{"id":3472,"date":"2013-03-18T23:23:37","date_gmt":"2013-03-18T22:23:37","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=3472"},"modified":"2013-03-19T11:41:36","modified_gmt":"2013-03-19T10:41:36","slug":"der-erste-schnitt-ist-immer-der-tiefste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=3472","title":{"rendered":"Der erste Schnitt ist immer der tiefste"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Spichbrecher-Wappen-Wei\u00df1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-1406\" alt=\"Spichbrecher-Wappen-Wei\u00df\" src=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Spichbrecher-Wappen-Wei\u00df1.png\" width=\"92\" height=\"109\" \/><\/a>Es ist ein k\u00fchler und leicht windiger Abend am 22. Hesinde 1026 BF. Ein flinker Dackel schnellt aus den Eingang eines Geh\u00f6fts, gefolgt von einem gro\u00dfgewachsenen Krieger mit breiten Schultern. Der Dackel mit dem Namen Pagol stobt zu einem Busch und bellt verspielt, vermutlich hatte er eine malwieder eine aranische Katze verjagd. Hinter ihm, mit schlendernden Schritt, lief der darpatische Junker. Seine Gedanken galten dem bevorstehendem Turnei und seiner damit bevorstehenden Pr\u00fcfung im Umgang mit den Waffen.\u00a0 <em>&#8222;In zwei Tagen &#8230;&#8220;<\/em> hauchte er, w\u00e4hrend er immer wieder kontrollierenden zu den B\u00fcschen schaute in denen sich Pagol anscheinend einer kleinen Hetzjagd hingab.<em> &#8222;Das hei\u00dft ich habe gerade mal einen Tag zum trainieren, viel zu wenig &#8211; ich bin aus der Form.&#8220;<\/em> Sieghelm resignierte ein wenig als er im gehen nach und nach jede Faser seines K\u00f6rper streckte und dabei seine Knochen knarzen und \u00e4chzen zu h\u00f6ren glaubte. Seine Gedanken verliefen sich etwas in den verschiedenen Techniken und Methoden um in kurzer Zeit wieder zur alten Form zur\u00fcckzukommen, er musste an seine Zeit an der Akademie in Rommilys denken, allem voran an Schwertmeister Perainor von Bregelsaum, der wohl Sieghelms meist verhasster und zugleich bester Ausbilder im Waffengang war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war stets die selbe Aussage des Schwertmeisters, nachdem der junge Sieghelm mit einem \u00e4lteren und \u00fcberlegenen Sch\u00fcler gek\u00e4mpft und nach einem langem und ausgeglichenen Kampf dennoch unterlegen war. Der Darpate erinnert sich noch genau an das Gesicht des Mannes, der Bart fein gestutzt und die Wangen blank rasiert, eine lange Narbe \u00fcber dem linken Auge und ein leicht welliger schwarzer B\u00fcrstenschnitt. Sieghelm f\u00fchlt sich in die Zeit zur\u00fcck versetzt als er im Staub des \u00dcbungsplatzes lag und Meister von Bregelsaum mit hinter den R\u00fccken verschr\u00e4nkten Armen zu ihm herantrat um mit entt\u00e4uschtem Blick zu ihm herabzublicken. <em>&#8222;Es war ein guter Kampf.&#8220;<\/em> fl\u00fcsterte Sieghelm, doch seine Stimme verlor sich dabei im k\u00fchlen Wind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 30px;\"><em><span style=\"color: #ff0000;\"><b>&#8222;In einem Kampf Mann-gegen-Mann wird kein zweiter Preis vergeben&#8220;<\/b><\/span> &#8211; Schwertmeister Perainor E. von Bregelsaum<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Junker seufzte. Pagol kam derweil mit etwas hinkendem Bein zur\u00fcck aus dem Geb\u00fcsch. Er sah zu dem Dackel herab und musste unweigerlich wieder an den Satz seines ehemaligen Lehrers denken, doch diesen Verwarf er sofort und er b\u00fcckte sich zu seinem gesch\u00e4tzten Kameraden herab um sich dessen Verletzung etwas n\u00e4her anzusehen.<em> &#8222;Nur ein kleiner Kratzer, das wird schonwieder &#8211; es ist keine Schande auch Mal der Unterlegene zu sein.&#8220;<\/em> Siehelm Sprach dabei die Worte so aus, dass er sie selbst gut h\u00f6ren konnte um sich von deren Inhalt zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch Azina hat sich bei dem Turnei angemeldet &#8211; dachte er. Warum sie das wohl getan hat? Sie ist durch und durch eine Firungl\u00e4ubige, doch welches Interesse k\u00f6nnte sie haben an einem Rondragef\u00e4lligen Turnier teilzunehmen? Sieghelm dachte an die \u00e4u\u00dferen Ver\u00e4nderungen die seine alte Freundin Azina seid ihrer letzten Begegnung durchgemacht hatte, und auch an den reich verzierten Runenspeer &#8211; eine wahrlich pr\u00e4chtige Waffe. Waren dies vielleicht die Gr\u00fcnde daf\u00fcr? Bisher hatte der Hauptkamm keine Zeit gefunden sie auf alldies anzusprechen, doch die Zeit w\u00fcrde noch kommen. Irgendetwas in Azina war anders, sie wirkte k\u00fchler und berechnender. Sie hatte einst ihre Familie hinter sich gelassen, nun war sie hier und dennoch zieht es sie wieder fort, trotz des desolaten Zustands des Hofes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zusammen mit dem leicht hinkenden Pagol lief der Hauptmann um das Geh\u00f6ft herum, seine Gedanken galten nun dem Ereignis vor dem Dreitempel in Baburin. Selten hatte er die N\u00e4he des Schwerts und Schilds Alverans so sehr gesp\u00fcrt wie in dieser eindrucksvoller Tempelanlage. Er musste auch an die Worte der Knappin der Leuin denken. Beinahe h\u00e4tte Sieghelm an seinen eigenen Taten gezweifelt und den Willen seiner G\u00f6ttin missinterpretiert. Allem voran zeigte dies Sieghelm jedoch, dass er noch kein Schwert der ehrvollen Donnerg\u00f6ttin war, seine Geschicke wurden nicht von ihr gelenkt, er ist und war nur ein einfacher Krieger der versucht seiner G\u00f6ttin nach seinen bescheidenen M\u00f6glichkeiten gef\u00e4llig zu handeln. Doch war er weiterhin Fehlbar &#8211; und das alles trotz des Amuletts das er bei sich trug. Die Geweihte hatte ihm zwar seinen Zweifel an seiner Tat bez\u00fcglich Muhalla nehmen k\u00f6nnen, doch warum die Herrin ihm diesen Schmerz gesandt hatte, vermochte sie ihm nicht zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die kommenden Tage w\u00fcrden Herrn von Spichbrecher jedoch noch erleuchtung bringen, da war er sich sicher, denn er hatte es irgendwie im Gef\u00fchl dass etwas gro\u00dfes Bevorstand.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist ein k\u00fchler und leicht windiger Abend am 22. Hesinde 1026 BF. Ein flinker Dackel schnellt aus den Eingang eines Geh\u00f6fts, gefolgt von einem gro\u00dfgewachsenen Krieger mit breiten Schultern. Der Dackel mit dem Namen Pagol stobt zu einem Busch und bellt verspielt, vermutlich hatte er eine malwieder eine aranische Katze verjagd. 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