{"id":6789,"date":"2015-12-24T11:20:29","date_gmt":"2015-12-24T10:20:29","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=6789"},"modified":"2015-12-24T11:20:29","modified_gmt":"2015-12-24T10:20:29","slug":"ein-magisches-geschenk-fuer-hochstieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=6789","title":{"rendered":"Ein magisches Geschenk f\u00fcr Hochstieg"},"content":{"rendered":"<p>Im Temeplinneren herrschte ein beklagenswerter Zustand, \u00fcberall waren kranke oder anderweitig geschundene Menschen und auch den Geweihten ging es nicht sonderlich gut.<\/p>\n<p>Dennoch taten diese was in ihrer Macht stand und mehr um das Leid zu lindern und Mildt\u00e4tig zu wirken, es schien als eilten sie von Liege zu Liege und der Meister der \u00c4hre Elkiof sah so aus als h\u00e4tte er mehrere Tage nicht geschlafen als Nehazet ihn endlich in seinem alchimistischen Laboratorium fand.<\/p>\n<p>Trotz der tatsache das es in Hochstieg recht einfach war Nehazet zu erkennen, ben\u00f6tigte der Geweihte etwas l\u00e4ngere Zeit um Nehazet einordnen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Doch kaum das sich Erkenntnis auf Elkiofs Gesicht zeigte, waren die beiden auch schon wieder mit der Behandlung der Meisterin der Esse besch\u00e4ftigt, Nehazets theoretische Tinktur wurde in der Zwischenzeit zusammengebraut und Elkiof hatte vor diese zu verabreichen.<\/p>\n<p>Etwas verwirrend wurde schlie\u00dflich nur, das Nehazet sich bislang eher theoretisch mit der Venik auseinandergesetzt hatte und dementsprechend das Wissen um die Behandlung nicht wirklich praktisch war, und der Tatsache das es ung\u00fcnstig ist sich mit verschiedensten Metallen vollzustopfen, etwas was eine Geweihte des Ingerimms, nach Nehazets Meinung, eigentlich h\u00e4tte wissen sollen.<\/p>\n<p>Aber es gelang schlie\u00dflich beiden das Heilmittel zu verabreichen und Nehazet nutzte kurz darauf noch seinen eigenen F\u00e4higkeiten der Magica Curativa um der Geweihten Leib zu st\u00e4rken, doch ob diese Bem\u00fchungen ausreichen konnte zu dieser Stunde noch nicht gesagt werden, zumindest schien es die Lage nicht zu verschlimmern.<\/p>\n<p>Nachdem dies getan war, und gerade Nehazet nicht unbedingt in der N\u00e4he solch eines Krankenherdes sein sollte, verbrachte er doch schon ausreichend Zeit in seiner Kindheit und Jugend im Krankenbett begab dieser sich wieder nach drau\u00dfen, nun allerdings mit Kopfschmerzen.<\/p>\n<p>Unterwegs traf er auf Jane, diese erz\u00e4hlte ihm kurz das eines der wenigen belesenen Individuen, w\u00e4hrend ihrer kurzen Abwesenheit, get\u00f6tet wurde, womit sich Nehazets Kopfschmerzen verst\u00e4rkten und er nicht umher kamm zu denken, das Eskalation mit spitzen Gegenst\u00e4nden f\u00fcr Hochstieg typisch zu sein scheint.<\/p>\n<p>Weiterhin unterbreitete Jane noch den Vorschlag das Tornia zu einer &#8222;Hauptfrau&#8220; Khorestans ernannt werden k\u00f6nnte, vermutlich dank der Kopfschmerzen und Nehazets eigenem Verst\u00e4ndnis der Welt (nicht geholfen durch die Erinnerungen von Delia, welche sich in so einem Fall schon als zweischneidige Klinge ge\u00e4u\u00dfert hatten), folgerte er das Jane Tornia als Shanja f\u00fcr Nehazet vorschlug. Was ihn etwas verwirrte und er folgerichtig darauf hinwies das dies wohl zu Komplikationen mit dem Harem, mit dem Nehazet nach wie vor nichts anfangen konnte, erwiesen sich die dortigen Damen doch nicht wirklich als brauchbare disputierpartner in den interessanten Bereichen der Magietheorie oder der theoretischen Alchimie, der Philosophie oder anderer f\u00fcr Nehazet interessanter Gebiete, manchmal verzweifelte er doch an der Weltfremdheit der ihn umgebenden Welt&#8230;<\/p>\n<p>Aber schlie\u00dflich konnte Nehazet das misverst\u00e4ndnis f\u00fcr sich aufkl\u00e4ren, Jane schlug Tornia wohl eher als Hauptfrau im milit\u00e4rischen Sinne vor, als Person, welche das neugeplante Hospiz und die Schule von Jane sch\u00fctzen sollte.<\/p>\n<p>F\u00fcr Details war in diesem Zusammenhang im Moment wenig Zeit, so dass sie wohl demn\u00e4chst nocheinmal genauer dar\u00fcber sprechen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend trennten sich ihre Wege wieder Jane eilte zum Perainetempel um dort zu helfen und Nehazet ging auf sein Zimmer um sich neue Kleidung auszusuchen, hatte die Kleidung die er momentan trug doch etwas stark gelitten, noch ein Satz Kleidung, welcher geflickt werden darf, toll erst ist die Kleidung im Wurm und dann das. In Anbetracht des Verschlei\u00dfes war er am \u00fcberlegen ob es nicht sinnvoll w\u00e4re die Interpretation der f\u00fcnf Gew\u00e4nder, weiter zu dehnen und diese eher als Kategorisierungen anzusehen. Und wenn er schon dabei ist, k\u00f6nnte er auch das Reisegewand, theoretisch, praktikabler gestalten, Taschen w\u00e4ren besipielsweise hilfreich, um nur eine Sache zu nennen. Vielleicht sollte er auch etwas Blutblatt angesteckt an das Gewand mit sich herumtragen, damit es immer recht schnell griffbereit ist, \u00fcber die Reaktion des Blutblattes k\u00f6nnte er Schlussfolgerungen auf starke arkane Str\u00f6mungen in der Umgebung ziehen, so w\u00fcrde es beispielsweise in der n\u00e4he d\u00e4monischer Pr\u00e4senz verfallen. Aber wie genau das neue Gewand zusammenzustellen war, dar\u00fcber k\u00f6nnte er auch sp\u00e4ter nachdenken, nun war ein Bad das n\u00e4chstgelegene Ziel.<\/p>\n<p>In der wohligen W\u00e4rme des Bades eintauchend musste er wieder an den Vortex denken, seine letzten \u00dcberlegungen in den Bereich gingen in die Richtung das die arkane Dichte des Vortex weitaus h\u00f6her sein m\u00fcsste als die von Dere, eventuell lag dies an einer mangelnden Nayrakiskonzentration, woran genau es lag konnte er noch nicht sagen, aber die flexible Natur der Magica Vortex, wie Nehazet erst k\u00fcrzlich feststellte deutete auf einige Probleme in der Zukunft hin.<\/p>\n<p>Nachdem Bad kleidete sich Nehazet, eher aus Notwendigkeit, denn aus Eitelkeit in das Gro\u00dfe Gewand, jenes war eigetnlich zur Manipulation des Unbelebten gedacht, aber was war die Alternative, das leichte Gewand und das Reisegewand waren mehr als mitgenommen und das Konventsgewand war nicht nur unpassend sondern beinahe \u00e4hnlich thermisch nicht isolierend wie die Invokations und Convokationsgew\u00e4nder, er w\u00fcrde sich tats\u00e4chlich nue einkleiden m\u00fcssen, sp\u00e4ter, jetzt gab es ersteinmal wichtigeres zutun.<\/p>\n<p>Auf seinem Zimmer ging er seine Notizen durch, er k\u00f6nnte den physichen Corpus des einen Teiles des Thaumatursomes zum \u00f6ffnen, des Thaumatursomes zur Beh\u00fctung des Dracheneis, hier herstellen, womit zumindest das schonmal erledigt w\u00e4re und die G\u00f6tter wussten (gut Nehazet auch), das noch so viel mehr anstand, das er genauso gut damit anfangen konnte um den gewaltigen Berg an Aufgaben, Auftr\u00e4gen, Problemen und weiteren St\u00f6rungen von den wichtigen Dingen im Leben, wie der Forschung oder einer guten Tasse Tee, zu erklimmen und St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck abzutragen, sodass er sich diesen angenehmeren Dingen zuwenden konnte.<\/p>\n<p>Die Idee den silbernen Zylinder in seinem Zimmer herzustellen verworf er \u00e4hnlich schnell, wie dieser entstand, stattdessen suchte er die Schmiede im Hof auf, jene wurde gerade genutzt und war auch nicht wirklich geeignet f\u00fcr die filigrane T\u00e4tigkeit, welcher sich Nehazet zuwenden wollte, au\u00dferdem half es nat\u00fcrlich nicht, das sein Handwerskzeug, aufgrund der notwendigen Gr\u00f6\u00dfe von der Stallmeisterin bel\u00e4chelt wurde, pah als h\u00e4tte er einen Schl\u00fcssel mit dem Groben Werkzeug herstellen k\u00f6nnen, gut es w\u00e4re wahrscheinlich m\u00f6glich, aber der w\u00e4re dann doch etwas gro\u00df, was sollte mit so einem Schl\u00fcssel gemacht werden, die Stadt aufgeschlossen werden?<\/p>\n<p>Also begab er sich auf die Suche nach geeigneteren Einrichtungen und ging zum Ingerimmtempel, in diesem erklangen die Ambosse unter den Schl\u00e4gen mit metallenen Objekten und andere T\u00e4tigkeiten stimmten in diesem harmonisch akustischen Malheur ein, welches nach Nehazets Meinung zu laut war, ob sie wohl ein interesse an einem Siegel der Stille haben w\u00fcrden, dachte er sich kurz?<\/p>\n<p>Doch kaum war der Gedanke gekommen, so wurde er auch schon von einem der Gottesdiener angesprochen, Nehazet legte sein begehren vor und der Tempeldiener stimmte zu, unter anderen Umst\u00e4nden h\u00e4tte sich Nehazet nicht solange mit dieser Problematik besch\u00e4ftigt, aber der Schutz eines Dracheneies erfordert doch etwas Einsatz, zumal es hilfreich war, bei der Ablenkung von der Tatsache das er einiges an Schrifttum ben\u00f6tigte, welches hier nicht existierte, was wahrlich niemanden \u00fcberraschen sollte, vor allem wenn man bedenkt das die Person die gerichtet wurde der Bibliothekar war&#8230;<\/p>\n<p>Eine Tatsache, welche sich bestimmt nicht r\u00e4chen wird, zumindest solange sie kein Buch suchen, also ja, schlo\u00df Nehazet seine Gedanken, es wird sich f\u00fcr die Leute in Hochstieg tats\u00e4chlich nicht r\u00e4chen, den Impuls Leuten Fl\u00fcche auf den Hals zu schicken, welche die T\u00f6chter Satuarias haben, war schon verst\u00e4ndlich, dachte sich Nehazet.<\/p>\n<p>Ehe er aus dem Tempel ging wurde er noch auf die M\u00f6glichkeit hingewiesen das er etwas spenden k\u00f6nnte, er lie\u00df sich dabei nat\u00fcrlich nicht lumpen und gab freilich das, wovon er der Meinung war es k\u00f6nnte dem Tempel am meisten helfen, ein St\u00fcck Pergament. Doch nicht irgendein St\u00fcck Pergament, nein es war das St\u00fcck auf dem das Rezept zu dem Antidot der Beschwerden der Meisterin der Esse aufgelistet war, welche sie sich zuzog durch intensiven Kontakt mit ihres Gottes Element.<\/p>\n<p>Auf dem Zimmer in seiner Burg machte er sich erneut an die Arbeit bez\u00fcglich des Thaumatursoms.<\/p>\n<p>Wurde jedoch schlie\u00dflich von einer Magd, wie so oft, gest\u00f6rt, irgendeine Art von Hinweis, um nicht gest\u00f6rt zu werden, w\u00e4re vielleicht ganz sinnvoll, sinierte Nehazet auf den Weg ins Kaminzimmer, irgendwas in Richtung eines stylisierten Magus und den eingravierten Worten &#8222;du kommst hier nicht vorbei&#8220;, nein das ist unpassend, vielleicht eher ein Alchimist gebeugt \u00fcber seine Instrumente mit den Worten &#8222;Experiment in Gange nicht st\u00f6ren&#8220;, auch unpassend, ja genau vieleicht ein Gelehrter mit einer Tasse Tee und den Worten &#8222;Wichtige Gedanken und Tee trinken, nicht st\u00f6ren&#8220;, vielleicht doch eher was anderes.<\/p>\n<p>Wie sich herausstellte wurde wohl soetwas wie eine Versammlung im Kaminzimmer einberufen, dar\u00fcber das er nicht informiert wurde, war er dann doch etwas irritiert.<\/p>\n<p>Es wurde verschiedenstes beredet, unter anderem das Jane, mitsamt Tornia nach Khorrestan aufbrechen wollte, was naheliegend war, zumindest f\u00fcr Nehazet, um eine Schule in Khorrestan aufzubauen, half es meist vor Ort zu sein. Das Sieghelm eventuell sein Lehen verlieren w\u00fcrde, wbei Nehazet nicht einsch\u00e4tzen konnte wie akut diese Gefahr war, wusste er doch nicht um den Grad der Starrk\u00f6pfigkeit von Sieghelms Vater. Das Traviahold erpicht war das komplette Junkerngut mit Schreinen und Tempeln vollzustellen, mehr oder minder jedenfalls, in die gleiche Richtung ging auch Nehazets Einwurf, das er einen Traviatempel stiften wollte, sozusagen als Geschenk f\u00fcr die Gemeinde.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich das die Bev\u00f6lkerung mit Nahrung zu versorgen w\u00e4re, was Nehazet dazu f\u00fchrte sich zu merken, es w\u00e4re eventuell gut, einige Vorr\u00e4te in Khorrestan anzulegen um im Zweifelsfall einige hundert zus\u00e4tzliche Leute kurzfristig mitversorgen zu k\u00f6nnen, war doch nicht ausgeschlossen das auch Khorrestan von \u00e4hnlichem heimgesucht werden k\u00f6nnte und es half auf alle Eventualit\u00e4ten vorbereitet zu sein.<\/p>\n<p>Nehazet schlug vor das Problem der hungernden Massen auf magischen Weg zu l\u00f6sen, es w\u00e4re m\u00f6glich ihnen etwas zu essen herzuzaubern, ihnen also das ein oder andere Mahl so darzubieten. Vorteilhafterweise w\u00fcrde dadurch auch gleich ein Platz f\u00fcr den Traviatempel frei werden&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Temeplinneren herrschte ein beklagenswerter Zustand, \u00fcberall waren kranke oder anderweitig geschundene Menschen und auch den Geweihten ging es nicht sonderlich gut. 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