{"id":7442,"date":"2017-07-31T14:33:12","date_gmt":"2017-07-31T12:33:12","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=7442"},"modified":"2017-07-31T14:33:12","modified_gmt":"2017-07-31T12:33:12","slug":"lolgramoth-bei-bishdariel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=7442","title":{"rendered":"Lolgramoth? Bei Bishdariel!"},"content":{"rendered":"<p>Es ist ein wundersch\u00f6ner Tag, die Sonne scheint \u00fcber Hochstieg, die Singv\u00f6gel zwitschern vergn\u00fcgt in den B\u00e4umen und B\u00fcschen, die den Weg zwischen dem Kloster und der Burg s\u00e4umen, welchen Traviahold beschreitet. Er f\u00fchlt den inneren Frieden, wie jeden Tag, nachdem er mit den zahlreichen Pilgern die Fr\u00fchst\u00fccks-Andacht abgehalten hat. Die Bewohner Hochstiegs gr\u00fc\u00dfen ihn freundlich, als er an ihnen vor\u00fcber geht, und ebenso freundlich gr\u00fc\u00dft er zur\u00fcck. Er durchquert die wachsende Stadt, betritt die ordensbannerwehende Burg und steigt die Treppen hinauf. Er betritt das Arbeitszimmer des Vogtes und wie jeden Morgen \u00f6ffnet er die Fenster und schlie\u00dft kurz die Augen. Das Licht, das seine Lider durchdringt wird schw\u00e4cher und schw\u00e4cher. Seltsame Ger\u00e4usche dringen an sein Ohr. Ein Blick hinaus l\u00e4sst eine gro\u00dfe dunkle Wolke erkennen, die sich schnell auf den Burgfried zubewegt. Langsam geht Traviahold Schritt f\u00fcr Schritt vom Fenster r\u00fcckw\u00e4rst, die Wolke h\u00e4lt direkt auf ihn zu. Mit einem ohrenbet\u00e4ubenden Schlagen, Krachen, Splittern und Zerbersten bricht die Wolke Raben in das Zimmer hinein. Kr\u00e4chzend umkreisen sie ihn, winzige Schriftrollen an ihre F\u00fc\u00dfe gebunden. Der Wirbel hunderter Raben wird enger um Traviahold, wie durch unsichtbare Hand gef\u00fchrt beginnt er sich mit zudrehen, das Kr\u00e4chzen wird lauter: &#8222;Abt!&#8220; &#8222;Herold!&#8220; &#8222;Vogt!&#8220; &#8222;Bruder!&#8220; und vieles unverst\u00e4ndliches mehr h\u00f6rt er die Raben ihn anschreien, den Abstand zu ihm immer weiter verk\u00fcrzend, bis die ersten Fl\u00fcgelspitzen ihn ber\u00fchren. Als er v\u00f6llig von den Raben &#8211; nun mit aufstrebend erhobenen Fl\u00fcgeln &#8211; umgeben ist verliert er den Boden unter den F\u00fc\u00dfen. Er will gegen die Raben anschreien, doch seine Worte vergehen im Wind, als er hoch \u00fcber die Burg gehoben wird. Sein Blick schweift \u00fcber Hochstieg, \u00fcber das Land, die W\u00e4lder, die Berge, die Raben schreien weiter auf ihn ein. Er bekommt Angst, sp\u00fcrt Panik in sich aufsteigen, er schlie\u00dft die Augen, legt die H\u00e4nde auf die Ohren, doch die Bilder verschwinden nicht, die Schreie h\u00f6ren nicht auf. Immer h\u00f6her tragen ihn die Raben, als er weit \u00fcber die Trollzacken hinweg sehen kann, die ganze Welt f\u00e4rbt sich schwarz, als sich pl\u00f6tzlich aus dem Land ein riesiger Geier erhebt und auf ihn zu fliegt &#8211; die Raben schreien ein letztes Mal, stoben auseinander und Traviahold f\u00e4llt&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schwei\u00dfgebadet wacht er auf, die Augen weit aufgerissen. Um ihn herum alles n\u00e4chtlich dunkel. Neben sich h\u00f6rt er das gleichm\u00e4\u00dfige Atmen von Darpathia. Auch sein Atem beruhigt sich langsam wieder. &#8222;<em>Mir wird das alles langsam zu viel<\/em>&#8222;, denkt er sich. &#8222;<em>Ich muss mich auf das besinnen, was ich bin, was ich sein will. Ein Diener der Herrin Travia, ein Freund der hiesigen Menschen, ein guter Ehemann. Nicht mehr!<\/em>&#8220; Er legt sich wieder zur\u00fcck, \u00e4ngstlich wieder in Bishdariels Reich einzutauchen, doch irgendwann \u00fcberkommt ihn Borons Segen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist ein wundersch\u00f6ner Tag, die Sonne scheint \u00fcber Hochstieg, die Singv\u00f6gel zwitschern vergn\u00fcgt in den B\u00e4umen und B\u00fcschen, die den Weg zwischen dem Kloster und der Burg s\u00e4umen, welchen Traviahold beschreitet. Er f\u00fchlt den inneren Frieden, wie jeden Tag, nachdem er mit den zahlreichen Pilgern die Fr\u00fchst\u00fccks-Andacht abgehalten hat. Die Bewohner Hochstiegs gr\u00fc\u00dfen ihn &hellip; <a href=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=7442\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eLolgramoth? 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