{"id":4272,"date":"2013-07-05T01:09:57","date_gmt":"2013-07-04T23:09:57","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=4272"},"modified":"2013-07-05T01:18:53","modified_gmt":"2013-07-04T23:18:53","slug":"wissen-wissen-und-verarbeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=4272","title":{"rendered":"Wissen, Wissen und Verarbeitung"},"content":{"rendered":"<p>Wir ritten weiter durch Delias Gedankenwelt, die sich wiederholenden Muster wurden immer h\u00e4ufiger wahrgenommen. Nach einiger Zeit erreichten wir ein weidensches Herrenhaus, eine alte Frau die wohl die Herrin des Hauses war, begr\u00fc\u00dfte uns, ihr Mann war gerade nicht zugegen, da er mit seinem Tagewerk besch\u00e4ftigt war, sie sorgten sich um den nahenden Winter und das nicht gen\u00fcgend Nahrung da sein werde, um das ganze prozedere abzuk\u00fcrzen lie\u00df ich einfach einen gro\u00dfen Berg an g\u00fcldenen M\u00fcnzen hinter mir erscheinen, leider l\u00f6ste sich die Szenerie nicht auf, naja was solls, wir wurden zum Essen geladen, was zwar etwas albern war, aus unserer Perspektive, aber es brachte mich auf die Idee, den dargereichten Tee in hochpotente Zaubertr\u00e4nke zu wandeln, die Astralen Kr\u00e4fte die mir dadurch zug\u00e4nglich wurden, waren um ein vielfaches h\u00f6her, als alles was ich bisher kannte, die normale Haltef\u00e4higkeit meines Astralcorpus war um ein vielfaches \u00fcberschritten, was mich sp\u00e4ter auf einige Ideen brachte. Wir brachen dann auch kurz darauf wieder auf, ich ver\u00e4nderte das Pferd noch in ein angemesseneres Transportmittel, einen fliegenden Teppich, nach dem wir etwas geritten\/geflogen waren, erreichten wir wieder das Herrenhaus. Azina spie\u00dfte die, uns schon bekannte, Herrin des Hauses, namens Alwine, mit ihrem Speer auf, ich besah mir die Gegend von oben, Sieghelm war au\u00dfer sich, ich holte Alwine zur\u00fcck, Azina erspie\u00dfte sie erneut, ich holte sie wieder zur\u00fcck, ich erschuf einen tr\u00e4umerischen g\u00f6ttlichen Fingerzeig, und holte den Mann des Hauses, namens Kolkja, her, w\u00e4hrend Sieghelm in dem Haus mit Alwine war. Azina und ich redeten mit Kolkja, anscheinend war seine alte Frau verstorben und er forschte daran ihr das Leben zur\u00fcckzugeben, nun ich erweckte sie kurzerhand einfach wieder, sic! Das war nun schon die vierte Person die ich hier ins Leben zur\u00fcckgerufen habe, was wohl Boron von Nekromantie in einem Traum h\u00e4lt? Ich \u00fcberredete das von mir geschaffene karmale Wesen, das k\u00f6nnte interessant werden in Diskussionen mit meinen Collegen \u00fcber die Magierphilosophie, uns einen genaueren Fingerzeig zu geben, was dieser auch tat. In dem Keller des Geb\u00e4udes war ein, sehr, sehr, sehr amateurhafter Altar der Tijakool gewidmet sein sollte, f\u00fcr jemand der in diesem Bereich forschen wollte, war das wirklich grauenhaft, naja Magie ist halt keine Wissenschaft f\u00fcr Laien. Somit w\u00fcrde ich sagen der einzige Frevel den Kolkja begann, d\u00fcrfte ein Frevel gegen den guten Geschmack bei D\u00e4monenalt\u00e4ren gewesen sein. Jedenfalls zog sich das auch hin und her, die anderen beginnen mich noch st\u00e4rker zu langweilen mit ihren unn\u00f6tigen gepl\u00e4nkel, und Sieghelm mit seiner Marotte das alles feins\u00e4uberlich nach ihm gehen muss, selbst wenn er die am wenigsten qualifizierte Person ist, was er in diesem fall definitiv ist. Man hat mich immerhin pers\u00f6nlich wegen meiner Expertise einfliegen lassen, er trottete nur mit den anderen Delia hierher hinterher. Ich holte einfach den Kaiser des Jahres 978 BF, den um dieses Jahr handelte es sich laut Kolkjas hier, her und zwar um Reto von Gareth, r\u00fcckblickend h\u00e4tte ich Fran-Horas oder Rohal interessanter gefunden, naja sei es drum. Reto wurde von Azina, ebenfalls, niedergespie\u00dft, und von mir wieder zur\u00fcckgeholt, nun also Nummer 5, und von uns dann um eine Entscheidung bez\u00fcglich des, nunmehr, doppelten Traviabundes von Kolkja befragt, da mir auch das zu lange dauerte, \u00e4nderte ich einfach die Vergangenheit des Traumes, und bestimmte das die Frau von Kolkja nie starb sondern nur in eine Art Koma fiel aus der ich sie erweckte, der Altar und die, f\u00fcr mich schmerzhaften Forschungen, w\u00e4re mir momentan danach h\u00e4tte mich das bestimmt vor lauter Lachen vom Teppich geworfen, waren dementsprechend nie passiert, Kolkja ging nie den Bund mit Alwine ein und alles l\u00f6ste sich in Wohlgefallen, Reto verlie\u00df uns, auch wenn ich vorher noch eine kleine Idee mit ihn ansprechen konnte, zuschade nur das sich wohl niemand von den von Gareths au\u00dferhalb des Traumes daran wird erinnern k\u00f6nnen. Da mich Sieghelms Einw\u00fcrfe langsam anfingen zu st\u00f6ren erschuf ich ein paar Brillen die den Blick auf den Traum und die vorgenommenen Ver\u00e4nderungen erlaubten. Wir folgten weiter unserem Weg, den ich sp\u00e4ter auch wieder in einen gelben Backsteinweg wandelte, in der Zwischenzeit eignete ich mir Delias Erinnerungen an, was mir im Prinzip \u00fcberhaupt nichts brachte, da die f\u00fcr mich interessanteren Erinnerungen verhehlt waren, das einzige was ich erfuhr waren jede Menge unbedeutende Profane Erinnerungen, auf die ich zu einem gro\u00dfen Teil auch h\u00e4tte verzichten k\u00f6nnen. Dann \u00e4nderte ich noch die Menge an Astraler Energie die ich zu Verf\u00fcgung hatte und machte diese Menge infinit, dazu erweiterte ich noch meine arkanen F\u00e4higkeiten in dem ich die Freizauberei umsetze, das f\u00fchrte zu interessanten Anwendungen der Magie, durchscheinende W\u00e4lder, gepflasterte Wege, verwandelte Gef\u00e4hrten, Charismatischere Lehrkr\u00e4fte undso weiter. Sp\u00e4ter trafen wir noch auf eine kleine Delia, ich erinnerte mich durch Delias Erinnerungen an diese Zeit ihres Lebens, nichts bedeutendes, meiner Meinung nach, geschah damals, auch hier dauerte es mir zu lange, meine Gef\u00e4hrten scheinen eine F\u00e4higkeit daf\u00fcr zu haben Sachen in die L\u00e4nge zu ziehen, ich gew\u00e4hrte Delias j\u00fcngerer Darstellung Zugang zu ihren Erinnerungen, R\u00fcckblickend nicht die beste Idee, aber ich zweifle daran das Liv dadurch wirklich neues erfahren h\u00e4tte, das Gespr\u00e4ch gestalltete sich aufjedenfall als Angenehmer mit dem Geiste der erwachsenen Delia. Sieghelm hatte die Tr\u00e4ne Tsas die ganze Zeit bei sich, ach nur einmal w\u00fcrde ich mit Leuten zusammen arbeiten wollen die ihr Metier verstehen. Wir verlie\u00dfen den Traum, achja Azina zeigte ihr possierliches Gesicht, mit recht interessanter Wirkung sowohl auf Delia als auch Sieghelm, ich verwandelte sie wieder in ihr normales Erscheinungsbild zur\u00fcck. Danach verlie\u00dfen wir den Traum. Und es wurde uns schnell gewahr wer in der Gestalt der kleinen Delia, die uns hinterher, oder voraus kam, da Sieghelm mit ihr zusammen zuerst die Traumwelt verlie\u00df, ich verlie\u00df sie als letztes um mit den mir gegebenen Kr\u00e4ften noch schnell eine sch\u00fctzende Mauer aus Magie, vor arkanem Wirken gegen\u00fcber Delias K\u00f6rper und Geist zu ziehen. Liv hatte uns in der kleinen Gestalt Delias nach drau\u00dfen begleitet, sie ist wohl als geh\u00f6rnter D\u00e4mon einzustufen, nunja viel hatte sie nicht von ihrem Aufenthalt in Mahtab, w\u00e4hrend die anderen sie ablenkten bereitete ich einen Exorcismus vor und schickte Liv \u00fcber das Pentagramm in die Niederh\u00f6llen zur\u00fcck, hmm ob ich wohl irgendwie noch an den wahren Namen von Liv heran kommen k\u00f6nnte?<\/p>\n<p>Danach half ich bei den Vorbereitungen des Hexenfestes, nun mir war nicht nach feiern zumute, aber zumindest konnte ich gen\u00fcgend aus den mir dagereichten Informationsbrocken destillieren, vor allem im Zusammenhang mit meinen anderen Informationsquellen, um einige erkenntnisse zu gewinnen. Zuerst wurde die gro\u00dfe Feuerstelle dreimal umrundet, dabei wurde gesungen, der Kreis wurde geschlossen, die Himmelsrichtungen wurden angerufen, die Ahnen wurden gerufen und auch Sumu wurde angerufen. Danach verbrannten die Hexen verschiedenste Kr\u00e4uter, darunter Beifu\u00df, Myrrhe, Weihrauch und anderes, anschlie\u00dfend sprach Isaria und erz\u00e4hlte etwas \u00fcber Feuer und Eis, was mir dank einiger Erinnerungen und meines Wissens vertraut war, dabei minderte sich die Leuchtkraft des Feuers um anschlie\u00dfend wieder zuzunehmen. Danach wurden Zettel mit W\u00fcnschen und anderem verbrannt, ich schlo\u00df mich diesem Brauch an, aus verschiedenen Gr\u00fcnden, erstens k\u00f6nnte es meine Beziehungen zu den Hexen bessern, wenn ich an ihrem Brauchtum teilnehme und ihnen somit meinen Respekt gegen\u00fcber ihrer Tradition zeige und zweitens, kann ja sein das es funktionierte, ich kritzelte ein paar kleine w\u00fcnsche schnell auf ein paar Seiten Pergament, das \u00fcbliche halt, magische Macht, mehr Wissen, Alterlosigkeit, eine Seelenverwandte, das ge\u00f6ffnete Ea&#8217;Myr, ein vollst\u00e4ndiger Familienstammbaum, das aufbl\u00fchen meines Reiches, ruhe bei meinen Studien und dergleichen, neben den Zetteln warf ich auch noch mein Traviaamulett in die Flammen, bisherige Experimente zeigten keine Spuren einer Zerst\u00f6rung durch Feuer, dementsprechend erwarte ich auch hier kein anderes Ergebnis, aber alle anderen Experimente erfolgten in einem kleineren Rahmen, es d\u00fcrfte wohl noch bis morgen dauern, bis ich das Amulett zur\u00fcck holen kann. Kalkarib zerbrach Delias Wanderstab, er wei\u00df bestimmt nicht das der Stecken keinerlei Macht hatte. Danach ging der Gesang und Tanz weiter, auch wir, die wir bislang au\u00dfen sa\u00dfen und uns mit einigen anderen unterhielten wurden dazu gebeten, wiedermal zeigte ich meinen Respekt gegen\u00fcber ihren Traditionen und partizipierte. Wir tanzten und der Kreis wurde erneut geschlossen, zwischen durch verschwanden immer mal wieder einzelne Hexen in Paaren oder kleineren Gruppen in den Wald, ohne Delias Erinnerungen h\u00e4tte ich vermutet um Wissen auszutauschen, aber so scheinen sie sich nur belangloser Wollust hingegeben zuhaben. Bald darauf endete das Fest und Ritual, wir begaben uns in das Dorf zur\u00fcck, wobei Azina im Wald blieb.<\/p>\n<p>Im Gasthaus angekommen begab ich mich auf mein Zimmer, wo ich einen Brief fand, der an mich adressiert war, in dem Brief fand ich dann auch mein Traviaamulett, was mich verwunderte, das Amulett hatte ich erst vor einigen Stunden in das Feuer geworfen, was noch ziemlich hei\u00df brennen sollte, der Brief erwischte genau den richtigen Ton, um meine Gef\u00fchle, die durch Delias Erinnerungen, eher noch schlimmer den besser geworden waren, um mich etwas zu bes\u00e4nftigen, ja gar etwas aufzuheitern, wenn man so sagen will, der Brief wurde von jemand geschrieben der mich zu verstehen schien. Gezeichnet war er mit einem L.a.B.s\u00e2l Al&#8217;Aschtrani, der mit den Worten endete ich werde die richtige schon im Zentrum des Kontinents gefunden haben werden. Der Brief ber\u00fchrte mich sosehr, das sich Tr\u00e4nen den Weg \u00fcber meine Lieder freibrach, es dauerte eine Zeit bis ich mich soweit fassen konnte um das sinnigste aus der Situation zu machen und die verbliebenen Tr\u00e4nen in einem Gef\u00e4\u00df f\u00fcr alchimistische Studien sammeln zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zur gleichen Zeit in Khunchom, im Anwesen von Lechmin ai Battuzhen:<\/strong><\/p>\n<p>Lechmin der vor kurzem wieder nach hause kamm, blickte in ein silbernes Bassin in dem sich im Wasser das Madamal spiegelte, im n\u00e4chsten Augenblick verblasste das Madamal und etwas anderes erschien in dem Wasser, ein Mensch war zusehen, so als blicke jemand in eine stille Wasserfl\u00e4che und man k\u00f6nnte sein Spiegelbild erhaschen. Es handelte sich um einen jungen Tulamiden mit vereinzelten wei\u00dfen Str\u00e4hnen der gerade eine Nachricht, mit seinen tiefen grauen Augen, las, Lechmin konnte nicht nur sp\u00fcren das dieser sehr aufgew\u00fchlt war, er wusste es auch ohne den Zauber, nur allzu gut, auch wenn es in der Vergangenheit lag. Lechmin setzte mittels seiner selbstschreibenden Feder, die er vor, naja beinahe Jahrhunderten, k\u00f6nnte man beinahe sagen, erhalten hatte, f\u00fcr einen kleinen Spazier- und Botengang, einen Brief an eine alte Bekannte, die im Prinzip soetwas wie ein Familienmitglied mittlerweile war, auf, der Brief war an eine gewisse I. gerichtet, es ging um das \u00fcbersenden eines Anh\u00e4ngers aus Holz den Lechmin wohl vergessen h\u00e4tte, auf einem gro\u00dfen Platz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir ritten weiter durch Delias Gedankenwelt, die sich wiederholenden Muster wurden immer h\u00e4ufiger wahrgenommen. 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