Wehrheim auszusagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Magus Nehazet ist im Limbus verschwunden. Wir wissen noch nicht, wie wir ihn da herausholen sollen. Auch die gesamte Expertise der Stadt vermag daf\u00fcr keine L\u00f6sung zu finden. Vielleicht schafft er auch das wieder allein und taucht dann irgendwo wieder auf. Ich gebe zu, ich mache mir nur wenig sorgen. Auch wenn ich mit meiner zweiten Sicht kurze Ausschnitte aus den parallelen Welten sehen konnte und sah, wie er an vielerlei Orten weilt. Bestimmt nutzt er seine Zeit gut. Ich habe gelernt, dass mein Wille vieles zu tun vermag. Wir m\u00fcssen ihn st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Land selbst ist im Aufruhr. Rohaja ist immernoch verschollen und Emer Ni beneien wurde von Razzazor entf\u00fchrt. Wir tun unser Bestes. Passt auf euch auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Dare azid<\/p>\n\n\n\n<p>Eure reisende Azina<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ahlan aram, Gro\u00dfes hat sich zugetragen. Vorweg m\u00f6chte ich euch sagen, dass es meinen Gef\u00e4hrten und mir gut geht. Ich warnte euch in meinem letzten Brief vor einer Gefahr aus Richtung Rahja. Die Schwarzen Lande entfesselten vor kurzem unvorstellbares Grauen. 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