{"id":8206,"date":"2019-03-31T12:54:11","date_gmt":"2019-03-31T10:54:11","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=8206"},"modified":"2019-03-31T12:54:11","modified_gmt":"2019-03-31T10:54:11","slug":"reise-nach-rommilys-teil-vi-hardmund-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=8206","title":{"rendered":"Reise nach Rommilys \u2013 Teil VI \u201eHardmund I\u201c"},"content":{"rendered":"<p><em>&#8222;Und so kam es, dass der Beschluss gefasst wurde, diesen Orden zu gr\u00fcnden.&#8220; &#8222;Wenn ich nicht w\u00fcsste, dass viele Kirchenoberh\u00e4upter eure Geschichte glauben, ich w\u00fcrde dich eigenh\u00e4ndig zu den Noioniten schicken.&#8220; &#8222;Ich wei\u00df Mutter. Ich habe alles mit eigenen Augen gesehen. Ich selber habe f\u00fcr die G\u00f6tter Wunder vollbracht, die mir bisher nicht einmal Bishdariel zeigte. Deswegen ist und bleibt der Orden geheimnisumwittert. Ich mag garnicht z\u00e4hlen, wie viele Verbrechen und Vertragsbr\u00fcche ich damit begangen habe, dass ich dir alles erz\u00e4hlte. Du musst schweigen, auch und vor allem gegen\u00fcber Vater und Torion!&#8220; &#8222;Keine Angst mein Sohn, wobei jeder in Ochsenwasser den Zug der Zwerge bemerkt hat. Die Geschichte von den Fischen und Echsen w\u00fcrde eh niemand glauben.&#8220;<\/em> Traviahold lacht. <em>&#8222;Das ist tats\u00e4chlich der Vorteil dieser Geschichte. Man muss nicht l\u00fcgen und trotzdem nimmt es kaum jemand ernst.&#8220;<\/em> Eine Zeit lang reiten sie schweigend Seit an Seit. <em>&#8222;Was f\u00fchrt dich eigentlich nach Hardmund, Mutter?&#8220; &#8222;Seit meine Schwester f\u00fcr euren Orden arbeitet, helfe ich Gorbrand bei der Verwaltung seiner L\u00e4ndereien.&#8220; &#8222;Ah&#8220;<\/em>, Traviahold h\u00e4lt kurz inne und betrachtet die Silhouette von Hardmund in der Ferne. Er h\u00fcstelt kurz, Gwynna schaut ihn skeptisch an. <em>&#8222;Da du mich darauf noch nicht angesprochen hast, gibt es wohl noch etwas, was ich dir erz\u00e4hlen muss.&#8220;<\/em> Beide haben inzwischen ihre Pferde angehalten und stehen eng nebeneinander. Gwynnas Blick ist \u00e4u\u00dferst eindringlich und l\u00e4sst Traviahold mehrfach schlucken. Er erinnert sich an die zahlreichen Momente seiner Kindheit, in denen ihn dieser Blick dazu brachte ihr Geheimnisse zu verraten. <em>&#8222;Du wirst wieder Gro\u00dfmutter.&#8220;<\/em> Gwynna bleibt kurz regungslos, dann beugt sie sich zu Traviahold hin\u00fcber und nimmt ihn in eine feste Umarmung. <em>&#8222;Ich freu mich ja so f\u00fcr dich! Los komm, heute wird es ein Fest geben! Das m\u00fcssen wir feiern!&#8220;<\/em> Und schon prescht sie vor, Traviahold muss sich beeilen ihr nach zu kommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es dauert nicht lange und sie reiten durch das Tor des Anwesens derer zu Hardmund. In der T\u00fcr des Hauses steht schon Sir Gorbrand, die beiden erwartend. <em>&#8222;Ah, liebe Schw\u00e4gerin, wie ich sehe hast du gefunden, wonach du gesucht hast. Sei willkommen Schwiegersohn, lass dich doch umarmen.&#8220;<\/em> Traviahold und Gwynna steigen von ihren Pferden ab, geben die Z\u00fcgel einem Knecht und begr\u00fc\u00dfen den beleibten Ritter. <em>&#8222;Kommt doch hinein, das Mittagsmahl wird gleich serviert. Es gibt Reh! Wie vorz\u00fcglich!&#8220;<\/em>, strahlt er \u00fcber beide Pausbacken grinsend. Offensichtlich tut seinem Gem\u00fct die Abwesenheit von Lady Wulfgrid \u00e4u\u00dferst gut. <em>&#8222;Sehr gerne Gorbrand. Aber viel wichtiger ist, dass wir heute Abend ein Fest zu Ehren Traviaholds geben m\u00fcssen&#8220;<\/em>, mahnt Gwynna eindringlich beim Betreten des Hausen. <em>&#8222;Hohoho, also ich mag dich sehr Traviahold, aber ein Fest?&#8220;<\/em>, kichert der Ritter. <em>&#8222;Nun, Schwiegervater, ich wei\u00df nicht, ob Lady Wulfgrid es dir noch nicht gesagt hat, aber deine Tochter hat den Segen der g\u00fctigen Mutter empfangen&#8220;<\/em>, erkl\u00e4rt Traviahold. <em>&#8222;Welche?&#8220;<\/em>, fragt Gorbrand v\u00f6llig verwirrt.<em> &#8222;Nat\u00fcrlich Darpatia!&#8220;<\/em>, erwidert Gwynna schockiert. <em>&#8222;Oh, was? Nat\u00fcrlich! Gl\u00fcckwunsch mein Junge. Dann werde ich ja Gro\u00dfvater. Ich werde Gro\u00dfvater! Ludwig!&#8220;<\/em>, der Hausk\u00e4mmerer erscheint hinter einer Ecke. <em>&#8222;Ja mein Herr?&#8220; &#8222;Bereitet ein Fest f\u00fcr heute Abend vor. Z\u00fcgig! Ich werde Gro\u00dfvater!&#8220; &#8222;Sehr wohl mein Herr. Und Gl\u00fcckwunsch mein Herr.&#8220;<\/em> Gorbrand winkt nur ab und l\u00e4uft dann beschwingt und grinsend in Richtung des Essenssaals, Gwynna und Traviahold folgen ihm belustigt. <em>&#8222;Mensch, Mensch, Mensch mein Junge. Als ich dich die ersten Male sah, h\u00e4tte ich nicht gedacht, dass du das kannst.&#8220;<\/em> Traviaholds Augen werden skeptisch gr\u00f6\u00dfer, als Gorbrand so am Essenstisch spricht. <em>&#8222;Aber ich wette, Darpatia l\u00e4sst dich immernoch nur unten liegen. Ganz ihre Mutter!&#8220;<\/em>, lacht der Ritter schallend. W\u00e4hrend Gwynna die Augen verdreht, wird Traviahold knallrot, wei\u00df nicht, wo er hinblicken soll und verschluckt sich leicht, so dass er husten muss. <em>&#8222;Hab dich nicht so, daf\u00fcr muss man sich als Mann nicht sch\u00e4men, sieh mich an, ich kenn das nur zu gut. Hehehe!&#8220; &#8222;Ich glaube das reicht Gorbrand&#8220;<\/em>, geht Gwynna scharf dazwischen.\u00a0 <em>&#8222;Ist ja gut, ist ja gut. Ich freu mich doch nur so sehr!&#8220;<\/em> Sie genie\u00dfen das Mittagsmahl, danach st\u00fcrzt sich Gorbrand in die Vorbereitungen f\u00fcr das Fest, w\u00e4hrend Traviahold mit seiner Mutter die Entspannung am herrschaftlichen Gartenteich genie\u00dft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Und so kam es, dass der Beschluss gefasst wurde, diesen Orden zu gr\u00fcnden.&#8220; &#8222;Wenn ich nicht w\u00fcsste, dass viele Kirchenoberh\u00e4upter eure Geschichte glauben, ich w\u00fcrde dich eigenh\u00e4ndig zu den Noioniten schicken.&#8220; &#8222;Ich wei\u00df Mutter. Ich habe alles mit eigenen Augen gesehen. 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