{"id":4427,"date":"2013-08-24T20:01:47","date_gmt":"2013-08-24T18:01:47","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=4427"},"modified":"2013-08-24T20:06:04","modified_gmt":"2013-08-24T18:06:04","slug":"langsam-aber-bestandig-fliesen-die-flusse-zusammen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=4427","title":{"rendered":"langsam aber best\u00e4ndig flie\u00dfen die Fl\u00fcsse zusammen"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt bin ich schon ein paar Tage in dieser Stadt, die wom\u00f6glich noch gr\u00f6\u00dfer als Zorgan oder Baburin ist, auch wenn ich mich davon noch nicht so ganz \u00fcberzeugen konnte, aber Morgen werde ich endlich die Stadt sehen und auch den hiesigen Tempel des Efferd besuchen.<em> Aber der reihe nach<\/em>, denkt sich Lunaluo die sich gerade von dem Ball im Hause der Honoralds erholt und auf ihrem Zimmer in der Badewanne, im Wasser sa\u00df und nach drau\u00dfen auf die Stadt und den Sternenhimmel sah.<\/p>\n<p><em>Mein erster Eindruck dieser Stadt, war ja das ganze durcheinander, und vor allem der schreckliche Geschmack des Wassers am Hafen, das war wirklich eine Tortur, die verhinderte das ich weiter \u00fcber den Mhanadi in die Stadt schwamm, und mich dazu zwang einen anderen Weg zu finden. Meine Aufmerksamkeit wurde dann von ein paar Bewegungen in einem Fischernetz gefesselt, ich schwamm hin und besah mir den Grund der Bewegungen. Dort sah ich einige Fische, die wohl vergessen wurden in dem Netz, ich entschied mich sie freizulassen, war das Netz doch stark verheddert und niemand hatte sich um die Fische oder das Netz gek\u00fcmmert. Ich bem\u00fchte mich also das Netz zu entknoten ohne bleibenden Schaden anzurichten, doch vorher streckte ich meinen Geist aus, sodass er die Fische ber\u00fchrte und diese beruhigte, was sie auch taten. Danach dauerte es zwar noch eine Weile, aber es gelang mir die Fische zu befreien, och war das sch\u00f6n zu sehen, wie sie in die Freiheit schwammen. In der Zwischenzeit hatten mich ein paar Menschen aus dem Hafen entdeckt, ich unterhielt mich w\u00e4hrend des aufknotens des Netzes etwas mit ihnen und erz\u00e4hlte ihnen auch von meinem Begehr und den Problemen die ich mit der Prophezeieung hatte. Da traf ich dann Reonar, einen Freund von Sieghelm, Delia und Jane wie ich sp\u00e4ter erfuhr, er kennt wohl auch den Magier, von dem mir schon die anderen berichteten, vielleicht k\u00f6nnen wir diesen auch in den n\u00e4chsten Tagen noch aufsuchen.<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em>Lunaluo spielte etwas mit dem Wasser umher und griff dann nach der Kleidung die sie w\u00e4hrend des Balls trug, ein blau gef\u00e4rbter Leinenstoff, der leicht durchsichtig war und den mysteri\u00f6sen Charakter der Ozeanierin oder Neckerin darstellen sollte, durch den Schnitt wurde allerdings auch noch die Fantasie der Besucher des Balles, bez\u00fcglich ihres K\u00f6rpers geweckt, und eigentlich best\u00e4tigt. Dabei wurde das Gewand auch etwas in Mitleidenschaft gezogen, was Lunaluo nun wieder versuchte in Ordnung zu bringen, w\u00e4hrend Sie sich wieder an ihren ersten Tag in Khunchom erinnerte.<\/p>\n<p><em>Reonar f\u00fchrte mich dann auch gleich weg aus dem Hafengebiet und enth\u00fcllte sich mir als der Fuchs aus der Prophezeiung, nun da er die anderen kennt, und mir nichts angetan hat, traue ich ihm und halte es durchaus f\u00fcr m\u00f6glich das er der Fuchs ist. Er berichtete mir dann w\u00e4hrend unserers Weges zu seinen Dienstherren das diese mich wohl gerne einladen w\u00fcrden f\u00fcr einen Ball, nun warum nicht, an einem Ball habe ich schlie\u00dflich noch nie teilgenommen dachte ich mir und da es sich dabei wohl um eine Feierlichkeit handelte k\u00f6nnte ich auf diese Art eventuell etwas \u00fcber Yantuu&#8217;as Verbleib herausfinden. Die Dienstherren von Reonar waren auch sehr nett, ich wurde gleich aufgenommen und mir wurde ein Zimmer angeboten, auch etwas das wohl f\u00fcr das Abendessen an Kleidung passend war, wurde mir zur Verf\u00fcgung gestellt, wobei ich fand, das die Kleidung eher ung\u00fcnstig war, an laufen war nicht wirklich zu denken und das speichern von Wasser war auch nicht als zu ideal, aber sch\u00f6n anzusehen war dies blausilberne Kleid ja schon. Beim Abendessen unterhielt ich mich dann etwas mit Hiranor und Lucia Honorald, so hie\u00dfen n\u00e4mlich die Gastgeber. Mir wurde mehr \u00fcber den Ball erz\u00e4hlt und es wurde beschlossen, das ich in einem Badezimmer, das entsprechend hergerichtet wird die G\u00e4ste empfangen und mich mit ihnen unterhalten sollte, nachdem ich etwas vorgesungen habe, und sie ganz begeistert davon waren habe ich mich freudig auch dazu bereiterkl\u00e4rt auf dem Ball noch etwas zu singen. Die Speisen und Getr\u00f6nke die aufgetischt wurden, kannte ich nicht, probierte diese aber neugierig. Eigentlich wollte ich mich ja in den n\u00e4chsten Tagen in der Stadt umsehen, wurde dann aber \u00fcberzeugt, das es f\u00fcr den Ball und die mysteri\u00f6se-exotische Stimmung besser w\u00e4re, wenn ich das Geb\u00e4ude ersteinmal nicht verlassen w\u00fcrde, da das einleuchtend klang und es sich um neue Freunde handelte willigte ich ein und verbrachte die Zeit gr\u00f6\u00dftenteils auf meinem Zimmer. \u00dcber die Tage unterhielt ich mich \u00f6fters mit Reonar und Nantua, einer weiteren neuen Freundin.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Ball n\u00e4herte sich unerbittlich, ich \u00fcbte mich etwas in der Kunst des Gesanges und Nantua lehrte mich etwas den Umgang mit den G\u00e4sten, unter anderem das ich die Leute die mich ber\u00fchren wollte mit Wasser bespritzen sollte, aber dazu sp\u00e4ter mehr. Reonar holte mich ab, nachdem ich mich angekleidet hatte, in diese seltsame tulamidische Festkleidung, die von den Gastgebern gew\u00fcnscht war, zumindest war sie gut in der Lage Wasser aufzunehmen und der Schleier w\u00fcrde auch mein Gesicht mit k\u00fchlem Nass bedekcen, wenn ich aus dem Becken \u00fcber der Wasseroberfl\u00e4che herausschaute. Alles in allem waren es sehr sch\u00f6ne Dekorationen die ich gesehen habe, nur wie es in den anderen R\u00f6umen aussah wusste ich nicht, da ich mich den Ball \u00fcber nur in dem hergerichteten Baderaum aufhielt. Dort empfing ich dann die verschiedenen G\u00e4ste und unterhielt mich mit ihnen, ich sang ein paar alte albernische Lieder und ein Kinderlied der Necker, an das ich mich noch von fr\u00fcher erinnerte. Ein Gast bot an, das ich doch mit einem seiner Schiffe gen Praios fahren k\u00f6nnte um dort nach meiner Mutter zu suchen. Wobei ich dazu erw\u00e4hnen sollte, das keiner der G\u00e4ste von einem Aufenthalt meiner Mutter in dieser Stadt wusste. Eine Frau namens Alyssia, die wenn ich so daran denke dem Luftelementar der mich hergetragen hatte doch erstaunlich \u00e4hnlich aussah, nun gut sie war nicht ganz so luftig und ihr Unterk\u00f6prer, naja der ganze K\u00f6rper war dem Humus zuzuordnen, aber dennoch eine \u00c4hnlichkeit war da. Interessant war auch das Ihr Gatte, auf den gleichen Namen lautete wie der Kr\u00e4utersammler den ich in Mahtabs W\u00e4ldern traf, oder der mich traf, Lechmin ai Battuhzen, hatte er nicht gesagt ich w\u00fcrde hilfe hier finden?<\/em><\/p>\n<p><em>Aber es gab auch negatives, ein durch den Trunk all zu st\u00fcrmisch gewordener Gast wollte mich ber\u00fchren, ich erinnerte mich an das was mir Nantua gesagt hatte und versuchte sein Gem\u00fct durch etwas Wasser zu k\u00fchlen, da dies nichts half und es ihm wirklich wichtig war, und er ansonsten als n\u00e4chstes im Wasser gelandet w\u00e4re, was r\u00fcckblickend wahrscheinlich besser gewesen w\u00e4re, begab ich mich zu diesem und bot ihm meine Hand, damit er mich kurz ber\u00fchren k\u00f6nne, so wie er es wollte. Wie redeten kurz miteinander w\u00e4hrend seine H\u00e4nde \u00fcber meine Hand und meinen Arm, \u00fcber den Hautschleier wanderten und er mich zu ihm ziehen wollte, seinen Blick auf meinen Oberk\u00f6rper gerichtet, ich versuchte mich dem Griff zu entwenden, was dazu f\u00fchrte das er seinen Griff verst\u00e4rkte, dabei erw\u00e4hnte ich das er mir weh tat und versuchte weiterhin mich aus seinem Griff zu l\u00f6sen, dabei wurde dann auch meine Kleidung ramponiert und mein Schleier l\u00f6ste sich. Als n\u00e4chstes fiel er auf mich in das Wasser, sein Freund konnte ihn nicht mehr halten. Dieser Freund von ihm entschuldigte sich auch bei mir und bat um Verzeihung, vorher hatte er noch veruscht seinen Freund zu \u00fcberzeugen das es doch langsam reicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Damit endete der Ball f\u00fcr mich auch, nachher besuchte mich kein Gast mehr, aber Nantua und Reonar warteten mit ihr in dem Raum, wobei Nantua zuerst eintraf und nach einem kurzen Gespr\u00e4ch mit mir ziemlich w\u00fctend auf Reonar war, und diesen suchte, sp\u00e4ter aber waren die beiden sehr gl\u00fccklich. In dem Gespr\u00e4ch mit Nantua musste ich dieser noch versprechen das ich sehr vorsichtig sein werde, ich dachte das ich das schon war, aber ich werde in Zukunft wohl noch vorsichtiger sein. Mir wurde dann noch von den Honoralds angeboten die n\u00e4chsten Tage als Ihr Gast zu verbringen. Das nahm ich auch an, wollte ich doch noch den Efferdtempel sehen und mich mit einigen der G\u00e4ste vom Ball treffen und weitere Erkundigungen \u00fcber den m\u00f6glichen Aufenthaltsort von Mutter einziehen.<\/em><\/p>\n<p>Lunaluo die in der Zwischenzeit beim richten der Kleidung gro\u00dfe Fortschritte gemacht hatte, stieg aus der Wanne und schritt mit der Kleidung \u00fcber den Arm geworfen zum Fenster und blickte auf die belebte Khunchomer Stra\u00dfe hinaus, <em>morgen werde ich auf diesen Stra\u00dfen wandern, <\/em>dachte sich Lunaluo, zog sich aber kurz darauf wieder von dem Fenster zur\u00fcck als ihre nasse und entbl\u00f6\u00dfte Haut von einem k\u00fchlen Wind gestreift wurde.<\/p>\n<p>Was dazu f\u00fchrte, das die Neckerin sich wieder der Wanne zuwand und erneut in das Wasser tauchte, nach einiger Zeit durchbrachen ihr Gesicht und ihre Arme wieder die Wasseroberfl\u00e4che und begannen weiter an der Kleidung zu arbeiten, sie unterbrach ihre Arbeit immer wieder um in den Sternenhimmel zu blicken und den Ger\u00e4uschen der Stadt zu lauschen. Dies tat sie bis in die fr\u00fchen Morgenstunden, als sie endlich mit ihrer Arbeit zufrieden war.<\/p>\n<p>An dem Tag als Luna sich in der Stadt endlich umsehen konnte, wurde sie von Reonar begleitet, ihr Weg f\u00fchrte sie zu dem Basar, zu einem treffen mit dem Freund eines der H\u00e4ndler der ihr anbot sie in den S\u00fcden mitzunehmen, damit sie dort nach ihrer Mutter suchen k\u00f6nnte, danach f\u00fchrte sie ihr Weg zum Hafen, hinein in den Tempel der Neun Fl\u00fcsse, wo sich Luna nach ihrer Mutter bei den hiesigen Dienern Efferds erkundigte. Sie wurde auf den n\u00e4chsten Tag vertr\u00f6stet, wollten sie doch ersteinmal alles vorbereiten um ihren Gott um Erkenntnis zu ersuchen. Zum Schluss wandelten die beiden zu dem Anwesen von Alyssia und Lechmin ai Battuhzen, Luna unterhielt sich lange mit Alyssia, w\u00e4hrend Lechmin sich anbot Reonar durch das Anwesen zu f\u00fchren, was wohl recht fesselnd gewesen sein muss, denn es dauerte eine ganze weile bis die beiden wieder zu ihnen stie\u00dfen.<\/p>\n<p>Luna wurde nahegelegt die Nacht in dem Heim der ai Battuhzens zu verbringen, was sie in anbetracht der tatsache, das beide wohl einiges \u00fcber den verbleib ihrer Mutter wussten, auch tat. In der Nacht, dem darauffolgenden Tag und in der folgenden Nacht, lernte Luna vieles f\u00fcr sie neues. Am Tag darauf ging sie dann auch mit Alyssia zum Efferdtempel um sich dem Spruch Efferds zu lauschen, der Tempel war gut besucht und Luna wurde offenbart,<em> das ihre Suche, wenn sie sich dem Schutze der Hand Efferds auch weiterhin anvertraue, bald ein Ende finden m\u00f6ge, doch wenn eine Reise endet, so sei dies normalerweise der Anfang einer neuen Reise, denn nichts st\u00fcnde wirklich still<\/em>.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter am gleichen Tage kammen dann auch Reonar und Nantua, die beide beschlossen Lunaluo zu begleiten zum Anwesen der ai Battuhzens es wurde beschlossen am Tag darauf mit einem Schiff aufzubrechen und gen Praios zu segeln. Bis sie an einer Plantage ank\u00e4mmen und von dort aus den Weg in die Stadt zu betreten in der Lunas Mutter zu finden sei.<\/p>\n<p>So machten sich am Tag darauf Reonar, Nantua und Lunaluo auf nach Aimar-Zahbar um das Schiff, einen kleinen Einmaster, mit dem Namen &#8222;<em>Die T\u00e4nzerin<\/em>&#8220; zu besteigen, die Mannschaft war auch gerade zu winzig, aber viele Angeh\u00f6rige der V\u00f6lker Aventuriens waren auf dieser vertreten, sie wurden nett aufgenommen und segelten aus dem Hafen hinaus auf das Meer, der gesuchten Stadt entgegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt bin ich schon ein paar Tage in dieser Stadt, die wom\u00f6glich noch gr\u00f6\u00dfer als Zorgan oder Baburin ist, auch wenn ich mich davon noch nicht so ganz \u00fcberzeugen konnte, aber Morgen werde ich endlich die Stadt sehen und auch den hiesigen Tempel des Efferd besuchen. 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