{"id":4021,"date":"2013-05-17T22:29:35","date_gmt":"2013-05-17T20:29:35","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=4021"},"modified":"2013-12-28T15:15:20","modified_gmt":"2013-12-28T14:15:20","slug":"depesche-an-professor-davidio-berlinghan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=4021","title":{"rendered":"Depesche an Professor Davidio Berlingh\u00e2n"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #008000;\">An: Professor Davidio Berlingh\u00e2n, Zw\u00f6lfg\u00f6ttliche und Kaiserlich-Bosparanische Hohe Schule der Wissenschaften und Lehren der zw\u00f6lfg\u00f6ttlichen Lande, Nandus-Schule, Fakult\u00e4t der Sprachwissenschaft, Institut der Geschichtswissenschaften, Abteilung der N\u00f6rdlichen Landen, Methumis<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"wap_niamad\" alt=\"\" src=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/wap_niamad.gif\" width=\"170\" height=\"216\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Professor Berlingh\u00e2n,<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>im Jahre 1025 BF schrieb ich bei ihnen einmal eine Commentatio \u00fcber sagenhafte Orte in den Regionen Andergast\u2019s und Nostria\u2019s. Die zahlreichen Disputationes mit ihnen und Seiner Hochw\u00fcrden Alexandrian Bergamotte \u00fcber die Possibilitas einer Lokalisierung des Perlmutt-Tempels im Thuransee sind mir noch in allerbester Memoratio.<\/p>\n<p>Nun ergab sich vor wenigen Tagen eine andere gar famose Superoccupara. Tief in den W\u00e4ldern Nostrias stie\u00df ich auf die Reliqiae der Stadt Thunata. Sie k\u00f6nnen sich vorstellen, welche Agitatio mich ergriff. Beiligend zu diesem Scriptium, in dem ich ihnen einen Consummatio \u00fcber meine Agnitiones gebe, liegt eine von mir angefertigte Pictura, die ihnen einen schnellen \u00dcberblick verschaffen soll. Ich kann mir vorstellen, dass sie meine Versiones schwer glaubhaft empfinden werden, doch habe ich Apodixis und Testis. Doch nun zu meinen Agnities:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Legenden \u00fcber Thunata m\u00f6gen erst mit ihrem Untergang um 850 BF beginnen, doch der Grund beginnt schon gegen 623 BF. Zu dieser Zeit hat ein Elfen-Vampier den Posten des Hohepriesters der G\u00f6ttin Travia an sich gerissen. Wie meine Funde zeigen auf geheime Weise und nicht \u00f6ffentlich. Ein verwirrender Gedanke, dass niemand in der Stadt in den folgenden 200 G\u00f6tterl\u00e4ufen etwas davon mitbekommen haben soll. Zu irgendeinem Zeitpunkt in diese Spanne \u2013 ich vermute jedoch erst ab ungef\u00e4hr 830 BF \u2013 begann man unter dem Tempel der Gro\u00dfen Mutter, wo sich ein geheimes H\u00f6hlensystem befindet, entf\u00fchrte Elfen zu opfern, vermutlich als Nahrungsquelle des Vampiers. Zu diesem Zeitpunkt muss schon die uns bekannte Magierin Regina sich in Thunata niedergelassen haben. Die oben erw\u00e4hnte Pictura ist von ihrem Turm aus angefertigt worden, daher ist dieser nicht auf der Skizze verzeichnet. In den Jahren um 850 BF muss der Herrin Travia das d\u00e4monische Handeln in ihrem Haus zu viel geworden sein.<\/p>\n<p>Die folgenden Ereignisse sind mir leider nur unzul\u00e4nglich bekannt und sind nur rekonstruiert.<\/p>\n<p>Die Gro\u00dfe Mutter scheint ein Raum-Portal ge\u00f6ffnet zu haben, eventuell sogar ein Zeit-Portal. Aus diesem, im Travia-Tempel befindlich, str\u00f6mten ihr ergebene Krieger, eines mir unbekannten Volkes. Der ganze Stamm scheint den Kriegern gefolgt zu sein. Diese t\u00f6teten die gesamte Bev\u00f6lkerung, mit Ausnahme der unschuldigen Regina, die Forschungen \u00fcber den Stamm anstellte. Im Folgenden m\u00f6chte ich, der Magierin folgend, diesen als \u201cNeanderthaler\u201d bezeichnen. Die Neanderthaler scheinen eine Kreuzung aus humanoiden Wesen \u2013 Menschen gar \u2013 und Affen zu sein. Seltsamer Weise sprechen sie eine Abart des Orkischen, ohne physonomisch mit diesen sich zu \u00e4hneln. Es ist an dieser Stelle dringend zu erw\u00e4hnen, dass die Neanderthaler kulturschaffend sind! Die Magierin meint in ihnen eine Art \u201cVormensch\u201d zu sehen, eine Hypothese, die ich nicht so unterst\u00fctzen m\u00f6chte, da sie der G\u00f6tterlehre widerspricht. Trotzdem verdient es dieses Volk n\u00e4her untersucht zu werden. In den etwa 180 G\u00f6tterl\u00e4ufen seit ihrem Erscheinen scheinen sich die Neanderthaler nicht wirklich weiterentwickelt zu haben. Sie besitzen jedoch eine gro\u00dfe Gottesf\u00fcrchtigkeit \u2013 sie kennen alle 12 G\u00f6tter \u2013 vor allem der Gro\u00dfen Mutter gegen\u00fcber. Sie sind ein grunds\u00e4tzlich friedliches Volk, das in einer matrilinearen Hierachie zu leben scheint.<\/p>\n<p>Sollten sie und ihre Abteilung an einer N\u00e4heren Erforschung interessiert sein, so bitte ich sie mir eine Antwort zukommen zu lassen. Da ich mich weiterhin in den andergast-nostrischen W\u00e4ldern aufhalte sollten sie diese Antwort an Admiral Rateral XIII Sanin zu Havena zukommen lassen, er kennt am ehestens meine Aufenthaltsorte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich verbleibe mit ergebenen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Ihr Bermhoin Guileagh Rwadh Ui Niamad, Absolvent der Tsa-Schule zur Universit\u00e4t zu Methumis, Edler des Albernischen K\u00f6nigshofes<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An: Professor Davidio Berlingh\u00e2n, Zw\u00f6lfg\u00f6ttliche und Kaiserlich-Bosparanische Hohe Schule der Wissenschaften und Lehren der zw\u00f6lfg\u00f6ttlichen Lande, Nandus-Schule, Fakult\u00e4t der Sprachwissenschaft, Institut der Geschichtswissenschaften, Abteilung der N\u00f6rdlichen Landen, Methumis &nbsp; Sehr geehrter Herr Professor Berlingh\u00e2n, &nbsp; im Jahre 1025 BF schrieb ich bei ihnen einmal eine Commentatio \u00fcber sagenhafte Orte in den Regionen Andergast\u2019s und Nostria\u2019s. 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