{"id":4566,"date":"2013-10-25T14:40:49","date_gmt":"2013-10-25T12:40:49","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=4566"},"modified":"2013-10-25T14:40:49","modified_gmt":"2013-10-25T12:40:49","slug":"die-nacht-hindurch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=4566","title":{"rendered":"Die Nacht hindurch&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Wir erreichten also Hochstieg, recht eindrucksvoll f\u00fcr ein Dorf, doch wir begaben uns zielgerichtet zu der Wasserburg von Spichbrechers, von Spichbrechers Bediensteter k\u00fcndigte ihn des\u00f6fteren an, machte ihm sichtlich freude, wahrscheinlich kann er es sich sonst nicht leisten sich so aufzuf\u00fchren. Die Burg selbst ist auch solide, uns wurden G\u00e4stegem\u00e4cher im Burgfried zugewiesen, ich wei\u00df nicht was die anderen machten, gut ganz korrekt ist dies nicht, Collega Peddersen arbeitete an einer Br\u00fccke und wie ich Delia kenne, wird sie sich wohl mit Kalkarib vergn\u00fcgt haben, ich selbst widmete mich den ersten Vorbereitungen des, eventuell notwendigen Rituals, bat den Traviageweihten von Spichbrecher sich um ein paar der Ingredenzien bei dem hiesigen Tempel zu bem\u00fchen, auch die Magd die an die T\u00fcr meines Gemaches klopfte wies ich an, sich nach einigen der Ingredenzien zu erkundigen, wie ich sp\u00e4ter erfuhr waren jene aber nicht vorr\u00e4tig, was mich nicht wirklich \u00fcberraschte, ich arbeitete in der Zwischenzeit weiter, anscheinend k\u00f6nnte es wirklich notwendig sein das Ritual im Zweifelsfall, sehr stark abzuwandeln, nun ich werde es wohl extrapolieren m\u00fcssen, von den alten Daten.<\/p>\n<p>Rondrian wurde beigesetzt.<\/p>\n<p>Bei einem Bad in den hiesigen sich bietenden M\u00f6glichkeiten, bemerkte ich Wucherungen, wie ich ihnen auch bei Delia ansichtig wurde, erste Untersuchungen ergaben eine noch nicht allzu feste Form, die auf Aus\u00fcbung von Druck durch Bewegungen im Gewebe reagierte, der Fremdk\u00f6rper wurde von mir vermessen, sobald wie m\u00f6glich werde ich mit der arkanen Visitation des Fremdk\u00f6rpers beginnen, da die Vermutung naheliegt, es w\u00fcrde sich tats\u00e4chlich um eine Protosph\u00e4re handeln, sehe ich ersteinmal von der Umwandlung meiner vis vita in die vis arcana ab, f\u00fcr den Fall, das sich meine Vermutung \u00fcber den Zweck der Sph\u00e4ren, falls es sich tats\u00e4chlich um so eine handeln sollte, best\u00e4tigen sollte, halte ich eine Umwandlung der in frage kommenden durch die Sph\u00e4re \u00fcbermittelnden Kr\u00e4fte f\u00fcr ung\u00fcnstig, im schlimmsten fall k\u00f6nnten diese Prozesse zu einer Aktivierung der Sph\u00e4re f\u00fchren. Da ich nun eh warten muss bis sich meine Kr\u00e4fte weit genug erholt haben um eine Untersuchung vornehmen zu k\u00f6nnen, wenn ich bedenke das die Untersuchung schon h\u00e4tte durchf\u00fchren k\u00f6nnen, wenn ich nicht immer wieder auf der Reise meine arkanen F\u00e4higkeiten h\u00e4tte nutzen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Ich wandelte durch den Burgfried, bis ich die Bibliothek fand, sie war im Keller, und dann auch noch nicht einmal richtig gesichert, man konnte einfach reinlaufen, die viel n\u00e4her liegende, weil gut gesicherte T\u00fcr gegen\u00fcber f\u00fchrte wohl zu einer Schatzkammer, was haben die Leute nur immer mit Gold, das Metall ist doch nun wirklich nichts besonderes, aber B\u00fccher enthalten das Wissen der \u00c4onen, gut bei einigen der Werke derer ich ansichtig wurde, zweifle ich daran, unter anderen war da eine Trilogie die sich wohl mit sagenumwobener Fauna besch\u00e4ftigte, irgendetwas mit Bissig und verschiedenen Tieren halt, im Bereich der sich mit dem arkanen besch\u00e4ftigte entlieh ich ein paar Werke, darunter einen Octavo aus der Feder einer Puniner Collega von Alina Septadora von Punin, nettes Einf\u00fchrungswerk, aber dar\u00fcber hinaus enth\u00e4lt es kaum nutzbares, die Hinweise auf die Nutzung der Kristallkugel sind zwar, bedingt, brauchbar, helfen mir im Moment aber nicht weiter. Ich greife schon wieder vorraus. Wie war es nocheinmal, achja die Magd berichtete mir das es sp\u00e4ter wohl ein Festessen geben sollte, ich sagte zuzukommen, wenn ich daran erinnert werden w\u00fcrde, im weitesten Sinne. Anschlie\u00dfend suchte ich die Bibliothek auf in der ich auf einen \u00e4lteren Herren, einen gewissen Gasparyn traf, er ist wohl der hiesige Bibliothekar, jener war auch so freundlich mich durch den Raum der Bibliothek zu f\u00fchren. Ich begann etwas zu st\u00f6bern und w\u00e4hlte ein paar Werke aus, die ich f\u00fcr, relativ, interessant hielt, einmal das Werk von Collega Alina Septadora von Punin, dann ein Werk \u00fcber die Sph\u00e4rologie, zwei Werke \u00fcber die zwergische Feinschmiedekunst, ein paar Werke \u00fcber darpatische Flora und Fauna, Pl\u00e4ne des Burgfriedes, weitere Pl\u00e4ne von einem ehemaligen Bediensteten des Kaiserhauses, Werke \u00fcber verschiedene Sagen und Legenden Darpatiens, ein Buch der Konstrukteure, ein Werk \u00fcber den Br\u00fcckenbau, ein Werk \u00fcber das Interregnum in den Kaiserlosen Zeiten, ja ich denke das d\u00fcrfte in etwa alles gewesen sein. Zu meinem Unmut bewegten sich die Werke nicht von alleine und dadurch dauerte es etwas l\u00e4nger als ich eigentlich gedacht h\u00e4tte, ich musste mehrmals die Treppen bem\u00fchen um schlie\u00dflich alle Werke nach oben zu schaffen. W\u00e4hrend dieser T\u00e4tigkeit traf ich auch wieder auf die Magd, welche mich an das Festessen erinnern sollte, jenes hatte schon angefangen, sie berichtete mir auch, das sie mich schon seit l\u00e4ngerer Zeit suchte, als ich ihr entgegnete das ich in der Bibliothek war, schien sie ebenfalls gleich darauf zu kommen, das dies ein durchaus sinniger Ort, f\u00fcr meinen Aufenthalt war, an dem sie nicht nachgesehen hatte, ich beschloss das Festessen nicht mehr aufzusuchen, immerhin hatte es schon begonnen und ich war gerade dabei die B\u00fccher zu transportieren, danach erschien es mir nur logisch, mit der durchsicht der einzelnen Werke anzufangen, ich meine das Festessen diente ja sowieso der Feier, von Spichbrechers R\u00fcckkehr, eine Tatsache die mir ja schon bewusst war, also machte ein Fehlen meinerseits ja nichts. Auf dem Zimmer begann ich mit der durchsicht, respektive der Lekt\u00fcre der verschiedenen Werke, aus den arkanen Werken konnte ich nichts lernen, was mich wirklich beeidruckt hatte, es war mehr ein durchbl\u00e4ttern und \u00fcberfliegen, die Anmerkungen zu der Nutzung der Kristallkugel habe ich genauer gelesen, aber auch das brachte mir in diesem Moment eher wenig. Die Werke \u00fcber die Sagen und Legenden habe ich nach Erw\u00e4hnung von, aus meiner Perspektive relevanten Individuen durchgesehen. Die Werke \u00fcber Flora und Fauna habe ich ersteinmal beiseite gelegt, einige der technischen Skizzen und Pl\u00e4ne sah ich mir genauer an. Irgendwann besuchte mich auch noch Collega Peddersen, ich zeigte ihr die verschiedenen B\u00fccher aus der Bibliothek, von denen ich ausging das sie eventuell von interesse f\u00fcr sie sein k\u00f6nnten, also das Buch \u00fcber den Br\u00fcckenbau und das Buch der Konstrukteure, sowie noch einige der Baupl\u00e4ne aus einem der anderen Werke, weiterhin \u00fcberpr\u00fcfte ich ihre Zahlen f\u00fcr die Konstruktion der Br\u00fccke, jene stimmten, wie zu erwarten war. Schlie\u00dflich erz\u00e4hlte ich ihr noch von der Wucherung an meiner Schulter und zeigte ihr diese auch. Irgendwann in der Zwischenzeit brachte die Magd noch etwas zu Essen auf das Zimmer, dem werde ich mich wohl sp\u00e4ter zuwenden. Nachdem Collega Pedderssen sich verabschiedet hatte, begann ich mit dem Studium eines der Werke \u00fcber die zwergische Feinschmiedekunst, das hat wohl die ganze Nacht in Anspruch genommen, den w\u00e4hrend ich noch mit dem Werk besch\u00e4ftigt war, wollte die Magd Fr\u00fchst\u00fcck, oder so \u00e4hnlich, hereinbringen, ich hatte zwar bemerkt das ich ein leichtes Hungergef\u00fchl hatte, aber mich darauf konzentriert ersteinmal mit dem Buch fertig zu werden, wie schnell die Zeit doch vergehen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir erreichten also Hochstieg, recht eindrucksvoll f\u00fcr ein Dorf, doch wir begaben uns zielgerichtet zu der Wasserburg von Spichbrechers, von Spichbrechers Bediensteter k\u00fcndigte ihn des\u00f6fteren an, machte ihm sichtlich freude, wahrscheinlich kann er es sich sonst nicht leisten sich so aufzuf\u00fchren. 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