{"id":8587,"date":"2020-05-15T19:00:13","date_gmt":"2020-05-15T17:00:13","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=8587"},"modified":"2020-05-13T19:19:41","modified_gmt":"2020-05-13T17:19:41","slug":"teil-xii-epilog","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=8587","title":{"rendered":"Teil XII &#8211; Epilog"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Ser-Gneisor-Klein.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-8341\" width=\"172\" height=\"193\"\/><figcaption>Marschall<br \/><strong>Gneisor Geldwin<\/strong><br \/>von Ochsenstolz<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align:center\"><strong>Zwischen Eilingshof und Burg Friedstein<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie waren schon zu h\u00f6ren, noch bevor man sie sah. Der Boden bebte unter den F\u00fc\u00dfen zweier berittener Lanzen, die gerade in den Weg hinter dem W\u00e4ldchen einbogen und von der untergehenden Praiosscheibe weite Schatten auf die Hirsefelder neben sich warfen. Angef\u00fchrt von einer Kriegerin in leichter Reiterr\u00fcstung, die auf einem schwarzen Greifenfurter Kaltblut ritt, n\u00e4herten sie sich der Niederrungenfestung Friedstein. Als sie einen guten Blick auf das Gem\u00e4uer bekamen, hob die Kriegerin den Arm und die zwei Dutzend Reiter kamen binnen von wenigen Lidschl\u00e4gen zum Stehen, nur die Staubwolke, die sie dabei aufw\u00fchlten, flog noch etwas weiter. An die Seite der Kriegerin ritt einer ihrer M\u00e4nner, ihr engster Berater, und \u00f6ffnete sein Visier<em>. \u201eEuer Wohlgeboren.\u201c<\/em> Seine Stimme klang rau und alt, hatte aber seine milit\u00e4rische St\u00e4rke behalten. Im epischen grauen Oberlippenbart des Mannes fing sich der Staub des Weges, als er zu seiner Herrin her\u00fcber sah. Diese hatte ebenfalls ihren Helm ge\u00f6ffnet und blickte mit tief ernstem Blick zur Festung. <em>\u201eNiemand hatte erw\u00e4hnt, dass sich die Festung in einem derart heruntergekommen Zustand befindet\u201c,<\/em> merkte sie in einem skeptischen Tonfall an und meinte damit den geschliffenen Turm und die zum Teil eingerissenen Wehrmauern. Der schnauzb\u00e4rtige Berater musste zwinkern, als er sich die Festung ansah, seine Augen waren nicht mehr die besten, aber eine geschliffene Festung erkannte er noch gut genug. <em>\u201eIch habt Recht, euer Wohlgeboren. Ein katastrophaler Zustand\u201c,<\/em> best\u00e4tigte er, strich sich durch den Bart und schniefte den Staub aus seiner Knollennase. <em>\u201eF\u00fcr einen Erkundungstrupp ist es zu sp\u00e4t, wenn dort noch jemand ist, hat er uns schon l\u00e4ngst kommen h\u00f6ren.\u201c<\/em> Lady Brangane legte ihre mit Reiterhandschuhen gekleideten H\u00e4nde l\u00e4ssig auf das Horn des Sattels und schaute zu ihrem alten Weggef\u00e4hrten her\u00fcber. <em>\u201eUnd der B\u00fcttel Jahan Eiling h\u00e4tte uns wohl davon berichtet, wenn die Festung angegriffen worden w\u00e4re.\u201c<\/em> <em>\u201eIch sage, man hat uns die Wahrheit \u00fcber den Zustand der Festung vorenthalten, euer Wohlgeboren\u201c,<\/em> versuchte der alte K\u00e4mpfer in milit\u00e4rischem Tonfall zu erkl\u00e4ren. Er war von Anfang an nicht von dem Ansinnen seinen Herrin, dem Orden beizutreten, begeistert gewesen und hatte den ganzen Weg hierher nur Schlechtes daran gefunden. <em>\u201eIn Nandus Namen, genau darum brauche ich euch, Baltram. Ihr lasst mich hin und wieder meine Befehle und Entscheidungen \u00fcberdenken.\u201c \u201eStets zu Diensten, Lady Brangane\u201c, <\/em>brummte Baltram zackig<em>. <\/em>F\u00fcr einen Moment kehrte Ruhe ein und die beiden K\u00e4mpfer sahen sich von weitem Festung Friedstein genauer an, auch wenn f\u00fcr Branganes Berater das Gem\u00e4uer nur wie ein verschwommener grauer Fleck aussah. Im Hintergrund nutzen einige der Reiter inzwischen die kleine Pause um einen Schluck aus ihren Wasserschl\u00e4uchen zu nehmen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Baltram konnte die anhaltende Stille kaum aushalten, weshalb er mit der Zunge schnalzte und sein Pferd nach vorne traben lie\u00df, zwei weitere Reiter schossen sofort aus der Lanze zu ihm nach vorne und flankierten ihn sch\u00fctzend. <em>\u201eDann gehe ich euch mal ank\u00fcndigen\u201c, <\/em>rief Baltram noch ungeduldig und war auch schon au\u00dfer H\u00f6rreichweite. Lady Brangane blieb l\u00e4ssig in ihrem Sattel sitzen und blickte ihrem erfahrenen Berater mit einem leichten L\u00e4cheln auf den Lippen hinterher.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenig sp\u00e4ter, die Praiosscheibe war inzwischen nur noch ein roter Helm am Firmament, erreichten beide Lanzen die verw\u00fcstete Festung. \u00dcberall lagen zerfetzte Leichen herum und Unmengen an Abscheulichkeiten lagen teils zusammengekr\u00fcmmt, teils zerst\u00fcckelt im Staub des Hofs oder auf den Wehrmauern herum, als w\u00e4re der Kampf gerade erst vorbei. Nachdem Baltram seine Herrin an der Festung angek\u00fcndigt hatte, brauchten sie einen Moment, um die Tore zu \u00f6ffnen, denn die Torw\u00e4chter waren ebenfalls tot. Tarnelius, der \u00fcberlebende Infanterist, interessierte sich sehr f\u00fcr Heraldik, weshalb er das Wappen der Greifenfurterin sofort erkannte und allein aufgrund der Menge der Reiter f\u00fcr echt hielt und sie einlie\u00df. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zwei Lanzen Berittener durchschritten gerade die offenen Burgtore, als sich ein durch zahlreiches Kr\u00e4chzen ank\u00fcndigender Schwarm Raben \u00fcber die Festung flog und \u00fcberall auf den Zinnen niederlie\u00df. Sie deuteten es als ein Wirken Borons und lie\u00dfen sie gew\u00e4hren, als sie still verweilten und die Ankunft der zwei Lanzen beobachteten. Der Tod war \u00fcber diese Festung gekommen, und alle empfanden es nur als recht, dass nun die Boten des Stillen kamen, um die zahlreichen Seelen abzuholen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die dumpfe und beklemmende Stimmung, die \u00fcber der Festung hing, wurde nur gelegentlich von W\u00fcrgeger\u00e4uschen unterbrochen, da ein paar der Reiter die Beherrschung verloren und sich \u00fcbergeben mussten. Nicht nur wegen des starken Geruchs nach frisch vergossenen Blut oder aufgeschlitzter Eingeweide, sondern auch wegen des rohen und f\u00fcrchterlichen Grauens, dass hier eben gerade geschehen war. Sofort gab Lady Brangane den Befehl mit den Aufr\u00e4umarbeiten zu beginnen. Elfa, Tarn und noch zwei weitere \u00fcberlebende Festungssoldaten organisierten zusammen mit den Reitern, die sich dazu in der Lage empfanden, sofort die Aufr\u00e4umma\u00dfnahmen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lady Brangane, Baltram und der Knappe Ingmar fanden sich daraufhin im Rittersaal der Festung ein, der, den G\u00f6ttern sein Dank, g\u00e4nzlich verschont geblieben war. Ingmar hatte inzwischen einen Gro\u00dfteil seiner zerschlissenen und st\u00f6renden R\u00fcstung abgelegt. Er setzte sich mit den beiden weitaus \u00e4lteren Personen an den Kopf der Rittertafel, er selbst belegte dabei, bewusst oder unbewusst, den Sitz des Burgherrn. Ohne das die Zwei Nachfragen mussten, begann er sofort zu erz\u00e4hlen, was hier geschehen war, ungesch\u00f6nt und ohne ein einziges Detail auszulassen, schilderte er die Ereignisse von der Ankunft der falschen Brangane, der Entdeckung Halriks, dem Auftauchen des gefallenen Ankers, bis hin zum finalen Kampf auf dem Burgfried. Baltram und Brangane h\u00f6rten nur zu, sie hatten keine Zwischenfragen, sie warteten nur still ab und lie\u00dfen sich die unglaubliche Geschichte bis ins Detail erz\u00e4hlen. Ihre Mienen wurden dabei immer missmutiger und ernster. Als Ingmar die falsche Brangane erw\u00e4hnte, horchten sie beide kurz auf und Baltram nahm sein Notizheft und kritzelte schnell ein paar Worte darauf, um sie seiner Herrin zuzuschieben. Diese nickte nur wissend und lauschte dann weiter den Ausf\u00fchrungen des ehemaligen Knappen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fast eine halbe Stunde verging und die Praiosscheibe ging inzwischen unter. Zwischendurch entz\u00fcndeten sie ein paar Kerzen im Rittersaal, um nicht in v\u00f6lliger Dunkelheit weiterreden zu m\u00fcssen. <em>\u201e \u2026 und dann kamt ihr an die Burgmauer.\u201c<\/em> Ingmar nickte zu Baltram, als er seine Erz\u00e4hlung endete. \u201e<em>Es ist ein Segen, dass ihr gerade jetzt kommt, um uns in unserer Not zu helfen. Ich w\u00fcnschte nur, ihr w\u00e4rt hier gewesen, bevor der D\u00e4mon uns erreichte.\u201c <\/em>Schwerm\u00fctig schloss Ingmar damit seinen Bericht und suchte auf dem Tisch nach einem vollen Krug Wein, um sich die vom Erz\u00e4hlen trocken gewordene Kehle zu befeuchten, doch vergebens, er war leer. <em>\u201eZuerst m\u00f6chte ich euch mein Bedauern \u00fcber den Verlust eures Ritters und Marschalls dieser Festung mitteilen\u201c, <\/em>begann Brangane, die ihre H\u00e4nde auf dem Tisch zusammengefaltet hatte. Ihre Brauen waren tief in das Gesicht gezogen und bildeten eine gerade Linie. <em>\u201eIch danke euch auch f\u00fcr euren umfassenden Bericht, junger Herr. Ihr konntet uns damit helfen, ein R\u00e4tzel aufzukl\u00e4ren. Dieser hautwechselnde D\u00e4mon muss unter uns gewesen sein und sich als einer meiner Waffenknechte ausgegeben haben. Denn nur so l\u00e4sst sich erkl\u00e4ren, weshalb mein Waffenknecht sich nicht daran erinnern konnte, meine R\u00fcstung mehrmals geputzt zu haben \u2013 und das noch, w\u00e4hrend ich sie an hatte. Allein wenn ich daran denke, dass mich ein D\u00e4mon ber\u00fchrt hat, um meine Gestalt anzunehmen, l\u00e4sst es mich erschaudern.\u201c <\/em>Baltram nickte deutlich und nahm dann sein Notizheft zur\u00fcck. Das war es, was er seiner Herrin aufgeschrieben hatte. <em>\u201eIch wurde auf Gehei\u00df von Ordensmeister Nehazet hierher \u00fcberstellt, und ich werde mein Wort halten und mich und meine Mannen dieser Festung zuteilen und \u2026 das was davon \u00fcbrig ist \u2026 sch\u00fctzen.\u201c<\/em> Brangane r\u00fchrte dabei mit dem Zeigefinger in der Luft und legte die H\u00e4nde dann wieder zusammen. <em>\u201eIch erkenne euch als kommissarischen Verwalter der Feste Friedstein an, da ich als Heermeisterin und nicht als Marschallin hierher bestellt wurde. Ich lege euch nahe, ein Schreiben an Ordensgro\u00dfmeister Sieghelm zu verfassen, was ihr mit Sicherheit ohnehin vorhattet. Die Ordensmeister m\u00fcssen \u00fcber das hier Geschehene in Kenntnis gesetzt werden \u2013 zumal ihr eine wichtige Gefangene im Kerker habt. Die Meister k\u00f6nnen dann dar\u00fcber bescheiden, wie es hier in der Feste weitergeht. Bis dahin unterstelle ich meine M\u00e4nner unter euren Befehl, junger Herr.\u201c <\/em>Wenn ihr Berater Baltram etwas gegen die Entscheidung seiner Herrin hatte, lie\u00df er es sich nicht anmerken. Sein epischer grauer Schnauzbart zuckte nur kurz und er strich ihn sich dann seine Knollennase r\u00fcmpfend glatt. <em>\u201eEure Weisheit wird nur noch von eurer Ehrenhaftigkeit \u00fcbertroffen, Lady Brangane\u201c,<\/em> antwortete Ingmar, der sich an die Lehren \u00fcber ritterliche Tugenden erinnerte. Baltram, der aufgrund seiner Erfahrung wohl ein besseres Auge f\u00fcr gef\u00fcllte Kr\u00fcge hatte, schnappte sich einen eben solchen vom Tisch und f\u00fcllte sofort zwei Zinnkelche mit Wein. Brangane bedeutete ihm dabei, dass er sich auch einen eingie\u00dfen sollte, was er dann dankend tat. Alle drei, beginnend mit der Ritterin erhoben sich aus ihren St\u00fchlen und erhoben ihre Becher. <em>\u201eAuf die Gefallenen, m\u00f6ge ihr Opfer nicht umsonst gewesen sein\u201c, <\/em>toastete Brangane Ingmar zu. Dieser z\u00f6gerte kurz, da er sofort an Ser Gneisor denken musste, als die Ritterin \u201adie Gefallenen\u2018 erw\u00e4hnte und f\u00fcr einen kurzen Moment in Melancholie versank. Er w\u00fcnschte sich, dass er ebenfalls einen Toast aussprechen konnte, doch genau in diesem Moment musste er daran denken, dass ihn sein eigener Ritter in den Tod hatte st\u00fcrzen lassen. <em>\u201eAuf die Gefallenen\u201c,<\/em> \u00a0brachte er mit bitteren Tonfall \u00fcber die Lippen. Gemeinsam kippten die drei den schweren Koscher Wein herunter und besiegelten damit ihr weiteres Vorgehen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Brangane begann sofort ihrem Berater ein paar direkte Anweisungen zu geben, dabei ging es um den geschliffenen Turm und auf der ganzen Festung verteilt liegenden Leichen und Abscheulichkeiten. Ingmar vernahm zwar ihre Worte, doch als er sich wieder in den Burgherrensessel fallen lie\u00df, versank er tief in ihm. Nur am \u00e4u\u00dferen Rand seiner Wahrnehmung h\u00f6rte er ein paar Wortbruchst\u00fccke, zu sehr war er mit seinen Gedanken und der Verarbeitung der Ereignisse besch\u00e4ftigt. Ihm wurde klar, dass er gestorben war \u2013 zwei Mal. Einmal im Burgfried vor der Bibliothek und einmal zerschellte er auf den \u00e4u\u00dferen Randklippen des Frieds. Sein eigener Herr, sein vertrauter und langj\u00e4hriger Ritter, hatte ihn in den Tod st\u00fcrzen lassen. Er wurde von ihm zugunsten eines D\u00e4mons geopfert. Wahrscheinlich hatte Halrik erneut seine Magie eingesetzt, um ihn im Anschluss zu retten. Doch warum ihn und nicht Gneisor oder die zahlreichen anderen Menschen? Diese und noch andere Fragen nagten an ihm, w\u00e4hrend er in den leeren Zinnbecher starrte und mit der Neige darin herumspielte indem er ihn in der Hand rotieren lie\u00df. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eKommt, junger Herr \u2013 ihr wollt bestimmt ein paar erbauliche Worte an meine \u2013 verzeiht \u2013 eure Mannen dort drau\u00dfen richten. Sie k\u00f6nnen es gut gebrauchen und damit wird es auch offiziell.\u201c <\/em>Mit diesen Worten holte Lady Brangane Ingmar aus seinen Gedanken. Baltram und sie waren inzwischen aufgestanden. Wie lange hatte er wohl einfach nur so da gesessen? \u201aErbauliche Worte\u2018, sagte sie, die k\u00f6nnte er jetzt auch gut gebrauchen, dachte er sich und griff nochmal nach dem Krug Wein. <em>\u201eGeht schon vor, ich komme gleich nach.\u201c <\/em>Er goss sich noch einen ordentlichen Schank ein und schaute dann wieder in den Becher, bevor er ihn in einem Zug hinunterst\u00fctzte. Die beiden Neuank\u00f6mmlinge blickten sich kurz einander wissend an und Baltram zog dann an dem Arm seiner Herrin, ehe sie etwas sagen konnte. Auf dem Weg nach drau\u00dfen f\u00fchlte sich der alte Schnauzb\u00e4rtige K\u00e4mpfer dem Jungen f\u00fcr einen kurzen Moment tief verbunden. <em>\u201eGebt ihm den Moment, Herrin\u201c,<\/em> erkl\u00e4rte er beschwichtigend. Er musste an seine eigene Vergangenheit und die zahlreichen Verluste enger Vertrauter denken. Auch er hatte ihren Tod in zahllosen Schenken danach mit ebenso zahllosen Litern Bier und Wein ertr\u00e4nken m\u00fcssen. Baltram wusste, dass jedoch nicht jeder wieder aus der Trauer herausfand, manche Narben sa\u00dfen einfach zu tief. Er beschloss ein Auge auf den Jungen zu haben, anscheinend war dies sein erster herber Verlust. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwischen Eilingshof und Burg Friedstein Sie waren schon zu h\u00f6ren, noch bevor man sie sah. Der Boden bebte unter den F\u00fc\u00dfen zweier berittener Lanzen, die gerade in den Weg hinter dem W\u00e4ldchen einbogen und von der untergehenden Praiosscheibe weite Schatten auf die Hirsefelder neben sich warfen. 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