{"id":3924,"date":"2013-05-13T14:15:56","date_gmt":"2013-05-13T12:15:56","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=3924"},"modified":"2013-05-14T12:34:52","modified_gmt":"2013-05-14T10:34:52","slug":"die-geburt-eines-namens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=3924","title":{"rendered":"Die Geburt eines Namens"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Spichbrecher-Wappen-Wei\u00df1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-1406\" alt=\"Spichbrecher-Wappen-Wei\u00df\" src=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Spichbrecher-Wappen-Wei\u00df1.png\" width=\"86\" height=\"102\" \/><\/a>Sieghelm ritt zusammen mit den anderen in Richtung Firun, mit jedem Schritt den sie taten, wurde die Luft reiner und wohlriechender, denn der Weg f\u00fchrte in das Kaiserreich &#8211; bald w\u00fcrde er dieses f\u00fcr ihn leidlich gewordene Land verlassen. Sieghelm war froh, denn bald w\u00fcrde er wieder darpatische Wiesen unter seinen F\u00fc\u00dfen sp\u00fcren k\u00f6nnen. Die Heimat war nicht mehr weit. Doch vorher galt es einen Abstecher zu Delias Heimat zu machen. &#8218;Nur einen Tag Umweg&#8216; hie\u00df es. &#8218;Was sollte schon gro\u00df passieren?&#8216; dachte sich der Krieger. Mit vor Stolz angeschwollener Brust und Rondras ehrbarem Schwert mit dem bosparanischen Namen <em>&#8218;Custos tonitrus honoris&#8216;<\/em> auf dem R\u00fccken, w\u00fcrde sich nichts und niemand mehr freiwillig in Sieghelms Weg stellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die letzten Tage waren denkw\u00fcrdige Tage &#8211; Sieghelm war nicht nur Sieger der Turnei, sondern auch noch Empf\u00e4nger des pr\u00e4chtigen Anderthalbh\u00e4nders, welches von der Donnernden selbst nach Dere gesandt wurde um nun endlich in den H\u00e4nden des tapferen Streiters gehalten zu werden. Auch wenn er den finalen Kampf gegen den Rondrageweihten verloren hatte, so war es dennoch ein guter und ehrvoller Zweikampf zu Ehren der streitenden G\u00f6ttin. Sieghelm hatte ihr seinen Mut, seine St\u00e4rke und seinen schier unersch\u00f6pflichen Willen nach einem ehrvollem Kampf unter Beweis gestellt. Sein Geist war rein, er war bereit ihr Schwert und Schild auf Dere zu werden und so lange zu K\u00e4mpfen bis das der letzte Tropfen Blut in ihren Namen vergossen wurde. Junker Sieghelm Gilborn von Spichbrecher war bereit &#8211; neuer Mut floss durch seine kampfgest\u00e4hlten Muskeln &#8211; bereit sich jedem Gegner entgegenzustellen den die Diener des B\u00f6sen ihm wagten entgegen zu stellen. Mit dem Anderthalbh\u00e4nder in der Hand und dem Mut von hundert Kriegern in den Adern w\u00fcrde er stets vorrangehen, Sieghelms Rolle in dieser Welt war gezeichnet, sein Schicksal geschrieben. Nun war es an der Zeit diesen Weg zu beschreiten und dabei Ruhm und Ehre zu mehren, doch nicht im Namen des Hauses Spichbrecher &#8211; sondern im Namen Rondras!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Ich brauche einen neuen Namen &#8230; &#8222;<\/em> fl\u00fcsterte Sieghelm seinem Dackel Pagol zu als die Reisegruppe Unterwegs eine Rast machte. Die Heimat von Delia sollte nur noch wenige Stunden entfernt sein. Sieghelm sa\u00df auf einem Stein und strich mit der Hand and\u00e4chtig \u00fcber die Klinge des Schwerts. Die anderen waren gerade zu sehr mit sich selbst besch\u00e4ftigt um den Monolog des Kriegers mitzubekommen. Selbst Rondrian, der neue Waffenknecht des Herrn war gerade etwas Abseits mit der Waffenpflege besch\u00e4ftig. Pagol schn\u00fcffelte an der Klinge.<em> &#8222;Nein, nicht f\u00fcr das Schwert &#8230; Pagol.&#8220;<\/em> raunte er leise. <em>&#8222;F\u00fcr mich!&#8220;<\/em> Pagol sah etwas verwirrt zu seinem Herrchen auf und legte den Kopf schief. <em>&#8222;Mit dem &#8218;Donnernden W\u00e4chter der Ehre&#8216; in meinen H\u00e4nden, werde ich nicht mir oder meiner Familie, sondern der Leuin Ehre bringen, und das kann ich nur wenn ich einen Kampfnamen habe und den Namen Spichbrecher ablege &#8230;&#8220;<\/em> Sieghelm strich wieder \u00fcber die Klinge und schloss die Augen. Seine H\u00e4nde umschlossen dabei die Schneide, er ersp\u00fcrte seine innewohnende Kraft, sein loderndes Feuer und seine donnernde, bebende St\u00e4rke. Mit diesem Schwert w\u00fcrde er \u00fcber all jene die es Wert waren wachsam sein, bis die Leuin beschloss ihn zu sich zu holen. Ein Geistesblitz durchzuckte ihn &#8211; das war es! Sein neuer Name, er w\u00fcrde ihn fortan tragen. Mit ihm w\u00fcrde er der Herrin Ruhm und Ehre bringen: Heute war er geboren, hier auf diesem kalten Stein irgendwo im Nirgendwo zwischen dem Beyrounat Baburin und dem K\u00f6nigreich Perricum. Sieghelm stand auf und ging zu seinem Pferd, es war noch fr\u00fch den Namen seinen Gef\u00e4hrten mitzuteilen, denn er w\u00fcrde ihn nur im Gefecht annehmen &#8211; doch daf\u00fcr war es noch nicht an der Zeit.<em> &#8222;Wir gehen weiter.&#8220;<\/em> rief er seinen Gef\u00e4hrten zu, die sich sofort aufmachten ihr Gep\u00e4ck zusammenzutragen. Was zur\u00fcck blieb war ein in den Sand gekritzelter Name: DONNERWACHT<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sieghelm ritt zusammen mit den anderen in Richtung Firun, mit jedem Schritt den sie taten, wurde die Luft reiner und wohlriechender, denn der Weg f\u00fchrte in das Kaiserreich &#8211; bald w\u00fcrde er dieses f\u00fcr ihn leidlich gewordene Land verlassen. 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